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Die Erfindung betrifft eine Unterlagsplatte zur Veränderung der Krummung eines Ski und zur Aufnahme einer Skibindung insbesondere von Backe und Fersenhalter, wobei die Unterlagsplatte zweiteilig ausgeführt ist und auf einem ersten Teil die Backe und einem zweiten Teil die Ferse befestigt ist.
Bei einer Einrichtung nach der EP 557 737 A2 sind auf einer Tragplatte sowohl Backe und Ferse einer Skibindung montiert. Die Tragplatte an sich ist an ihrem fersenseitigen Ende fix mit dem Ski verbunden und an ihrem backenseitigen Ende gleitbeweglich geführt. Dem gleitbeweglich geführten Ende ist ein verstellbarer Anschlag zugeordnet. Der Anschlag wird in einem Abstand s vom gleitbeweglichen Ende gehalten wobei je nach Einstellung der Abstand s zwischen null und einem gewünschten Wert differieren kann. Weiters kann im Abstand z. B. eine Feder oder ein Dämpfungselement angeordnet sein.
Die Wirkung dieser Einrichtung ergibt sich jedoch nur während des Skifahrens. Je nach Durchbiegung des Skis wird die Gleitbeweglichkeit der Tragplatte früher oder später durch den Anschlag blockiert.
Nachteilig ist dabei das einerseits ein komplizierter Aufbau notwendig ist und andererseits das Gewicht des Skifahrers völlig ausser acht gelassen wird.
Bei einer Ausgestaltung einer Vorrichtung zur Versteifung eines Skis nach der DE 43 43 673 A 1 werden mittels unterschiedlicher Mittel die Biegeverformungen eines Skis entlang der horizontalen Skilängsebene, insbesondere wenn die Skienden gegenüber dem Skimittenbereich in Aufwärtsrichtung durchgebogen werden, beeinflusst bzw. verhindert.
Auch dieser Einrichtung kann eine Funktion wie gefordert nicht entnommen werden und auch hier wird das Grundgewicht des Skifahrers nicht berücksichtigt.
Eine weitere noch nennenswerte Vorrichtung wird in der EP 460 574 A1 gezeigt. Hierbei handelt es sich um eine Vorrichtung zur gezielten Beeinflussung des Dämpfungs- bzw. Vibrationsverhalten eines Skis. Dabei ist vor der Skibindung auf dem Ski eine in Längsrichtung ausgerichtete Dämpfungseinrichtung angebracht welche zwischen zwei"Fixpunkten"über die Bewegung des Ski diesen einstellbar dämpft. Diese Vorrichtung weicht vom angeführten Erfindungsgedanken jedoch weit ab, da hier nur während des Skifahrens auftretende Vibrationen des Skis gedämpft werden sollen jedoch nicht seine vom Werk her vorgegeben Grundeinstellung geändert werden soll.
Eine weitere bekannte Einrichtung sich bereits auf dem Markt befindlichen Einrichtung dieser Art nach der EP 730 899 A2 zeigt eine Skibindung mit einer zweiteilig ausgeführten Versteifungsvorrichtung welche über ein Federelement verbunden sind. Dabei ist ein erster Teil fest mit dem Fersenhalter und dem Ski verbunden und erstreckt sich in Längsrichtung des Skis in Richtung zur Backe. Dieser erste Teil ist in etwa mittig zwischen Fersenhalter und Backe über ein Federelement mit dem zweiten Teil der Versteifungsvorrichtung gekoppelt welcher ihrereseits wiederum unter der Backe längsverschiebbar geführt ist und mit ihrem zweiten Ende an einem Verstellmechanismus angeschlossen ist.
In einer Neutralstellung d. h. ohne jegliche Beaufschlagung der Versteifungsvorrichtung durch den Verstellmechanismus verhält sich das System neutral d. h. der Ski behält die vom Werk her vorgegebene Krümmung und damit auch seine Fahreigenschaften. Wird der Verstellmechanismus nun in eine aktive Lage gebracht so wird der zweite Teil der Versteifungsvorrichtung je nach Einstellung in Richtung zum Federelement gedrückt oder von diesem weggezogen. Durch das nun vorgespannte Federelement wird über den ersten Teil der Versteifungsvorrichtung die Krümmung des Skis erhöht oder vermindert. Eine Veränderung der Krümmung des Skis erfolgt immer indirekt über das vorgespannte Federelement.
Dies hat jedoch den Nachteil, dass während des Skifahrens durch das Gewicht des Skifahrers die Federvorspannung geändert wird sodass die Flexibilität des Ski zusätzlich zu seiner eingestellten Lage durch die Federvorspannung geändert wird. Ein weiterer Nachteil einer solchen Ausgestaltung liegt in der Aufwendigen Bauweise der Federelement und der Verstellmechanismen, was zu einer unerwünschten Verteuerung führt.
Dieses bereits bekannte System zielt darauf ab die Krümmung des Skis auf verschiedene Schneearten und Pistenverhältnisse voreinzustellen. Bei Normpistenverhältnissen werden diese Einrichtungen nicht benötigt.
Jedoch sind alle Ski in ihrer Grundkrümmung vom jeweiligen Gewicht des Skifahreres abhängig.
Es ist nun die Aufgabe der Erfindung eine Unterlagsplatte zu schaffen, welche abgesehen von einer Einstellung des Skis auf bestimmte Pistenverhältnisse eine einfache und kostengünstige Einstellung der vom Werk her vorgebenen Krümmung des Skis auf das Gewicht eines Skifahrers ermöglicht.
Dies wird erfindungsgemäss durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 erreicht. Dadurch dass der erste Teil der Unterlagsplatte mit dem zweiten Teil der Unterlagsplatte mittels einem längenstabilen Elements verbunden ist und dass zumindest ein Ende des längenstabilen Elements mit einem Teil der Unterlagsplatte in Längsrichtung des Skis fest verbunden ist und dass das zweite Ende des längenstabilen Elements am zweiten Teil der Unterlagsplatte an zumindest zwei Positionen festlegbar ist wird mit geringsten technischen und dadurch kostenbedingtem Aufwand eine Veränderung der Krümmung des Skis
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unter Ausklammerung unerwünschter Nebeneffekte und so eine Einstellung der Grundkrümmung auf das Gewicht des Skifahrers erreicht.
Durch die Merkmale des Anspruches 2 wird eine Einstellung auf jedes gewünschte Gewicht erreicht.
Die Ansprüche 2 bis 5 beziehen sich auf eine einfach konstruktive Ausgestaltung einer erfindungsgemä- ssen Unterlagsplatte. Die kennzeichnenden Merkmale der Ansprüche 6 bis 11 ermöglichen das Ablesen des Ausmasses der Verstellung sowie eine einfache Anordung und konstrukive Ausgestaltung eines derartigen Elements.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist im folgenden anhand der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen :
Fig. 1 ein Seitenansicht einer erfindungsgemässen Unterlagsplatte auf einem Ski montiert, teilweise aufgeschnitten, wobei der Einfachheit halber die Skibindung nicht dargestellt ist,
Fig. 2 eine vergrösserte Darstellung einer Variante eines Anzeigeelements der erfindungsgemässen
Unterlagsplatte, und die Figuren 3,4 und 5 die Unterlagsplatte in ihrer Wirkung auf einen Ski, wobei Fig. 3 eine
Neutralstellung d. h. einen Ski mit unveränderter Krümmung, und die Figuren 4 und 5 zwei Extrempositio- nen d. h. mit durch die Unterlagsplatte auf maximale Krümmung und minimale Krümmung veränderten
Ski zeigt.
Die Fig. 1 zeigt eine Unterlagsplatte 1 welche auf der Oberseite 4a eines Skis 4 mittels nicht dargestellter Schrauben angeordnet ist. Die Unterlagsplatte 1 ist zweiteilig ausgeführt und besteht im wesentlichen aus einem Backenteil 2 und einem Fersenteil 3 welche durch eine längenstabiles Element, im vorliegenden Ausführungsbeispiel durch eine Spindel 5 miteinander verbunden sind. Auf der Unterlagsplatte 1 ist eine Skibindung angeordnet, wobei auf dem Backenteil 2 ein Vorderbacken und auf dem Fersenteil 3 ein Fersenhalter mittels Schrauben fixiert ist. Die Ausgestaltung und Montage einer Skibindung auf einer Unterlagsplatte liegt durchaus im Wissen und Können des Fachmannes und wird daher weder näher beschrieben noch dargestellt.
Die Spindel 5 weist an ihrem dem Backenteil 2 zugeordneten Ende einen gegenüber dem Spindeldurchmesser verbreiterten, Ansatz 5a und an ihrem dem Backenkörper 3 zugeordneten Ende einen Betätigungsschlitz 5b auf. Der Ansatz 5a der Spindel 5 ist in einer komplementär dazu ausgebildeten Ausnehmung 2a des Backenteil 2 der Unterlagsplatte 1 in Längsrichtung letzterer feststehend jedoch verdrehbar gelagert. Die Ausnehmung 2a setzt sich in Richtung zur Fersenplatte 3 hin in einer weiteren Ausnehmung 2b fort, welche im wesentlichen u-förmig ausgebildet ist, deren Breite kleiner als der Durchmesser des Ansatzes 5a der Spindel 5 jedoch grösser als der Durchmesser der Spindel 5 selbst ausgebildet ist. Weiters ist die Spindel 5 mit ihrem zweiten Ende in eine in der Fersenplatte 3 durchgehend angeordneten Gewindebohrung 3a eingeschraubt.
In den Figuren 2 und 2a ist eine Variante eines Anzeigeelements dargestellt. Dabei ist ein Anzeigeelement 6 am Backenteil 2 der Unterlagsplatte 1 vorgesehen. Der Backenteil 2 weist an seiner Oberseite im Bereich der Spindel 5 eine Durchberechung 2c auf, welche mit der Ausnehmung 2b verbunden ist. In der Druchbrechung 2c ist auf die Spindel 5 aufgeschraubt ein Zeigerelement 7 des Anzeigeelements 6 bei Verdrehung der Spindel 5 längsbewegbargehalten. Weiters ist auf der Backenplatte 2 der Unterlagsplatte 1 die Anzeigeskala 8 des Anzeigeelements 6 im wesentlichen parallel zur Spindel 5 angeordnet. In der Neutralposition der Unterlagsplatte 1 zeigt das Zeigerelement 7 im wesentlichen mittig auf die Anzeigeskala 8 des Anzeigelements 6.
Die Funktion der erfindungsgemässen Unterlagsplatte 1 wird nun anhand der Figuren 3, 4 und 5 erläutert.
Dabei zeigen die Figuren jeweils einen Ski 4 auf dessen Oberfläche 4a eine Unterlagsplatte 1 mittels nicht dargestellter Schrauben montiert ist. In der Fig. 3 ist die Unterlagsplatte 1 neutral auf dem Ski 4 dargestellt, d. h. das längenstabile Element befindet sich in seiner Grundposition, das Zeigerelement 7 des Anzeigelements 6 zeigt im wesentlichen mittig auf die Anzeigeskala 8 und der Ski 4 weist seine vom Werk her vorgegebene Krümmung und damit Wölbungshöhe h1 auf. Der Ski 4 ist in seinen Eigenschaften für einen Skifahrer mit einem mittleren Gewicht X vorgefertigt.
Möchte nun ein schwererer Skifahrer mit demselben Ski 4 fahren so hat dieser die Möglichkeit sein höheres Gewicht zu kompensieren. Dazu verdreht er die Spindel 5 im Uhrzeigersinn, der Backenteil 2 und der Fersenteil 3 der Unterlagsplatte 1 werden von einander weg bewegt, das Zeigerelement 7 des Anzeigelements 6 bewegt sich auf die Markierung + 1 und die Krümmung und damit die Wölbungshöhe h1 wird auf eine Wölbungshöhe h2 erhöht (Fig. 4).
Bei einem Skifahrer mit geringerem Gewicht wird demnach die Spindel 5 gegen den Uhrzeigersinn verdreht, der Backenteil 2 und der Fersenteil 3 der Unterlagsplatte 1 werden zueinander gezogen, das Zeigerelement 7 des Anzeigelements 6 bewegt sich auf die Markierung-1 und die Krümmung und damit die Wölbungshöhe h1 wird auf eine Wölbungshöhe h3 verringert (Fig. 5).
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Natürlich kann das Ausmass der Verstellung zwischen den Werten +1 und-1 auf der Anzeigeskala 8 des Anzeigeelements 6 und damit die Jeweilig gewünschte Wölbungshöhe h eines Skis stufenlos eingestellt werden, sodass die Wölbungshöhe des Skis bei darauf stehendem Skifahrern mit unterschiedlichen Gewicht das gleiche Ausmass aufweist. Ebenso ist es denkbar, dass die Verstellung und damit auch die Anzeige dieser nur in eine Richtung erfolgt, d. h. auch das Zeigerelement würde in seiner Neutralstellung auf dem Wert + 1 oder-1 auf der Anzeigeskala 8 des Anzeigeelements 6 zu liegen kommen.
Die Erfindung ist nicht auf die vorangehend beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt. So kann z. B. das Anzeigeelement am Fersenteil und/oder seitlich an Fersenteil oder Backenteil angeordnet sein bzw. kann das Anzeigeelement durch eine einfache elektronische Schaltung gebildet sein. Weiters sollen Lösungen bei denen Backenteil und Fersenteil ineinander gleitende Fortsätze/Ausnehmungen aufweisen unter den Schutz des Patentes fallen.