AT393792B - Zahnpflegemittel, sowie verfahren zur herstellung des zahnpflegemittels - Google Patents
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Description
AT 393 792 B
Gegenstand der Erfindung sind ein Zahnpflegemittel und ein Verfahren zu seiner Herstellung.
Die Erfindung betrifft insbesondere ein Zahnpflegemittel mit verbessertem Schäumverhalten, welches nicht bitter und gegenüber den Schleimhäuten und dem Zahnfleisch nicht aggressiv ist.
In der BE-PS 899 780 wurde bereits ein Reinigungsprodukt zur Pflege der Zähne und des Mundes beschrieben und insbesondere ein Zahnpflegemittel mit angenehmem Geschmack, welches nicht bitter ist und für die Schleimhäute nicht aggressiv wirkt und einen nichtionischen oberflächenaktiven Poly(hydroxypropylether) enthält. Dieses Zahnpflegemittel besitzt ein ausreichendes Schäumvermögen.
Wenngleich das Schäumvermögen von Zahnpflegemitteln nicht unmittelbar mit dem Reinigungsverhalten verbunden ist, scheint eine Unklarheit bei den Benutzern insofern zu bestehen, als bei ihrer Mehrzahl die Auffassung verbreitet ist, daß ein Zahnpflegemittel nur dann eine ausreichende Reinigungswirkung entfaltet, wenn es gut schäumt, sodaß schäumende Zahnpflegemittel eine größere Nachfrage genießen.
Es hat sich daher als erwünscht erwiesen, Zahnpflegemittel zu schaffen, die einen Poly(hydroxypropylether) enthalten und ein verbessertes Schäumverhalten besitzen, die nicht bitter schmecken und gegenüber der Mundschleimhaut und dem Zahnfleisch nicht aggressiv wirken.
Die FR-PS 2 271 840 lehrt ein Mittel, welches Putzmittel enthält, die von einem wasserlöslichen kationischen Polymer umhüllt sind, welche Umhüllung dazu dient, die Absorption von kationischen germiziden Mitteln durch das Putzmittel zu verhindern oder zu vermindern. Diese Patentschrift lehrt weiterhin die Verwendung einer solchen Putzmittelzubereitung in Zahnpflegemitteln.
Untersuchungen der Anmelderin haben gezeigt, daß die Kombination eines nichtionischen oberflächenaktiven Poly(hydroxypropylethers) mit bestimmten kationischen Polymeren die Bildung von Zahnpflegemittelzubereitungen mit verbessertem Schäumverhalten nicht ermöglicht, wobei sich in gewissen Fällen der Nachteil ergibt, daß eine rauhe Abscheidung auf den Zähnen und dem Zahnfleisch zurückbleibt.
Die GB-PS 2 140 691 offenbart ein Zahnpflegemittel mit einem Gehalt an oberflächenaktivem nichtionischem Poly(hydroxypropylether). Die Kombination des genannten oberflächenaktiven Mittels mit einem kationischen Polymer ist nicht geoffenbart.
Die US-PS 4 514 382 beschreibt ein Zahnpflegemittel mit einem zahnfleischentzündungshemmenden Mittel, mit nicht-ionischen polyäthoxylierten oberflächenaktiven Mitteln und gegebenenfalls mit anionischen oberflächenaktiven Mitteln. Der Anspruch 4 dieser Druckschrift verweist auf eine mögliche Gegenwart eines Polyäthylenglykols. Allerdings sind die Polyäthylenglykole keine kationischen Polymere, sondern Lösungsmittel. Die Spalte 7, Zeilen 53 bis 64, nennt Tragantgummi, das Polyvinylpyrrolidon, Amidon und die Hydroxypropylmethylzellulose. Auch dies sind keine kationischen Polymere.
Die weiters genannte FR-OS 2 328 763 betrifft kosmetische schäumende Zusammensetzungen mit einem Gehalt an nicht-ionischen oberflächenaktiven Mitteln. Das genannte Beispiel A2 umfaßt ein kationisches Polymer, welches "Polymer JR 400" genannt wird. Gemäß dem Chemielexikon CTFA der "Association Toiletry and Fragrance Association Inc. Washington DC" wird das Polymer JR 400 (Union Carbide) auch noch "Polyquatemium-10" genannt und ist ein quaternäres Polymer der Hydroxyäthylzellulose nach Reaktion mit einem Epoxid, welches durch eine Trimethylammoniumgruppe substituiert ist. Die vorliegende Erfindung wird von dieser Druckschrift nicht vorweggenommen.
Gegenüber der GB-PS 2 140 691 und der FR-OS 2 328 763 wurden folgende Vergleichsversuche durchgeführt:
Vergleichsversuche
Zum einen wurde ein erfindungsgemäßes Zahnpflegemittel gemäß Beispiel 1 (Zusammensetzung 1) mit einem Mittel 1 Bis verglichen, bei dem das quatemisierte Copolymer GAFQUAT 755 (Fa. GAF) fortgelassen wurde. Um die gleiche Menge der Aktivstoffe beizubehalten, wurde die Menge des nicht-ionischen oberflächenaktiven Mittels um 0,25 g angehoben. Diese Zusammensetzung entspricht der GB-PS 2140 691.
Zum anderen wurde ein Zahnpflegemittel gemäß Beispiel 2 der vorliegenden Erfindung mit einer Zusammensetzung 2 Bis verglichen, bei der die 0,25 g Guar Gum fortgelassen und das Gewicht des nicht-ionischen oberflächenaktiven Mittels um 0,25 g angehoben wurden. Die Zusammensetzung 2 Bis entspricht der GB-PS 2 140 691.
In der Zusammensetzung 2 Ter wurde der Guar Gum JAGUAR C 135 mit dem gleichen Gewicht des Polymers JR 400 ersetzt. Diese Zusammensetzung 2 Ter entspricht der FR-OS 2 328 763.
Die Viskosität der so erhaltenen Mittel wurde bestimmt.
Wie man dem Ergebnis entnehmen kann, zeigen die erfindungsgemäßen Mittel 1 und 2 eine höhere Viskosität. Dies resultiert aus einer besseren Kohäsion des Zahnpflegemittels und aus einer größeren Beständigkeit gegen Sedimentation.
Die Viskositäten wurden mit dem Viskosimeter DRAGE, Modell 5 bei Raumtemperatur (22 °C) gemessen. -2- 5 10 15 20 25 30 35 40 45 50 55
AT 393 792 B
Es zeigten sich folgende Viskositäten: Mittel 1 725 p Mittel 1 Bis 475 p Mittel 2 660 p Mittel 2 Bis 275 p Mittel 2 Ter 510 p Beispiel 1 Es wurde ein Zahnputzmittel mit folgender Zusammensetzung hergestellt: - Aluminiumoxid SH 100, erhältlich bei der Firma RHONE POULENC 54,00 g - Xanthangummi erhältlich unter der Bezeichnung KELTROL S bei der Firma KELCO 1,45 g - Sorbit in wäßriger Lösung zu 70 % 30,00 g - Nichtionisches oberflächenaktives Mittel hergestellt durch alkalisch katalysierte Kondensation von 3,5 mol. Glyzidol mit einer Mischung von alpha-Diolen mit 11-14 Kohlenstoffatomen gemäß dem Verfahren, wie es in der FR-PS 2 091 516 oder US-PS 3 821 372 beschrieben ist. 1,00 g MA - Quatemisiertes Kopolymer von Vinylpyrrolidon/dimethylaminoethyl-methacrylat, vertrieben zu 20 % MA unter der Bezeichnung GAFQUAT 755 durch die Firma GENERAL ANILINE (MA = Aktivstoff) - Natriumsaccharinat - Wasserfreies Mononatriumphosphat - Titandioxid - Aromastoffe (wie notwendig) - Konservierungsstoffe (wie notwendig) - Wasser - resultierender pH-Wert: 6,8
Beispiel 1 Bis Ein Zahnpflegemittel mit der folgenden Zusammensetzung wurde hergestellt: - Aluminiumoxid SH 100, erhältlich bei der Firma RHONE POULENC - Xanthangummi erhältlich unter der Bezeichnung KELTROL S bei der Firma KELCO - Sorbit in wäßriger Lösung zu 70 % - Nichtionisches oberflächenaktives Mittel hergestellt durch alkalisch katalysierte Kondensation von 3,5 mol. Glyzidol mit einer Mischung von alpha-Diolen mit 11-14 Kohlenstoffatomen gemäß dem Verfahren, wie es in der FR-PS 2 091 516 oder US-PS 3 821372 beschrieben ist. - Natriumsaccharinat - Wasserfreies Mononatriumphosphat - Titandioxid - Aromastoffe (wie notwendig) - Konservierungsstoffe (wie notwendig) - Wasser - resultierender pH-Wert: 6,8
Beispiel 2 Es wurde ein Zahnputzmittel mit der folgenden Zusammensetzung hergestellt: - Aluminiumoxid SH 100 erhältlich von der Firma RHONE POULENC - Xanthangummi erhältlich unter der Bezeichnung KELTROL S von der Firma KELCO - Sorbit in wäßriger Lösung zu 70 % - Nichtionisches oberflächenaktives Mittel der Formel: R-CONH-(CH2)2-0-(CH2 * CHOH - (¾ - O^H wobei R eine Mischung der Gruppen C 12^25» ^ 14^29’ Oleyl ist, abgeleitet von den Coprafettsäuren 0,25 g MA 0,15 g 0,60 g 0,60 g auf 100,00 g 54.00 g 1,45 g 30.00 g 1,25 g MA 0,15 g 0,60 g 0,60 g auf 100,00 g 54.00 g 1,20 g 30.00 g
1,00 g MA -3- 60
AT 393 792 B - Hydroxypropylierter und quatemisierter Guargummi erhältlich unter der
Bezeichnung JAGUAR C13 S von der Firma MEYHALL 0,25 g MA - Natriumsaccharinat 0,15 g - Wasserfreies Mononatriumphosphat 0,60 g - Titandioxid 0,60 g - Aromastoffe (wie erforderlich) - Konservierungsmittel (wie «forderlich) - Wasser auf 100,00 g - resultierender pH-Wert: 6,7 10
Beispiel 2 Bis
Es wurde ein Zahnputzmittel mit der folgenden Zusammensetzung hergestellt: 15 - Aluminiumoxid SH 100 erhältlich von der Firma RHONE POULENC 54,00 g - Xanthangumni erhältlich unter der Bezeichnung KELTROL S von der
Firma KELCO 1,20 g - Sorbit in wäßriger Lösung zu 70 % 30,00 g - Nichtionisches oberflächenaktives Mittel der Formel: 20 R-C0NH-(CH2)2*0-(CH2 - CHOH - CH2 - 0)3 gH wobei R eine Mischung
der Gruppen Cj2H25,Cj4H29,01eyl ist, abgeleitet von den Coprafettsäuren 1,25 g MA - Natriumsaccharinat 0,15 g - Wasserfreies Mononatriumphosphat 0,60 g - Titandioxid 0,60 g 25 - Aromastoffe (wie erforderlich) - Konservierungsmittel (wie erforderlich) - Wasser auf 100,00 g - resultierender pH-Wert 6,7 30
Beispiel 2 Ter
Es wurde ein Zahnputzmittel mit der folgenden Zusammensetzung hergestellt: - Aluminiumoxid SH 100 erhältlich von der Firma RHONE POULENC 54,00 g 35 - Xanthangummi erhältlich unter der Bezeichnung KELTROL S von der
Firma KELCO 1,20 g - Sorbit in wäßriger Lösung zu 70 % 30,00 g - Nichtionisches oberflächenaktives Mittel der Formel: R-C0NH-(CH2)-0-(CH2 - CHOH - CH2 - 0)3 5H wobei R eine Mischung
40 der Gruppen Cj2H25.Cj4H29,01eyl ist, abgeleitet von den Coprafettsäuren 1,00 g MA
- Kationisches Zellulosepolymer erhältlich unter der Bezeichnung "Polymer JR 400" 0,25 g MA - Natriumsaccharinat 0,15 g - Wasserfreies Mononatriumphosphat 0,60 g - Titandioxid 0,60 g 45 - Aromastoffe (wie erforderlich) - Konservierungsmittel (wie erforderlich) - Wasser auf 100,00 g - resultierender pH-Wert: 6,7 50
Es hat sich gezeigt, daß die Kombination eines oberflächenaktiven Poly(hydroxypropylethers) mit einem der nachfolgend erwähnten kationischen Polymeren eine Verbesserung des Schäumverhaltens ermöglicht und ein Produkt ergibt, welches den Glanz und die Glätte der Zähne aufrechterhält.
Gegenstand der Erfindung ist daher ein Zahnpflegemittel, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß es in 55 Kombination (A) einen nicht-ionischen oberflächenaktiven Poly(hydroxypropyläther) und (B) ein kationisches Polymer, ausgewählt aus der (x) quatemisierte oder nicht quatemisierte Vinylpyrrolidon/Dialkyl(Cj - C^-aminoalkyl^ - Cjg)-acrylat-oder -methacrylat-Copolymere und Vinylpyrrolidon/Dialkyl(Cj - C^J-amino^-hydroxyl-propyl-acrylat- oder -methacrylat-Copolymere und 60 (Π) hydroxypropylierten und quatemisierten Guar Gum, der durch Umsetzung von 2,3-Epoxypropyl- -4-
AT 393 792 B trimethylammoniumchlorid mit Guar Gum erhalten ist, umfassenden Gruppe, enthält
Die quaternären Copolymere bestehen aus 20 bis 99 Mol % Vinylpyrrolidon, 1 bis 80 Mol % quatemisiertem Dialkyl(C ^-C^-aminoalky 1(C2-C ^ g)-acrylat oder -methacrylat oder Dialkyl(Cj-C4)-amino-2-hydroxy-propyl-acrylat oder -methacrylat und 0 bis 50 Mol % eines mitN-Vinylpyrrolidon copolymerisierbaren Vinylmonomeren.
Dieses Vinylmonomere ist vorzugsweise ein Alkylvinylether, ein Acrylat oder Methacrylat, Styrol, Vinylacetat, Acrylamid oder Methacrylamid oder ein N-substituiertes Derivat davon oder ein Ester der Croton-säure.
Diese Verbindungen sind genauer in der FR-PS 2 077 143 beschrieben, auf deren Offenbarung hierin ausdrücklich Bezug genommen wird.
Die nicht quatemisierten Copolymere bestehen aus 99,5 bis 45 Mol % Vinylpyrrolidon, 0,5 bis 50 Mol % Dialkyl(C j -C^-aminoalkyl^-C j g)-acrylat oder -methacrylat und 0 bis 50 Mol % eines mit Vinylpyrrolidon copolymerisierbaren Vinylmonomeren. Dieses Vinylmonomere ist vorzugsweise aus den oben angesprochenen Vinylmonomeren ausgewählt. Diese Copolymere sind in der FR-PS 2 393 573 beschrieben, auf deren Offenbarung hiermit ausdrücklich Bezug genommen sei. (ii) Kationische Polysaccharide und insbesondere quaternäre Polygalactomananether, die man durch Umsetzen von Guar Gum oder Carubagummi mit einer quaternären Ammoniumverbindung der Formel 1
R
I r4-©n-r2-zO r3 in der Rj, R2 und R3, die gleich oder verschieden sein können, Alkylgruppen, substituierte Alkylgruppen, Alkenylgruppen oder Arylgruppen, wobei die Alkyl- und Alkenyl-Gruppen vorzugsweise 1 bis 4 Kohlenstoffatome enthalten, Z ein Anion, R4 eine Gruppe der Formeln -RyCH-CH2 oder XCH2-CHOH-R5-N0 worin für eine zweideutige Alkylengruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen und X für ein Halogenatom, vorzugsweise ein Chloratom und ein Bromatom stehen, bedeuten.
Von den Copolymeren (i) sind die quatemisierten Copolymere aus Vinylpyrrolidon und Dimethylaminoethylmethacrylat bevorzugt, insbesondere das Copolymere mit einem mittleren Molekulargewicht von etwa 1 000 000, welches unter der Bezeichnung GAFQUAT 755 von der Firma GAF vertrieben wird, und das Copolymere mit einem mittleren Molekuargewicht von etwa 100 000, welches unter der Bezeichnung GAFQUAT734von der Firma GAF vertrieben wird. Besonders bevorzugt ist das Material GAFQUAT 755.
Von den nicht quatemisierten Copolymeren sind die Vinylpyrrolidon/Dimethylaminoethylmethacrylat-Copolymere bevorzugt, die von der Firma GAF unter den Bezeichnungen "Copolymere 845, 937 und 958” vertrieben werden und die die folgenden Eigenschaften besitzen: "Copolymer 845": Viskosität von 20 bis 40 Pa.s (200 bis 400 Poise) gemessen bei einer 20 gew.-%igen Konzentration in Wasser mit einer Temperatur von 25 °C, und ein Molekulargewicht von etwa 1000 000. "Copolymer 937": Viskosität 30 bis 70 Pa.s (300 bis 700 Poise), gemessen mit einem Brookfield-Viskosimeter bei den oben angegebenen Bedingungen, dessen mittleres Molekulargewicht etwa 1 000 000 beträgt, und "Copolymer 958": Mittleres Molekulargewicht etwa 100 000.
Von den Polymeren (ii) ist der hydroxypropylierte und quatemisierte Guar Gum bevorzugt, der durch Reaktion von 2,3-Epoxypropyltrimethylammoniumchlorid mit Guar Gum hergestellt werden kann und unter der Bezeichnung JAGUAR C13 S von der Firma MEYHALL vertrieben wird.
Der Gehalt des Zahnpflegemittels an dem kationischen Polymer beträgt 0,1 bis 0,4 Gew.-% und vorzugsweise 0,2 bis 0,3 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht des Zahnpflegemittels.
Die in dem erfindungsgemäßen Zahnpflegemittel zu verwendenden nichtionischen oberflächenaktiven Poly(hydroxypropylether) werden aus den Verbindungen der nachfolgend angegebenen Formeln (I) und (II) und/oder aus den Verbindungen ausgewählt, die mit Hilfe der Verfahrensweisen hergestellt werden können, die in den nachfolgenden Absätzen (3) und (4) beschrieben sind: -5-
AT 393 792 B
R10-(CH2CH0)m-H (1)
<D
I ch2oh worin Rj für eine Alkylgruppe mit 10 bis 14 Kohlenstoffatomen oder eine Mischung aus solchen Gruppen und m für eine ganze Zahl oder eine Dezimalzahl mit einem Wert von 2 bis 10 und vorzugsweise von 3 bis 6 stehen. Diese Verbindungen der Formel (I) können nach der Verfahrensweise hergestellt werden, die in der FR-PS 1477 048 oder der US-PS 3 578 719 beschrieben sind; (2) R3-C0NH-CH2-CH2-0-CH2-CH2-0(CH2-CH0H-CH2-0)p—Η (Π) in der R3 für eine Alkyl und/oder Alkenylgruppe mit 11 bis 17 Kohlenstoffatomen oder eine Mischung von solchen Gruppen und p für eine ganze Zahl oder eine Dezimalzahl mit einem Wert von 1 bis 5 und vorzugsweise von 1,5 bis 4 stehen. Diese Verbindungen der Formel (II) können nach der Verfahrensweise hergestellt werden, die in der FR-PS 2 328 763 oder der US-PS 4 307 079 beschrieben sind; (3) Verbindungen, hergestellt durch alkalisch katalysierte Kondensation von 2 bis 10 Mol und vorzugsweise 2,5 bis 6 Mol Glycidol mit einem CjQ-Cj^-a-Diol oder einer Mischung von Cjg-C^-a-Diolen nach der in der FR-PS 2 091 516 oder der US-PS 3 821 372 beschriebenen Verfahrensweise bei einer Temperatur von 120 bis 180 °C, vorzugsweise von 140 bis 160 °C unter langsamer Zugabe von Glycidol; (4) Verbindungen hergestellt durch sauer katalysierte Kondensation von 2 bis 10 Mol, vorzugsweise 2,5 bis 6 Mol Glycidol mit einem Mol eines Alkohols oder α-Diols mit 10 bis 14 Kohlenstoffatomen nach der Verfahrensweise, welche in der FR-PS 2 169 787 oder der US-PS 4 515 775 beschrieben ist, bei einer Temperatur von 50 bis 120 °C, wobei das Glycidol langsam zu dem Alkohol oder dem α-Diol zugegeben wird.
Die Offenbarung der in den obigen Absätzen (1) bis (4) genannten Patentschriften sei hiermit ausdrücklich in die Offenbarung der vorliegenden Anmeldung eingeschlossen.
Von den nichtionischen oberflächenaktiven Poly(hydroxypropylethem), die in den obigen Absätzen (1), (2), (3) und (4) beschrieben sind, sind die folgenden Verbindungen bevorzugt: C12H25°'(CH2CH~°)4,2-Η (ΙΠ)
I ch2oh R10-(CH2CH0)3 75-Η (IV)
I ch2oh worin Rj für eine Mischung von Alkylgruppen der Formeln CjqH2j und C^2Η^ steht; - Verbindungen hergestellt durch alkalisch katalysierte Kondensation von 3,5 Mol Glycidol mit einer Mischung von α-Diolen mit 11 bis 14 Kohlenstoffatomen nach der Verfahrensweise, die in der FR-PS 2 091 516 oder der US-PS 3 821372 beschrieben ist; r3-conh-ch2-ch2-o-ch2-ch2-o-(ch2-choh-ch2-o)3 5-H (V) worin R3 für eine Mischung aus den folgenden Alkyl- und Alkenyl-Gruppen steht: -6-
AT 393 792 B ^11^23’ ^13^27’von Kopra-Fettsäuren abgeleitete Gruppen und von Ölsäure abgeleitete Gruppen.
Die durch alkalisch katalysierte Kondensation von 3,5 Mol Glycidol mit einer Mischung aus α-Diolen mit 11 bis 14 Kohlenstoffatomen gemäß der FR-PS 2 091 516 oder der US-PS 3 821 372 erhaltenen Verbindungen sind besonders bevorzugt
In den erfindungsgemäßen Zahnpflegemitteln ist der oberflächenaktive Poly(hydroxypropylether) in einer Menge von 0,1 bis 4 Gew.-% und vorzugsweise von 0,2 bis 2 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht des Mittels vorhanden.
Die erfindungsgemäßen Zahnpflegemittel enthalten im allgemeinen ein oder mehrere schleifende Poliermittel oder Putzmittel, die überwiegend wasserunlöslich sind.
Als Poliermittel dieser Art kann man beispielsweise Natrium- oder Kaliummethaphosphate, Tricalcium-phosphat, Calciumphosphat-dihydrat, Dicalciumphosphat, Calciumpyiophosphat, Calciumcarbonat, Aluminiumoxid, hydratisierte Aluminiumoxide und insbesondere trihydratisierte Aluminiumoxide, Siliciumdioxid, Aluminium- oder Zirkonium-silikate, Bentonit sowie Magnesiumorthophosphat oder Trimagnesiumphosphat nennen.
Im Fall von transparenten Gelen verwendet man vorzugsweise ein Poliermittel auf der Grundlage von kolloidalem Siliciumdioxid oder komplexen Alkalimetallaluminosilikaten.
Das schleifende Poliermittel bildet 10 bis 80 Gew.-% und vorzugsweise 15 bis 65 Gew.-% des Gesamtgewichts des Mittels.
Das erfindungsgemäße Zahnpflegemittel kann weiterhin eines oder mehrere bakterizide Mittel zur Bekämpfung der Zahn-Plaque enthalten. Diese bakteriziden Mittel sind im allgemeinen kationische stickstoffhaltige Verbindungen. Als kationische Verbindungen dieser Art kann man insbesondere die folgenden Beispiele nennen: - Diisobutylphenoxyethoxyethyl-dimethyl-benzo-ammoniumchlorid; - Dodecyltrimethylammoniumbromid; - Dodecyldimethyl(2-phenoxyethyl)-ammoniumbromid; - Benzyldimethylsteaiylammoniumchlorid; - Cetylpyridiniumchlorid; - quatemisiertes 5-Amino-l,3-bis(2-ethylhexyl)-5-methylhexahydroxypyrimidin; - Trimethylcetylammoniumbromid; - Alkyldimethylhydroxyethylammoniumbromid (worin die Alkylgruppe für eine Mischung von Gruppen steht, die von Kopra-Fettsäuren abgeleitet sind); - Chlorhexidin; - Alexidin; - kationische, aliphatische tertiäre Amine.
Diese bakteriziden Mittel sind im allgemeinen in einer Menge von 0,005 bis 10 Gew.-% vorzugsweise zwischen 0,05 und 2 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht des Mittels vorhanden.
Das erfindungsgemäße Zahnpflegemittel enthält weiterhin Wasser oder ein Feuchthaltemittel in einer Menge von 10 bis 80 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Mittel. Dieses Feuchthaltemittel ist vorzugsweise aus der Gruppe ausgewählt, die Glycerin, Sorbit, Propylenglykol und niedermolekulare Polyethylenglykole, wie Polyethylenglykol 400 und 2000 umfaßt
Das Zahnpflegemittel kann weiterhin Kohäsionsmittel enthalten, bei denen es sich im allgemeinen um natürliche Gummen oder synthetische Verdickungsmittel handelt.
Als natürliche Gummen kann man Xanthangummen, Guargummen, Carubagummen und Carraghengummen nennen.
Als synthetische Verdickungsmittel verwendet man im wesentlichen Cellulosederivate, wie das Natriumsalz der Carboxymethylcellulose, Methylcellulose oder Hydroxyalkylcellulosen.
Diese Kohäsionsmittel können in einem Gewichtsanteil zwischen 0,1 und 10 %, vorzugsweise zwischen 0,2 und 3 % vorhanden sein.
Das erfindungsgemäße Zahnpflegemittel enthält im allgemeinen ein Süßungsmittel in einer Konzentration, die im allgemeinen zwischen 0,1 und 2 %, bezogen auf das Gesamtgewicht des Zahnpflegemittels, variiert. Als Süßungsmittel kann man beispielsweise Saccharose, Lactose, Fructose, Xylit, Natriumcyclamat, Maltose und Natriumsaccharinat nennen.
Das erfindungsgemäße Zahnpflegemittel kann weiterhin ein Konservierungsmittel in einer Menge im allgemeinen zwischen 0,01 und 0,5 %, bezogen auf das Gesamtgewicht des Zahnpflegemittels, enthalten. Als Konservierungsmittel kann man beispielsweise Verbindungen nennen, wie Formaldehyd und Derivate davon, p-Hydroxybenzosäuremethylester, p-Hydroxybenzosäurepropylester etc.
Das erfindungsgemäße Zahnpflegemittel kann eine aromatisierende Substanz in einer Menge zwischen 0,5 und 5 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht des Zahnpflegemittels, enthalten. Als aromatisierende Substanzen kann man beispielsweise Essenzen der Minze (Krauseminze oder Pfefferminze) Anis, Eukalyptus, Zimt, Gewürznelke, Salbei, Süßholz, Fruchtessenzen, wie jene der Zitrone, der Orange, der Mandarine und der -7-
AT 393 792 B
Erdbeere, oder gegebenenfalls Methylsalicylat nennen.
Der pH-Wert des erfindungsgemäßen Zahnpflegemittels liegt im allgemeinen zwischen 4,5 und 9 und vorzugsweise zwischen 5,5 und 8,5. Es wird im allgemeinen in Üblicher Weise unter Anwendung einer 20%igen Dispersion des Zahnpflegemittels in Wasser gemessen. 5 Im allgemeinen ist es erforderlich, sauerstellende Mittel zuzusetzen, beispielsweise Zitronensäure, Benzosäure, Mononatriumphosphat und Dinatriumphosphat.
Alkalische pH-Werte werden im allgemeinen nicht angewandt, außer für Zahnpflegemittel, die als Poliermittel eine in neutralen oder sauren Medien instabile Verbindung enthalten. Dies trifft beispielsweise auf Zahnpflegemittel zu, die als Poliermittel Calciumcarbonat enthalten. 10 Das erfindungsgemäße Zahnpflegemittel enthält mit Vorteil ein Antikariesmittel. Hierbei handelt es sich um Fluorionen-Vektoren. Als Verbindung dieser Art kann man beispielsweise lösliche anorganische Fluoride nennen, wie Fluoride von Natrium, Kalium, Calcium, Ammonium, Zink, Zinn, Kupfer und Barium; Natriumfluorosilikat oder Ammoniumfhiorosilikat; Natriummonofluorophosphat oder Aluminiummonofluoro-phosphat; Aluminiumdifluorophosphat und Natriumfluorozirkonat. Die am häufigsten verwendeten fluorierten 15 Verbindungen sind Natriumfluorid und Natriummonofluorophosphat und Mischungen davon.
Der Fluorionen-Vektor wird in einer solchen Menge verwendet, daß der Fluorionengehalt 1500 ppm nicht übersteigt Die angewandten Konzentrationen liegen im Fall des Natriumfluorids im Bereich von 0,05 bis 0,25 Gew.-% und im Fall des Natriummonofluorophosphats im Bereich von 0,2 bis 0,8 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht des Zahnpflegemittels. 20 Das erfindungsgemäße Zahnpflegemittel kann weiterhin andere üblicherweise in solchen Mitteln zur Pflege der Zähne, des Zahnfleisches und des Mundes verwendete Hilfsstoffe enthalten.
Die folgenden Beispiele dienen der weiteren Erläuterung der Erfindung, ohne diese einzuschränken. 25 Beispiel 1
Man bereitet ein Zahnpflegemittel der folgenden Zusammensetzung: 54.00 g 1,45 g 30.00 g 1,00 g MA 0,25 g MA 0,15 g 0,60 g 0,60 g al 100,00 g
54.00 g 1,20 g 30.00 g 1,00 g MA 0,25 g MA
- Aluminiumoxid (SH 100 vertrieben von der Firma RHONE POULENQ - Xanthangummi (vertrieben unter der Bezeichnung KELTROL S von der 30 Firma KELTROL) - 70%ige wäßrige Sorbitlösung - nichtionisches oberflächenaktives Mittel hergestellt durch alkalisch katalysierte Kondensation von 3,5 Mol Glycidol und einer Mischung von α-Diolen mit 11 bis 14 Kohlenstoffatomen nach dem Verfahren der 35 FR-PS 2 091 516 oder der US-PS 3 821 372
- quatemisiertes VinylpyrroHdon/Dimethylaminoethylmethacrylat-Copolymer (vertrieben mit einem Gehalt an aktivem Material von 20 % unter der Bezeichnung GAFQUAT 755 von der Firma GENERAL ANILINE (MA = aktives Material) 40 · Natriumsaccharinat - wasserfreies Mononatriumphosphat - Titandioxid - Aromastoff (in erforderlicher Menge) - Konservierungsmittel (in erforderlicher Menge) 45 - Wasser - spontaner pH-Wert = 6,8
Beispiel 2 50 Man bereitet ein Zahnpflegemittel der folgenden Zusammensetzung: - Aluminiumoxid (SH 100 vertrieben von der Firma RHONE POULENC) - Xanthangummi (vertrieben unter der Bezeichnung KELTROL S von der Firma KELCO) 55 - 70%ige wäßrige Sorbitlösung - nichtionisches oberflächenaktives Mittel hergestellt durch alkalisch katalysierte Kondensation von 3,5 Mol Glycidol mit einer Mischung von α-Diolen mit 11 bis 14 Kohlenstoffatomen nach der in der ER-PS 2 091 516 oder der US-PS 3 821372 beschriebenen Verfahrensweise 60 - hydroxypropylierter und quatemisierter Guar Gum (vertrieben unter der
Bezeichnung JAGUAR CBS von der Firma MEYHALL) -8-
AT 393 792 B 0,15 g 0,60 g 0,60 g ad 100,00 g - Natriumsaccharinat - wasserfreies Mononatriumphosphat - Titandioxid - Aromastoff in erforderlicher Menge 5 - Konservierungsmittel in erforderlicher Menge - Wasser - spontaner pH-Wert=6,7 10 Die nach den Beispielen 1 und 2 hergestellten Zahnpflegemittel sind deutlich stärker schäumend als ein Zahnpflegemittel gleicher Zusammensetzung, welches das kationische Polymer nicht enthält.
Sie hinterlassen keinerlei bitteren Geschmack im Mund, lassen sich leicht entfernen und belassen die Zähne glänzend und glatt 15 Beispiel 3
Man bereitet eine Zahnpasta der folgenden Zusammensetzung: - nichtionisches oberflächenaktives Mittel der Formel
R-C0NH-(CH2)2-0-(CH2)2-0-(CH2-CH0H-CH2-0)3>5-H 20 in der R für ein die folgende Mischung von Alkyl- und Alkenyl-Gruppen steht: 35 % Cj2H2g -15 % C14H2g -15 % Oleylgruppen - 35 % von
1,20 g MA
Copra-Fettsäuren abgeleitete Gruppen - quatemisiertes Polyvinylpyirolidon-Copolymer mit einem Molekulargewicht von etwa 100 000 (vertrieben in Form eines Materials mit einem aktiven 0,20 g MA 48.00 g 27.00 g 1,35 g 0,25 g 0,35 g 0,30 g 0,50 g 25 Materialgehalt von 50 % unter der Bezeichnung GAFQUAT 734 von der
Firma GAF) - wasserfreies Dicalciumphosphat • 70%ige wäßrige Sorbitlösung - Xanthangummi (vertrieben unter der Bezeichnung KELTROL S von der 30 Firma KELCO) - Natriumsaccharinat - wasserfreies Dinatriumphosphat - wasserfreies Trinatriumphosphat - Titanoxid 35 - Aromastoffe und Konservierungsmittel in der erforderlichen Menge ad 100,00 g - spontaner pH-Wert = 7,25 - Wasser 40 Beispiel 4
Man bereitet eine Zahnpasta der folgenden Zusammensetzung:
0,80 g MA 0,30 g MA 50.00 g 1,30 g 25.00 g 3,00 g 0,15 g - nichtionisches oberflächenaktives Mittel der Formel 45 ci2H25°-(CH2CH-°)4 2-H (Π)
I ch2oh - Poly(vinylpyrrolidon)/Diethylaminoethylmethacrylat-Copolymer mit einer 50 Viskosität von 20 bis 40 Pa.s (200 bis 400 Poise), gemessen in einem
Brookfield-Viskosimeter bei 20 min'^ mit einer Spindel No. 7 bei einer Konzentration von 20 Gew.-% in Wasser und einer Temperatur von 25 °C (vertrieben unter der Bezeichnung COPOLYMER 845 von der Firma GAF in einer Konzentration an aktivem Material von 19 % 55 - Aluminiumoxid SH 100 - Xanthangummi (vertrieben unter der Bezeichnung KELTROL S von der Firma KELCO) - 70%ige wäßrige Sorbitlösung - Glycerin 60 - Natriumsaccharinat -9-
Claims (14)
- AT 393 792 B 0,60 g 0,60 g ad 100,00 g - wasserfreies Mononatriumphosphat - Titanoxid - Aromastoffe und Konsevierungsmittel in der erforderlichen Menge - spontaner pH-Wert=6,25 - Wasser Beispiels Man bereitet eine Zahnpasta der folgenden Zusammensetzung: - nichtionisches oberflächenaktives Mittel der Formel R-C0NH-(CH2)2-0-(CH2)2-0-(CH2-CH0H-CH2-0)3 5-H in der R für die folgende Mischung von Alkyl- und Alkenylgruppen steht: 35 % Cj2H25 -15 % Cj4H2g -15 % Oleylgruppen - 35 % von Copra-Fettsäuren abgeleitete Gruppen 1,10 g MA - Poly(vinylpyrrolidon/Diethylaminoethylmethacrylat)-Copolymer mit einer Viskosität von 30 bis 70 Pas (300 bis 700 Poise), gemessen in einem Brookfield-Viskosimeter bei 20 min"* mit einer Spindel No. 7 bei einer Konzentration von 20 Gew.-% in Wasser mit einer Temperatur von 25 °C, dessen mittleres Molekulargewicht etwa 1000 000 beträgt (vertrieben mit einem Gehalt an aktivem Material von 20 % unter der Bezeichnung COPOLYMER 937 von der Firma GAF) 0,20 g MA - Aluminiumoxid (SH 100) 52,00 g - Carraghenan/Alignat-Komplex (vertrieben unter der Bezeichnung SATIAGUM VZ 40 von der Firma CECAS ΑΉΑ) 1,35 g - Propylenglykol 10,00 g - 70%ige wäßrige Sorbitlösung 15,00 g - Natriumsaccharinat 0,10 g - wasserfreies Mononatriumphosphat 0,40 g - Titanoxid 0,60 g - Aromastoffe und Konservierungsmittel in der erforderlichen Menge - spontaner pH-Wert = 7,05 - Wasser ad 100,00 g PATENTANSPRÜCHE 1. Zahnpflegemittel, dadurch gekennzeichnet, daß es in Kombination (A) einen nicht-ionischen oberflächenaktiven Poly(hydroxypropyläther) und (B) ein kationisches Polymer, ausgewählt aus der (i) quatemisierte oder nicht quatemisierte Vinylpyrrolidon/DialkyliCj-C^-aminoalkyl^-CjgJ-acrylat- oder -methacrylat-Copolymere und Vinylpyrrolidon/Dialkyl(C j -C4)-amino-2-hydroxylpropy 1-acrylat- oder - methacrylat-Copolymere und (ii) hydroxypropylierten und quaternisierten Guar Gum, der durch Umsetzung von 2,3-Epoxypropyl-trimethylammoniumchlorid mit Guar Gum erhalten ist, umfassenden Gruppe, enthält
- 2. Zahnpflegemittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es als Polymer (B) ein quatemisiertes Vinylpyrrolidon/Dimethylaminoethylmethacrylat-Copolymer mit einem Molekulargewicht von etwa 100 000 oder etwa 1000 000 enthält
- 3. Zahnpflegemittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Polymer (B) aus den folgenden Vinvlpyirolidon/Dimethylaminoethylmethacrylat-Copolymeien ausgewählt ist: (a) Copolymer mit einer Viskosität von 20 bis 40 Pa.s (200 bis 400 Poise), gemessen mit einem Brookfield- Viskosimeter bei 20 min"* mit einer Spindel No. 7 bei einer Konzentration von 20 Gew.-% in Wasser mit einer Temperatur von 25 °C und einem Molekulargewicht von etwa 1000 000. -10- AT 393 792 B (b) Copolymer mit einer Viskosität von 30 bis 70 Pa.s (300 bis 700 Poise), gemessen mit einem Brookfield-Viskosimeter bei den oben angegebenen Bedingungen und einem mittleren Molekulargewicht von etwa 1 000 000. (c) Copolymer mit einem mittleren Molekulargewicht von etwa 100 000.
- 4. Zahnpflegemittel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der nichtionische oberflächenaktive Poly(hydroxypropylether) aus der Gruppe ausgewählt ist, die (I) Verbindungen der Formel (I) RjCHCI^CHCOnj-H (0 I ch2oh worin Rj für eine Alkylgruppe oder eine Mischung von Alkylgruppen mit 10 bis 14 Kohlenstoffatomen und m für eine ganze Zahl oder eine Dezimalzahl mit einem Wert von 2 bis 10 und vorzugsweise 3 bis 6 stehen; (2) Verbindungen der Formel (TI) R3-C0NH-CH2-CH2-0-CH2-CH2-0(CH2-CH0H-CH2-0)p-Η (Π) worin R3 für eine Alkyl- und/oder Alkenyl-Gruppe mit 11 bis 17 Kohlenstoffatomen oder eine Mischung aus solchen Gruppen und p für eine ganze Zahl oder eine Dezimalzahl mit einem Wert von 1 bis 5 und vorzugsweise 1.5 bis 4 stehen; (3) Verbindungen hergestellt durch alkalisch katalysierte Kondensation von 2 bis 10 Mol und vorzugsweise 2.5 bis 6 Mol Glycidol mit einem CjQ-Cj^-a-Diol oder einer Mischung von C jq-C ^-a-Diolen; und (4) Verbindungen hergestellt durch sauer katalysierte Kondensation von 2 bis 10 und vorzugsweise 2,5 bis 6 Mol Glycidol mit einem Mol eines Alkohols oder α-Diols mit lObis 14 Kohlenstoffatomen; umfaßt.
- 5. Zahnpflegemittel nach Anspruch 4, dadurch gekcraeidnet^ daß der oberflächenaktive Poly(hydroxy-propylether) aus den Verbindungen der Formeln C12H25°'(CH2CH'°)42-H OH) I ch2oh und R10-(CH2CH0)3 75-Η (IV) I ch2oh worin Rj für eine Mischung aus Alkylgruppen mit 10 bis 12 Kohlenstoffatomen steht, umfassenden Gruppe ausgewählt ist.
- 6. Zahnpflegemittel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß es als oberflächenaktiven Poly(hydroxy-propylether) eine Verbindung der Formel R3-C0NH-CH2-CH2-0-CH2-CH2-0-(CH2-CH0H-CH2-0)3j5-Η (V) worin R3 für eine Mischung von Gruppen steht, die die folgenden Alkylgruppen und Alkenylgruppen enthält: Ci jlfc. C13H27, von Kopra-Fettsäuren abgeleitete Gruppen und die von Ölsäure abgeleitete Gruppe. -11- AT 393 792 B
- 7. Zahnpflegemittel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der oberflächenaktive Poly(hydroxy-propylether) durch alkalisch katalysierte Kondensation von 3,5 Mol Glycidol mit einer Mischung aus a-Diolen mit 11 bis 14 Kohlenstoffatomen hergestellt worden ist.
- 8. Zahnpflegemittel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der oberflächenaktive Polyfhydroxypropylether) in einer Menge von 0,1 bis 4 Gew.-%, vorzugsweise von 0,2 bis 2 Gew.-% bezogen auf das Gesamtgewicht des Mittels, vorhanden ist.
- 9. Zahnpflegemittel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das kationische Polymer in einer Menge von 0,1 bis 0,4 Gew.-% und vorzugsweise von 0,2 bis 0,3 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht des Mittels, vorhanden ist.
- 10. Zahnpflegemittel nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß es 10 bis 80 Gew.-%, vorzugsweise 15 bis 65 Gew.-% eines Poliermittels enthält
- 11. Zahnpflegemittel nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß es 0,05 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise 0,05 bis 2 Gew.-% eines gegen die Ausbildung der Plaque wirksamen bakteriziden Mittels enthält.
- 12. Zahnpflegemittel nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß es zusätzlich einen Fluorionen-Vektor in einer Menge, die einem Fluorionengehalt von < 1500 ppm entspricht enthält.
- 13. Zahnpflegemittel nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß es weiterhin Bestandteile ausgewählt aus der Befeuchtungsmittel, Kohäsionsmittel, Süßungsmittel, Konservierungsmittel, Aromastoffe und weitere üblicherweise in Zahnpflegemitteln verwendete Hilfsstoffe umfassenden Gruppe enthält
- 14. Verfahren zur Herstellung des Zahnpflegemittels nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß man (A) einen nichtionischen, oberflächenaktiven Poly(hydroxypropylether) und (B) ein kationisches Polymer, ausgewählt aus der (i) quatemisierte oder nicht quatemisierte Vinylpyrrolidon/DialkylfCj-C^-aminoalkylfC^-C jg)-acrylat- oder -methacrylat-Copolymere und Vinylpynolidon/DialkylfCj-C^-amino-Z-hydroxypropyl-acrylat- oder -methacrylat-Copolymere und (ii) kationische Polysaccharide umfassenden Gruppe, mit für Zahnpflegemittel üblichen Bindemitteln, Trägermaterialien und/oder Hilfsstoffen vermischt -12-
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