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Die Erfindung betrifft ein Seil sowie eine ein solches Seil enthaltende Schleppvorrichtung für Skifahrer.
Die Erfindung ist insbesondere bei Aufstiegshilfen anwendbar, die aus einer Vorrichtung zum Schleppen von Skifahrern entlang leicht geneigter Hänge bestehen.
Diese Art von Vorrichtung enthält ein zu einer Schleife geschlossenes endloses Seil, das von einem Satz Seilrollen angetrieben und geführt wird.
Diese Art von Anlage, die in dem Dokument FR 2 742 400 A beschrieben ist, enthält üblicherweise ein glat tes Seil, das insbesondere bei dieser Art von Anwendung Nachteile besitzt.
Skifahrer, die Fäustlinge oder Handschuhe tragen, kennen nämlich die Schwierigkeiten, sich am glatten eil festzuhalten, ohne dass dieses in ihren Händen gleitet, vor allem wenn der Hang stark unebene Zonen auf- weist.
Auf den ersten Blick könnte eine Lösung darin bestehen, an dem Seil in gleichen Abständen Knoten zu ma- chen, sodass auf dem Seil Verdickungen gebildet werden, die sein Ergreifen mit der Hand und sein Fes hal- ten für die Dauer eines Schleppvorganges erleichtern.
Die Knoten können jedoch nicht einwandfrei die Seilrollen durchlaufen, was ein Seil mit Knoten für dies Art von Anwendung unbrauchbar macht.
Eine andere Lösung könnte darin bestehen, an dem Seil in gleichen Abständen Griffe zu befestigen. Die Griffe besitzen jedoch ein solches Volumen, dass sie die Seilrollen auch nicht durchlaufen und an Hinde nis- sen hängen bleiben können, wenn das Seil direkt auf dem Boden schleift.
Die Erfindung zielt darauf ab, insbesondere die obengenannten Nachteile zu beheben, indem sie ein Seil vorschlägt, das zusätzliche Greifeinrichtungen aufweist, die einerseits das Ergreifen des Seils durch e nen
Benutzer, wie z. B. einen Skifahrer, erleichtern und anderseits ermöglichen, dass das Seil eine Antriebs seit- rolle und/oder eine Führungsseilrolle durchläuft, wobei das Seil gleichzeitig ein gutes Langzeitverh Iten aufweist.
Zu diesem Zweck besteht ein erster Gegenstand der Erfindung in einem Seil, das aus einer Hauptsc nur besteht, die ausserdem aufgesetzte zusätzliche Greifeinrichtungen umfasst.
Diese Greifeinrichtungen umfassen mindestens ein der Schnur längs eines Abschnitts derselben zug ord- netes Greiforgan, das auf der Schnur eine Verdickung bildet, um örtlich den Durchmesser des Seils zu ver- grössern.
Dieses Seil weist somit gegenüber den herkömmlichen Seilen eine grössere Ergonomie auf.
Sein "Griff" ist besser als der eines herkömmlichen glatten Seils, während es ebenso, ganz wie ein gl ttes
Seil und im Gegensatz zu den Handgriffen oder Knoten aufweisenden Seilen Führungsseilrollen durchlau fen kann.
In einer Ausführungsform ist die Hauptschnur durch Verschlingen von Fasern, sogenannten Primärs rän- gen, hergestellt, wobei das Greiforgan aus zusätzlichen Strängen, sogenannten Sekundärsträngen, besteht, die in die Schnur durch Schlingen zwischen die Primärstränge eingearbeitet sind.
Z.B. sind die Sekundärstränge zwischen die Primärstränge eingeflochten, wobei letztere ihrerseits m tein- ander verflochten sind, um die Schnur zu bilden.
In einer Ausführungsform sind die Sekundärstränge wenigstens zum Teil aus einem weichen und elasti
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schen Material, wie z. B. einem Elastomer, und/oder wenigstens zum Teil aus einem halbstarren Material, wie z.B. einem Polymer, hergestellt.
Gemäss einer Ausführungsform bestehen die zusätzlichen Greifeinrichtungen aus einer Vielzahl von der Schnur zugeordneten und auf dieser in gleichen Abständen angeordneten Greiforganen.
Ein zweiter Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Schleppen von Skifahrern mittels eines Seils, das sich kontinuierlich entlang eines schleifenförmigen Weges zwischen einer Abfahrts- und einer Ankunftsstelle bewegt.
Jede der Stellen ist mit mindestens einer Endseilrolle ausgestattet, wobei das Seil ein Schlepptrum auf Schneeniveau aufweist, um vom Skifahrer ergriffen werden zu können, und ein durch Masten in der Höhe oberhalb der Skifahrer abgestütztes Rücklauftrum, wobei das Seil ein Seil ist, wie es eben beschrieben worden ist.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung gehen aus der nachstehenden Beschreibung von Ausfüh- rungsformen hervor, wobei die Beschreibung auf die beigeschlossenen Zeichnungen Bezug nimmt, in de- nen zeigen : Fig. 1 eine Teildraufsicht eines erfindungsgemässen Seils, das aus einer durch Verschlingen von Fasern, den sogenannten Primärsträngen, sowie einem Greiforgan besteht, das aus zusätzlichen Strängen, den sogenannten Sekundärsträngen, hergestellt ist, wobei dieses Organ der Hauptschnur des Seils durch Schlingen der Sekundärstränge zwischen die Primärstränge der Hauptschnur zugeordnet ist und auf dieser Schnur eine Verdickung bildet, und Fig. 2 eine schematische Vorderansicht einer Schlepp- vorrichtung für Skifahrer, die ein erfindungsgemässes Seil, z. B. das Seil der Fig. 1, enthält, das sich kontinu- ierlich entlang eines schleifenförmigen Weges bewegt.
In Fig. 1 ist ein Seil 1 dargestellt, das in erster Linie eine Hauptschnur 2 aufweist, die gemäss einer Ausfüh- rungsform durch Verflechten von Strängen 3, sogenannten Primärsträngen, hergestellt ist.
In der in Fig. 1 abgebildeten Ausführungsform ist die Schnur 2 aus acht Primärsträngen 3 aus einem Kunst- stoffmaterial wie Polyamid, Polyester, KEVLAR od. dgl. hergestellt, die miteinander verflochten sind.
Auf diese Weise weist die Schnur einen geringen Dehnungskoeffizienten sowie auch eine hohe Festigkeit einerseits gegenüber Ultraviolettstrahlen und andererseits gegenüber Verschlingung auf.
Diese Ausführungsform der Schnur 2 ist als Beispiel gegeben; die Erfindung kann auf jede Art von Schnur 2 angewendet werden, z.B. auf ein Bergsteigerseil, das aus einem mit verflochtenen Fäden umhüllten inneren
Geflecht besteht, oder aus einem Speläologenseil, das aus einem mit verflochtenen Fäden umhüllten Kern aus parallelen Fäden besteht.
Die Primärstränge 3 können auch verseilt sein, d.h. verschlungen sein, um eine Wendel zu bilden.
Die so hergestellte Schnur weist z. B. einen Durchmesser von etwa 16 mm auf, was ein gutes händisches
Ergreifen des Seils 1 durch Benutzer 4 jeden Afters erlaubt.
Bei einer seiner Anwendungen ist das Seil allerdings dazu bestimmt, von Benutzern 4, wie Skifahrern, er- griffen zu werden. Um das Festhalten des Seils durch die Benutzer 4 zu verbessern, besitzt das Seil 1 ausserdem zusätzliche Greifeinrichtungen 5.
Diese Greifeinrichtungen 5 umfassen mindestens ein der Schnur 2 längs eines Abschnitts 7 derselben zu- geordnetes Greiforgan 6, wobei der Abschnitt 7 eine Länge aufweist, die im wesentlichen gleich der Breite
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einer Hand ist.
Das Greiforgan 6 bildet auf der Schnur 2 eine Verdickung 8, um örtlich längs des Abschnitts 7 den Dur h- messer des Seils 1 so zu erhöhen, dass das Ergreifen des letzteren mit der Hand erleichtert wird.
Gemäss einer ersten Ausführungsform, die in Fig. 1 gezeigt ist, umfasst das Greiforgan zusätzliche Strä ge 9, sogenannte Sekundärstränge, endlicher, im wesentlichen der Länge des Abschnitts 7 entsprechen er Länge, welche Sekundärstränge in die Schnur 2 durch Einflechten zwischen die Primärstränge 3 eing ar- beitet sind.
Die Sekundärstränge 9 sind z.B. zwischen die Primärstränge 3 durch ein "Überflechten" genanntes Verf h- ren eingeflochten. Diese Ausführungsform weist den Vorteil einer sehr leichten Ausführbarkeit aus, weil das Einflechten der Sekundärstränge 9 händisch erfolgen kann.
Dieses Einflechten kann dadurch erfolgen, dass die Schnur 2 örtlich so aufgelockert wird, dass zwischen en Primärsträngen 3 ausreichende Zwischenräume geschaffen werden, um das Einfügen der Sekundärsträ ge 9 zu erlauben.
Jeder Sekundärstrang 9 wird in die Schnur 2 in der durch den Pfeil F in Fig. 1 angegebenen Richtung von einem im Kern der Schnur versenkten Ende 10 des Sekundärstranges 9 aus bis zu einem freien zwe ten Ende 11 des Sekundärstranges 9 eingefügt. Ist das "Überflechten" beendet, wird der Sekundärstrang 9 zB so abgeschnitten, dass sein freies Ende 11mit der Aussenfläche 12 der Schnur auf gleicher Höhe liegt.
Die Sekundärstränge 9 können aus den gleichen Materialien wie die Primärstränge 3 hergestellt sein, z.B aus Polyamid- oder Polyesterfasern, aus KEVLARod. dgl.
Gemäss einer Variante sind die Sekundärstränge 9 zumindest zum Teil aus einem weichen und elastisc nen
Material, wie z. B. einem Elastomer, hergestellt, welches eine hohe Griffigkeit bietet, sodass das händis he
Ergreifen des Greiforgans 6 durch den Benutzer 4 erleichtert wird.
Gemäss einer anderen Variante sind die Sekundärstränge 9 zumindest zum Teil aus einem halbstarren Ma terial, wie z. B. einem Polyamid, hergestellt.
Die Realisierung des Greiforgans 6 aus einer Kombination von Sekundärsträngen aus Elastomer, aus Po- lymer oder aus synthetischen Fasern kann ebenso vorgesehen sein, um die Eigenschaften der Materi lien zu kombinieren.
Ausserdem können die Sekundärstränge 9 eine zur Farbe der Primärstränge unterschiedliche Farbe haben, um ein leichteres Lokalisieren des Greiforgans 6 durch den Benutzer 4 zu ermöglichen (Fig. 1).
Um das händische Ergreifen des Seils 1 durch mehrere Benutzer 4 zu erlauben, umfasst das Seil eine Viel- zahl von Greiforganen 6, wie z.B. die eben beschriebenen, die der Schnur 2 zugeordnet und auf dies r in gleichen Abständen, z.B. im wesentlichen alle drei oder alle vier Meter, angeordnet sind.
Das so hergestellte Seil 1 kann in einer Schleppvorrichtung 14 für Skifahrer, wie sie in Fig. 2 gezeig ist, verwendet werden.
Bei dieser Vorrichtung 14 läuft das Seil 14 kontinuierlich entlang eines schleifenförmigen Weges zwischen einer Abfahrtsstelle 15 und einer Ankunftsstelle 16 in einer einzigen Richtung F', die so gewählt ist, dasssie umgekehrt zur Flechtrichtung F der Sekundärstränge 9 verläuft.
Auf diese Weise bleiben die freien Enden 11 der Sekundärstränge 9 nicht an den Seilscheiben 17,18 ssân
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gen, wenn das Greiforgan 6 diese passiert. Die Lebensdauer des Seils 1 wird dadurch verlängert.
Jede der Stellen 15,16 ist mit mindestens einer Endseilscheibe 17,18 ausgestattet, welche Seilscheiben das Seil 1 führen. Dieses umfasst ein Schlepptrum 19 auf Schneeniveau, um von dem Skifahrer 4 ergriffen wer- den zu können, sowie ein Rücklauftrum 20, das von Masten 21 in der Höhe oberhalb der Skifahrer abge- stützt wird.
Diese Art von Vorrichtung ist in der FR 2 742 400 A bereits im Detail beschrieben ; es erübrigt sich daher hier eine nähere Beschreibung derselben.
Die Verwendung eines Seils 1, das zusätzliche Greifeinrichtungen 5 enthält, erlaubt den Benutzern 4 durch Ergreifen der Greiforgane 6 das Seil 1 besser festzuhalten, ohne auf dem Seil 1 zu gleiten.
Auf diese Weise können die Benutzer 4 einerseits steilere Hänge erklimmen als jene, auf denen die be- kannten Schleppvorrichtungen mit glattem Seil installiert sind, und andererseits grössere Entfernungen zu- rücklegen.
Ansprüche :
1. Seil (1) umfassend eine Hauptschnur (2), dadurch gekennzeichnet, dass es aufgesetzte zusätzliche Greif- einrichtungen (5) umfasst, die aus mindestens einem der Schnur (2) längs eines Abschnitts (7) derselben zugeordneten Greiforgan (6) bestehen, das auf der Schnur (2) eine Verdickung (8) bildet, um örtlich den
Durchmesser des Seils (1) zu erhöhen.