AT4219U1 - Zahnärztliches handstück - Google Patents
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Abstract
Bei einem zahnärztlichen Handstück mit einem elastisch gelagerten Aufnahmeteil (8) für ein Werkzeug ist eine dem Aufnahmeteil (8) mit radialem Spiel zugeordnete Hülse (7) mit Druckluft aus schräg angeordneten Austrittsdüsen (9) beaufschlagbar. Die kreisende Bewegung der Hülse (7) wird eine Schwingung des Aufnahmeteils (8) umgesetzt, wobei die Schwingungsebene im wesentlichen senkrecht zur Längsachse des Aufnahmeteils (8) liegt.
Description
<Desc/Clms Page number 1> Die Erfindung betrifft ein zahnärztliches Handstück mit einem Arbeitskopf, in dem eine Rotation eines mit Druckluft beaufschlagbaren Elementes in eine Schwingung eines elastisch gelagerten Aufnahmeteiles für ein zahnärztliches Werkzeug umgesetzt wird, wobei die Schwingungsebene des Aufnahmeteils im wesentlichen senkrecht zur Längsachse des Aufnahmeteils liegt. Ein derartiges Handstück ist aus Fig. 6 der AT 404 550 B bekannt. Die zuströmende Druckluft beaufschlagt ein unwuchtiges Turbinenlaufrad, das auf dem Aufnahmeteil des Werkzeugs drehbar gelagert ist, sodass die rotierende Unwucht die gewünschten Schwingungen des Werkzeuges (Feile, Bürste, Polierwerkzeug, usw. ) erzeugt. Die Drehachsen erreichen dabei bis zu 300.000 Umdrehungen pro Minute und es finden zwangsläufig sehr hohe Beanspruchungen der Wälzlager statt. Die Erfindung hat sich nun zur Aufgabe gestellt, ein zahnärztliches Handstück der eingangs genannten Art zu schaffen, in dem keine Wälzlager benötigt werden. Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass das schwingungserzeugende Element durch eine dem Aufnahmeteil mit radialem Spiel zugeordnete Hülse gebildet ist, gegen die schräg angeordnete Austrittsdüsen für die Druckluft gerichtet sind. Die schräg auf die Wandung der Hülse auftreffende Druckluft bewirkt eine kreisende Abwälzbewegung der Hülse und erzeugt so die rotierende Unwucht, die den Aufnahmeteil und das in den Aufnahmeteil eingespannte Werkzeug in Eigenschwingungen bringt. In einer ersten Ausführung sind die schräg angeordneten Austrittsdüsen innerhalb der Hülse im Aufnahmeteil vorgesehen. Die Druckluft wird zu den Austrittsdüsen vom axial beabstandeten Eintrittsraum über einen im Aufnahmeteil sich axial erstreckenden Ringkanal oder mehrere achsparallele Kanäle zugeführt. In einer weiteren Ausführung sind die schräg angeordneten Austrittsdüsen ausserhalb der Hülse in einem mit dem Aufnahmeteil verbundenen Ringelement vorgesehen, das die Hülse mit radialen Spiel umgibt. Da das Ringelement mit dem Aufnahmeteil verbunden ist, kann das radiale Spiel zwischen der Hülse und dem Ringelement kleiner sein, als das radiale Spiel zwischen der Hülse und dem Aufnahmeteil selbst, sodass die Hülse an der Innenwand des Ringelements kreist und die Schwingungen über das Ringelement an den Aufnahmeteil übertragen werden. Die Druckluft wird in dieser Ausführung über einen Ringkanal zugeführt, der zwischen dem Ringelement und einer Aussenhülse verläuft. <Desc/Clms Page number 2> Für die Beaufschlagung der schwingungserzeugenden Hülse von aussen können die Austrittsdüsen beispielsweise auch an einem im Gehäuse des Arbeitskopfes angeordneten Ringelement vorgesehen sein. Für die elastische Lagerung des Aufnahmeteiles sind bevorzugt ein erstes elastisches Element im vorderen Bereich des Aufnahmeteils und ein zweites elastisches Element im hinteren Bereich vorgesehen, wobei das zweite elastische Element bevorzugt den Einströmraum für die Druckluft vom Austrittsraum abdichtet. Die Hülse ist bevorzugt hinter dem zweiten elastischen Element am Ende des Aufnahmeteiles angeordnet. Nachstehend wird nun die Erfindung anhand der Figuren der beiliegenden Zeichnungen näher beschrieben, ohne darauf beschränkt zu sein. Es zeigen: Fig. 1 einen Schnitt nach der LinieI -1 der Fig. 2 durch einen Arbeitskopf eines Handstücks, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie 11-11 der Fig. 1 Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie 111-111 der Fig. 4 durch eine zweite Ausführung, und Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV - IV der Fig. 3. Ein Handstück weist einen einem nicht gezeigten Griffbereich zugeordneten Arbeitskopf 1 auf, in dem ein Kanal 2 für die Zufuhr von Druckluft und ein Kanal 4 für die Rückluft vorgesehen sind. Im Gehäuse 5 des Arbeitskopfes 1 ist ein Aufnahmeteil 8 für ein zahnärztliches Werkzeug vorgesehen, der ein herkömmliches Spannfutter enthält, das durch einen an der in Zeichnung oben liegenden Rückseite des Gehäuses 5 angeordneten Druckknopf 16 betätigbar ist. Der Aufnahmeteil 8 ist in einem vorderen elastischen Element 10, das durch einen O-Ring gebildet ist, und in einem scheibenförmigen, hinteren elastischen Element 11im Gehäuse 5 gelagert. Das hintere elastische Element 11dichtet gleichzeitig einen Einströmraum 12 für die über den Kanal 2 kommende Druckluft gegen einen Austrittsraum 13, der mit dem Kanal 4 für die Rückluft kommuniziert. Vom Einströmraum 12, der etwa mittig im Gehäuse 5 vorgesehen ist, erstreckt sich ein Ringkanal 14 nach hinten bis in den Bereich einer dort angeordneten Hülse 7, die dem Aufnahmeteil 8 mit radialem Spiel zugeordnet ist. In der Ausführung nach Fig. 1 und 2 umgibt die Hülse 7 mit radialem Spiel ein auf den Aufnahmeteil fixiertes Ringelement 15, das in zwei Ebenen Kränze von schräg angeordneten <Desc/Clms Page number 3> Austrittsdüsen 9 aufweist, die nahezu tangential von dem innerhalb des Ringelements 15 endenden Ringkanal 14 durch die Wand des Ringelements 15 nach aussen führen. Austretende Druckluft trifft somit schräg auf die Innenwand der Hülse 7, die aufgrund des Spiels in eine kreisende Bewegung rund um den Aufnahmeteil 8 bzw. das Ringelement 15 gesetzt wird. Die kreisende Bewegung erzeugt die rotierende Unwucht, die den Aufnahmeteil 8 in Schwingungen versetzt. Die Hülse 7 ist in axialer Richtung durch zwei O-Ringe 17 festgelegt. Der Raum zwischen dem mit den Düsen 9 versehenen Ringelement 15 und der Hülse 7 ist in den die Hülse 7 umgebenden Austrittsraum 13 offen, sodass die Luft in den Rückluftkanal 4 entweichen kann. In der Ausführung nach Fig. 3 und 4 ist das mit dem Aufnahmeteil 8 verbundene Ringelement 15 etwa topfförmig ausgebildet, und zwischen dem Aufnahmeteil 8 und dem Ringelement ist ein in den Austrittsraum 13 offener Aufnahmeraum für die lose eingelegte Hülse 7 vorgesehen. Die schräg angeordneten Austrittsdüsen 9 in der Wandung des Ringelements 15 sind somit ausserhalb der Hülse 7 ausgebildet, und die äusseren und inneren Durchmesser sind so gewählt, dass die Hülse 7 an der Innenseite des Ringelements 15 kreisend anliegt, während, wie aus den Fig. 3 und 4 ersichtlich ist, zum Aufnahmeteil 8 ein minimaler Spalt verbleibt. Für die Zufuhr der Druckluft erweitert sich der Ringkanal 14 konisch, und endet ausserhalb der Austrittsdüsen 9, wobei die Aussenbegrenzung des Ringkanals 14 durch eine zusätzliche Aussenhülse 18 gebildet ist.
Claims (5)
- Ansprüche : 1. Zahnärztliches Handstück mit einem Arbeitskopf (1), in dem eine Rotation eines mit Druckluft beaufschlagbaren Elementes in eine Schwingung eines elastisch gelagerten Aufnahmeteiles (8) für ein zahnärztliches Werkzeug umgesetzt wird, wobei die Schwingungsebene des Aufnahmeteils (8) im wesentlichen senkrecht zur Längsachse des Aufnahmeteils (8) liegt, dadurch gekennzeichnet, dass das schwingungserzeugende Element durch eine dem Aufnahmeteil (8) mit radialem Spiel zugeordnete Hülse (7) gebildet ist, gegen die schräg angeordnete Austrittsdüsen (9) für die Druckluft gerichtet sind.
- 2. Handstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Austrittsdüsen (9) innerhalb der Hülse (7) im Aufnahmeteil (8) vorgesehen sind.
- 3. Handstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Austrittsdüsen (9) ausserhalb der Hülse (7) in einem mit dem Aufnahmeteil (8) verbundenen Ringelement (15) vorgesehen sind.
- 4. Handstück nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die elastische Lagerung des Aufnahmeteiles (8) im Gehäuse (5) des Arbeitskopfes (1) ein erstes elastisches Element (10) zur Lagerung des vorderen Bereichs des Aufnahmeteils (8) und ein zweites elastisches Element (11) zur Lagerung des hinteren Bereichs des Aufnahmeteils (8) umfasst, wobei das zweite elastische Element (11) bevorzugt den Einströmraum (12) für die Druckluft vom Austrittsraum (13) abdichtet.
- 5. Handstück nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (7) hinter dem zweiten elastischen Element (11) angeordnet ist.
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