AT392673B - Hydraulische steuervorrichtung - Google Patents

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Description

AT 392 673 B
Die Erfindung betrifft ein Schiebersteuerventil, mit einem in einer Gehäusebohrung in Steuerstellungen abdichtend verschiebbaren Kolbenschieber zur Arbeitsströmungssteuerung zwischen einer Druckquelle, wenigstens einem Verbraucher und einem Rücklauf, wobei die Gehäusebohrungsenden direkt mit dem Rücklauf verbunden sind und wobei wenigstens ein Ende des Kolbenschiebers eine Steuerkante bildet oder aufweist, mit dem bzw. der die Arbeitsströmung vom an den Rücklauf angeschlossenen, diesem Kolbenschieberende zugewandten Gehäusebohrungsende abtrennbar ist, und mit wenigstens einem in die Gehäusebohrung einmündenden, durch den Kolbenschieberumfang absperrbaren Hilfssteuerkanal, in dem bei der Bewegung des Kolbenschiebers eine Steuerströmung bewirkbar ist.
Bei einem aus der DE-AS 16 48 012 bekannten Schiebersteuerventil sind im Gehäuse des Steuerventils ein von einer Gehäuseseite zur anderen durchgehender Hilfssteuerkanal, von dem eine Abzweigung zur Gehäusebohrung führt, sowie ein von einer Gehäuseseite direkt zur Gehäusebohrung führender zweiter Hilfssteuerkanal gebohrt. Von der diametral gegenüberliegenden Seite der Gehäusebohrung führt ein dritter Hilfssteuerkanal zur anderen Gehäuseseite, während zwei in axialer Richtung zu diesem dritten versetzte, vierte Hilfssteuerkanäle mehrfach umgelenkt zu den Verbraucheranschlußkanälen geführt sind. Im Kolbenschieber ist ein Verbindungskanal zwischen dem zweiten und dem dritten Hilfssteuerkanal als schräg durchgehende Bohrung ausgebildet. Ferner sind im Kolbenschieberumfang an zwei diametral gegenüberliegenden Bereichen axial verlaufende, sichelförmige Ausfräsungen in annähernd der 1 l/2fachen Hublänge des Kolbenschiebers ausgebildet, die über eine Durchgangsbohrung im Kolbenschieber miteinander verbunden sind. Die Arbeitsströmungsführung erfolgt in einer Ebene des Gehäuses, während die Hilfssteuerströmungsfiihrung in einer dazu um 90° gedrehten Ebene verläuft. Bei diesem bekannten Schiebersteuerventil ist die Herstellung des Gehäuses und vor allem auch des Kolbenschiebers infolge der Hilfssteuerströmungsführung außerordentlich aufwendig. Ferner ist in den vierten Hilfssteuerkanalabschnitten eine Drosselung erforderlich, um eine schwächere Hilfssteuerströmung von der starken Arbeitsströmung abzuleiten, wenn die Druckimpulse im Hilfssteuersystem erzeugt werden müssen. Die Hilfssteuerströmungsführung ist praktisch vollkommen unabhängig von der Arbeitsströmung, ausgenommen die Abzapfung des Hilfssteuerdrucks vom Verbraucherdruck, die aber nur zur Versorgung des Hilfssteuersystems dient und von vornherein vorgesehen ist und mit der Bewegung des Kolbenschiebers als solche nichts zu tun hat. Die Hilfssteuerströmung hat nämlich vollkommen eigene Wege im Gehäuse umd im Kolbenschieber, wobei es problematisch ist, jegliche Überschneidungen zwischen der Arbeitsströmungsführung und der Hilfssteuerströmungsführung zu vermeiden. Grundsätzlich wird eine Druckentlastung vom zweiten in den dritten Hilfssteuerkanal über die Bohrung im Kolbenschieber in der Neutralstellung erreicht, d. h. allein durch die Anordnung der Verbindungsbohrung im Kolbenschieber und unabhängig davon, ob gerade eine Arbeitsströmung stattfindet oder nicht. Druckimpulse vom vierten Hilfssteuerkanal zum ersten Hilfssteuerkanal werden allein über die entsprechenden Verbindungskanäle im Kolbenschieber übertragen, also unabhängig von einer evtl, stattfindenden Arbeitsströmung, denn in den vierten Steuerkanälen steht ja stets der Druck aus den Verbraucheranschlüssen an.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Schiebersteuerventil der eingangs genannten Art zu schaffen, bei dem Druckimpulse in Hilfssteuerkanälen auf besonders einfache Weise erreichbar sind, d. h. unter Vermeidung von aufwendig herzustellenden Hilfssteuerkanälen oder Kanalverbindungen im Gehäuse oder aufwendiger und rein für die Strömungsführung im Hilfssteuerkanalsystem verantwortlicher baulicher Gestaltungsmaßnahmen am Kolbenschieber.
Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Mündung des Hilfssteuerkanals in einem axialen Endbereich der Gehäusebohrung angeordnet ist, der in oder kurz vor einer Steuerstellung des Kolbenschiebers mit dem Rücklauf verbunden und in den anderen Stellungen des Kolbenschiebers durch den Kolbenschieber abgedeckt ist.
Bei dieser Ausbildung wird der Hilfssteuerkanal nur von einer Seite des Gehäuses bis zur Gehäusebohrung geführt, so daß er praktisch in dieser endet. Die Erkenntnis, daß in verschiedenen Arbeitsströmungswegen bei unterschiedlichen Kolbenschieberstellungen bestimmte Druckzustände vorliegen und daß die Enden des Kolbenschiebers bei der Steuerung der Arbeitsströmung bestimmte Bewegungen ausführen und in bestimmten Stellungen stehen, wird ausgenutzt, um aus der Arbeitsströmungsführung direkt Druckimpulse für den Hilfssteuerkanal zu erzeugen. Die Mündung des zur Gehäusebohrung führenden Hilfssteuerkanals wird dort angeordnet, wo bei einer bestimmten Stellung des Kolbenschiebers bzw. bei einer bestimmten Bewegung des Kolbenschiebers ein vorbestimmter Druckzustand herrscht, der für die gewünschte Hilfssteuerfunktion brauchbar ist. Dieser Druckzustand wird nun dazu verwendet, den gewünschten Druckimpuls im Hilfssteuerkanal zu erzeugen, wobei dieser erzeugte Impuls nicht unbedingt zu einer Hilfssteuerungsfunkion führen muß, die mit der vom Kolbenschieber eingesteuerten Arbeitsströmung einen Zusammenhang hat. Es wäre ohne weiteres auch möglich, den Druckimpuls im Hilfssteuerkanal für eine von der Arbeitsströmung unabhängige Steuerfunktion einzusetzen. Wichtig ist nur, daß ein bekannter und nur bei einer bestimmten Steuerstellung des Kolbenschiebers in dem axialen Endabschnitt der Gehäusebohrung herrschender Druckzustand (z. B. Druckentlastung) gleich zur Erzeugung eines Hilfssteuerimpulses (z. B. Druckentlastung des Hilfssteuerkanals) verwendet wird. Die Herstellung eines solchen Schiebersteuerventils ist einfach, da der Kolbenschieber ohnedies unverändert verwendet wird und nur im Gehäuse der Hilfssteuerkanal so angeordnet wird, daß seine Mündung an der vorbestimmten Stelle in der Gehäusebohrungswand zu liegen kommt. -2-
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Weitere Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Das Merkmal des Anspruches 2 spricht eine Ausführungsform an, bei der sichergestellt ist, daß der Kolbenschieber in jeder Steuerstellung die Hilfssteuerleitung druckentlastet, so daß diese entweder einen Steuervorgang auslöst oder auf einen solchen Steuervorgang vorbereitet ist
Im Anspruch 5 wird eine vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Schiebersteuerventils angesprochen, bei der die Entlüftung der Hilfssteuerleitung über das Schiebersteuerventil direkt, und zwar über den Kolbenschieber erfolgt, sobald dieser in die Steuerstellung bewegt wird, in der er ein Überschreiten der Stellgrenze einsteuem würde. Eine Überschneidung zwischen den Druckentlastungsnuten und den Mündungen der Hilfssteuerkanäle ist damit unterbunden. Es kann somit nicht Vorkommen, daß die Wirkung der Druckentlastungsnuten zu Druckimpulsen in den Hilfssteuerkanälen führt
Ausführungsformen der Erfindung werden nachstehend anhand der Zeichnungen erläutert Es zeigen Fig. 1 einen Querschnitt durch ein Schiebersteuerventil,
Fig. 2 einen um 90® gedrehten Schnitt in der Ebene (ΙΙ-Π) von Fig. 1,
Fig. 3 einen der Fig. 2 entsprechenden Schnitt in einer Ebene (ΠΙ-ΙΠ) von Fig. 1,
Fig. 4 eine schematische Darstellung einer hydraulischen Steuervorrichtung mit einem Schiebersteuerventil gemäß den Figuren 1 bis 3 und einer Stell- oder Lastbegrenzungsvonrichtung.
Gemäß den Figuren 1 bis 3 besteht ein Schiebersteuerventil aus einem Gehäuse (2) mit einer Gehäusebohrung (3), die das Gehäuse (2) durchsetzt und an beiden Enden beispielsweise mit einem Druckmittelreservoir (4) oder auch einer Rücklaufleitung in Verbindung steht. In der Gehäusebohrung (3) ist ein Kolbenschieber (5) aus der gezeichneten neutralen Stellung in eine erste und zweite Steuerstellung (I, II) verschiebbar. Seine beiden Enden sind mit (6 und 7) bezeichnet. Sie bilden Steuerkanten, deren Zweck nachstehend erläutert wird. Eine Betätigungsstange (8) dient gegebenenfalls zur Drehsicherung des Kolbenschiebers in der Gehäusebohrung und primär zu seiner Verstellung. Das Gehäuse durchsetzende Bohrungen (9) dienen zum Befestigen des Gehäuses oder zum Verbinden des Schiebersteuerventils mit anderen Schiebersteuerventilen. In die Gehäusebohrung (3) mündet ein Pumpenzulauf (P) mit einem Einlaß (10), dem in Bezug auf die Längsachse der Gehäusebohrung (3) gegenüberliegend und seitlich versetzt jeweils ein Verbraucheranschluß (VI, Vü) zugeordnet ist, deren Mündungen (11,12) diametral gegenüberliegende und zur Gehäusebohrung hin offene Ausnehmungen (18, 20) zugeordnet sind.
Im Kolbenschieber (5) sind in Längsrichtung verlaufende Strömungstaschen (13,14) ausgebildet, die über Durchgangsbohrungen (15) druckmittelübertragend verbunden sind. Senkrecht zu der die Pumpenzulauföffnung (P) und die Verbraucheranschlüsse (VI, VII) enthaltenden Ebene durchsetzt den Kolbenschieber (5) eine Bohrung (16), die für einen drucklosen Durchlauf bestimmt ist. Im Kolbenschieber sind ferner Durchgangsbohrungen (17,19) ausgebildet, die in der in Figur 1 gezeigten Neutralstellung mit den Mündungen (11,12) fluchten und die Verbraucheranschlüsse (VI und VII) zwecks Druckausgleich des Kolbenschiebers mit den Ausnehmungen (18, 19) verbinden. In der Wand der Gehäusebohrung (3) sind umlaufende Druckausgleichnuten (21) angeordnet, die den Abbau von Drucktaschen zwischen dem Außenumfange des Kolbenschiebers und der Wand gewährleisten sollen. Aus den Figuren 2 und 3 ist deutlicher erkennbar, daß Bohrungen (22,23) das Gehäuse (2) durchsetzen und in die Gehäusebohrung (3) einmünden, die beispielsweise parallel zur Bohrung (16) verlaufen. Die Mündung der Bohrung (22) liegt in einem Bereich der Gehäusebohrung (3), der vom Ende (6) des Kolbenschiebers (5) überstrichen wird, wobei dieser in dem in (25) bezeichneten schraffierten Bereich keine Unterbrechungen im Umfang aufweist, sodaß er bei einer Verstellbewegung in die Steuerstellung (I) aus der Neutralstellung (N) die Mündung der Bohrung (22) verschlossen hält. Umgekehrt wird die Mündung der Bohrung (23) bei einer Bewegung in die Steuerstellung (II) verschlossen. An die Bohrungen (22,23) ist jeweils eine Hilfssteuerleitung (24a, 24b) angeschlossen. In den Figuren 2 und 3 ist auch ein Durchgangskanal (D) erkennbar, der für den drucklosen Durchlauf dient.
Das Schiebersteuerventil gemäß den Figuren 1 bis 3 arbeitet wie folgt:
In der gezeigten Neutralstellung steht vom Pumpenzulauf (P) das Arbeitsdruckmittel in den Strömungstaschen (13,14) an, sodaß der Kolbenschieber hier druckausgeglichen ist. Da die Bohrung (16) mit dem Kanal (D) fluchtet, kann das Druckmittel in drucklosem Durchlauf strömen. Die Verbraucheranschlüsse (VI und VH) stehen über die Schieberdurchgangsbohrungen (17, 19) mit den Ausnehmungen (18, 20) in Verbindung, so daß - falls hier Arbeitsdruck ansteht - der Kolbenschieber hier (5) ebenfalls druckausgeglichen ist. Die Mündungen der Bohrungen (22 und 23) sind verschlossen, sodaß in den Hilfssteuerleitungen (24a, 24b) ein Druck aufbaubar ist oder herrscht, der zur Vorsteuerung nicht dargestellter Hilfsventile nutzbar ist. Die beiden Enden der Gehäusebohrung (3) sind in die Reservoire (4) hinein druckentlastet.
Sobald der Kolbenschieber (5) aus der gezeigten Neutralstellung in die Steuerstellung (I) verschoben wird, wird der drucklose Durchlauf (D), (16) unterbrochen, sodaß der Druck im Pumpenzulauf (P) ansteigt. Sobald die Vorderkante der in Figur 1 linken Bohrung (15) vor die Mündung (11) gelangt, wird eine Strömungsverbindung vom Pumpenzulauf (10) zum Verbraucheranschluß (VI) hergestellt. Die Mündung der Bohrung (22) bleibt verschlossen. Gleichzeitig wird die Mündung (12) vom Ende (7) des Kolbenschiebers (5) überfahren, sodaß eine Verbindung vom Verbraucheranschluß (VII) zum rechten Ende der Gehäusebohrung (3) hergestellt wird und das Druckmittel aus dem Verbraucheranschluß (VII) in das rechte Reservoir (4) oder eine nicht dargestellte Rücklaufleitung abströmen kann. Voreilend zur Freigabe der Mündung (12) findet eine -3-
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Freigabe der Mündung der Bohrung (23) statt, sodaß auch der hier in der Hilfssteuerleitung (24b) anstehende Druck abgebaut wird. Der dabei eintretende Druckimpuls kann zum Auslösen einer Steuerfunktion verwendet werden. Er muß jedoch nicht.
Beim Zurückbewegen des Kolbenschiebers (5) in die Neutralstellung gemäß Figur 1 stellt sich der eingangs erläuterte Zustand wieder ein, während bei einem weiteren Verschieben des Kolbenschiebers (5) in die zweite Steuerstellung (Π) eine Strömungsverbindung zwischen dem Pumpenzulauf und dem Verbraucheranschluß (VH) hergestellt wird und der Verbraucheranschluß (VI) mit dem linken Reservoir (4) oder einer nicht dargestellten ROcklaufleitung verbunden ist. Bei dieser Bewegung wird die Mündung der Bohrung (23) abgedeckt, während in weiterer Folge die Mündung der Bohrung (22) freigegeben und hier wiederum der Druck aus der Hilfssteuerleitung abgebaut wird. Der dadurch in der Hilfssteuerleitung entstehende Druckimpuls kann zum Auslösen der Steuerfunktion verwendet werdender muß jedoch nicht
Die Freigabe der Mündungen der Bohrungen (22 und 23) erfolgt jeweils geringfügig früher, als der Kolbenschieber in die jeweilige Steuerstellung gelangt Dies wird dadurch erreicht, daß ein Abstand (Sl) der Mündung der Bohrung (22, 23) kleiner ist, als der Abstand (S) zwischen der Mündung (11) ((12)) und dem jeweiligen Ende des Kolbenschiebers (5). Zur Verdeutlichung dieser unterschiedlichen Abstände (Sl und S) wurde als Referenz das jeweilige Ende des in der Neutralstellung stehenden Kolbenschiebers verwendet An sich könnte auch gesagt werden, daß die Mündungen der Bohrungen (22, 23) näher am jeweiligen Ende der Gehäusebohrung (3) liegen, als die Mündungen (11, 12) der Verbraucheranschlüsse (VI und VII). Die Abstände (Sl und S) können bei besonderen Anwendungsfällen auch gleich sein, sodaß die Druckentlastung in den Bohrungen (22,23) synchron mit der Druckentlastung der Verbraucheranschlüsse (VI und VH) erfolgt.
Es wäre ohne weiteres auch möglich, mehrere den Bohrungen (22 und 23) entsprechende Bohrungen mit unterschiedlichen Abständen zu den Enden der Gehäusebohrung (3) im Gehäuse anzubringen und dann unterschiedliche Hilfssteuerkanäle dort anzuschließen. Dies würde bedingen, daß die Druckentlastung dieser Hilfssteuerkanäle bei unterschiedlichen Kolbenschieberstellungen folgt. Dadurch ließen sich Steuerfunktionen zu unterschiedlichen Zeitpunkten bewirken.
Die Bohrungen (22,23) können im übrigen im Gehäuse dort angebracht sein, wo dafür ausreichend Platz vorhanden ist, und wo sichergestellt ist, daß der Kolbenschieber bei seiner Stellbewegung einen abdichtenden Umfangsbereich hat, der die Freigabe der Mündung der jeweiligen Bohrung nur zu einem vorherbestimmten Zeitpunkt gewährleistet.
In Figur 4 ist schematisch eine hydraulische Steuervorrichtung für einen doppeltwirkenden Hydraulikzylinder (21) dargestellt, dessen Arbeitsdruck-Beaufschlagung durch das Steuerventil (1) mit seinem Kolbenschieber (5) gesteuert wird, wobei gleichzeitig eine Stellbegrenzungs- oder Lastbegrenzungssteuerung vorgesehen ist, die in Abhängigkeit von der Bewegung des Zylinders (29) und des Kolbenschiebers (5) zur Wirkung gelangt.
Der Kolbenschieber (5) des Steuerventils (1) wird hier symbolhaft dargestellt, wobei daraufhinzuweisen ist, daß die mit den Reservoiren (4) oder einer Rücklaufleitung verbundenen Enden der Gehäusebohrung als strichlierte Linien (4) angedeutet sind, die mit einer Rücklaufleitung (31) verbunden sind. Das Schiebersteuerventil (1) wird von einer Pumpe (P) mit Druckmittel versorgt, welche eine Hauptversorgungsleitung (30) speist, die im Schiebersteuerventil (1) zum Anschluß (10) führt und gleichzeitig zu einem Hilfsventil (33) geführt wird, das als Schieberschaltventil ausgebildet ist und in seiner dargestellten Schaltstellung einen Durchgang zwischen der Hauptversorgungsleitung (30) und der Leitung für drucklosen Durchlauf (D) unterbricht. Die Rücklaufleitung (31) führt von der Leitung für drucklosen Durchlauf (D) zu einem Druckmittelreservoir. Zwischen der Hauptversorgungsleitung (30) und der Rücklaufleitung (31) ist ferner ein einstellbarer Druckregler (32) vorgesehen, der die Höhe des Arbeitsdruckes der Hauptversorgungsleitung steuert.
Von der Hauptversorgungsleitung (30) zweigt eine Vorsteuerleitung (34) ab, die den Schieber im Hilfsventil (33) in Richtung auf die Durchgangsstellung des Ventils hin beaufschlagt. Eine weitere Vorsteuerleitung (36) führt über eine Drossel (35) zum gegenüberliegenden Ende des Schiebers des Hilfsventils (33) und beaufschlagt diesen in Richtung auf die Sperrstellung des Ventils zu. In der gleichen Richtung wirkt eine Feder (44) auf den Schieber ein. An die Vorsteuerleitung (36) ist die Hilfssteuer leitung (24) angeschlossen, die beispielswiese zur Bohrung (22) (siehe Figur 1 bis 3) im Gehäuse des Schiebersteuerventils (1) geführt ist. Bei dieser Steuervorrichtung wird die Bohrung (23) nicht benötigt, die in üblicherweise durch einen Verschlußstopfen (nicht gezeigt) verschlossen ist.
In der Hilfssteuerleitung (24) ist ein weiteres Hilfsventil (38) angeordnet, das ebenfalls als Schieberschaltventil ausgebildet ist und in der gezeigten Stellung den Durchgang durch die Hilfssteuerleitung (24) unterbricht. In Richtung auf die Sperrsteilung des Ventils (38) zu wird sein Schieber durch eine Feder (31) vorgespannt. In Richtung auf die Durchgangsstellung des Hilfsventils (38) zu wirkt am Schieber (39) zum Beispiel ein Signaldruck, der den Schieber in die Durchgangsstellung des Ventils (38) verschieben kann. Anstelle eines Signaldruckanschlusses kann auch eine mechanische, elektrische oder hydraulische, andersartige Betätigung vorgesehen sein. Im dargestellten Ausführungsbeispiel wird bei (39) Signaldruck aus einer Arbeitsdruckleitung (27) für den Zylinder (29) abgegriffen. Diese Leitung (29) ist beispielsweise mit dem Verbraucheranschluß (VII) (siehe Figur 1) des Schiebersteuerventils (1) verbunden. Bei Beaufschlagung der Leitung (27) wird die Kolbenstange des Zylinders (29) ausgefahren. Am Verbraucheranschluß (VI) des -4-
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Schiebersteuerventils (1) ist hingegen eine Arbeitsdruckleitung (28) angeschlossen, bei deren Beaufschlagung die Kolbenstange des Zylinders (29) eingefahren wird.
Die Steuervorrichtung gemäß Figur 4 arbeitet wie folgt:
In der dargestellten Neutralstellung des Kolbenschiebers (5) strömt das von der Pumpe (P) geförderte Druckmittel durch die Leitung (D) direkt in die Rücklaufleitung (31) und von dieser in das Reservoir (R). Es wird kein nennenswerter Arbeitsdruck aufgebaut. Die Feder (40) hält das Hilfsventil (33) in seiner Sperrstellung, während die Feder (41) das Hilfsventil (38) in seiner Sperrstellung hält. Im Zylinder (29) herrscht zu beiden Seiten seines doppelt beaufschlagbaren Kolbens Druck.
Sobald der Kolbenschieber (5) in Figur 4 nach oben in seine Steuerstellung (I) verschoben wird, wird der drucklose Umlauf (D) durch den Kolbenschieber unterbrochen und es baut sich in der Hauptversorgungsleitung (30) ein vom Druckregler (32) geregelter Druck auf, der schließlich im Pumpenanschluß (10) am Kolbenschieber ansteht. Sobald der Kolbenschieber (5) in der Steuerstellung (I) steht, wird die Arbeitsdruckleitung (28) druckbeaufschlagt, während aus der Arbeitsdruckleitung (27) Druckmittel in die Rücklaufleitung (31) abfließt. Die Kolbenstange des Zylinders (29) wird eingefahren. Beim Druckaufbau in der Hauptversorgungsleitung (30) baut sich an beiden Enden des Kolbenschiebers des Hilfsventils (33) ein Vorsteuerdruck auf, wobei sich die dadurch auf den Schieber ausgeübten Kräfte aufheben und die Feder (40) den Schieber weiterhin in der dargestellten Sperrstellung hält. Da aus der Arbeitsdruckleitung (27) Druckmittel abfließen kann, steigt der Signaldruck bei (39) nicht soweit an, daß er den Schieber des Hilfsventils (38) in die Durchgangsstellung verschieben könnte. Demzufolge bleibt das Hilfsventil (38) in seiner Sperrstellung. Da die Mündung der Bohrung (22) (siehe Figur 1) bei dieser Bewegung abgedeckt bleibt, kann sich der zwischen dem Hilfsventil (38) und dem Kolbenschieber (5) erstreckende Zweig der Hilfssteuerleitung (24) nicht druckentlasten. Die Beaufschlagung des Zylinders (29) in dieser Arbeitsrichtung läßt sich ohne Einwirkung der Hilfsventile bewerkstelligen.
Sobald der Kolbenschieber (5) aus der in Figur 4 dargestellten Neutralstellung nach unten, daß heißt in seine Steuerstellung (II), verschoben wird, erfolgt wieder Druckaufbau in der Hauptversorgungsleitung (30), der zunächst über den Kolbenschieber (5) nur zur Beaufschlagung der Arbeitsdruckleitung (27) verwendet wird, sodaß die Kolbenstange des Zylinders (29) ausgefahren wird, wobei gleichzeitig Druckmittel aus der Arbeitsdruckleitung (28) in die Rücklaufleitung (31) abfließen kann. In der Steuerstellung (II) des Kolbenschiebers wird (Siehe Figur 1) die Mündung der Bohrung (22) freigegeben (Im Schema in Figur 4 wird dies durch den strichlierten Kanal (37) im oberen Feld des Kolbenschieber Symbols angedeutet, durch welchen eine Strömungsverbindung zwischen der Bohrung (22) und der strichlierten und zur Rücklaufleitung (31) führenden Leitung (4') hergestellt wird). Das heißt, daß in der Steuerstellung (Π) der zwischen dem Hilfsventil (38) und dem Kolbenschieber (5) sich erstreckende Teil der Hilfssteuerleitung (24) druckentlastet wird. Der dadurch in der Hilfssteuerleitung auftretende Druckimpuls bleibt zunächst noch ohne Wirkung, da das Hilfsventil (38) noch in seiner Sperrsteilung steht.
Wenn in dieser Stellung des Kolbenschiebers (5) jedoch der bei (39) anstehende Signaldruck ein vorbestimmtes Maß überschreitet oder wenn bei (39) eine auf anderem Wege vorgenommene Betätigung des Schiebers des Hilfsventils (38) in Richtung auf die Durchgangsstellung erfolgt, schaltet dieses auf Durchgang, sodaß auch der zwischen dem Hilfsventil (33) und dem Hilfsventil (38) liegende Abschnitt der Hilfssteuerleitung (24) druckentlastet wird. Der dadurch in der Hilfssteuerleitung auftretende Druckimpuls entlastet den Kolbenschieber des Hilfsventils (33) an der Seite der Feder (48), sodaß der weiterhin anstehende Vorsteuerdruck von der Vorsteuerleitung (34) den Kolbenschieber in die Durchgangsstellung des Ventils verschiebt. Dadurch wird eine schlagartige Verbindung zwischen der Hauptdruckversorgung (30) und der Rücklaufleitung (31) hergestellt, sodaß im Pumpenanschluß (10) kein Arbeitsdruck mehr zur Verfügung steht, der eine weitere Beaufschlagung und damit Verschiebung des Kolbens des Zylinders (29) mehr zuließe. Die Drossel (35) hindert ein zu rasches Nachströmen in die Hilfssteuerleitung (24), sodaß das Hilfsventil (33) solange in der Durchgangsstellung verharrt, als bei (39) am Hilfsventil (38) ein dieses Ventil in seiner Durchgangsstellung haltender Druck oder eine Betätigungskraft wirkt.
Wenn bei (39) der Signaldruck aus der Arbeitsdruckleitung (27) so hoch ist, daß er eine Lastgrenze am Zylinder (21) signalisiert, kann der Kolben des Zylinders (29) über das Schiebersteuerventil (1) nicht mehr weiter ausgefahren werden. Es muß vielmehr der Kolbenschieber (5) in die entgegengesetzte Richtung verschoben werden, worauf zunächst die Mündung der Bohrung (22) verschlossen wird und sich aus der Hauptdruckversorgungsleitung (30) über die Vorsteuerleitung (36) und die Drossel (35) der Hilfssteuerleitung (24) wieder so weit Druck aufbaut, daß das Hilfsventil (33) in seine Sperrstellung zurückkehrt. Dann ist die Steuereinrichtung wieder voll einsatzfähig und der Zylinder (29) kann in beiden Richtungen beliebig beaufschlagt werden. Jeweils beim Erreichen einer Lastgrenze wird der Druckimpuls der Hilfssteuerleitung wieder dazu verwendet, ein Überschreiten da- Lastgrenze zu verhindern.
Anstelle eines lastabhängigen Signaldrucks bei (39) kann auch eine mechanische, elektromagnetische oder hydraulische Umschaltung des Hilfsventils bewirkt werden, sodaß die dann von der Druckentlastung der Hilfssteuerleitung (24) abgeleitete Steuerfunktion keine lastabhängige, sondern zum Beispiel eine stellhubabhängige, Funktion ist. -5-

Claims (5)

  1. AT 392 673 B Es können in üblicher Weise auch mehrere solcher Schiebersteuerventile (1) aneinandergesetzt werden, sodaß sich eine durchgehende Leitung für den drucldosen Durchlauf ergibt und alle Schiebersteuerventile von der Pumpe (P) mit Arbeitsdruck versorgt werden. Jedes Schiebersteuerventil kann dann einen Hydraulikzylinder steuern. Die vorher erwähnte Sicherheitsfunktion der Steuerfunktion kann auf jeden der gesteuerten Hydraulikzylinder ausgedehnt werden, wenn von der Hilfssteuerleitung (24) entsprechende Zweigleitungen zu entsprechend angeordneten Bohrungen geführt weiden, die bei Erreichen ein«: Last* oder Stellgrenze des jeweils beaufschlagten Zylinders die Druckentlastung der Hilfssteuerleitung (24) heibeiführen und und an dieser Grenze keine weitere zu einer Überschreitung dieser Grenze führende Stellbewegung oder Belastung der Zylinder mehr gestatten. PATENTANSPRÜCHE 1. Schiebersteuerventil, mit einem in einer Gehäusebohrung in Steuerstellungen abdichtend verschiebbaren Kolbenschieber zur Arbeitsströmungssteuerung zwischen einer Druckquelle, wenigstens einem Verbraucher und einem Rücklauf, wobei die Gehäusebohrungsenden direkt mit dem Rücklauf verbunden sind und wobei wenigstens ein Ende des Kolbenschiebers eine Steuerkante bildet oder aufweist, mit dem bzw. der die Arbeitsströmung vom an den Rücklauf angeschlossenen, diesem Kolbenschieberende zugewandten Gehäusebohrungsende abtrennbar ist, und mit wenigstens einem in die Gehäusebohrung einmündenden, durch den Kolbenschieberumfang absperrbaren Hilfssteuerkanal, in dem bei der Bewegung des Kolbenschiebers eine Steuerströmung bewirkbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Mündung des Hilfssteuerkanals (22,23) in einem axialen Endbereich der Gehäusebohrung (3) angeordnet ist, der in oder kurz vor einer Steuerstellung (I, Π) des Kolbenschiebers (5) mit dem Rücklauf (4) verbunden und in den anderen Stellungen des Kolbenschiebers durch den Kolbenschieber abgedeckt ist.
  2. 2. Schiebersteuerventil nach Anspruch 1, wobei ein Ende des Kolbenschiebers bzw. die Steuerkante in einer Steuerstellung des Kolbenschiebers eine Arbeitsströmungsverbindung von einem Verbraucher zum zugewandten Gehäusebohrungsende und damit dem Rücklauf freigibt, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfssteuerkanalmündung annähernd in der selben Radialebene liegt, wie der Verbraucheranschluß (VI, VH, 11,12).
  3. 3. Schiebersteuerventil nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in beiden axialen Endbereichen der Gehäusebohrung (3) Hilfssteuerkanalmündungen von zumindest im Gehäuse (2) getrennten Hilfssteuerkanälen (22,23) vorgesehen sind, von denen in jeweils einer Steuerstellung (I oder II) des Kolbenschiebers (5) eine mit dem Rücklauf verbunden ist.
  4. 4. Schiebersteuerventil nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in jedem axialen Endbereich der Gehäusebohrung (3) mehrere Hilfssteuerkanalmündungen zumindest im Gehäuse voneinander getrennter Hilfssteuerkanäle vorgesehen sind.
  5. 5. Schiebersteuerventil nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei in Umfangsrichtung des Kolbenschiebers verlaufende Druckentlastungsnuten vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckentlastungsnuten (21) in der Wand der Gehäusebohrung (3) angeordnet sind. Hiezu 2 Blatt Zeichnungen -6-
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