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Die Erfindung bezieht sich auf ein Scharnier mit einer Verstelleinrichtung für einen mittels eines Zwischenstückes auf einer Grundplatte gelagerten Scharnierarm, der über Gelenkhebel od. dgl. mit einem türseitigen Anschlagteil, beispielsweise einem Scharniertopf verbunden ist, wobei die Grundplatte im montierten Zustand mit einer Montagefläche an einer Mobelseitenwand anliegt und mittels der Verstelleinrichtung die Position des Scharnierarmes relativ zur Grundplatte zur seitli- chen Verstellung einer Türe veranderbar ist, wobei zwischen dem Scharnierarm und dem Zwi- schenstück mindestens zwei Führungen vorgesehen sind, mittels der der Scharnierarm bei der seitlichen Verstellung linear und senkrecht zur Montagefläche der Grundplatte auf dem Zwischen- stück geführt ist.
Im allgemeinen wird bei Scharnieren der Scharnierarm mittels einer Klemmschraube auf der Grundplatte oder einem Zwischenstück befestigt. Damit eine Verstellung des Scharnierarmes in der Tiefe des Möbels möglich ist, ragt diese Klemmschraube durch ein Langloch im Scharnierarm.
Die Verstellmöglichkeit des Scharnierarmes in der Tiefe des Möbels wird durch die Länge dieses Langloches bestimmt.
Weiters ist im allgemeinen eine Verstellmöglichkeit für die Position des Scharnierarmes relativ zur Grundplatte in der Richtung der Möbelfuge, d. h. senkrecht zur Seitenwand des Möbels vorge- sehen. Diese Verstellung wird durch eine sogenannte Fugenverstellschraube erreicht, die in einem Muttergewinde des Scharnierarmes lagert und mit ihrem Kopf in einer Aussparung der Grundplatte oder des Zwischenstückes gehalten ist.
Aus der AT-PS 255 278 ist ein Scharnier bekannt, bei dem der Scharnierarm aus einem an der Grundplatte befestigbaren Hauptteil und einem daran verstellbar gelagerten Kopfteil besteht.
Zwischen dem Kopfteil und dem Hauptteil ist eine Verstellschraube und eine lineare Führung vorgesehen. Der Kopfteil wird beim Verdrehen der Verstellschraube senkrecht zur Korpusseiten- wand verschoben.
In neuerer Zeit sind die Scharnierarme im allgemeinen nicht unmittelbar auf der Grundplatte gelagert, sondern mittelbar über ein Zwischenstück, das sich zwischen dem Scharnierarm und der Grundplatte befindet.
Beispiele für ein derartiges Scharnier sind in der WO 86/02402 gezeigt. Diese Art von Schar- nier ermöglicht es, beim Zusammenbau des Möbels, d. h. beim Einhängen der Möbeltür den Scharnierarm zusammen mit dem daran befestigten Zwischenstück schnell und werkzeuglos an einer Grundplatte, die an einer Möbelseitenwand befestigt ist, zu verankern. Dennoch kann an- schliessend, falls notwendig, die Position des Scharnierarmes relativ zur Grundplatte (und zum Zwischenstück) nach Lösen einer Klemmschraube durch die Fugenverstellschraube erfolgen.
Es hat sich als nachteilig erwiesen, dass bei einer Seiteneinstellung der Türe der Scharnierarm durch Verdrehen der Fugenverstellschraube verschwenkt wird. So kann der Scharnierarm relativ zur Türe eine stumpfwinkelige Stellung einnehmen, die einer leichten Türöffnung entspricht, ob- wohl die Türe an den Korpusteilen anliegt und sich in ihrer geschlossenen Stellung befindet. Eine seitliche Verstellung des Scharnierarmes in bezug auf die Möbelseitenwand kann daher dazu führen, dass die Türe entweder zur weit von der Stirnkante der Möbelseitenwand abgehoben wird oder an dieser klemmt. Es kann dadurch auch die Funktion einer im Scharnier eingebauten Zuhal- tevorrichtung beeinträchtigt werden.
Bei diesen Scharnieren ist es daher notwendig, nach jeder Seitenverstellung der Türe bzw. des Scharnierarmes die Position des Scharnierarmes auf der Grundplatte in der Richtung der Tiefe des Möbels zu korrigieren. Eine derartige Einstellung ist umstandlich und relativ zeitaufwendig.
Aus der EP 0 168 731 B ist ein Scharnier bekannt, bei dem eine Führung für den Scharnierarm vorgesehen ist, die bewirkt, dass sie bei einer Seitenverstellung der Position des Scharnierarmes dieser auch in der Tiefe des Möbels auf der Grundplatte versetzt wird.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Scharnier der eingangs erwähnten Art dahingehend zu ver- bessern, dass eine exaktere Positionierung des Scharnierarmes bei einer Seitenverstellung der Türe erzielt wird.
Die erfindungsgemässe Aufgabe wird dadurch gelöst, dass der Scharnierarm das Zwischenstück U-förmig übergreift und mit zwei Seitenstegen zumindestens teilweise abdeckt und dass die Füh- rungen, die in der Längsrichtung des Scharnierarmes und des Zwischenstückes voneinander distanziert sind, an mindestens einem Seitensteg des Scharnierarmes und an einem korrespondie- renden Steg des Zwischenstückes angeordnet sind.
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Zum Unterschied von dem in der EP 0 168 731 B beschriebenen Scharnier wird bei einem Scharnier gemäss der Erfindung bei der Seitenverstellung der Türe die Position des Scharnierar- mes in der Richtung der Tiefe des Möbels nicht korrigiert, sondern es wird eine ungewollte Ver- schiebung des Scharnierarmes in dieser Richtung von vornherein vermieden.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Figuren der beiliegenden Zeichnung beschrieben. Es zeigen'
Die Fig. 1 eine Seitenansicht eines an einer Möbelseitenwand montierten und mit einer Türe verbundenen Scharnieres; die Fig. 2 einen Schnitt durch das Scharnier senkrecht zur Möbelseitenwand und zur Türe; die Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie F-F der Fig. 2; die Fig. 4 einen Schnitt durch das Scharnier senkrecht zur Möbelseitenwand und zur Ture, wobei die einzelnen Teile auseinandergezogen gezeichnet sind; die Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie A-A der Fig. 2; die Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie B-B der Fig. 2; die Fig. 7 einen Schnitt nach der Linie C-C der Fig. 2; die Fig. 8 einen Schnitt nach der Linie D-D der Fig. 2; die Fig. 9 einen Schnitt nach der Linie E-E der Fig 2;
die Fig. 10 eine Seitenansicht eines an einer Möbelseitenwand montierten und mit einer Türe verbundenen Scharnieres gemäss einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfin- dung ; die Fig. 11 einen Schnitt durch dieses Scharnier in einer Ebene senkrecht zur Möbelseiten- wand und zur Türe; die Fig. 12 einen gleichen Schnitt durch ein Zwischenstück des Scharnieres; die Fig. 13 einen Schnitt nach der Linie B-B der Fig. 12; die Fig. 14 einen Schnitt nach der Linie D-D der Fig 12; die Fig. 15 einen Schnitt nach der Linie E-E der Fig. 12; die Fig. 16 einen Schnitt durch dieses Zwischenstück parallel zur Möbelseitenwand; die Fig. 17 eine Seitenansicht eines Scharnieres gemäss einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung; die Fig. 18 einen Schnitt durch ein Scharnier der Fig. 17 senkrecht zur Möbelseitenwand und zur Türe;
die Fig. 19 einen Schnitt nach der Linie F-F der Fig. 18; die Fig. 20 einen Schnitt nach der Linie A-A der Fig. 18; die Fig. 21 einen Schnitt nach der Linie B-B der Fig. 18; die Fig. 22 einen Schnitt nach der Linie C-C der Fig. 18, die Fig. 23 einen Schnitt nach der Linie D-D der Fig. 18; die Fig. 24 einen Schnitt nach der Linie E-E der Fig. 18; die Fig. 25 eine Seitenansicht eines Scharnieres gemäss einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung; die Fig. 26 einen Schnitt durch dieses Scharnier senkrecht zur Möbelseitenwand und zur Türe und die Fig. 27 einen Schnitt nach der Linie A-A der Fig. 26.
Das erfindungsgemässe Scharnier weist einen Scharnierarm 3 auf, der über zwei Zwischen- stücke 8,9 an einer Grundplatte 4 montierbar ist. Die Grundplatte 4 ist mittels Schrauben od.dgl. an einer Möbelseitenwand 2 befestigt und liegt mit ihrer Montagefläche 25 an der Möbelseitenwand 2 an. Der Scharnierarm 3 ist über Gelenkhebel 28 mit einem Scharniertopf 10 verbunden, der in eine Türe 1 einsetzbar ist.
Das Zwischenstück 9 weist vorne, d h. türseitig, eine Achse 13 auf, mit der es in eine Kerbe 18 der Grundplatte 4 einhängbar ist. Am hinteren Ende ist das Zwischenstück 9 mit einem mittels einer Achse 15 drehbar gelagerten Kipphebel 5 versehen, der zur Arretierung des Zwischen- stückes 9 auf der Grundplatte 4 hinter einem Vorsprung 30 der Grundplatte 4 einrastet.
Beim Einhängen der Türe 1 in den Möbelkorpus ist der Scharniertopf 10 in die Türe 1 einge- setzt und die Zwischenstücke 8,9 sind im Scharnierarm 3 verankert.
Das Zwischenstück 8 ist mittels der Tiefenverstellschraube 11, die durch einen Längsschlitz 31 des Zwischenstückes 8 ragt und in einem Muttergewinde 32 des Zwischenstückes 9 gehalten ist,
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mit dem Zwischenstück 9 verklemmt. Die Fugenverstellschraube 12, die im Scharnierarm 3 lagert, ragt durch nach vorne offene Schlitze 33,34 in den Zwischenstücken 8,9, wodurch die Zwischen- stücke 8,9 im Scharnierarm 3 verankert sind.
Die Seitenstege des Scharnierarmes 3 sind mit Schlitzen 16,17 versehen, die Führungsbah- nen für leistenförmige Vorsprünge 6,7 am Zwischenstück 8 bilden. Die Zwischenstücke 8,9 sind ebenso wie der Scharnierarm 3 mit U-Profil ausgeführt.
Bei der Montage der Türe wird die Achse 13 des Zwischenstückes 9 in die Kerbe 18 der Grundplatte 4 eingehängt und anschliessend werden der Scharnierarm 3 und die Zwischenstücke 8, 9 zur Möbelseitenwand 2 gekippt, sodass der Kipphebel 5 hinter dem Vorsprung 30 der Grundplatte 4 einrastet.
Eine weitere am Zwischenstück 9 ausgebildet Achse 14 rastet dabei in einer Kerbe 35 der Grundplatte 4 ein, wodurch eine Tiefenpositionierung und Spielfreistellung für das Zwischenstuck 9 und somit für das damit verbundene Zwischenstück 8 und den Scharnierarm 3 gegeben ist.
Die Tiefenverstellung des Scharnieres erfolgt durch Losen der Tiefenverstellschraube 11, wor- auf der Scharnierarm 3 zusammen mit dem Zwischenstück 8 relativ zum Zwischenstück 9 und zur Grundplatte 4 in der Tiefe des Möbels positioniert werden kann Nach erfolgter Positionierung wird die Tiefenverstellschraube 11wieder angezogen.
Die Fugenverstellung, d. h. die Verstellung des Scharnierarmes 3 in der Richtung senkrecht zur Möbelseitenwand 2 erfolgt durch Verdrehen der Verstellschraube 12, wobei der Scharnierarm 3 relativ zum Zwischenstück 8 bewegt wird. Durch die kastenförmigen Vorsprünge 6,7 und die Schlitze 16,17 wird der Scharnierarm 3 exakt senkrecht zur Möbelseitenwand 2 geführt und eine Verstellung der Fuge, d. h. eine Verstellung des Scharnierarmes 3 zur Seite des Möbels bewirkt kein Versetzen des Scharnierarmes 3 in der Tiefe des Möbels.
Somit ist nach erfolgter Seitenver- stellung kein Nachjustieren der Position des Scharnierarmes 3 in bezug auf die Möbeltiefe notwen- dig
Im Ausführungsbeispiel nach den Fig. 10 bis 15 ist der Scharnierarm 3 kürzer als im Ausfüh- rungsbeispiel nach den Fig. 1 bis 9 ausgefuhrt, d. h er deckt die Tiefenverstellschraube 11nicht ab Die Verstellung des Scharnierarmes 3 in bezug auf die Grundplatte 4 erfolgt jedoch wie beim zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel.
Im Ausführungsbeispiel nach den Fig. 17 bis 24 wird die Führung zwischen dem Scharnierarm 3 und dem Zwischenstuck 8 von separaten Führungsstiften 23 gebildet, die in rinnenartigen Vertie- fungen 24 des Scharnierarmes 3 und rinnenartigen Vertiefungen 22 des Zwischenstückes 8 gehal- ten sind. Die rinnenartigen Vertiefungen 24,22 sind aus den Seitenstegen des Scharnierarmes 3 und des Zwischenstückes 8 ausgebogen.
Die Tiefenverstellung des Scharnierarmes bzw. des Zwischenstückes 8 in bezug auf das Zwl- schenstück 9 erfolgt wie bei den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen durch Lösen der Tiefenverstellschraube 11und Verschieben des Scharnierarmes 3 mit dem Zwischenstück 8 über die Länge des Langloches 31.
Im Ausführungsbeispiel nach den Fig 25 bis 27 wird die Fuhrung für die seitliche Verstellung des Scharnierarmes 3 durch sockelartige Vorsprünge 27 am Zwischenstück 8 und korrespondie- rende Vertiefungen 26 m den beiden Seitenstegen des Scharnierarmes 3 gebildet.
Auf diese Art wird eine garantiert kippfreie Lagerung des Scharnierarmes 3 am Zwischenstück 8 erzielt. Die Ausbildung des Sockels 27 und der korrespondierenden Vertiefung 26 erfolgt wieder- um durch Verbiegung der Seitenstege des Zwischenstuckes 8 und des Scharnierarmes 3.
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