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Die Erfindung betrifft ein Kupplungsstück für eine aus einem Schutzschlauch und einer Seele bestehende flexible Antriebswelle, insbesondere für ein Wirbelstromtachometer, mit einer am tachometerseitigen Ende angeordneten, metallischen, eine Überwurfmutter tragenden, langgestreckten Hülse, die auf dem Schutzschlauch festgelegt ist, und mit einem auf der Seele festgelegten Aussenvierkant.
Bekannte Kupplungsstücke für flexible Antriebswellen bestehen im allgemeinen aus einer kurzen, auf den Schutzschlauch aufgepressten Hülse mit einer Überwurfmutter, so dass sie aufgrund der kurzen Hülse auch bei beengten Einbauverhältnissen, wie sie insbesondere im Kraftfahrzeug anzutreffen sind, ohne besondere Schwierigkeiten mit dem Gegenstück, beispielsweise dem Anschlussstutzen eines Tachometers, gekuppelt werden können. Nach dem Anschluss der Antriebswelle an das Gegenstück wird die flexible Antriebswelle in einem Bogen von dem Gegenstück ausgehend unter Beachtung des kleinsten zulässigen Biegeradius verlegt. Unter dem absolut kleinsten zulässigen Biegeradius wird der Radius von Schutzhülle und Antriebswelle verstanden, unter dem die Antriebswelle bleibend verformt wird.
Zur Sicherheit wird daher in der Praxis ein "kleinster zulässiger Biegeradius" angegeben, der grösser ist als der absolut kleinste Biegeradius. Bei sehr beengten Einbauverhältnissen oder bei einer aus technischen oder ästhetischen Gesichtspunkten gewünschten bestimmten Verlegung der Antriebswellle kann es vorkommen, dass die Verlegung nur mit Unterschreiten des kleinsten zulässigen Biegeradius im Kupplungsbereich durchführbar ist, was sich stark negativ auf die Lebensdauer der Antriebswelle und die Geräuschentwicklung der Welle auswirkt.
Eine Antriebswelle mit einem Kupplungsstück der eingangs genannten Gattung ist aus der DE-OS 2 555 706 bekannt
Der oben geschilderte Nachteil soll durch die Erfindung überwunden werden. Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Kupplungsstück für flexible Antriebswellen zu schaffen, das eine Verlegung der Antriebswelle auch mit einem Biegeradius im Bereich der Kupplung ermöglicht, der kleiner als der kleinste zulässige Biegeradius der Antriebswelle ist. Zudem soll das Kupplungsstück einen möglichst einfachen und fertigungsgünstigen Aufbau besitzen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass zwischen der Hülse und der Seele ein Kunststoffschlauch angeordnet ist, der in der Hülse drehfest und in Längsrichtung der Seele festgelegt ist und durch den sich die Seele, die gegenüber dem Kunststoffschlauch drehbar ist, erstreckt, so dass die Hülse mit einem kleineren Krümmungsradius gekrümmt sein kann als bei Abwesenheit des Kunststoffschlauches.
Die langgestreckte und gekrümmte Hülse, deren Krümmungsradius wesentlich kleiner als der kleinste zulässige Biegeradius der flexiblen Antriebswelle gewählt werden kann, bildet zusammen mit dem in ihrem Inneren angeordneten Kunststoffschlauch von ihrem schutzschlauchseitigen Endbereich bis zu ihrem die Überwurfmutter enthaltenden Endbereich eine Art Schutzschlauch, der zwar starr ist, aber mit einem wesentlich kleineren Krümmungsradius verläuft, als dies bei einem bekannten kurzen Kupplungsstück mit dem dazugehörigen Antriebswellenstück der Fall ist. Der im Inneren des Kupplungsstückes angeordnete Kunststoffschlauch, der beispielsweise aus Polyvinylchlorid bestehen kann, dient zur Führung der Seele und zur Geräuschdämpfung.
Dadurch, dass der Kunststoffschlauch in der Hülse in Längsrichtung und drehfest festgelegt ist, ist sichergestellt, dass sich der Kunststoffschlauch während des Betriebs der Antriebswelle nicht aus dem Kupplungsstück herausarbeitet Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann dies dadurch geschehen, dass in der Hülse eine Ringscheibe vorgesehen ist, die gegenüber der Hülse Spiel aufweist und an einem rohrförmigen Ansatz am seelenseitigen Ende des Aussenvierkants anliegt, dass das den Aussenvierkant zugekehrte Ende des Kunststoffschlauches an der Ringscheibe abgestützt ist und dass der Innendurchmesser der Ringscheibe kleiner ist als der Aussendurchmesser des rohrförmigen Ansatzes des Aussenvierkants.
Diese Ausführungsform hat gegenüber der auch möglichen Festlegung des Kunststoffschlauches durch Klebung den Vorteil, dass eine sogenannte fliegende Montage der Teile möglich ist, d. h. nach Festlegung des Kupplungsstücks an der flexiblen Antriebswelle wird zuerst der Kunststoffschlauch in das Kupplungsstück lose eingelegt, danach die Ringscheibe und anschliessend wird die Seele durch die Scheibe und den Kunststoffschlauch in den Schutzschlauch eingeführt. Die Lagefixierung des Kunststoffschlauchs und der Ringscheibe erfolgt dann durch das seelenseitige Ende des Aussenvierkants, der hinsichtlich seines lichten Aussendurchmessers über den Innendurchmesser der Ringscheibe ragt.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnung, die in zum Teil schematischer Darstellung ein Ausführungsbeispiel eines Kupplungsstückes zeigt, näher erläutert.
Eine flexible Antriebswelle, die zum Antrieb eines Wirbelstromtachometers vorgesehen ist, besteht aus einem Schutzschlauch (1) und einer Seele (2), die im Schutzschlauch (1) frei drehbar aufgenommen ist. Die Seele (2) trägt an beiden Enden einen Aussenvierkant (3 bzw. 4). Jeder Aussenvierkant (3 bzw. 4) ist mit einem rohrförmigen Ansatz (5 bzw. 6) versehen, in dem die Seele (2) der Antriebswelle endet und der nach dem Einführen der Seele (2) plastisch so verformt wird, dass die Seele (2) und der rohrförmige Ansatz (5 bzw.
6) fest und insbesondere gegen eine Relativverdrehung zueinander verbunden sind.
An beiden Enden der Antriebswelle befindet sich ein Kupplungsstück (7 bzw. 8) zum Anschluss der Antriebswelle an ein diese antreibendes und ein von dieser angetriebenes Gerät.
Das zum Anschluss der Antriebswelle an das diese antreibende Gerät vorgesehene Kupplungsstück (7) umfasst eine kurze metallische Hülse (9), die auf dem Schutzschlauch (1) sitzt und durch plastisches Verformen eines
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Endabschnitts (10) fest mit dem Schutzschlauch (1) verbunden ist. Am dem Endabschnitt (10) abgewandten Ende ist die Hülse (9) mit einem Bund (11) versehen, der als Anschlag für eine Überwurfmutter (12) dient.
Das andere Kupplungsstück (8), das zum Anschluss der Antriebswelle an eine von dieser anzutreibendes Gerät, beispielsweise an ein Wirbelstromtachometer, vorgesehen ist, besteht in ähnlicher Weise aus einer metallischen Hülse (13), auf der wiederum eine Überwurfmutter (12) gelagert ist, die mit einem Bund (14) der Hülse (13) zusammenwirkt. Am der Überwurfmutter (12) abgewandten Ende ist die Hülse (13) durch plastisches Verformen fest mit dem Schutzschlauch (1) der Antriebswelle verbunden.
Anders als die bekannte Hülse (9) ist die Hülse (13) langgestreckt und gekrümmt ausgebildet, wobei der Krümmungsradius kleiner als der kleinste zulässige Biegeradius der Antriebswelle gewählt ist.
Im Inneren der Hülse (13) befindet sich ein lose in diese einsetzbarer Kunststoffschlauch (15), der einerseits an dem in die Hülse (13) ragenden Ende des Schutzschlauchs (1) endet und sich anderseits bis nahe an den rohrförmigen Ansatz (6) erstreckt. Zwischen dem rohrförmigen Ansatz (6) und dem Schutzschlauch (15) ist eine metallische Ringscheibe (16) zur Begrenzung der Longitudinalbewegung des Kunststoffschlauchs (15) vorgesehen. Der Aussendurchmesser der Ringscheibe (16) ist so gewählt, dass die Ringscheibe (16) mit geringem Spiel in der Hülse (13) sitzt, wogegen der Innendurchmesser der Scheibe (16) etwas kleiner ist als der Aussendurchmesser des rohrförmigen Ansatzes (6) im Bereich der Ringscheibe (16), so dass sich die Ringscheibe (16) mit einem Teil ihrer Stirnfläche auf dem rohrförmigen Ansatz (6) abstützen kann.
PATENTANSPRÜCHE 1. Kupplungsstück für eine aus einem Schutzschlauch und einer Seele bestehende flexible Antriebswelle, insbesondere für ein Wirbelstromtachometer, mit einer am tachometerseitigen Ende angeordneten, metallischen, eine Überwurfmutter tragenden, langgestreckten Hülse, die auf dem Schutzschlauch festgelegt ist, und mit einem auf der Seele festgelegten Aussenvierkant, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Hülse (13) und der Seele (2) ein Kunststoffschlauch (15) angeordnet ist, der in der Hülse (13) drehfest und in Längsrichtung der Seele (2) festgelegt ist und durch den sich die Seele (2), die gegenüber dem Kunststoffschlauch (15) drehbar ist, erstreckt, so dass die Hülse (13) mit einem kleineren Krümmungsradius gekrümmt sein kann als bei Abwesenheit des Kunststoffschauches (15).