AT392751B - Verfahren und vorrichtung zur regelung der abschmelzrate einer elektrode beim elektroschlacken-umschmelzen - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zur regelung der abschmelzrate einer elektrode beim elektroschlacken-umschmelzen Download PDF

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Description

AT 392 751 B
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Regelung der Abschmelzrate einer selbstverzehrenden Elektrode beim Elektroschlacken-Umschmelzen in einem Schlackenbad.
Durch die AT-PS 345 487 wurde bereits vorgeschlagen, den zum Umschmelzen erforderlichen Strom dadurch konstant zu halten, daß bei Abweichungen vom Sollwert die Absenkgeschwindigkeit der abzuschmelzenden Elektrode geändert wird u. zw. wird bei zu niedrigem Strom die Absenkgeschwindigkeit erhöht und bei zu hohem Strom vermindert. Weiters wird bei solcherart konstant gehaltenem Strom bei gegenüber einer vorgewählten Absenkgeschwindigkeit zu geringer Absenkgeschwindigkeit die Badspannung erhöht, um mehr Wirkleistung zuzuführen und so die Abschmelzrate und damit die Absenkgeschwindigkeit steigern zu können. Im umgekehrten Fall wird die Badspannung vermindert.
Nach diesem Verfahren ist aber keine gezielt proportionale Beeinflussung der Abschmelzrate gegeben, weil durch die Verstellung der Badspannung sich auch wieder die Eintauchtiefe verändert, z. B. würde eine Spannungserhöhung bei konstant geregeltem Strom eine Verringerung der Eintauchtiefe der Elektrode im Schmelzbad bewirken, wodurch aber die Abschmelzrate im allgemeinen nicht im proportionalen Maße zunimmt. Auf Grund metallurgischer Reaktionen im Schmelzbad ändert sich im Laufe der Schmelzzeit der Badwiderstand. Bei konstant gehaltener Badspannung und Strom wird die Elektrode mit z. B. steigendem Badwiderstand tiefer ins Schmelzbad eintauchen, womit sich auch die Abschmelzrate wieder verändert.
Die beschriebenen Effekte lassen keine konstant bleibenden Umschmelzbedingungen zu. Aus metallurgischen Gründen ist aber eine kontrollierbare, z. B. konstant bleibende Abschmelzrate von großer Wichtigkeit, weil die Einflußgrößen auf Abschmelzrate und auch Eintauchtiefe der Elektrode sehr vielfältig und nicht genau kalkulierbar sind, müßten Abschmelzrate und Eintauchtiefe mit regelungstechnischen Methoden überwacht worden.
Beispielsweise wird in DE-PS 19 34 218 das Abschmelzgewicht einer selbstverzehrenden Elektrode nach einer Gewichtszeitfunktion ohne Rücksicht auf einen einzuhaltenden Elektrodenabstand geregelt In DE-PS 24 56 512 wird die Eintauchtiefe nach dem Badwiderstand bzw. dessen Gradienten geregelt, ohne hierbei die Abschmelzrate zu überwachen. Oben angeführte Gründe zeigen bereits, daß eine Eintauchtiefenregelung nach dem Badwiderstand sehr ungenau ist.
Den bekannten Verfahren zur Regelung der Abschmelzrate haftet jeweils der Nachteil an, daß die Regelung lediglich über die Vorschubgeschwindigkeit der Elektrode, die Spannung bzw. die Stromstärke erfolgt. Die Lage der Elektrode im Schlackenbad und ihr Abstand vom Schmelzenspiegel bleibt jedoch unberücksichtigt. Für die metallurgischen Eigenschaften des zu erschmelzenden Blockes sind jedoch die thermischen Bedingungen während des Erstarrens von hoher Bedeutung. Je tiefer die Elektrode in das Schlackenbad eintaucht, umso höher wird die Temperatur des noch flüssigen Blockes sein und umso tiefer ist auch der im Block gebildete Sumpf aus flüssigem Metall. Weiters ist die Abschmelzrate nicht linear abhängig von der Eintauchtiefe, womit die Eintauchtiefe eine wesentliche Steuergröße darstellt.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Regelung der Abschmelzrate einer selbstverzehrenden Elektrode beim Elektroschlacke-Umschmelzen in einem Schlackenbad, wobei die Absenkgeschwindigkeit der umzuschmelzenden Elektrode, deren Länge und deren Gewicht bestimmt werden und die Stromstärke und/oder die Spannung geregelt werden und wobei das gemessene Istgewicht mit dem Sollgewicht der Elektrode verglichen wird, besteht im wesentlichen darin, daß laufend das Gewicht des in das Schlackenbad eintauchenden Anteiles der Elektrode aus dem tatsächlichen Elektrodengesamtgewicht und der Länge der Elektrode über der Schlackenbadoberfläche ermittelt und mit einem Sollwert verglichen und bei einer Abweichung der Quotient Ug0jj und 1§0ιχ verändert wird, wobei das die Abschmelzrate bestimmende Produkt konstant bleibt und daß überlagert die Ist-Abschmelzrate mit der Soll-Abschmelzrate verglichen und bei einer Abweichung das Produkt aus Lj0g und Ug0g entsprechend verändert wird, wobei das Gewicht des in das Schlackenbad eintauchenden Anteiles der Elektrode entsprechend dem Sollwert durch Veränderung des Quotienten UgQjj und I<j0jj eingestellt wird.
Aus der Differenz des gewogenen Elektrodengewichtes, wobei dies auch über das Gewicht des bereits erschmolzenen Blockes bestimmt werden kann, und der Länge der Elektrode über der Schlackenbadoberfläche, welche zur Berechnung des Gewichtes der Elektrode oberhalb des Schlackenbades dient, kann der Gewichtsanteil der Elektrode, die sich im Schlackenbad befindet, leicht errechnet werden, wobei bei einer Abweichung der Widerstand verändert wird, jedoch das Produkt aus Stromstärke und Spannung konstant gehalten wird. Sodann wird die Ist-Abschmelzrate, das ist abgeschmolzenes Gewicht der Elektrode pro Zeiteinheit mit einer Soll-Abschmelzrate verglichen und bei einer Abweichung wird das Produkt entsprechend verändert.
Dem Prinzip nach ist der Umschmelzprozeß einer 2-Größen-Regelstrecke gleichzusetzen mit Badspannung ^WB und Strom I als Eingangsgrößen (Regelgrößen) und der Abschmelzrate und Elektrodeneintauchtiefe Δ b bzw. Eintauchgewicht Δ G als Ausgangsgrößen. Im allgemeinen werden getrennte Regler zur Aufrechterhaltung von Spannung U^g und Strom I vorgesehen, dessen Sollwerte getrennt einstellbar sind.
Zur Konstanthaltung der Elektrodeneintauchtiefe im Schmelzbad bei nachfolgender Veränderung der Badwirkleistung P^yg ist eine Entkopplung der Regelgrößen notwendig. Diese kann mit Hilfe eines
Steuerrechners, der aus gegebener zuzuführender Badwirkleistung Pyygs und Schmelzbadwirkwiderstand Rg nach den Beziehungen -2-
AT 392 751 B
UWBS = CU ^PWBS RB is=cj\pWbsrb die Spannungs- und Stromsollwerte I<j für die Regler errechnet, erfolgen, Cy, Cj sind Korrekturwerte für Nichtlinearitäten des Widerstandes Rg.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung wird die Absenkgeschwindigkeit der Elektrode über den Sollwert der Stromstärke gesteuert. Es muß hierbei berücksichtigt werden, daß der Block während des Abschmelzens der Elektrode gegen diese hin wächst Durch die Steuerung der Absenkgeschwindigkeit über die Stromstärke ist eine exaktere Einhaltung der Geschwindigkeit gegeben, wodurch die Abschmelzbedingungen noch exakter eingehalten werden können.
Eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens, bei der ein mit einer Stelleinrichtung zur Absenkung der Elektrode verbundener Stromregler und ein mit einer Stelleinrichtung zur Verstellung des Abgriffes eines die Umschmelzanlage versorgenden Stelltransformators verbundener Spannungsregler vorgesehen und zur kontinuierlichen Messung des Elektrodengewichtes zwischen einer Hebe- und Senkvorrichtung zur Verstellung der Elektrode eine Kraftmeßeinrichtung zwischengeschaltet sind, besteht im wesentlichen darin, daß der Strom- und der Spannungsregler mit einem Steuerrechner verbunden sind, welcher die Sollwerte für diese Regler in Abhängigkeit vom Gewicht des in das Schlackenbad eintauchenden Anteils der Elektrode errechnet und seinerseits mit einem den als Bezugsgrüße für die Ermittlung der Strom- und Spannungs-Sollwerte dienenden Widerstandswert liefernden Widerstandswertrechner, der mit einem die Lage der Elektrode bezogen auf die Schlackenbadoberfläche mit einem Sollwert vergleichenden Lagerregler verbunden ist, der seinerseits mit einem Rechner zur Ermittlung des Abschmelzgewichtes aus der Abschmelzlänge der Elektrode sowie einer Meßeinrichtung zur direkten Ermittlung des Abschmelzgewichtes der Elektrode in Verbindung steht und mit einem vorzugsweise von einem Leistungswertgeber beeinflußten Abschmelzratenregler verbunden ist Dadurch wird eine besonders vorteilhafte Entkopplung der Regelgrößen ermöglicht, wobei sowohl der Widerstand als auch die Abschmelzrate einfach gesteuert werden können, sodaß die erwünschten Temperaturbedingungen im flüssigen Block eingehalten werden können.
Ist der Widerstandswertrechner mit einem die Lage der Elektrode bezogen auf die Schlackenbadoberfläche mit einem Sollwert vergleichenden Lageregler verbunden, der seinerseits mit einem Rechner zur Ermittlung des Abschmelzgewichtes aus der Abschmelzlänge der Elektrode sowie einer Meßeinrichtung zur direkten Ermittlung des Abschmelzgewichtes der Elektrode verbunden ist, so kann eine besonders exakte Steuerung des in die flüssige Schlacke eintauchenden Anteils der Elektrode bezogen auf einen Sollwert durchgeführt werden.
Enthält der Lageregler eine Korrektureinrichtung, welche bei Überschreitung eines bestimmten Differenzwertes zwischen dem direkt ermittelten und dem aus der Abschmelzlänge der Elektrode ermittelten Abschmelzgewicht z. B. auf dem zuletzt ermittelten Wert festhält, so ist auch dann eine selbsttätige Regelung möglich, wenn die Elektrode große Lunker enthält, da die Elektrode nicht auf Grund der scheinbar zu hohen Abschmelzrate aus dem Schlackebad herausgezogen wird.
Wird eine Kraftmeßeinrichtung zwischengeschaltet, die in der Lage ist, Totlasten wie Elektrodenhalterung usw. auf Null zu tarieren und ist über eine ein dem Zeitdifferential des gemessenen Wertes zumindest annähernd entsprechendes Signal abgebende Einrichtung mit dem Abschmelzratenregler verbunden, so kann sowohl einerseits das Gewicht der Elektrode genau bestimmt, andererseits über die genannte Einrichtung auch die Abschmelzrate genau bestimmt und eingehalten werden, da die Gewichtsmessung der Elektrode die aktuellen Verhältnisse beim Umschmelzen besonders genau berücksichtigt Diese Genauigkeit ist insbesondere am Ende des Umschmelzprozesses von hoher Bedeutung, da hier meist nur eine relativ kleine und daher gewichtsarme Elektrode vorliegt, wobei auch, je nach den betrieblichen Erfordernissen eine relativ geringe Abschmelzrate eingehalten werden soll.
Im folgenden wird die Erfindung anhand der Zeichnungen näher erläutert
Es zeigen Fig. 1 ein Blockschaltbild einer Einrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens; Fig. 2 schematisch mehrere mögliche Anordnungen von Einrichtungen zur Ermittlung des Absenkweges der Elektrode; Fig. 3 schematisch verschiedene Anordnungen von Meßeinrichtungen zur direkten Gewichtsmessung der Elektrode und Fig. 4 eine Möglichkeit der Anordnung der Gewichtsmeßeinrichtungen des umgeschmolzenen Blockes.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1 sind der Stromregler (1) und der Spannungsregler (2), die mit nicht dargestellten Istwert-Gebern und Stelleinrichtungen verbunden sind, über den Schalter (3) wahlweise mit einem Strom-Sollwertgeber (4) bzw. einem Spannungs-Sollwertgeber (5) oder einem Steuerrechner (6) verbunden. Dabei wirkt die mit dem Stromregler (1) verbundene Stelleinrichtung auf eine Hebe- und Senkeinrichtung zur Betätigung der Elektrode zur Einstellung der Absenkgeschwindigkeit derselben ein, wogegen die mit dem Spannungsregler (2) verbundene Stelleinrichtung auf den Abgriff eines Regeltransformators einwirkt, der die -3-
AT 392 751B nicht dargestellte Elekfroschlacken-Umschmelz-Einrichtung bekannter Bauart versorgt. Der Steuerrechner (6) ist mit einem Widerstandsrechner (7) und Ober (12,13) mit einem Leistungswertgeber (8) verbunden und versorgt den Strom- bzw. den Spannungsregler (1, 2) mit vom erforderlichen Leistungswert und dem vom Widerstandswertrechner (7) kommenden Widerstandswert abhängigen Sollwerten Ig0ß· bzw. Ug0ß>.
Im Steuerrechner (6) nicht eingezeichnet befinden sich noch die einstellbaren Schranken für die obere und untere Grenze der Badwirkleistung. Der Anteil des vom Leistungswertgeber (8) an den Steuerrechner (6) gelieferten Signals ist einstellbar durch den Signalmischer (12,13), an den auch der Stellgrößenausgang des Abschmelzratenreglers (14) angeschlossen ist. Durch den Signalmischer wird der Regel- und Steueranteil (R/S) eingestellt. Bei 100 % Steueranteil kommt das Signal des Leistungswertgebers (8) im Steuerrechner voll zur Wirkung und umgekehrt
Der Widerstandswertrechner (7) ist mit den Sollwertgebern (4) und (5) verbunden und errechnet aus diesen Werten einen Widerstandsgrundwert (R^, der nach einem vom Lageregler (9) kommenden und über den Schalter (10) zuführbaren Signal korrigiert wird. Der Lageregler (9) ist seinerseits mit einem Eintauchgewicht- und Eintauchtiefen-(Lage)- Sollwertgeber (11) und einem Ist-Eintauchgewicht- bzw. Eintauchtiefen-(Lage)-Geber verbunden und aus diesen Werten wird das Gewicht des eintauchenden Anteils der Elektrode errechnet, welcher mit den Sollwerten verglichen wird, wobei bei einer Abweichung der Quotient von und Ig0jj verändert wird, jedoch wird das Produkt konstant gehalten. Außerdem enthält der Lageregler (9) noch die nicht gezeichnete Korrektur-Logik- und Rechen-Einrichtung, die die beiden Istabschmelzraten aus der Gewichts- bzw. Längenmessung bewertet und bei Überschreitung eines bestimmten Differenzbetrages Korrekturen durchführt, z. B. auf dem zuletzt ermittelten Wert festhält.
Der Abschmelzregler (14) bekommt seinen Sollwert von einem Abschmelzratengeber (15) und seinen Istwert vom Abschmelzratenrechner (16), der vorzugsweise ein der tatsächlichen Abschmelzrate entsprechendes Signal durch Differenzieren oder Differenzbildung in endlichen Zeitabständen des vorzugseise direkt ermittelten Abschmelzgewichtes der Elektrode liefert.
Aus Fig. 2 sind schematisch verschiedene Möglichkeiten der Anordnung der Meßeinrichtungen zur Bestimmung des Absehkweges der Elektrode ersichtlich.
An der Seilwindenbühne (17) ist die Seilwinde (18) sowie deren Antrieb (19) und eine Seilführungsrolle (20) angeordnet, über welche das zur Verstellung des Elektrodenwagens (21) entlang der Führungssäule (22) vorgesehene Seil (23) geführt ist, welches am Elektrodenwagen (21) befestigt ist. Weiters sind noch Meßwertgeber (24) zur Überwachung der Verstellbewegung der Elektrode auf der Seilwindenbühne (17) oder, wie strichliert angedeutet ist, auf einem mit der Führungssäule (22) verbundenen Kragarm angeordnet. Diese Meßwertgeber (24) sind über Meßketten (25) mit dem Elektrodenwagen (21) verbunden, die zweckmäßig genau vertikal verlaufen, sodaß jedes durch das Drehen eines mit der Meßkette (25) in Eingriff stehenden Kettenrades der Meßwertgeber (24) um gleiche Winkelbeträge der gleichen Änderungen der Höhenlage der Elektrode entspricht.
Bezüglich der mit (I, Π, HOL) bezeichneten Einbauorte eines Meßwertgebers (24) liefert der mit (1) bezeichnete Einbauort die genauesten Meßwerte, da bei diesem Verfahren die Meßkette (25) praktisch in der Elektrodenachse (26) verläuft und daher Durchbiegungen des Elektrodenwagens (21), die sich im Laufe des Abschmelzens der Elektrode vermindern, nicht in das Meßergebnis eingehen, was bei den Einbauorten (Π) und (ΠΙ) in steigendem Ausmaß der Fall ist
Fig. 3 zeigt schematisch die Möglichkeiten für die Anbringung von Kraft-Meßwertaufnehmem. So kann ein als Zugkraft-Meßdose (27) ausgebildeter Kraft-Meßwertaufhehmer bei einer flaschenzugartigen Führung des Seiles (23) direkt im an einem Fixpunkt gehaltenen Seiltrum eingebaut sein (Anomdung (IV)) oder, wo sie abgesehen vom vemachlässigbaren Gewicht des Seiltrumes, welches sich selbstverständlich im Laufe des Absenkens der Elektrode (28) bzw. des Elektrodenwagens (21) ändert, und abgesehen von Reibungskräften zwischen dem Elektrodenwagen (21) und der Führungssäule (22) das halbe Gewicht des Elektrodenwagens (21) samt Elektrode (28) erfaßt Dabei ist es selbstverständlich möglich, in einer nachgeschalteten Auswerteschaltung den Gewichtsanteil des Elektrodenwagens (21) auszutarieren und aus dem korrigierten Signal das Zeitdifferential oder die Differenz in endlichen, jedoch sehr kleinen Zeitäbständen zu bilden.
Von der Änderung des Seilgewichtes unbeeinflußt bleibt dagegen eine Zugkraft-Meßdose (27), wenn sie, wie beim Einbauort (V), zwischen der losen Rolle der flaschenzugartigen Seilführung und dem Elektrodenwagen (21) zwischengeschaltet ist, wobei sie jedoch das volle Gewicht des Elektrodenwagens (21) samt Elektrode (28) aufnehmen muß. An diesem Einbauort (V) muß der Kraft-Meßwertaufnehmer ebenfalls ein hohes Taragewicht, den Elektrodenwagen (21), aufnehmen.
Bei den Einbauorten (VI) sind dagegen Druckmeßdosen (27') vorgesehen, die am Elektrodenwagen (21) abgestützt sind und eine Wiegeplattform (29) tragen, auf der ihrerseits die Elektrode (28) abgestützt ist. Dabei ergibt sich ein vergleichsweise wesentlich geringeres Taragewicht als bei den Einbauorten (IV) und (V) und außerdem ergibt sich keine Beeinflussung durch Reibungskräfte zwischen dem Elektrodenwagen (21) und der Führungssäule (22).
In Fig. 4 ist eine Alternative zur direkten Elektrodenwägung aufgezeigt. Es wird hier der gesamte Block gewogen und über die Blockgewichtszunahme das abgeschmolzene Blockgewicht festgestellt. Die -4-

Claims (5)

  1. AT 392 751 B Wiegevorrichtung besteht aus Gewichtsmeßdosen unter dem gekühlten Blockwagen. Bei Hebekokillen kommt es zu beachtlichen Kraftnebenschlüssen zwischen Block und Kokille, die das Wägeresultat verfälschen. Aus diesem Grund muß entweder der Kokillenwagen ähnlich wie in Fig. 3 der Blektrodenwagen oder noch besser die Kokille selbst über Gewichtsmeßdosen zusätzlich gewogen werden. Hierbei sind die Meßwate (GßQ) Blockgewicht nach der letzten Elektrode, (G^) aktuelles angezeigtes scheinbares Blockgewicht, (Cs) Schlackengewicht und (GkOK> Streites scheinbares Gewicht der Hebekokille. Es ergibt sich das aktuelle Abschmelzgewicht (Gq) der Elektrode zu: GG “ + GkoKj. " " ®ΒΟ T=Bezug auf die Nulltarierung des leeren Kokillen· und Blockwagens. Der Aufwand ist hier größer als bei den Vorrichtungen zuvor, aber mit dem Vorteil, keine Beeinflussung durch Stromzuführungen zu haben. PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zur Regelung der Abschmelzrate einer selbstverzehrenden Elektrode beim Elektroschlacke-Umschmelzen in einem Schlackenbad, wobei die Absenkgeschwindigkeit der umzuschmelzenden Elektrode, deren Länge und deren Gewicht bestimmt und die Stromstärke und/oder die Spannung geregelt werden, wobei das gemessene Istgewicht mit dem Sollgewicht der Elektrode verglichen wird, dadurch gekennzeichnet, daß laufend das Gewicht des in das Schlackenbad eintauchenden Anteiles der Elektrode aus dem tatsächlichen Elektrodengesamtgewicht und der Länge der Elektrode Uber der Schlackenbadoberfläche ermittelt und mit einem Sollwert verglichen und bei einer Abweichung der Quotient aus U§0jj und Ig0jj verändert wird, wobei das die Abschmelzrate bestimmende Produkt aus U und I konstant bleibt und daß überlagert die Ist-Abschmelzrate mit der Soll-Abschmelzrate verglichen und bei einer Abweichung das Produkt aus Ig0jj und UgoU entsprechend verändert wird, wobei das Gewicht des in das Schlackenbad eintauchenden Anteiles der Elektrode entsprechend dem Sollwert durch Veränderung des Quotienten Ug0jj und Ig0jj eingestellt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Absenkgeschwindigkeit der Elektrode über den Sollwert der Stromstärke als Leitgröße des Regelverfahrens gesteuert wird.
  3. 3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, bei der ein mit einer Stelleinrichtung zur Absenkung der Elektrode verbundener Stromregler und ein mit einer Stelleinrichtung zur Verstellung des Abgriffes eines die Umschmelzanlage versorgenden Stelltransformators verbundener Spannungsregler vorgesehen sind und zur kontinuierlichen Messung des Elektrodengewichtes zwischen einer Hebe- und Senkvorrichtung zur Verstellung der Elektrode eine Kraftmeßeinrichtung zwischengeschaltet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Strom- und der Spannungsregler (1; 2) mit einem Steuerrechner (6) verbunden sind, welcher die Sollwerte für diese Regler (1; 2) in Abhängigkeit vom Gewicht des in das Schlackenbad eintauchenden Anteiles der Elektrode errechnet, welcher Steuerrechner (6) mit einem den als Bezugsgröße für die Ermittlung der Strom- und Spannungs-Sollwerte dienenden Widerstandswert liefernden Widerstandswertrechner (7), der mit einem die Lage der Elektrode (28) bezogen auf die Schlackenbadoberfläche mit einem Sollwert vergleichenden Lageregler (9) verbunden ist, der seinerseits mit einem Rechner zur Ermittlung des Abschmelzgewichtes aus der Abschmelzlänge der Elektrode sowie einer Meßeinrichtung zur direkten Ermittlung des Abschmelzgewichtes der Elektrode in Verbindung steht und mit einem vorzugsweise von einem Leistungswertgeber (8) beeinflußten Abschmelzratenregler (14) verbunden ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Lageregler (9) eine Begrenzerschaltung enthält, welche bei Überschreitung eines bestimmten Differenzwertes zwischen dem direkt ermittelten und dem aus der Abschmelzlänge der Elektrode ermittelten Abschmelzgewicht Korrekturen durchführt, z. B. auf den zuletzt ermittelten Wert festhält, oder das Abschmelzgewicht aus der Abschmelzlänge korrigiert. -5- 5 AT 392 751B
  5. 5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraftmeßeinrichtung über eine dem Zeitdifferential des gemessenen Wertes zumindest annähernd entsprechendes Signal abgebende Einrichtung mit dem Abschmelzratenregler (14) verbunden ist. Hiezu 3 Blatt Zeichnungen -6-
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