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Die vorliegende Erfindung betrifft beschichtete, abriebbeständige Pressplatten, die zur Herstel- lung eines abriebbeständigen dekorativen Schichtstoffs verwendet werden, das Beschichten von Pressplatten und die Herstellung eines Schichtstoffs aus diesen Pressplatten.
Bei der Herstellung eines dekorativen Schichtstoffs werden Lagen aus harzimprägniertem Papier unter Temperatur- und Druckbedingungen gegen Pressplatten gepresst, um das Harz zu härten und die Lagen zu verbinden. Eine Hochglanzpressplatte verleiht dem Schichtstoff eine Hochglanzoberfläche. Eine strukturierte Oberfläche verleiht dem Schichtstoff eine strukturierte Oberfläche. Diese Pressplatten sind extrem gleichförmig, wobei sogar mikroskopische Unstetig- keiten auf ein Minimum verringert sind. Die Qualität einer hochglanzpolierten Pressplatte kann durch Betrachten reflektierter Bilder auf ihrer Oberfläche und eingehende Untersuchung der reflektierten Bilder auf optische Diskrepanzen bestimmt werden.
Körner auf der Schichtstoffober- fläche verursachen Mikrokratzer in rostfreien Stahlplatten, die für gewöhnlich in der Herstellung eines dekorativen Schichtstoffs verwendet werden, wodurch die Feinstbearbeitung der Pressplatte zerstört wird. Pressplatten können auch durch Pressplattenbearbeitungsgegenstände und durch Teilchen von der Pressmaschine oder den Materialien, die zur Herstellung des Schichtstoffs dienen, zerkratzt werden (Laurence U. S. Patent 5.244.375).
Ein melaminharzbeschichteter dekorativer Schichtstoff wird bei Temperaturen von etwas 110-155 C (230-310 F) und Drücken von etwa 20-136 bar (300-2000 psi) und vorzugsweise etwa 51-102 bar (750-1500 psi) gepresst. Die Erwärmung auf diese Temperaturen und das Abkühlen auf Raumtemperatur führt zu einem wesentlichen Ausdehnen und Zusammenziehen des Schichtstoffs und der Pressplatte. Das Ausdehnen und Zusammenziehen des Schichtstoffs und der Pressplatte ist nicht dasselbe, wodurch es zu einer Bewegung von Körnern an der Pressfläche des Schichtstoffs über die Pressplatte kommt.
In National Electrical Manufacturers Association (NEMA) Standards Publication Nr. LD3 ist angegeben, dass ein Schichtstoff mit Glanzoberfläche einen Glanz von 70-100+ aufweist. Ein Schichtstoff mit einer strukturierten Hochglanzoberfläche ist mit einem Glanz von 21-40 beschrie- ben. Schwarzglas mit einem Glanz von 94"1 Grad, gemessen in einem Winkel von 60 Grad, ist als NEMA Standard 3. 13.2 zum Kalibrieren eines Glanzmessers für Glanzmessungen in einem Winkel von 60 Grad offenbart.
Selbst Unstetigkeiten in Hochglanzpressplatten, die nur mit einem Mikroskop erkennbar sind, können einer Hochglanzschichtstoffoberfläche sichtbare Oberflächenmängel verleihen. Jedes Zer- kratzen von Hochglanzpressplatten verleiht den Hochglanzoberflächen eines Schichtstoffs sichtbare Oberflächenmängel und verringert den Glanzwert.
Körner auf der dekorativen Oberfläche eines Schichtstoffs verleihen Abriebbeständigkeit, ein im Handel erwünschtes Merkmal eines Schichtstoffs. Aluminiumoxidteilchen werden im allgemei- nen als Körner bei der Herstellung eines dekorativen Schichtstoffs verwendet. Die Vickers-Härte von Aluminiumoxid ist in "Tribology: Friction and Wear of Engineering Materials", IM. Hutchings, CRC Press, 1992, mit 1800 bis 2000 angegeben. Ein zweckdienlicher Bereich der Teilchengrösse beträgt etwa 10 bis etwa 75 Mikron. Es werden Körner von etwa 25-60 Mikron bevorzugt. Eine optimale Abriebbeständigkeit wird in dem Teilchengrössenbereich von etwa 40 bis 60 Mikron erhalten (Lane et al., U. S. Patent 3.798.111).
Aluminiumoxid mit einer maximalen Teilchengrösse von 9 Mikron ist als effektiv beschrieben, einem glänzenden dekorativen Schichtstoff eine abriebbeständige Oberfläche zu verleihen. Die Abriebbeständigkeit ist als die Beständigkeit eines glänzenden Schichtstoffs definiert, Glanz zu verlieren, wenn die Oberfläche des Schichtstoffs der abreibenden Wirkung gleitender Objekte ausgesetzt wird. Es wird anerkannt, dass der erhaltene Schichtstoff die NEMA LD 3. 01 Anforde- rungen nicht erfüllt, um als abriebbeständig zu gelten. Es wird jedoch offenbart, dass glänzende Pressplatten nicht wesentlich zerkratzt werden, wenn die Teilchengrösse der Körner bei weniger als 9 Mikron gehalten wird (Lex et al., U. S. Patent 4.971.855).
Die Verwendung einer Pressplatte aus 410 rostfreiem Stahl, die durch Nitrieren gehärtet wird, ist zur Herstellung eines dekorativen Hochglanzschichtstoffes offenbart. Nach dem Pressen von
100 Schichten Hochglanzschichtstoff mit 6 Mikron und 15 Mikron grossen Körnern blieb der Glanz des Schichtpressstoffes gut bis sehr gut. Die nitrierte Pressplatte, die den 6 Mikron grossen Körnern ausgesetzt wurde, wurde nach 234 Zyklen genau kontrolliert und erzeugte für zumindest weitere
103 Zyklen eine annehmbare Schichtstoffqualität. Nitrierte Pressplatten, die 30 Mikron grossen
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Körnern ausgesetzt wurden, zeigten eine begrenzte Haltbarkeit.
Es ist offenbart, dass die Press- platte aus 410 rostfreiem Stahl, die zum Nitrieren verwendet wurde, eine Rockwell "C"-Skalenhärte von 38-45 hatte und dass die nitrierte Oberfläche eine Rockwell "C"-Skalenhärte von 60-70 aufwies.
Die entsprechende Vickers-Härte von 410 rostfreiem Stahl beträgt etwa 370-440, ausgehend von einer Umrechnungstabelle, die in "Metals Handbook, Mechanical Testing", Band 8, 9. Ausgabe, ASM, 1985, veröffentlicht ist. Die entsprechende Vickers-Härte von nitriertem 410 rostfreiem Stahl beträgt etwa 500-1000, ausgehend von einer Umrechnungstabelle, die in "Metals Handbook, Mechanical Testing", Band 8,9. Ausgabe, ASM, 1985, veröffentlicht ist (Laurence, U. S. Patent 5. 244.375).
Ein Schichtstoff mit einer durchschnittlichen Aluminiumoxidteilchengrösse von 35 Mikron an seiner Oberfläche (PGA 822 Beschichtung, im Handel von Mead Company erhältlich) wurde mit Hochglanzpressplatten gepresst, die mit Titannitrid beschichtet waren. Nach zehn Pressungen wiesen die titannitridbeschichteten Pressplatten etwa 15 Kratzer pro Quadratzentimeter auf. Eine Kontrollpressplatte aus 410 rostfreiem Stahl hatte etwa 500 Kratzer pro Quadratzentimeter. Die Vickers-Härte von Titannitrid ist in "Tribology: Friction and Wear of Engineering Materials", 1.M.
Hutchings, CRC Press, 1992, mit 1200 bis 2000 angegeben.
Die Kontrollpressplatte und die Pressplatte, auf welche das Titannitrid aufgetragen wurde, wurden aus derselben Pressplatte aus rostfreiem Stahl ausgeschnitten. Die Kratzer waren unter einem Lichtmikroskop bei 40X-Vergrösserung sichtbar. Titannitrid wurde in einem Magnetron- Zerstäubungsbeschichtungssystem auf die Hochglanzpressplatten aus 410 rostfreiem Stahl aufgetragen. Die Verwendung eines Magnetron-Zerstäubungsbeschichtungssystems zum Auf- tragen einer Titannitridbeschichtung ist in "Multi-Cathode Unbalanced Magnetron Sputtering Systems", Sproul, Surface and Coating Technology, 49 (1991), offenbart. Die Verwendung eines Magnetron-Zerstäubungsbeschichtungssystems zur Reinigung der zu beschichtenden Oberfläche ist in "A New Sputter Cleaning System For Metallic Substrates", Schiller et al., Thin Solid Films, 33 (1976) offenbart.
Zusätzlich unterschied sich die Farbe des Schichtstoffs, der mit der titannitridbeschichteten Pressplatte gepresst wurde, von der Farbe des Schichtstoffs, der mit der Kontrollpressplatte gepresst wurde. Ein ASTM D 2244 Farbunterschied im Vergleich zu einem Standard von weniger als ("0,5))E wird als annehmbare Farbübereinstimmung mit dem Standard angesehen. Ein ASTM D 2244 Farbunterschied zwischen einem Standard und dem Schichtstoff, der mit der titan- nitridbeschichteten Pressplatte gepresst wurde, war grösser als (0,5))E. Die titannitridbeschichtete Pressplatte und der daraus gepresste Schichtstoff wiesen ein bronzefarbenes Aussehen auf. Die Kontrollpressplatte und der daraus gepresste Schichtstoff hatten kein bronzefarbenes Aussehen.
Ein Schichtstoff, der mit der Kontrollpressplatte gepresst wurde, hatte einen ASTM D 2244 Farbunterschied im Vergleich zu einem Standard von weniger als (0,5))E.
Schneidwerkzeuge auf Eisenbasis wurden mit 2-6 Mikron Titandiborid zerstäubungsbe- schichtet. Die Zerstäubung wird in einem Argon- oder Krypton-Ionenstrahl ausgeführt, der auf
1300-1800 Volt als Breitstrahlionenquelle beschleunigt wird. Ein Titandiboridtarget wird als
Kathode angeordnet. Das Werkzeug wird auf etwa 200 C (392 F) erwärmt. Die Zerstäubung erfolgt unter einem Vakuum von etwa 4-6 Millitorr. Titandiborid hat einen extrem hohen Vickers- Mikrohärtewert, für gewöhnlich von etwa 3600, der nicht nur deutlich höher als bei anderen Boriden ist, sondern auch als wesentlich höher als bei anderen Carbiden oder Nitriden ist.
Titandiborid ist auch wegen seiner hohen Dichte, z.B. 88% theoretische Dichte, eines geringen elektrischen Wider- stands von 30 Mikro-Ohm-Zentimeter, einer hohen Festigkeit von etwa 2720 bar (40000 psi), und eines Wärmeausdehnungskoeffizienten, der etwa 8,1 x 10-6 bei einem Temperaturbereich von 20E-800EC (68-1472EF) beträgt, beachtenswert. (Moskowitz et al., U. S. Patent Nr. 4.820.392)
Kontrollbedingungen zur Zerstäubungsbeschichtung sind in Influence of Apparatus Geometrv and Deposition Conditions on the Structure and Topographv of Thick Sputtered Coatings, Thornton, Journal of Vacuum Science Technology, Band 11, Nummer 4, (Juli/August 1974), und
Sputtering, Thornton et al., Metals Handbook, 9. Ausgabe, American Society for Metals, Metals
Park, Ohio, 44073, Band 5, S. 412-416, (1982), beschrieben.
Es besteht ein Bedarf an einer harten Beschichtung auf Pressplatten, einem Endlosband und anderen Pressoberflächen, die dem Schichtstoff eine Farbe mit einem ASTM D 2244 Farbunter- schied im Vergleich zu einem Standard von weniger als ("0,5))E verleiht. Es besteht ein Bedarf an
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einer Beschichtung, die auf eine Pressfläche aufgetragen werden kann, ohne das Aussehen der Oberfläche auf der Pressfläche zu verändern. Es besteht ein Bedarf an einer Pressfläche, die nicht zerkratzt wird, wenn sie beim Pressen eines Schichtpressstoffes verwendet wird, der mit Aluminiumoxidteilchen beschichtet wird, die grösser als 10 Mikron und vorzugsweise grösser als 25 Mikron sind.
Es besteht insbesondere ein Bedarf an einer Pressfläche, die nicht zerkratzt wird, wenn sie beim Pressen eines Hochglanzschichtstoffes mit einem ASTM 2457 60 -Winkel Glanz von mehr als 70 verwendet wird, wenn die Oberfläche des Schichtstoffs mit 25-60 Mikron grossen Aluminiumoxidteilchen beschichtet ist.
Zusammenfassung der Erfindung
Daher ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung die Schaffung eines Verfahrens zum
Beschichten einer Pressplatte, das eine bessere harte Schutzbeschichtung liefert und eine stärker delokalisierte Wärmeverteilung in der gesamten Platte erreicht.
Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung einer beschichteten
Pressplatte und ein Verfahren zu deren Herstellung, das die zuvor genannten Nachteile nach dem
Stand der Technik beseitigt.
Diese und andere Aufgaben der vorliegenden Erfindung wurden durch die Entdeckung eines Verfahrens zur Herstellung einer ebenen Pressfläche zur Erzeugung eines dekorativen Schicht- stoffs aus harzimprägnierten Papier gelöst, welches aufweist :
Erzeugen einer gewünschten Oberflächenbeschaffenheit auf einer ebenen Pressfläche;
Entfernen von Verunreinigungen von der ebenen Oberfläche ;
Beschichten der ebenen Oberfläche mit Diboriden, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus
Hafniumdiborid, Molybdändiborid, Tantaldiborid, Titandiborid, Wolframdiborid, Vanadiumdibond oder Zirkondiborid oder Mischungen davon in einem planaren Magnetron-Zerstäubungs- beschichtungssystem auf eine Vickers-Härte von mindestens 2000, wobei der Beschichtungsschritt durchgeführt wird, indem die ebenen Pressfläche und ein
Zerstäubungskopf des planaren Magnetron-Zerstäubungsbeschichtungssystems relativ zueinander mit einer ausreichenden Durchlaufgeschwindigkeit in Bewegung versetzt werden, um einen
Wärmegradienten in der ebenen Pressfläche von 27,5 C (50 F) oder weniger zu erhalten.
Ausführliche Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele
Die vorliegende Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren zur Herstellung einer beschich- teten Pressplatte, insbesondere einer diboridbeschichteten Pressplatte. Es wurde entdeckt, dass die
Farbe, der Glanz und das Oberflächenbild des Schichtstoffs, der mit Pressflächen gebildet wird, die mit Diboriden ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Hafniumdiborid, Molybdändiborid,
Tantaldiborid, Titandiborid, Wolframdiborid, Vanadiumdiborid oder Zirkondiborid oder Mischungen davon beschichtet sind, im wesentlichen gleich wie die Farbe und der Glanz eines Schichtstoffs, der mit den Pressflächen gebildet wurde, vor dem Auftragen der Beschichtung sind. Die bevorzugten Diboride zum Beschichten der Pressflächen des Schichtstoffes sind Titandiborid oder
Zirkondiborid.
Das bevorzugteste Diborid zum Beschichten der Pressflächen des Schichtstoffs ist
Titandiborid. Es wird angenommen, dass Titandiborid allgemeiner im Handel zur Beschichtung von
Oberflächen verwendet wird als andere Elemente der Diboride dieser Erfindung, da es in einem
Magnetron-Zerstäubungssystem bei einer höheren Abscheidungsrate durch Zerstäubung auf getragen werden kann.
Körner, z.B. Aluminiumoxidteilchen, auf der Pressfläche eines abriebbeständigen dekorativen
Schichtstoffs können Pressplatten zerkratzen und die visuelle Qualität eines Schichtstoffs verringern, der danach mit der Pressplatte erzeugt wird. Pressplatten dieser Erfindung sind insbe- sondere zur Herstellung eines abriebbeständigen, dekorativen Hochglanzschichtstoffes zweck- dienlich
Die Diboridbeschichtung dieser Erfindung kann auf Pressflächen eines Schichtstoffs mit einer
Vickers-Härte von mindestens 2000 und vorzugsweise mindestens 2200 aufgetragen werden, die zum Pressen des Schichtstoffs mit 25-60 Mikron oder grösseren Aluminiumoxidteilchen an der
Pressfläche des Schichtstoffs, ohne diesen zu zerkratzen, ausreicht.
Eine Beschichtung von etwa
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3 Mikron hat eine ausreichende Härte, um einem Zerkratzen durch Aluminiumteilchen auf der Pressfläche des Schichtstoffs zu widerstehen. Die Härte der Beschichtung kann in einem planaren Magnetron-Zerstäubungsbeschichtungssystem von Fachleuten, die in der Anwendung dieser Systeme geübt sind, gesteuert werden.
Es wurde entdeckt, dass die Diboridbeschichtung dieser Erfindung auf eine Pressfläche mit ausreichender Verbundfestigkeit zur Verwendung beim Pressen eines Hochdruckschichtstoffs aufgetragen werden kann. Eine Mindestverbundfestigkeit von 1,6 und vorzugsweise 1,8 Kilopond (kp), wie durch Testung der Bindung mittels Diamantritzen bestimmt wird, wird als ausreichend angesehen. Diboridbeschichtungen von mehr als 6 Mikron können aufgrund der Spannungen, die während der Beschichtung erzeugt werden, geringere Verbundfestigkeiten aufweisen.
Die Bindung der Diboridbeschichtung dieser Erfindung an die Pressfläche wird durch sorgfältige Reinigung der Pressfläche vor dem Einführen der Pressfläche in ein Magnetron-Zerstäubungs- beschichtungssystem verstärkt. Die Bindung wird des weiteren durch Atzen der Pressfläche mit dem Magnetron-Zerstäubungsbeschichtungssystem vor dem Auftragen der Titandiboridbeschich- tung verstärkt. Reinigen, anodisches Ätzen, kathodisches Ätzen und Ätzen mit Hochfrequenz (RF) können durch Verfahren ausgeführt werden, die den Fachleuten, die in der Anwendung des Magnetron-Zerstäubungsbeschichtungssystems geübt sind, bekannt sind. Es wurde entdeckt, dass eine Schicht Titan, die direkt auf die Pressfläche aufgetragen wird, bevor die Diboridbeschichtung dieser Erfindung aufgetragen wird, die Bindung des Diborids weiter verstärkt.
Die Verbesserung der Bindung durch Reinigen, Ätzen und die Verwendung einer Zwischenschicht zwischen der Beschichtung und dem Substrat sind den Fachleuten, die in der Anwendung des Magnetron- Zerstäubungsbeschichtungssystems geübt sind, bekannt.
Die Beschichtung von Pressplatten gemäss der vorliegenden Erfindung kann entweder in einem stationären Modus oder in einem Durchlaufmodus ausgeführt werden. im stationären Modus wird die Magnetron-Zerstäubung durchgeführt, während sowohl der Zerstäubungskopf als auch die Pressplatte unbewegt sind. Es hat sich jedoch gezeigt, dass die Zerstäubung im stationären Modus nur Vickers-Mikrohärtewerte (.HV) bis zu etwa 1000 liefert.
Ein bevorzugtes Verfahren zum Beschichten der Pressplatte der vorliegenden Erfindung ist die Durchführung des Beschichtungsverfahrens in einem Durchlaufmodus, wobei entweder die Pressplatte bewegt wird, während der Zerstäubungskopf unbewegt gehalten wird, oder der Zerstäubungskopf bewegt wird, während die Pressplatte unbewegt gehalten wird. Der bevorzugte Modus für das Durchlaufverfahren ist durch Bewegen des Zerstäubungskopfes. Die gegenwärtigen Erfinder haben festgestellt, dass unter Verwendung des Durchlaufverfahrens die erhaltene beschichtete Pressplatte viel höhere HV-Werte ( > 2000) bei gleichen Filmdicken aufweist. Zusätz- lich hat der erhaltene Film bei Verwendung des Durchlaufverfahrens eine erhöhte Adhäsion in der Grössenordnung von 1,6 kp oder mehr.
Ein Nachteil des Durchlaufverfahrens in einem Vakuumbeschichter grosser Produktionsgrösse für Pressplatten mit Massen von 1,22 x 2,44m (4' x 8') besteht darin, dass selbst wenn die Filmeigen- schaften gleich wie bei Beschichtern kleiner Grösse bei Geschwindigkeiten von 0,61 m/min (27Min.) sind, sich die Pressplatte aufgrund der hohen Temperaturgradienten (in der Grössenordnung von 55,5 C (100 F) und höher), die in der Pressplatte während des Verfahrens entstehen, verziehen kann.
Es hat sich nun herausgestellt, dass der Wärmegradient, der in der Platte erzeugt wird, um eine Grössenordnung oder mehr durch Erhöhen der Durchlaufgeschwindigkeit bei einer 1,22 x 2,44m (4' x 8') Platte auf eine Geschwindigkeit von 1,22m/min (48"/Min.) bis 4,06m/min (160"/Min.), vorzugsweise von 1,27m/min (50"/Min.) bis 2,54m/min (100"/Min.), insbesondere von 1,40m/min (55"/Min.) bis 2,03m/min (80"/Min.), verringert werden kann. Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung sind die Durchlaufgeschwindigkeiten in linearen Inch pro Minute entlang der Durchlaufrichtung angegeben, mit einem Zerstäubungskopf, der vollständig über die kurze Seite der Pressplatte, für gewöhnlich 1,22m (4') in einer Fertigungslinie, reicht.
Andere Durchlauf- verfahren mit kleineren Zerstäubungsköpfen sind jedoch auch möglich. Solche Zerstäubungsköpfe würden bei gleichen linearen Geschwindigkeiten betrieben werden, erforderten aber mehrfache
Durchläufe, um eine einzige komplette Beschichtungslage zu erhalten. Zusätzlich kann die Verringerung im Wärmegradienten erreicht werden, während überraschenderweise dieselben
Filmeigenschaften in der beschichteten Platte beibehalten werden.
Von den gegenwärtigen Erfindern durchgeführte Modellstudien haben gezeigt, dass der Wärme-
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gradient von 167 C (302 F) bei 0,2m/min (8"/Min.) auf 6,69 C (13 F) bei 4,06m/min (160"/Min.) gesenkt werden kann. Diese Verringerung des Wärmegradienten wurde im Experiment bestätigt, wobei eine beschichtete Pressplatte bei Durchlaufgeschwindigkeiten von 2m/min (79 "/Min.) und 0,89m/min (35 "/Min.) hergestellt wurde und Wärmegradienten von 0 C (0 F) (oder vernachlässig- bar) bzw. etwa 4,95 C (9 F) erhalten wurden.
Diese Möglichkeit, den Wärmegradienten zu senken und somit eine stärker delokalisierte Wärmeverteilung in der gesamten Platte zu erreichen, ist kritisch, da eine Eigenspannung und eine begrenzte Höchsttemperatur für die Pressplatte selbst praktische Einschränkungen sind, die in jedem Verfahren im Produktionsmassstab zu berücksichtigen sind. Der Wärmegradient in dem vorliegenden Hochgeschwindigkeitsdurchiaufverfahren beträgt 27,5 C (50 F) oder weniger, vor- zugsweise 19,25 C (35 F) oder weniger, bevorzugter 13,75 C (25 F) oder weniger, und insbe- sondere 8,25 C (15 F) oder weniger
Beispiele
Schwarzer Hochglanz-Hochdruckschichtstoff wurde mit titandiboridbeschichteten Pressplatten gepresst, die in Tabelle 1 dargestellt sind.
Diese Pressplatten waren oberflächenbehandelt, um einen ASTM D 2457 60 -Winkel Glanz von etwa 100 bei dem Schichtstoff zu erhalten, bevor dieser mit Titandiborid beschichtet wurde. Der ASTM D 2244 Farbunterschied zwischen einem Standard und dem Schichtstoff, der mit den titandiboridbeschichteten Pressplatten gepresst wurde, die in Tabelle 1 dargestellt sind, war geringer als (0,5) AE. Glanz und Farbunterschiede in Tabelle 1 sind Durch- schnittswerte von Messungen, die an 10 Schichtstoffen vorgenommen wurden.
Tabelle 1
Glanz und Farbunterschiede
EMI5.1
<tb> Pressplatte <SEP> ASTM <SEP> Glanz@60 <SEP> ASTM <SEP> Farbunterschied. <SEP> AE
<tb>
<tb> 3000-1 <SEP> 101 <SEP> 0,20
<tb>
<tb> 3000-2 <SEP> 100 <SEP> 0,25
<tb>
<tb> 6000-1 <SEP> 101 <SEP> 0,35
<tb>
<tb> 6000-2 <SEP> 103 <SEP> 0,40
<tb>
<tb> 6000-3 <SEP> 102 <SEP> 0,30
<tb>
<tb> 6000-4 <SEP> 102 <SEP> 0,40
<tb>
<tb> 6000-5 <SEP> 103 <SEP> 0,45
<tb>
<tb> 6000-6 <SEP> 101 <SEP> 0,45
<tb>
Zusätzlich wurden eine Hochglanzpressplatte 3000-2 und eine Kontrollpressplatte beim Pressen von 760 Blättern schwarzem Hochdruck-Hochglanzschichtstoff mit Aluminiumoxidteilchen einer durchschnittlichen Teilchengrösse von 35 Mikron an seiner Pressfläche verwendet.
Der Schichtstoff wurde mit diesen Pressplatten bei etwa 68 bar (100 psi) und 138 C (280 F) gepresst Die Pressfläche des Schichtstoffs ist eine im Handel erhältliche Überzugsschicht mit 35 Mikron Aluminium- oxidkörnern (PGA 822 von Mead). Die Pressplatte 3000-2 und die Kontrollpressplatte wurden aus einer Hochglanzpressplatte aus 410 rostfreiem Stahl geschnitten, die oberflächenbearbeitet war, um dem Schichtstoff einen ASTM D 2457 60 -Winkel Glanz von etwa 100 zu verleihen. Die Pressplatte 3000-2 und die Kontrollpressplatte massen etwa zwölf Zoll entlang einer Seite und elf Zoll entlang ihrer anderen Seite. Die Pressplatte 3000-2 wurde mit etwa fünf Mikron Titandiborid in einem Magnetron-Zerstäubungsbeschichtungssystem beschichtet.
Die Titandiboridbeschichtung wurde in 17 Durchläufen aufgetragen, wobei etwa 300nm (3000 Angström) Titandiborid pro Durchlauf aufgetragen wurden. Die andere wurde als Kontrolle verwendet.
Das erste Blatt des schwarzen Hochglanzschichtstoffes mit Aluminiumoxidteilchen einer durch- schnittlichen Teilchengrösse von 35 Mikron an seiner Pressfläche, gepresst mit der Kontrollpress- platte, wies einen ASTM D 2244 Farbunterschied im Vergleich zu einem Standard von etwa (0,25) AE auf. Das erste Blatt des schwarzen Hochglanzschichtstoffes, gepresst mit der Pressplatte 3000-2, wies einen ASTM D 2244 Farbunterschied im Vergleich zu einem Standard von etwa
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(0,15) AE auf.
Das erste Blatt schwarzen Schichtstoffs, gepresst mit der Kontrollpressplatte, wies einen ASTM D 2457 60 -Winkel Glanz von etwa 100 beim Schichtstoff auf. Das 760. Blatt des schwarzen Schichtstoffs, gepresst mit der Kontrollpressplatte, wies einen ASTM D 2457 60 -Winkel Glanz von weniger als 70 auf. Die Kontrollpressplatte verlieh dem schwarzen Schichtstoff einen 60 -Winkel Glanz von weniger als 90, nachdem etwa 160 Blätter gepresst waren. Es wird angenommen, dass ein Schichtstoff mit einem 60 -Winkel Glanz von weniger als 90 im Handel als Hochglanzschicht- stoff nicht annehmbar ist.
Diese 760 Blätter schwarzen Schichtstoffs, gepresst mit der Pressplatte 3000-2, wiesen einen ASTM D 2457 D 60 -Winkel Glanz von etwa 100 auf. Die Pressplatte 3000-2 wurde unter einem Mikroskop auf Kratzer untersucht, nachdem diese 760 Blätter schwarzen Schichtstoffs gepresst waren, und es wurde keine festgestellt. Die Kontrollpressplatte ist stark zerkratzt.
Es wurden keine Unterschiede im Oberflächenbild von Schichtstoffen festgestellt, die mit den Pressplatten, die in Tabelle 1 dargestellt sind, sowie mit den Kontrollpressplatten gepresst waren.
Titandiborid wurde auf die Hochglanzpressplatte in einem Magnetron-Zerstäubungsbeschich- tungssystem unter einer Reihe von Bedingungen aufgetragen. Es wird auch angenommen, dass eine Beschichtung von mindestens 3 Mikron erforderlich ist, um eine Vickers-Härte von mindestens 2000 zu erreichen, und dass die Adhäsion mit einer Beschichtungsdicke von 6 Mikron oder mehr abnimmt. Die Härte und Adhäsion können durch den Druck und die Temperatur, unter welchen Pressplatten mit den Diboriden dieser Erfindung beschichtet werden, und durch die Energie (Ampere und Volt), die beim Auftragen der Diboride dieser Erfindung auf Pressplatten verwendet wird, gesteuert werden, wie den Fachleuten bekannt ist.
Eine strukturierte Pressplatte, die mit Titandiborid beschichtet ist und in der Folge als "Press- platte 3000-3" bezeichnet ist, und eine Kontrollpressplatte wurden beim Pressen von mehr als 450 Blättern eines schwarzen strukturierten Hochdruckschichtstoffs mit Aluminiumoxidteilchen einer durchschnittlichen Teilchengrösse von 35 Mikron an seiner Pressfläche verwendet. Dieser Schicht- stoff wurde bei etwa 68 bar (1000 psi) und 138 C (280 F) gepresst. Die Pressplatte 3000-3 und die Kontrollpressplatte wurden aus einer strukturierten Pressplatte aus 630 rostfreiem Stahl geschnitten, der oberflächenbehandelt war, um dem Schichtstoff einen ASTM D 2457 60 -Winkel Glanz von etwa 10 zu verleihen. Die Pressplatte 3000-3 und die Kontrollpressplatte massen etwa zwölf Zoll entlang jeder Seite.
Die Pressplatte 3000-3 wurde mit etwa sechs Mikron Titandiborid in einem Magnetron-Zerstäubungsbeschichtungssystem beschichtet. Die Titandiboridbeschichtung wurde in 20 Durchläufen aufgetragen, wobei etwa 300nm (3000 Angström) Titandiborid pro Durchlauf aufgetragen wurden.
Das erste Blatt dieses schwarzen, strukturierten Schichtstoffs, die mit der Kontrollpressplatte gepresst wurde, wies einen ASTM D 2244 Farbunterschied im Vergleich zu einem Standard von etwa (0,22) AE auf. Schwarzer Hochglanzschichtstoff, gepresst mit der Pressplatte 3000-3, wies einen ASTM D 2244 Farbunterschied im Vergleich zu einem Standard von etwa (0,08) AE auf.
Das erste Blatt dieses schwarzen Schichtstoffs, gepresst mit der Kontrollpressplatte, hatte einen ASTM D 2457 60 -Winkel Glanz von etwa 9,5. Das 450. Blatt dieses schwarzen Schichtstoffs, gepresst mit der Kontrollpressplatte, hatte einen ASTM D 2457 60 -Winkel Glanz von etwa 8. Dieser schwarze Schichtstoff, gepresst mit der Pressplatte 3000-3, hatte einen ASTM D 2457 60 -Winkel Glanz von etwa 10.
Es wurden keine Unterschiede im Oberflächenbild der Schichtstoffe beobachtet, die mit der Pressplatte 3000-3 und einer Kontrollpressplatte gepresst waren.
Die Pressplatten in Tabelle 1 und die Pressplatte 3000-3 wurden gereinigt und dann unter Hochfrequenzbedingungen in einem planaren Magnetron-Zerstäubungsbeschichtungssystem geätzt. Diese Pressplatten wurden dann mit Titandiborid in dem Magnetron-Zerstäubungsbeschich- tungssystem unter den folgenden gemittelten Bedingungen beschichtet.
Reinigung chemische Reinigung Abwischen mit Ethanol, Trichlorethan und Aceton physikalische Reinigung 5 Minuten Stickstoffgasstrom über die Pressplatte Hochfreguenzätzbedingungen
Gasmedium Argon
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Zoll/Min. (cm/Min.) Durchlaufgeschwindigkeit 1 (2,54) mTorr 10 mA/in2 (mA/cm2) 3,5 (0,54) kV 0,75
EMI7.1
Gasmedium Argon Zoll/Min, (cm/Min ) Durchlaufgeschwindigkeit 1 (2,54) mTorr 7 mAlin2(mAlcm2) 83 (13) kV 0,3 Beschichtungsbedingungen und -eigenschaften
EMI7.2
<tb> Press- <SEP> Durchlauf- <SEP> Durchläufe <SEP> Dicke <SEP> Adhäsion <SEP> Härte
<tb>
<tb> platte <SEP> rate/ <SEP> Mikron <SEP> kp <SEP> kp
<tb>
<tb>
<tb> Durchlauf
<tb>
<tb>
<tb> 3000-1 <SEP> 3000 <SEP> 14 <SEP> 4,2 <SEP> 1,
7 <SEP> 2280
<tb>
<tb>
<tb> 3000-2 <SEP> 3000 <SEP> 17 <SEP> 5,1 <SEP> 2,1 <SEP> 2830
<tb>
<tb>
<tb> 3000-3 <SEP> 3000 <SEP> 20 <SEP> 5,5 <SEP> 2,0 <SEP> 2700
<tb>
<tb>
<tb> 6000-1 <SEP> 6000 <SEP> 6 <SEP> 3,7 <SEP> 1,8 <SEP> 1940
<tb>
<tb>
<tb> 6000-2 <SEP> 6000 <SEP> 6 <SEP> 3,7 <SEP> 1,8 <SEP> 2160
<tb>
<tb>
<tb> 6000-3 <SEP> 6000 <SEP> 7 <SEP> 4,4 <SEP> 1,8 <SEP> 2250
<tb>
<tb>
<tb> 6000-4 <SEP> 6000 <SEP> 7 <SEP> 4,3 <SEP> 2,0 <SEP> 2190
<tb>
<tb>
<tb> 6000-5 <SEP> 6000 <SEP> 10 <SEP> 6 <SEP> 2,2 <SEP> 2880
<tb>
<tb>
<tb> 6000-6 <SEP> 6000 <SEP> 10 <SEP> 6 <SEP> 2,0 <SEP> 2850
<tb>
1 Mikron =10000¯Einheiten
Es wurden drei Hochglanzpressplatten dieser Erfindung hergestellt, die etwa vier Fuss mal acht Fuss massen. Diese Pressplatten sind als Pressplatten 3-1,3-2 und 3-3 bezeichnet.
Diese Pressplatten wurden mit Titandiborid unter planaren Magnetron-Entladungsbedingungen zerstäubungsbeschichtet.
Die Pressplatten 3-1,3-2 und 3-3 wurden anodisch geätzt und dann mit Titan und Titandiborid in einem planaren Magnetron-Zerstäubungsbeschichtungssystem unter den folgenden gemittelten Bedingungen beschichtet. Diese Pressplatten wurden chemisch gereinigt, bevor sie in das Zerstäubungsbeschichtungssystem eingebracht wurden. Die Temperatur dieser Pressplatten während des Ätzens und Beschichtens betrug etwa 149 C (300 F). Diese Pressplatten verzogen sich nicht bei dieser Temperatur.
Reinigung (Pressplatten 3-1. 3-2 und 3-3) chemische Reinigung Abwischen mit Ethanol, Trichlorethan und Aceton
EMI7.3
<tb> Anodische <SEP> Ätzbe- <SEP> (Pressplatten
<tb>
<tb>
<tb> dingungen <SEP> 3-1 <SEP> 3-2 <SEP> 3-3)
<tb>
<tb>
<tb> Gasmedium <SEP> Argon <SEP> Argon <SEP> Argon
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> InchIMin.
<SEP> (cm/Min.)
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> Durchlaufgeschwindig-
<tb>
<tb>
<tb> keit <SEP> 3 <SEP> (7,6) <SEP> 3 <SEP> (7,6) <SEP> 3 <SEP> (7,6) <SEP>
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> mTorr <SEP> 25 <SEP> 24 <SEP> 10
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> mA/in2 <SEP> (mAlcm2) <SEP> 4,6 <SEP> 2,9 <SEP> 2,9
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> (0,72) <SEP> (0,45) <SEP> (0,45)
<tb>
<tb>
<tb> kV <SEP> 0,24 <SEP> 0,23 <SEP> 0,24
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> Anzahl <SEP> der <SEP> Durchläufe <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 5
<tb>
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EMI8.1
<tb> Titanbeschichtunqs- <SEP> (Pressplatten,
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> bedingungen <SEP> 3-1 <SEP> 3-2 <SEP> 3-3)
<tb>
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> Gasmedium <SEP> Argon <SEP> Argon <SEP> Argon
<tb>
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> Inch/Min.
<SEP> (cm/Min.)
<tb>
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> Durchlaufgeschwindig-
<tb>
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> keit <SEP> 3 <SEP> (7,6) <SEP> 3 <SEP> (7,6) <SEP> 3(7,6)
<tb>
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> mTorr <SEP> 1,6 <SEP> 1,2 <SEP> 2,7
<tb>
<tb>
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> mAlin2 <SEP> (mAlcm2) <SEP> 70 <SEP> (11) <SEP> 70 <SEP> (11) <SEP> 70 <SEP> (11) <SEP>
<tb>
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> kV <SEP> 0,52 <SEP> 0,52 <SEP> 0,43
<tb>
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> Anzahl <SEP> von <SEP> Ti-Durch-
<tb>
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> läufen <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 1
<tb>
EMI8.2
<tb> Titandiboridbeschich- <SEP> (Pressplatten
<tb>
<tb>
<tb> tunasbedinaunaen <SEP> 3-1 <SEP> 3-2 <SEP> 3-3)
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> Gasmedium <SEP> Argon <SEP> Argon <SEP> Argon
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> Inch/Min.
<SEP> (cm/Min.)
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> Durchlaufgeschwindig-
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> keit <SEP> 3 <SEP> (7,6) <SEP> 3 <SEP> (7,6) <SEP> 3(7,6)
<tb>
<tb>
<tb> mTorr <SEP> 1,6 <SEP> 1,2 <SEP> 2,7
<tb>
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> mAlin2 <SEP> (mAlcm2) <SEP> 71 <SEP> (11) <SEP> 75 <SEP> (12) <SEP> 70(11)
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> kV <SEP> 0,52 <SEP> 0,60 <SEP> 0,50
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> Anzahl <SEP> von <SEP> TiB2-Durch-
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> läufen <SEP> 8 <SEP> 12 <SEP> 18
<tb>
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> Abscheidungsrate
<tb>
<tb>
<tb> (¯/Durch)auf) <SEP> 4125 <SEP> 5500 <SEP> 3000
<tb>
EMI8.3
<tb> Eigenschaften <SEP> der <SEP> (Pressplatten
<tb>
<tb> TiB2/Ti-Beschichtug <SEP> 3-1 <SEP> 3-2 <SEP> 3-3)
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> Dicke <SEP> (Mikron) <SEP> 3,3 <SEP> 6,6 <SEP> 5,4
<tb>
<tb>
<tb> Adhäsion <SEP> (kp) <SEP> * <SEP> 1,2*
<tb>
<tb>
<tb> Härte <SEP> (kp)
<SEP> 2000 <SEP> 2500
<tb>
* TiB2/Ti-Beschichtung löste sich von den Pressplatten 3-1 und 3-2 während des Pressens des Schichtstoffs.
** Die Härte und Adhäsion der Pressplatte 3-3 wurde nicht gemessen. Die Härte- und Adhäsiontests zerstören die Oberfläche einer Pressplatte.
Die Pressplatte 3-3 wurde beim Pressen von mehr als 1200 Blättern schwarzen Hochdruck- Hochglanzlaminates mit Aluminiumoxidteilchen einer durchschnittlichen Teilchengrösse von 35 Mikron an ihren Pressflächen verwendet. Die Pressplatte 3-3 wurde nach dem Pressen dieser 1200 Blätter des Schichtstoffs auf Kratzer untersucht, und es wurden keine festgestellt. Die Titan- diboridbeschichtung auf den Pressplatten 3-1 und 3-2 löste sich von dem rostfreien Stahlsubstrat nach dem Pressen von weniger als 100 Blätter Schichtstoff.
Eine zirkondiboridbeschichtete Hochglanzpressplatte dieser Erfindung und eine Kontrollpress- platte wurden jeweils zum Pressen von 10 Blättern schwarzen Hochglanzschichtstoffes verwendet Dieser Schichtstoff wies einen ASTM D 2244 Farbunterschied im Vergleich zu einem Standard von etwa (0,26) AE auf und einen ASTM D 2457 60 -Winkel Glanz von etwa 100. Es wurden keine Unterschiede im Oberflächenbild der Schichtstoffe, die mit der zirkonbeschichteten bzw. mit der Kontrollpressplatte gepresst wurden, festgestellt.
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Eine zirkondiboridbeschichtete Hochglanzpressplatte dieser Erfindung wurde beim Pressen von 10 Blättern schwarzem Hochglanzschichtstoff mit Aluminiumoxidteilchen einer durchschnittlichen Teilchengrösse von 35 Mikron an seiner Pressfläche verwendet. Der Schichtstoff wurde bei etwa 68 bar (1000 psi) und 138 C (280 F) gepresst. Eine im Handel erhältliche Überzugsschicht mit 35 Mikron grossen Aluminiumoxidkörnern (PGA 822 von Mead) ist die Pressfläche des Schichtstoffs Es wurden an dieser Pressplatte keine Kratzer nach dem Pressen dieser 10 Blätter Schichtstoff beobachtet.
Eine Zirkondiborid-Pressplatte wurde aus einer Hochglanzpressplatte aus 410 rostfreiem Stahl geschnitten, die oberflächenbearbeitet war, um einen ASTM D 2457 60 -Winkel Glanz von etwa 100 bei dem Schichtstoff zu erhalten. Zwei Pressplatten, die etwa zwölf Zoll an jeder Seite massen, wurden aus dieser Pressplatte geschnitten. Eine wurde mit etwa fünf Mikron Zirkondiborid in einem planaren Magnetron-Zerstäubungsbeschichtungssystem beschichtet. Diese Pressplatte wurde unter Hochfrequenzbedingungen etwa 15 Minuten geätzt, bevor die Titandiboridbeschichtung aufge- tragen wurde. Eine 6 Mikron Zirkondiboridbeschichtung wurde in 15 Durchläufen aufgetragen, wobei etwa 400nm (4000 Angström) Zirkondiborid pro Durchlauf in einem planaren Magnetron- Zerstäubungsbeschichtungssystem unter den folgenden gemittelten Bedingungen aufgetragen wurden.
EMI9.1
<tb>
Reinigung
<tb> chemische <SEP> Reinigung <SEP> Abwischen <SEP> mit <SEP> Ethanol, <SEP> Trichlorethan <SEP> und <SEP> Aceton
<tb> physikalische <SEP> Reinigung <SEP> 5 <SEP> Minuten <SEP> Stickstoffgasstrom <SEP> über <SEP> die <SEP> Pressplatte
<tb> Hochfrequenzätzbedingungen
<tb> Gasmedium <SEP> Argon
<tb> Zoll/Min. <SEP> (cm/Min.) <SEP> Durchlaufgeschwindigkeit <SEP> 1 <SEP> (2,54)
<tb> MTorr <SEP> 10
<tb> mA/in2 <SEP> (mA/cm2) <SEP> 3,5 <SEP> (0,54) <SEP>
<tb> kV <SEP> 0,75
<tb> Zirkondiboridbeschichtungsbedingungen
<tb> Gasmedium <SEP> Argon
<tb> Zoll/Min.
<SEP> (cm/Min.) <SEP> Durchlaufgeschwindigkeit <SEP> 1 <SEP> (2,54)
<tb> MTorr <SEP> 7
<tb> mAlin2 <SEP> (mA.cm2) <SEP> 56 <SEP> (9) <SEP>
<tb> kV <SEP> 0,4
<tb>
Schwarzer Schichtstoff wurde mit Pressplatten gepresst, die sechs Zoll mal sechs Zoll (15,24 cm x 15,24 cm) massen, die mit Titannitrid in einem Magnetron-Zerstäubungsbeschichtungssystem beschichtet wurden. Die Testergebnisse, die in Tabelle 3 dargestellt sind, sind die durchschnittlichen Ergebnisse der Pressung von fünf Blättern Schichtstoff mit jeder Pressplatte.
Tabelle 4
Schichtstoff, gepresst mit titannitridbeschichteten Pressplatten
EMI9.2
<tb> Kon- <SEP> TiN <SEP> #8 <SEP> Kon- <SEP> TiN <SEP> #9 <SEP>
<tb>
<tb> trolle <SEP> trolle
<tb>
<tb>
<tb> #8 <SEP> #9
<tb>
<tb>
<tb> ASTM <SEP> Glanz <SEP> @60 <SEP> 100 <SEP> 95 <SEP> 100 <SEP> 95
<tb>
<tb>
<tb> ASTM <SEP> Farbunterschied, <SEP> AE <SEP> 0,30 <SEP> 0,75 <SEP> 0,35 <SEP> 0,90
<tb>
Der Glanz des Schichtstoffs, der mit der titannitridbeschichteten Pressplatte gepresst war, war geringer als der Glanz des Schichtstoffs, der mit der Kontrollpressplatte gepresst war. Die Farbe des Schichtstoffs, der mit der titannitndbeschichteten Pressplatte gepresst war, unterschied sich deutlich von der Farbe des Schichtstoffs, der mit der unbeschichteten Kontrollpressplatte gepresst war.
Die titannitridbeschichteten Pressplatten und der Schichtstoff, der mit den titannitridbeschichteten
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Pressplatten gepresst war, hatten ein bronzefarbenes Aussehen.
Schwarzer Schichtstoff wurde mit Pressplatten gepresst, die sechs Zoll mal sechs Zoll (15,24 cm x 15,24 cm) massen, die mit Niobnitrid in einem Magnetron-Zerstäubungsbeschichtungssystem beschichtet wurden. Die Testergebnisse, die in Tabelle 4 dargestellt sind, sind die durchschnittlichen Ergebnisse der Pressung von fünf Blättern Schichtstoff mit jeder Pressplatte.
Tabelle 5
Schichtstoff, gepresst mit niobnitridbeschichteten Pressplatten
EMI10.1
<tb> Schwarzer <SEP> Hochglanz- <SEP> Kontrolle <SEP> B3 <SEP> (3m) <SEP> B5 <SEP> (5 m)
<tb> schichtstoff
<tb>
<tb> ASTM <SEP> Glanz <SEP> @60 <SEP> 106 <SEP> 102 <SEP> 101
<tb>
<tb> ASTM <SEP> Farbunterschied, <SEP> AE <SEP> 0,09 <SEP> 0,65 <SEP> 0,85
<tb>
Der Glanz des Schichtstoffs, der mit den niobnitridbeschichteten Pressplatten gepresst war, war geringer als der Glanz des Schichtstoffs, der mit der Pressplatte vor deren Beschichtung gepresst war. Die Farbe des Schichtstoffs, der mit den niobnitridbeschichteten Pressplatten gepresst war, unterschied sich deutlich von der Farbe des Schichtstoffs, der mit Pressplatten vor deren Beschichtung gepresst war.
Schwarzer Schichtstoff wurde mit Pressplatten gepresst, die sechs Zoll mal sechs Zoll (15,24 cm x 15,24 cm) massen, die mit einer diamantähnlichen Beschichtung in einem Magnetron- Zerstäubungsbeschichtungssystem beschichtet wurden. Der Schichtstoff klebte an der diamant- ähnlich beschichteten Pressplatte und wurde zerstört, als er abgelöst wurde.
Die veranschaulichenden Ausführungsbeispiele der Erfindung wurden zwar ausführlich beschrieben, aber es ist davon auszugehen, dass verschiedene andere Modifizierungen für den Fachmann offensichtlich und einfach auszuführen sind, ohne vom Umfang und Wesen der Erfindung Abstand zu nehmen. Daher ist nicht beabsichtigt, dass der Umfang der beiliegenden Ansprüche auf die hierin angeführten Beispiele und Beschreibungen beschränkt ist, sondern dass die Ansprüche vielmehr alle Merkmale der patentierbaren Neuheit umfassen sollen, die in der vorliegenden Erfindung enthalten ist, einschliesslich aller Merkmale, die vom Fachmann in dem Gebiet, das diese Erfindung betrifft, als deren Entsprechungen behandelt werden.
PATENTANSPRÜCHE:
1. Verfahren zur Herstellung einer ebenen Pressfläche zur Erzeugung eines dekorativen
Schichtstoffs aus harzimprägniertem Papier, welches enthält:
Erzeugen einer gewünschten Oberflächenbeschaffenheit auf einer ebenen Pressfläche;
Entfernen von Verunreinigungen von der ebenen Oberfläche ;
Beschichten der ebenen Oberfläche mit Diboriden, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Hafniumdiborid, Molybdändiborid, Tantaldiborid, Titandiborid, Wolframdiborid,
Vanadiumdiborid oder Zirkondiborid oder Mischungen davon in einem ebenen Magnetron-
Zerstäubungsbeschichtungssystem auf eine Vickers-Härte von mindestens 2000, wobei der Beschichtungsschritt durchgeführt wird, indem die ebenen Pressfläche und ein
Zerstäubungskopf des planaren Magnetron-Zerstäubungsbeschichtungssystems relativ zueinander mit einer ausreichenden Durchlaufgeschwindigkeit in Bewegung versetzt werden, um einen Wärmegradienten in der ebenen Pressfläche von 27,5 C (50 F) oder weniger zu erhalten.