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Bekanntlich sind die bei der Aluminium-Schmelzflusselektrolyse anfallenden verbrauchten Kohleanoden, die sonannten Restanoden, auf ihrer Oberseite mit einer mehr oder weniger dicken Ablagerung aus einem Gemisch von Aluminiumoxyd und erstarrter Ofenschmelze behaftet. Aus Wirtschaftlichkeitsgründen ist es erforderlich, diese Anbackungen beim Anodenwechsel von den Restanoden zu entfernen, um sie wieder dem Elektrolyseprozess zuzuführen und die Restanoden zur Herstellung neuer Kohleanoden verwerten zu können. In der Praxis erfolgt die Reinigung der Restanoden von der anbackenden Schmelze zumeist noch von Hand unter Verwendung von Luftlanzen oder sonstigen Werkzeugen.
Es ist auch bekannt, die Reinigung der Restanoden auf maschinellem Wege in stationären Reinigungsanlagen durchzuführen (DE-OS 3242285, DE-OS 3032525, DE-PS Nr. 3227441). Die Restanoden
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B.Brechvorrichtung zum Abtrennen der Anbackungen versehen ist. Auf dem Transportweg geht ein Teil der anbackenden Schmelze verloren. Dies führt zu Recycling-Verlusten und auch zu Umweltbelastungen, zumal die Anbackungen beim Erkalten Fluorgase abgeben.
Schliesslich ist es auch bekannt, eine fahrbare Anodenreinigungsvorrichtung vorzusehen, die aus einer an einer Laufkatze od. dgl. angeordneten Vorrichtung zum Herausheben der Anoden aus den Elektrolysebädern in Verbindung mit einer Trennvorrichtung besteht, mit deren Hilfe die an den Restanoden haftende Schmelze über dem Schmelzbad abgestreift wird, so dass sie unmittelbar in das Schmelzbad zurückgelangt (US-PS Nr. 4, 119, 505). Die Anlage wird von einer Fahrerkabine aus gesteuert.
Mobile Reinigungsgeräte sind auf andern Gebieten der Technik bekannt. Beispielsweise gehört ein mit Laufrädern versehenes Reinigungsgerät zum Stand der Technik, das mit Spritzvorrichtungen und Druckerzeugern sowie weiteren Zusatzaggregaten zur Durchführung von Reinigungs-
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gestattet, an die die Spritzvorrichtungen mit Schlauchanschlüssen angeschlossen werden können.
Die Reinigungsarbeit erfolgt ausserhalb des Reinigungsgerätes. Bei einem andern bekannten mobilen Wasch- und Reinigungsapparat für die Nassreinigung von Kleinwerkstücken befindet sich im Inneren des mit einer Schutzverkleidung versehenen Reinigungsgerätes ein Filtertopf. Oberhalb des Filtertopfes weist das Reinigungsgerät einen als Lochplatte ausgebildeten Arbeitstisch auf, der die zu reinigenden Werkstücke trägt. Die Reinigung erfolgt mit Hilfe von Borstenpinseln, die von der Reinigungsflüssigkeit durchströmt werden. Während des Reinigungsvorgangs befindet sich ein das Gehäuse des Reinigungsgerätes an der Oberseite verschliessender Schwenkdeckel in seiner Öffnungslage (DE-OS 2511008).
Aufgabe der Erfindung ist es, eine mobile und leistungsfähige Anodenreinigungsmaschine zu schaffen, mit der sich die an den Restanoden anhaftende Schmelze der Schmelzflusselektrolyse auch in Nähe der Elektrolyseöfen zuverlässig abtrennen lässt, ohne dass übermässige Umweltbelastungen in Kauf genommen werden müssen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die fahrbare Anodenreinigungsmaschine als ein mit Fahrantrieb versehenes lenkbares Flurfahrzeug ausgebildet ist, das mit einer von einer Reinigungskabine abgetrennten Fahrerkabine versehen ist, wobei die die Trennvorrichtung aufnehmende Reinigungskabine mit einer verschliessbaren Öffnung für das Einführen der zu reinigenden Anode bzw. das Herausführen der gereinigten Anode versehen ist.
Die erfindungsgemässe mobile Anodenreinigungsmaschine weist also eine Reinigungskabine auf, in der die an den Restanoden haftende Schmelze u. dgl. mit Hilfe einer Trennvorrichtung abgetrennt wird. Der Reinigungsvorgang erfolgt also in einer geschlossenen Kammer, wodurch Umweltbeeinträchtigungen durch Staubentwicklung, Ausgasung und transportbedingte Verluste an Schmelze vermieden oder zumindest weitgehend unterdrückt werden. Die hohe Mobilität der Anodenreinigungsmaschine in ihrer Ausgestaltung als lenkbares Flurfahrzeug erlaubt es, mit Hilfe der Reinigunsmaschine auch mehrere Elektrolyseöfen zu bedienen und insgesamt den Reinigunsvorgang beim Anodenwechsel rasch durchzuführen. Hiebei kann die Anodenreiniungsmaschine in die Nähe des Elektrolyseofens gefahren werden, aus dem eine verbrauchte Kohleanode entnommen wird.
Diese
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Restanode wird entweder unmittelbar der Reinigungskabine zugeführt oder aber zunächst z. B. auf den Hallenflur abgesetzt, von wo sie dann zur Durchführung der Reinigungsmassnahme in die Reinigungskabine überführt wird. Es empfiehlt sich, die Anodenreinigungsmaschine mit einer Sammelkammer für die Zwischenbunkerung der von den Anoden abgetrennten Schmelz-Anbackungen zu versehen. Aus der Sammelkammer kann das abgetrennte Schmelzgut, gegebenenfalls nach Zerkleinerung, einer Sammelstelle oder aber unmittelbar dem Elektrolyseofen zugeführt werden.
Die Anodenreinigungsmaschine wird vorteilhafterweise mit einer Filtervorrichtung mit Luftabsaugung zur Reinigung der Kammerluft der Reinigungskabine ausgerüstet. Ferner empfiehlt es sich, an der Reinigungsmaschine einen schwenkbaren Manipulator od. dgl. zum Einführen der zu reinigenden Anoden in die Reinigungskabine sowie zum Herausnehmen der gereinigten Anoden aus der Reinigungskabine anzuordnen. Für diesen Manipulator kann ein höhen- und seitenverschwenkbarer und zweckmässig auch längenveränderlicher Greifarm verwendet werden, der die Restanoden an ihren Anodenstangen erfasst und sie in die Reinigungskabine einführt bzw. aus dieser herausholt.
In bevorzugter Ausführung der Erfindung ist die Anordnung so getroffen, dass die Anodenstange durch eine Durchgriffsöffnung der Reinigungskabine hindurch nach aussen ragt, wenn sich die Restanode in der Reinigungskabine befindet. Hiedurch wird nicht nur das Ein- und Herausführen der Restanoden in die Reinigungskabine erleichtert, sondern es wird zugleich die Möglichkeit geschaffen, die Abmessungen der Reinigungskabine verhältnismässig klein zu wählen.
Die genannte Öffnung für das Einführen der Restanoden in die Reinigungskabine wird zweckmässig an der Seite der Reinigungskabine angeordnet, wobei sie durch ein Tor, vorzugsweise ein Schiebetor, verschliessbar ist. Bei seitlicher Anordnung dieser Öffnung kann die dem Durchgriff der Anodenstange dienende Öffnung in vorteilhafter Weise an der Oberseite der Reinigungskabine angeordnet werden. Die Durchgriffsöffnung wird im übrigen vorzugsweise als Schlitzführung ausgebildet, so dass sich die zu reinigende Restanode bei geführter Anodenstange in die Reinigungsposition innerhalb der Reinigungskabine einführen und gegebenenfalls in der Reinigungsposition schwenken oder drehen lässt.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die an der Oberseite der Reinigungskabine angeordnete Schlitzführung als Winkelführung ausgebildet, die einen von der Seite der Reinigungskabine quer nach innen verlaufenden Führungsschlitz aufweist, der in einen längs verlaufenden Führungsschlitz übergeht. Diese Winkelführung ermöglicht ein etwa senkrechtes Einbringen der Reinigungsanode in die Reinigungskabine und ein Schwenken der Anode innerhalb der Reinigungskabine.
In der Reinigungskabine wird zweckmässig ein die zu reinigende Anode tragender Tisch angeordnet, der vorzugsweise als Hubtisch ausgebildet und zweckmässig zugleich um eine horizontale Achse kippbar ist. Der Vertikalhub des Tisches wird zur Positionierung und zum Festlegen der Anode ausgenutzt, während mit der Kippbewegung erreicht wird, dass die von der Anode abgetrennten Anbackungen frei herabfallen können. Vorzugsweise ist dabei die Anordnung so getroffen, dass der Reinigungsvorgang bei gekippter Anode durchgeführt wird. Die Trennvorrichtung kann hiebei mit einem auf einer geneigten Bahn linear beweglichen Trennwerkzeug versehen werden. Die abgetrennte Schmelze fällt in der Reinigungskabine nach unten, zweckmässig auf einen am Boden der Reinigungskabine angeordneten Abzugsförderer, der das Material der Sammelkammer zuführt.
Für den Abzugsförderer wird vorzugsweise ein Pendelförderer verwendet.
Es besteht auch die Möglichkeit, die erfindungsgemässe Anodenreinigungsmaschine mit einer Vorrichtung zur Zerkleinerung der abgetrennten Schmelz-Anbackungen auszurüsten, zweckmässig einem kleinen Walzenbrecher od. dgl. Die Zerkleinerungsvorrichtung kann in der Zuführung zu der Sammelkammer oder aber hinter der Sammelkammer angeordnet werden. Auch besteht die Möglichkeit, die Reinigungsvorrichtung als einen mit Laufrädern versehenen, an das Flurfahrzeug der Reinigungsmaschine anhängbaren Nachläufer od. dgl. auszubilden.
Weitere Merkmale der Erfindung sind in den einzelnen Ansprüchen aufgeführt und ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung des in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels. In den Zeichnungen zeigen Fig. 1 eine erfindungsgemässe Anodenreinigungsmaschine in Seitenansicht, Fig. 2 die Anodenreinigungsmaschine gemäss Fig. 1 in Draufsicht ; Fig. 3 in Seiten-
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ansieht, teilweise im Vertikalschnitt, eine Einzelheit der Erfindung, u. zw. die innerhalb der Reinigungskabine angeordnete Vorrichtung der Halterung, Verriegelung und Positionierung der zu reinigenden Restanode ; Fig. 4 die Vorrichtung nach Fig. 3 in einer Ansicht in Richtung des Pfeiles IV der Fig. 3 ; Fig. 5 eine Einzelheit zu den Fig. 3 und 4, u. zw. eine an der Anodenstange angreifende Haltevorrichtung ;
Fig. 6 den unteren Bereich einer erfindungsgemässen Anodenreinigungsmaschine mit dem hier angeordneten Abzugsförderer in Gestalt eines Pendelförderers im Längsschnitt nach Linie VI-VI der Fig. 7 ; Fig. 7 eine Draufsicht zu Fig. 6 ; Fig. 8 einen Querschnitt nach Linie VIII-VIII der Fig. 6 ; Fig. 9 und 10 jeweils in grösserem Massstab und in Draufsicht eine Einzelheit des Pendelförderers nach den Fig. 6 bis 8 ; Fig. 11 eine erfindungsgemässe Anodenreinigungsmaschine schematisch in Seitenansicht mit abklappbarer Sammelkammer ; Fig. 12 und 13 jeweils zwei geänderte Ausführungsbeispiele des Pendelförderers und der als Zwischenbunker vorgesehenen Sammelkammer.
Die dargestellte fahrbare Anodenreinigungsmaschine-l-besteht aus einem nach Art eines Lastkraftwagens ausgebildeten, mit einem Fahrantrieb versehenen, mehrachsigen Flurfahrzeug, dessen Chassis --2-- in Fahrtrichtung vorne eine, vorzugsweise klimatisierte Fahrerkabine --3-sowie eine von dieser abgetrennte, nach aussen verschlossene bzw. verschliessbare Reinigungskabine - trägt. Die Räder --5-- sind mit einer Luftbereifung oder einer Vollgummibereifung versehen. Die Lenkung der vorderen Räder --5-- kann direkt oder hydraulisch erfolgen. Vorzugsweise wird das Fahrzeug dieselhydraulisch angetrieben. Eine Hydropumpe des hydraulischen Aggregats versorgt alle hydraulischen Verbraucher.
In der mit einer Klimaanlage ausgerüsteten Fahrerkabine befindet sich zusätzlich ein Steuerpult zur Steuerung der Anodenreinigungsmaschine bei der Duchführung der Reinigungsarbeit.
Die Reinigungskabine --4-- weist seitlich eine verhältnismässig grosse Öffnung --6-- für das Einführen der zu reinigenden Restanode in die Innenkammer der Reinigungskabine und für das Herausführen der gereinigten Restanode aus der Reinigungskabine auf. Die seitliche Öffnung ist durch ein Schiebetor --7-- verschliessbar. Fig. 1 zeigt das Schiebetor --7-- im Öffnungszustand, indem es zur Rückseite des Fahrzeugs hin zurückgeschoben ist.
Die Innenkammer der Reinigungskabine --4-- weist gemäss Fig. 1 einen sich nach unten trichterförmig verengenden Boden mit einem als Stetigförderer ausgebildeten Abzugsförderer --8-- auf, der sich von der Reinigungskabine --4-- nach hinten bis in eine als Zwischenbunker dienende Sammelkammer --9-- erstreckt. Der Antrieb --10-- des Abzugsförderers --8-- ist seitlich der Sammelkammer --9-- angeordnet. Mit --11-- ist das Antriebsrad bzw. die Antriebstrommel und mit --12-- das Umkehrrad bzw. die Umkehrtrommel am andern Ende des Abzugs- förderers --8-- bezeichnet.
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--4-- inFiltervorrichtung --13-- mit (nicht dargestelltem) Gebläse für die Luftabsaugung vorgesehen.
Im Betrieb wird die staubhaltige Luft von dem Gebläse aus der Innenkammer der Reinigungskabine --4-- abgesaugt und durch die Filtervorrichtung --13-- geführt, in der Staub und sonstige Verunreinigungen ausgefiltert werden. Die gereinigte Abluft tritt z. B. bei-14-im rückwärtigen Bereich des Fahrzeugs aus.
Oberhalb der Fahrerkabine --3-- ist an einer Lagerkonsole --15-- ein Manipulator --16-- gelagert, der aus einem höhen- und seitenverschwenkbaren und vorzugsweise zugleich teleskopartig verlängerbaren Greifarm --17-- besteht, dessen Horizontalgelenk mit --18-- bezeichnet ist.
Die Höhenverschwenkung erfolgt mit Hilfe eines Schwenkzylinders --19--. Zur seitlichen Verschwenkung des Greifarmes --17-- kann die gesamte Lagerkonsole --15-- mit Hilfe eines Schwenkantriebs um eine vertikale Achse schwenkbar sein. In der Ruhestellung stützt sich der Greifarm - auf einer Stützkonsole --20-- ab. Am freien Ende trägt der Greifarm einen Greifkopf
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-21--, der z. B.öffnung --6-- in die Reinigungskabine --4-- eingeführt und nach beendetem Reinigungsvorgang aus der Reinigungskabine --4-- herausgeholt.
In den Zeichnungen ist eine in der Reinigungskabine --4-- angeordnete Restanode
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bei --22-- angedeutet, die, wie üblich, an einer Anodenstange --23-- angeordnet ist, deren Anodennippel --24-- die Verbindung mit der Restanode herstellen. Die Reinigungskabine --4-weist eine Durchgriffsöffnung --25-- für den Durchgriff der Anodenstange --23-- auf. Die Anoden- stange --23-- ragt also aus der Innenkammer der Reinigungskabine --4-- nach oben heraus, wenn sich ihre Restanode --22-- in der Reinigungskabine befindet.
Die Durchgriffsöffnung --25-- ist als Schlitzführung für die Anodenstange ausgebildet, bei dem dargestellten und bevorzugten Ausführungsbeispiel als eine an der Oberseite der Reinigungskabine --4-- angeordnete schlitzartige Winkelführung, die von einem Führungsschlitz --26-- und einem rechtwinkelig hiemit verbundenen, längs verlaufenden Führungsschlitz --27-- gebildet wird, wie inbesondere Fig. 2 zeigt.
Der quer verlaufende Führungsschlitz --26-- der Führung verläuft von der Seite, an der sich die Öffnung --6-- befindet, quer zur Fahrzeugachse bis in dessen Mittelachse, wo sie in den Führungsschlitz --27-- übergeht, der sich entlang der Fahrzeugachse erstreckt und bei --28-an einer geneigten Fläche endet. Der quer verlaufende Führungsschlitz --26-- endet bei --29-- etwa in der Mitte der Öffnung --6--. Wie Fig. 1 zeigt, wird die Schlitzführung --26, 27-- durch zwei parallele Leisten --30-- von verhältnismässig grosser Höhe gebildet.
In der Innenkammer der Reinigungskabine --4-- befindet sich ein Tisch --31--, der die zu reinigende Restanode --22-- trägt und der vorzugsweise als kombinierter Hub- und Kipptisch ausgebildet ist. Wie insbesondere die Fig. 3 und 4 zeigen, ist der Tisch --31-- an einer Konsole - heb-und senkbar gelagert, die ihrerseits um ein horizontal verlaufende Kippachse --33-schwenkbar an einer Vertikalwand --34-- der Reinigungskabine --4-- gelagert ist. Der Tisch - ist an einem Schlitten --35-- befestigt, der an einer vertikalen Schlittenführung der Konsole --32-- geführt ist. Als Hubantrieb für den Tisch ist mindestens ein als doppeltwirkender hydrauischer Zylinder ausgebildeter Hubzylinder --36-- vorgesehen.
Die Kippbewegung des Tisches --31-- und seiner Lagerkonsole --32-- um die Kippachse --33-- erfolgt ebenfalls mittels eines hydraulischen Schubkolbengetriebes, wie in Fig. 4 angedeutet ist.
An der Konsole --32-- ist oberhalb des Tisches --31-- eine Haltevorrichtung --37-- angeordnet, die mit einer oder mehreren Spannklauen --38-- versehen ist, wie in Fig. 5 gezeigt ist. Die Spannklauen --38-- sind schwenkbar gelagert und mittels eines Spannzylinders --39-betätigbar. Mit Hilfe des Spannzylinders --39-- und der Spannklauen --38-- lässt sich die Anoden- stange-23-- in einer Position fest einspannen, in der sich die Restanode --22-- auf dem Tisch --31-- abstützt. Mit der Haltevorrichtung --37-- verbunden sind Anschläge --40--, die an ihren unteren Enden Mulden --41-- aufweisen. in die sich die Rückenflächen --24'-- der Anodennippel --24-- hineinlegen können.
Der Reinigungskabine --4-- ist eine Trennvorrichtung zum Abtrennen der an den Restanoden --22-- haftenden Anbackungen der Schmelze. Solche Trennvorrichtungen sind z. B. als Schlagmeissel, Messer od. dgl. ausgebildet und in verschiedenen Ausführungen bekannt. In Fig. 1 ist die Trennvorrichtung mit --42-- bezeichnet. Die Trennvorrichtung --42-- ist im oberen Bereich der Reinigungskabine --4-- so angeordnet, dass sie von oben in deren Innenkammer eintaucht.
Dabei besteht die Trennvorrichtung --42-- aus einem Trennwerkzeug --43-- in Gestalt eines Messers, Schlagmeissels od. dgl., welches auf einer geneigten linearen Bewegungsbahn beweglich
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Vertikalen z. B. 500 beträgt.
Im Einsatz kann die fahrbare Reinigungsmaschine-l-von dem in der Fahrerkabine --3-befindlichen Fahrer an den Einsatzort gefahren werden, der sich z. B. in unmittelbarer Nähe eines Elektrolyseofens befindet, an dem Kohleanoden ausgewechselt werden sollen. Mit Hilfe des Mani- pulators --16-- können die Restanoden dem Elektrolyseofen entnommen und in die Reinigungs- kabine --4-- eingeführt werden. Statt dessen kann die zu reinigende Restanode aber auch mit Hilfe des Manipulators --16-- vom Hallenflur aufgenommen und in die Reinigungskabine --4-eingebracht werden.
Der Manipulator --18-- erfasst die Anodenstange --23-- mit seinem Greiferkopf --21-- und führt die an ihm hängende Anode von der Seite her durch die Gehäuseöffnung - in die Innenkammer der Reinigungskabine --4--, wobei sich die Anodenstange --23-- über die Mündung in die Schlitzführung --25-- hineinschiebt. Wenn sich die Anode --23--,
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wie in Fig. 2 gezeigt, im Übergangsbereich zwischen den Führungsschlitzen --26 und 27--befindet, wird die Restanode --22-- auf den horizontal positionierten Tisch --31-- abgesetzt und anschliessend der Tisch --31-- mit der Restanode --22-- mit Hilfe der Hubvorrichtung --36-angehoben, bis die Nippelrücken --24-- sich in die Muldungen --41-- der Anschlagglieder --40-- legen.
Anschliessend wird die Haltevorrichtung --37-- betätigt, wodurch die Spannorgane --38-mit Hilfe des Spannzylinders --39-- gegen die Anodenstange --33-- geschwenkt und damit die Anodenstange nebst Restanode verriegelt wird. Dann wird der Tisch --31-- mit der an ihm festgelegten Restanode --22-- in die in Fig. 1 strichpunktiert angedeutete Schräglage gebracht, was durch Kippen des Tisches --31-- um die Kippachse --33-- mit Hilfe des Kippantriebs --34-geschieht. In der strichpunktiert angedeuteten Kipplage ist die Oberseite der Restanode --22--, auf der sich die Anbackungen aus der Badschmelze befinden, exakt gegenüber der Bewegungsbahn des Trennwerkzeuges --43-- ausgerichtet. Das Tor --7-- wird geschlossen und der Ventilator bzw. das Gebläse der Filtervorrichtung --13-- eingeschaltet.
Dann wird der Antrieb
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findliche Anbackung, gegebenenfalls unter gleichzeitigem Rütteln oder Hämmern, abtrennt. Die Anbackungen fallen auf Grund der geneigten Lage der Restanode --22-- und des Tisches --31-- in der Innenkammer der Reinigungskabine --4-- nach unten und gelangen auf den Abzugsförderer - -8--, der sie in die Sammelkammer --9-- abführt.
Es ist erkennbar, dass sich die Anodenstange --23-- beim Kippen des Tischs --31-- in die Bearbeitungsposition der Restanode --22-- in dem Führungsschlitz --27-- gegebenenfalls, bis zur
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--28--,stange --23-- gedreht werden, worauf mit Hilfe des linear bewegten Trennwerkzeugs --43-- die Schmelze auf der gegenüberliegenden Seite der Restanode entfernt wird. Um diesen Drehvorgang zu bewirken, muss der Tisch --31-- zugleich um eine Achse drehbar sein, die mit der Achse der am Tisch verriegelten Anodenstange --23-- zusammenfällt. Im allgemeinen genügt es, wenn nur die Oberseite --22'-- der Restanoden --22-- von der anbackenden Schmelze befreit wird, die sich hier bevorzugt in dicken Schichten bis zu 30 cm und mehr ablagert.
Falls erwünscht, kann die Anordnung aber auch so getroffen werden, dass sich die Seiten- bzw. Umfangsflächen --22"-- der Restanoden ebenfalls mit Hilfe der Trennvorrichtung --42-- von den Verunreinigungen befreien lassen. Es versteht sich, dass der Tisch --31-- die erforderliche Bewegungsfreiheit zur entsprechenden Einstellung der zu reinigenden Restanode aufweisen muss. Für die Reinigung der Seitenflächen --22"-- können in der Reinigungskabine --4-- aber auch gesonderte Trennwerkzeuge vorgesehen werden. Es empfiehlt sich weiterhin, ein weiteres Trennwerkzeug --45-- vorzusehen, das gemäss Fig. 3 mittels eines Schwenkzylinders --47-- um eine horizontale Schwenkachse --46-- schwenkbar ist.
Mit Hilfe dieses schwenkbaren Trennwerkzeugs können Anbackungen der Schmelze, die sich zwischen den Nippeln --24-- an der Oberseite --22'-- der Restanode --22-- befinden, gelöst und entfernt werden. Hiebei ist der Tisch --31-- in die Horizontallage geschwenkt, so dass sich die Restanode --22-- in der in Fig. 3 strichpunktiert angedeuteten Position befindet, in der die Zähne oder Messer der Trennvorrichtung --45-- über die Oberseite --22'-- der Restanode hinweg und durch die Zwischenräume zwischen den Nippeln --24-- bewegt werden.
Sobald die anbackende Schmelze von der Restanode --22-- entfernt ist, wird der Tisch --31-wieder in die Horizontallage geschwenkt. Nach Lösen der Verriegelung --37-- und nach Öffnen des Tores --7-- kann dann die gereinigte Restanode --22-- mit Hilfe des Manipulators --16--, dessen Greiferkopf --21-- an der oben aus der Reinigungskabine herausragenden Anodenstange - angreift, aus der Innenkammer der Reinigungskabine --4-- seitlich herausgeführt und auf den Hallenflur oder aber auf eine Transportpalette abgesetzt oder einem sonstigen Förderer übergeben werden, der die gereinigte Restanode zu einer Aufbereitungsanlage abfördert. Die von der Restanode --22-- gelöste Schmelze gelangt, wie erwähnt, in die geschlossene Sammelkammer - -9--, in der sie zwischengebunkert wird.
Die Steuerung aller Arbeitsvorgänge kann von der Fahrerkabine --3-- aus erfolgen. Der von der Filtervorrichtung --13-- aufgefangene Staub
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kann ebenfalls in die Sammelkammer --9-- abgeführt werden. Die beschriebene Anodenreinigungsmaschine-l-kann mit einer Zerkleinerungsvorrichtung ausgestattet werden, mit der die von den Restanoden abgestreifte Schmelze zerkleinert wird, entweder, bevor sie in die Sammelkammer --9-- gelangt, oder aber beim Abziehen aus der Sammelkammer --9--. Die Zerkleinerungsvorrichtung kann z. B. aus einem mit Laufrädern versehenen Nachläufer bestehen, der rückwärtig an der Anodenreinigungsmaschine z. B. oberhalb der Sammelkammer --9--, angekuppelt wird und nach Art eines Anhängers nachgeschleppt wird.
In dem Nachläufer kann ein Walzenbrecher angeordnet sein, der das Brechgut ebenfalls in einer nach aussen geschlossenen Kammer zerkleinert.
Die Erfindung ist auf das vorstehend beschriebene Ausführungsbeispiel nicht beschränkt. Insbesondere können Trennvorrichtungen--42, 45--unterschiedlicher Ausführung und Anordnung vorgesehen werden. Für die Reinigung von Restanoden sind Trennvorrichtungen verschiedener Bauarten bekannt. Die dargestellte Trennvorrichtung --42-- kann auch in der Vertikalebene verschwenkbar gelagert sein, so dass sie sich von der dargestellten Arbeitsposition, in der sie sich in der gewünschten Schräglage befindet, in eine Horizontalposition schwenken lässt, in der ihr Antriebsteil --44-- flach auf der Oberseite des Fahrzeugaufbaus liegt.
Am Chassis --2-- des Fahrzeugs sind nach unten ausfahrbare Pratzen --48-- zur Abstützung der gesamten Maschine am Boden unter Entlastung der Räder --5-- angeordnet.
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hoch bauenden Kettenkratzförderers nach Fig. 1 ein flach und leicht bauender Abzugsförderer, insbesondere ein Pendelförderer --50-- verwendet, wie er in den Fig. 6 bis 8 gezeigt ist. Der Pendelförderer --50-- bildet mit seinem Förderboden --51-- den Boden der Reinigungskabine --4-und der sich hieran nach hinten anschliessenden Sammelkammer --9--, die am Heck des Fahrzeugs eine mittels einer Pendelklappe --52-- verschliessbare Austragsöffnung aufweist.
Die Pendelklappe - ist mittels hydraulischer Schwenkzylinder --53-- von der in Fig. 6 voll ausgezeichneten Schliessstellung in die hier strichpunktiert angedeutete Öffnungsstellung schwenkbar, um die Sammelkammer-9-z. B. in einen Tiefbunker zu entleeren. Die Sammelkammer --9-- ist mittels einer Zwischenwand --55-- von der Reinigungskabine --4-- getrennt, die zweckmässig als eine um eine Horizontalachse --56-- schwenkbare Pendelwand ausgebildet ist. Der Pendelförderer - ist als doppelarmiger Pendelförderer ausgeführt, dessen Mitnehmer --57-- in vertikalen Gelenken --58-- zu beiden Seiten eines in Förderrichtung und in Gegenrichtung hubbeweglichen Hubbalkens --59-- angeschlossen sind.
Der Hubbalken --59-- führt sich an einer über den Förderboden --51-- aufragenden U-förmigen Mittelführung --60--, die einen beidseitig beaufschlagbaren hydraulischen Hubzylinder --61-- als Hubantrieb aufnimmt, der sich an der Mittelführung --60-- abstützt und mit seiner Kolbenstange bei --62-- am Hubbalken --59-- gelenkig angeschlossen ist.
Die Mitnehmer --57-- transportieren das von den Restanoden gelöste Badmaterial von der Reinigungskabine --4-- in die der Zwischenbunkerung dienende Sammelkammer --9--, die sich
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--52-- allmählichzylinder --61-- klappen die Mitnehmer --57-- in Pfeilrichtung --64-- (Fig. 7) seitlich gegen den Hubbalken --59--, so dass sie bei ihrer Rückhubbewegung keine nennenswerte Förderarbeit verrichten. Beim Wechsel der Hubrichtung, d. h. beim Ausschub des Hubzylinders --61--, schwenken die Mitnehmer --57-- in die gezeigte Arbeitsstellung zurück, in der sie das Haufwerk über den Förderboden --51-- hinweg zur Sammelkammer --9-- hin befördern.
Für den Austrag des Materials aus der Sammelkammer --9-- wird bei der Ausführungsform nach den Fig. 6 bis 8 derselbe Pendelförderer --50-- verwendet, der sich demgemäss durch die Reinigungskabine --4-- sowie im wesentlichen auf voller Länge auch durch die Sammelkammer - bis zu deren Austragsöffnung erstreckt. Innerhalb der Sammelkammer --9-- sind am Hub-
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sind in der in Fig. 7 und 9 gezeigten eingeklappten Lage, in der sie seitlich am Hubbalken - anliegen, arretierbar, so dass sie normalerweise keine Förderarbeit verrichten, wenn
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die Sammelkammer --9-- bei geschlossener Pendelklappe --52-- mit dem gelösten Badmaterial von dem die Mitnehmer --57-- umfassenden Abschnitt des Pendelförderers beschickt wird.
Den in der Sammelkammer --9-- arbeitenden Mitnehmern --65-- ist ein in der Mittelführung --60-- liegen- der hydraulischer Schwenkzylinder --67-- mit beidseitig herausgeführter Kolbenstange --68-- zu- geordnet, der als Einschwenkarretierung und zweckmässig auch als Einschwenkhilfe für die Mitnehmer --65-- dient. An der durchgehenden Kolbenstange --68-- sind an den Lagerstellen der Mitnehmer --65-- Ansätze --69-- angeordnet, gegen die sich die als zweiarmige Hebel ausgebildeten Mitnehmer --65-- mit Anschlägen --70-- ihrer kürzeren Hebelarme abstützen, so dass bei den Hubbewegungen des Hubbalkens --59-- die Mitnehmer --65-- in ihrer eingeschwenkten Ruhelage verbleiben.
Beim Verschieben der Kolbenstange --68-- und Zurückfahren der Anschläge --69-- gegenüber den Anschlägen --70-- werden dagegen die Mitnehmer --65-- freigegeben, so dass sich diese wie die Mitnehmer --57-- frei verschwenken können und demgemäss bei der Hubbewegung des Hubbalkens --59-- in Förderrichtung --71-- (Fig.9 und 10) in die Förderstellung ausklappen können. Dies ist in Fig. 10 angedeutet. Wie erwähnt, werden die Mitnehmer --65-- nur dann in Betrieb genommen, wenn die Sammelkammer --9-- bei geöffneter Pendelkammer --52-- entleert werden soll. Die andern Mitnehmer --57-- können hiebei frei mitlaufen. Diese Betriebsweise ist in Fig. 10 angedeutet.
Bei der Beschickung der geschlossenen Sammelkammer --9-- sind dagegen die Mitnehmer --65--, wie erwähnt, eingeklappt und mittels der Anschläge --69-- arretiert, wie dies die Fig. 7 und 10 zeigen.
Es besteht auch die Möglichkeit, die Kopplung der Mitnehmer --65-- mit dem Hubantrieb bzw. dem hydraulischen Hubzylinder --67-- so auszubilden, dass sich diese Mitnehmer mit Hilfe des Hubzylinders --67-- auch zwangsweise einschwenken lassen. Auch können den einzelnen Mit- nehmerpaaren --65-- gesonderte Hubzylinder --67-- zugeordnet werden.
Bei der Anodenreinigungsmaschine nach Fig. 11 und 12 findet ebenfalls ein Pendelförderer - als Abzugsförderer Verwendung, der hier aber in einen als Zwischenbunker dienenden Sammelbehälter--9-- austrägt, der um eine horizontale Schwenkachse --72-- schwenkbar am Chassis des Wagens gelagert ist. Der Pendelförderer --50-- fördert das von den Restanoden gelöste Bad-
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gemäss Fig. 11 gekippt, so dass der Behälterinhalt bei geöffneter Austragsöffnung des Behälters z. B. in einen Tiefbunker --73-- entleert werden kann. Die Schwenkbewegung des Sammelbehälters - lässt sich mit Hilfe hydraulischer Schwenkzylinder od. dgl. bewerkstelligen.
Abweichend von dem vorstehend erwähnten Ausführungsbeispiel kann die Anordnung auch so getroffen werden, dass zum Entleeren des Sammelbehälters --9-- nur dessen Bodenteil nach unten geschwenkt wird.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 13 fördert der Pendelförderer --50-- in einen die Sammelkammer --9-- bildenden Wechselbunker, der lösbar, d. h. vom Fahrzeug abnehmbar so gelagert ist, dass er im gefüllten Zustand vom Fahrzeug abgetrennt werden kann. Der als Wechselbunker dienende Sammelbehälter --9-- ist demgemäss leicht lösbar am Austragsende des Pendelförderers --50-- angeordnet. Er kann mit einem gesonderten Austragsförderer, z. B. einem hydraulisch angetriebenen Kettenförderer, ausgerüstet sein, mit dem sich das im Wechselbunker befindliche Badmaterial austragen lässt.
Bei den vorstehend im Zusammenhang mit den Fig. 11 bis 13 beschriebenen Ausführungsformen wird im Vergleich zu der Anordnung nach den Fig. 6 bis 8 ein vergleichsweise kurz bauender Pendelförderer benötigt.
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