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Die Erfindung bezieht sich auf ein Scharnierband, bei welchem die beiden Bandelemente über wenigstens einen als Drehachse dienenden Stab in Verbindung stehen, wobei an wenigstens einem der beiden Bandelemente eine oder mehrere Ösen vorgesehen ist bzw. sind, die den Stab bzw. die Stäbe umgreifen, wobei die Öse durch eine im wesentlichen in Längsrichtung durchge- hend geschlitzte zylindrische Hülse gebildet ist, welche Hülse an einer Seite des Längsschlitzes an dem Bandelement angebracht ist.
Bei bekannten Scharnierbändern, z. B. sogenannten Klavierbändern, sind Bandelemente vor- gesehen, welche abwechselnd koaxial hintereinander mit Ösen versehen sind, wobei diese Ösen durch einen durchgehenden Stift miteinander verbunden sind. Analog sind auch Einzelscharniere, bei welchen der eine Bandteil zwei Ösen und der andere nur eine Öse aufweist, aufgebaut, wobei auch bei diesen der Stab durch die in koaxiale Lage verbrachten Ösen hindurchgesteckt wird.
Die Patentschrift FR 630 758 A offenbart ein Scharnierband für Motorhauben, wobei einzelne
Laschen zur Bildung der Ösen vorgesehen sind. Dabei weisen beide Bandelemente den gleichen Aufbau auf. Zur Bildung der Ösen werden Bleche in der Art gebogen, dass die Enden der Ösen durch Umbiegen einen Falz bilden, in welchen die mit dem Scharnier zu verbindenden Teile ein- greifen. Anschliessend werden die Ösen koaxial angeordnet und dann durch einen Drehstab in eine formschlüssige Festlegung zueinander gebracht. Es wird auch bei dieser Ausbildung ein vom Scharnierband unabhängiger Drehstab verwendet, welcher zur formschlüssigen Festlegung der Bandelemente durch die vorgebildeten Ösen der Bandelemente hindurchgesteckt wird.
Ähnlich wie die vorerwähnte Patentschrift zeigt auch die GB 374 050 A ein Scharnierband für Motorhauben, bei welchem einzelne Laschen zur Bildung von Ösen vorgesehen sind. Auch hier werden zuerst die Ösen ausgebildet, welche anschliessend koaxial angeordnet und dann durch einen Drehstab in eine formschlüssige Festlegung zueinander gebracht. Es werden für jedes der beiden Bandelemente Bleche verwendet, die in einer solchen Weise gebogen werden, dass Ösen und im Anschluss an diese Flansche gebildet werden, welche in der Schliessposition aneinander anliegen und so eine Abdichtung gegen Staub, Wasser und dergleichen bilden.
In der DE-OS 3 832 278 ist ein Scharnierband beschrieben, bei welchem der Drehstab durch ein mit Ösen versehenes Bandelement hindurchgesteckt wird und Einzelhaken zwischen den Ösen des Bandelementes auf den Drehstab aufgeschoben werden. Der den Drehstab umfassende Teil der Einzelhaken ist in Längsrichtung zweigeteilt, wobei der eine Teil U-förmig ausgebildet ist und der zweite Teil einen zylinderartig weitergebogenen Schenkelbereich des U-förmigen Teils auf- weist, um solcherart den Drehstab weiter zu umfassen. Der Drehstab ist in jenen Bereichen, in welchen der Haken U-förmig gebogen ist, rund ausgebildet und in jenen Bereichen in denen der zylindrisch weitergebogene Hakenteil den Stab umgreift, abgeflacht, um so ein Aufschieben bzw.
Ausheben der Scharnierteile zu ermöglichen. Zur Festlegung der Einzelhaken zwischen den Ösen des Bandelementes wird der Stab in der Weise verdreht, dass der abgeflachte Bereich des Stabes nicht tangential zur schlitzartigen Öffnung der Öse angeordnet ist und ein ungewolltes Abheben der Einzelhaken vom Stab somit verhindert wird. Es wird damit eine durch Drehen des Stabes lösbare Verbindung der beiden Scharnierteile geschaffen.
Derartige Ausbildungen haben den Nachteil, dass sie zumindest aus drei Teilen bestehen, näm- lich die beiden Bandelemente und den Stab. Ausserdem sind sie unangenehm zu fertigen, weil die einzelnen Ösen der Bandelemente genau koaxial ausgerichtet sein müssen, da sonst das Durchstecken des Stabes auf Schwierigkeiten stösst bzw. verhindert ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Scharnierband der eingangs genannten Art zu schaffen, welches einerseits einfach zu fertigen und andererseits leicht zusammenbaubar ist.
Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass die Hülse elastisch aufbieg- bzw. schliessbar ist und an der anderen Seite des Längsschlitzes durch eine Lasche fortgesetzt ist, die mit dem die Hülsen aufweisende Bandelement verbindbar ist, wobei sowohl das den Stab bzw. die Stäbe aufweisende Bandelement als auch das die Hülsen aufweisende Bandelement als je ein einstückig geformter Teil ausgebildet sind. Dadurch wird erreicht, dass der Stab in einem der beiden Bandelemente bereits fest vorgesehen sein kann und das andere Bandelement dann durch seitli- ches Einführen der Öse um den Stab herum mit dem ersten Bandelement zusammenbaubar ist.
Die Einstückigkeit von Drehstab und Bandelement ist insofern vorteilhaft, als dadurch in der Pro- duktion zwei Arbeitsschritte, nämlich der Genauigkeit erfordernde Arbeitsschritt des Ausrichtens der beiden Bandelemente zueinander, und der nachfolgende Arbeitsschritt des Hindurchsteckens
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des Drehstabs durch die Ösen beider Bandelemente, erfindungsgemäss durch einen einzigen unkomplizierten Arbeitsschritt, nämlich den des Aufsteckens des die Ösen aufweisenden Band- elementes auf das den Drehstab aufweisende Bandelement ersetzt wird. Insbesondere ist das vorliegende Band für die Verbindung des klappenartigen Verschlussteiles einer Tasche, z. B. einer Schultasche oder eines Rucksackes, mit dem Korpus vorgesehen, wobei der Korpus gegebenen- falls aus starrem Material gebildet sein kann.
Vorteilhafterweise kann die Dicke der Wandung der Hülse in dem an die Verbindung mit dem Bandelement anschliessenden Teil der Hülse grösser sein als im übrigen Bereich derselben, wo- durch erreicht wird, dass die an der Hülse angreifende Lasche leicht vom Bandelement weg- schwenkbar und wieder genau in die ursprüngliche Lage zurückschwenkbar ist. Weiters kann die Lasche durch das Anbringen des Bandelementes an dem zugehörigen Behälterteil, z. B. der Klap- pe einer Schultasche, eines Tornisters oder dergleichen, mit dem Bandelement unter Schliessen der Hülse verbindbar sein, wodurch nach der Befestigung des Bandelementes an dem zugehöri- gen Behälterteil eine geschlossene Öse vorliegt, welche um den Stab herum drehbar ist.
Um zu erreichen, dass beim Verbinden des Scharnierteils mit dem zugehörigen Behälterteil das Bandele- ment auch an der mit den Laschen versehenen Seite ebenflächig ist, kann schliesslich das die Öse tragende Bandelement im Bereich jeder Lasche mit einer Ausnehmung versehen sein, die in Grösse und Tiefe der Grösse und Dicke der Lasche entspricht.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Fig. 1 zeigt das erfindungsgemässe Scharnier im zusammengestellten Zustand und an den Behälter angebracht im Schnitt, wobei die angrenzenden Behälterteile nur teilweise angedeutet sind. Fig. 2 zeigt das mit den Stäben versehene Bandelement in Vorderansicht. Fig. 3 gibt das Scharnierele- ment in Draufsicht wieder. Fig. 4 ist eine Seitenansicht desselben. In Fig. 5 ist das andere Band- element in Vorderansicht und in Fig. 6 in Draufsicht wiedergegeben. Fig. 7 ist eine Seitenansicht dieses Bandelementes. Fig. 8 ist ein Schnitt entlang Linie VIII-VIII der Fig. 5. Fig. 9 zeigt einen Schnitt entlang Linie IX-IX der Fig. 8, und Fig. 10 entlang Linie X-X der Fig. 8. Fig. 11 ist eine Detaildarstellung des Details A der Fig. 8.
Der Erfindungsgegenstand wird nachstehend anhand der Ausbildung einer Tasche näher er- läutert. Anstelle einer Tasche könnte dieses Scharnier in gleicher Weise an Tornistern, Rucksä- cken oder ähnlichen Gebilden, insbesondere solchen mit starrem oder halbstarrem Korpus, einge- setzt werden.
Mit 1 ist der Taschenkorpus bezeichnet, der mit einer Taschenlampe 2, z. B. aus textilem Mate- rial, zu verbinden ist. Dazu dient ein an den Korpus 1 anzubringendes Scharnierelement 3 und ein an der Taschenklappe anzubringendes Scharnierelement 4. Das Scharnierelement 3 weist einen Stab zur Verbindung zwischen ihm und dem Scharnierelement 4 auf, welcher an einer Halterung 6 vorgesehen ist. Das Scharnierelement 4 umschliesst den Stab 5 mittels einer Öse 7, welche in Längsrichtung durchgehend geschlitzt ist, wie dies bei 7' angedeutet ist (siehe insbes. Fig. 7 und 10). An der einen Seite des Längsschlitzes 7' schliesst an der Öse eine Lasche 8 an, welche in eine Ausnehmung 9 eingreift, die am Tragteil 10 vorgesehen ist, an welchem die Öse mit ihrem an der anderen Seite des Längsschlitzes 7' befindlichen Bereich befestigt ist.
Die Öse weist dabei in ihrem an den Tragteil 10 anschliessenden Bereich einen verdickten Wandbereich 11 auf, wodurch erreicht ist, dass die Öse im Bereich des Anschlusses an den Tragteil 10 formstabil ist.
Entlang der der Öse abgewandten Längskante des Scharnierelementes 4 ist am Trageteil 10 ein Randsteg 12 vorgesehen, welcher durch den Randsteg 12' an der Lasche 8 fortgesetzt ist.
Dieser Randsteg 12 bzw. 12' steht in gleicher Richtung vom Tragteil 10 bzw. der Lasche 8 wie die Öse 7 ab, sodass zwischen den Randstegen 12,12' und der Öse eine Ausnehmung ausgebildet ist.
Diese Ausnehmung dient zur Aufnahme einer U-förmigen Randverstärkung 13 der Taschenklappe 2, sobald diese mittels einer Naht 14 am Scharnierelement 4 angebracht wird. Zur Erleichterung des Nähens weist das Scharnierelement 4 an der dem Randsteg 12 bzw. 12' abgewandten Seite des Tragteiles 10 eine in Längsrichtung etwa in der Mitte verlaufende Nahtrille auf, welche dazu dient, dass das Nahtmaterial nicht über die Aussenbegrenzung des Tragteiles 10 vorspringt.
Das am Taschenkorpus zu befestigende Scharnierelement 3 weist dazu einen U-förmigen Tragteil auf, von welchem vom Rand des einen Schenkels die Halterungen 6 für den Stab bzw. die Stäbe in Richtung zur Taschenklappe wegstehen. Der Taschenkorpus 1 wird zwischen die Schen- keln des U-förmigen Tragteiles 15 eingeschoben und mittels einer Nietverbindung 16 mit dem
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Tragteil 15 verbunden.
Sowohl der Scharnierteil 3 als auch der Scharnierteil 4 werden jeweils einstückig ausgebildet, wobei je nach Längserstreckung des Scharniers ein oder mehrere koaxial verlaufende Stäbe 5 vorgesehen sind, die sich in Längsrichtung zwischen den Halterungen 6 des Scharniereiementes 3 erstrecken Am zugehörigen Scharnierelement 4 sind die Ösen und damit auch die Laschen in einer der Anzahl der Stäbe 5 entsprechenden Anzahl und Lage angebracht.
Wie aus Fig. 7 ersichtlich, ist bei nicht montiertem Scharnierelement 4 zwischen der bzw. den Laschen und der Rückwand der Ausnehmung 9 am Tragteil 10 ein Spalt 17 vorgesehen, welcher dazu dient, dass Laschen mit ihrem den Ösen abgewandten Kanten leicht vom Tragteil weggebo- gen werden können, um auf den Stab 5 aufgeschoben zu werden, welcher dann quer zu seiner Längserstreckung durch den Spalt 17 hindurch in das Innere der Ösen 7 eingeschoben wird.
Danach erfolgt dann das Einlegen der Taschenklappe 2 über die an ihr vorgesehene Randverstär- kung 13 und das Annähen derselben am Scharnierteil 4. Durch dieses Annähen werden die Lasche bzw. Laschen in die zugehörige Ausnehmung bzw. Ausnehmungen 9 am Tragteil 10 zur Gänze hineingedrückt, wodurch der Spalt 17 und der Längsschlitz 7' bei allen Laschen geschlos- sen wird. Damit liegen dann vollständig geschlossene Ösen vor, die ein leichtes Klappen der Taschenklappe in bezug auf die Taschenkappen ermöglichen.
Ein Lösen der beiden Scharnierteile ist nur durch Zerstörung der Verbindung zwischen Taschenklappe und Scharnierelement 4 möglich.
PATENTANSPRÜCHE:
1. Scharnierband, bei welchem die beiden Bandelemente über wenigstens einen als Dreh- achse dienenden Stab in Verbindung stehen, wobei an wenigstens einem der beiden
Bandelemente eine oder mehrere Ösen vorgesehen ist bzw. sind, die den Stab bzw. die
Stäbe umgreifen, wobei die Öse durch eine im wesentlichen in Längsrichtung durchge- hend geschlitzte zylindrische Hülse gebildet ist, welche Hülse an einer Seite des Längs- schlitzes an dem Bandelement angebracht ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (7) elastisch aufbieg- bzw. schliessbar ist und an der anderen Seite des Längsschlitzes (7') durch eine Lasche (8) fortgesetzt ist, die mit dem die Hülsen (7) aufweisende Bandelement (4) verbindbar ist, wobei sowohl das den Stab bzw.
die Stäbe (5) aufweisende Bandele- ment (3) als auch das die Hülsen (7) aufweisende Bandelement (4) als je ein einstückig geformter Teil ausgebildet sind.