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Die Erfindung bezieht sich auf einen Restgutzerkleinerer mit einem innerhalb eines eine Einfüllöffnung und eine Ausgabeöffnung aufweisenden Gehäuses um eine stehende Drehachse dreh- und antreibbar gelagerten Rotor, der in wenigstens zwei achsnormalen Ebenen Messerträger und darauf angebrachte Messer trägt.
Wie die DE 30 03 938 A1, DE 32 26 667 A1 sowie AT 393 235 B zeigen, gibt es bereits Zerkleinerer, die einen um eine stehende Drehachse dreh- und antreibbaren Rotor aufweisen, wobei als Rotor entweder ein Sternmessersatz dient, dessen oberstes Flachmesser nach oben abgewinkelt ist und oberhalb mehrerer Hämmer angeordnet sein kann, oder zwei an der Motorwelle montierte Messerbalken jeweils einem eigenen, entsprechend unterschiedlich dimensionierten Gehäuseabschnitt zugehören. Diese Zerkleinerer arbeiten daher mit starren Radialmessern auf starren Messerbalken, die die alleinige Funktion der Zerkleinerung des eingebrachten, zu zerkleinernden Materiales verfolgen.
Es sind weiters Vorrichtungen zum Zerkleinern von Abfällen und Müll in verschiedensten Ausführungen bekannt, wobei die mit axial oder auch radial ausgerichteten Zerkleinerungswerkzeugen bestückten Rotoren praktisch durchwegs liegend eingesetzt sind und die Werkzeuge, die auch schwenkbar abgestützt sein können, wiederum einen gleichbleibenden radialen Arbeitsbereich besitzen sowie den durch diese drehbaren Rotoren oder anderer innerhalb der Maschine angebrachten Schaufeln verursachten Sog zu nutzen suchen, ohne jedoch die allgemein bekannten Gesetze der Aerodynamik konsequent zum Einsatz zu bringen.
Bei div. bekanntgemachten Vorrichtungen zum Zerkleinern von Gut werden Luftwirbel und sich drehende Luftsäulen mit geringer Sogwirkung erzeugt, die wenn überhaupt nur zur Beschickung der Zerkleinerungsvorrichtungen, nicht aber zum Abtransport des zerkleinerten Gutes aus der Vorrichtung verwendet werden können.
All diese Vorrichtungen befriedigen in ihrer Zerkleinerungswirkung und ihrer konzeptionellen Arbeitswei- se immer nur bei bestimmten Abfallarten, Werkstoffen, Stückgrössen, vorhandenen Beschickungsanlagen u. dgl.. sie sind aber nicht in der Lage, unterschiedliche Abfallprodukte und Qualitäten, selen sie aus
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zuverlässig mit gewünschtem Erfolg zu zerkleinern. Abgesehen davon, sind diese bekannten Apparaturen konstruktiv übermässig aufwendig, arbeiten energieintensiv. erfordern tw aufwendige Zusatzelnnchtungen, sind starr oder nur äusserst umständlich an sich ändernde Produkte mit unterschiedl. Qualitäten anzupassen und stellen überdies oft unangenehme Lärmquellen dar.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde. o. a. Mängel zu beseitigen und einen Abfallzerkleinerer der eingangs geschilderten Art zu schaffen, der sich bei äusserst platzsparender und aufwandsarmer Bauweise durch seine hohe Wirtschaftlichkeit, seinen funktionssicheren, geräuscharmen Betrieb und vor allem durch seine, vom Zerkleinerungsgut weitgehend unabhängige, hervorragende Zerkleinerungwirkung auszeichnet.
Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, dass an den uni die Aggregatlängsachse rotierenden Messerträger Versteifungen angebracht sind, welche einen Luft-und Materialstrom mit hoher Geschwindigkeit durch den Restgutzerkleinerer in Arbeitsrichtung verursachen.
Der erfindungsgemässe Restgutzerkleinerer weist ein mit der Rotorachse achsengleiches, zylindrisches Lochsieb auf, welches in Verbindung mit einem um dieses Sieb angebrachten Spiralgehäuse einen spiralförmigen Auslasskanal bildet, welcher einem einflutigen Radiallüftergehäuse nachemfunden ist.
Der solcherart verursachte Luftstrom befördert das Zerkleinerungsgut an die Innenseite des Lochslebzy- linders durch den es bei ausreichender Zerkleinerung hindurchgedrückt wird bzw. bei nicht ausreichender Zerkleinerung zwischen diesem und den Messern sowie zwischen den Messern und den Gegenmessern zerkelinert wird, was eine grundlegende technische Novität gegenüber bekannten Vorrichtungen zum Zerkleinern von Gut darstellt.
Der mit seiner freien Stirnseite zur Einfüllöffnung ausgerichtete Rotor verlangt nur ein sehr schmales Gehäuse und erlaubt den Bau einer praktisch überall aufstellbaren Zerklelnerungstornchtung.
Das axial auf den Rotor fallende bzw. von diesem angesaugte Zerkleinerungsgut wird durch diesen schrittweise zerhackt sowie zwischen Rotor und den am Lochsieb angebrachten Gegenmessern zernssen.
Erwähntes Lochsieb ist als Zylinder ausgebildet, dessen Achse mit der Maschinenlängsachse deckungsgleich ist Unterschiedliche Lochformen. Lochgrössen sowie deren Geometrien und Flächenverhältnisse als auch der geringe Abstand der Lochsiebzyhndennnenselte zu den rotierenden Zerkleinerungsmessern, weiters die aerodynamisch optimierte Ansaugzone ermöglichen, bei vergleichsweise geringem Energieaufwand, einen sehr hohen Durchsatz an Zerkleinerungsgut Äussherst günstig in Bezug auf Effizienz.
Gesamtenergleverbrauch Bauaufwand und vor allem die Förderleistung wirkt sich die aerodynamische Gestaltung des Auslassförderkanales aus, die in Verbindung mit dem kombinierten Radialmesserventilator auch ein Optimum an Wirtschaftlichkeit gewährleistet.
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Dies wird im speziellen durch die Tendenz der Konstruktion ermöglicht. Zerkleinerungsgut mit geringerem spezifischem Gewicht eigentätig anzusaugen, dadurch dein Prozess zuzuführen und mit dem durch die rotierenden Messerpaare erzeugten Luftstrom durch den einem Radiallüftergehäuse nachempfundenen Auslasskanal nach abgeschlossener Zerkleinerung mit hoher Geschwindigkeit aus der Zerkleinerungsmaschine hinauszubefördern.
Des weiteren verursachen die hohen Strömungsgeschwindigkeiten der Luft bei frei blasendem Einsatz eine Verringerung des Feuchtigkeitsgrades des zerkleinerten Gutes, was dessen Qualität entscheidend beeinflusst.
Eine konstruktive Novität stellen auch an dem Lochsieb angebrachte Gegenmesser dar, welche durch ihre formschlüssige Anbringung in der Zerkleinerungseinheit neben ihrer Wirkung als Gegenmesser auch als Sicherung des Lochsiebes gegen achsparalellen und radialen Versatz desselben dienen und überdies die erforderliche Formstabilität des Lochsiebzylinders gewährleisten.
Die allgemeine Auslegung des Zerkleinerers für unterschiedliche Qualitäten des zu zerkleinernden Gutes kann durch geeignete Massnahmen an höhere Anforderungen bzgl. Durchsatzleistung. Förderlelstung, Zerkleinerungsverhältnis etc. bei sich nicht ändernden Qualitäten des zu zerkleinernden Gutes angepasst werden um so für industriellen Einsatz hochgradig geeignet zu sein.
In der angeschlossenenen Darstellung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise veranschaulicht, und zwar zeigt Fig. 1 einen erfindungsgemässen Restgutzerkleinerer im Aufnss und Fig. 2 einen erfindungsgemässen Restgutzerkleinerer im Grundriss, jeweils aufgeschnitten, zur Kenntlichmachung der, der Erfindung zugrundeliegenden Konstuktionsmerkmale.
Ein Abfallzerkleinerer (1) meist einen zylindrischen Einfüllstutzen (2) mit einer, bei stehender Anordnung der Anlage, oberen axialen Einfüllöffnung (20), durch die das Zerkleinerungsgut in die Anlage eingebracht wird. Darunter liegend rotieren die vom der Antriebseinheit (11) angetriebenen Messerträgern (4) mit den auf diesen, in unterschiedlichen Entfernungen von der Rotationsachse, in verschiedenen Neigungen angebrachten, gleichen Messern (5). Der vollsymmetnsche Aufbau der Schneidwerkzeuge ist in der Draufsicht zu erkennen.
Der Einfüllstutzen (2) und der obere Teil des Maschinengehäuses bilden eine Einheit. die, über Scharniere (6), sowie auf der gegenüberliegenden Seite über geeignete Schnellspannverschlüsse (7), das zylindrische Sieb (9), dessen Längsachse koachsial zur Rotationsachse der Messerträger steht, in einer förmschlüssigen Lage fixiert, sodass ein Verrutschen des Siebes in achsialer sowie In radialer Richtung ausgeschlossen ist.
Die an der Unterseite der Messerträger (4) angebrachten Versteifungen (8), die unzulässige Verformungen der Messerträger verhindern, sind als Luftschaufein ausgebildet, die einen Materialstrom der zu zerkleinernden Materialien zum Sieb hin verursachen, wo der Zerkleinerungsvorgang durch ein Zerrelssen bzw. Zerschneiden des Zerkleinerungsgutes zwischen den Messern und dem Sieb sowie zwischen den Messern und den ain Sieb angebrachten Gegenmessern (10), bis zu der durch die Art der Sieblochung vorgegebenen maximalen Stückgrösse abgeschlossen wird.
Hat das Zerkleinerungsgut mit der gewünschten Stückgrösse das Sieb passiert, so wird es mit dem Luftstrom durch den spiralförmigen Ausgabekanal (21) zur Auslassöffnung (22) transportiert, an der ein variables Anschlussstück (14) angebracht ist, weiches eine einfache Anbindung an eventuell bereits bestehende Anlagen bzw. Anlagenteile ermöglicht.
Der unterhalb der Trennebene liegende Teil des Maschinengehäuses (12) hat neben seiner mechani- schen Funktion auch die Aufgabe, die Im unteren Bereich der Anlage entstehenden Geräusche durch entsprechende technische Massnahmen an einem Austreten in die Umgebung weitestgehend zu verhindern. Zu diesen Lärmschutzmassnahmen gehören auch die elastischen Maschinenfüsse (13), auf denen die gesamte Anlage ruht, die eine Übertragung des Körperschalles sowie der Schwingungen der Anlage und der sich Im gesamten Arbeitsbereich der Anlage bewegenden Luftsäule, an die Fussbodenoberfläche verhindern.
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