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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Mischen und Ausbringen von Schüttgut nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Derartige Vorrichtungen, die im allgemeinen fahrbar ausgebildet sind, finden vorwiegend in der Landwirtschaft Anwendung, um beispielsweise Futter zu mischen und dabei ggf. zu zerkleinern, beispielsweise bestehend aus kurz- oder langfasrigem Silagegut, Heu, Stroh, Mineralfutter und dgl., damit dieses anschliessend in einem Stall dosiert verteilt werden kann. Dem Futter können beim Mischvorgang zusätzliche Komponenten beigefügt werden, beispielsweise Melasse, Pulpe, Schlempe, Schälabfälle o. dgl.
Zum Stand der Technik zählen Futtermischwagen, deren Behälter, in dem das Förder- und Mischelement rotiert, an beiden Seiten lediglich Austragöffnungen hat, über die das Förder- und Mischelement das Schüttgut auswirft. Um Unfälle zu vermeiden, müssen im Bereich der Austragöffnungen zusätzliche Vorkehrungen getroffen werden, die verhindern, dass die Bedienungsperson mit der ungeschützten Hand in die Austragöffnungen eingreifen kann.
Darüber hinaus ist es bekannt, an den Seiten oder am hinteren Ende des Behälters im Anschluss an die Austragöffnungen Förderorgane vorzusehen, die als Förderbänder ausgebildet sind und eine besser dosierte Abgabe des Schüttgutes ermöglichen.
Dadurch wird zwar die Unfallsicherheit dieser Futtermischwagen verbessert, aber der Nachteil erkauft, dass die Förderbänder im rauhen Betrieb der täglichen Praxis durch das abgegebene Schüttgut in ihrem gleichmässigen Lauf beeinträchtigt werden können. Aufgrund von einem niemals vermeidbaren Eindringen von Fremdkörpern zwischen die aufeinander ablaufenden Teile und Führungen werden nämlich Verklemmungen, Störungen und Betriebsunterbrechungen verursacht. Nicht unwesentlich ist ferner, dass der Einbau der Förderbänder die Herstellungs- und Betriebskosten nachteilig beeinflusst.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der angegebenen Gattung zur Verfügung zu stellen, die bei einfacher und kostengünstiger Bauweise einen störungsunempfindlichen Betrieb beim Ausbringen des Schüttgutes gewährleistet.
Gemäss der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass das Förderorgan ein Rohr aufweist, das über die Austragsöffnung mit dem Behälter verbunden und in dem ein beweglich angetriebenes Förderelement gelagert ist.
Das Förderelement kann aus einem in dem Rohr axial verschiebbaren Kolben bestehen ; diese Lösung eignet sich vor allem für ortsfest eingesetzte Behälter.
Eine bevorzugte Ausführungsform besteht darin, das Förderelement als Förderschnecke auszubilden, die in dem Rohr drehbar gelagert ist.
Diese Lösung hat gegenüber bisher bekannten Futtermischwagen mit Förderbändern als Förderorganen den Vorteil, dass diese wesentlich robuster und unempfindlicher gegen Störungen sind. Hinzu kommt, dass die Antriebs- und Kraftübertragungselemente für die Förderschnecken wesentlich einfacher und damit billiger als bei Förderbändern sind. Ein nachträglicher Einbau bei bereits im Betrieb befindlichen Futtermischwagen o.dgl. ist problemlos möglich.
Im einfachsten Anwendungsfall, bei dem der Behälter an beiden Seiten je eine Austragöffnung aufweist, wird an diese ein Rohr mit darin drehbar gelagerter Förderschnecke angebaut. Für den Rotationsantrieb der Förderschnecke eignen sich vor allem Hydraulikmotoren, die eine steuerbare Geschwindigkeit haben, um damit die Ausbringweite für das Schüttgut und dessen Dosierung den Erfordernissen anzupassen. Denkbar ist es auch, die Förderschnecken über die Schlepperzapfwelle anzutreiben.
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In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, am Boden des Behälters ein Rohr mit Förderschnecke vorzusehen, das um eine vertikale Schwenkachse verstellbar gelagert ist. Dieses Rohr kann entweder in Fahrtrichtung des Behälters ausgerichtet oder um etwa 90 zur Seite hin geschwenkt werden. Dabei ist es günstig, das Rohr an einem Drehkranz zu befestigen, dessen Drehachse die vertikale Schwenkachse ist.
Im einfachsten Anwendungsfall wird der Behälter über die oben offene Seite mit dem jeweiligen Schüttgut befüllt. Es kann aber auch vorgesehen sein, an der Aussenseite des Behälters einen Einfülltrichter anzubringen, dessen unteres Ende über eine Einfüllöffnung in den Behälter führt.
In Weiterbildung dieser Massnahme kann die Einfüllöffnung an der Oberseite des Rohres vorgesehen sein, in welchem die Förderschnecke drehbar gelagert ist, wobei deren Drehrichtung umgekehrt werden kann, um das über den Einfülltrichter zugegebene Schüttgut durch die Förderschnecke in den Behälter hinein zu transportieren.
Bei einer Variante ist die Einfüllöffnung an der Oberseite eines mit einer Förderschnecke ausgerüsteten Beschickungsrohres angebracht, das für die Zufuhr des Gutes unmittelbar in den Behälter mündet.
Das Beschickungsrohr kann über dem an die Austragsöffnung angeschlossenen Rohr liegen.
Es besteht aber auch die Möglichkeit, dem Beschickungsrohr eine Fräse zuzuordnen, die an einer Schwenkvorrichtung um eine horizontale Rotationsachse drehbar gelagert ist, wobei die Schwenkvorrichtung oberhalb des Einfülltrichters um eine zur Rotationsachse parallele Achse schwenkbar gelagert ist und einen oberen Leitschirm zum Umlenken des von der Fräse abgetragenen Gutes in den Einfülltrichter aufweist.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann am in Ausbringrichtung der Förderschnecke liegenden Ende des Rohres ein Verteilgebläse angeordnet sein, dessen Gehäuse zwei diametral gegenüberliegende Abgabeöffnungen aufweist, die in je ein Auswurfrohr münden, das sich im wesentlichen rechtwinklig zu dem Rohr zur Seite hin erstreckt. Damit wird eine in Draufsicht T-förmige Verteilung des Schüttgutes erreicht, bei der die Förderschnecke das Schüttgut in Längsrichtung des Behälters nach hinten zu dem Gebläse transportiert, welches anschliessend die seitliche Verteilung besorgt.
Eine andere Möglichkeit besteht darin, an das obere Ende des stehend angeordneten, die Förderschnecke enthaltenden Rohres wenigstens eine Austragsrutsche anzuschliessen, die nach unten gerichtet ist. Vorzugsweise sind zwei im wesentlichen diametral einander gegenüberliegende Austragsrutschen vorgesehen, deren Verbindungsöffnung mit dem Rohr über ein Absperrorgan verschliessbar ist.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Schutzansprüchen und aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen, die in der Zeichnung dargestellt sind.
Es zeigen: Figur 1 die schematische Seitenansicht eines ersten Ausführungsbeispiels, Figur 2 eine Draufsicht auf das Ausführungsbeispiel der Figur 1, Figur 3 die Seitenansicht einer Variante der Figur 1, Figur 4 eine Draufsicht auf die Vorrichtung der Figur 3, Figur 5 die Seitenansicht einer weiteren Variante, Figur 6 die Draufsicht auf die in Figur 5 gezeigte Variante, Figur 7 die Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform, Figur 8 die Draufsicht auf die in Figur 7 gezeigte Vorrichtung, Figur 9 die Rückansicht der Vorrichtung der Figuren 7 und 8, Figur 10 die Seitenansicht einer Variante der Figur 7, Figur 11 eine Draufsicht auf die Vorrichtung der Figur 10,
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Figur 12 die Rückansicht der Ausführungsform der Figuren 10 und 11, Figur 13 die Seitenansicht einer nochmals abgeänderten Ausführungsform der Erfindung,
Figur 14 die Rückansicht der Vorrichtung der Figur 13, Figur 15 die Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform, Figur 16 die Draufsicht auf die Vorrichtung der Figur 15, Figur 17 die Rückansicht der Vorrichtung der Figuren 15 und 16, Figur 18 die Vorderansicht der Vorrichtung gemäss Figur 15, Figur 19 die Ansicht einer stationären Vorrichtung und Figur 20 eine Variante der Figur 19.
Die Figuren 1 und 2 zeigen ein erstes Ausführungsbeispiel für die Vorrichtung zum Mischen und Ausbringen von Schüttgut mit einem oben offenen Behälter 10, der auf zwei seitlich angebrachten Rädern 12 verfahrbar ist. Die in Fahrtrichtung des Pfeiles f vorgesehene Zugdeichsel zum Anhängen an einen Schlepper ist bekannt und hier nicht dargestellt.
Die Behälterwandung 14 verläuft, ausgehend vom flachen, runden Boden 16, trichterartig in der Weise nach oben, dass der obere Rand 18 im Grundriss (vgl. Figur 2) etwa oval ausgebildet ist.
Über diesen oberen Rand 18 kann das zu mischende und auszubringende Schüttgut eingefüllt werden.
In der Mitte des Bodens 18 ist ein Förder- und Mischelement 20 mit senkrechter Rotationsachse 22 drehbar gelagert. Der hierfür vorgesehene Antrieb befindet sich innerhalb des kegelstumpfförmigen Hohlkörpers 24 des Förder- und Mischelementes 20 und ist nicht gezeigt. An der Aussenseite des Hohlkörpers 24 ist eine konische Schnecke 26 befestigt, an deren Aussenrändern nicht weiter dargestellte, sichelförmige Schneidmesser angebracht sind, die im Zusammenwirken mit der Behälterinnenwand eine Zerkleinerung des Schüttgutes herbeiführen.
Zu beiden Seiten der in Fahrtrichtung f liegenden Längsachse 28 des Behälters 10 ist in den Boden 16 jeweils eine rechteckige Austragöffnung 30 eingearbeitet, die sich quer zur Längsachse 28 erstreckt. Die beiden Austragöffnungen 30 können durch einen Abdeckschieber 32 verschlossen werden, der an der Unterseite des Bodens 16 parallel zur Fahrtrichtung f verschiebbar gelagert ist.
Unter jeder Austragöffnung 30 ist ein im Querschnitt U-förmiges Rohr 34 mit einer oberen Öffnung befestigt, die hinsichtlich Form und Grösse der Austragöffnung 30 entspricht. Die beiden Rohre 34 erstrecken sich somit ebenfalls quer zur Fahrtrichtung f zur Seite hin nach aussen und ragen mit ihren freien Enden 36 seitlich über den Behälter 10 hinaus (vgl. Figur 2). Die nach aussen weisenden Enden 36 der beiden Rohre 34 sind offen, während deren gegenüberliegende Enden, die zur Längsachse 28 weisen, durch eine Stirnwand 38 abgeschlossen sind. In dieser Stirnwand 38 ist in jedem Rohr 34 eine Förderschnecke 40 drehbar gelagert, deren Welle 42 an der Aussenseite der Stirnwand 38 mit einem Motor 44 (vgl. beispielsweise das Ausführungsbeispiel der Figur 4) verbunden ist.
Das zu bearbeitende Schüttgut wird, wie bereits erwähnt, über den oberen Rand 18 des Behälters 10 eingefüllt, worauf die rotierende Schnecke 26 des Förder- und Mischelementes 20 bei gleichzeitiger Durchmischung auch die notwendige Zerkleinerung besorgt. Die Wendelrichtung der Schnecke 26 ist hierbei so gewählt, dass das Schüttgut ständig nach oben gefördert wird, um anschliessend aufgrund der Schwerkraft wieder nach unten zu fallen, so dass die Schnecke 26 eine kontinuierliche und sehr intensive Durchmischung und Zerkleinerung vornehmen kann.
Wenn der gewünschte Durchmischungsgrad und die ggf. notwendige Zerkleinerung erreicht sind, werden bei fahrendem Behälter 10, beispielsweise in einem Stall, die beiden Abdeckschieber 32 geöffnet (in den Figuren 1 und 2 gestrichelt dargestellt), so dass die beiden rotierenden Förderschnecken 40 das nun durchmischte und zerkleinerte Schüttgut 46 in Richtung der in Figur 2 eingezeichneten Pfeile seitlich nach aussen abgeben. Durch geeignete Wahl der Dreh-
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zahl der Förderschnecken 40 und der Fahrgeschwindigkeit in Richtung des Pfeiles f können sowohl die Wurfweite als auch die Dosismengen bestimmt werden.
Figur 2 zeigt, dass am unteren Ende der Schnecke 26 ein Schneidmesser 48 befestigt ist, das die Oberseite des Bodens 16 des Behälters 10 überstreicht. Dieses Schneidmesser 48 wirkt mit zwei Gegenmessern 50 zusammen, die an den beiden etwa radial ausgerichteten, in Drehrichtung r des Förder- und Mischelementes 20 hinteren Kanten der beiden Austragöffnungen 30 angebracht sind. Auf diese Weise wird eine zusätzliche Zerkleinerung des Schüttgutes im Augenblick der Abgabe erreicht.
Im Ausführungsbeispiel der Figuren 3 und 4 sind die beiden Wellen 42 der Förderschnecken 40 nicht koaxial zueinander ausgerichtet, sondern bilden einen in Fahrtrichtung f stumpfen Winkel.
Bei der Variante der Figuren 5 und 6 ist nur eine Förderschnecke 40 vorgesehen, die in einem Rohr 34 drehbar gelagert ist, das im Bereich seiner oberen Öffnung an einem Drehkranz 52 befestigt ist. Der Drehkranz 52 ist am Boden 16 unterhalb der Austragöffnung 30 angebracht und erlaubt eine Schwenkung des Rohres 34 und damit der Förderschnecke 40 um die vertikale Schwenkachse 54 des Drehkranzes 52. In Figur 6 sind drei mögliche Stellungen für das Rohr 34 angedeutet, nämlich eine Position in Richtung der Längsachse 28, bei der das Schüttgut 46 nach hinten abgegeben wird, und zwei hierzu rechtwinklig verdrehte Seitenstellungen. Zwischenstellungen sind möglich.
Die Schwenkbewegung des Rohres 34 kann entweder von Hand oder mit Hilfe eines nicht gezeigten Motors vorgenommen werden, wobei die jeweils gewünschte Winkelstellung durch ebenfalls nicht dargestellte Rastelemente verriegelt werden kann.
In Figur 5 ist zu erkennen, dass sich die Förderschnecke 40, ausgehend von der geschlossenen Stirnwand 38 des Rohres 34, nur über etwa die Länge der rechteckigen Austragöffnung 30 erstreckt, während die hintere Rohrhälfte frei ist. Hier befindet sich auf der Oberseite des Rohres 34 eine Zugangsöffnung 56, die mit einer Klappe 60 verschlossen ist, welche um eine horizontale, quer zur Fahrtrichtung f verlaufende Achse 58 schwenkbar ist. Über diese Zugangsöffnung 56 können bei Bedarf Reinigungsarbeiten durchgeführt werden.
Die Figuren 7 bis 9 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel, bei dem am hinteren Ende des Rohres 34, das in Ausbringrichtung der Förderschnecke 40 liegt, ein Verteilgebläse 62 angeordnet ist. Dieses ist in einem Gehäuse 64 so gelagert, dass seine Antriebsachse 66 koaxial zur Welle 42 der Förderschnecke 40 verläuft und fest mit dieser verbunden ist. Auf diese Weise treibt der an der Rückseite des Gehäuses 64 angeflanschte Motor 44 sowohl das Gebläse 64 als auch die Förderschnecke 40 an.
Das Gehäuse 64 des Verteilgebläses 62 hat zwei etwa diametral gegenüberliegende Abgabe- öffnungen 82 (vgl. Figur 9), die in je ein Auswurfrohr 68 münden, das sich etwa rechtwinklig zu dem Rohr 34 der Förderschnecke 40 zur Seite hin erstreckt. Die beiden Abgabeöffnungen 82 können voneinander unabhängig durch jeweils einen drehbaren Schieber 70 geöffnet oder geschlossen werden.
Am freien Ende jedes Auswurfrohres 68 ist gemäss Figur 9 eine um eine horizontale Längsachse 72 frei schwenkbare Verschlussschürze 74 angebracht, die aus nachgiebigem Material besteht, beispielsweise Kunststoff oder Leder.
Bei dieser Ausführungsform der Figuren 7 bis 9 transportiert die Förderschnecke 40 das gemischte und zerkleinerte Schüttgut in Richtung der Längsachse 28 zunächst nach hinten, worauf das Verteilgebläse 62 die seitliche Abgabe übernimmt. Je nach Schliesszustand der beiden Schieber 70 erfolgt die seitliche Abgabe nach rechts, nach links oder zu beiden Seiten hin.
Die Figuren 10,11 und 12 zeigen eine gegenüber dem zuvor erläuterten Ausführungsbeispiel abgeänderte Ausführungsform, bei der an der nach hinten weisenden Aussenseite des Behälters
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10 ein Einfülltrichter 76 befestigt ist, dessen unteres Ende über eine durch eine Klappe 78 verschliessbare Einfüllöffnung 80 in das Rohr 34 führt. Bei dieser Ausführungsform kann die Drehrichtung des Motors 44 für den Antrieb der Förderschnecke 40 umgekehrt werden. Bei geöffneter Klappe 78 und ebenfalls geöffnetem Abdeckschieber 32 (vgl. Figur 1) der Austrag- öffnung 30 im Boden 16 des Behälters 10 transportiert die Förderschnecke 40 das zu bearbeitende Schüttgut in den Behälter 10 hinein. Diese Zugaberichtung ist mit den Hohlpfeilen angedeutet.
Bei geschlossenem Abdeckschieber 32 kann das Gut im Behälter 10 mit Hilfe des Förder- und Mischelementes 20 in der erläuterten Weise bearbeitet werden. Nach Abschluss dieser Behandlung wird die Drehrichtung der Förderschnecke 40 umgekehrt, so dass diese bei geöffnetem Abdeckschieber 32 und geschlossener Klappe 78 das Gut zu dem Verteilgebläse 62 fördert, welches dann für den seitlichen Weitertransport in der erläuterten Weise sorgt.
Bei der Variante der Figuren 13 und 14 ist der Einfülltrichter 76 nicht an das Rohr 34 der Förderschnecke 40 angeschlossen, sondern mündet mit seinem unteren Ende in eine Einfüllöffnung 80 an der Oberseite eines Beschickungsrohres 84, das über dem Rohr 34 am hinteren Ende des Behälters 10 angebracht ist. In dem Beschickungsrohr 84 ist eine Förderschnecke 86 gelagert, deren Welle 88 von einem weiteren Motor 90 in Drehung versetzt wird, so dass die Förderschnecke 86 das eingefüllte Schüttgut oberhalb des Rohres 34 in den Behälter 10 einfüllt.
Bei der in den Figuren 15 bis 18 dargestellten Ausführungsform ist am in Fahrtrichtung f hinteren Ende des Behälters 10 ebenfalls ein Einfülltrichter 76 angebracht, dessen unteres Ende in die Einfüllöffnung 80 eines Beschickungsrohres 84 mündet. In dem leicht schräg angebrachten Beschickungsrohr 84 ist eine Förderschnecke 86 gelagert, deren Welle 88 über ein nur angedeutetes Getriebe 92 vom Drehantrieb 94 für das Förder- und Mischelement 20 abgezweigt ist.
Am Behälter 10 ist im oberen Bereich des Einfülltrichters 76 eine horizontale Querachse 96 vorgesehen, um die eine Schwenkvorrichtung 98 für eine Fräse 100 schwenkbar gelagert ist.
Die horizontale Rotationsachse 102 der Fräse 100 verläuft parallel zur Achse 96 der Schwenkvorrichtung 98. Die Schwenkvorrichtung 98 besteht aus zwei zu beiden Seiten des Behälters 10 angeordneten Armen 104, deren obere Enden auf der Achse 96 liegen, während zwischen ihren unteren Enden die Fräse 100 drehbar gelagert ist.
Für den Drehantrieb der Fräse 100 ist ein Kettentrieb 106 vorgesehen, der mit einem Abschnitt in einem der beiden Arme 104 angeordnet ist, während der andere Abschnitt innerhalb eines Schrägarmes 108 zum Drehantrieb 94 führt.
Für den Schwenkantrieb der Schwenkvorrichtung 98 um die Achse 96 ist zu beiden Seiten des Behälters 10 je ein Hydraulikzylinder 110 vorgesehen. An der Schwenkvorrichtung 98 ist ein oberer Leitschirm 112 befestigt, der dazu dient, das von der Fräse 100 aus einer Aufschüttung 114 während der in Figur 15 eingezeichneten Schwenkbewegung nach oben aufzufangen und in den Einfülltrichter 76 umzuleiten. Der Weg des abgetragenen Gutes von der Fräse 100 über den Einfülltrichter 76 und die Förderschnecke 86 in den Behälter 10 ist in Figur 15 mit vollen Pfeilen angedeutet.
Der Fräse 100 ist ein vertikal bewegliches Planierschild 116 zugeordnet, das mit einem Sicherheits-Endschalter 118 verbunden ist. Planierschild 116 und Sicherheitsschalter 118 sind in an sich bekannter Weise so miteinander gekoppelt, dass die Rotationsbewegung der Fräse 100 nur dann eingeleitet werden kann, wenn das Planierschild 116 zu Beginn eines Fräsvorganges am unteren Ende der Aufschüttung 116 am Boden aufliegt. Sobald im Fahrbetrieb der Kontakt mit dem Boden bzw. der Aufschüttung 114 unterbrochen ist (vgl. rechte Ausschnittsdarstellung in Figur 15), wird über den Sicherheits-Enschalter 118 ein im Bereich des Drehantriebs 94 vorgesehener Hydraulikzylinder 134 betätigt, der eine Kupplung 136 ausrückt (vgl. Figur 16), wodurch der Antrieb für den Kettentrieb 106 abgeschaltet und die Drehbewegung der Fräse 100 unterbrochen wird.
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In den Figuren 15 bis 18 ist ferner eine weitere Möglichkeit zur Positionierung des Förderorgans gezeigt. Hier ist das Rohr 34 mit der Förderschnecke 40 am in Fahrtrichtung f vorderen Ende des Behälters 10 stehend angebracht. Vom oberen Ende 36 des Rohres 34 gehen zwei einander diametral gegenüberliegende Austragsrutschen 120 aus, deren unten offene Enden 122 auf beiden Seiten des Behälters 10 liegen. Auf diese Weise wird das auszubringende Gut von der Förderschnecke 40 aus dem Behälter 10 zunächst nach oben gebracht, wo es über Verbindungsöffnungen 124 in die beiden Austragsrutschen 120 gelangt, die hier als Rohre ausgebildet sind. Durch diese gelangt das Gut im freien Fall nach unten.
Aufgrund der verhältnismässig langen, rohrförmigen Austragsrutschen 120 besteht keine Gefahr, dass die Bedienungsperson mit den Händen in den Bereich der Förderschnecke 40 gelangen kann.
Figur 18 zeigt, dass die beiden Verbindungsöffnungen 124 über jeweils ein Absperrorgan 126 verschlossen werden können, so dass es möglich ist, das Gut - wie in Figur 18 angedeutet - über beide oder über nur eine der beiden Austragsrutschen 120 abzugeben.
Figur 19 zeigt die Möglichkeit, den Behälter 10 nicht auf einem Fahrwerk mit Rädern 12 anzuordnen, sondern ortsfest aufzustellen, beispielsweise auf der oberen Deckwand 128 eines Gärbehälters 130 einer Biogasanlage. Bei diesem Ausführungsbeispiel taucht das von der Austragöffnung 30 des Behälters 10 ausgehende Rohr 34 durch eine Öffnung 132 der Deckwand 128 in das Füllgut des Gärbehälters 130 ein. Die Förderschnecke 40 drückt hierbei das zuzumischende Gut kontinuierlich unmittelbar in das Füllgut des Gärbehälters 130 ein, ohne dass dabei Gas entweichen kann.
Bei der Variante der Figur 20 ist innerhalb des schräg in den Gärbehälter 130 eintauchenden Rohres 34 ein Kolben 40 axial verschiebbar gelagert, der hier das Gut von der Austragöffnung 30 ausgehend intermittierend in den Gärbehälter 130 drückt. Wie beim Ausführungsbeispiel der Figur 19 befindet sich auch hier innerhalb des Rohres 34 immer eine ausreichende Menge Gut im Rohr 34, die in Form eines Stopfens eine Abdichtung gewährleistet und verhindert, dass Gas aus dem Gärbehälter 130 über die Austragöffnung 30 nach aussen entweichen kann.
Patentansprüche : 1. Vorrichtung zum Mischen und Ausbringen von Schüttgut, insbesondere Silagegut, Heu,
Stroh oder Mineralfutter, mit einem Behälter (10) zur Aufnahme des Gutes, der ein vor- zugsweise um eine senkrechte Rotationsachse (22) in Drehung versetzbares Förder- und
Mischelement (20) sowie wenigstens eine Austragöffnung (30) aufweist, an die sich ein an der Aussenseite des Behälters (10) angebrachtes Rohr (34) anschliesst, das über die Aus- tragöffnung (30) mit dem Behälter (10) verbunden und in dem ein Drehorgan gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehorgan aus einer über die Austragöffnung (30) be- schickten Förderschnecke (40) besteht, deren Abgabeende im Bereich des freien, offenen
Endes (36) des Rohres (34) liegt.