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Die Erfindung betrifft ein Möbelscharnier mit einem verstellbar am Korpus eines Möbelstücks befestigbaren Korpus-Anschlagteil, der über einen Gelenkmechanismus verschwenkbar mit einem Tür-Anschlagteil gekoppelt ist, welcher als Scharniertopf aus Metall ausgebildet ist, dessen eigentlicher Topfteil versenkt in einer Aussparung im Türflügel montierbar ist und einen auf der Innenseite des Türflügels aufliegenden, vom Rand des Topfteils vortretenden Befestigungsflansch aufweist, von dessen Unterseite wenigstens ein, vorzugsweise zwei mit einer Anzahl von umlaufenden, im Querschnitt zugespitzten Verankerungsrippen versehene Befestigungszapfen vortreten, welche in zugeordneten gesonderten Befestigungsbohrungen im Türflügel montierbar sind, wobei der bzw.
die Befestigungszapfen in an sich bekannter Weise durch jeweils eine einschraubbare Befestigungsschraube nach Art eines Spreizdübels im Durchmesser vergrösserbar ausgebildet und mittels der zunächst nur teilweise eingeschraubten Befestigungsschraube am Befestigungsflansch vormontiert ist bzw. sind.
Die als versenkt in eine Aussparung in der Türflügel-Rückseite montierbare Scharniertöpfe ausgebildeten Tür-Anschlagteile von Möbelscharnieren waren ursprünglich aus Kunststoff hergestellt. Dabei wurden diese Scharniertöpfe in der Regel als Einsetztöpfe ausgebildet, die im Bereich des in die Türflügel-Aussparung einzupressenden oder einzuschlagenden eigentlichen Topfteils mit Übermass gegenüber der Aussparung bemessen waren, wobei auf der Topfteil-Aussenfläche ausgebildete umlaufende Verankerungsrippen mit sägezahnförmigem Querschnitt einen sicheren Sitz gewährleisten sollten. Zusätzlich wurden diese Kunststoff-Scharniertöpfe häufig noch mit dem Türflügel verschraubt, so dass die Halterung des Scharniertopfs im Türflügel auch bei einem Schwinden des Holzmaterials des Türflügels noch gewährleistet war.
Bei den sich dann in jüngerer Zeit zunehmend durchsetzenden Scharniertöpfen aus Metall, welche keine hinreichende Eigenelastizität für eine sichere Presspassung in eine Aussparung in hölzernen Türflügeln aufweisen, wurde der Topfteil dann in seinem der Wandung der Aussparung zugewandten Bereich mit Formstücken aus Kunststoff belegt. Darüber hinaus wurden die metallischen Scharniere auch mit einem auf der Innenseite des Türflügels aufliegenden, den eigentlichen Topfteil überragenden Befestigungsflansch versehen, in welchen wenigstens eine, vorzugsweise zwei Bohrung(en) vorgesehen waren, durch welche hindurch die Gewindeschäfte von Befestigungsschrauben in Bohrungen in der Türflügel-Rückseite direkt oder in dübelartige Kunststoff-Befestigungszapfen eingeschraubt werden konnten, welche in entsprechenden Befestigungsbohrungen im Türflügel einpressbar sind.
Aus der DE 31 26 614 A1 ist ein spreizbarer Befestigungszapfen bekannt, der an seinem dem Befestigungsflansch zugewandten Ende einen starren Distanzring aufweist. An der Verbundstelle zwischen dem Distanzring und dem eigentlichen Befestigungszapfen befindet sich ein Sollbruchring, welcher beim erstmaligen Befestigen des Scharniertopfs am zugehörigen Türflügel zerbricht und damit den Distanzring vom Befestigungszapfen löst. Beim Abschrauben des Scharniers verbleibt der Befestigungszapfen in der zugehörigen Befestigungsbohrung im Türflügel.
Bei herausgedrehter Schraube besteht jedoch die Gefahr, dass sich der Befestigungszapfen aus der Befestigungsbohrung herauslöst und verlorengeht, oder zumindest so weit herauswandert, dass bei anschliessender Wiedermontage des Scharniers der Befestigungsflansch nicht mehr zur Anlage an die Türflügel-Innenseite kommt
Die DE 37 17 376 A1 beschreibt einen spreizbaren Befestigungsdübel, der mit seinem Oberteil in einen Schlitz in einem Befestigungsflansch einklippbar ist. Der Oberteil ist mit dem eigentlichen Befestigungszapfen über einen Schwächungsabschnitt verbunden. Bei gelöster Befestigungs- schraube ist der Spreizdübel entlang des Schlitzes verschiebbar ; Wiederanziehen der Schrau- be verformt den Oberteil derart, dass der Befestigungsdübel in der gewählten Stellung festgelegt ist. Ein derartiger Befestigungsdübel ist empfindlich.
Beim Einschrauben kann der Oberteil vom Befestigungszapfen getrennt werden. Der Befestigungsdübel ist dann nicht mehr nach einer Demontage des Scharniers als Ganzes aus der Befestigungsbohrung entnehmbar. Auch kann bei Einwirkung von bereits kleinen Scher- oder Zugkräften - beispielsweise bei unsachgemässer Handhabung oder beim Transport - der Oberteil vom Befestigungszapfen getrennt werden. Der Befestigungsdu bel muss dann gegen einen neuen ausgetauscht werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Möbelscharnier mit metallischem Scharnierkopf anzugeben, dessen Befestigungsflansch über Befestigungszapfen derart mit einem Türflügel verschraubbar ist, dass bei der Montage des Möbelscharniers eine sichere Auflage des Befestigungsflanschs auf dem Türflügel gesichert ist, und dass nach einer Demontage der Befestigungs-
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zapfen ohne Probleme aus der Befestigungsbohrung entnehmbar und wiederverwendbar ist.
Ausgehend von einem Möbelschamier der eingangs erwähnten Art wird diese Aufgabe erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass zwischen der befestigungsflanschseitigen Stirnfläche der Befestigungszapfen und der dieser zugewandten Unterseite des Befestigungsflanschs jeweils wenigstens ein Abstandselement angeordnet ist, weiches bzw. welche den Befestigungszapfen in vormontiertem Zustand mit Abstand von der Befestigungsflansch-Unterseite halten, beim Anziehen der Befestigungsschraube jedoch derart verformbar ist bzw. sind, dass der Befestigungsflansch zumindest in seinem Randbereich bis in Anlage an die Türflügel-Innenseite spannbar ist.
Durch die Abstandselemente kann sichergestellt werden, dass in jedem Falle auch noch ein hinreichender Anzug zur Verfügung steht, um den Befestigungsflansch in Anlage an die Türflügel-Innenseite heranzuziehen, wenn dies bei der Vormontage nicht mit der nötigen Sorgfalt geschehen ist.
Die über die zugespitzten umlaufenden Kanten der Verankerungsrippen der Befestigungszapfen gemessenen Durchmesser vergrössern sich zweckmässig von der am freien Ende des Befestigungszapfens vorgesehenen Verankerungsrippe aus in Richtung zur befestigungsflanschseitig letzten Verankerungsrippe, wobei die befestigungsflanschseitig letzte Verankerungsrippe einen im wesentlichen dem Soll-Durchmesser der zugehörigen Befestigungsbohrung im Türflügel entsprechenden Durchmesser hat. Dadurch ist es möglich, die Befestigungsschraube bei der Vormontage der Befestigungszapfen bereits soweit in die Befestigungszapfen einzuschrauben, dass die Befestigungszapfen mit hinreichender Festigkeit in der Vormontage-Stellung gehalten werden.
Eine geringfügige Aufspreizung des freien Endes der Befestigungszapfen behindert dann das Einführen in die Befestigungsbohrungen im Türflügel noch nicht, weil dies ja durch entsprechende Verringerung der Durchmesser der Verankerungsrippen ausgeglichen wird.
Der bzw. die Befestigungszapfen sind zweckmässig jeweils als integraler Kunststoff-Spritzgussteil aus dem eigentlichen, in die Befestigungsbohrung des Türflügels einzusetzenden Zapfenteil und einer am befestigungsflanschseitigen Ende des Zapfenteils angesetzten vergrösserten Abstützplatte ausgebildet. Das bzw. die - gegebenenfalls vorgesehene(n) - Abstandselement(e) kann bzw. können dann jeweils von wenigstens einem, integral im Randbereich der Abstützplatte angespritzten, über die Anlagefläche an der Unterseite des Befestigungsflanschs in Richtung zum Befestigungsflansch vorstehenden, elastisch zurückverformbaren Federarmabschnitt gebildet werden.
Bei der Demontage eines Scharniertopfs werden diese Federarmabschnitte dann in dem Sinne wirksam, dass sie den Befestigungsflansch des Schamiertopfs vom Befestigungszapfen abdrücken, wobei jedoch im Bereich der elastischen Verformung der Federarmabschnitte die Befestigungszapfen noch in der bestimmungsgemässen Montagestellung ausgerichtet zum Befestigungsflansch gehalten werden.
Bei einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist im Befestigungszapfen eine offen in der Abstützplatte mündende und sich zumindest über einen Teil der Länge des Zapfenteils in diesen hinein erstreckende Aufnahmebohrung für die Befestigungsschraube vorgesehen, deren Durchmesser sich zumindest in ihrem befestigungsflanschabgewandten Endbereich verringert, wobei der unmittelbar an den Kopf anschliessende Abschnitt des Schafts der Befestigungsschraube kann dann als im wesentlichen zylindrischer gewindeloser Schaftteil ausgebildet werden, dessen Durchmesser vorzugsweise so gewählt ist, dass er mit leichter Presspassung in der zugeordneten Bohrung im Befestigungsflansch des Scharniertopfs gehalten ist, wobei die Aufnahmebohrung im Befestigungszapfen im befestigungsflanschseitigen Endbereich einen Durchmesser hat,
der im wesentlichen dem Durchmesser des gewindelosen Schaftabschnitts der Befestigungsschraube entspricht. Die Befestigungszapfen werden bei dieser Ausgestaltung also nicht nur durch die gegen die Innenfläche des Befestigungsflanschs des Scharniertopfs gespannten Abstandselemente oder Federarmabschnitte, sondern darüber hinaus auch durch die mit Presspassung in der jeweiligen Bohrung im Befestigungsflansch gehaltene und etwas in die Aufnahmebohrung des Befestigungszapfens eingeschraubte Befestigungsschraube gehalten.
Die Erfindung ist in der folgenden Beschreibung zweier Ausführungsbeispiele in Verbindung mit der Zeichnung näher erläutert, und zwar zeigt:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Viergelenk-Möbelschamiers mit einem Scharnier- topf, der in der erfindungsgemässen Weise mit zwei an seinem Befestigungsflansch vorgesehenen Befestigungszapfen versehen ist, von denen in der Zeichnung nur der in Blickrichtung vordere Befestigungszapfen schematisch dargestellt ist, wobei die ihn
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am Befestigungsflansch haltende Befestigungsschraube in herausgeschraubtem Zu- stand oberhalb des Befestigungsflanschs dargestellt ist ;
Fig. 2 eine Schnittansicht durch den Befestigungsflansch des Scharniertopfs, gesehen in
Richtung der Pfeile 2-2 in Figur 1, welche den Befestigungszapfen in der am Befesti- gungsflansch vormontierten Stellung beim Einführen in die zugehörige Befestigungs- bohrung im Türflügel veranschaulicht;
Fig. 3 eine der Figur 2 entsprechende Ansicht, in welcher der Befestigungszapfen nach der
Montage des Scharniertopfs gezeigt ist;
Fig. 4 eine Seitenansicht des Befestigungszapfens in der in den Figuren 2 und 3 gezeigten
Ausgestaltung;
Fig. 5 eine Ansicht des Befestigungszapfens, gesehen in Richtung des Pfeils 5 in Figur 4;
Fig. 6 eine Seitenansicht eines abgewandelten Befestigungszapfens ;
Fig. 7 eine Ansicht des Befestigungszapfens, gesehen in Richtung des Pfeils 7 in Figur 6;
Fig. 8 eine Seitenansicht eines zum Aufspreizen des in den Figuren 6 und 7 gezeigten
Befestigungszapfens dienenden Spreizkörpers ; undFig. 9 eine Ansicht des Spreizkörpers, gesehen in Richtung des Pfeils 9 in Figur 8.
Das in der Figur 1 gezeigte, in seiner Gesamtheit mit 10 bezeichnete Scharnier ist ein sogenanntes Viergelenkscharnier, welches in der Öffnungsstellung dargestellt ist.
Das Scharnier 10 setzt sich aus einem auf einer (nicht gezeigten) an der Tragwand eines Schrankkorpus vormontierten Montageplatte einstellbar befestigbaren Tragarm 12 mit umgekehrt
U-förmigem Querschnitt und einem in einer Aussparung der Rückseite eines Türflügels versenkt befestigbaren Einstecktopf 16 zusammen, welche durch zwei nach Art eines Viergelenks jeweils an ihren Enden verschwenkbar am Tragarm 12 bzw. im Einstecktopf 14 angelenkte Scharnierlenker von denen in der Zeichnung nur der obere Scharnierlenker 16 sichtbar ist - derart miteinander gekoppelt sind, dass der Einstecktopf 14 - und somit ein an ihm befestigter Türflügel - von der in
Figur 1 gezeigten Öffnungsstellung in eine Schliessstellung verschwenkbar ist.
Der im gezeigten Fall im Stanz-Press-Verfahren aus Metallblech hergestellte Scharniertopf 14 weist am oberen Rand seines eigentlichen, in einer Aussparung des Türflügels zu montierenden Topfteils 18 einen den Topfteil seitlich überragenden und in der bestimmungsgemässen Befestigungsstellung neben der Aussparung auf der Innenseite des Türflügels aufliegenden Befestigungsflansch 20 auf, welcher entlang seiner ihn begrenzenden Ränder in einen schmalen, zum Türflügel umgebogenen Randstreifen 20a ausläuft, welcher bei montiertem Scharniertopf 14 einen niedrigen Zwischenraum 22 zwischen der Innenseite 24 des Türflügels 26 und der dieser zugewandten Unterseite des Befestigungsflanschs 20 einschliesst (Fig. 2 und 3).
In den seitlich gegenüberliegenden, über den eigentlichen Topfteil 18 vortretenden Bereichen ist der Befestigungsflansch 20 des Scharniertopfs 14 mit jeweils einer angesenkten Befestigungsbohrung 28 versehen, durch welche der Schaft 30a einer Befestigungsschraube 30 hindurch in jeweils einen - in den Figuren 4 und 5 gesondert dargestellten - Befestigungszapfen 32 einschraubbar ist. In Figur 1 ist nur der in Blickrichtung vordere Befestigungszapfen 32 gezeigt, wobei die zugehörige Befestigungsschraube 30 in noch nicht eingeschraubtem Zustand mit Abstand oberhalb des Befestigungsflansches 20 dargestellt ist.
Der Kopf 30b der Befestigungsschraube 30 ist im dargestellten Fall als komplementär zur angesenkten Befestigungsbohrung 28 geformter Senkkopf ausgebildet, der also im montierten Endzustand des Scharniertopfs 14 (Fig. 3) vollständig innerhalb der angesenkten Befestigungsbohrung 28 liegt.
Die Befestigungszapfen 32 sind aus Kunststoff im Spritzgussverfahren hergestellt und nach Art eines Spreizdübels durch Einschrauben der Befestigungsschraube 30 im Durchmesser vergrösserbar ausgebildet, wobei sie in der in Figur 2 veranschaulichten Weise am Befestigungsflansch 20 vormontiert und in dieser vormontierten Stellung dann bei der Montage des Scharniertopfs 14 am Türflügel 26 in jeweils zugeordnete gesonderte Befestigungsbohrungen 34 eingeführt werden, welche neben der Aussparung für den eigentlichen Topfteil 18 des Scharniertopfs in die TürflügelInnenseite 24 eingebohrt sind.
Bei dem in den Figuren 2 bis 5 dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Befestigungszapfen 32 in ihrem befestigungsflanschabgewandten vorderen Endbereich mit - im dargestellten Fall vier - umlaufenden Verankerungsrippen 36a bis 36d versehen, welche einen dreieckigen Querschnitt aufweisen und deren Einsetzrichtung des Befestigungszapfens 32 in
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die Befestigungsbohrung 34 weisenden Flanken eine Neigung haben, bei welcher die sie erzeugende Kathete des Dreieck-Querschnitts mit der Längsmittelachse des Befestigungszapfens einen relativ spitzen Winkel einschliesst.
Die Befestigungszapfen 32 weisen eine befestigungsflanschseitig in einer Ansenkung 38a mündende Aufnahmebohrung 38 für den Schaft 30a der Befestigungsschraube 30 auf, welche in ihrem an die Ansenkung 38a anschliessenden Bereich als zylindrischer Abschnitt 38b ausgestaltet ist, dessen Durchmesser etwa gleich dem Durchmesser eines direkt an den Kopf 30b der Befestigungsschraube 30 anschliessenden, nicht mit Gewinde versehenen Schaftabschnitts 30c des Schafts 30a der Befestigungsschraube 30 ist.
Der zylindrische Abschnitt 38b der Aufnahmebohrung 38 erstreckt sich nur etwa über die halbe Höhe des Befestigungszapfens 32 und mündet dann in einem Längsschlitz 40, der vom freien, d.h. befestigungsflanschabgewandten Ende her in den Zapfenteil 32a des Befestigungszapfens 32 über einen Teil der Länge des Zapfenteils geführt ist und den Befestigungszapfen in zwei Abschnitte unterteilt. Am befestigungsflanschseitigen Ende des Zapfenteils 32a ist eine Abstützplatte 32b angespritzt, welche den Durchmesser der Verankerungsrippen 36a bis 36d überragt.
An gegenüberliegenden Seiten dieser Abstützplatte sind schräg rückwärts zum Befestigungsflansch 20 weisende, elastisch verformbare Federarmabschnitte 42 angespritzt, die sich bei der Montage des Befestigungszapfens 32 am Befestigungsflansch 20 an der Unterseite des Befestigungsflansch anlegen und den eigentlichen Zapfenteil 32a zunächst mit Abstand von der Unterseite des Befestigungsflanschs halten. Bei der Vormontage des Befestigungszapfens 32 am Befestigungsflansch 20 wird die Befestigungsschraube 30 durch die Befestigungsbohrung 28 im Befestigungsflansch hindurchgeschraubt, bis der gewindelose Schaftabschnitt 30c in den am Boden der Ansenkung 30b gebildeten engsten Querschnitt eintritt und dort mit leichter Presspassung gehalten ist.
Gleichzeitig ist das mit Gewinde versehene Vorderende des Schafts 30a im Übergangsbereich zwischen dem zylindrischen Abschnitt 38b der Aufnahmebohrung 38 und dem Längsschlitz 40 eingetreten und hat die beiden durch den Längsschlitz 40 gebildeten Zapfenteile durch das Einschrauben der ersten Gewindegänge leicht aufgeweitet. Dadurch ist der Befestigungszapfen 32 in der in Figur 2 veranschaulichten Weise am Befestigungsflansch 20 vormontiert.
Die Durchmesser der Verankerungsrippen 36a bis 36b sind - im ungespreizten Zustand des Zapfenteils 32a - in dem Sinne gestuft, dass die in Einschubrichtung vorderste Verankerungsrippe 36a einen etwas kleineren Durchmesser als die folgende Verankerungsrippe 36b und diese wiederum einen geringeren Durchmesser als die Verankerungsrippe 36c hat, welche schliesslich wiederum einen etwas kleineren Durchmesser als die Verankerungsrippe 36d hat. Damit soll sichergestellt werden, dass der Befestigungszapfen 32 auch in dem bei der Vormontage leicht aufgespreizten Zustand des Zapfenteils 32a noch in die zugehörige Befestigungsbohrung 34 einführbar ist.
In Figur 3 ist der montierte Zustand des Scharniertopfs am bzw. im Türflügel 26 veranschaulicht. Die Befestigungsschraube 30 ist vollständig in den Befestigungszapfen 32 eingeschraubt, der sich von seinem freien Ende her aufgespreizt hat, wobei die Verankerungsrippen 36a bis 36d sich in die Umfangswandung der Befestigungsbohrung 34 eingedrückt haben. Der völlig in die Ansenkung der Befestigungsbohrung 28 eingedrehte Kopf 30b der Befestigungsschraube 30 hat den Befestigungsflansch unter elastischer Verformung der Federarmabschnitte 42 bis in Anlage an die Innenseite 24 des Türflügels 26 gespannt. Durch Wahl einer verhältnismässig grossen Steigung des Gewindes des Gewindeschafts 30a der Befestigungsschraube 30 kann dieser Spannvorgang mit nur wenigen Umdrehungen eines Schraubwerkzeugs durchgeführt werden.
In den Figuren 6 und 7 ist ein gegenüber dem Befestigungszapfen 32 abgewandelter Befestigungszapfen 132 gezeigt, der nicht durch eine Befestigungsschraube 30 direkt, sondern durch einen gesonderten, in den Figuren 8 und 9 dargestellten Spreizkörper 144 aufspreizbar ist, in welchen eine Befestigungsschraube einschraubbar ist.
Zur Vermeidung von Wiederholungen werden nachstehend nur die gegenüber dem Befestigungszapfen 32 getroffenen Abwandlungen des Befestigungszapfens 132 beschrieben, während es für die übereinstimmende Ausgestaltung genügt, auf die vorausgehende Beschreibung zu verweisen, zumal funktional gleichen Teilen der Befestigungszapfen 32 bzw. 132 in den zugehörigen Zeichnungen jeweils gleiche Bezugszeichen zugeordnet sind, in denen im Fall des Befestigungszapfens 132 lediglich eine "1"vorangestellt ist.
Die Aufnahmebohrung 138 setzt sich beim Befestigungszapfen 132 aus der der Ansenkung
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38a entsprechenden Ansenkung 138a und einem sich hieran anschliessenden, sich in Richtung zum freien Ende des Zapfenteils 132a konisch erweiternden und den Zapfenteil vollständig durchsetzenden Abschnitt 138b zusammen. In den konischen Abschnitt 138b ist der in den Figuren 8 und 9 gezeigte, komplementär konische Spreizkörper 144 eingesetzt.
Der - vorzugsweise ebenfalls aus Kunststoff gespritzte, aber auch im Druckgussverfahren aus Metall, z.B. aus Zink-Druckguss (Zamak) herstellbare - Spreizkörper 144 wird von einer Längsbohrung 146 durchsetzt, deren Durchmesser etwas geringer als der Durchmesser des Gewindeschafts einer in ihn eingeschraubten Befestigungsschraube 30 ist, so dass sich die Gewindegänge des Schaftabschnitts 30a der Befestigungsschraube 30 selbst ein Gegengewinde in der Bohrung 146 schneiden.
Bei der Vormontage wird wieder entsprechend der Vormontage des Befestigungszapfens 32 verfahren, d.h. der Befestigungszapfen 132 wird an der Unterseite des Befestigungsflanschs 32 vormontiert, indem die Befestigungsschraube 30 durch die angesenkte Befestigungsöffnung 28 hindurchgesteckt und in die Bohrung 146 des in den konischen Abschnitt 138b des Zapfenteils 132a eingesetzten Spreizkörpers 144 eingeschraubt wird, wobei das Eindrehen der Befestigungsschraube nur soweit erfolgt, dass die freien Enden der Federarmabschnitte 142 gerade in Anlage an der Unterseite des Befestigungsflanschs gehalten werden.
Um beim Eindrehen der Befestigungsschraube 30 ein Mitdrehen des kegelstumpfförmigen oder konischen Spreizkörpers 144 im Abschnitt 138 zu verhindern, sind an diametral gegenüberliegenden Positionen von der Kegelstumpffläche des Spreizkörpers 144 vortretende Vorsprünge 148 vorgesehen, deren Breite gerade entsprechend der Breite des Längsschlitzes 140 bemessen ist. Die in den Längsschlitz eingreifenden Vorsprünge 148 verhindern ein Mitdrehen des Spreizkörpers 144 beim Anziehen der Befestigungsschraube 30 mit Sicherheit.
Die Vorsprünge 148 sind an ihrem befestigungsflanschseitigen Vorderende beidseitig mit Abschrägungen 148a versehen, welche bei der Montage des Spreizkörpers 144 im Abschnitt 138b die verengte Mündung 140a des Längsschlitzes 140 aufspreizen. Sobald die Vorsprünge 148 dann in den eigentlichen Längsschlitz 140 geschoben sind, verengt sich die Mündung 140a wieder und der Spreizkörper 144 ist gegen versehentlichen Verlust gesichert im Zapfenteil 132a gehalten.
Bezüglich der Ausgestaltung der Verankerungsrippen 36a bis 36d bzw. 136a bis 136e ist noch nachzutragen, dass die rückwärts, d. h. zum Befestigungsflansch gewandte, Flanke dieser Verankerungsrippe nicht radial, sondern gegensinnig zur nach vorn weisenden Flanke schräg geneigt verläuft, und zwar um ein solches Mass, dass auch in gespreiztem Zustand noch eine gewisse Schräge verbleibt und somit bei herausgedrehter Befestigungsschraube 30 und Ausübung einer den Scharniertopf 14 in Ausziehrichtung beanspruchenden Kraft zwischen den schrägen Flanken der Verankerungsrippen und der Wandung der Bohrung jeweils eine Kraftkomponente entsteht, welche den gespreizten Befestigungszapfen wieder in die ungespreizte Ausgangsstellung zurückzudrängen sucht.
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