AT390945B - Vorrichtung zum ansetzen von abstandhalterrahmen - Google Patents
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Description
Nr. 390 945
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ansetzen von Abstandhalterrahmen auf Glasscheiben im Zuge der Herstellung von Isolierglasscheiben mit einer, im wesentlichen lotrecht stehenden Stützwand für die Glasscheiben und einer vor der Stützwand angeordneten, rahmenartigen Halterung für die Abstandhalteirahmen, wobei an der rahmenartigen Halterung Klemmeinrichtungen und zurückziehbare Anlagestifte für den anzusetzenden Abstandhalterrahmen angeordnet sind, und wobei der obere, horizontale Schenkel der rahmenartigen Halterung parallel zur Stützwand auf- und abverschiebbar ist.
Eine derartige Vorrichtung ist beispielsweise aus der DE-PS 32 23 848 bekannt. Die Abstandhalterrahmen werden in die bekannte Vorrichtung entweder hündisch oder mit Hilfe einer Vorrichtung zum Umsetzen beschichteter Abstandhalterrahmen von einem Förderer, auf welchem die Abstandhalterrahmen auf Haken frei hängend, zu einer Abnahmestelle befördert werden, in die Vorrichtung zum Ansetzen von Abstandhalterrahmen eingelegt. Eine derartige Vorrichtung zum Umsetzen beschichteter Abstandhalterrahmen ist aus der DE-PS 32 22 903 bekannt.
Bei dieser bekannten Vorrichtung sind an einem verdrehbaren und an Armen auf- und abbewegbar gehaltenen Balken Greifer für die Abstandhalterrahmen in Form von Ringklauen befestigt. Diese Ringklauen werden beim Aufnehmen eines Abstandhalterrahmens geöffnet, während des Umsetzens des Abstandhalterrahmens geschlossen und dann wieder geöffnet. In der Praxis sind die Vorrichtungen gemäß der DE-PS 3 222 903 vor einer Vorrichtung zum Ansetzen von Abstandhalterrahmen aufgestellt, wie dies auch in Fig. Id der DE-PS 3 222 903 gezeigt ist
Nachteilig bei der bekannten Vorrichtung zum Umsetzen von Abstandhalterrahmen von einem Förderer in eine Vorrichtung zum Ansetzen von Abstandhalterrahmen auf Glasscheiben ist es, daß die Umsetzvorrichtungen viel Platz beanspruchen und insbesondere sehr hoch gebaut werden müssen und daß die offenbarten Ringklauen relativ aufwendig sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Gattung, wie sie aus der DE-PS 32 23 848 oder der bekanntgemachten österreichischen Patentanmeldung A 6955/78 bekannt ist, derart weiterzubilden, daß eine gesonderte Umsetzvoirichtung für die Abstandhalterrahmen nicht mehr benötigt und eine insgesamt einfachere Konstruktion erreicht wird.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß am oberen, horizontalen Schenkel der rahmenartigen Halterung wenigstens zwei Greifer montiert sind, die zwischen einer dem Ende eines Hängeförderers für Abstandhalterrahmen zugeordneten Abnahmestellung und einer Abgabestellung, in der die Abstandhalterrahmen an die Anlagestifte der rahmenartigen Halterung anliegend abgesetzt werden, hin und her beweglich sind und daß die Greifer an ihren freien Enden einen Haken tragen.
Die erfindungsgemäße Lösung zeichnet sich durch überraschende Einfachheit aus, da der horizontal verlaufende, auf- und abverstellbare obere Schenkel der rahmenartigen Halterung, welche die Abstandhalterrahmen beim Ansetzen derselben an die in der Ansetzvorrichtung stehende Glasscheibe genau ausgerichtet festhält, als Träger für die Greifer dient, welche die Abstandhalterrahmen vom Hängeförderer abnehmen. Dadurch, daß der obere horizontale Schenkel der rahmenartigen Halterung der Ansetzvorrichtung als Träger für die Greifer dient, ergibt sich eine vereinfachte Bewegungsbahn derselben, welche die Verwendung von einfachen Haken, an welchen hängend die Abstandhalterrahmen umgesetzt werden, erlaubt.
In einer praktischen Ausführungsform kann vorgesehen sein, daß die Greifer aus wenigstens zwei miteinander gelenkig verbundenen Armen bestehen. Durch diese Ausführungsform ist der Vertikalhub, den der horizontal verlaufende Schenkel der rahmenartigen Halterung beim Umsetzen der Abstandhalterrahmen vom Horizontalförderer in die Ansetzvorrichtung ausführen muß, verkleinert.
Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der nachstehenden Beschreibung, in der auf die angeschlossenen Zeichnungen Bezug genommen wird.
Es zeigt Fig. 1 im Vertikalschnitt eine erfindungsgemäße Vorrichtung, die an einer Ansetzvorrichtung der aus der DE-PS 32 23 848 bekannten Bauart verwirklicht ist, Fig. 2 teilweise die Vorrichtung aus Fig. 1 in einer anderen Arbeitsstufe, Fig. 3 in Seitenansicht eine Einzelheit einer Ausführungsform, bei der die Greifer an ihren Enden verschwenkbare Haken tragen, Fig. 4 in Teilvorderansicht die Ausführungsform von Fig. 3 und die Fig. 5 bis 7 Einzelheiten der Vorrichtung aus Fig. 3 und 4 in verschiedenen Arbeitsstufen.
Die Vorrichtung zum Ansetzen von Abstandhalterrahmen (18) auf Glasscheiben (5) besitzt bei der in den Fig. 1 und 2 gezeigten Ausführungsform eine Stützwand (1), die über Füße (2) am Boden steht. Die Stützwand (1) ist gegenüber der Vertikalen geringfügig, beispielsweise um etwa 5°, nach hinten geneigt und besitzt auf ihrer Vorderseite mehrere, um im wesentlichen vertikale Achsen frei drehbare Stützrollen (3). Am unteren Rand der Stützwand (1) sind um im wesentlichen horizontale Achsen drehbar antreibbare Förderrollen (4) vorgesehen. Die Förderrollen (4) dienen zum Herantransportieren von Glasscheiben (5) in eine in der definierten Endlage gezeigte Vorrichtung.
Im Abstand vor der Stützwand (1) ist eine parallel zur Stützwand (1) ausgerichtete, rahmenartige Halterung (8) vorgesehen, die zwei im wesentlichen vertikale Schenkel (9), einen unteren, horizontalen Schenkel (10) und einen oberen, horizontalen Schenkel (11) aufweist. Die rahmenartige Halterung (8) ist über Druckmittelzylinder (12) auf die Stützwand (1) zu und von dieser weg bewegbar (Pfeil (13)). Anstelle der Druckmittelzylinder (12) können zur Bewegung der rahmenartigen Halterung (8) gegenüber der Stützwand (1) auch Zahnstangen-Zahnradgetriebe vorgesehen sein. -2-
Nr. 390 945
Der obere, horizontale Schenkel (11) der rahmenartigen Halterung (8) ist in Richtung des Doppelpfeiles (14) auf und ab verschiebbar. Die Verschiebbarkeit des oberen, horizontalen Schenkels (11) dient zur Anpassung der Höhe der rahmenartigen Halterung (11) an die Abmessungen des jeweils anzusetzenden Abstandhalterrahmens (18). Zusätzlich kann einer der vertikalen Schenkel (9), insbesondere der, bezogen auf die Richtung, in der Glastafeln (5) in die Vorrichtung gefördert werden, hintere Schenkel (9) in Förderrichtung, d. h. senkrecht zur Bildebene von Fig. 1 verstellbar sein, um die Größe der rahmenartigen Halterung (8) auch an die Länge eines anzusetzenden Abstandhalterrahmens (18) anpassen zu können.
An der rahmenartigen Halterung (8) sind sowohl an den beiden horizontalen Schenkeln (10) und (11) als auch wenigstens am auslaufseitig angeordneten vertikalen Schenkel (9) - vorzugsweise auch am einlaufseitigen Schenkel (9), insbesondere wenn dieser verstellbar ist - Anlagestifte (15) und Klemmeinrichtungen (16) vorgesehen. Die Anlagestifte (15) und die Klemmeinrichtungen (16) (es sind nur die bei dieser Ausführungsform an der Halterung (8) befestigten Anschläge derselben gezeigt) können, wie dies aus der DE-PS 32 23 848 oder der bekanntgemachten österreichischen Patentanmeldung A 6955/78 bekannt ist, ausgebildet sein.
Hinsichtlich der Arbeitsweise der soeben beschriebenen Vorrichtung zum Ansetzen von Abstandhalteirahmen an eine Glasscheibe wird auf die DE-PS 32 23 848 verwiesen.
Am oberen, horizontalen Schenkel (11) der rahmenartigen Halterung (8) sind wenigstens zwei Greifer (17) vorgesehen, die zwischen einer Stellung, in der sie beschichtete Abstandhalterrahmen (18) von einem Horizontalhängeförderer (19) abnehmen ("Abnahmestellung") und einer Stellung, in der sie den zuvor abgenommenen Abstandhalterrahmen (18) an den Anlagestiften (15) der rahmenartigen Halterung (8) anliegend in die Vorrichtung zum Ansetzen der Abstandhalterrahmen auf Glasscheiben (5) abgeben ("Abgabestellung"), bewegbar.
Im in den Fig. 1 und 2 gezeigten Ausführungsbeispiel weisen die Greifer (17) zwei miteinander gelenkig verbundene Arme (20, 21) auf, wobei die Arme (20) auf einer Welle (22) montiert sind, die parallel zum oberen, horizontalen Schenkel (11) der rahmenartigen Halterung (8) verläuft und die mit Hilfe eines nicht gezeigten Antriebes zum Verschwenken der Arme (20) der Greifer (17) und damit der Greifer (17) selbst zwischen der Abnahme- und der Abgabestellung in Richtung des Doppelpfeiles (23) verdrehbar ist. Der gelenkigen Verbindung (24) zwischen den Armen (20) und (21) der Greifer (17) sind nicht näher gezeigte Antriebe (z. B. Druckmittelmotore oder Stellmotore usw.) zugeordnet, so daß der Arm (21) in Richtung des Doppelpfeiles (25) gegenüber dem Arm (20) verschwenkt werden kann.
Der Arm (21) trägt an seinem freien Ende eine Ringklaue (26), die im gezeigten Ausführungsbeispiel aus zwei, mit Hilfe von Druckmittelmotoren (27) verschwenkbaren Ringhälften (28) besteht. Es ist auch eine Ausführungsform mit einer starren und einer verschwenkbaren Ringhälfte, wie dies aus der DE-PS 32 22 903 bekannt ist, verwendbar.
Wenn ein Abstandhalterahmen (18) vom Hängeförderer (19) abgenommen werden soll, werden die Greifer (17) in eine Stellung gebracht, in der ihre Klauen (26) den am Hängeförderer (19) hängenden Abstandhalterrahmen (18) an seinem oberen, horizontalen Schenkel erfassen. Hiezu werden die Arme (20) und (21) entsprechend betätigt, die Ringklaue (26) geöffnet und der obere, horizontale Balken (11) der rahmenartigen Halterung (8) nach oben bewegt.
Sobald ein Abstandhalterrahmen (18) von den Greifern (17) erfaßt ist, bewegt sich der obere, horizontale Schenkel (11) der rahmenartigen Halterung (8) in die Stellung, die er beim Ansetzen eines Abstandhalterrahmens an die Glasscheibe (5) einnehmen muß, also in die der Höhe des Abstandhalterrahmens (18) entsprechende Lage. Gleichzeitig oder auch vorher werden die Greifer in die in Fig. 2 gezeigte Stellung bewegt und ihre Ringklauen (26) öffnen sich, wobei insbesondere eine Öffnung der dann unteren Ringhälfte (28) erfolgt. Der Abstandhalterrahmen (18) steht dann auf den Klemmbacken der unteren Klemmeinrichtungen (16) auf und lehnt sich nach dem vollständigen Öffnen der Ringklauen (26) an die oberen Anlagestifte (15), die am Balken (11) montiert sind, an. Dann werden die Greifer (17) und insbesondere ihre Ringklauen (26) aus dem Bereich der rahmenartigen Halterung (8) weggeschwenkt und das Ansetzen des Abstandhalterrahmens (18) an die Glasscheibe (5), kann, wie in der DE-PS 32 23 848 beschrieben, fortgesetzt werden.
Um das Zuführen des Abstandhalterrahmens (18) auf die Klemmbacken der unteren Klemmeinrichtungen (16) zu erleichtern, können diese mit Leiteinrichtungen (29) ausgerüstet sein.
Die Greifer (30) der in den Fig. 3 bis 7 gezeigten Ausführungsform sind einstückig ausgebildet, besitzen eine ggf. mehrfach abgewinkelte Form und sind auf einer gemeinsamen Welle (22) drehfest montiert, wobei zum Verdrehen der Welle (22), die am oberen, horizontalen Schenkel (11) der Halterung (8) gelagert ist, ein Druckmittelmotor (31) vorgesehen ist.
Die Greifer (30) tragen an ihren freien Enden einen Haken (32), der um eine Achse (33) gegenüber dem Greifer (30) verschwenkbar gelagert ist. Der Haken (32) besitzt eine über die Welle (22) hinausragende Verlängerung (34), die über ein Gelenk (36) mit einem Rohrstück (35) verbunden ist. Das Rohrstück (35) besitzt an seinem, dem Gelenk (36) gegenüberliegenden Ende Langschlitze (37), die von einem am Greifer (30) befestigten Stift (38) durchsetzt werden. Im Rohr (35) ist eine Schraubendnickfeder (39) vorgesehen, die einerseits am freien Ende der Verlängerung (34) des Hakens (32) und anderseits am Stift (38) abgestützt ist. Durch die Kraft der Feder (39) wird der Haken (32) sowohl in der in Fig. 3 und 5 gezeigten Lage als auch in der -3-
Nr. 390 945 in Fig. 7 gezeigten, ausgeschwenkten Lage festgehalten, ohne daß Anschläge notwendig sind. Die jeweiligen Endlagen des Verschwenkbereiches des Hakens (32) werden durch Anliegen des Stiftes (38) am Ende des Rohres (39) benachbarten Ende der Schlitze (37) definiert.
Mit Hilfe des Druckmittelzylinders (31) kann der Greifer (30) in Richtung des Pfeiles (40) hochgeschwenkt werden, um einen Abstandhalterrahmen (18) von einem Hängeförderer (19) abzunehmen, wobei gleichzeitig der obere, horizontale Schenkel (11) der rahmenartigen Halterung (8) nach oben bewegt wird. Sobald ein Abstandhalterrahmen (18) vom Hängeförderer (19) abgenommen worden ist, werden die Greifer (30) in Richtung des Pfeiles (41) verschwenkt, so daß die Haken (32) in den Bereich der Klemmeinrichtungen (16) und der Anlagestifte (15) gelangen.
Wie insbesondere Fig. 4 zeigt, sind die Greifer (30) neben den Anlagestiften (15) angeordnet, wobei zwischen den Greifern (30) und den benachbarten Anlagestiften (15) jeweils eine Klemmeinrichtung (16), die ein hakenartiges Klemmorgan (42) aufweist, angeordnet ist. Die Klemmeinrichtungen (16) können beispielsweise die aus Fig. 10 der DE-PS 32 23 848 bekannte Bauart mit in Schwenklagem (43) gleitend geführten, durch nicht gezeigte Druckmittelmotore verschwenkbaren Klemmorgane (42) besitzen.
Die Anlagestifte (15) sind bei der in Fig. 3 und Fig. gezeigten Ausführungsform mit Hilfe eines Parallelogrammtriebes (44) in und aus ihrer in Fig. 3 strichliert eingezeichneten Wirkstellung bewegbar, wobei sie über eine Welle (45), die über die Länge des oberen, horizontalen Schenkels (11) der Halterung (8) durchgehend ausgebildet ist, antreibbar sind.
Das Verschwenken des Hakens (32) an den freien Enden eines Greifers (30) ist in den Fig. 5 bis 7 gezeigt. Der Haken (32) ist mit einem Betätigungshebel (46) drehfest verbunden. Diesem Betätigungshebel sind (vgl. Fig. 3 und 4) zwei Steuerbolzen (47) und (48) zugeordnet, die über einen Träger (49) am Schenkel (11) der rahmenartigen Halterung (8) befestigt sind.
Sobald sich die Greifer (30) aus der Abnahmestellung (nicht gezeigt) in Richtung des Pfeiles (41) in die Abgabestellung bewegen, gelangt der Hebel (46) zwischen die Steuerbolzen (47) und (48) (Fig. 5) und dann in Anlage an den Steuerbolzen (47) (Fig. 6). In dem Moment, wo der Hebel (46) an den Steuerbolzen (47) in Anlage kommt, nimmt der Haken (32) eine Stellung ein, in der sein freies Ende im wesentlichen horizontal verläuft und der von ihm getragene Abstandhalterrahmen (18) am Anlagestift (15) anliegt. Durch fortgesetztes Verschwenken der Greifer (30) in Richtung des Pfeiles (41) wird der Haken (32) vom am Steuemocken (47) anliegenden Hebel (46) verschwenkt, bis er unter der Wirkung der Feder (39) im Rohr (35) in die in Fig. 7 gezeigte Stellung ausschwenkt. Nun ist der Abstandhaltenahmen (18) von den Greifern (30) bzw. ihren Haken (32) frei und liegt an den Anlagestiften (15) an, wobei er unten auf den Klemmbacken der Klemmeinrichtungen (16) aufsteht.
Die Klemmeinrichtungen (16) werden nunmehr betätigt, wobei ihre hakenförmigen Klemmorgane (32) verschwenken und den Abstandhalterrahmen (18) vorzugsweise an allen vier Schenkeln desselben gegen die Klemmbacken der Klemmeinrichtungen (16) drücken. Hierauf werden die Anlagestifte (15) durch Betätigung der Welle (45) aus dem Bereich des Abstandhalterrahmens wegbewegt, so daß der Abstandhalterahmen (18) nun zum Ansetzen an eine Glasscheibe (5) bereit ist.
Bei der in den Fig. 3 bis 7 gezeigten Ausführungsform wird nun nicht die rahmenartige Halterung (8) auf die an der Stützwand (1) stehende Glasscheibe (5) heranbewegt, sondern es wird die Stützwand (1), die im Maschinengestell quer zu ihrer Ebene (sinngemäß dem Pfeil (13) in Fig. 1) beweglich ist, auf die im Maschinengestell quer zu ihrer Ebene nicht verstellbaren, rahmenartigen Halterung (8) zu vorgeschoben, bis die Glasscheibe (5) in Anlage an den Abstandhalterrahmen (18) bzw. die auf ihm angebrachte Beschichtung aus Kleb- bzw. Dichtmittel anliegt. Das endgültige Andrücken des Abstandhalterrahmens (18) an die Glasscheibe (5) erfolgt mit Hilfe von Nadelzylindem, ähnlich wie dies in der DE-PS 32 23 848, Spalte 7, Zeilen 9 bis 14, beschrieben ist (Druckmittelzylinder mit vorschiebbaren Druckstiften).
Nachdem der Abstandhalterrahmen (18) auf die Glasscheibe (5) angesetzt worden ist, wird die Stützwand (1) wieder von der rahmenartigen Halterung (8) wegbewegt. In weiterer Folge werden die Greifer (30) in Richtung des Pfeiles (40) (Fig. 3) verschwenkt, wodurch die Haken (32) über ihre Hebel (36), die an den Steuerbolzen (48) anliegen, wieder in ihre in Fig. 3 gezeigte Stellung zurückverschwenken und zur Abnahme eines weiteren Abstandhalterrahmens vom Hängeförderer (18) bereit sind.
Es versteht sich, daß auch bei der in den Fig. 3 bis 7 gezeigten Ausführungsform der obere, horizontale Schenkel (11) der rahmenartigen Halterung (8) der erfindungsgemäßen Vorrichtung in die der Höhe des anzusetzenden Abstandhalterrahmens (18) entsprechende Höhenlage bewegt wird, nachdem ein Abstandhalterrahmen (18) mit Hilfe der Greifer (30) vom Hängeförderer (19) abgenommen worden ist. Die Bewegung des Schenkels (11) der rahmenartigen Halterung (8) kann gleichzeitig mit dem Verschwenken der Greifer (30) in Richtung des Pfeiles (41) erfolgen. Überdies ist es möglich, daß das letzte Stück des Hubes des horizontalen Schenkels (11) der rahmenartigen Halterung (8) in die der Höhe des anzusetzenden Abstandhalterrahmens entsprechende Endlage nach dem Einlegen des Abstandhalterrahmens in die Halterung (8) erfolgt. -4-
Claims (10)
- 5 Nr. 390 945 PATENTANSPRÜCHE 1. Vorrichtung zum Ansetzen von Abstandhalterrahmen auf Glasscheiben im Zuge der Herstellung von Isolierglasscheiben mit einer im wesentlichen lotrecht stehenden Stützwand für die Glasscheiben und einer vor der 10 Stützwand angeordneten, rahmenartigen Halterung für die Abstandhalterrahmen, wobei an der rahmenartigen Halterung Klemmeinrichtungen angeordnet sind, und wobei der obere, horizontale Schenkel der rahmenartigen Halterung parallel zur Stützwand auf und ab verschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß am oberen, horizontalen Schenkel (11) der rahmenartigen Halterung (8) wenigstens zwei Greifer (17) montiert sind, die, wie an sich bekannt, zwischen einer dem Ende eines Hängeförderers (19) für Abstandhalterrahmen (18) 15 zugeordneten Abnahmestellung und einer Abgabestellung, in der die Abstandhalterrahmen an die Anlagestifte (15) der rahmenartigen Halterung (8) anliegend abgesetzt werden, hin und her beweglich sind und daß die Greifer (3) an ihren freien Enden einen Haken (32) tragen.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Haken (32) gegenüber den Greifern (30) 20 um im wesentlichen horizontale Achsen verschwenkbar gelagert sind, wobei die Haken (32) in der eingeschwenkten Stellung im wesentlichen horizontal ausgerichtete, freie Enden und in der ausgeschwenkten Stellung im wesentlichen vertikal ausgerichtete, freie Enden besitzen.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Endlagen der Haken (32) gegenüber den 25 Greifern (30) durch Federmittel gesichert sind.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Haken (32) einen über seine Schwenkachse (33) hinausragenden Ansatz (34) aufweist, der unter der Wirkung einer am Greifer (30) abgestützten Druckfeder (39) steht. 30
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (39) in einem Rohrstück (35) aufgenommen ist, das an seinem mit dem Fortsatz (34) des Hakens (32) über ein Gelenk (36) verbundenen Ende gegenüberliegenden Ende Schlitze (37) aufweist, in welche ein mit den Greifern (30) verbundener Stift (38) durchsetzt. 35
- 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Haken (32), vorzugsweise mit seiner Schwenkachse (33), drehfest ein Hebel (46) verbunden ist, der zum Ausschwenken des Hakens (32) bzw. zum Zurückschwenken des Hakens (32) in die eingeschwenkte Lage mit am oberen, horizontalen Schenkel (11) der Halterung (8) vorgesehenen Steuerbolzen (47 bzw. 48) zusammen wirkt. 40
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der mit dem Haken (32) verbundene Hebel (46) mit dem das Ausschwenken des Hakens (32) bewirkenden Steuerbolzen (47) in Berührung gelangt, sobald der von den Haken (32) getragene Abstandhalterrahmen (18) an den in ihre Wirkstellung vorgeschobenen Anlagestiften (15) anliegt. 45
- 8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlagestifte (15) über Parallelogrammlenker (44) am Schenkel (11) der rahmenartigen Halterung (8) gehaltert sind, wobei die Anlagestifte durch eine gemeinsame Betätigungswelle (45) für die parallelogrammartige Anordnung (44) in und aus ihre(r) Wirkstellung heb- und senkbar sind. 50
- 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Greifer (17) jeweils aus wenigstens zwei miteinander gelenkig verbundenen Armen (20,21) bestehen.
- 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Greifer (17) auf einer 55 gemeinsamen Welle (22) montiert sind, die am oberen, horizontalen Balken (11) der rahmenartigen Halterung (8) zu diesem parallel ausgerichtet verdrehbar gelagert ist. 60 Hiezu 4 Blatt Zeichnungen -5-
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1986
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