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Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Plombieren und gleichzeitigen mechanischen Ver- riegeln eines Deckels eines Sicherungsschaltgerätes, insbesondere eines NH-Sicherungslasttrenn- schalters, bei dem im Deckel wenigstens ein Sicherungseinsatz mit Halteelementen so angebracht ist, dass der Deckel und der Sicherungseinsatz gemeinsam vom Geräteunterteil abziehbar sind, wo- bei ein bewegliches Element in Eingriff bringbar ist und durch ein Plombierloch im Plombierteil und ein in Flucht zu diesem gebrachtes Loch im Deckel ein Plombierdraht durchsteckbar ist.
Eine solche Einrichtung ist aus der DE 36 39 670 A1 bekannt. Mit dieser Einrichtung sind eine Plombierung und gleichzeitig eine mechanische Sicherung eines Deckels an einem elektrischen Gerät möglich, um ein versehentliches Öffnen mechanisch zu verhindern. Die Deckel solcher Ge- räte sollen nämlich nicht von Laien oder von anderen Endverbrauchern ohne weiteres geöffnet werden können, zumal auch in einem Wohnhaus elektrische Geräte ähnlicher Art angebracht sind, bei denen man die Plombierung des Deckels schon kennt.
Bei der eingangs beschriebenen, bekannten Einrichtung geht es in erster Linie um eine Ver- besserung dahingehend, dass der Plombierstift und andere Teile der Einrichtung unverlierbar sind, auch im Zustand nach dem Entriegeln.
Es ist nun anderseits der Wunsch der Endverbraucher, ohne Öffnen des Deckels Zugang zu Elementen des spannungsführenden Gerätes von aussen zu erhalten, um beispielsweise im Betrieb mit einem Werkzeug an Halteelemente des Sicherungseinsatzes, zum Beispiel Grifflaschen, he- ranzukommen und das Potential der einen Grifflasche oder die Spannung zwischen beiden Griffla- schen zu prüfen. Diese Massnahmen und auch abnehmbare Abdeckungen für spannungsführende Elemente sind aber bei der Plombiereinrichtung der eingangs genannten Art nicht vorgesehen. Das war schon deshalb nicht ohne weiteres vorgesehen, weil Sicherheitsvorschriften ein Prüfen und damit einen Zugang zu spannungsführenden Elemente ohne Öffnen des Deckels nur unter be- stimmten Bedingungen erlauben.
Nun hat man anderseits Sicherungsschaltgeräte entwickelt, die auch auf dem Markt erhältlich sind, bei denen der Zugang eines Werkzeuges an ein spannungsführendes Geräteelement möglich ist.
Dabei ist man davon ausgegangen, dass Prütstifte einen genormten Durchmesser haben, zum Beispiel ¹ 2,5 mm. Im Rahmen einer entsprechenden Schutzklasse ist dadurch die Sicherheit gewährleistet, dass Geräte mit Massen von mehr als 2,5 mm Durchmesser nicht in Öffnungen im Deckel eindringen dürfen. Daher hat man bei den auf dem Markt befindlichen Schaltgeräten ver- schiebbare Sichtscheiben mit einem Loch so vorgesehen, dass in der Schliessstellung der Scheibe das Loch geschlossen ist und in der Prüfstellung der Anwender mit dem Prüfstift an das betreffen- de Geräteelement gelangen kann. Durch Verschieben des Sichtfensters kann das Loch von der Schliessstellung in die Prüfstellung und umgekehrt gebracht werden.
Bei mit diesem Schiebefenster ausgestatteten Schaltgeräten war aber das mechanische Verriegeln des Deckels nicht vorgesehen und das Plombieren auch nur unter bestimmten Bedingungen. Insbesondere aber konnte das Schiebefenster nicht in seiner Schliessposition blockiert werden, nachdem es einmal in der Prüfpo- sition gewesen war. Der Fachmann konnte seinerzeit keine Möglichkeiten erkennen, diese Bedin- gungen und insbesondere ein Arretieren des Deckels am Unterteil des Gerätes zu gewährleisten, weil die einzelnen Lösungen nicht sinnvoll miteinander zu kombinieren waren
Zwar hat man auch schon einen Deckel eines Schaltgerätes an dessen Unterteil zu sichern versucht, bei dem auch ein verschiebbares Sichtfenster einbezogen wurde, diese Sicherung erfolg- te aber in der Hauptsache durch den Plombierdraht.
Der Fachmann weiss aber aus einer DIN- Vorschrift, dass die Verriegelung des Deckels am Unterteil ausser über einen Plombierdraht auch durch einen separaten Riegel erfolgen muss, weil der Plombierdraht nicht eine mechanische Funk- tion haben soll. Eine solche mechanische Verriegelung der relevanten Teile in Verbindung mit dem Schiebefenster ist bislang nicht möglich gewesen, insbesondere nicht mit vertretbarem techni- schem Aufwand
Daher liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zum Plombieren und Verrie- geln des Deckels an einem Sicherungsschaltgerät mit den Merkmalen der eingangs genannten Art zu schaffen, bei der gleichzeitig auch eine Prüfung von spannungsführenden Elementen durch Zugang von Werkzeugen bei geschlossenem Deckel möglich ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäss vorgeschlagen, dass a) in der Aussenwand des Deckels wenigstens eine Öffnung mit einer verschiebbaren Abdek-
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kung mit wenigstens einem Prüfloch vorgesehen ist und b) dass das Plombierteil als wenigstens ein gegenüber dem Deckel schwenkbarer Plombier- hebel ausgestaltet ist, welcher mindestens eines von drei vorstehenden Wirkenden hat,
1. einen Betätigungshebel mit dem Plombierloch,
2. einen Riegel, der mit dem als Arretiernase ausgestalteten Arretierelement in Arretier- eingriff bringbar ist ; 3. einen Blockiersteg, der mit einem Ende der verschiebbaren Abdeckung in Blockier- eingriff bringbar ist.
Zum Beispiel können zwei parallel zueinander angeordnete Plombierhebel verwendet werden, bei denen die Wirkenden aufgeteilt sind und von denen einer zum Beispiel ein Wirkende (zum Bei- spiel den Betätigungshebel) und der andere zwei, nämlich die anderen beiden Wirkenden (zum Beispiel den Riegel und den Blockiersteg) hat.
Erst durch den speziell ausgestalteten Plombierteil, nämlich den schwenkbaren Plombierhebel gemäss der Erfindung, ist es möglich, eine verschiebbare Abdeckung, zu der man auch ein durch- sichtiges Fenster rechnen kann, in der Aussenwand des Deckels in derjenigen Weise vorzusehen, wie ohne Plombieren und Arretieren bzw. Verriegeln an sich schon bei den beschriebenen und auf dem Markt befindlichen Schaltgeräten vorgesehen ist. Aber erst durch die drei Wirkenden des neuen ein- oder mehrstückigen Plombierhebels kann man alle Vorteile gleichzeitig erreichen, die bei herkömmlichen Schaltgeräten bislang immer nur teilweise gleichzeitig erfüllt waren.
So ist es durch den erfindungsgemässen Plombierhebel möglich, mit einem Werkzeug, zum Beispiel einem Schraubendreher, den Plombierhebel zu betätigen und das Plombierloch in Flucht zu einem Loch im Deckel oder ausser Flucht mit diesem zu bringen ; mit einem Riegel am anderen, zweiten Wirkende des neuen Plombierhebels den Deckel sicher am Unterteil des Gerätes zu verriegeln bzw. zu arretieren, so dass der Benutzer in dieser Position des Plombierhebels den Deckel nicht vom Geräteunterteil abziehen kann ;
ferner ist ausser dem Plombieren, Betätigen und Arretieren auch die Möglichkeit vorgegeben, mit Hilfe des erfindungsgemässen Plombierhebels die verschieb- bare Abdeckung in der einen Stellung unbeweglich zu blockieren und nur in der anderen Stellung die Verschiebung der Abdeckung, zum Beispiel in die Prüfposition, zu ermöglichen. Es ist verhält- nismässig einfach, einen Plombierhebel mit diesen drei Wirkenden herzustellen und mit ihm die ge- wünschten Wirkungen zu erreichen, wenn man ihn nach der gegebenen Lehre der Erfindung gegenüber dem Deckel schwenkbar ausgestaltet. Es gibt dann für den neuen Plombierhebel eine Schliessstellung und eine Prüfstellung. Nur in der Prüfstellung kann man die Abdeckung so ver- schieben, dass der Prüfstift durch die Löcher an die spannungsführenden Geräteelemente gebracht werden kann.
Nur in der Prüfstellung ist der Riegel von der Arretiernase gelöst, die am Unterteil des Gerätes angebracht ist, so dass nur in dieser Prüfstellung der Deckel vom Unterteil abgezogen bzw. herausgeschwenkt werden kann ; und in die Prüfstellung kann man nur gelangen, nachdem der Plombierdraht aus dem Plombierloch im Betätigungshebel herausgezogen ist.
Damit ist auf technisch einfache Weise eine Dreifachfunktion möglich, ohne dass räumlich oder technisch aufwendige Massnahmen an dem Schaltgerät vorgesehen sein müssten.
Es hat sich als besonders günstig erwiesen, wenn der Plombierhebel als im wesentlichen fla- cher Teil ausgestaltet ist, dessen Wirkenden ein im wesentlichen in einer Ebene liegendes Dreieck aufspannen. Dabei reicht es vorzugsweise aus, wenn der Plombierhebel aus Kunststoff hergestellt ist. Mit geringen Materialmengen kann man hier grosse Sicherheit erreichen, auch wenn die Dicke des Plombierhebels vorzugsweise 1 - 5 mm, besonders bevorzugt 1,5 - 3 mm und bei einer prak- tisch sehr günstigen Ausführungsform 2 mm beträgt.
Zieht man von den Wirkenden, d. h. dem äusseren freien Ende des Betätigungshebels, dem äusseren freien Ende des Riegels und auch dem äusseren freien Ende des Arretierelementes jeweils eine Linie, dann ergibt sich (in Draufsicht auf die flache Seite des Plombierhebels) das erwähnte Dreieck, wobei man bei dem Riegel davon ausgeht, dass auch dessen Wirkende sich im wesentlichen in der Hauptebene des Plombierhebels befindet. Bei einer bevorzugten Ausführungsform verhält es sich etwas anders, wie noch beschrie- ben wird. Dort nämlich steht der Riegel blockartig aus der Hauptebene des im wesentlichen flachen Teiles etwa senkrecht heraus. Die Dreieckform ist aber von der hier beschriebenen Projektion der Wirkenden auf die gedachte Ebene bezogen. Man erkennt, dass ein solcher Plombierhebel, insbe- sondere wenn er aus Kunststoff spritzgegossen wird, einfach herstellbar ist.
Es hat sich darüberhi- naus gezeigt, dass ein im wesentlichen flacher Plombierhebel, auch wenn als einzige Ausnahme
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der Riegel seitlich aus der Hauptebene etwas heraussteht, sehr leicht montiert werden kann. Auch die Montage gehört wesentlich zum Herstellungsverfahren eines Sicherungsschaltgerätes, dessen Herstellung umso günstiger wird, je einfacher die einzelnen Schritte und auch die Montage von separaten Teilen gelingt, wie zum Beispiel die Montage des Plombierhebels.
Günstig ist es gemäss der Erfindung ferner, wenn ungefähr in der Mitte des Plombierhebels ei- ne Lageröffnung für das Umgreifen wenigstens eines an der Deckelwandung angebrachten Dreh- zapfens vorgesehen ist und wenn vorzugsweise der Betätigungshebel aussen mit einer Kerbe und auf einer Linie, von dieser ausgehend, nach innerhalb über das Plombierloch hinaus mit einem Rastnoppen versehen ist. Auch diese Massnahmen dienen der einfachen Ausgestaltung eines sehr funktionstüchtigen Plombierhebels. Anstelle eines irgendwie kompliziert ausgestalteten Drehlagers ist erfindungsgemäss nur eine Lageröffnung etwa in der Mitte des Plombierhebels vorgesehen. In diese greift ein Drehzapfen oder greifen von zwei Seiten zwei Drehzapfen ein, wodurch der Plom- bierhebel um die Achse dieser Drehzapfen geschwenkt werden kann.
Diese Schwenkbewegung kann man besonders günstig dadurch auslösen, dass man mit einem Werkzeug, welches ähnlich einem Prüfstab oder einem Schraubendreher ausgebildet und vom spitz ist, in die Kerbe eingreift, um damit den Plombierhebel um einen gewünschten Winkel von zum Beispiel 3 - 40 , vorzugs- weise 5 - 20 , um die Lageröffnung herum zu schwenken. Diese Schwenkung ist möglich, weil der Betätigungshebel dicht an der Oberfläche der Aussenwand des Deckels über eine Bogenstrecke läuft, wenn der Plombierhebel geschwenkt wird. Sein nach aussen von der Mitte vorstehender Be- tätigungshebel verläuft dabei zwischen zwei parallelen Wandungen, die sich etwa senkrecht zur Aussenwand des Deckels erstrecken. Dies wird nachfolgend noch erläutert.
Wenn in einer der Wandungen entlang des Bogens auf kleinerem Radius im Abstand zwei Löcher angeordnet sind, kann der Rastnoppen in der einen Stellung, zum Beispiel der Plombierstellung, in das eine Loch einrasten, während er nach Verschwenken des Plombierhebels in die andere Stellung, zum Bei- spiel die Prüfstellung, in das andere Loch einrastet.
Man kann erfindungsgemäss ferner im Plombierhebel zwei mit der Lageröffnung verbundene, L-förmig zueinander angeordnete Schlitze vorsehen, deren erster sich von der Lageröffnung längs etwa in der Mitte des Betätigungshebels erstreckt. Zieht man also von der Schwenkachse der La- geröffnung eine Linie zum Wirkende des Betätigungshebels, wo beispielsweise das Plombierloch oder radial weiter aussen die Kerbe angeordnet ist, dann erstreckt sich der eine der zwei L-förmig zueinander angeordneten Schlitze etwa entlang dieser gedachten Linie ; unter einem Winkel von 3 -10 oder 5 - 7 hierzu. Dadurch wird auf der dem Blockiersteg zugewandten Seite der feste massive Teil des Plombierhebels belassen, während auf der gegenüberliegenden Aussenseite eine Federlasche gebildet wird.
Diese kann sich parallel zu diesem ersten Schlitz und parallel zu einer Linie erstrecken, welche den Betätigungshebel einerseits mit dem Riegel ander- seits verbindet. Die Federlasche soll vorzugsweise in Richtung quer zu der Linie zwischen Ende des Betätigungshebels und Ende des Riegels und gleichzeitig in der Hauptebene des Plombierhe- bels nahezu steif sein, während die Lasche eine federnde Bewegung senkrecht zur Hauptebene erlaubt. Das freie Ende der Federlasche belässt den zweiten der beiden L-förmig zueinander ange- ordneten Schlitze frei. Das freie Ende der Federlasche kann daher gegenüber diesem zweiten Schlitz senkrecht zur Hauptebene des Plombierhebels hin- und/oder herbewegt werden. Das ist die federnde Bewegungsmöglichkeit der Lasche.
Diese Bewegungsmöglichkeit wird noch dadurch erleichtert, dass die Federlasche in demjenigen Bereich, in welchem sie sich parallel zum ersten Schlitz erstreckt, halb so dick ist wie das übrige Material des Plombierhebels, also zum Beispiel nur 1 mm dick ist im Verhältnis zu den oben angegebenen 2 mm Dicke der besonderen Ausfüh- rungsform.
Im Bereich der Lageröffnung hat die Federlasche einen nochmals teilweise geschwächten End- bereich, nämlich eine Auflaufschräge. Diese ist so angelegt, dass das freie Ende der Federlasche auf der dem Blockiersteg abgewandten Seite dünner ist als auf der dem Steg und damit auch der Lageröffnung zugewandten Ende. Diese Auflaufschräge wirkt bei der Montage des Plombierhe- bels, wenn dieser am Deckel angebracht wird, wenn er zwischen die stummeiförmigen Drehzapfen geschoben wird. Dann muss nämlich das freie Ende der Federlasche in Montagerichtung zur Seite geschoben werden. Die Montagerichtung ist die des zweiten Schlitzes in Richtung auf die La- geröffnung hin, und die seitliche Verschiebung ist diejenige senkrecht zur Hauptebene des Plom- bierhebels.
Dadurch kann man erreichen, dass einerseits der Plombierhebel mit Federlasche und
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Anlaufschräge mit einfachen Werkzeugen spritzgegossen werden kann und anderseits ein Festhal- ten des Plombierhebels zwischen den stummeiförmigen Drehzapfen deshalb möglich ist, weil nach Überlaufen der Auflaufschräge über die Drehzapfen, nachdem letztere in der Lageröffnung zu lie- gen kommen, die Federlasche wieder in die ursprüngliche Position zurückfedert. Dadurch hält die Federlasche den Plombierhebel in dem im Deckel für diesen Hebel vorgesehenen Raum fest, ohne dass der Plombierhebel herausfallen kann. Wenigstens einer der stummelartigen Drehzapfen stösst dann gegen die Federlasche und wird von dieser an einem Herausgleiten längs des zweiten Schlit- zes gehindert.
Vorteilhaft ist es gemäss der Erfindung auch, wenn der Riegel aus der Hauptebene des Plom- bierhebels heraussteht und als blockartiger Teil ausgebildet ist. Die sogenannte Hauptebene hat man sich in den flachen Körper oder der flache Teil des Plombierhebels hineingelegt zu denken.
Auf der dem Betätigungshebel gegenüberliegenden Ende steht nun senkrecht zur Hauptebene ein Steg vor, an welchem der blockartig ausgebildete Teil des Riegels angebracht ist. Dieser Riegel ist so ausgestaltet, dass er hinter eine Arretiernase geschoben werden kann, wenn der Plombierhebel in die Schliessposition oder Arretierposition verschwenkt ist. Ein gewaltsamer Versuch, den Deckel doch vom Geräteunterteil abzuziehen oder unter Ziehen herauszuschwenken, scheitert an dem Arretiereingriff des Riegels mit der am Unterteil des Gerätes befestigten Arretiernase. Die bei einem unerlaubten Versuch zum Hochreissen des Deckels auftretenden Kräfte liegen im Plombier- hebel im wesentlichen in dessen Hauptebene, in welcher der Plombierhebel diesen Kräften einen äusserst grossen Widerstand entgegensetzen kann.
Ein seitliches Ausbrechen des Riegels ist nicht möglich, weil er zur Seite hin entweder von Teilen des Deckels oder von Teilen des Geräteuntertei- les geführt und damit gehalten ist.
Bei vorteilhafter weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist die verschiebbare Abdeckung als durchsichtiges Fenster ausgebildet, das vorzugsweise unter Anpassung an die Form der Aussen- wand des Deckels gekrümmt ist. Da die Schaltgeräte der Erfindung häufig vor oder hinter Zählern angeordnet sind, kann ein Öffnen des Deckels von Laien oder anderen Endverbrauchern nicht ohne weiteres vorgenommen werden. Die Phasen L1, L2 und L3 befinden sich im allgemeinen als drei Sicherungseinsätze übereinander im Falle von Lastschaltleisten oder nebeneinander im Falle von Lasttrennschattern. Die dem Benutzer zugewandte Vorderwand des Deckels gestattet dann bei der Ausgestaltung als Sichtfenster, den Betriebszustand (Kennmelder defekt oder in Ordnung) von aussen zu erkennen.
Die Abdeckung als durchsichtiges Fenster (Sichtfenster) verhindert den Zugang an irgendwelche spannungsführenden Elemente des Gerätes von aussen ohne Öffnen des Deckels, es sei denn, dass bewusst das Sichtfenster verschoben wurde. Diese Schiebebewegung und damit Verschieben von Prüflöchern, die vorzugsweise auch in der Sichtscheibe angeordnet sein können, ist bei anderen Sicherungseinrichtungen an sich bekannt. Dieser Vorteil lässt sich also auch bei dem erfindungsgemässen Gerät mit einfachen Mitteln erreichen.
Die Aussenwand des Deckels ist im allgemeinen etwa eben. Je nach der geschmacklichen Ausgestaltung des Gerätes kann die Aussenwand aber auch eine Krümmung haben, und dann kann man die Abdeckung entsprechend gekrümmt ausgestalten und dennoch verschieben. Dabei können für alle drei Phasen L1, L2 und L3 ein einziges Sichtfenster oder drei Sichtfenster (für jede Phase eine) vorgesehen sein. Diese Ausgestaltung für ein oder für drei Sichtfenster gilt wiederum für ebene Aussenwandungen oder auch gekrümmte.
Vorteilhaft ist es gemäss der Erfindung auch, wenn die Achse der in die Lageröffnung des Plom- bierhebels eingreifenden Drehzapfen in Stummelform parallel zur der Schwenkachse des Deckels verläuft und wenn der Plombierhebel zwischen zwei parallelen und etwa senkrecht zur Aussenwand des Deckels sich erstreckenden Wandungen geführt ist. Vorstehend wurde in Verbindung mit der Federlasche bereits die Ausführungsform angedeutet, bei welcher zwei Drehzapfen in Stummel- form in die Lageröffnung hineingebracht werden, um den Plombierhebel auf diese Art schwenkbar zu haltern. Dabei ist im Deckel ein Raum durch zwei im Abstand voneinander und parallel zuein- ander angeordnete Wandungen gebildet, die etwa senkrecht zur Aussenwand des Deckels verlau- fen.
Von der einen Wandung erstreckt sich im richtigen Abstand von der Aussenwand des Deckels ein stummeiförmiger Drehzapfen senkrecht aus dieser Wandung und aus der gegenüberliegenden Wandung entsprechend ein zweiter Drehzapfen, wobei beide stummeiförmigen Drehzapfen sich in der Mitte nicht berühren, sondern einen Abstand voneinander haben, welcher das Hindurchführen der Federlasche und vorzugsweise auch des freien Endes der Federlasche mit der Auflaufschräge
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erlauben. Durch diese zwei stummeiförmigen Drehzapfen wird also die Montage des Plombierhebels wesentlich erleichtert. Die Funktion ist besonders günstig, wenn die Schwenkachse des Plombierhebels und die des Deckels beim Öffnen und Schliessen desselben parallel zueinander verlaufen.
Wenn gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung der Blockiersteg des Plombierhebels etwa senkrecht von der das Ende des Riegels mit dem des Betätigungshebels verbindenden Linie einseitig vorsteht, kann man den Blockiersteg verhaltnismassig schmal ausgestalten, zum Beispiel 2 - 10 mm, vorzugsweise 3 - 5 mm, und dennoch nicht unerhebliche Blockierkräfte übertragen. Am freien Ende des Blockiersteges erfolgt nämlich der Blockiereingriff mit der verschiebbaren Abdekkung, zum Beispiel der Kante des Sichtfensters. Wollte man diese mit Gewalt verschieben, dann müsste man das Sichtfenster im wesentlichen parallel zur Längserstreckung des Blockiersteges drücken. Das aber ist ohne den Aufwand zerstörerischer Kräfte nicht möglich. Die Sicherheit des erfindungsgemässen Gerätes ist dadurch weiterhin erhöht.
Günstig ist es gemäss der Erfindung auch, wenn der blockförmige Teil des Riegels mit einer Seitenführung versehen ist. Es wurde schon gesagt, dass der Riegel mit dem Arretierelement, d. h. der Arretiernase, in Eingriff gebracht werden kann, wenn die Schliessstellung des Plombierhebels eingenommen wird. Dabei ist die Arretiernase am Unterteil befestigt oder einstückig mit diesem ausgebildet, oder sie ist Teil der Schutzabdeckung oder einstückig mit dieser ausgeformt. Wenn nun nach dem zuletzt erläuterten Merkmal der blockförmige Teil des Riegels, welcher also letztlich mit der Arretiernase in den kraftübertragenden Eingriff tritt, mit einer Seitenführung versehen ist, kann der Riegel des Plombierhebels nicht von der Arretiernase seitlich wegrutschen, auch wenn man den Deckel mit Gewalt aufreissen will.
Man erkennt, dass alle Massnahmen einen hohen Sicherheitsgrad gewährleisten, so dass mit der erfindungsgemässen Plombier- und Verriegelungseinrichtung gleichzeitig auch eine verschiebbare Abdeckung vorgesehen und verschoben werden kann, so dass man bei geschlossenem Deckel die spannungsführenden Teile einer elektrischen Prüfung unterziehen kann, während der Deckel geschlossen ist. Dennoch sind ein Arretieren des Deckels, ein Plombieren des Schliesszustandes und ein Blockieren der verschiebbaren Abdeckung möglich.
Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen in Verbindung mit den anliegenden Zeichnungen. Es zeigen:
Fig. 1 teilweise abgebrochen und im Schnitt die Seitenansicht eines Sicherungsschaltgerätes mit dem sichtbaren Plombierhebel in der Schliessposition,
Fig. 2 eine ähnliche Ansicht wie Fig. 1, nur dass der Plombierhebel und das Schiebefenster in die Prüfstellung gebracht sind,
Fig. 3 einen vergrösserten Ausschnitt der wesentlichen, mit dem Plombierhebel zusammenwirkenden Teile entsprechend dem ausgebrochenen Teil der Fig. 1, wobei der Plombierhebel und das Schiebefenster wieder in der Schliessposition stehen,
Fig. 4 eine vergrösserte ähnliche Ansicht wie Fig.
2, und wieder auf die herausgeschnittene Teilansicht konzentriert, wobei der Riegel in der Offenstellung steht und das Sichtfenster verschiebbar ist,
Fig. 5 eine Ansicht wie Fig. 4, wobei jedoch die als Sichtfenster ausgebildete verschiebbare Abdeckung in die Prüfposition verschoben ist,
Fig. 6 eine Ansicht senkrecht auf den Deckel mit den Phasentrennwänden, der Ausnehmung für die darunter befindlichen drei Sicherungseinsätze und der Draufsicht auf den Betätigungs- und Einfädelungsschlitz in der Griffblende und
Fig. 7 eine vergrösserte und abgebrochene Querschnittsansicht durch den Plombierhebel mit Plombierdraht und den parallelen Wandungen des Deckels mit den stummeiförmigen Drehzapfen.
Auf dem allgemein mit 1 bezeichneten Unterteil des in den Fig. en 1 bis 5 teilweise abgebrochen und in der Seitenansicht dargestellten Sicherungsschaltgerätes ist dessen Deckel 2 um seine Drehachse 3 schwenkbar angebracht. Der Deckel 2 hat eine gekrümmte Aussenwand 4 mit einer darin befindlichen Öffnung 5, die von der als Schiebefenster ausgestalteten verschiebbaren Abdeckung 6 verschlossen werden kann. Nach vorn, d. h in den Fig. 1 bis 5 nach links hin, also auf der der Schwenkachse 3 gegenüberliegenden Seite, ist eine Griffblende 7 mit der Aussenwand 4, sozusagen als deren Verlängerung, verbunden. Unter dieser erkennt man den Griff 8 und die Anschlagswand 9 des Deckels 2.
In dem vorderen, d. h. in den Fig 1 bis 5 linken Teil der Aussen-
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wand 4 des Deckels 2 und der angrenzenden Hälfte der Griffblende 7 noch vor der Anschlagswand 9, ist an einer Seite, also nahe der in Fig. 6 gezeigten linken Seitenwand, ein schmaler Raum für einen als Plombierhebel ausgestalteten Plombierteil 10 vorgesehen. Im folgenden wird der Plom- bierteil als Plombierhebel 10 beschrieben In der im folgenden als Schiebefenster bezeichneten verschiebbaren Abdeckung 6, die ebenfalls gekrümmt ist wie die Aussenwand 4 des Deckels 2, ist ein Prüfloch 11 angebracht.
Dieses liegt in der in den Fig. en 1,3 und 4 gezeigten Schliessstellung des Schiebefensters 6 über einem Verriegelungsschieber 12, der in der Draufsicht der Fig. 6 in seiner länglichen Gestalt mit den Haken 13 gezeigt ist und dem Verriegeln der Sicherungseinsätze dient, hier aber nicht näher erläutert ist. Ein Eindringen eines Prüfstiftes in den Raum unter dem Sichtfenster 6 ist jedoch in dieser Schliessposition nicht möglich sondern nur, wenn die in den Fig. en 2 und 5 dargestellte Position des Sichtfensters 6 einen Durchtritt von aussen durch die Öffnung 5 über das Prüfloch 11 an spannungsführende Elemente, zum Beispiel die Grifflasche 14 des Sicherungseinsatzes 15, erlaubt.
In der Griffblende 7 am Deckel 2 gibt es einen in Fig. 6 in der Draufsicht sich quer erstrecken- den und länglich erscheinenden Einfädelungsschlitz 16, der in den anderen Fig. en 1 bis 5 und 7 im Schnitt dargestellt ist. Damit verbunden ist ein Betätigungsschlitz 17, der sich (in der Draufsicht der Fig. 6) parallel zur Seitenwand des Unterteils 1 und auch der seitlichen Wandung des Deckels 2 und parallel zu den strichpunktierten Längsachsen 18 in Fig. 6 erstreckt. Diese Längsachse fallt jeweils mit der des Sicherungseinsatzes 15 zusammen. Das Sicherungsschaltgerät erstreckt sich ebenfalls im wesentlichen in Richtung dieser Längsachse 18, zu welcher quer der Verriegelungs- schieber 12 verläuft.
Die in Fig. 6 erkennbaren Phasentrennwände 19 zwischen den drei für die Sicherungseinsätze vorgesehenen Räumen unter der Öffnung 5 verlaufen ebenfalls parallel zu die- sen Längsachsen 18. Die in Fig. 7 gestrichelt gezeigte Hauptebene 20 des Plombierhebels 10, auf die man bei der Darstellung der Fig. en 1 bis 5 blickt, liegt ebenfalls parallel zu den Längsachsen 18. Deshalb erstreckt sich der Betätigungsschlitz 17 ebenfalls in diese Richtung und damit quer zum Einfädelschlitz 16 für das Einfädeln eines Plombierdrahtes 21 (Fig. 7). Man erkennt an der gekrümmten äusseren Oberfläche der Griffblende 7, dass sich der Betätigungsschlitz 17 über einen Bogenwinkel von etwa 25 - 30 erstreckt, um welchen der Betätigungshebel 22 des Plombierhebels 10 bei dessen Schwenken hin- und herbewegt werden kann.
Der Plombierhebel 10 hat, dem Betätigungshebel 22 diagonal gegenüberliegend, einen Riegel 23. Quer von dieser Linie zwischen dem Betätigungshebel 22 und dem Riegel 23 nach hinten bzw. rechts herausstehend erstreckt sich der Blockiersteg 24, mit dessen freiem Ende 25 das Schiebe- fenster 6 blockiert werden kann, wie zum Beispiel die Positionen der Fig. en 1 und 3 zeigen. Dort steht die vordere Kante 26 des Schiebefensters 6 mit diesem freien Ende 25 des Blockiersteges 24 in Eingriff.
An der Schutzabdeckung oder am Unterteil 1 des Gerätes ist ein als Arretiernase 27 ausgestal- tetes Arretierelement befestigt, mit welchem der Riegel 23 in Arretiereingriff gebracht werden kann.
Dieser Zustand ist in den Fig. en 1 und 3 gezeigt.
Zieht man eine in Fig. 5 gestrichelt eingezeichnete Verbindungslinie 28 vom Riegel 23 zum Be- tätigungshebel 22 des Plombierhebels 10, dann erkennt man eine Kerbe 29 im Betätigungshebel 22 und, von der Kerbe 29 entlang der Linie 28 weiter in Richtung auf den Riegel 23 fortschreitend, im Abstand von der Kerbe 29 ein Plombierloch 30 im Plombierhebel 10 ; und noch weiter zum Riegel 23 hin einen Rastnoppen 31. Ein zu dem Plombierloch 30 im Plombierhebel 10 passendes Loch 32 im Deckel, 33 in der parallelen Wandung 34 und 35 in der Seite der Griffblende 7 gestat- ten den Durchgriff des Plombierdrahtes 21 in der in Fig. 7 gezeigten Weise.
Betrachtet man wieder mit Blick auf die Hauptebene 20 den Plombierhebel 10 nach den Fig.en 1 bis 5, dann erkennt man, dass ungefähr in der Mitte des Plombierhebels 10 eine Lageröffnung 36 angeordnet ist. Mit dieser Lageröffnung 36 stehen zwei L-förmig zueinander angeordnete Schlitze 37,38 in Verbindung. Der erste gerade Schlitz 37 liegt etwa parallel zu der erwähnten Verbin- dungslinie 28, beginnt in der Lageröffnung 36 und endet in einem Abstand vor dem Rastnoppen 31, wobei dieser Abstand etwa gleich dem Abstand zwischen dem Rastnoppen 31 und dem Plom- bierloch 30 oder zwischen dem Plombierloch 30 und der Kerbe 29 im Plombierhebel ist. Der zweite gerade Schlitz 38 erstreckt sich etwa senkrecht zu dem ersten Schlitz 37, und durch diesen L-förmigen Gesamtschlitz 37,38 wird eine Federlasche 39 gebildet.
Diese erstreckt sich parallel zu dem ersten Schlitz 37 und kann federnd belastete Bewegungen senkrecht zur Hauptebene 20 aus-
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führen, d. h. in Blickrichtung der Fig. en 1 bis 5 bzw. entgegengesetzt, während sie in der Hauptebene 20 im wesentlichen steif ist. Durch den zweiten Schlitz 38 wird das freie Ende 40 der Federlasche 39 gebildet, welches gegenüber der Hauptebene 20 des Plombierhebels 10 die grösste Amplitude beim Bewegen der Federlasche 39 erreichen kann.
Im Bereich des inneren Endes des ersten Schlitzes 37, also desjenigen Endes, welches der Lageröffnung 36 gegenüberliegt, beginnt die Federlasche 39 und hat eine Materialverjüngung.
Dieser Beginn der Federlasche 39 ist durch eine gestrichelte Linie 41 angedeutet. Von dieser Linie 41 an bis zum freien Ende 40 hinunter ist der Plombierhebel 10 und damit die Federlasche 39 halb so dick wie das übrige Material des Plombierhebels 10. Wenn dieser 2 mm dick aus Kunststoff besteht, dann ist die Federlasche 39 1 mm dick.
Im Bereich des freien Endes 40 der Federlasche 39 hat diese einen weiteren geschwächten Endbereich, nämlich eine Auflaufschräge 42. Diese ist so angelegt, dass das freie Ende 40 der Federlasche 39 auf der dem Blockiersteg 24 abgewandten Seite dünner ist als auf der dem Steg 34 und damit auch der Lageröffnung 36 zugewandten Ende. Diese Auflaufschräge 42 wirkt bei der Montage des Plombierhebels 10, wenn dieser am Deckel 2 angebracht wird.
Direkt oder indirekt ist an der Deckelwandung 4 ein Paar von stummelartigen Drehzapfen 43, 43' befestigt, im Falle des spritzgegossenen Deckels 2 angeformt. Man erkennt diese stummelformigen Drehzapfen 43,43" in Fig. 7. Der Drehzapfen 43 ist an einer ersten Seitenwandung 44 angeformt, während an der gegenüberliegenden und parallel zu dieser angeordneten Wandung 34 des Deckels 2 der gegenüberliegende Drehzapfen 43" so angeformt ist, dass zwischen ihnen ein Abstand a (Fig. 7) verbleibt, welcher den Durchtritt der Federlasche 39 bzw. der Auflaufschräge 42 gestattet. In der Fig. 7 ist der Schnitt so durch den Plombierhebel 10 genommen, dass man in Richtung des zweiten Schlitzes 38 nach aussen blickt.
In Fig. 7 ist die Achse 45 durch die Drehzapfen 43,43' und damit auch durch die Lageröffnung 36 gezeigt. Diese Achse 45 sieht man in den Fig. en 3 und 5 als Kreuzungspunkt.
Während die zwei Wirkenden 22 und 24, d. h. der Betätigungshebel 22 und der Blockiersteg 24 im wesentlichen in dem flachen, ebenen Teil des Blockierhebels liegen und damit auch in der Hauptebene 20, erstreckt sich der Riegel 23 aus dieser Hauptebene 20 heraus, wie man deutlich in Fig. 7 erkennt. Dort sieht man eine Verbindungsleiste 46, die sich senkrecht aus der Hauptebene 20 heraus erstreckt und die Anbringung des blockierförmigen Teils 47 des Riegels 23 seitlich aus der Hauptebene 20 heraus versetzt gestattet. Dadurch kann die Arretiernase 27, die am Deckel oder wie in der Ausführungsform hier an der Schutzabdeckung befestigt ist, ihre hauptsächliche Ebene ausserhalb der Hauptebene 20 des Plombierhebels 10 haben und doch in Arretiereingriff mit dem Riegel 23, nämlich seinem blockförmigen Teil 47 stehen.
Der eigentliche Arretiereingriff erfolgt über den hakenförmigen Teil, welcher man in den Fig. 1 bis 5 deutlich erkennt und in Fig. 7 oberhalb der gestrichelten Linie 48 verlauft Eine Seitenführung 49 sorgt für eine Halterung der Arretiernase 27 in Querrichtung senkrecht zur Hauptebene 20.
Im Betrieb wird die Position des Plombierhebels 10 die in den Fig. en 1 und 3 sein. Man erkennt, wie der Blockiersteg 24 ein Verschieben des Sichtfensters 6 nach links und nach vorn verhindert, so dass das Prüfloch 11 von dem darunter befindlichen Verriegelungsschieber 12 geschlossen gehalten wird. Gleichzeitig steht der Riegel 23 mit der Arretiernase in Arretiereingriff, so dass ein Herausziehen des Deckels 2 im Uhrzeigersinn um seine Schwenkachse 3 nicht möglich ist. Ausserdem ist der in Fig. 7 gezeigte Plombierdraht 21 durch das Plombierloch 30 im Plombierhebel 10 und die benachbarten Seitenwandungen 34 und 44 des Deckels 2 gesteckt, so dass auch eine Plombierung gegeben ist.
Verschwenkt man nun durch Eingriff eines Schraubendreherendes in die Kerbe 29 des Betätigungshebels 22 den Plombierhebel 10 in Uhrzeigerrichtung um seine Schwenkachse 45 herum in die in Fig. 4 dargestellte Position, dann musste man zuvor den Plombierdraht 21 entfernen. Jetzt ist die Prüfstellung des Plombierhebels 10 erreicht, ohne dass sofort ein Prüfen möglich wäre, denn das Schiebefenster 6 befindet sich noch in der Schliessstellung. Das Fenster 6 kann aber verschoben werden, denn der Blockiersteg 24 befindet sich ausser Eingriff mit der Vorderkante 26 des Fensters 6. Ausserdem könnte der Deckel 2 schwenkartig vom Unterteil 1 abgezogen werden, denn die Arretiernase 27 befindet sich ebenfall ausser Arretiereingriff mit dem Riegel 23.
Schliesslich wird das Schiebefenster 6 in die Prüfstellung geschoben, so dass der in den Fig.en 2 und 5 gezeigte Zustand erreicht ist und man mit Prüfgeräten an die spannungsführenden
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Elemente des Schaltgerätes herankommt.
PATENTANSPRÜCHE:
1. Einrichtung zum Plombieren und gleichzeitigen mechanischen Verriegeln eines Deckels (2) eines Sicherungslastschaltgerätes, insbesondere eines NH-Sicherungslasttrennschal- ters, bei dem im Deckel (2) wenigstens ein Sicherungseinsatz (15) mit Halteelementen (14) so angebracht ist, dass der Deckel (2) und der Sicherungseinsatz (15) gemeinsam vom Geräteunterteil (1) abziehbar sind, wobei ein bewegliches, vom Deckel (2) gehaltertes
Plombierteil (10) mit einem am Geräteunterteil (1) befestigten Arretierelement (27) in Ein- griff bringbar ist und durch ein Plombierloch (30) im Plombierteil (10) und ein in Flucht zu diesem gebrachtes Loch (32,33, 35) im Deckel (2) ein Plombierdraht (21) durchsteckbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass a) in der Aussenwand (4) des Deckels (2) wenigstens eine Öffnung (5) mit einer ver- schiebbaren Abdeckung (6)
mit wenigstens einem Prüfloch (11) vorgesehen ist und b) dass das Plombierteil (10) als wenigstens ein gegenüber dem Deckel (2) schwenkbarer
Plombierhebel (10) ausgestaltet ist, welcher mindestens eines von drei vorstehenden
Wirkenden (22, 23, 24) hat.
1) einen Betätigungshebel (22) mit dem Plombierloch (30),
2) einen Riegel (23), der mit dem als Arretiernase (27) ausgestalteten Arretierele- ment (27) in Arretiereingriff bringbar ist;
3) einen Blockiersteg (24), der mit einem Ende (26) der verschiebbaren Abdek- kung (6) in Blockiereingriff bringbar ist.