AT393733B - Treibladung zum austreiben eines geschosses aus einem geschuetzrohr - Google Patents

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    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B5/00Cartridge ammunition, e.g. separately-loaded propellant charges
    • F42B5/38Separately-loaded propellant charges, e.g. cartridge bags

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Description

AT 393 733 B
Die Erfindung bezieht sich auf eine Treibladung zum Austreiben eines Geschoßes aus einem Geschützrohr, bestehend aus einer vom Geschoß getrennten, mit ein»’ Bodenanfeuerung versehenen Grundladung, die ein zentrales, von der Bodenanfeuerung ausgehendes Zündrohr mit einem Zündpulvereinsatz aufweist, und aus wenigstens ein» wahlweise axial an die Grundladung anschließbaren Zusatzladung mit einer zentralen Öffnung für ein 5 Zündrohr.
Aus ein» Grundladung und wahlweise anschließbaren Zusatzladungen gebildete Treibladungen haben den Vorteil, daß die jeweils zum Einsatz kommende Treibladung in ihr» Größe an die jeweiligen Anforderungen angepaßt werden kann. Die Grundladung besteht dabei wie auch die Zusatzladung im einfachsten Fall aus einem das Ladungspulver aufnehmenden, zylindrischen Gewebemantel. Zur Verbindung der Grundladung mit der Zusatz-10 ladung sind an den Gewebemantel der Grundladung Bänder befestigt, die entlang der Zusatzladung bis zu deren freien Stirnseite verlaufen, wo sie miteinand» verknüpft weiden. Die Zündung ein» solchen Treibladung »folgt über eine einen Zündpulversatz enthaltende Bodenanfeuerung durch ein Zündloch im V»schluß des Geschützes, das die Treibladung im Laderaum zwischen dem V»schluß und dem Geschoß aufhimmt. Da die Zündung des Ladungspulvers der Grundladung und allfälliger Zusatzladungen ausschließlich von der Bodenanfeuerung her 15 erfolgt, muß mit einer zum Teil ungleichmäßigen Zündung der Pulverladung gerechnet weiden, was die Gefahr einer Druckwellenausbildung mit sich bringt, die nicht nur die Austrittsgeschwindigkeit des Geschosses aus dem Geschützrohr beeinflußt, sondern auch zu einer unter Umständen ein Verschlußversagen nach sich ziehenden Verschlußbelastung führt.
Um diese Nachteile zu vermeiden, ist es bekannt, sowohl die Grundladung als auch die Zusatzladungen mit je 20 einem zentralen Zündrohr zu versehen, das einen Zündpulvereinsatz aufweist, so daß die Zündung d» Pulverladungen üb» die axial aneinanderschließenden Zündrohre von der Bodenanfeuerung h» erfolgt, an die das Zünd-rohr der Grundladung unmittelbar anschließt Solange die axial aneinanderg»eihten Zündrohre der zusammengefügten Ladungen einen durchgehenden Zündkanal gleichen Querschnitts bilden, kann über die Zündrohre eine gleichmäßige Durchzündung der Pulverladungen radial von innen h» gewährleistet und die Ausbildung von 25 Druckwellen verhindert w»den. Nachteilig bei diesen bekannten Treibladungen mit einzelnen, axial aneinand»-stoßenden Zündrohren ist allerdings, daß bei ein» exzentrischen Versetzung einzeln» Zündrohre, beispielsweise zufolge von Ungenauigkeiten bei der Herstellung der Treibladungen oder von nachträglichen, »schütterungsbedingten Verlagerungen, der freie Strömungsquerschnitt des durch die Zündrohre aller Ladungen gegebenen Zündkanales beeinträchtigt wird, was wiederum zu einer ungleichmäßigen Durchzündung der Pulverladungen mit den 30 damit verbundenen Nachteilen führt. Erschwerend kommt in diesem Zusammenhang hinzu, daß die radiale Versetzung der Zündrohre einer zusammengesetzten Treibladung nicht erkannt wird.
Schließlich ist es bei einer hülsenlosen Patrone bekannt (DE-PS 267 653), die Treibladung in scheibenförmige Teilladungen zu unterteilen, um die Größe der Treibladung durch ein Abnehmen einzelner Teilladungen entsprechend den jeweiligen Schießbedingungen verringern zu können. Zu diesem Zweck ist in den Geschoß-35 boden ein Zündrohr eingeschraubt, an dessen dem Geschoßboden gegenüb»liegenden Ende ein auf dem Zündrohr verschiebbarer Teller federnd abgestützt ist, zwischen dem und dem Geschoßboden die scheibenförmigen Teilladungen eingespannt gehalten w»den. Die einzelnen Teilladungen weisen einen radialen Schlitz auf, um sie auf das Zündrohr in radial» Richtung aufschieben bzw. vom Zündiohr abziehen zu können. Abgesehen davon, daß das Zündiohr mit dem federbelasteten Teller und das Geschoß eine Baueinheit bilden, die zur axialen Halterung der 40 Teilladungen zwingend erforderlich ist, ergeben sich zufolge der radialen Schlitze in den scheibenförmigen Teilla dungen unsymmetrische Zündbedingungen, die die Ausbildung von Druckwellen unterstützen.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Treibladung der eingangs geschilderten Art mit einfachen Mitteln so zu verbessern, daß eine gleichmäßige Durchzündung der Ladungspulver aller an die Grundladung angeschlossenen Zusatzladungen gewährleistet w»den kann. 45 Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, daß das Zündrohr der Grundladung zur koaxialen Aufnahme der Zusatzladung bzw. der Zusatzladungen auf der der Bodenanfeuerung gegenüb»liegenden Seite aus der Grundladung axial vorragt.
Da zufolge dieser Maßnahme ein allen Teilladungen gemeinsames, durchgehendes Zündrohr vorliegt, kann es zu keinen radialen Rohrv»setzungen im Bereich einzelner Teilladungen kommen, so daß auch die mit solchen 50 Rohrversetzungen v»bundenen Nachteile ausgeschaltet sind. Das mit der Grundladung fest verbundene Zündrohr erübrigt außerdem den Einsatz von Zündrohrabschnitten in den Zusatzladungen, was die Herstellung dieser Zusatzladungen vereinfacht, die lediglich mit einer zentralen Öffnung versehen sein müssen, um sie auf das aus der Grundladung vorragende Zündrohr aufstecken zu können. Die axiale Verschiebesicherung erfolgt in herkömmlicher Weise mit Hilfe von an der Grundladung befestigten Bändern. Um die Zusatzladungen einfacher auf das 55 Zündrohr aufstecken zu können, kann in die zentrale Öffnung dieser Zusatzladungen ein Führungsrohr eingesetzt sein.
Das axial aus der Grundladung vorragende Zündrohr bringt nicht nur im Zusammenhang mit einer aus Teilladungen zusammengesetzten Treibladung Vorteile mit sich, sondern auch beim Einsatz der Grundladung alleine, weil in diesem Fall das Zündrohr als Abstandhalter dient, der sich am Geschoßboden abstützen kann und verhin-60 dert, daß die Grundladung zu weit gegen das Geschoß hin in den Laderaum des Geschützes eingebracht wird. Die Zündstrecke zwischen der Bodenanfeuerung der Grundladung und dem Zündloch des Verschlußes bleibt somit kurz, was einen Zündveizug und damit unzulässig große Streuungen hinsichtlich der Austrittsgeschwindigkeit des -2-

Claims (2)

  1. AT 393 733 B Geschoßes aus dem Geschützrohr ausschließt. Die Länge des Zündrohres ist zu diesem Zweck an die Laderaumlänge zwischen dem Verschluß und dem Geschoßboden anzupassen und entspricht demnach vorzugsweise der axialen Länge der aus der Grundladung und der maximal an die Grundladung anschließbaren Zusatzladungen gebildeten Höchstladung, für die ja der Laderaum zwischen dem Verschluß und dem Geschoß ausgelegt ist In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt Es zeigen Fig. 1 einen Laderaum eines Geschützes mit einer erfindungsgemäßen Treibladung in einem schematischen Axialschnitt, Fig. 2 einen schematischen Axialschnitt der Grundladung der erfindungsgemäßen Treibladung in einem größeren Maßstab und Fig. 3 eine der Fig. 2 entsprechende Darstellung einer erfindungsgemäßen Treibladung aus ein»- Grundladung und zwei Zusatzladungen. Um ein Geschoß (1) mit Hilfe einer vom Geschoß getrennten Treibladung (2) aus einem nicht näher dargestellten Geschützrohr austreiben zu können, wird zunächst das Geschoß (1) und dann die Treibladung (2) geladen, die somit zwischen dem Geschoß (1) und dem Verschluß (3) im Laderaum (4) des Geschützes zu liegen kommt Die Treibladung (2) weist an ihrer dem Verschluß (3) zugekehrten Stirnseite eine Bodenanfeuerung (5) mit einem Zündpulversatz (6) auf, der über ein Zündloch (7) des Verschlusses gezündet wird. An diese Bodenanfeuerung (5) schließt sich ein zentrales Zündrohr (8) einer Grundladung (9) an, das einen Zündpulvereinsatz (10), beispielsweise einen mit Schwarzpulver gefüllten Schlauch, aufweist. Im Gegensatz zu herkömmlichen Treibladungen ragt das Zündrohr (8) auf der der Bodenanfeuerung (5) gegenüberliegenden Stirnseite der Grundladung (9) vor, um die wahlweise an die Grundladung (9) anzuschließenden Zusatzladungen (11) auf dieses Zündrohr (8) aufstecken zu können. Die axiale Befestigung dieser Zusatzladungen (11), die zum Aufstek-ken auf das Zündrohr (8) mit entsprechenden zentralen Durchtrittsöffnungen (12) versehen sein müssen, erfolgt in üblicher Weise mit Hilfe von am Gewebemantel (13) der Grundladung (9) angeordneten Bändern (14), die im Bereich der der Bodenanfeuerung (5) gegenüberliegenden Stirnseite der zusammengesetzten Treibladung (2) miteinander verknüpft werden. Wird über die Bodenanfeuerung (5) die Zündung dar Treibladung (2) eingeleitet, so wird über den Zündpulvereinsatz (10) des Zündrohres eine gleichmäßige Durchzündung der Einzelladungen (9 und 11) radial vom Zündrohr (8) aus sichergestellt, wodurch die Ausbildung von Druckwellen mit ihren Nachteilen sicher verhindert wird, unabhängig davon, ob lediglich die Grundladung (9) alleine oder mit Zusatzladungen (11) eingesetzt wird. Das über die Grundladung (9) axial vorragende Zündrohr (8), das vorzugsweise eine Länge gleich der axialen Länge der Höchstladung aufweist, wie sie durch die Grundladung und die maximal an die Grundladung anschließbaren Zusatzladungen gebildet wird, dient nicht nur zum Sicherstellen einer gleichmäßigen Durchzündung aller Ladungen, sondern auch als Abstandhalter für den Fall, daß nicht die mögliche Höchstladimg eingesetzt wird. Das Zündrohr (8) stützt sich nämlich am Geschoßboden ab, wie dies aus der Fig. 1 ersichtlich ist, so daß die Grundladung (9) mit einer allenfalls angeschlossenen Zusatzladung (11) nicht zu weit in den Laderaum (4) eingebracht werden kann, was einen störenden Abstand zwischen der Bodenanfeuerung (5) und dem Verschluß (3) und damit unter Umständen eine Zündbeeinträchtigung zur Folge hätte. Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt. So könnte der Zündpulvereinsatz (10) aus einer Pulverstange bestehen oder einstückig mit dem Zündrohr verbunden sein, was im allgemeinen zu einem Zündrohr aus Zündpulver führt. PATENTANSPRÜCHE 1. Treibladung zum Austreiben eines Geschoßes aus einem Geschützrohr, bestehend aus einer vom Geschoß getrennten, mit einer Bodenanfeuerung versehenen Grundladung, die ein zentrales, von der Bodenanfeuerung ausgehendes Zündrohr mit einem Zündpulvereinsatz aufweist, und aus wenigstens einer wahlweise axial an die Grundladung anschließbaren Zusatzladung mit einer zentralen Öffnung für ein Zündrohr, dadurch gekennzeichnet, daß das Zündrohr (8) der Gundladung (9) zur koaxialen Aufnahme der Zusatzladung bzw. der Zusatzladungen (11) auf der der Bodenanfeuerung (5) gegenüberliegenden Seite aus der Grundladung (9) axial vorragt
  2. 2. Treibladung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge des Zündrohres (8) der axialen Länge der aus der Grundladung (9) und der maximal an die Grundladung (9) anschließbaren Zusatzladungen (11) gebildeten Höchstladung entspricht Hiezu 1 Blatt Zeichnung -3-
AT75190A 1990-04-02 1990-04-02 Treibladung zum austreiben eines geschosses aus einem geschuetzrohr AT393733B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
RU2192610C2 (ru) * 2000-04-27 2002-11-10 Государственный научно-исследовательский институт химических продуктов Выстрел раздельного заряжания

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE267653C (de) *

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