AT393376B - Belueftungsvorrichtung fuer die biologische wasserbehandlung, insbesonders fuer die aerobe reinigung von organisch verschmutzten abwaessern - Google Patents
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Description
AT 393 376 B
Die Erfindung betrifft eine Belüftungsvonichtung für die biologische Wasserbehandlung, insbesonders für die aerobe Reinigung von organisch verschmutzten Abwässern, bei der eine Vielzahl von offenen hohlen Tauchtropfköipem parallel zu einer Welle und zur Wasseroberfläche angeordnet ist, wobei die Tauchtropfkörper bei der Drehung der Belüftungsvorrichtung auf der einen Seite in die Flüssigkeit eintauchen und auf der anderen Seite wieder herauskommen.
Wie bekannt, hängt die Selbstreinigungskraft eines organisch verschmutzten Wassers hauptsächlich vom Gehalt an Mikroorganismen ab, die als Saprobien (Schmutzfresser) die Reinigung des Wassers durchführen. Je mehr Sauerstoff den Mikroorganismen zugeführt wird, umso besser kann sich ein wasserreinigender Bakterienrasen bilden.
Erfindungsgemäß sind die Tauchtropfkörper auf einer Mittelstange zu einer Tauchtropfkörpergarnitur, ggf. zwischen zwei Seitenscheiben, spiralförmig gereiht und bilden zwei bis mehrgängige Spiralen. Zusammengesetzt bildet dieses System eine Trommel. Durch die Anordnung und Vielzahl der Tauchtropfkörper (zyl. Hohlkörper) wird bei der Drehung der Trommel, die Luft, die sich in den Hohlkörpern befindet, bis in die Nähe des Abwasserbeckens oder Teiches eingetragen. Außerdem bilden die Tauchtropfkörper außen und innen eine große Oberfläche, auf denen sich ein Bakterienrasen bildet, der beim Auftauchen in die Luft vom abfließenden Wasser immer feucht gehalten wird, aber auch gleichzeitig Sauerstoff aus der Luft entnimmt. Durch die Wechselwirkung Luft-Wasser, werden die optimalen Bedingungen für das Wachstum der Mikroorganismen geschaffen.
Es sind verschiedene Systeme von Belüftungsvorrichtungen für die Reinigung von Abwässern bekannt, deren Tauchkörper aus Kugeln oder aus zu Bündel zusammengefaßte durchgehende Rohre bestehen (CH-PS 634 025), die parallel oder schräg zu Welle und Wasseroberfläche montiert sind und in das Abwasser ein- bzw. auftauchen. Auch spiralförmige Belüftungsvorrichtungen gibt es, (CH-PS 662 805 und EP-Al 0 249 433 sowie US-PS 4,769,138), bei diesen Belüftern bestehen die Tauchkörper aus Flachmaterial (Blech oder Kunststoff), welches spiralförmig von der Welle bis zum Umfang einer Trommel, bei Wahrung eines Abstandes voneinander, eingerollt sind. Ein weiterer Spiralbelüfter (DE-OS 35 13 602) ist bekannt, bei dem auf einer perforierten Hohlwelle mehrere nebeneinanderliegende spiralförmig aufgerollte Rohre sich befinden.
Nachfolgend die Erläuterung des Erfindungsgegenstandes anhand der Zeichnung, es zeigt:
Fig. 1 Seitenansicht des Spiralbelüfters.
Fig. 2 Draufsicht mit Lagerung auf zwei Sockeln, mit Antrieb. Einfachheitshalber ist nur eine Mittelstange eingezeichnet mit den darauf befindlichen Tauchtropfkörpem.
Fig. 3 Schnitt durch die Trommel, dadurch sichtbar die spiralförmige Anordnung der Leitbleche mit Schaufel und Tauchtropfkörper. In der Zeichnung achtfache Spirale.
Fig. 4 Eine Garnitur Tauchtropfkörper auf einer Mittelstange aufgefädelt und zwischen zwei Seitenscheiben eingespannt.
Fig. 5 und 6 Verschiedene Ausführungen von Tauchtropfkörpem.
Fig. 7 Leitblech mit eingerollter Schaufel, beidseitig geschlossen (perspektivische Ansicht).
Anschließend die Beschreibung und Arbeitsweise des Spiralbelüfters: Die Rasenbildung und Lufteinbringung wird durch Leitbleche (10) mit zylindrischer Schaufelausbildung (11) und eine Vielzahl von Tauchtropfköipem (2), die in diesem System durch die spiralförmige Anordnung optimal verteilt sind, begünstigt.
Zwischen zwei Seitenscheiben (1) befinden sich spiralförmig angeordnete Tauchtropfkörper (2), die bei der Drehung der Trommel Fig. 3 auf der einen Seite in das Abwasser eintauchen und auf der anderen Seite wieder herauskommen. Die Spiralen, ein, zwei oder mehrgängig verlaufen jeweils vom Scheibenrand bis zur Welle (3). Die Tauchtropfkörper, deren Anzahl sich nach dem Durchmesser der Seitenscheiben (1) und dem Abstand zwischen den Scheiben richtet, können aus verschiedenartig geformten Hohlkörpern bestehen. Jedoch haben alle Hohlkörper dieser Erfindung eine Gemeinsamkeit, eine durch die Achsmitte verlaufende Hülse (4), die seitlich über den Tauchtropfkörper herausragt (5). Mit einer Scheibe (6) oder Rippen (7), ist die Hülse fest mit dem Körper verbunden.
Die Hülse hat die Aufgabe, daß die Tauchtropfkörper auf einer Mittelstange (8) aufgefädelt werden können und durch das Herausragen der Hülsen wird ein Abstand (9) von einem zum anderen Tauchtropfkörper gebildet Die Mittelstangen (8) sind samt den Tauchtropfköipem (2) zwischen den Seitenscheiben (1) fest eingespannt und ergeben eine Garnitur Tauchtropfkörper Fig. 4. Durch die erfindungsgemäße Anordnung der Tauchtropf-köipergamituren zwischen den Seitenscheiben, wird eine Spirale gebildet Vor Beginn einer jeden Spirale befinden sich zwischen den Seitenscheiben, durchgehende Leitbleche (10), die auf einer Seite zu einer zylindrischen Schaufel (11) eingerollt und auf beiden Stirnseiten mit je einer Scheibe (12) abgedeckt sind. Durch die Vielzahl der zwischen den Seitenscheiben eingespannten Tauchtropfkörper ergibt sich ein kompakter Drehkörper, den biologischen Spiralbelüfter.
Beide Seitenscheiben (1) sind mit einer Welle (3) durch Flansche (13) fest verbunden, sodaß die, durch einen Getriebemotor (14) angetriebene Welle (3), die Drehung auf die Seitenscheibe (1) übertragen kann. Die Welle (3) des Spiralbelüfters ist in Lagern (15) gelagert und auf einem Sockel (16) oder sonstigen Konstruktion montiert
Durch die spiralförmige Anordnung der Leitbleche und Tauchtropfkörper gleiten diese, wie eine Turbinenschaufel, leicht in die Flüssigkeit ein und durch die schaufelförmige Endausbildung der Leitbleche (11) und der hohlen Tauchtropfkörper (2) wird Luft in die Flüssigkeit mitgenommen. Bei der Drehung im Wasser, -2-
Claims (3)
- AT 393 376 B entweicht die Luft in das Abwasser und führt zu dem sich gebildeten Bakterienrasen den Tauchtropfkörpem Sauerstoff zu. Bei der Aufwärtsdrehung wird wieder Flüssigkeit mitgenommen, die sich über die Tauchtropfkörper ergießt, sodaß der Bakterienrasen, auch wenn er außerhalb des Wasserspiegels (17) ist, immer feucht benetzt bleibt und gleichzeitig Sauerstoff aus der Luft entnimmt Erläuterung der Erfindung an Hand der Zeichnung (1) Seitenscheiben (2) Tauchtropfkörper (3) Welle (4) Hülse im Tauchtropfkörper (5) Ausragen der Hülse (6 ) Verbindungsscheibe, Hülse mit Tauchtropfkörper (7) Verbindungsrippe, Hülse mit Tauchtropfkörper (8) Mittelstange (9) Abstand zwischen Tauchtropfkörper (10) Leitblech (11) Zylindrische Schaufelausbildung (12) Abdeckscheibe für Schaufel (13) Flansche (14) Getriebemotor (15) Lager für Welle (16) Sockel (17) Wasseroberfläche PATENTANSPRÜCHE 1. Belüftungsvorrichtung für die biologische Wasserbehandlung, insbesonders für die aerobe Reinigung von organisch verschmutzten Abwässern, bei der eine Vielzahl von offenen hohlen Tauchtropfkörpem parallel zu einer Welle und zur Wasseroberfläche angeordnet ist, wobei die Tauchtropfkörper bei der Drehung der Belüftungsvorrichtung auf der einen Seite in die Flüssigkeit eintauchen und auf der anderen Seite wieder herauskommen, dadurch gekennzeichnet, daß die Tauchtropfkörper auf der Mittelstange (8) zu einer Tauch· tropfkörpergamitur spiralförmig gereiht sind und zwei bis mehrgängige Spiralen bilden.
- 2. Vorrichtung nach Ansprach 1, dadurch gekennzeichnet, daß vor Beginn einer jeden Spiralreihe zwischen den Seitenscheiben (1) ein durchgehendes der Spiralenkrümmung angepaßtes Leitblech (10) mit zylindrisch eingerollter Schaufel (11) sich befindet, deren beiden Stirnflächen mit je ein» Scheibe (12) abgedeckt sind Fig. 7.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die hohlen Tauchtropfkörper beidseitig offen sind und eine achsial zum Tauchtropfkörper verlaufende Mittelhülse (4), die durch eine Scheibe (6) oder Rippen (7), mit dem Tauchtropfkörper fest verbunden ist, aufweist und die Hülse an beiden oder einem Ende des Tauchtropfkörpers hervorragt Fig. 5 und 6. Hiezu 1 Blatt Zeichnung -3-
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| AT2226/88A AT393376B (de) | 1988-09-12 | 1988-09-12 | Belueftungsvorrichtung fuer die biologische wasserbehandlung, insbesonders fuer die aerobe reinigung von organisch verschmutzten abwaessern |
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| ATA222688A ATA222688A (de) | 1991-03-15 |
| AT393376B true AT393376B (de) | 1991-10-10 |
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| AT2226/88A AT393376B (de) | 1988-09-12 | 1988-09-12 | Belueftungsvorrichtung fuer die biologische wasserbehandlung, insbesonders fuer die aerobe reinigung von organisch verschmutzten abwaessern |
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| AT (1) | AT393376B (de) |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CH634025A5 (de) * | 1979-02-09 | 1983-01-14 | Nibola Anstalt | Vorrichtung zur biologischen abwasserreinigung. |
| DE3513602A1 (de) * | 1985-04-16 | 1985-11-14 | Grabowski Tropfkörper-Technik GmbH, 6352 Ober-Mörlen | Hohlkoerper zur biologischen abwasserreinigung |
| CH662805A5 (en) * | 1985-07-01 | 1987-10-30 | Robert Wepf | Apparatus for the biological purification of waste water and process for operating this apparatus |
| EP0249433A1 (de) * | 1986-06-10 | 1987-12-16 | James Patrick Joseph Butler | Tauchtropfkörper und Verfahren zu deren Herstellung |
| US4769138A (en) * | 1986-05-26 | 1988-09-06 | Frandsen Aksel S | Air-driven contact filter |
-
1988
- 1988-09-12 AT AT2226/88A patent/AT393376B/de active
Patent Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| Publication number | Publication date |
|---|---|
| ATA222688A (de) | 1991-03-15 |
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