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Die Erfindung bezieht sich auf einen vorgefertigten Kabelschacht für kabellose Strecken, zum Zweck der Durchführung von Richtungsänderungen, seitlichen Abzweigungen oder Gabelungen in für die Installierung unterirdischer Telefonleitungen notwendigen Kanälen.
Derartige vorgefertigte Kabelschächte kommen insbesondere in der Fernmeledetechnik zur Anwendung.
In der ES 8803051 U ist ein vorgefertigter Kabelschacht beschrieben, der eine Bodenplatte und kreisbogenförmige Wände aufweist, wobei eine Auflage vorgesehen ist, die Vertiefungen für die Aufnahme von Wasser hat, das sich im Inneren der so geformten Kammer ansammelt. Angesichts der modularen Bauweise wird eine Dichtung für den hermetischen Verschluss der anliegenden Teile verwendet, wodurch es möglich wird, mit ähnlichen Teilen, die keinen Boden haben, den entsprechenden Kabelschacht in Übereinstimmung mit den Erfordernissen desselben zu bilden. Auf den Seitenflächen sind durchgehende Bohrungen vorgesehen, die zusammen mit entsprechenden Dichtungen das Einführen der notwendigen Kabel ermöglichen und die bei Nichtgebrauch der Kanäle über hermetische Muffen dicht verschlossen werden.
Bei diesem Kabelschacht ergeben sich aber, wenn er für Richtungsänderungen, seitliche Abzweigungen oder Gabelungen der Kanäle verwendet werden soll, schwerwiegende Nachteile, die behoben werden könnten, wenn der Kabelschacht auf seiner Struktur eine seitliche nach rechts oder links oder in beide Richtungen gehende Erweiterung aufweisen würde. Diese Erweiterungen könnten den Richtungswechsel einleiten und würden in Zusammenwirken mit den entsprechenden Kanälen, in den erwähnten Erweiterungen und in der entsprechenden Zone einer der Vorderseiten bzw. in Bereichen nahe den Scheitelpunkten der mit den Kanälen versehenen Seite, die zur Zentrale gerichtet sind, einen Mehrzweckschacht bilden, mit dem der vorgesehene Zweck erreicht werden könnte.
Es ist gegenwärtig kein Kabelschacht bekannt, dessen Form seitliche Verzweigungen, Gabelungen oder Richtungswechsel der Kanäle zulässt.
Der von der Erfindung vorgeschlagene, vorgefertigte Kabelschacht für die Verwendung an kabellosen Strecken stellt eine
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Lösung der oben erwähnten Problematik dar, da angesichts seiner spezifischen Ausführung, mit Erweiterungen an der rechten, linken oder an beiden Seiten, Richtungswechsel, Verzweigungen oder Gabelungen der Kanäle möglich sind.
Im Detail besteht der vorgefertigte Kabelschacht für die Verwendung an kabellosen Strecken aus einem aus Spannbeton gefertigten Körper, der zusammen mit anderen ähnlichen Elementen unter Verwendung von zwischen den Modulen angebrachten Dichtungen die Herstellung des Kabelschachtes mit den notwendigen Abmessungen für den beabsichtigten Zweck erlaubt. Dabei weist das untere Modul in der Bodenplatte eine Vertiefung oder Aushöhlung auf, die das Wasser auffangen soll, das im Inneren des Schachtes auftreten kann. Im den oberen Bereich des Schachtes bildenden Teil ist ein entsprechendes Abzugsrohr mit einem entsprechenden Deckelrahmen vorgesehen. Dieser ist mit der Umgebung verbunden und mit einem entsprechenden, auf der unterstützenden Struktur liegenden Deckel versehen.
Die Erfindung sieht entsprechende Muffen mit Dichtungen vor, die an den passenden Stellen des mit einer zur rechten oder linken oder in beiden Richtungen gehenden Erweiterung versehenen Körpers liegen. An der Breitseite sind Kanäle vorhanden, über die die Leitungen zur Zentrale gehen. Auch an den geraden und vertikalen Seiten des Kabelschachtes ist eine geeignete Anzahl von Kanälen vorgesehen, welche den Austritt der Kabel von innen erlauben.
Natürlich kann ein solcher Kabelschacht, der im Grundriss keine rechteckige Form aufweist, zusammen mit den Kabelschächten mit rechteckigem Grundriss verwendet werden. Weiters ist darauf hinzuweisen, dass die erfindungsgemässen nicht rechteckigen Schächte aus nicht vorgespanntem, armiertem Schwingbeton vorgefertigt werden.
Die Erfindung ermöglicht Kanäle, die einen Richtungswechsel von 90 aufweisen, oder dieselbe Richtung beibehalten und auch eine seitliche Abzweigung von 900 haben ; sie kann aber auch für Kanäle zur Anwendung kommen, die senkrecht zu ihrer Richtung verzweigen.
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Wie bereits ausgeführt können bei Kabelschächten mit nicht rechteckigem Grundriss einige der Hauptwände, d. h. die Wände parallel zur Längsachse des Schachtes, einen bogenförmigen Teil aufweisen, über den die Richtung der Kanäle um 90 gewechselt wird, wobei die rechts, links oder in beide Richtungen gehende Biegung des Kabelschachtes und die von der Biegung des Kabelschachtes am weitesten entfernte Querwand die Richtung zur Zentrale bestimmen.
Wie erwähnt setzen sich die erfindungsgemässen Kabelschächte aus zwei Modulen zusammen, wobei das obere Modul auf dem unteren Modul aufliegt und mit ihm über eine Dichtung verbunden ist, die den gesamten Auflageumfang zwischen beiden Modulen bedeckt, wobei mechanische Elemente vorgesehen sind, welche die Dichtheit und die Verbindung der Module sichern und die Montage auf der Baustelle erleichtern. Es ist des Weiteren darauf hinzuweisen, dass die horizontale Schnittebene der Module der horizontalen Symmetrieachse des Hauptkanals entspricht.
An der Oberseite sind die Kabelschächte mit vier Bohrungen geeigneter Abmessungen versehen, die in einem gegenseitigen Winkel von 900 angeordnet sind und zum Hindurchführen der Verbindungsbolzen für das Befestigen des Abzugsrohres am Kabelschacht dienen. Konzentrisch zur Öffnung des Abzugsrohres des Kabelschachtes und auf der Ausssenseite der Oberseite ist eine Ausnehmung vorgesehen, die für das Anbringen eines Abdichtungsringes zwischen dem Abzugsrohrmodul und der Oberseite des Kabelschachtes bestimmt ist.
Wie erwähnt ist im Boden oder in der Bodenplatte des Kabelschachtes eine Vertiefung oder Aushöhlung vorgesehen, die in vertikaler Richtung mit der Achse der an der Oberseite des Schachtes vorhandenen Öffnung übereinstimmt. In dem als Vertiefung oder Aushöhlung ausgebildeten Behältnis wird ein Gussgitter eingebaut. Der durch die Bodenplatte gebildete Boden weist eine Neigung von 1% in Richtung der erwähnten Vertiefung oder Aushöhlung auf. Diese Neigung ist dazu bestimmt, das Abfliessen des Wassers zum Austragsbereich zu erleichtern.
Die nicht besetzten Leitungseintritte werden zur Gewährleistung der Dichtheit des Kabelschachtes von aussen mit Stopfen
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aus PVC oder einem beliebig anderen geeigneten Material verschlossen. Die Stopfen bilden mit den in der Betonwand des Kabelschachtes eingegossenen Hülsen eine dichte Verbindung.
Alle Eintrittsöffnungen der Kanäle werden werkseitig gebildet und von aussen mit den entsprechenden Stopfen versehen.
Der Deckelrahmen wird mit dem oberen Abzugsrohrmodul mit vier mit Doppelmutter versehenen Schrauben verbunden, die in entsprechende Bohrungen eingeführt werden, die in Winkelabständen von 90 auf der Stützebene der Decke angeordnet sind.
Das Abzugsrohr hat einen runden Querschnitt und erlaubt, die verschiedenen Höhen abhängig von der Verbindung der verschiedenen Module vorzusehen.
Damit der Deckel bündig mit der Strassendecke abschliesst, werden Abweichungen zwischen der Tiefe des Kabelschachtes und den Standardhöhen der Kombination der Module "in situ" mit einer schnell abbindenden Dichtungsmasse ausgeglichen.
Die Verbindung der Abzugsrohrmodule mit dem Deckel und der Oberseite des Kabelschachtes erfolgt zur hermetischen Abdichtung der Anordnung über Dichtungen. Hier ist darauf hinzuweisen, dass alle Abzugsrohrmodule mit vier Bohrungen versehen sind, um das Einführen von Gewindeschrauben zu ermöglichen, die das obere Abzugsrinnenmodul mit dem Deckelrahmen verbinden.
Alle Abzugsrohrmodule sind untereinander mit Hilfe der Gewindestangen bzw. Schrauben verbunden, die über Muttern das Abzugrohr mit dem Kabelschacht zu einer Baueinheit zusammenschliessen.
Der Deckelrahmen ist ebenfalls mit vier Bohrungen versehen.
Es sind Kabelanschlussleisten vorgesehen, die in zwei Teile aufgeteilt sind, d. h. die Stelle, an der sie geteilt werden, hängt von der Verbindungsstelle der den Kabelschacht bildenden Module ab. Zur Befestigung der entsprechenden Leisten an den Schachtwänden sind Gewindehülsen oder -dübel vorgesehen, die in der Schachtwand eingezogen und so angeordnet sind, dass eine Befestigung der Leisten mit Gewindeschrauben möglich ist.
Die verschiedenen, den Kabelschacht und das Abzugsrohr bildenden Module enthalten entsprechende Verankerungen, die ausreichend ausgelegt sind, um die Beanspruchungen beim Manövrieren
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und Halterungen für das Einhaken von im Innenbereich installierten Riemenscheiben auszuhalten.
Zur Befestigung der für das Verlegen der Kabel vorgesehenen Riemenscheiben sind die Kabelschächte mit Befestigungselementen versehen, die derart ausgelegt sind, dass sie jeder Verformung durch Zugspannung, sowohl in horizontaler als auch vertikaler Richtung, widerstehen.
Zur Montage der erwähnten Befestigungselemente werden werkseitig zwei Platten im Beton vorgesehen, welche entsprechende Unterlegscheiben und Muttern aufweisen. Um die Dichtigkeit dieser Elemente zu erreichen, werden an der Hinterseite und im Inneren des Kabelschachtes im Kontakt mit dem Beton zwei Gummiringe angebracht, die nach Anziehen der Muttern mit den Metallunterlegscheiben einen Wasserdurchtritt verhindern.
Der ausserhalb des Schachtes entstandene Hohlraum für das Anbringen der Auflage wird nach dem Anziehen der entsprechenden Muttern mit Epoxydharz ausgefüllt.
Die vorgefertigten Kabelschächte werden für eine Höchsttiefe von 2 Metern ausgelegt und berechnet, wobei diese Höchsttiefe an der Oberseite des betreffenden Schachtes gemessen wird.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand von bevorzugten Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung noch weiter erläutert. Es zeigen : Fig. 1 eine Unteransicht eines vorgefertigten Kabelschachtes für die Verwendung an kabellosen Strecken, wobei aus dieser Darstellung die allgemeine Form zu sehen ist, die wahlweise mit nur einer Biegung nach rechts oder links ausgeführt sein kann ; Fig.
2 eine Ansicht der Innenseite der Längswand ohne Biegung ; Fig. 3 einen Innenansicht der Längswand und der Biegung von rechts gesehen ; Fig. 4 eine Draufsicht auf den oberen Bereich eines Kabelschachtes, wobei eine Öffnung mit einer Ausnehmung für die Befestigung von Abzugsrohrmodulen sowie durch die Öffnung hindurch ein Auffangsbehältnis zu sehen ist ; Fig. 5 einen Schnitt durch einen Teil des Auffangbehältnisses gemäss der Linie A-A in Fig. 4 ; Fig. 6 eine Draufsicht und einen Schnitt eines Deckels ; Fig. 7 ein Detail eines Probenstabs für mechanische und metallografische Proben an der Innenseite des in der Fig. 7
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dargestellten Deckels ; Fig. 8 eine Schnittansicht eines Deckelrahmens, an dem der Deckel befestigt wird ;
Fig. 9 einen Schnitt des Deckelrahmens, der auf Abzugsrohrmodulen befestigt ist, durch die ein Zugang zum Schacht gegeben ist ; Fig. 10 ein Detail der Verbindung des Deckelrahmens mit dem oberen Abzugsrohr entsprechend der strichpunktierten Linie in Fig. 9 ; Fig. 11 einen Aufriss und einen Grundriss von Leisten ; Fig. 12 die Befestigung von in Fig. 11 gezeigten Leisten an der Schachtwand ; Fig. 13 einen Grundriss des unteren Schachtmoduls ohne Abdeckung, wobei Elemente zu sehen sind, die Halterungen für das Einhaken von Riemenscheiben bilden ; und Fig. 14 eine Detailansicht einer an dem vorgefertigten Schacht befestigten Halterung für das Einhaken von Riemenscheiben.
Gemäss Fig. 1 weist der dargestellte vorgefertigte Kabelschacht 1 für die Verwendung an kabellosen Strecken ein Modul 2' mit einem entsprechenden Boden auf, das im Grundriss im Wesentlichen rechteckig ist und am Ende seiner zwei Längsseiten mit
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den geraden Längsseiten einander geenüberliegende Leitungen oder Kanäle 4 und 4'und an der einen Breitseite Leitungen oder Kanäle 5 und 5'vorhanden.
Aus Fig. 2 und 3 ist ersichtlich, dass der Kabelschacht 1 aus einem oberen Modul 2 und einem identischen unteren Modul 2' zusammensetzt ist, wobei der untere Teil (Modul 2') des Schachtes 1 als Stützkörper dient, und der Oberteil (Modul 2) eine Abdeckung bildet, die mit einer aus Fig. 4 ersichtlichen Öffnung versehen ist, die gemäss Fig. 4 auf ihrem Umfang mit einer Ausnehmung 6" für das Einfügen einer Dichtung zum Abdichten von Abzugsrohrmodulen 13 (s. Fig. 9) versehen ist. Der Modulboden 2' weist gegenüber der Öffnung ein mit einem Gitter versehenes Auffangbehältnis 7, einen Sumpf oder eine Vertiefung auf, um Wasser zu sammeln bzw. abzuführen, zu welchem Zweck der unten liegende Modulboden 2'mit einer Neigung von ca. 10 versehen ist.
Aus Fig. 6 ist ein Deckel 10 von oben und im Schnitt zu sehen, der an seiner Innenseite einen Probenstab 11 für
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mechanische und metallografische Proben aufweist, welcher im Detail in Fig. 7 dargestellt ist.
Der Deckel 10 wird auf der Öffnung eines Deckelrahmens 12 angeordnet, der auf dem benachbarten Abzugsrohrmodul 13 mit Schrauben 16 und Muttern am oberen Ende befestigt wird, vgl.
Fig. 9 und 10, wobei eine Rundschnurdichtung 14 auf dem Umfang zwischen der Oberseite des Abzugsrohrmoduls 13 und der Unterseite des Deckelrahmens 12 vorgesehen ist, wodurch beide Teile dicht verbunden werden.
Aus Fig. 9 ist auch zu ersehen, dass das Abzugsrohr aus ähnlichen Modulen 13 und 13'gebildet wird, die untereinander mit Schrauben 15 und 15'verbunden werden und die auf der in der Decke des oberen Moduls 2, das zusammen mit dem Modulboden 2' den Kabelschacht 1 bildet, vorhandenen Öffnung befestigt wird, und zwar auf der auf dem Umfang oder dem Aufsitzbereich angeordneten Ausnehmung 6" (s. Fig. 4). Damit wird erreicht, dass die Abzugsrohrmodule 13 mit Hilfe der Bolzen bzw. Schrauben 15 und 15'mit dazwischen angeordneten Rundschnurdichtungen 14 fixiert werden.
Aus Fig. 11 sind im Aufriss und Grundriss Leisten 17 zu sehen, die mit Befestigungs-Vorsprüngen oder-Zungen 18 versehen und zweiteilig ausgebildet sind. Die Leisten 17 werden im Inneren des Kabelschachtes 1 entsprechend an den Wänden angeordnet und dabei am Moduloberteil 2 und am damit verbundenen Modulboden 2'befestigt, wodurch eine Kabelbefestigung erzielt wird.
Die Leisten 17 werden gemäss Fig. 12 befestigt, wobei Schrauben 21 zusammen mit einer Unterlegscheibe 20 und einem an die Leiste 17 angeschweissten Flacheisen 19 verwendet werden und die Schrauben 21 in Hülsen eingeschraubt werden, die in den Wänden des Schachtes 1 mit den Modulen 2 und 2'vorgesehen sind.
Aus den Fig. 13 und 14 ist zu ersehen, dass in der SchachtKammer Befestigungselemente 22 und 22'für das Einhaken von Riemenscheiben in Form von Haken vorgesehen sind.
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begrenzten Vertiefungen an der Oberfläche der den Kabelschacht 1 bildenden Module 2 und 2'befestigt.