AT412469B - Anwickelvorrichtung für metallbänder - Google Patents
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Description
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Die folgend beschriebene Vorrichtung dient zum Aufwickeln von Metallbändern zu Bunden, wobei jeweils der Anfang eines jeden einzelnen Metallbandes einem im Durchmesser veränderli- chem Wickeldorn zugeführt wird. Dabei muss der Bandanfang mit synchroner Bandzuführ- und Dornumfangsgeschwindigkeit in einen am Umfang des Wickeldorns angebrachten Mitnahmeschlitz treffen und in diesen eintauchen. Auf diese Weise wird das Band durch Drehen des Wickeldorns um diesen geschlungen.
Der Beginn des Wickelvorganges setzt voraus, dass der Bandanfang am Wickeldorn so fest- gehalten wird, dass die erste Windung am Wickeldorn wie auch alle folgenden Windungen zuein- ander straff anliegen und durch die entstehende Umschlingungsreibung der erforderliche Wickel- rückzug aufgebracht werden kann, ohne dass das Band bei weiterer Wickeldrehung rutscht.
Die in diesem Zusammenhang zu vergleichende Veröffentlichung JP 61-287646 vom 18. 12. 1986 zeigt eine ähnliche Bandzuführung zu einer Wickelvorrichtung:
Ein Unterschied zur vorliegenden Beschreibung besteht darin, dass bei JP 61-287646 ein an- getriebenes Endlosförderband und eine dagegen drückende, nicht angetriebene Rolle das einzufä- delnde Band klemmen und so einer Öffnung im noch nicht drehenden Wickeldorn zuführen.
Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass bei JP 61-287646 das Erreichen des Bandan- fangs im Mitnahmeschlitz detektiert wird, um den Wickelvorgang zu starten.
Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass bei JP 61-287646 der Bandanfang bis zum Ende des Wickelvorganges im Mitnahmeschlitz verbleibt und so der fertig gewickelte Bund einen stören- den, so genannten Bandanfangshaken hat.
Die bis dato üblichen Methoden des Anwickelns sind : . gemäss Fig. 1: Bandanfangserfassung durch einen Klemmschlitz am Wickeldorn - der Bandanfang (1) wird in einem am Umfang des Wickeldornes (3) angebrachten Klemm- schlitz (4) eingeführt, dann mit einer darin befindlichen, meist hydraulisch betätigten Klemm- leiste festgehalten und so das Anwickeln gestartet.
. gemäss Fig. 2 : durch einen Riemenwickler - ein Endlosriemen (5) aus geeignetem Material wird vor dem Wickelvorgang um den Wickel- dorn (3) geschlungen, der Bandanfang (1 ) zwischen Riemen (5) und Wickeldorn (3) einge- führt und durch Drehen des Wickeldorns (3) zwangsweise mit dem andrückenden Riemen (5) um den Dorn (3) geschlungen. Nach Erreichen der erforderlichen Umschlingungsreibung - nach etwa 3 bis 5 Windungen - wird der Riemen weggeschwenkt und mit dem Bundaufbau begonnen.
Damit der fertig gewickelte Bund vom Wickeldorn abgezogen werden kann, muss sich dieser im Durchmesser verkleinern lassen, d. h. der Dorn ist derart konstruiert, dass er in einen gespreiz- ten und einen kollabierten Zustand gebracht werden kann. Das Anwickeln beginnt nach bisher üblicher Methode stets mit gespreiztem, das Bundabziehen erfolgt mit kollabiertem Wickeldorn.
Die bisher übliche Methode mit Klemmschlitz hat den Nachteil, dass nach Abziehen des fertig gewickelten Bundes der Bandanfang im Bundauge einen vom Klemmschlitz gebildeten Haken hat, der bei der weiteren Verarbeitung sehr störend ist. Überdies drückt sich die Krümmung des Hakens durch den hohen Wickelzug in die nachfolgenden Windungen ein - was Qualitätsverlust für einen Teil des Materials bedeutet.
Die Methode mit Riemenwickler hat den Nachteil, dass diese Einrichtung für dickeres und vor allem biegesteifes Band nur sehr eingeschränkt bzw. überhaupt nicht mehr geeignet ist. Bei wei- chen Metallbändern drückt sich auch bei dieser Methode die oft scharfe Kante des Bandanfangs gegen die zweite und die folgenden Windungen durch - Qualitätsverlust für einen Teil des Materi- als.
Ziel der vorliegenden Erfindung ist es nun, die vorgenannten Nachteile zu vermeiden und dar- über hinaus den Anwickelvorgang zu beschleunigen.
Fig. 3 zeigt schematisch die Bandzuführung zur Wickelvorrichtung mit selbsttätigem An- wickeln
Ein wesentliches Merkmal des erfindungsgemässen Anwickelns ist es, dass der Bandanfang (1 ) von zwei angetriebenen Führungsrollen (6) und Leitblechen dem Wickeldorn (3) zugeführt wird, wobei eine spezielle Anlagensteuerung dafür sorgt, dass die Geschwindigkeit von Band (1) und Dornumfang (3. 2) so synchronisiert ist, dass der Bandanfang exakt auf einen am Dornumfang (3.2) angeordneten Mitnahmeschlitz (3.1) trifft. Der Antrieb der Führungsrollen (6) sorgt dafür, dass
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während des Anwickelns das Band (1) stets gespannt ist und weiter sicher in den Mitnahmeschlitz (3.1) geschoben wird.
Ein weiteres Merkmal ist es, dass der Wickeldorn (3) zwar einen Mitnahmeschlitz (3.1) für die Erfassung des Bandanfanges (1) besitzt, aber nicht mit einer extra zu betätigenden Klemmvorrich- tung ausgestattet ist.
Ein weiters Merkmal ist es, dass sich der Dorn (3) beim Anwickeln in kollabiertem Zustand (3.2) befindet.
Nach Erfassung des Bandanfanges (1) am Dorn (3) und synchroner Band- und Dornbewegung werden so viele Windungen gewickelt, dass einerseits ausreichend Umschlingungsreibung erreicht wird, andererseits aber noch nicht zu viel Einschnürkraft erzeugt wurde, so dass der Dorn in dieser Situation noch spreizbar ist.
Nach Wickeln der erforderlichen Anzahl von Windungen (entsprechend den Reibungs-Werten der beteiligten Materialien) wird der Dorn gespreizt (3. 3), wobei durch die Durchmesser-/ Umfangs- zunahme der Bandanfang zwangsweise wieder aus dem Mitnahmeschlitz (3.1) gezogen wird und so kein abgebogener Bandanfang mitgewickelt wird.
Bei Erreichen der gewünschten Grösse kann der Bund (2) ohne die Probleme durch einen stö- renden Bandanfangshaken abgezogen und weiter verarbeitet werden, Qualitätsabwertungen durch etwaige Abdrücke an den inneren Bandwindungen werden vermieden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Aufwickeln von Metallbändern zu Bunden, wobei jeweils der Anfang eines
Metallbandes (1) einem im Durchmesser veränderlichem Wickeldorn (3) so zugeführt wird, dass er in einen am Umfang des Wickeldorns (3) angebrachten Mitnahmeschlitz (3.1) ein- taucht und wobei die Bandzuführ- und Dornumfangsgeschwindigkeit jeweils exakt gleich sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführung des Bandanfangs (1) durch jeweils eine angetriebene Rolle (6) oberhalb des zu wickelnden Bandes und eine zweite angetrie- bene Rolle (6) unterhalb des zu wickelnden Bandes so erfolgt, dass der Bandanfang in den am Wickeldornumfang angeordneten Mitnahmeschlitz (3.1) trifft und durch die Ge- schwindigkeitssynchronisation straff an den Wickeldorn (3) anliegend gewickelt wird, bis ausreichend Umschlingungsreibung erreicht wird.
Claims (1)
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Bandgeschwindigkeit und Wickeldorn-Umfangsgeschwindigkeit während des Anwickelns von einer Drehzahl- Regelungseinrichtung synchronisiert wird.3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Bandgeschwindigkeit und Wickeldorn-Umfangsgeschwindigkeit von einer Drehzahlregelungseinrichtung so exakt synchronisiert wird, dass der vom Mitnahmeschlitz (3.1) erfassten Bandanfang (1) bei Dre- hung des Domes (3) mitgenommen und so um diesen gebogen wird, und dass weiters Band (1) und Dorn (3) eng aneinander liegen.4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Wickeldorn (3) wäh- rend des Anwickelvorganges sich in kollabiertem Durchmesserzustand (3. 2) befindet.5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Wickeldorn (3) nach Erreichen von ausreichend Umschlingungsreibung in den gespreizten Durchmesserzu- stand (3. 3) gebracht wird und ab diesem Zeitpunkt mit dem Bundaufbau (meist mit höherer Geschwindigkeit und höherem Wickelzug) begonnen werden kann.6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Wickeldorn (3) nach Erreichen der vorgesehenen Bundgrösse nach bekannter Methode wieder in kollabiertem Durchmesserzustand (3. 2) gebracht wird und so der Bund (2) vom Wickeldorn (3) abgezo- gen werden kann.HIEZU 1 BLATT ZEICHNUNGEN
Priority Applications (1)
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| AT18942003A AT412469B (de) | 2003-11-26 | 2003-11-26 | Anwickelvorrichtung für metallbänder |
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| AT18942003A AT412469B (de) | 2003-11-26 | 2003-11-26 | Anwickelvorrichtung für metallbänder |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| ATA18942003A ATA18942003A (de) | 2004-08-15 |
| AT412469B true AT412469B (de) | 2005-03-25 |
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ID=32831450
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT18942003A AT412469B (de) | 2003-11-26 | 2003-11-26 | Anwickelvorrichtung für metallbänder |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT412469B (de) |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1910994A1 (de) * | 1968-03-19 | 1969-10-16 | Wilson Eng Co Inc Lee | Vorrichtung zum Auf- und Abspulen von Bandmaterial |
| DE2807614A1 (de) * | 1977-02-22 | 1978-08-24 | Braner Enterprises | Verfahren zum aufwickeln von nebeneinander liegenden blechstreifen |
| JPS61287646A (ja) * | 1985-06-13 | 1986-12-18 | Yoshida Kogyo Kk <Ykk> | 長尺物のスプ−ル巻取り方法 |
| DE19741649A1 (de) * | 1997-09-22 | 1999-03-25 | Schloemann Siemag Ag | Wickelverfahren für drahtförmiges Walzgut und hiermit korrespondierende Wickelvorrichtung |
-
2003
- 2003-11-26 AT AT18942003A patent/AT412469B/de not_active IP Right Cessation
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Also Published As
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|---|---|
| ATA18942003A (de) | 2004-08-15 |
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