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Moderne Mikro. skopierverfahren benötigen speziell abgestimmte Lichtquellen, die neben einer unterschiedlich räumlichen Dimensionierung auch eine darauf abgestimmte Strom/Spannungsversor- gung aufweisen. Da im Mikroskopstativ nur ein begrenzter Raum für den Einbau von Lichtquellen zur Verfügung steht, ist man dazu übergegangen, diese Lichtquellen in einem separaten Lampen- gehäuse unterzubringen und dieses über mechanische Kopplungselemente am Mikroskop zu befesti- gen. Dazu ist es jedoch meist notwendig, speziell abgestimmte Adapter bzw. Reduzierfassungen zwischen Mikroskop und Lampengehäuse anzuordnen.
Ein Wechsel zwischen verschiedenen Lichtquellen ist nur durch einen Austausch der Lampen- gehäuse am Mikroskop möglich. Ein schneller Wechsel zwischen verschiedenen Lichtquellen wird zusätzlich auch dadurch erschwert, dass beispielsweise Quecksilberdampflampen nach ihrem
Einschalten eine gewisse Vorwärmzeit benötigen, um ihr charakteristisches Emissionsspektrum zu erreichen.
Die Erfindung betrifft daher ein Spiegelgehäuse für ein Mikroskop, mit mindestens zwei Ankoppelvorrichtungen für Anbau-Lampengehäuse vorzugsweise unterschiedlicher Dimensionierung bzw. unterschiedlicher physikalischer Lichtquellenausstattung und mit einem zentral angeordneten Spiegel zum Umschalten zwischen den Lichtquellen.
Aus der GB-PS Nr. 950, 631 ist ein Spiegelgehäuse bekannt, das an ein Mikroskop ankoppelbar ist und zwei zusätzliche Anschlüsse für Anbau-Lampengehäuse aufweist. Diese haben, jeweils eine netzseitige elektrische Spannungsversorgung und einen zentral angeordneten Spiegel, wodurch ein wahlweiser Wechsel zwischen den Lichtquellen möglich ist. Dieses Spiegelgehäuse lässt sich jedoch nur für Anbau-Lampengehäuse mit eigener Strom/Spannungsversorgung verwenden.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, die Nachteile des bekannten Standes der Technik zu vermeiden und ein universell verwendbares Spiegelgehäuse anzugeben, das den Anschluss von jeglichen Kombinationen von Anbau-Lampengehäusen mit netzseitiger und/oder mikroskopseitiger Strom/Spannungsversorgung bedienungsfreundlich zulässt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die mikroskopseitige Ankoppelvorrichtung des Spiegelgehäuses einen Bajonettverschluss zur mechanischen Befestigung sowie zwei Kontaktstifte oder Kontakthülsen zur elektrischen Verbindung mit einer mikroskopseitig angeordneten Strom/Spannungsversorgung aufweist und die den Anbau-Lampengehäusen zugeordneten Ankoppelvorrichtungen je einen Bajonettverschluss sowie'je zwei Kontaktstifte oder Kontakthülsen umfassen, die mit den mikroskopseitigen Stiften oder Hülsen elektrisch verbunden sind.
Ein erfindungsgemässes Ausführungsbeispiel ist in den Zeichnungen schematisch dargestellt und wird an Hand der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Mikroskopstativs mit zwei Ankoppelvorrichtungen für die Durchlicht- bzw. Auflichtbeleuchtung und Fig. 2 ein erfindungsgemäss ansetzbares Spiegelgehäuse, an das wieder unterschiedliche Anbau-Lampengehäuse anflanschbar sind.
In Fig. 1 ist ein Mikroskopstativ --1-- mit einem Fuss --2-- und zwei identischen Ankoppelvorrichtungen --6, 7-- dargestellt, die einerseits in Form eines Bajonettverschlusses an sich bekannte mechanische Verriegelungen bewirkende Ausnehmungen in der Rückwand des Stativ- fusses --2-- und anderseits elektrische Kontaktstifte --11, 12 ; 11', 12'-- oder Kontakthülsen umfassen, welche über Leitungszüge --17, 18-- mit einem als Strom/Spannungsversorgung ausgebildeten elektrischen Bauelement --16-- verknüpft sind.
Flanscht man ein Anbau-Lampengehäuse --3 oder 4-- (Fig. 2) an die Ankoppelvorrichtung --6-- an, so wird längs der optischen Achse --28-- ein Durchlichtbeleuchtungsstrahlengang
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Beleuchtungsart entweder die bei --7-- angeflanschte Beleuchtungseinrichtung oder die bei --6 bzw. 6'-angekoppelte Beleuchtungseinrichtung in Funktion zu setzen. Dies ist besonders dann zweckmässig, wenn es sich bei beiden angeflanschten Anbau-Lampengehäusen um intern elektrisch versorgte Gehäuse handelt. Regelmässig ist die Kapazität der elektrischen Versorgungs-
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einheit im Mikroskopstativ so bemessen, dass lediglich ein Gehäuse ausreichend energetisch gespeist werden kann, so dass ein Umschalter auch dazu dient, eine Überlastung zu vermeiden.
Jedoch ist es auch möglich, die elektrische Versorgungseinheit leistungsmässig derart zu dimensionieren, dass simultan zwei intern elektrisch versorgte Anbau-Lampengehäuse --3, 3-- in Funktion gebracht werden können.
In Fig. 2 ist eine Ausführungsform mit einem erfindungsgemässen ansetzbaren Spiegelgehäuse --5-- dargestellt, an welches wieder - nach Art eines elektrischen Doppelsteckers - mindestens zwei Anbau-Lampengehäuse --3,3 bzw. 4,4 bzw. 3, 4-- angekoppelt werden können, die alternativ an den optischen Strahlengang, gekennzeichnet durch die Achse --28--, angeschlossen werden können. Dazu ist lediglich eine Umstellung des Umlenkspiegels --31-- gemäss der eingezeichneten Richtung des Kreispfeils 32 notwendig.
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beschrieben wurden. Dabei macht es prinzipiell keinen Unterschied, ob in der Ankoppelvorrichtung --6-- die Kontaktstifte --11, 12 bzw. 11', 12'-- und an dem Spiegelgehäuse --5-- die Kontakthülsen angeordnet sind oder umgekehrt.
So werden in Fig. 2 Kontaktstifte --11a, 12a-gezeigt, die in entsprechende Kontakthülsen --11c, 12c-- in der Ankoppelvorrichtung --6'-- einbringbar sind. Neben dieser elektrischen Ankopplung, die allerdings auch bereits zu einer
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eingezeichneten Kontakthülsen --9', 10'bzw. 9", 10"-- her.
An die mit mechanischen und elektrischen Mitteln ausgestatteten Ankoppelvorrichtungen - 13 bzw. 14-- können wieder Anbau-Lampengehäuse --3, 3 bzw. 4,4 bzw. 3, 4-- angesetzt werden. In Fig. 2 ist beispielsweise dargestellt, dass an die Ankoppelvorrichtung --14-- das extern elektrisch versorgte Anbau-Lampengehäuse --4-- mechanisch angekoppelt und an die Ankoppelvorrichtung --13-- das intern elektrisch versorgte Anbau-Lampengehäuse --3-- angeschlos- sen wird.
Diese Anordnung wird man dann bevorzugen, wenn beispielsweise ein Durchlichtbeleuch- tungsstrahlenbündel--26, 28, 29-- mittels einer 20 W-Lichtquelle realisiert werden soll und danach eine wesentlich leistungsstärkere Lichtquelle, etwa eine extern zu versorgende 100 WLampe, zur Verfügung stehen muss, um ein entsprechend lichtstärkeres Durchlichtbeleuchtungsstrah-
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gegen eine physikalisch andere Strahlungsquelle, beispielsweise eine Xe- oder eine Hg-Lampe, auszutauschen, was in praxi nur durch das komplette Auswechseln des gesamten Lampengehäuses
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an das Mikroskop anzuschliessen. Dies kann dann beispielsweise zweckmässig sein, wenn man für längere mikroskopische Reihenuntersuchungen ein Anbau-Lampengehäuse gewissermassen als "Reserve" für den Fall des Ausfalls einer Beleuchtungseinrichtung benötigt.
Auf diese Weise
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besonderer Bedeutung ist. So können an sich bekannte, nicht mit dargestellte Mittel vorgesehen sein, die das selbsttätige Umklappen des Spiegels --31-- für den Fall bewirken, dass das zuvor in optischer Wirkstellung stehende Anbau-Lampengehäuse bzw. die entsprechende Lichtquelle defekt wird.