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standes, des specifischen Widerstandes und der Wärmestrahlungsverbältnisse des verwandten Materiales, so übt ein äusserer Temperaturgang keinen Einfluss auf die Nullage des Galvanometers aus.
Die Paa1zow-Rubens'sche Bolometermethode bedingt die Anwendung eines empfindlichen Galvanometers und gleichzeitig die Anwendung eines Gleichstrom-Messgerätes zur Bestimmung der Stromstärke des Kompensations-Gleichstromes.
Aus diesem Grunde hat das Prinzip in der praktischen Messtechnik noch keine Anwendung gefunden. Die Erfindung erstreckt sich nun darauf, das Paalzow-Ruben'sche Bolometerprinzip für technische Messungen verwendbar zu machen.
Die wesentliche Einrichtung eines solchen Wechselstrom-Messgerätes ist auf der Zeichnung dargestellt.
Während bei der Schaltungsweise nach Paalzow-Rubens der zu messende Wechselstrom einen Galvanometer-Ausschlag hervorruft, der nachher durch einen messbaren Gleichstrom nochmals erzeugt wird, wird bei der gezeichneten Schaltungsweise der Wechselstrom unmittelbar und gleichzeitig durch einen messbaren Gleichstrom kompensiert, d. h. die Messung des Wechselstromes wird unmittelbar auf die Messung eines Gleichstromes zurückgeführt. An die Viereckspunkte A und B wird eine elektromotorische Kraft k angelegt, zu deren Einschaltung der Schlüssel t dient, die Mossstromstärke kann vermittelst des Widerstandes 1- geregelt werden.
Der zu messende Wechselstrom wird an die Klemmen p und q angelegt, die mit den Punkten F und E des kleinen Viereckes B D E F in unmittelbarer Vorbindung stehen. Um alle vier Viereckseiten B D E F untereinander abgleichen zu können, ist noch ein hesonderer G ! eitwiderstand e d eingeschaltet. Die genaue Abgleichung der einzelnen Viereckseiten des Viereckes ABC D untereinander kann gleichfalls vermittelst eines Gleitwiderstandes ab geschehen, wobei das Galvanometer g an den Punkten C und D anliegt, was dann der Fall ist, wenn der dreipolige Umschalter M mit den Punkton 4 und 6 Kontakt gibt.
Wenn durch einen Wechselstrom die Viereckseiten des kleinen Viereckes BDE F erwärmt werden, so macht das Galvanometer g, wie vorher auseinandergesetzt, einen von der Energie des Wechselstromes abhängigen Ausschlag.
Dieser Galvanometer-Ausschlag wird nun dadurch kompensiert, dass in dem kleinen Vierecke ADGH, das in jeder Beziehung dem Viereck Bref gleich ist und durch den Gleitwiderstand e f genau eingestellt werden kann, an den Punkten G und hein
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auf dieselbe Temperatur bringt, die in dem kleinen Viereck B Z) E F durch den Wechselstrom hervorgerufen wird. Ist das aber der Fall, was aus der Nullage des Galvanometers g erkennbar wird, so ist die in dem Viereck 7) E'/-' aufgewandte Energie des Gleichstromes gleich der in dem Viereck. B D E F aufgewandten Energie des Wechselstromes ; oder da die Widerstände in den kleinen Vierecken gleich sind, so sind auch die Stromstärken des Gleichstromes und des Wechselstromes einander gleich.
Nach der Erfindung kann die Energie des kompensierenden Gleichstromes mit demselben Galvanometer gemessen worden, das die erfolgte Kompensation anzeigt. Zu diesem Zwecke wird nach erfolgter Kompensation, also wenn das Galvanometer auf Null gebracht worden ist, der dreipolige Umschalter 11 auf die Kontaktpunkte 1, 3 und 5 umgelegt, wodurch, wenn nötig, unter gleichzeitiger Einschaltung eines Nebensch1usses M, das Galvanometer zu einem Messinstrumente für den von der Stromquelle i ausgehenden Gleichstrom gemacht wird.
Der von der Stromquelle i ausgehende Gleichstrom wird mit Hilfe des Schlüssels s fin-und ausgeschaltet und kann vermittels des Regulierwiderstandes r geregelt werden.
Damit die in dem kleinen Viereck A D G Il beim Kompensieren verlaufende Stromstärke auch wirklich gleich der Stromstärke ist, die vermittelst des Galvanometers g beim Um- schlagen des dreipoligen Umschalters II gemessen wird, ist es erforderlich, dass in dem
Stromkreis der Gleichstromquelle i während des Kompensierens ein dem Galvanometer gleicher Widerstand n eingeschaltet wird, der hier willkürlich zu 100 Ohm angenommen worden ist.
Da bei dem beschriebenen Messgerät die Messung der Stromstärke eines Wechsel- stromes auf die Messung eines Gleichstromes zurückgeführt wird, so hat dieses Wechsel- strom-Messgerät alle die Vorzüge, die den Gleichstrom-Messgeräten eigentümlich sind. Man ist also in der Lage, bei Anwendung von Drehspulen-Instrumonten jeden beliebigen Empfindlichkeitsgrad zu erreichen. Die Skala des Messininstrumentes kann streng pro- portional gemacht werden. Es können also mit dem beschriebenen Instrument Wechsel- strom-Messungen mit einer Präzision ausgeführt werden, wie sie bisher nur bei Gleich- strom-Messungen möglich waren.