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Die Erfindung bezieht sich auf eine Hochdeponie zur Aufnahme von Abfällen, welche Deponie mit einer Abdeckung und einer flüssigkeitsundurchlässigen Basisschicht oder Basisplatte versehen ist und sowohl als Endlager als auch als Zwischenlager für Abfälle verwendet werden kann.
Abfälle enthalten häufig Substanzen, welche die Umgebung und dabei insbesondere das Grundwasser unangenehm oder auch gefährlich verunreinigen können. Es wird demgemäss beim Bau von Deponien getrachtet, durch geeignete Umschliessung der Abfälle sowie durch das Vorsehen von Abdichtungen und Drainagen, ein Austreten von unangenehm oder gefährlich wirkenden Substanzen weitestgehend auszuschliessen. Es kommt dabei einerseits einem Abdichten der Deponie gegen das Eindringen von Niederschlagswasser von oben her und andererseits einem Abdichten der Deponie gegen den Grund hin bzw. gegen das im Grund vorliegende Grundwasser grosse Bedeutung zu. Niederschlagswasser bzw.
Schmelzwasser kann, wenn es in die Deponie gelangt, Schadstoffe aus den in der Deponie befindlichen Abfällen auswaschen und es kann durch solches schadstoffbeladenes Wasser eine beträchtliche Gefährdung der Umgebung einer Deponie und zwar insbesondere des Grundwassers im Deponiebereich entstehen. Bei technisch richtigem Aufbau und gutem Zustand der bei Deponien in der Regel vorgesehenen Abdichtungen und Drainagen ist dem Eindringen von Niederschlags- bzw.
Schmelzwasser in die Abfälle und dem unkontrollierten Austreten von Flüssigkeiten aus der Deponie in der Regel mit ausreichender Sicherheit entgegengewirkt ; dies gilt jedoch nur so lange, als eine technisch einwandfreie Funktion der Abdichtung und der Drainage gegeben ist. Auch bei einem Einsatz langlebiger Baustoffe zur Bildung von Abdichtungen und Drainagen ist mit einer Veränderung der Eigenschaften dieser Baustoffe zu rechnen und es ist ausserdem die Möglichkeit einer Beschädigung von Abdichtungen und Drainagen durch von vornherein nicht oder nicht ausreichend erfassbare Fremdeinflüsse zu rechnen. Zufällig im Deponiebereich zur Entwicklung kommende tiefwurzelnde Pflanzen können z. B. die Funktion von Abdichtungen und Drainagen wesentlich beeinträchtigen.
Es kommt demgemäss einer ständigen sorgfältigen Überwachung einer Deponie und einer umgehenden Beseitigung bzw. Behebung nachteiliger Fremdeinflüsse und eingetretener Beschädigungen grosse Bedeutung zu. Dem steht prinzipiell entgegen, dass für Deponien zur Verfügung stehender Grund sich in der Regel in abseits gelegenen Regionen befindet, was für eine ständige Überwachung einer Deponie ungünstig ist. Das im Bereich einer Deponie im Grund vorhandene Grundwasser kann durch die Errichtung der Deponie bzw. durch die damit einhergehende hohe Belastung des Grundes hinsichtlich seines Spiegels und auch hinsichtlich seiner Fliessrichtung eine wesentliche Veränderung erfahren ; es kann dabei z.
B. zu einer lokalen Anhebung des Grundwasserspiegels im Bereich der Belastungsgrenzen kommen, wobei durch eine solche Anhebung die Gefahr des Eindringens kontaminierender Stoffe in das Grundwasser vergrössert wird.
Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung eine Deponie eingangs erwähnter Art zu schaffen, bei der ohne grösseren Aufwand eine gute Zugänglichkeit zur Überwachung und für Unterhaltsmassnahmen über lange Zeiträume hinweg gegeben ist, und bei der auch das Entstehen einer erhöhten Kontaminationsgefährdung des Grundwassers durch die von der Deponie herrührende Belastung des Grundes weitgehend ausgeschaltet ist
Die erfindungsgemäss ausgebildete Deponie eingangs erwähnter Art ist dadurch gekennzeichnet, dass die Deponie in einem zwischen benachbart zueinander verlaufenden Verkehrswegen, wie z. B.
Autobahnfahrbahnen, Schienenverkehrswegen, Strassen, von denen mindestens ein Verkehrsweg auf einem Damm, auf einer Böschung oder auf einem Tragwerk über dem Niveau des benachbarten Grundes geführt ist, gelegenen Grundbereich gleichfalls über diesen Grundbereich aufragend und auf diesem Grundbereich lastend angeordnet ist. Durch diese Ausbildung kann der vorstehend angeführten Zielsetzung sehr gut entsprochen werden.
Es ist durch die besondere Anordnung der Deponie in unmittelbarer Nachbarschaft von den Grund stark belastenden Verkehrsbauwerken nicht nur unter der Deponie sondern auch neben dieser eine verhältnismässig hohe Grundbelastung gegeben, so dass in unmittelbarer Nähe der Deponie eine einigermassen ausgeglichene Grundbelastung vorliegt und damit die von der Deponie herrührende Grundbelastung keine nachteilig ins Gewicht fallende Veränderung der Grundwassersituation im unmittelbaren Bereich der Deponie verursacht Durch die Vergleichmässigung der Grundbelastung sind auch die Verkehrswegunterbauten gegen Setzungen und Rutschungen des Grundes besser gesichert und korrespondierend dazu wird auch unter der Deponie selbst eine Sicherung gegen Veränderungen im Grund erzielt Die unmittelbare Nachbarschaft von leistungsfähigen Verkehrswegen ermöglicht über lange Zeiträume die
Aufrechterhaltung von Überwachungs-und Erhaltungsarbeiten, ohne dass für das Ermöglichen der leichten Zugänglichkeit ein besonderer Aufwand betrieben werden müsste. Ein weiterer zusätzlicher Vorteil der erfindungsgemässen Ausbildung einer Deponie ergibt sich daraus, dass damit bisher ungenutzte Flächen wirtschaftlich verwertbar sind und nicht anderer wirtschaftlich oder ökologisch nutzbarer Grund zur Unterbringung von Deponien herangezogen werden muss, und dass auch hinsichtlich der Verkehrswege durch Auffüllung der oftmals zwischen diesen bestehenden schluchtartigen Zwischenräumen ein sicherheitserhöhender Beitrag geleistet wird.
Es ergibt sich eine hinsichtlich der Errichtung und Pflege der Deponie wie auch hinsichtlich der vorerwähnten Vorteile besonders günstige Ausführungsform, wenn man vorsieht, dass die Deponie als seitlich beschütteter Damm oder seitlich beschütteter Hügel ausgebildet ist, wobei die seitliche Beschüttung des Dammes oder Hügels in die den bzw. die Verkehrsweg (e) tragende (n) Böschung (en) oder in den den bzw. die Verkehrsweg (e) tragenden Damm bzw. Dämme übergeht oder seitlich an den Fuss des Dammes, der Böschung oder des Tragwerkes der Verkehrswege heranreicht.
Hiebei ergibt sich bei jener Ausbildung, bei der die seitliche Beschüttung des die Deponie bildenden Dammes in die Böschung (en) oder in den Damm bzw. die Dämme übergeht, auf denen die
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Verkehrswege verlaufen, eine besonders gleichmässige Belastung des Grundes, was wie vorstehend erwähnt, verschiedene Vorteile erbringt
Anorganische Abfälle, welche sich gegebenenfalls unter Beigabe von Zusatzstoffen schütten und verdichten lassen und keine besonders unangenehm oder gefährlich bzw. toxisch wirkenden Substanzen enthalten, können in Form einer verdichteten Schüttung im Dammkörper der Deponie eingebaut werden, was den Vorteil eines besonders einfachen und kostengünstigen Aufbaues der Deponie ergibt.
Naturgemäss kommt eine solche Ausführungsform vor allem dann in Frage, wenn grosse Mengen eines bestimmten Abfalls zu deponieren sind bzw. grosse Mengen einiger weniger Abfallarten, die dann im Dammverlauf nacheinander geschüttet werden können, deponiert werden sollen, oder wenn Abfälle zu deponieren sind, deren Vermischung zulässig ist. Handelt es sich hingegen um das Deponieren einer breiteren Platte unterschiedlicher Abfälle, welche nicht vermischt werden sollen oder dürfen und welche gegebenenfalls auch eine grössere Toxizität haben, ist eine Ausfürhungsform der erfindungsgemässen Deponie vorteilhaft, welche dadurch gekennzeichnet ist, dass die deponierten Abfälle in Behälter eingeschlossen sind, welche einen im Damm bzw. Hügel angeordneten Stapel bilden.
Eine andere Ausführungsform der erfindungsgemäss ausgebildeten Deponie, welche im speziellen für einen Aufnahme grösserer Mengen einer Reihe verschiedener Abfälle geeignet ist, ist dadurch gekennzeichnet, dass zur Aufnahme der Abfälle nebeneinander angeordnete Kammern vorgesehen sind, die als Bauwerk ausgebildet sind. Eine solche Ausführungsform ist auch dann besonders vorteilhaft, wenn über längere Zeiträume verteilt in die Deponie Abfälle einzubringen sind, und wenn unter Umständen auch eine Entnahme von Abfällen aus der Deponie beabsichtigt ist.
Hinsichtlich der Überwachung der Deponie gegen einen unerwünschten Austritt fliessfähiger Substanzen aus der Deponie in die Umgebung ist eine Ausführungs- bzw. Bauform vorteilhaft, welche dadurch gekennzeichnet ist, dass in der Deponie, unter den Abfällen bzw. den diese aufnehmenden Behältern oder am Boden der die Abfälle aufnehmenden Kammern, eine mehrlagige Abdichtung mit mindestens einer dazwischenliegenden Drainageschicht, unter dieser mehrlagigen Abdichtung eine im wesentlichen flüssigkeitsundurchlässige Basisschicht oder Basisplatte, welche auch durch die Bodenwand einer Kammer gebildet sein kann, und unter der Basisschicht oder Basisplatte eine Kontroll- bzw. Sicherheits-Drainage vorgesehen ist, unter welcher sich die an der Sohle vorgesehene Tragschicht oder Tragplatte befindet.
Diese Ausführungsform kann hinsichtlich des Ermöglichen einer einfachen Überwachung vorteilhaft dahingehend weitergebildet werden, dass eine, gegebenenfalls unterteilt ausgebildete Basisplatte vorgesehen ist, und dass unter dieser Basisplatte begehbare und vorzugsweise auch befahrbare Kontrollräume vorgesehen sind.
Bei einer Ausführungsform der erfindungsgemässen Deponie, bei der zur Aufnahme der Abfälle nebeneinander angeordnete Kammern vorgesehen sind, die als Bauwerk ausgebildet sind, ist hinsichtlich der Möglichkeit einer einfachen Kontrolle der Dichtheit der Kammern bzw. der Abdichtungen derselben und auch hinsichtlich der Möglichkeit beim Auftreten von Undichtheiten Abhilfsmassnahmen einzuleiten, eine Weiterbildung besonders vorteilhaft, welche dadurch gekennzeichnet ist, dass ein Teil des Bodens jeder Kammer eine Stützscheibe bildet, die sich unter Zwischenfügung der Kontroll- bzw.
Sicherheits-Drainage auf der Tragplatte abstützt, und dass der Boden jeder Kammer ausserhalb den Stützscheibe zu den Seitenrädem der betreffenden Kammer hin nach oben ansteigend verläuft und so neben der Stützscheiben verlaufende begehbare bzw. befahrbare Kontrollräume bildet, wobei die einander zugewandten ansteigenden Bodenabschnitte benachbarter Kammern an der Grenze der beiden Kammern aneinander anschliessen und die von dort ausgehend nach oben verlaufende Trennwand tragen.
Es ist im Interesse eines von den Eigenschaften des jeweils vorliegenden Baugrundes weitgehend unabhängigen Aufbaues der Deponie und im Interesse einer gleichmässigen Grundbelastung vorteilhaft, wenn man vorsieht, dass die Tragschicht oder Tragplatte im wesentlichen auf dem Niveau des Grundes, auf dem die Deponie bzw. der den Verkehrsweg tragende Damm errichtet ist, oder aber diesem Niveau angeordnet ist.
Zur weiteren Erhöhung der Sicherheit gegen ein Austreten von Substanzen aus der Deponie kann man vorteilhaft Massnahmen vorsehen, welche eine Entnahme von in der Deponie befindlichen Abfällen aus der Deponie ermöglichen, wobei diese Möglichkeit gerade zusammen mit dem Vorliegen von Verkehrswegen neben der Deponie, welche einen entsprechenden Transport gestatten, von Bedeutung ist. Eine solche Entnahme von Abfällen kann vorgenommen werden, wenn die Umschliessung der Abfälle in der Deponie nicht mehr die gewünschte bzw. erforderliche Dichtheit aufweist, und auch dann, wenn zu einem späteren Zeitpunkt neue Aufarbeitungsmöglichkeiten für bestimmte Abfälle geschaffen werden.
Eine vorteilhafte Ausführungsform einer erfindungsgemässen Deponie, welche die Möglichkeit bietet, über einen grösseren Zeitraum Abfälle in die Deponie einzubringen und auch aus dieser zu entnehmen, ist dadurch gekennzeichnet, dass in Wänden, welche in der Deponie zur Aufnahme der Abfälle vorgesehene Bereiche bzw. Räume umgeben, Öffnungen vorgesehen sind, welche mit abnehmbaren Platten, Bohlen, Toren oder dgl. erschliessbar sind.
Eine andere vorteilhafte Ausführungsform der Deponie, welche hinsichtlich der Abdichtung gegen das Eindringen von Niederschlagswasser Vorteile bietet, ist dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungen zur Seite hin gerichtet sind und in der Dammböschung liegen bzw. von dieser überdeckt sind.
Es ist weiter für den Deponiebetrieb vorteilhaft, wenn man auf dem Dammkörper der Deponie oder auf den Seitenböschungen dieses Dammkörpers Abstellflächen und Zufahrtswege für Liefer- und Unterhaltsfahrzeuge vorsieht. Die seitlichen Böschungen des Dammes können vorteilhaft auch zum nach aussen Führen der Drainagen der Deponie und gegebenenfalls auch zum nach aussen Führen von Gasableitungen aus der Deponie genützt
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werden. Soll der seitliche Böschungsbereich der Deponie wegen örtlicher Gegebenheiten frei von zur Umgebung ausmündenden Einbauten gehalten werden, ist eine Ausführungsform vorteilhaft, welche dadurch gekennzeichnet ist, dass Drainagen der Deponie und gegebenenfalls auch Gasableitungen im Damm in Längsrichtung desselben zu einer Sammelstelle geführt sind.
Die seitlichen Böschungen des Dammes können vorteilhaft auch für den Einbau von Nebeneinrichtungen für den Betrieb der Deponie, wie Kontrollschächte, Zugänge zur Deponiesohle, Rohrleitungen, Behälter, Gasfilter, Transportwege usw. genützt werden.
Bei einem Aufbau der Deponie mit nebeneinander angeordneten Kammern, die zur Aufnahme der Abfälle vorgesehen sind, ist es für ein allfälliges Entnehmen des Inhaltes der Kammern aus diesen, und für ein allenfalls vorzunehmendes Überholen oder Erneuern der Abdichtung in den Kammern von Vorteil, wenn man vorsieht, dass in der Bodenwand der Kammern oder im Bodenbereich der Kammern in den Seitenwänden derselben mit Verschlüssen versehene Entleerungsöffnungen oder Solltrennstellen zur Bildung von Entleerungsöffnungen vorgesehen sind.
Es kann erwähnt werden, dass aus der DE-A1-34 15 729 das Vorsehen von wasserableitenden Sperrdecken bei Abfalldeponien bekannt ist, wobei diese Sperredecken das Eindringen von Niederschlagswasser in die deponierten Abfälle verhindern sollen.
Es ist dabei das Aufbringen solcher Sperrdecken, welche aus mehreren Schichten bestehen, wobei poröse Schichten (z. B. aus Sand oder Kies oder Schlacke), Betonschichten und auch Folienschichten aufeinanderfolgend über der zu stützenden Deponie aufgebracht werden können, sowohl für hügelartig über dem Grund angelegte Deponien als auch für in Gruben vorgesehene Deponien, bei denen dann die Sperrdecke sich nur wenig über das Grundniveau erhebt, vorgesehen ; als oberste Schicht solcher Sperrdecken ist eine zur Bepflanzung geeignete Schutzschicht aus Erde vorgesehen.
Es sind weiter aus der DE-A1-34 45 127 und aus der DE-A1-35 07 240 Sohlenkonstruktionen für Abfalldeponien bekannt, bei denen eine tragende Decke vorgesehen ist, die aus flächendeckend aneinandergereihten einzelnen Deckenelementen gebildet ist, welche auf Stützen liegen, die ihrerseits auf einer Fundamentierung aufruhen. Es ist dabei unter den genannten Deckenelementen, welche aus Beton, aber auch aus Stahl oder Kunststoff bestehen können, ein begehbarer Raum geschaffen, in dem auch Abflussleitungen für an der Sohle der Deponie auftretende Flüssigkeiten verlegt sind.
Zum Zusammenfassen dieser Flüssigkeiten und zum Hinleiten derselben zu Durchgangsöffnungen in den Deckenelementen ist über die Deckenelemente, die ihrerseits eine Dichtungsschicht tragen, eine poröse Drainagierungsschicht aufgebracht, und es ist weiter in Betracht gezogen, die Deckenelemente trichterähnlich auszubilden um solcherart das Ausfliessen der Flüssigkeiten zu fördern.
Die Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf Beispiele, welche in der Zeichnung schematisch dargestellt sind, weiter erläutert. In der Zeichnung zeigen die
Fig. 1 und 2 zwei Ausführungsformen erfindungsgemässer Deponien in Draufsicht,
Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform einer erfindungsgemäss ausgebildeten Deponie im Querschnitt,
Fig. 4 gleichfalls im Querschnitt eine Ausführungsform, bei der die Abfälle in Form einer Schüttung angeordnet sind und
Fig. 5 wieder im Querschnitt eine Ausführungsform bei der die Abfälle im Behälter eingeschlossen sind ;
die
Fig. 6,7 und 8 zeigen eine Ausführungsform einer Deponie, bei der zur Aufnahme der Abfälle
Kammern vorgesehen sind, wobei diese Deponie in Fig. 6 im Querschnitt und in
Fig. 7 in einem Längsschnitt gemäss der Linie (VII-VII) in Fig. 6 dargestellt ist und
Fig. 8 in vergrössertem Massstab den Bodenbereich der Behälter in einem der Fig. 7 entsprechenden Schnitt zeigt ;
Fig. 9 zeigt eine Ausführungsform einer Deponie, welche zur Aufnahme der Abfälle Kammern aufweist, die mit mittig angeordneten Öffnungen zum Einbringen und gegebenenfalls zum Entnehmen von Abfällen versehen sind ;
Fig. 10 zeigt wieder im Querschnitt eine Ausführungsform bei der zur Aufnahme der Abfälle vorgesehene Kammern nach der Seite hin gerichtete Öffnungen, welche in der Dammböschung liegen, besitzen ;
Fig. 11 zeigt wieder im Querschnitt eine Ausführungsform einer Deponie, bei der Drainagen und
Gasableitungen durch seitliche Böschungen nach aussen geführt sind, und
Fig. 12 gleichfalls im Querschnitt eine Variante hiezu, bei der in seitlichen Böschungen betriebsbezogene Nebeneinrichtungen eingebaut sind.
Bei der in Fig. 1 in Draufsicht dargestellten Ausführungsform einer Hochdeponie (1) ist die Deponie in Form eines Dammes ausgebildet, der zwischen zwei benachbart zueinander verlaufenden Verkehrswegen (la, Ib) angeorden ist. Mindestens einer dieser Verkehrswege (la, Ib) ist in Hochlage auf einem Damm geführt. Es kann z. B. einer dieser Verkehrswege durchgehend auf einem Damm verlaufen und der andere Verkehrsweg auf einem ansteigend verlaufenden Damm bzw. einer Rampe geführt sein, um in den erstgenannten Verkehrsweg einzumünden.
Die auf Dämmen neben der Deponie (1) geführten Verkehrswege (la, Ib) ergeben zu beiden Seiten der Deponie eine hohe Grundbelastung, welche grössenordnungsmässig der durch die Deponie erzeugten Grundbelastung entspricht Es tritt so in unmittelbarer Nähe der Deponie kein grosser Belastungssprung auf, der
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Anlass zu nachteiligen Änderungen der Grundwassersituation geben könnte. Durch die Anordnung der Deponie in dem zwischen den Verkehrswegen (la, Ib) liegenden Bereich wird auch für die Deponie ein normalerweise ungenutzter Raum ausgenützt.
Durch die in unmittelbarer Nähe der Deponie befindlichen Verkehrswege wird auch die Überwachung der Deponie wesentlich erleichtert, wozu auch beiträgt, dass die Deponie von den Verkehrswegen her eingesehen werden kann, und es ist ein einfacher Zugang zur Deponie für Erhaltungsarbeiten an derselben möglich.
Bei der in Fig. 2 in Draufsicht dargestellten Ausführungsform sind mehrere Deponien zwischen einer Anzahl von Strassenverkehrswegen angeordnet, welche miteinander einen sogenannten Kleeblattknoten bilden. Der Verkehrsweg (la) ist in Hochlage auf einem Damm geführt und die Verkehrswege (lac, Id, le, If) sind auf ansteigend verlaufenden Dämmen geführt. Die Deponien (1') sind als seitlich beschüttete Dämme ausgebildet ; die Deponien (1") sind als seitlich beschüttete Hügel ausgebildet. Die schraffierten Flächen bieten Raum zur Anordnung weiterer Deponien.
Die in Fig. 3 im Querschnitt dargestellte Ausführunsform einer Hochdeponie (1) hat in ihrem Inneren einen Deponiekörper (2), in dem in nicht näher dargestellter Weise Abfälle untergebracht sind. Die Deponie hat die Form eines langgestreckten Dammes. Seitenwände (3,3a) begrenzen den Deponiekörper (2) nach der Seite hin. Ausserhalb der Seitenwand (3) ist eine durch eine Beschüttung gebildete seitliche Böschung (4) vorgesehen. An der gegenüberliegenden Seite des Dammes verläuft die Seitenwand (3a) an der Aussenseite der Böschung und es reicht an dieser Seite des Dammes der Deponiekörper (2) in die Böschung. Die Deponie trägt an ihrer Oberseite eine Abdeckung (6) und darunter eine Abdichtung (7). Weitere Abdichtungen (8,28) sind an der dem Deponiekörper (2) zugewandten Innenseite der Seitenwände (3,3a) vorgesehen.
Unter dem Deponiekörpger (2) ist eine mehrschichtige Abdichtung (9) vorgesehen, welche aus Dichtungslagen (10,11, 12) und dazwischen angeordneten Drainagelagen (14,15) besteht Auf diese mehrlagige Abdichtung (9) folgt eine Basisschicht oder Besisplatte (16) unter der eine Kontroll- bzw. Sicherheits-Drainage (18) angeordnet ist. Diese Drainage (18) liegt auf einer Tragschicht oder Tragplatte (20), welche ihrerseits am natürlichen Grund (21), auf dem die Deponie errichtet ist, aufruht.
Die Böschung (4) der Deponie geht in den einen neben der Deponie verlaufenden Damm eines Verkehrsweges (la) über. An der gegenüberliegenden Seite der Deponie reicht deren Böschung, die auch eine aussenliegende Beschüttung tragen kann, an den Fuss eines Dammes oder einer Böschung heran, auf der ein Verkehrsweg (lb) geführt ist.
Auf der Abdeckung (6) ist ein Weg (22) geführt der zur Überwachung der Deponie und zur Vornahme von Erhaltungsarbeiten vorgesehen ist. Zur Ableitung von Niederschlags- bzw. Oberflächenwasser ist die Abdeckung (6) mit einem Entwässerungssystem versehen, welches aus einem nicht näher dargestellten Netz von Sammelkanälen, welche in der Abdeckung (6) angeordent sind, und aus Abfuhrleitungen (25) besteht, die ausserhalb des Speicherraumes zum Fuss der Deponie führen und in dort vorhandene Abfuhrkanäle (26) einmünden.
Die Drainagelagen (14,15) der mehrlagigen Abdichtung (9), und die Kontroll- bzw. Sicherheits-Drainage (18) münden im Bereich des Fusses der Deponie bzw. im Bereich des Fusses der seitlichen Böschung (4) in einen Kanal (23), der durch den den Verkehrsweg (lb) tragenden Damm führt. Es sind in diesen Drainageschichten Erfassungssysteme, welche auf das Austreten fliessfähiger Substanzen aus dem Deponiekörper (2) ansprechen, installiert.
Unter der Abdeckung (6) ist ein Entgasungskanal (30) vorgesehen, der allfällig in der Deponie auftretende Gase oder Dämpfe durch eine seitliche Böschung nach aussen abführt
Die in Fig. 4 dargestellte Ausführungsform hat einen ähnlichen Aufbau, wie die vorstehend anhand der Fig. 1 erörterte Ausführungsform ; diese gilt insbesondere für den Aufbau der Abdeckung und für den Aufbau der in der Deponie vorgesehenen Abdichtungen und Drainagen. Der Deponiekörper ist bei der Ausführungsform nach Fig. 4 in Form einer verdichteten Schüttung (32) ausgebildet, welche aus anorganischen Abfällen, gegebenenfalls unter Zugabe von Verfestigungsmitteln, gebildet ist.
Bei der in Fig. 5 dargestellten Ausführungsform sind die deponierten Abfälle in Behälter (34) eingeschlossen, welche einen Stapel bilden. Durch die Unterbringung der deponierten Abfälle in einer grösseren Anzahl von Behältern eignet sich diese Ausführungsform der Deponie insbesondere für jene Fälle, in denen eine grössere Zahl voneinander verschiedene Abfälle zu deponieren ist ; eine tragfähige Ausbildung der Behälter (34) ergibt auch eine besondere Sicherheit gegen einen Austritt der deponierten Abfälle aus den Behältern und gegen ein Auswaschen von Inhaltsstoffen aus den Abfällen durch allfällig in die Deponie von aussen eingedrungenes Wasser. Die Behälter (34) können insbesondere aus Beton bestehen ; es kommen aber auch Metallbehälter, welche in geeigneter Weise gegen Korrosion geschützt sind, in Betracht.
Die einen Stapel bildenden Behälter (34) sind lagenweise aufeinander gesetzt, wobei es meist günstig ist, zwischen die einzelnen Lagen ein Schüttmaterial, wie z. B. Sand, einzufügen ; solche Zwischenschichten können auch in Form von zusätzlichen Kontroll-Drainagen, welche die Überwachung einer solchen Deponie weiter verbessern, ausgeführt werden.
Bei der in den Fig. 6 bis 8 dargestellten Auführungsform einer Hochdeponie sind zur Aufnahme der Abfälle nebeneinander angeordnete Kammern (36) vorgesehen, welche als Bauwerk, nämlich als Kammerblock, ausgebildet sind. Ein Teil des Bodens (37) jeder Kammer bildet eine Stützscheibe (38), die sich unter Zwischenfügung einer Kontroll- bzw. Sicherheits-Drainage (39) auf einer Tragplatte (40) abstützt. Ausserhalb der Stützscheibe (38) verläuft der Boden jeder Kammer zu den Seitenrändem der betreffenden Kammer (36) hin
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nachoben ansteigend, und es schliessen die einander zugewandten austeigenden Bodenabschnitte (42) benachbarter Kammern (36) aneinander an und tragen die von der Verbindungsstelle ausgehend nach oben verlaufende Trennwand (41), die benachbarte Kammern (36) voneinander trennt.
Der ansteigende Verlauf der Bodenabschnitte (42) bildet neben den Stützscheiben (38) verlaufende, begehbare bzw. befahrbare Kontrollräume (46). Von diesen Kontrollräumen aus kann der Zustand der Abdichtung der einzelnen Kammern (36) auf einfache Weise visuell überwacht werden ; im Bereich der Stützscheibe (38) erfolgt diese Überwachung durch entsprechende Kontrolle der Ausflussleitungen (43) der Sicherheits-Drainagen (39).
Die Kammern (36) sind nach oben offen und es sind die Öffnungen der Kammern (36) durch Auflegen von Platten oder Bohlen (44) verschliessbar. Auf diese Platten oder Bohlen kommt eine dünne egalisierende Schüttung und die Abdichtung (7), auf welche dann weiter die Abdeckung (6), welche einen Weg tragen kann, folgt. Die Abdeckung (6) ist in Stücke unterteilt, deren Grösse ein Abheben zum Zweck des Zugänglichmachens der nach oben offenen Kammern (36) ermöglicht. So können die Kammern (36) von oben gefüllt und gewünschtenfalls auch entleert werden.
Eine weitere Möglichtkeit zur Entleerung bieten Entleerungsöffnungen (45), welche in den ansteigenden Bodenabschnitten (42) vorgesehen sind, und eine Entnahme der Abfälle aus den Kammern (36) erlauben, wobei die Abfälle bei der Entnahme aus den Kammern (36) in Fahrzeuge geladen werden, welche in die Kontrollräume (46) eingefahren sind. Statt solcher Entleerungsöffnungen (45) kann man auch Solltrennstellen vorsehen, an denen der Boden der Kammern (36) zur Bildung von Entleerungsöffnungen aufgebrochen werden kann.
Es ist das Vorsehen begehbarer bzw. befahrbarer Kontrollräume auch bei anderen Ausführungsformen als der in den Fig. 6 bis 8 dargestellten möglich ; so kann man z. B. auch bei den Ausführungsformen nach den Fig. 3, 4 und 5 eine gegebenenfalls unterteilt ausgebildete Basisplatte vorsehen und unter dieser Basisplatte begehbare und vorzugsweise auch befahrbare Kontrollräume bilden.
Bei der in Fig. 9 dargestellten Ausführungsform einer Deponie sind zur Aufnahme der Abfälle Kammern (36) vorgesehen, welche nach oben hin gerichtete Öffnungen aufweisen, die mit Bohlen (44) abdeckbar sind.
Zufahrtswege (22) führen zu diesen Öffnungen.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 10 sind die zur Aufnahme der Abfälle vorgsehenen Kammern (36) mit Öffnungen (53) versehen, welche zur Seite hin gerichtet sind und in der Dammböschung liegen bzw. von dieser überdeckt sind. Das Füllen und Entleeren der Kammern (36) kann in diesem Fall von der Dammböschung her vorgenommen werden, wobei man sich z. B. eines Förderbandes bedienen kann, welches in die Öffnungen (53) eingefahren wird. Die Öffnungen (53) können mit Bohlen oder Platten (44) verschlossen werden.
Es ist, wie bereits erwähnt, baulich vorteilhaft und z. B. in Fig. 3 schematisch dargestellt, Drainagen der Deponie, Gasableitungen und dgl. im seitlichen Böschungsbereich nach aussen zu führen. Dieses Konzept kann, wie bei der in Fig. 11 schematisch dargestellten Ausführungsform vorgesehen ist, weiter ausgebaut werden, indem man ausser Entgasungsleitungen (30) und Drainageableitungen (55) auch Zufahrtswege (56) zu Kontrollräumen (46) und auch für den Betrieb der Deponie dienende Fahrzeugabstellflächen (58) im Bereich der seitlichen Dammböschungen vorsieht. Solche Zufahrtswege (56) können z. B. durch den Damm eines neben der Deponie verlaufenden Verkehrsweges (la) führen.
Dieses Konzept kann wie in Fig. 12 dargestellt ist, auch noch weiter dahingehend ausgebaut werden, dass man in den seitlichen Böschungen des Dammes Nebeneinrichtungen für den Betrieb der Deponie, wie z. B. Gasfilter (60), Kontrollschächte (61), Transportwege (62), Rohrleitungen (63), Behälter und dgl., vorsieht. Es ist auch oft vorteilhaft, wenn man Drainagen der Deponie und gegebenenfalls auch Gasableitungen im Damm in Längsrichtung desselben zu einer Sammelstelle führt.
Die vorgenannten Ausführungen gelten sinngemäss auch, wenn einzelne Verkehrswege neben der Deponie auf Brücken geführt sind ; auch Brückenpfeiler verursachen, für sich genommen, eine ungleichmässige Belastung des Grundes.
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