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Lederabschärfmaschine.
Die bekannten Lederabschärfmaschinen haben den Nachteil, dass das Abschärfmesser und die Schleifvorrichtung in solcher Weise angeordnet sind, dass sie das Werkstück verdecken und den Arbeiter verhindern, die wirksamen Teile der Maschine und den gerade der Bearbeitung unterzogenen Teil des Werkstückes im Auge zu behalten. Die bekannten Maschinen haben ferner den Nachteil, dass in der Regel scheibenförmige Messer von kleinem Durchmesser Anwendung finden, welcher durch wiederholtes Abschleifen noch verringert wird, so dass die Leistungsfähigkeit der Maschine noch mehr herabgesetzt wird.
Es sind auch Abschärfmaschinen mit zylindrischen oder ringförmigen Messern bekannt geworden ; die Herstellung derartiger Messer ist jedoch eine kostspielige und ausserdem hat die Anwendung von Ringmessern den Nachteil, dass die Vorschubrolle innerhalb des Ringmessers angeordnet werden muss.
Dies erschwert das Auswechseln oder Anbringen des Messers und ausserdem ist die Breite der Fiihrungsrolle von dem Durchmesser des
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Gemäss der vorliegenden Erfindung wird ein Messer von der Form einer Kugelkalotte angewendet, welches an dem oberen Ende einer vor der Werkstückauflage schräg nach unten ge- npigten Aehsp derart angeordnet ist, dass sich der höchstliegende Teil der Schneidkante des Messers
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unter dem Werktische, so dass er weder die Handhabung noch die Sichtbarkeit des Werkstückes beeinflusst.
Die Maschine ist auch mit einer Vorrichtung zum Schleifen des Abschärfmessers ausgerüstet und zwar wirkt die Schleifvorrichtung auf die innere und äussere Fläche des Abschärfmessers ein. damit dieselbe die aus zwei konvergierenden schrägen Flächen bestehende Schneidkante
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Fläche des Werkstuckträgers erfährt, wenn der Umfang des Messers durch Abschleifen verkleinert wurde, durch die Veränderung der Winkelstellung der Achse des Messers gegen die Lotrechte. keine nennenswerte Änderung.
Die Maschine besitzt eine konische oder zylindrische Vorschubrolle. welche teilweise von der Schneidkante des schalenformigen Messers überlappt wird, so dass die Schneidkante des Messers und die obere Fläche der Vorschubrolle so dicht wie möglich neben einander liegen.
Fig. 1 ist eine Seitenansicht der Maschine unter Weglassung eines Teiles des Gehäuses.
Fig. 2 zeigt Einzelheiten gewisser Teile der Fig. 1. Fig. 3 ist ein Schaubild der Vorschubrolle und des Ahschärfmessers. Fig. 4 ist eine Einzelansicbt der zur Einstellung des Abschärfmessers und der Schleifvorrichtung dienenden Vorrichtung. Fig. 5 zeigt den die Vorschubrolle tragenden Mechanismus im Durchschnitt. Fig. 6 ist eine Einzelansicht der die Vorschubrolle mit ihrem Antriebe verbindenden Spindel.
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desselben dienende Vorrichtung 17, 19, ferner eine Vorschubrolle 21, und eine Werkstückfiihrung oder Stoffdrücker 23.
. Zur Herstellung des schalenförmigen Messers 15 wird eine dünne erhitzte Stahlplatte verwendet, welche von aus wärmeleitendem Material bestehenden Stanzen bearbeitet wird. Dadurch, dass der Stahlplatte die Hitze genügend rasch entzogen wird, erreicht sie den nötigen Härtegrad, 80 dass das auf diese Weise hergestellte Messer ausser dem Abschleifen der schrägen zur Bildung der Schneidkante dienenden Flächen, kein weiteres Fertigmachen erfordert.
Eine Klemmplatte 26 sichert die Lage des an dem oberen Ende einer Spindel 27 angeordneten Messers 15. Die Spindel 27 ist an einer, an dem die Hauptwelle 7 umgebenden Gehäuse 31 ausgebildeten Muffe 29 angeordnet. Die Drehbewegungen des Messers 15 werden von einem auf der Welle 7 sitzenden Kegelrad 33 hervorgebracht. Das Rad 33 steht mit der Verzahnung eines an der Spindel 17 ausgebildeten Kegelrades 35 in Eingriff. Die Achse der Spindel 27 bildet mit der Lotrechten einen Winkel (Fig. 2). Ein mit einem geriffelten Kopf versehener, sich in das Maschinengestell hineinschraubender Bolzen 37 trifft mit einem seitlichen Arm 39 des Gehäuses 31 zusammen.
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einen Schlitz 43 der Deckelplatte 3 hindurchgeführt, ao dass sie die Führungsrolle 21 teilweise überlappt.
Die zum Schleifen des Messers dienende Vorrichtung besteht aus zwei an der Spindel 45 befestigten Scheiben 17, 19. Die Spindel 45 lagert in einer an dem die Hauptwelle 7 umgebenden Gehäuse 49 ausgebildeten Muffe 47. Ein an dem unteren Ende der Spindel 45 angebrachtes Kegelrad 53 wird von einem auf der Hauptwelle sitzenden Kegelrad 52 aus angetrieben. Die Gehäuse 31, 49 sind neben einander angeordnet und zwar greift ein an dem Gehäuse 49 ausgebildeter Vorsprung 55 in eine entsprechend gestaltete Nut des Gehäuses 31 ein, 80 dass beide Gehäuse die Kegelräder,
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ein.
Fig. 2 lässt die Winkelstellung der die Scheiben 17, 19 tragenden Spindel gegen die Kante des Abschärfmeaaera erkennen. Mittels eines mit einem geriffelten Kopf versehenen Bolzen 51 kann die Schleifvorrichtung in wirksame Lage oder aus derselben herausbewegt werden (Fig. 4). Das untere Ende des sich in den Block 57 hineinschraubenden Bolzens 51 trifft mit einem Fortsatz 59 des Gehäuses 49 zusammen. Eine das Maschinengestell 1 und den Fortsatz 59 verbindendf Feder 61 sucht den Bolzen 51 gegen den Fortsatz 59 zu ziehen.
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Abschärfmessers bildet, um seinen Drehzapfen 125 geschwungen werden.
An dem in der Platte 113 gelagerten Zapfen 129 ist ein exzentrischer Stift 131 angebracht, welcher in den Schlitz 133 einer Verlängerung des StSdrückers 23 eingreift. Der Zapfen 129 kann mittels eines an demselben befestigten Handgriffes 127 gedreht werden.
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der Vorschubrolle 21 und dem Stoffdrücker 23 hindurchgeführt wird, wobei es von der Feder 9 nachgiebig zwischen diesen Teilen gehalten wird, so dass die Vorschubrolle 21 das Werkstück mit
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bewirkt, dass der unmittelbar auf das Werkstück ausgeübte Druck unter der Kante b der Vorschubrolle ein leichter, unter der Kante a jedoch ein stärkerer ist.
Die Wirkungsweise der Maschine ist folgende : Durch Einrücken der Kupplung wird die
Hauptwelle 7 in Drehungen versetzt. Soll zunächst die Schleifvorrichtung Anwendung finden, so wird der Bolzen 51 gedreht bis die Schleifscheiben 17, 19 mit der Messerkante zusammentreffen.
Nachdem das Messer von der Schleifvorrichtung zur Genüge bearbeitet worden ist, wird die letztere wieder aus der Arbeitslage herausbewegt. Sodann wird das Messer mittels des Bolzens 37 so eingestellt, dass seine Schneidkante durch die Aussparung 43 der Deckelplatte 3 hindurchragt und die Führungsrolle teilweise iiberlappt. Schliesslich regelt der Arbeiter durch Bewegung des
Handgriffes 127 und der Mutter 121 die Neigung des Stoffdriickers 23 und verstellt auch die
Muffe 97, damit die Vorschubrolle 21 den erforderlichen, nach aufwärts gerichteten Druck ausübt.
Nach Vollendung der notwendigen Einstellungen führt der Arbeiter den Randteil des abzu- schärfenden Werkstückes zwischen die Vorschubrolle 21 und den Stondrücker 23 ein. Durch die
Drehungen der Vorschubrolle wird das Werkstück gegen die Schneidkante des Messers bewegt und in der erforderlichen Weise abgeschärft. Der abgeschärfte Teil des Werkstückes wird aus der Aussparung 43 herausbewegt und setzt seine Bewegung auf der Oberfläche der Deckelplatte 3 fort. welch letztere die Werkstückauflage bildet.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Lederabschärfmaschine, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Abschärfmesser von der
Form einer Kugelkalotte besitzt, deren Achse von der Ebene der Werkstückauflage derart schräg nach abwärts verläuft, dass sich der höchste Punkt der Schneidkante des Messers in der Ebene @ der Werkstückauflage befindet.