AT395106B - Elektroakupunktur-therapiegeraet - Google Patents

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Description

AT 395 106 B
Die Erfindung bezieht sich auf ein Elektroakupunktur-Therapiegerät mit einem Behandlungsstromgenerator und mit mindestens zwei Elektroden, welche an diesen Behandlungsstromgenerator über Leitungen angeschlossen sind und von denen mindestens eine eine Nadel-Einstich-Elektrode ist, und gegebenenfalls eine weitere Elektrode eine Flächenelektrode ist.
An einer Anzahl von Stellen des Körpers sind unter der Hautoberfläche Rezeptorenbereiche gelegen, die in reizleitender Verbindung mit an anderen Stellen des Körpers gelegenen Körperteilen stehen. Durch Stimulation solcher Rezeptorenbereiche kann zu diagnostischen oder therapeutischen Zwecken auf die mit diesen Rezeptorenbereichen in Verbindung stehenden Körperteile Einfluß ausgeübt werden. Eine Behandlung, bei der man trachtet, eine Stimulation der Rezeptorenbereiche durch Einstechen von Nadeln in diese Bereiche zu »zielen, wird oft Akupunkturtherapie genannt. Man hat auch eine Stimulation von Rezeptorenbereichen durch Zufuhr elektrischer Ströme versucht, und hiezu in der Regel Elektroden verwendet, die auf der Hautoberfläche aufliegen. Diese Technik wirdmanchmal .Elektro-Akupunktur“ genanntEsisteinauf dieseTechnik abgestimmtes Stimulations-Therapiegeiät bekannt, welches einen sehr kleinen batteriebetriebenen Behandlungsstromgenerator aufweist, der durch seine geringe Größe leicht am Körper getragen werden kann, und der üb» flexible Leitungen mit einem Elektrodenträger v»bunden ist, d» mehrere Stiftelektroden trägt, die an ihrer Vorderseite abgerundet sind, und der an die zu behandelnde Stelle des Körpers aufgesetzt wird. Ein wesentlich» Nachteil dieses Gerätes und der mit auf die Hautoberfläche aufgelegten Elektroden arbeitenden Elektro-Akupunktur üterhaupt, liegt darin, daß diese Art d» Elektro-Akupunktur sehr oft nur eine geringe Wirkung zu »bringen vermag, bzw. daß bei ein» solchen Behandlung üb»haupt keine merkliche Wirkung erzielt wird.
Es konnte festgestellt werden, daß eine direkte punktuelle Stimulation d» Rezeptorenbereiche nahezu in aU»i Fällen einegute therapeutische Wirkungzu erbringen vermag. Die üblicherweise beider Akupunktur zur Stimulation verwendeten langen Stimulationsnadeln können aber kaum über längere Zeit vom Patienten getragen werden, weil die Lage dieser Nadeln, d. h. ihr Halt und ihre Einstichtiefe durch äuß»e Kräfte in unerwünschter Weise verändert werden kann. Überdies nimmt häufig die Stimulationswirkung von solchenNadelnnach einig» Zeit beträchtlich ab.
Die an sich mögliche Zufuhr von Behandlungsströmen an solche lange Akupunkturnadeln, welche in Rezeptorenbereiche des Körpers eines Patienten eingestochen sind, ist nur in Ausnahmefällen anwendbar und kann kaum zur Erzielung einer gegenüber d» stromlosen Stimulation verlängerten Wirkungbeitragen, weil diese langen Nadeln mechanisch verhältnismäßig instabil sind, und eine Stromzuleitung praktisch nur bei bewegungslos verharrenden Patienten, also nur über kürzere Zeiträume, vorgenommen werd»i kann.
Es ist in der US-PS 3 939 841 ein Gerät zur Lokalisierung von Punkten d» Körperoberfläche, an denen eine Akupunkturbehandlung erfolgversprechend erscheint,zumEinführen vonlangen Akupunktumadeln in die lokalisierten Stellen und zur Zufuhr elektrischer Behandlungsströme an eine eingestochene Nadel beschrieben. Bei diesem bekannten Gerät ist eine Handhabe vorgesehen, welche aus Isoliermaterial besteht und welche ein metallenes Führungsrohr für lange Akupunktumadeln und eine Becherelektrode trägt; vom Führungsrohr und der Becherelektrode führt ein elektrisches Veibindungskabel zum einen Anschluß eines Gerätes, mit dem dem Führungsrohr und d» Becherelektrode elektrisch» Strom zuführbar ist, wobei ein über den Patienten führender Stromkreis üb» eine Flächenelektrode in Form eines Armbandes, welches über eine Leitung an den anderen Anschluß des Gerätes angeschlossen ist und am Patienten angebracht wird, geschlossen wird; ein im Gerät vorgesehenes Meßgerät ermöglicht die Bestimmung des elektrischen Widerstandes im Patientenkreis, wobei die Becherelektrode oder das Führungsrohr als Elektrode benützt und mit der Handhabe suchend über die Haut bewegt wird; an Stellen, an denen ein geeignet erscheinender Widerstandswert gemessen wird, wird mit dem Führungsrohr eine Akupunkturnadel eingestochen, und es kann gewünschtenfalls danach mitdem Führungsrohr dieser Nadel elektrischer Strom zugeführt werden, wobei das Führungsrohr während dies» Stromzufuhr mit der Handhabe an der Nadel gehalten werden muß.
Es ist darauf hinzuweisen, daß die Bezeichnungen „Akupunktur“ und .Elektroakupunktur'* im normalen Sprachgebrauch für eine Reihe verschiedener Behandlungstechniken und Behandlungsgeräte verwendet werden.
So ist in der AT-PS 379 079 ein Akupunkturgerät beschrieben, bei dem Nadeln zum Einstechen in den Körper vorgesehen sind, deren Einstichteil mit einer Transformatorspule v»bunden ist und diese trägt; es wird durch diese Transformatorspule der Nadel eine Spannung zugeführt, die durch das Magnetfeld einer Primärspule erzeugt wird, die die an d» Nadel angebrachte Transformatorspule umgibt. Es ergibt sich so eine verhältnismäßig klobige Nadeleinheit, und es kommt dieses Gerät im Hinblick auf diese Ausbildung der Nadeln und der erforderlichen Zusatzgeräte für eine sich über längere Zeiträume erstreckende Behandlung nicht in Betracht
Die CH-PS620821 verwendet die Bezeichnung .Elektropunktui'* für ein Gerät bei dem eine Behandlungselektrode vorgesehen ist, die durch einen Handgriff, an dem sich eine elektrisch leitende Spitze befindet gebildet ist. Es muß eine solche Elektrode während der ganzen Behandlungszeit so mit der Hand gehalten werden, daß die Spitze die zu behandelnden Punkte berührt. Ein Einstechen der Elektrode in den Körper bzw. in die Haut ist nicht vorgesehen. Letzteres gilt auch für einein der EP-A1-0229 200beschriebene Akupunkturvorrichtung, welche aus pillenförmigen Körpern aus Metall oder Halbleitern besteht, die auf die Haut aufgelegt und dort mit einem Pflaster befestigt werden. -2-
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Weiter werden in der FR-PS 1297 117 und in der FR-AS 2 354 759 kleine elektrisch betriebene Massageapparate, die mit stiftartigen oder scheibenartigen Ansatzstücken arbeiten, „Akupunkturapparate“ genannt.
Im hier vorliegenden Zusammenhang soll aber als „Akupunktur“ nur die Stimulation von Rezeptorenbereichen mittels in diese vorgenommenem Einstich verstanden werden. 5 Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung ein Elektroakupunktur-Therapiegerät zu schaffen, mit dem auf praktisch gangbare Weise eine Stimulation von Rezeptorenbereichen über längere Zeiträume vorgenommen werden kann.
Die Erfindung schafft ein Elektroakupunktur-Therapiegerät eingangs erwähnter Art, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß die Nadel-Einstich-Elektrode(n) einen Einstichteil, welcher kürzer als 4 mm ist, und einen an den 10 Einstichteil anschließenden Halteteil in Form eines Ringes oder Plättchens aufweist bzw. aufweisen, dessen dem Einstichteil zugewandte Seite in einer zur geometrischen Achse des Einstichteiles annähernd senkrecht verlaufenden Ebene liegt, daß der Behandlungsstromgenerator in an sich bekannterWeise ein tragbarer, am Körper festlegbarer, batteriebetriebener Behandlungsstromgenerator ist, an den die Nadel-Einstich-Elektrode(n), wie gleichfalls an sich bekannt, mit (einer) flexiblen Leitungen) angeschlossen ist bzw. sind, und daß die gegebenenfalls vorgesehene 15 Flächenelektrode vorzugsweise am GehäusedesBehandlungsstromgeneratorsangeordnetisLDurchdiese Ausbildung kann der vorstehend angeführten Zielsetzung sehr gut entsprochen werden. Die spezielle Ausbildung der Nadel-Einstich-Elektrode, die beim erfindungsgemäßen Gerät vorgesehen ist, ermöglicht eine einfache Handhabung beim Setzen der Nadel-Einstich-Elektrode und läßt einen über längere Zeiträume sicheren Sitz dieser Elektrode erzielen, der gegenüber mäßigen von außen einwirkenden Kräften bestandfähig ist, da der Halteteil der Nadel-Einstich-20 Elektrode eine gute Abstützung an dem die Einstichstelle umgebenden Hautbereich erfährt, und da diese Elektrode ohne weiteres zusätzlich mit einem überdeckenden Heftpflaster geschützt werden kann. Die durch eine flexible Leitung gebildete Verbindung zum Behandlungsstromgenerator vermeidet von der Leitung her kommende nachteilige mechanische Einflüsse auf die Nadel-Einstich-Elektrode, und es ergibt sich zusammen mit der Ausbildung des Behandlungsstromgenerators als tragbarer (d. h. am Körper tragbaren) batteriebetriebener Generator die 25 Möglichkeit die Behandlung übere längere Zeiträume durchführen zu können ohne dabei wesentliche Einschränkungen der Bewegungsfreiheit in Kauf nehmen zu müssen.
Es ist dieses Gerät insbesondere für die Aurikular-Therapie, bei der die die Nadel-Einstich-Elektrode bildende Akupunktumadel in Rezeptorenbereiche an der Ohrmuschel eingestochen wird, gut geeignet.
Eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Therapiegerätes ist dadurch gekennzeichnet, daß der 30 Einstichteil der Nadel-Einstich-Elektrode(n) als ein- oder mehrgängige Schraube ausgebildet ist, deren Gewindeganghöhe größer als das Zweifache des Durchmessers des Einstichteiles der betreffenden Elektrode an seiner dicksten Stelle ist. Es ermöglicht diese Ausführungsform zum einen ein besonders feinfühliges und exaktes Einstechen dieser Elektrode bzw. Elektroden, wodurch das Treffen der Rezeptorenbereiche erleichtert und das üblicherweise beim Einstechen von Nadeln in die Haut verspürte Unbehagen weitgehend gemildert werden kann, 35 und es wird zum anderen durch diese Ausbildung des Einstichteils der Elektrode eine weitere Verbesserung des Haltes der Elektrode an der Einstichstelle erzielt.
Die Länge des Einstichteiles der die Nadel-Einstich-Elektrode(n) bildenden Akupunktumadel(n) wird für die Stimulation von am Körper bzw- Rumpf oder an Extremitäten liegenden Rezeptorenbereichen vorteilhaft mit etwa 3 mm gewählt Für die Aurikulotherapie ist eine Länge des Einstichteiles von etwa 1 bis 2 mm günstig, wobei für 40 Elektroden, die für einen Einstich im verknorpelten Bereiche des Ohres vorgesehen sind, vorteilhaft die Länge des Einstichteiles mit etwa 1 mm gewählt wird und für einen Einstich in andere Stellen des Ohres eine Länge des Einstichteiles von etwa 2 mm günstig ist.
Um die Stütz- und Haltewirkung des Halteteiles der dieNadel-Einstich-Elektrode(n) bildenden Akupunktumadel(n) weiter zu verbessern, kann man vorteilhaft auf der an der Haut zur Anlage kommenden Seite des Halteteiles einen 45 Haftkleber vorsehen, der z. B. in Form eines Klebstoffauftrages oder in Form eines Ringes einer selbstklebenden Folie ausgebildet sein kann.
Es ist auch günstig eine Klebefixierung der flexiblen Zuleitungen) zu dieser (diesen) Elektrode(n) an der Haut vorzunehmen. Auch hiezu kann an der bzw. den Zuleitungen) ein Klebstoff auftrag vorgesehen werden oder an der bzw. den Zuleitungen) eine dünne selbsiklebende Folie vorgesehen werden. 50 Ein besonders leichtgängiges Einführen bzw. Einstechen des Einstichteiles der Elektrode unter weitgehender
Vermeidung unangenehmer Empfindungen, läßt eine Ausführungsform des «findungsgemäßen Therapiegerätes erzielen, welche dadurch gekennzeichnet ist, daß das Schraubengewinde des Einstichteiles der Nadel-Einstich-Elektrode^) außen einen scharfen Gewindegrat aufweist.
Bildet man den Einstichteil der Nadel-Einstich-Elektrode bzw. -Elektroden als Schraube aus, ist es in vielen 55 Fällen günstig, eine möglichst hohe Gewindeganghöhe vorzusehen, z. B. eine Gewindeganghöhe, welche über die Länge des Einstichteiles der Nadel etwa 1/4 bis 1/2 Gang ergibt
Hinsichtlich der Akupunktumadel, und zwar sowohl hinsichtlich der Herstellung als auch hinsichtlich der -3-
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Manipulation derselben, ist eine Ausführungsform des eifindungsgemäßen Therapiegerätes sehr günstig, welche dadurch gekennzeichnet ist, daß der Halteteil ein aus Draht gebogener Ring ist, wobei ein Ende dieses Drahtes radial zur Ringmitte abgebogen ist und von dort ausgehend abermals äbgebogen den Einstichteil bildet
Durch die mit einer Akupunktumadel erfolgende Einleitung der Stimulation in die Rezeptorenbereiche selbst 5 kann die Stimulation mit dem erfindungsgemäß ausgebildeten Elektroakupunktur-Therapiegerät mit sehr geringen
Stromstärken, in der Regel einige Mikroampere, das Auslangen finden; dadurch braucht der im Gerät vorzusehende Impulsgenerator nur eine verhältnismäßig geringe Leistung abzugeben und kann demgemäß üb» längere Zeiträume von ein» verhältnismäßig kleinen Batterie gespeist werden. Man kann so insgesamt verhältnismäßig kleine Abmessungen des Behandlungsstromgenerators erzielen, so daß derselbe an beliebigen Körperstellen, z. B. 10 unmittelbar hinter dem Ohr, getragen werden kann. Die bei einer bevorzugten Ausbildung des erfindungsgemäßen
Elektroakupunktur-Therapiegerätes am Gehäuse des Behandlungsstromgenerators vorgesehene Flächenelektrode kann mit einem Pol des Ausganges des Behandlungsstromgenerators in Verbindung stehen, so daß zur Stimulation nur mehr eine Nadel-Einstich-Elektrode verwendet w»den muß; es ist ab» auch möglich gewünschtenfalls mehrere Elektroden in Form von Akupunktumadcln, welche wie vorstehend angeführt ausgebildet sind, einzusetzen und 15 beide Ausgangsklemmen des Behandlungsstromgenerators mit den Akupunktumadeln zu verbinden.
Das erfindungsgemäße Elektroakupunktur-Therapiegerät kann im Hinblick auf seinen einfachen Aufbau auch als Einmalgeiät ausgebildet werden, was aus hygienischen Gründen besonders vorteilhaft ist.
Zum Festhalten des Behandlungsstromgenerators am Körp», z. B. hinter dem Ohr, kann im einfachsten Fall ein Formschluß oder ein Heftpflaster vorgesehen sein. Es ist auch günstig an der Außenseite des Gehäuses des 20 Behandlungsstromgenerators einen Haftkleber vorzusehen.
Die Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf Beispiele, welche in d» Zeichnung schematisch dargestellt sind, weit» erläutert. In der Zeichnung zeigt Fig. 1 eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Elektroakupunktur-Therapiegerätes in einer Ansicht, Fig. 2 gleichfalls in ein» Ansicht eine Ausführungsform einer bei einem solchen TherapiegeiätvorgesehenenNadel-Einstich-Elektrode,Fig. 3 den Einstichteil einer solchen Elektrode in vergrößertem 25 Maßstab, Fig. 4 einen Schnitt gemäß der Linie (TV-IV) in Fig. 3 in weit» vergrößertem Maßstab, Fig. 5 eine andere
Ausführungsform des Einstichteils einer solchen Elektrode in Ansicht, Fig. 6 einen Schnitt gemäß d» Linie (VI-VI) in Fig. 5 in weit» vergrößertem Maßstab, Fig. 7 eine weitere Ausführungsform des Einstichteils ein» Nadel-Einstich-Elektrode in einer den Fig. 4 und 6 entsprechenden Darstellung, Fig. 8 eine weitere Ausführungsform ein» Nadel-Einstich-Elektrode für ein erfindungsgemäß ausgebildetes Therapiegerät, Fig. 9 eine Elektrode mit integrierter 30 Anschlußklemme und Fig. 10 eine über eine Anschlußklemme mit einer Leitung verbundene Elektrode.
Das in Fig. 1 schematisch dargestellte Elektroakupunktur-Therapiegerät (1) weist einen Behandlungsstromgenerat» (2) auf, an dessen Ausgangsklemmen (3), (4) über flexible Leitungen (5), (6) Nadel-Einstich-Elektroden (7), (8) angeschlossen sind. Im Gehäuse des Behandlungsstromgenerat»s (2) ist ein elektrischer Impulsgeb» (9) angeordnet, d» die Behandlungsimpulse erzeugt und gewünschtenfalls hinsichtlich Impulsform, Impulsfrequenz 35 und Impulsamplitude sowie hinsichtlich d» Impulsabstände umschaltbar ausgebildet ist. Dieser Impulsgeber wird von einer in das Gehäuse des Behandlungsstromgenerators (2) eingesetzten Batterie (10) gespeist. Ein Schalt» (11) ist zum Ein- und Ausschalten des Impulsgebers vorgesehen. Ein weiterer Schalter (12) dient zum Anschalten einer am Gehäuse des Behandlungsstromgenerators (2) vorgesehenen Flächenelektrode (14) an eine der Ausgangsklemmen (3), (4) des Behandlungsstromgenerators (2). 40 Die Elektroden (7), (8) sind Akupunktumadeln, deren Einstichteil (15) kürzer als 4 mm ist, und die einen an den
Einstichteil (15) anschließenden Halteteil (16), der in F»m eines Ringes oder Plättchens ausgebildet ist, auf weisen. In vielen praktischen Fällen, z. B. für die Aurikulo-Therapie, kann eine Länge des Einstichteiles von etwa 1 mm bis 2 mm vorgesehen werden. Die dem Einstichteil (15) zugewandte Seite des Ringes oder Plättchens (16) liegt in einer zur geometrischen Achse (17) des Einstichteils (15) annähernd senkrecht verlaufenden Ebene, welche in Fig. 3 durch 45 eine strichpunktierte Linie (18) angedeutet ist. Es wird durch diese Ausbildung des Halteteiles der eine Nadel-Einstich-Elektrode bildenden Akupunktumadel eine gute Abstützung einer in eine Hautstelle eingestochenen Nadel auf dem die Einstichstelle umgebenden Hautbezirk erzielt, was vorteilhaft zu einem sicheren Sitz der Nadel beiträgt Man kann durch diese Ausbildung des Halteteiles die Nadel auch weiter mit einem den Halteteil überdeckenden Heftpflaster zusätzlich fixieren, so daß über längere Zeiträume ein exakter Sitz der Nadel gewährleistet ist und 50 gleichzeitig die Einstichstelle gegen Verschmutzung weitgehend geschützt ist
Bei der in Fig. 2 und 3 dargestellten Ausführungsform ist der Halteteil (16) ein aus Draht gebogen»Ring, wobei ein Ende (20) des Drahtes radial zur Ringmitte abgebogen ist und von dort ausgehend abermals abgebogen den Einstichteil (15) bildet
Wie aus den Fig. 3 und 4 ersichtlich ist ist bei dieser Ausführungsform d» Einstichteil (15) der Nadel-Einstich-55 Elektrode als zweigängige Schraube ausgebildet Das Schraubengewinde (22) hat ein seichtes Profil und außen scharfe Gewindegrate (23). Die Gewindeganghöhe (24) dieser Schraube ist größer als das Zweifache des Durchmessers (21), den der Einstichteil (15) der Nadel an seiner dicksten Stelle aufweist Die Dicke (21) kann z. B. -4-
AT 395 106 B ca. 0,3 mm sein. Der Durchmesser des in Form eines Ringes ausgebildeten Halteteils (16) kann z. B. 4 mm sein.
Bei der in den Fig. S und 6 dargestellten Variante ist der Einstichteil (15) in Form einer eingängigen Schraube ausgebildet, wobei das Schraubengewinde (22) wieder, wie Fig. 6 zeigt, außen einen scharfen Gewindegrat (23) aufweist und ein seichtes Profil hat Die den Einstichteil (15) bildende Schraube hat in diesem Fall einen halben Gang. 5 Die Länge des Einstichteiles beträgt in diesem Fall ca. 1 mm.
Bei der in Fig. 7 dargestellten Variante ist der Einstichteil (15) als viergängige Schraube ausgebildet, wobei das Schraubengewinde (22) eine größere Profiltiefe hat, als bei den in den Fig. 4 und 6 dargestellten Ausführungsformen.
Bei der in Fig. 8 dargestellten Ausführungsform derals spezielle Akupunktumadel ausgebildeten Nadel-Einstich-Elektrode des Therapiegerätes ist der Halteteil (16) inForm eines Plättchensausgebildet, welches in seiner Mitte (26) 10 mit dem Einstichteil (15) verbunden ist Der Einstichteil (15) kann dabei in eine entsprechende Öffnung im Plättchen form- und/oder kraftschlüssig eingefugt sein oder z. B. durch eine Löt- oder Schweißverbindung mit dem Plättchen verbunden sein. Man kann auch eine formschlüssige Verbindung zusammen mit einer Löt- oder Schweißverbindung vorsehen. Die Ausbildung des Einstich teiles kann auch in diesem Fall in verschiedener Weise vorgenommen werden, z. B. wie dies in den Fig. 3 bis 7 dargestellt ist An der an der Haut zur Anlage kommenden Seite (25) des Halteteiles 15 (16) kann ein Haftkleber (27), z. B. in Form eines Klebstoffauftrages oder in Form eines Ringes einer selbstklebenden
Folie, angeordnet sein.
Die in Form einer speziellen Akupunktumadel ausgebildeten Elektroden können zur Bildung einer elektrischen Verbindung mit der vom Behandlungsstromgenerator kommenden flexiblen Leitung (5), (6) im einfachsten Fall verlötet oder verschweißt sein, oder es kann eine solche Leitung mit der betreffenden Elektrode durch eine 20 Klemmverbindung verbunden sein. Eine Klemmverbindung kann dabei gewünschtenfalls auch lösbar ausgebildet sein, so daß man gewünschtenfalls verschiedene Nadel-Einstich-Eleklroden, die sich z. B. hinsichtlich der Länge des Einstichteiles unterscheiden, einsetzen kann. Fig. 9 zeigt eine Ausfühningsform einer Elektrode, welche ähnlich wie die in Fig. 2 dargestellte Elektrode ausgebildet ist, und eine in den Halteteil integrierte Verbindungsklemme (28) aufweist. Zur Bildung dieser Verbindungsklemme (28) ist der den Halteteil (16) bildende Ring mit einer U-förmigen 25 Einbuchtung (29) versehen, deren Schenkel (30), (31) durch Zusammendrücken des Ringes im Sinne der Pfeile (32) aufgespieizt werden können; es kann solcherart die Klemme (28) geöffnet und das Ende einer elektrischen Leitung zwischen die Schenkel (30), (31) eingeführt werden, welche dann nach Wegfall der die Klemme öffnenden Kraft wieder zurückfedem und dabei die elektrische Leitung festhalten.
Auch an einer zu einer Elektrode führenden flexiblen Leitung (5), (6) kann man eine Verbindungsklemme 30 vorsehen und mit dieser Verbindungsklemme eine elektrische Verbindung der betreffenden Leitung zu der als Akupunktumadel ausgebildeten Elektrode schaffen. Eine solche Ausführungsform ist in Fig. 10 daigestellt. Die an einer flexiblen Leitung (6) angebrachte Klemme (34), welche in Form eines elastischen Ringes ausgebildet ist, greift mit ihrer einen Seite über den Rand eines in diesem Fall als Plättchen ausgebildeten Halteteils (16) der betreffenden Elektrode, und mit ihrem anderen Schenkel durch eine in diesem Halteteil (16) vorgesehene Öffnung (35) und es wird 35 auf diese Weise ein sehr sicherer Halt der flexiblen Leitung (6) am Halteteil (16) der Elektrode erzielt.
Man kann zur Stimulation mit dem Elektroakupunktur-Therapiegerät einen über zwei Elektroden, die in vorstehend erläuterter Art in Form spezieller Akupunktumadeln ausgebildet sind, geleiteten Strom zur Anwendung bringen, wobei, wie dies in Fig. 1 dargestellt ist, die beiden Elektroden an die verschiedene Polarität aufweisenden Ausgangsklemmen des Behandlungsstromgenerators (2) angeschlossen sind. Gewünschtenfalls kann man auch bei 40 dieser Art der Stimulation eine größere Anzahl von Elektroden einsetzen, welche über flexible Leitungen mit dem
Behandlungsstromgenerator (2) verbunden sind. Eine solche Leitung kann dabei gegebenenfalls auch mehrere nacheinander aufgereihte Elektroden tragen. In vielen Fällen ist es günstig eine Flächenelektrode (14) an einen Pol des Stimulationsstromkreises der vom Behandlungsstromgenerator gespeist wird, anzuschalten und eine oder mehrere als Akupunktumadel(n) ausgebildete Elektrode(n) an den anderen Pol dieses Stromkreises anzuschließen. 45 Man kann aber auch gewünschtenfalls Akupunkturnadel-Elektroden an beide Ausgangsklemmen des Behandlungsstromgenerators anschließen und ergänzend an eine dieser Ausgangsklemmen eine Flächenelektrode anschließen; hiebei kann der Schalter (12) so ausgebildet sein, daß mit ihm die Flächenelektrode (14) wahlweise mit einer der beiden Ausgangsklemmen des Behandlungsstromgenerators (2) verbunden werden kann.
Neben der Flächenelektrode kann ein Haftkleber (40) zum Festhalten des Behandlungsstromgenerators am Körper 50 vorgesehen sein. -5- 55

Claims (9)

  1. AT 395 106 B PATENTANSPRÜCHE 1. Elektroakupunktur-Therapiegerät mit einem Behandlungsstromgenerator und mit mindestens zwei Elektroden, welche an diesen Behandlungsstromgenerator über Leitungen angeschlossen sind und von denen mindestens eine eine Nadel-Einstich-Elektrode ist und, gegebenenfalls eine weitere Elektrode eine Flächenelektrode ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Nadel-Einstich-Elektrode(n) (7,8) einen Einstichteil (15), welcher kürzer als4 mm ist, und einen an den Einstichteil anschließenden Halteteil (16) in Form eines Ringes oder Plättchens aufweist bzw. aufweisen, dessen dem Einstichteil zugewandte Seite in einer zur geometrischen Achse (17) des Einstichteiles annähernd senkrecht verlaufenden Ebene liegt, daß der Behandlungsstromgenerator in an sich bekannter Weise ein tragbarer, am Körperfestlegbarer,batteriebetriebener Behandlungsstromgenerator (2) ist, an den dieNadel-Einstich-Elektrode(n) (7,8), wie gleichfalls an sich bekannt, mit (einer) flexiblen Leitungen) (5,6) angeschlossen ist bzw. sind, und daß die gegebenenfalls voigesehene Flächenelektrode (14) vorzugsweise am Gehäuse des Behandlungsstromgenerators (2) angeordnet ist
  2. 2. Elektroakupunktur-Therapiegerätnach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet, daßderEinstichteil (15) der Nadel-Einstich-Elektrode(n) als ein- oder mehrgängige Schraube (22) ansgebildet ist, deren Gewindeganghöhe größer als das Zweifache des Durchmessers des Einstichteiles der betreffenden Elektrode(n) an seiner dicksten Stelle ist.
  3. 3. Elektroakupunktur-Therapiegerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die den Einstichteil (15) bildende Schraube (22) etwa 1/4 bis 1/2 Gang aufweist.
  4. 4. Elektroakupunktur-Therapiegerät nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Schraubengewinde (22) außen einen scharfen Gewindegrat (23) aufweist.
  5. 5. Elektroakupunktur-Therapiegerät nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Halteteil (16) ein aus Draht gebogener Ring ist, wobei ein Ende (20) dieses Drahtes radial zur Ringmitte abgebogen ist und von dort ausgehend abermals abgebogen den Einstichteil (15) bildet
  6. 6. Elektroakupunktur-Therapiegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Halteteil (15) der Nadel-Einstich-Elektrode(n) auf der an der Haut zur Anlage kommenden Seite einen Haftkleber trägt
  7. 7. Elektroakupunktur-Therapiegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß an der bzw. den Leitungen) (5,6) zu der (den) Elektrode(n) (7,8) ein Klebstoffauftrag oder eine selbstklebende Folie vorgesehen ist
  8. 8. Elektroakupunktur-Therapiegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß am Gehäuse des Behandlungsstromgenerators ein Haftkleber (40) vorgesehen ist
  9. 9. Elektroakupunktur-Therapiegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Einstichteil (15) der Nadel-Einstich-Elektrode(n) (7,8) kürzer als 2 mm, insbesondere etwa 1 mm lang, ist Hiezu 2 Blatt Zeichnungen -6-
AT0285088A 1988-11-21 1988-11-21 Elektroakupunktur-therapiegeraet AT395106B (de)

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