AT405979B - Dosiereinheit, insbesondere für zu dosierende abrasive - Google Patents
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Die Erfindung betrifft eine Dosiereinheit, insbesondere für zu dosierende Abrasive, mit einer in einem Grundkörper angeordneten Hauptbohrung für den Durchtritt des zu dosierenden Materials und einem, vorzugsweise pneumatisch betätigbaren, eine Durchtrittsöffnung aufweisenden Schieber. Bedingt durch die Verschiedenartigkeit der möglichen Anwendungen existiert eine grosse Vielfalt an Dosiereinheiten. So ist in der DE-OS-1 933 570 eine Plastifiziereinrichtung geoffenbart, in welcher die Zuführ verschie- denfarbigen Extrudiermaterials zur Plastifizierschnecke über Durchtrittsöffnungen erfolgt, die über jeweils einen Schieber mit einer durchgehenden Bohrung verschliessbar sind. Der Schieber kann dabei über eine pneumatische Steuerung von einer die Durchtrittsöffnung vollständig freigebenden Stellung in eine diese vollständig verschliessende Stellung bewegt werden. Es ist dabei aber keine Steuerung des Massendurch- flusses sondern lediglich ein Umschalten von einem Zuführstrang auf den anderen beschrieben, um eine deutliche Maserung des Extrudats zu erzielen. Somit kann mit der in dieser Druckschrift gezeigten Einrichtung auch keine genaue Dosierung eines Teilchenstromes vorgenommen werden. Weiters gehen aus der DE-A1-39 33 344 und DE-A1-39 11 582 Schleuderdüngerstreuer hervor, welche die räumlich veränderbare Abgabe von Düngemittelpartikel aus einem Vorratsbehälter auf Schleuderscheiben ermöglichen, um damit das von den Schleuderscheiben bewirkte Streubild zu beeinflussen. Es wird dabei mittels einer sehr aufwendigen Mechanik eine Durchtrittsöffnung so abgedeckt, dass das Streumatenal unter Mitwirkung eines plattenförmigen Elements mit einer Auslauföffnung und eines Schiebers an unterschiedlichen Stellen auf die Schleuderscheiben auftrifft. Der Schieber ist über eine Schwenkachse mittels Hydraulikarm verschwenkbar gehalten, wobei über einen Anschlag ein dem Schieber zugehöriger Schwen- karm in seiner Endstellung begrenzbar ist, welcher Schwenkarm mit einer Skaleneinteilung zusammenwirkt. Der in seiner Lage verstellbare Anschlag ermöglicht zwar eine Steuerung der abgegebenen Düngemittelpar- tikelmenge, jedoch ist die damit erreichbare Genauigkeit äusserst gering und eine rechnergesteuerte Einstellung nicht möglich. Des weiteren würde eine Beaufschlagung der Dosiereinheiten der DE-A1-39 33 344 und der DE-A1-39 11 582 mit aggressiven Materialien zu einem baldigen vollkommenen Verschleiss der Einheit führen, da diese in die Schwenklagerungen geraten und deren Beschädigung verursachen würden. Weiters ist es bekannt, zur Dosierung eine Lochmaske mittels Mikrometerbetrieb zu justieren, wobei mit Hilfe eines zusätzlichen Schiebers die Dosierung ein- bzw. ausgeschaltet wird. Solche bekannten Einnchtungen können jedoch keinesfalls in modernen computergesteuerten Anlagen, z. B. computergesteuerten Wasserstrahlschneidanlagen, verwendet werden, da die Abrasivmenge während des Schneidens nicht verändert werden kann und eine Vielzahl bewegter Teile zu einem übermässigen Verschleiss führt. Es ergeben sich daraus hohe Abrasivkosten oder geringe Schnittqualität. Es ist daher notwendig, die Abrasivmenge ebenfalls mit einer annehmbaren Geschwindigkeit steuerbar zu halten, da sie einen nicht unwesentlichen Einfluss auf die Schnittqualität hat. Das Abrasiv verursacht 50% der Stundenkosten, daher ist es notwendig, immer ein optimales Verhältnis zwischen Kosten und Nutzen zu finden, was bei den bekannten manuellen Einrichtungen nicht möglich ist. Aufgabe der Erfindung ist es, obige Nachteile zu vermeiden, eine Dosiereinrichtung zu schaffen, mit welcher auch aggressive Materialien ohne gröberen Verschleiss der Einheit durch die Aggressivität des Abrasivs höchst genau und rasch dosiert werden können. Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, dass ein über einen steuerbaren Antrieb verstellbarer Anschlag vorgesehen ist, auf den der Schieber bei Betätigung einwirkt, sodass die Austrittsöffnung der Hauptbohrung durch die über den Anschlag einstellbare Stellung der Schieberdurchtrittsöffnung variierbar ist. Die Durchtrittsöffnung fluchtet dadurch je nach Anschlageinstellung mehr oder weniger mit der Haupt- bohrung. Vorteilhafterweise ist der Motor ein computergesteuerter Schrittmotor. In einer bevorzugten Ausbildung ist der Anschlag in Bewegungsrichtung des Schiebers über ein Spindel bewegbar. Dadurch ist ein ideales Zusammenspiel zwischen Anschlag und Schieber sowie eine feine Justierung gewährleistet. Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist die Hauptbohrung mit einem Silikongummirohr versehen. Dies ist insbesondere bei Verwendung aggressiver Materialien, wie Abrasive, sehr vorteilhaft, um eine Zerstörung der Bohrung zu vermeiden. Darüberhinaus dient dieses Silikongummirohr als Auflage und Führung für den Schieber und ist nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung vorgespannt. Die Erfindung wird nun anhand eines Ausführungsbeispieles unter Zuhilfenahme der angeschlossenen Zeichnung näher beschrieben. <Desc/Clms Page number 2> Die Figur zeigt die Dosiereinheit in einer Vorder- und einer Draufsicht. Am Grundkörper 7 ist ein Schrittmotor 2 angeordnet, der über einen Stiftstecker 3 Signale für eine computergesteuerte Verstellung des Anschlages (A) aufnehmen und weiterleiten kann. Der Anschlag (A) liegt in einer Bewegungsebene mit dem Schieber (S) und ist über einen Spindeltrieb entlang dieser Ebene bewegbar, wobei er in seinem mit dem Schieber (S) zusammenwirkenden Bereich mit einer Spitze ausgebildet ist, welche in einer kleinen Ansenkung des Schiebers aufgenommen wird. Die Dosierung kann über einen Einstellknopf 1 allerdings auch manuell vorgenommen werden. Der mit dem Anschlag (A) zusammenwirkende Schieber (S) wird über einen Pneumatikzylinder 5 betätigt, der einen Pneumatikanschluss 6 aufweist und mit 3 bis 6 bar betrieben ist. Je nach Einstellung des Anschlages wird der Schieber eine unterschiedliche Strecke über der Hauptbohrung (H) im Grundkörper bewegt, und fluchtet damit mit seiner Durchlassöffnung (9) mehr oder weniger mit der Hauptbohrung (H), wodurch die Dosierung erfolgt. In der Hauptbohrung ist ein vorgespann- tes Silikongummirohr (R) angeordnet, welches ein wenig aus der Bohrung ragt, wobei der Schieber (S) auf dem Rohr (R) aufliegt und bei Bewegung auf diesem geführt ist. Der Anschluss des Abrasivmittelbehälters an den Grundkörper erfolgt über einen Bajonettanschluss 4. Das nach der Dosierung austretende Material wird über einen Anschlusstrichter 8 abgeführt.
Claims (6)
- Patentansprüche 1. Dosiereinheit, insbesondere für zu dosierende Abrasive, mit einer in einem Grundkörper angeordneten Hauptbohrung für den Durchtritt des zu dosierenden Materials und einem, vorzugsweise pneumatisch betätigbaren, eine Durchtrittsöffnung aufweisenden Schieber, dadurch gekennzeichnet, dass ein über einen steuerbaren Antrieb verstellbarer Anschlag (A) vorgesehen ist, auf den der Schieber (S) bei Betätigung einwirkt, sodass die Austrittsöffnung der Hauptbohrung (H) durch die über den Anschlag (A) einstellbare Stellung der Schieberdurchtrittsöffnung variierbar ist.
- 2. Dosiereinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor ein computergesteuerter Schrittmotor ist.
- 3. Dosiereinheit nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag (A) in Beweguugs- richtung des Schiebers (S) über eine Spindel bewegbar ist.
- 4. Dosiereinheit nach Anspruch 1,2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptbohrung (H) mit einem Silikongummirohr (R) versehen ist.
- 5. Dosiereinheit nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber (S) auf dem Silikongummirohr (R) aufliegt und von diesem geführt ist.
- 6. Dosiereinheit nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Silikongummirohr (R) vorgespannt ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE9300796U DE9300796U1 (de) | 1993-01-21 | 1993-01-21 | Dosiereinheit |
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|---|---|
| ATA242693A ATA242693A (de) | 1999-05-15 |
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ID=6888407
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT242693A AT405979B (de) | 1993-01-21 | 1993-11-30 | Dosiereinheit, insbesondere für zu dosierende abrasive |
Country Status (2)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE9300796U1 (de) |
Citations (3)
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|---|---|---|---|---|
| DE1933570A1 (de) * | 1969-07-02 | 1971-01-21 | Maurer Ludwig | Verfahren zur Herstellung von mehrfarbigen Formteilen aus plastischen Massen mittels Maschinen mit Schneckenplastizierung und Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens |
| DE3911582A1 (de) * | 1989-04-08 | 1990-10-11 | Amazonen Werke Dreyer H | Schleuderduengerstreuer |
| DE3933344A1 (de) * | 1989-04-08 | 1991-04-11 | Amazonen Werke Dreyer H | Schleuderduengerstreuer |
-
1993
- 1993-01-21 DE DE9300796U patent/DE9300796U1/de not_active Expired - Lifetime
- 1993-11-30 AT AT242693A patent/AT405979B/de active
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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| DE3933344A1 (de) * | 1989-04-08 | 1991-04-11 | Amazonen Werke Dreyer H | Schleuderduengerstreuer |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE9300796U1 (de) | 1993-04-29 |
| ATA242693A (de) | 1999-05-15 |
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