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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Brillengestell, bestehend aus zwei die Gläser tragenden und über eine Nasenbrücke miteinander verbundenen Fassungsrahmen, wobei die Gläser vor-zugsweise mittels wenigstens einer Klemmvorrichtung in der Montageposition gehalten sind, sowie aus Schläfenbügel, die über Schläfenbügelansätze mit den Fassungsrahmen verbunden sind, und aus wenigstens einem Zierstück aus Metall. Die Verbesserung betrifft die Art, Lage, Anordnung und Funktionalität des wenigstens einen angeordneten Zierstückes aus Metall.
Bei der Gestaltung hochwertiger Brillengestell besteht der Bedarf nach Zierstücken aus edlen Materialien, welche jedoch bisher per se keinen objektiv messbaren Wert darstellen. Es wäre demnach die Verwendung und Integration von hochwertigen Zierstücken mit objektiv messbarem stabilen bzw. steigendem Wert wünschenswert. Gleichzeitig wäre die Schaffung eines neuen Objektträgers für Münzen bzw. Gold- und Silberbarren in einer Münze vergleichbarem Feingewichts zugunsten neuer gestalterischer Massnahmen an Brillengestellen einerseits und neuen Verwendungsbereichen von Münzen bzw. Barren andererseits von Vorteil. Das Produkt sollte sich weiters durch einfache Montage des Zierstückes aus Metall an dem hierzu vorgesehenen Bauteil des Brillengestelles auszeichnen.
Dekorative Zierstücke aus Metall sind an Brillengestellen an sich bekannt. Beispielsweise beschreibt die AT 204 804 Bein Brillengestell, das an verschiedenen Bauteilen in durch Ausfräsung hergestellte Ausnehmungen eingesetzte Zierstücke aufweist. Nach Einsetzen der Zierstücke werden die Ausnehmungen mit transparentem Kunstharz ausgegossen. Die Zierstücke können Schmucksteine, Metallplättchen oder dgl. sein. Das damit vorgeschlagene Verfahren durch Ausfräsen der zu verzierenden Stellen, Einlegen der Zierstücke in diese Ausnehmungen und anschliessendes Ausgiessen der Ausnehmungen mit Kunstharz ist nicht geeignet, eine schlierenfreie, ungetrübt hochtransparente Verankerung der Zierstücke an Bauteilen von Brillengestellen herzustellen.
Ein unsichtbarer Materialübergang der Kunstharzschicht zu lateral anschliessende, bei Brillengestellen meist aus Acetat oder dgl. gebildeten Bereichen ist nicht durchführbar. Auch die Homogenität des durch dieses Verfahren entstehenden Verbundstoffes wäre in Hinblick auf Warme- und Torsionsverhalten nicht gewährleistet. Zusätzlich wäre ein Ausfräsen des Volumens des einzusetzenden Zierstückes samt Kunzharzschicht in Hinblick auf die notwendige Präzision zur umrissbündigen Einbettung von Zierstücken beliebiger Flächenformen und unterschiedlicher Materialstärke äusserst arbeitsaufwendig. Eine Sichtbarkeit des Zierstückes wenigstens an seinen gegenüberliegenden Stirnseiten ist nicht durchführbar.
Aus der Schmuckindustrie ist die Verwendung von Münzen oder Barren als dekoratives stirnseitiges Zierstück beispielsweise an Ringen und Armbändern bekannt.
Eine der Aufgaben der vorliegenden Erfindung besteht darin, die Nachteile gegenüber bisherigen Anordnungen von Zierstücken an Brillengestellen zu vermeiden und gleichzeitig neuartige Objektträger für Münzen bzw. Barren in einer Münze vergleichbarem Feingewichts bereitzustellen, wobei die Zierstücke im Montagezustand an ihren gegenüberliegenden Stirnseiten sichtbar sein sollen. Es sollen Brillengestell mit hochwertigen dekorativen Zierstücken aus Metall bereitgestellt werden, deren Substanz im Montagezustand unverändert und unbeschädigt bleibt und deren Art einen objektiv messbaren Wert bedingt. Eine weitere Aufgabe bezieht sich auf eine einfache Montage des Zierstückes aus Metall an dem hierzu vorgesehenen Bauteil des Brillengestelles.
Zur Lösung dieser Aufgaben ist bei einem Brillengestell der eingangs erwähnten Art vorgesehen, dass das Zierstück, insbesondere eine offizielle Währungsmünze aus Münzmetall, vorzugsweise eine Gold-, Silber- oder Platinmünze, bzw. ein offizieller Barren aus Gold oder Silber in einer Münze vergleichbarem Feingewicht, mittels Haken an mindestens einem der Bestandteile des Brillengestelles fixiert ist. Die Montage des Zierstückes ist einfach und der Fertigungsablauf qualitativ vorbestimmbar. Es entfallen den Bauteil des Brillengestelles belastende Fräsarbeiten sowie in ihrer optischen Qualität nur schwer kalkulierbare Massnahmen zur Ausgiessung. Vielmehr bestehen durch die erfindungsgemässe Massnahme der Art, Lage und Anordnung des Zierstückes aus Metall gegenüber konventionellen Bauarten erweiterte stilistische Formgebung.
Das Gestaltungsmittel zeichnet sich weiters durch objektiv messbaren und bei Verwendung von Münzen oder Goldbarren in den bevorzugten Materialien durch stabilen bzw. steigenden Wert aus, welcher Umstand insbesondere durch die mögliche Unversehrtheit der Münze bzw. des Barrens im Montagezustand begünstigt ist. Das Brillengestell erhält eine neue Funktion als Objektträger von exklusiven Wertanlageobjekten bzw. Sammlerstücken, deren Substanz auch bei allfälliger Demontage völlig unverändert erhalten bleibt, und dadurch überraschend neue Produktqualität.
In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass das Zierstück, insbesondere eine offizielle Währungsmünze aus Münzmetall, vorzugsweise eine Gold-, Silber-oder Platinmünze, bzw. ein offizieller Barren aus Gold oder Silber in einer Münze vergleichbarem Feingewicht, über einen, in einem aus durchsichtigem Material gefertigten Bestandteil des Brillengestelles eingeformten Schlitz mit korrespondierender Materialfuge innerhalb des Brillengestelles eingesetzt ist. Dabei ist die Münze bzw. der Barren vergleichbar der Montage der Brillengläser in den Bauteil des Brillengestelles eingeformt.
Hierbei kann mit
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Vorteil vorgesehen sein, dass die Münze bzw. der Barren werkzeuglos durch Verschiebung gegen einen Widerstand im objekttragenden Bauteil des Brillengestelles herausgenommen und gewendet oder gegen eine Münze bzw. einen Barren mit gleichen Abmessungen ausgewechselt werden kann. woraus sich gleichzeitig neuartige Variabilität des Erscheinungsbildes der Brillenfassung ergibt. Der Montagevorgang zur Anordnung des Zierstückes an dem Bauteil des Brillengestelles ist äusserst stabil und überraschend einfach
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transparentem Material, welches vorzugsweise gleichzeitig die Oberfläche des Bauteiles des Brillengestelles bildet, überdeckt sein kann, wodurch die Materialsubstanz der Zierstücke geschont und deren Ansicht noch plastischer wird.
In ener weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass das Zierstück, insbesondere eine offizielle
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Barren aus Gold oder Silber in einer Münze vergleichbarem Feingewicht, in einer im Brillengestell eingeformten durchgehenden Öffnung sichtbar gelagert ist. Dadurch ist das Zierstück vorzugsweise wenigstens an seinen gegenüberliegenden Stirnseiten sichtbar angeordnet. Die wenigstens beidseitige Sichtbarkeit der Zierstücke im Montagezustand erweist sich insofern als besonders vorteilhafte Anordnung, da die Brillenfassung in unbenutztem Zustand als hochwertiger Objektträger für die beidseitige Betrachtung der Münze bzw. des Barrens dienen kann.
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ten Münze ; FIG. 18 eine Detailansicht entlang des Schnittes B-B gem.
FIG.1, FIG.4 und FIG.8; FIG.2 die Seitenansicht eines Brittengestettes mit an dem Schläfenbügel angeordneter Münze in einer Bauvariante ;
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wenigstens einem Schläfenbügel 3, wenigstens einem Schläfenbügelansatz 2, der Nasenbrücke 24 bzw. am Fassungsrahmen 1 mit wenigstens einer der Stirnseiten sichtbar angeordnet.
In einer ersten Ausführungsform wie in FIG. 1, F1GL1A und FIG. 1B ersichttich, die Münze 30 in eine durch den Schtäfenbüget 3 in seiner Querachse durchgehende Öffnung in der bei beispielsweise Acetatmaterial üblichen Einformung der Gläser 4 in die Fassungsrahmen 1 vergleichbaren Art und zwar durch Erwärmen, leichtes Erweichen, anschliessendes Eindrücken der Münze 30 durch die Öffnung 28 in die Innennut 5 des die Öffnung 28 umgebenden Rahmens 19 und abschliessendes Abkühlen und Aushärten des Schläfenbügels 3 eingeformt, wobei die Münze 30 mit ihrer Kante in der Innennut 5 fixiert ist.
Durch diese bauliche Massnahme ist die Münze 30 an ihren gegenüberliegenden Stirnseiten jeweils von der Aussen- und Innenseite des Schläfenbügels 3 sichtbar gelagert, woraus sich mit Vorteil eine bei dem Brillengestell 10 dieser Bauart erfindungsgemäss vorgesehene Eigenschaft als substanzschonender neuartiger Objektträger für Münzen 30 ergibt. Es ist selbstverständlich, dass die Öffnung 28 zur Anordnung der Münze 30 in der
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Innennut 5 auch nur an einer Stirnseite des Schläfenbügels 3 bestehen kann und die gegenüberliegende Seite mit beliebigem zum Brillenbau geeignetem, vorzugsweise transparentem Material, welches vorzugsweise gleichzeitig die Oberfläche des Bauteiles des Brillengestelles bildet, überdeckt sein kann.
In einer Ausführungsvariante zu FIG. 1 und FIG. 1A kann die Münze 30 in den Schläfenbügel 3 eingeschmolzen bzw. eingegossen sein, wodurch bei Bestehen des Schläfenbügels aus transparentem Material die Münze 30 vollständig, also auch an ihrer Schmalseite plastisch sichtbar ist. Anstatt wenigstens einer Münze 30 kann, wie in FIG. 4 und FIG. 4A dargestellt, bel analoger Bauart auch wenigstens ein feingewichtiger Gold- oder Silberbarren 40 in wenigstens einen Schläfenbügel 3 eingeformt oder auch eingegossen bzw. eingeschmolzen sein. FIG. 7 zeigt weiters die Anordnung eines in analoger Weise in den Schläfenbügelansatz 2 eingeformten oder eingegossenen bzw. eingeschmolzenen Goldbarren 40.
FIG. 8 illustriert die Ausbildungform eines in die Nasenbrücke 24 eingeformten oder eingegossenen bzw. eingeschmolzenen Barrens 40.
Im Unterschied zum Ausführungsbeispiel gem. FIG. 1 ist gemäss FIG. 2, FIG. 2A, FIG. 2B und FIG. 2C vorgesehen, dass der die an Schläfenbügelansatz 3 ausgebildete Öffnung 28 umgebende Rahmen 19 zur Innenseite des Schläfenbügels 3 hin im Querschnitt gesehen abgewinkelt ist, wodurch eine von der Aussenseite des Schläfenbügels 3 aus in die Öffnung 28 eingesetzte Münze 30 auf dieser Abwinkelung zu liegen kommt und beispielsweise mittels Haken 15 in der Öffnung fixiert ist. Anstatt wenigstens einer Münze 30 kann, wie In FIG. 5 und FIG. 5A dargestellt, bei analoger Bauart auch ein feingewichtiger Barren 40 an wenigstens einem Schläfenbügel 3 fixiert sein. FIG. 9 illustriert die Ausbildungsform eines in analoger Welse an der Nasenbrücke 24 befestigten Barrens 40.
In einer weiteren Ausführungsform ist, wie in FIG. 3, FIG. 3A, FIG. 3B und FIG. 3C vorgesehen, die Münze 30 über einen in die Schmalseite des Schläfenbügels 3 eingeformten Schlitz 34 in eine im Schläfenbügel 3 eingeformte korrespondierende Materialfuge 26 eingesetzt. Ist der Schläfenbügel 3 nicht aus transparentem Material gefertigt und zur Sichtbarkeit der Münze 30 eine Öffnung 28 innerhalb des Schläfenbügels 3 ausgebildet, greift die Münze 30 im Montagezustand, wie bereits zu FIG. 1, FIG. 1A und FIG18 ausgeführt, in die Innen nut 5 des die Öffnung 28 umgebenden Rahmens 19 ein wie insbesondere in FIG. 3C dargestellt. Ist der Schläfenbügel 3 aus transparentem Material gefertigt, kann auf die Ausbildung einer Öffnung 28 verzichtet werden.
Bei dieser Bauvariante kann mit Vorteil vorgesehen sein, dass die Münze 30 werkzeuglos durch Verschieben gegen einen durch Verengung der Materialfuge 26 erzeugten Widerstand 12 auf einfache Weise gewendet oder gegen eine Münze 30 in gleichen Abmessungen ausgewechselt werden kann. Anstatt der wenigstens einen Münze 30 kann, wie in FIG. 6 und FIG. 6A dargestellt, bei analoger Bauart auch ein feingewichtiger Goldbarren 40 in einen Schläfenbügel 3 eingesetzt sein. FIG. 10 und FIG. 10A illustrieren die Ausbildungsform eines in analoger Weise in die Nasenbrücke 24 eingesetzten Goldbarren 40.
Die Erfindung ist auf die Ausführungsformen, die nur beispielsweise dargestellt sind, nicht beschränkt, sondern schliesst auch verschiedene Änderungen und Verallgemeinerungen ein, wie sie durch die Patentansprüche gegeben sind.