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Es sind bereits Vorrichtungen zum Aufsuchen der Richtung, in welcher sich eine A. tht. r- wellen-Quelle, z. B. ein Sender für elektrische Wellen, befindet bekannt, bei wekhem die aufgefangenen Wellen oder Strahlen durch ein Sammelsystem (Linsen) zu einer sekundären Quelle (Brennpunkt) verdichtet werden ; dort sind Wellenempfänger (Detektoren) angeordnet, aus deren Ansprechen man auf die Richtung der einlangenden Strahlen schliessen kann.
Gegenstand der Erfindung ist nun eine Ausgestaltung dieser Einrichtung zu einem teleskopartigen Instrument,
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Ist die Wirkung auf die Detektoren gleich, dann fällt die Achse des Sammelsystem in die Richtung der eingelangten Ätherwellen. Ist sie ungleich, dann ist die Wirkungsdiffercnz proportional der Abweichung der Systemachse von der gesuchten Richtung.
Die den Erfindungsgegenstand bildende Vorrichtung besteht demnach aus 3 Teilen : a) aus dem Sammelsystem, welches aus einem optischen Objektiv oder einer diesem analog wirkenden Vorrichtung besteht, um die nahezu parallel einfallenden Licht-, elektrischen oder anderen Strahlen bezw. Wellen in einem Bild bezw. in einer sekundären Strahlenquelle zu vereinen ; b) aus einem Dctektorsystem, bestehend aus 2 oder mehr gleichen Zellen oder Kohärern,
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von gleichen Widerständen und gleicher elektromotorischer Kraft sind.
Die beiden Systeme a) und b) bilden eine einstellbare fixe Konstellation, die um die vertikale bezw. um die vertikale und horizontale Schwerpunktachse drehbar eingerichtet ist ; e) aus einem Indikator, welchem
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änderung kann ein Schluss auf die Richtung der die Wellen aussendenden Primär (luelle gezogen werden.
In der Zeichnung wurde ein einfaches, für gewöhnliche Zwecke ausreichendes Ausführungs- beispiel wiedergegeben, und zwar veranschaulichen Fig. 1 und Fig. 2 einen vertikalen und horizontalen Schnitt der Vorrichtung, in welcher eine Asphalt-oder Glaslinse das Sammelsystem
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der Selenzellen (Detektoren) im Zusammenhange mit einer Stromquelle, zwei Rheostaten und einem Galvanometer zu einer Wheatstone'schen Brücke.
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zylinder 1, 5 der in einer Gabel oder Schelle 6 befestigt ist ; durch die Linse 2 werden die ein- treten'den Wellen in einem Punkte gesammelt. In der Horizontalebene der Lill8ena ('hse befinden sich in gleicher Entfernung von derselben zwei gleiche Selenzellen 3, 4, die in bestimmter Entfernung von der Sammellinse eingestellt werden können.
Ein Zeiger 19 ist mit dem die Linsen-
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welche eine Winkelteilung besitzt.
Für den Fall, als beispielsweise eine Wellenquelle in der optischen Achse x a ? liegt, werden die eintretenden Wellenstrahlen in einem Achsenpunkte in der Nähe des Brennpunktes einen Bildpunkt mit der grössten Helligkeit erzeugen, der mit gleicher Intensität auf beide Selenzellen
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wirken wird, die ja mit zunehmende !'Entfernung von der Achse rasch aber symmetrisch zu derselben abnimmt. Die Selenzellen werden somit durch gleich grosse Widerstandsänderungen beeinfluss, die aber keine relative Änderung der Stromverteilung in den Zweigen 10, 11 in Fig. 4 hervorrufen, so dass das Galvanometer 18 keinen Ausschlag zeigen kann.
Verlässt jedoch das als sekundäre Quelle fungierende Wellenbild die optische Achse des Systems, so muss die eine Selenzelle intensiver beleuchtet werden als die andere. Dieser Unterschied bedingt eine äquivalente'. ; Widerstandsänderung in den bezüglichen Leitungszweigen und in weiterer Folge einen Ausschlag der Galvanometernadel. Durch entsprechende auf der Winkel teilung 20 messbare Drehung der Vorrichtung um die vertikale Achse 7 (Fig. 1), kann nun der Bildpunkt wieder in die optische Achse a : a : gebracht werden, welche Lage sich durch die Stromlosigkeit des Galvanometers kundgibt.
Es ist gut denkbar und unterliegt keiner Schwierigkeit, diese durch Hand besorgte Einstellung der Vorrichtung automatisch zu besorgen, beispielsweise dadurch, dass die durch die nicht, koaxiale Lage der Quelle bedingte Stromditferenz in den Zweigen mittelbar zur Betätigung von Elektromagneten herangezogen wird, welche durch ein Schaltwerk die Drehung besorgen ; es ist aber auch weiter möglich, dass durch sinngemässe Anwendung einer dritten oder einer dritten und vierten Selenzelle die Vorrichtung auch zur Richtungsbestimmung von Lichtquellen im gesamten Raum verwendet werden kann.
Da die elektrischen Wellen sich in gewissen Medien brechen, so können sie auch durch geeignete Sammelsysteme gesammelt werden und analog den Lichtstrahlen einen Bildpunkt im räumlichen Sinne erzeugen. Dieser Bildpunkt wird analog dem Lichtbild die grösste Wirkungintensität in sich vereinigen, die rasch aber symmetrisch zur Achse abnimmt. Vorteilhaft ist dann die in Fig. 3 gezeichnete Ausführungsform des Apparates, bei welcher ein Metallspiegel 21 als Sammelsystem dient, in dessen Achse in unmittelbarer Nähe des Brennpunktes symmetrisch die Selen ! "n < 3 angeordnet, sind. Eine Asphaltplatte 22 schützt vor dem Eindringen störender Lichtstrahlen.
Man kann die Selenzellen durch Kohärer ersetzen, die auf Ätherwellen in der Art und in dem Grade reagieren, dass ihre unterschiedliche Beeinflussung analog wie in dem vorbeschriebenen Verfahren zur Wahrnehmung gelangen und zur Richtungsbestimmung dienen können. Die Funkt, ic, nsweise der Vorrichtung ist die gleiche, wie sie für die Lichtstrahlen beschrieben wurde.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Aufsuchen der Richtung von elektrischen Wellen mit Hilfe eines Sammel- systems (Objektivlinsen, Metallspiegel oder dergl.), das die aufgefangenen Wellen in der Nähe seines Brennpunktes zum Zwecke der Beeinflussung von Detektoren (Selenzellen, Kohärer und dergl.
vereinigt, dadurch gekennzeichnet, dass zwei gleichartige Detektoren in der die Achse des Sammelsystems enthaltenden Horizontalebene und gegebenenfalls ein gleicher dritter Detektor oder ein gleichartiges zweites Detektorenpaar in der die Achse enthaltenden Vertikalebene symmetrisch zur Achse angeordnet werden, so dass bei ausseraxialer Konvergenz der Wellenstrahlen und dadurch bedingter unterschiedlicher Beeinflussung der Kohärer das Sammel-und Detektorsystem einer bestimmten gemeinsamen Achsendrehung bedarf, um die gleiche Beeinflussung der Detektoren zu erzielen, wobei dieser Drehungswinkel die Abweichung der einlangenden Ätherwellenrichtung von der ursprünglichen Richtung der Systemachse bestimmt.