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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Waschen eines in einer verbrauchten Pulpenflüssig- keit aufgeschlämmten Zellstoffes, wobei die Zellstoffaufschlämmung gleichmässig auf ein Siebband verteilt wird, das sich in einem umschlossenen Raum im wesentlichen horizontal bewegt, die
Konsistenz beim Verteilen 1 bis 8 Gew.-% Zellstoff und die Schichtdicke der Zellstoffbahn nach dem Entwässern etwa 1, 27 bis 15, 24 cm beträgt, das Band den umschlossenen Raum oberhalb einer
Vielzahl geschlossener, mit der Bandunterseite kommunizierender Saugkästen mit 3, 05 bis
91, 44 m/min durchläuft, die Zellstoffaufschlämmung auf dem sich bewegenden Band durch Abziehen der Pulpenflüssigkeit entwässert und die entwässerte Zellstoffaufschlämmung mit einer vorbestimmten
Menge Waschflüssigkeit im Gegenstrom gewaschen wird,
indem die Aufschlämmung während des Durch- ganges durch den umschlossenen Raum einer Reihe von Durchflutungs- und Entwässerungsschritten unterworfen wird, u. zw., dass oben auf die Schicht ein Flüssigkeitsvorhang aufgebracht wird und dass Flüssigkeit aus der Aufschlämmung sowie Gase und Dämpfe aus dem umschlossenen Raum in die Saugkästen abgezogen werden, die Flüssigkeit, Gase und Dämpfe getrennt werden, das Siebband samt der Zellstoffaufschlämmung aus dem umschlossenen Raum herausgeführt und die gewaschene
Zellstoffaufschlämmung vom Siebband entfernt wird und die in aufeinanderfolgenden Durchflutungs- und Entwässerungsschritten anfallende Waschflüssigkeit dazu verwendet wird, die Zellstoffaufschläm- mung an vom Austrittsende des Siebbandes aus dem umschlossenen Raum immer weiter entfernten
Stellen zu beaufschlagen.
Bei der Vorbereitung der Zellstoffsuspension in der Papiererzeugung werden Holzschnitzel bei Temperaturen oberhalb von 55 C mittels verschiedener Pulpenflüssigkeiten aufgeschlossen. In diesem Verfahren werden die die Zellstoffasern bindenden Substanzen in der Pulpenflüssigkeit ge- löst. Die verbrauchte Pulpenflüssigkeit enthält daher diejenigen Holzbestandteile, die gelöst sind, und verbrauchte Chemikalien. Sie ist von dunkler Farbe und man gewinnt sie zurück, um in einem anschliessenden Verfahren Wärmeenergie, Koch-Chemikalien und/oder verkäufliche Nebenprodukte daraus zu gewinnen. Die Zellstoffasern müssen im allgemeinen von der verbrauchten Flüssigkeit getrennt werden.
Wünschenswert ist es, die verbrauchte Flüssigkeit mit möglichst hoher Konzentration an Feststoffteilchen wiederzugewinnen, da zum weiteren Verfahren als erster Schritt das Konzentrieren durch Eindampfen gehört. Es ist erwünscht, für die beabsichtigte Auswaschwirkung ein möglichst geringes Quantum Waschwasser zu verwenden, da letzteres ja die wiedergewonnene Flüssigkeit verdünnt und die Kosten des Eindampfens erhöht.
Beim Trennen der verbrauchten Pulpenflüssigkeit von dem Zellstoff und beim Auswaschen des letzteren stösst man auf eine Reihe von Problemen, von denen einige in der US-PS Nr. 4, 046, 621 behandelt sind. Zum Beispiel bilden sich beim Natronverfahren stark riechende Gase und Dämpfe, so dass beim Abstich des Stoffes Vorsorge getroffen werden muss, diese Dämpfe und Gase zurückzuhalten. Beim Sulfitverfahren entweicht Schwefeldioxyd aus der Flüssigkeit. Auch dieses muss zurückgehalten werden und darf nicht ins Freie gelangen. Vakuumwäscher mit Abzugshaube und Druckwäscher sind in verschiedenen Patentschriften beschrieben, z. B. in den US-PS Nr. l, 648, 111, Nr. 2, 352, 304 und Nr. 3, 453, 970. Auch einer Schaumbildung wird im Hinblick auf die Eigenschaften der Pulpenflüssigkeit begegnet.
Die Anwendung mechanischer Schaumbrecher und die Einwirkung sehr schneller Strömungen als Gegenmassnahmen ist in der US-PS Nr. 2, 431, 009 beschrieben. Ausserdem kann Kesselsteinbildung auftreten, besonders bei der nach dem Calciumsulfit-Verfahren übrig bleibenden Lösung, wo sich Calciumsulfat absetzt. Ferner muss ein Zellstoff-Wäscher mit sehr unterschiedlichen Beschickungsmengen arbeiten können, die unter Umständen im Verhältnis bis 6 : 1 schwanken.
Die Erfindung zielt darauf ab, das Waschen eines in einer verbrauchten Pulpenflüssigkeit aufgeschlämmten Zellstoffes bei variabler kontinuierlicher Zuführung stark veränderbarer Mengen an Zellstoff und Wasser wirkungsvoll zu ermöglichen und dabei nur verhältnismässig kleine Mengen an Waschwasser oder Flüssigkeit zu verbrauchen ; das Verfahren soll eine grösstmögliche Herabsetzung des Dampfentweichers, des Schäumens und der Kesselsteinbildung gestatten und eine wirksame Trennung der Gase und Dämpfe von der Lösung ermöglichen.
Zu diesem Zweck besteht die Erfindung bei einem Verfahren der eingangs angegebenen Art im wesentlichen darin, dass das Abtrennen der Gase und Dämpfe in den Saugkästen erfolgt und ein Teil der Gase und Dämpfe in den umschlossenen Raum rückgeführt wird, um eine Druckdifferenz zwischen dem umschlossenen Raum
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und den Saugkästen im Ausmass von 0, 033 bis 0, 134 bar zu erzielen, und dass durch kontrollierten
Flüssigkeitsabzug aus den Saugkästen die Höhe des Flüssigkeitsspiegels in den Saugkästen ge- steuert wird, so dass oberhalb des Flüssigkeitsspiegels genügend Fläche für den Dampf- und Gas- fluss bleibt.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden nachfolgend an Hand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen : Fig. l schematisch eine Seitenansicht eines Zellstoffwäschers zum Durch- führen des erfindungsgemässen Verfahrens, einschliesslich eines Wärmeaustauschers zur Steuerung der Temperatur der Waschflüssigkeit ; Fig. 2 eine Seitenansicht des Zellstoffwäschers in grösserem
Massstab ; Fig. 3 einen Querschnitt nach der Linie 3-3 in Fig. l ; Fig. 4 die bei dem Zellstoffwäscher verwendeten Aufnehmer- oder Saugkästen in Draufsicht ; Fig. 5 einen Querschnitt längs der Linie
5-5 in Fig. 4 ;
Fig. 6 einen Querschnitt durch eine Kupplung oder Verbindung zwischen zwei Saug- kästen nach Fig. 5, nebst einem seitlich am Ende angeordneten Abdichtkasten und Fig. 7 einen Quer- schnitt durch einen Verteiler- oder Überlaufkasten.
Der in Fig. l dargestellte Zellstoffwäscher enthält ein Siebband oder Langsieb --21--, z. B. ein Fourdrinier-Drahtsieb, das über mit variabler Drehzahl antreibbare Führungsrollen --22-- und am Ende über eine Brustwalze --23-- geführt ist und sich über eine Vielzahl von Saugkästen - mit flachem Rand entlangbewegt, die von einer abhebbaren Haube, welche allgemein mit - bezeichnet ist, überdeckt sind. Diese Haube --26-- ist in der gezeichneten Ausführung durch in der Haube vorgesehene Zwischenwände --31 und 32-- unterteilt.
In der eintrittsseitigen
Abteilung --27-- befindet sich oberhalb des Siebbandes ein Stoff-Auflaufkasten --33-- am Einlauf und ein Waschflüssigkeits-Verteilerkasten oder Überlaufkasten --34--. Ein Verteilerkasten oder Überlaufkasten --36-- ist an der Zwischenwand --31-- zwischen den Abteilungen --27 und 28-- vorgesehen. In der mittleren Abteilung --28-- ist ein Überlaufkasten --37-- angeordnet, ein wei-. terer Überlaufkasten --38-- befindet sich an der Zwischenwand --32-- zwischen der mittleren und der auslaufseitigen Abteilung --28 bzw. 29--, und innerhalb der Abteilung --29-- ist ein Überlauf- kasten --39-- vorgesehen.
Ein Abdichtkasten --40-- ist ausserhalb der Haube --26-- an deren auslaufseitiger Abschlusswand --41-- angeordnet, wenn es wünschenswert ist, den Zellstoff für weitere Verwendung wiederaufzuschlämmen. Es wird dort die Flüssigkeit zusammenhängend wie eine
Wand oder ein Vorhang auf das aus der Haube austretende Band gespritzt. Dadurch bildet sich eine flüssige Dichtung zwischen dem Band --21-- und der Abschlusswand --41-- der Haube --26--.
Wird aber eine besonders zähe Stoffsuspension gewünscht, dann wird kein Abdichtkasten --40-angewendet, sondern andere Abdichtungen werden benutzt. Zum Beispiel Druckwalzen, welche nicht nur dichten, sondern ausserdem auch die Stoffsuspension entwässern.
Acht flache Saugkästen --43, 44,48 bis 53-- sind in der einlaufseitigen Abteilung --27--, mit der sie auch kommunizieren, untergebracht. Die ersten beiden Saugkästen --43, 44--, der Abteilung dienen der ersten Entwässerung oder der Entfernung der ausgenutzten Suspensionsflüssigkeit aus der auf das Band --21-- aufgebrachten Stoffsuspension. Die verbrauchte Flüssigkeit aus den Saugkästen wird in einem Zwischenbehälter --45-- gesammelt, zu welchem eine Leitung --46-führt.
Die nächsten drei Saugkästen --48, 49, 50-- dienen der Entfernung überflüssiger Pulpenflüssigkeit, und die darauf folgenden drei Kästen --51, 52, 53-- haben die Funktion, aus der Suspension das Wasser abzusondern, das von dem Waschflüssigkeits-Verteilerkasten --34-- abge- geben worden ist. Die Saugkästen --48, 49, 50-- nebst den drei auf diese folgenden Saugkästen --51, 52, 53-- sind untereinander durch die Flüssigkeitsleitung --54-- verbunden. Jeder Kasten ist an seinem Boden an diese Leitung angeschlossen, welche ihrerseits an eine Abfluss-Sammellei- tung --56-- anschliesst, die zu einer Pumpe --55-- führt.
Die acht mit der einlaufseitigen Abteilung --27-- zusammenhängenden flachen Saugkästen sind auch durch eine Gasabsaug-Sammelleitung --57-- miteinander verbunden. Diese Sammelleitung ist an jeden der Kästen an einem oben an demselben vorgesehenen Gasauslass angeschlossen.
Gase und Dämpfe werden durch diese Leitung abgezogen und gelangen über eine Leitung --58-zu einem Gas-Flüssigkeits-Separator --59--. Dort wird die mitgerissene Flüssigkeit abgetrennt, bevor die Gase und Dämpfe in ein Gebläse --61-- eintreten, von wo sie in eine Leitung --62-der Abteilung --27-- wieder zugeführt werden.
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Der hier verwendete Gas-Flüssigkeits-Separator kann ein Zyklon-Abscheider sein oder es kann irgendeine andere der bekannten Einrichtungen zum Abscheiden von im Gasstrom mitgerissenen Flüssigkeitsteilchen verwendet werden.
In der mittleren Abteilung --28-- sind je drei Saugkästen zum Entzug der durch die beiden Überlaufkästen --36 und 37-- aufgebrachten Waschflüssigkeit aus dem Zellstoff vorgesehen. Die Saugkästen zum Abführen der Waschflüssigkeit aus dem Überlaufkasten --36-- sind durch die Ab- flussleitung --63-- untereinander verbunden, die über die Leitung --65-- zur Pumpe --64-- führt.
Die Waschflüssigkeit aus dem Überlaufkasten --37-- wird durch drei Saugkästen abgeführt, die mit der Abflussleitung --66-- verbunden sind. Diese führt über die Leitung --68-- zur Pumpe - -67--. Die erwähnten sechs Saugkästen kommunizieren mit der mittleren Abteilung --28-- der Abdeckhaube --26-- und sind alle mit der Absaug-Sammelleitung --69-- verbunden. Diese führt über die Leitung --71-- zu dem Gas-Flüssigkeits-Separator-72-- und dem Gebläse --73--. Die von letzterem aus den Saugkästen abgezogenen Gase und Dämpfe werden durch eine Leitung --74-wieder der Abteilung --28-- zugeführt.
In der gleichen Weise sind in der auslaufseitigen Abteilung --29-- je drei Saugkästen zum Entwässern der aus den beiden Überlaufkästen --38 und 39-- kommenden Waschflüssigkeit vorgesehen. Die drei dem Überlaufkasten --38-- zugeordneten Saugkästen führen zur Abflussleitung - -76--, welche ihrerseits durch die Leitung --78-- zur Pumpe --77-- führt. Die Waschflüssigkeit
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dem sind die Saugkästen dieser Abteilung, ähnlich wie in den beiden andern Abteilungen, durch eine oben liegende Gasabzugleitung --83-- untereinander verbunden, durch welche Gase und
Dämpfe aus den sechs Saugkästen durch das Gebläse --87-- über eine Leitung --84-- und einen
Separator --86-- abgezogen werden,
um dann durch die Leitung --88-- wieder in die Abteilung - zurückzugelangen.
Die weiteren in Fig. l gezeigten Anlagenteile werden in der folgenden Beschreibung des Betrie- bes im einzelnen aufgeführt werden. Die Funktion des Wäschers wird durch Unterhaltung einer
Druckdifferenz zwischen der Abteilung in der Haube und den mit der Abteilung kommunizierenden
Saugkästen bewirkt. Im allgemeinen liegt die Druckdifferenz im Bereich von 0, 034 bis 0, 135 bar ; sie wird in der Flüssigkeit, den Gasen und den Dämpfen hervorgerufen, die durch die Papierbahn mit verhältnismässig niedrigen Geschwindigkeiten durchgezogen werden. Im Betrieb wird die Suspen- sion aus dem Zellstofflcocher, die gewöhnlich 1 bis 8% Zellstoff in erschöpfter Aufschliessflüssigkeit enthält, durch die Leitung --42-- in den Auflaufkasten --33-- eingegeben.
Die Konsistenz der Pulpe im Kocher ist gewöhnlich höher als 8%, so dass letztere durch Zuführung von Ablauge oder einer Mischung derselben mit Waschflüssigkeit, die aus dem Wäscher kommt, verdünnt werden kann.
Aus dem Auflaufkasten wird die Suspension gleichmässig zwischen den Rädern auf dem Langsieb - verteilt. Dieses wird von Treibrollen-22-- mit einer Geschwindigkeit von 3 bis 90 m/min angetrieben. Es läuft über eine Brustwalze --23--. Nachdem das Band bzw. das Langsieb die Brustwalze verlassen hat und bevor es unter die Haube --26-- eintritt, läuft es über einen Abdichtkasten --89--, wo es mit Pulpenflüssigkeit oder mit konzentrierter Waschflüssigkeit überspült wird, die die Öffnungen im Band oder Sieb füllen und die Luft verdrängen. Dieses Überfluten des Siebs und die gleichförmige Verteilung der Zellstoffsuspension bilden eine effektive Luftabdichtung. Der Lufteintritt in die Haube an der Eintrittsöffnung des Bandes kann nur minimal sein.
Auf Grund des Aufgebens der Suspension auf das laufende Band dringen einzelne Zellstoffasern in dasselbe ein, bis eine Matte von Fasern gebildet ist. So wird die zuerst erhaltene Pulpenflüssigkeit, die die begrenzte Menge Holzfaser enthält, in die Saugkästen --43, 44-- und in den Zwi- schenbehälter --45-- hineingezogen, von wo aus sie im allgemeinen durch Pumpen wieder in Umlauf gesetzt werden kann. Das geschieht, wie aus Fig. l zu entnehmen, durch Weiterleiten in Leitung - 91-und Beimischung zur frischen Zellstoffsuspension und durch Verwendung beim Verdünnen der Suspension aus dem Zellstoffkocher, um die erwünschte Konsistenz zum Speisen des Wäschers zu erhalten.
In gleicher Weise kann ein Teil dieser Ablauge über die Leitung --92-- dem Abdich- tungskasten --89-- zugeführt werden, von wo der Überlauf durch die Leitung --93-- zu der Lei- tung-46-rückgeführt wird. Zusätzliche Pulpenflüssigkeit und konzentrierte Waschflüssigkeit
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können dem Ausgleichsbehälter --45-- aus der Sammelleitung --54-- vermittelst der Leitung --94-zugeführt werden, damit in diesem Behälter eine hinreichende Flüssigkeitsmenge aufrechterhalten wird.
Nach der anfänglichen Rückgewinnung einer begrenzten Menge erschöpfter Pulpenflüssigkeit
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getretenen Flüssigkeit aus der Suspension ergibt sich eine Zellstoffbahn mit einer Dicke von 12 bis 150 mm, die dann unter dem Überlaufkasten --34-- durchläuft. Sie wird mit Waschflüssigkeit durchflutet und beim Überschreiten der drei übrigen Saugkästen --51, 52, 53-- in der Abteilung - wieder entwässert. Die auf diese Weise von der reinen Waschflüssigkeit befreite Suspension geht dann in die Abteilung --28-- über, und dort wird sie durch die Überlaufkästen --36
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Durchfluten unter den Überlaufkästen --38 und 39-- und darauf das Entwässern in je drei Saug- kästen ein.
Beim Austritt aus der letzten Abteilung erfolgt nochmals ein Überspülen durch den
Abdichtkasten --40--. Anschliessend wird die Stoffbahn vom Langsieb gelöst und gelangt in den
Wiederaufbereiter --95--. Hier wird die Suspension, wenn eine niedrige Konsistenz gewünscht wird, wieder verdünnt, um weitere Bearbeitungsverfahren vorzubereiten, wie z. B. Bleichen, Siebbehan- deln, od. dgl.
Die zum Waschen des Stoffes benutzte Waschflüssigkeit kann entweder Wasser oder die Ablauf- flüssigkeit irgend eines Prozesses sein, z. B. Schaumwasser von einem Siebverfahren oder einem
Bleichverfahren. Es kann auch Abwasser aus einer Papiermaschine verwendet werden oder verfüg- bare Abwässer von Zellstoff- und Papiermühlen. Wie aus den Zeichnungen ersichtlich, fliesst dem
Zellstoffwäscher die Waschflüssigkeit durch die Leitung --96-- zu, wobei ein Teil des Zuflusses auf den Abdichtkasten und der Rest auf dem Überlaufkasten--39--entfällt. Es ist nicht notwen- dig, Waschflüssigkeit im Abdichtkasten --40-- zum Überspülen des Stoffes vor der Wiederaufberei- tung zu verwenden.
Es kann manchmal wünschenswert sein, im Kasten --40-- Wasser zum Wiederauf- bereiten zu verwenden und einen Zufluss aus einem andern Teil der Zellstoff- oder Papiermühle im Kasten --39-- zum Waschen zu verwenden, oder umgekehrt. Auch kann der Abdichtkasten --40-- dazu verwendet werden, die Zellstoffsuspension mit einer besonderen Flüssigkeit oder Lösung in
Kontakt zu bringen, u. zw. als erster Verfahrensschritt für eine Weiterbehandlung des Stoffes, z. B. für das Bleichen.
Die frische Waschflüssigkeit dringt, nachdem sie den Stoff beim Austritt aus dem Überlaufkasten --39-- überschwemmt hat, durch die Stoffschicht hindurch in die Saugkästen ein. Von der Pumpe --81-- wird sie - durch eine in den Zeichnungen nur angedeutete Leitung - in den Verteilerkasten --38-- rückgepumpt. Die aus der Entwässerung des Zellstoffes nach dessen Durchflutung mit Waschflüssigkeit aus dem Überlaufkasten --38-- erhaltene Flüssigkeit durchläuft wieder Saugkästen und wird von der Pumpe --77-- zum Überlaufkasten --37-- in Abteilung --28-- umgepumpt.
Auf diese Weise wird die Zellulose zusätzlich im Gegenstromverfahren gewaschen. Ebenso wird die Flüssigkeit aus dem Kasten --37-- in den Kasten --36-- und dann in den Kasten --34-- gepumpt, wo sie die erste Wäsche für den Zellstoffbrei bildet, von dem die frei beigemengte Pumpenflüssigkeit entfernt worden ist. Die konzentrierte Waschflüssigkeit, die auf Grund der Entwässerung der von Kasten --34-- aus durchfluteten Zellstoffbahn und der verbrauchten Pumpenflüssigkeit erhalten wird, sammelt sich zu weiterer Verwendung in dem Vorratsbehälter-97-, zu dem sie durch die Pumpe --55-- gefördert wird.
Manchmal kann es wünschenswert sein, die konzentrierte Waschflüssigkeit von der verbrauchten Pulpenflüssigkeit getrennt zu halten. In diesem Fall würde die Pulpenflüssigkeit aus den Saug- kästen --48, 49 und 50-- im Behälter --97-- gesammelt und die konzentrierte Waschflüssigkeit aus den Saugkästen --51, 52 und 53-- anderswo gespeichert werden.
Während die beim Entwässern des Stoffbreies nach jedem Durchfluten erhaltene Waschflüssigkeit durch einen Wärmeaustauscher geleitet werden kann, wo sie erwärmt oder gekühlt wird, bevor sie dem nächsten Überlaufkasten zugeleitet wird, kann es im allgemeinen wünschenswert sein, bloss die in eine bestimmte Abteilung eintretende Waschflüssigkeit hinsichtlich ihrer Temperatur zu steuern. So ist in Fig. l gezeigt, dass nur die Waschflüssigkeit aus den Pumpen --64 und 77--
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durch Wärmeaustauscher- --70 bzw. 80-- hindurchgeht, bevor sie in die nächste Abteilung eintritt.
In den Wärmeaustauschern kann zum Erwärmen oder Kühlen ein beliebiges Medium verwendet wer- den. Doch wird die Flüssigkeit meistens dem Wärmeaustausch mit einem andern Waschflüssigkeits- strom ausgesetzt.
Zusätzlich zur Kontrolle der Temperatur der Waschflüssigkeit wird die Atmosphäre innerhalb jeder Abteilung unter Kontrolle gehalten. Dazu dienen die Gebläse --61, 73 und 87--, die die Ga- se und Dämpfe von der mit der betreffenden Abteilung kommunizierenden Oberseite der Saugkästen abziehen und sie wieder in die Abteilung zurückgelangen lassen. Der Druck in jeder Abteilung unter der Haube kann, wenn gewünscht, entweder direkt durch Einblasen aus dem betreffenden
Gebläse in die Leitung --98-- gesteuert werden, oder der Druck wird nur in einer Abteilung ge- steuert und der Druck in den andern Abteilungen bleibt sich selbst überlassen, so dass er sich infolge der normalen Undichtheiten in Nähe des gesteuerten Druckes selbst einstellt, oder endlich, es werden druckgesteuerte Auslässe in den Trennwänden zwischen den Abteilungen vorgesehen.
Die abgeblasenen Gase und Dämpfe werden durch das Gebläse --99-- andern Einheiten zugeführt. Durch die Steuerung des Druckes und durch das Rückführen innerhalb jeder Abteilung der Haube wird innerhalb jeder Abteilung eine relativ konstante Atmosphäre geschaffen, die mit der Flüssigkeit in dieser Abteilung im wesentlichen im Gleichgewicht steht.
Weitere Einzelheiten bezüglich des Wäschers und seiner Arbeitsweise werden sich aus der Erklärung der andern Zeichnungen ergeben. Der Seitenriss der Fig. 2 macht den Aufbau und die Zusammensetzung der verschiedenen Einheiten, die zusammen den Wäscher bilden, deutlich. Ein Haupt-Konstruktionsglied des Wäschers ist der Längsträger --202--. Dieser ruht auf zwei Endsäulen und auf Mittelsäulen --203--. Letztere weisen je einen ausbaubaren Abschnitt --204-- auf, der für Ein- und Ausbau des Siebbandes --21-- entfernt werden kann, wenn nicht ein "zusammenstiftbares" Siebband vorliegt. Die flachen Saugkästen sind unmittelbar aneinander anschliessend angeordnet. Sie ruhen auf den Längsträgern --202 und 202a-- (s. Fig. 3).
Der Auflagerand --206-der Haube --26-- ruht auf der oberen Fläche der Saugkästen, was die Stützung für die Haube ergibt. An den Enden der Haube sind Hebestützen --207-- vorgesehen, mittels derer die Haube angehoben werden kann, wenn das Siebband oder Fourdrinier-Drahtsieb eingebaut oder ausgetauscht werden muss. Türen --208--, durch die das Innere der Abteilungen zugänglich ist, sind an den Seiten der Haube vorgesehen. Auch sind an den Seiten Schaugläser --209-- eingebaut, durch die man von aussen Einblick in die Vorgänge in den Abteilungen hat.
Die Leitungsrohre für die Waschflüssigkeit, die zu den Überlaufkästen führen, treten, wie in den Zeichnungen zu sehen, oben in die Haube ein, desgleichen erkennt man die Gasleitungen, die die rückgeführten Gase und Dämpfe den Abteilungen zuführen. Ein Siebbandwäscher --212--, der ein oszillierender Sprühstrahl mit hohem Druck sein kann, dient dazu, das Band zu reinigen, während es unter den Saugkästen und dem Längsträger läuft und bevor es den Auflaufkasten, welcher den Zellstoffbrei aufträgt, passiert.
Der Siebbandwäscher entfernt von dem Drahtsieb Fasern, die haften geblieben sind, und zugleich kann in der Wäscherflüssigkeit das geeignete Reinigungs- oder Lösemittel enthalten sein, um Harze usw. die sich auf dem Draht festgesetzt haben könnten, zu entfernen. Nach dem Waschen
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wirken oder durch Vakuum. Er entfernt den grössten Teil des Wassers, das an dem Sieb hängengeblieben sein kann. Obwohl die Gegenwart von Wasser nicht geradezu schädlich für den Arbeitsvorgang ist, trägt es doch zur Verdünnung der den Zellstoffbrei bildenden Flüssigkeit bei, die dann bei Behandlung der Waschflüssigkeit und der verbrauchten Pulpenflüssigkeit durch Verdampfen entfernt werden muss.
Fig. 3 zeigt die erfindungsgemässe Vorrichtung im Querschnitt. Man erkennt die gegenseitige Lage der Haube --26-- und der flachen Saugkästen --24--. Letztere ruhen mit den Stützen --3C2-- auf den Längsträgern --202 und 202a--. In der gezeichneten Ausführung erstrecken sie sich über das Breitenmass der Haube --26-- hinaus, so dass letzteres mit ihren Seitenwänden --303 und 304-auf der oberen Fläche der Saugkästen aufliegt, wobei längs der Auflagefläche eine Dichtung --306-angeordnet ist, die gewöhnlich aus elastischem Werkstoff gebildet ist, so dass das Gewicht der Haube ausreicht, die Dichtung zu verformen und einen im wesentlichen luftdichten Abschluss herzustellen, ohne dass die Haube niedergeschraubt werden muss.
Innerhalb der Längsseiten der Haube
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erstrecken sich senkrechte Platten --307--, die durch Abstandsstreben --308-- von der Hauben- wand getrenntgehalten werden. Die senkrechten Platten begrenzen den Rand der Zellstoffbahn auf dem Langsieb. Diese Platten bestehen im allgemeinen aus resistentem Metall, an das ein federn- der Streifen eines polymeren Materials angefügt sein kann, welches mit dem Langsieb --21-- in
Kontakt steht. Der Überlaufkasten --39-- ist mit den Haubenseite verbunden und von innen unter- stützt durch Flansche --309--.
Dadurch, dass sich die Saugkästen der Länge nach über das Breitenmass der Haube hinaus erstrecken, kann letztere auf die Kästen positioniert oder aufgesetzt werden, was die Anfertigung und den Aufbau vereinfacht und einen leichten Ausbau der Saugkästen für Unterhaltungszwecke ermöglicht. Obwohl die Saugkästen gekürzt werden könnten und die Haube unmittelbar auf den Längsträgern --202, 202a-- oder andern Unterlagen aufliegen und abgestützt sein könnte, wobei für eine Abdichtung zwischen der Haube und der Oberkante der Saugkästen gesorgt sein müsste, wären doch Herstellung und Unterhaltung schwieriger. Im allgemeinen sind die Saugkästen nicht nur über die Langsiebbreite hinaus soweit verlängert, dass sie eine Stütze für die Haube bilden, sondern an einem Ende, das mit --316-- bezeichnet ist, auch darüber noch hinaus.
Da die Tren- nung zwischen den gasförmigen Bestandteilen und der Flüssigkeit im wesentlichen innerhalb der
Saugkästen vor sich geht, ergibt deren Verlängerung zusätzliche Oberfläche und Zeit für die besag- te Trennung vor der Entfernung aus den Saugkästen. Diese können daher so weit als nötig verlän- gert werden, zur Kontrolle des Schäumens. Aus praktischen Gründen ist die Erstreckung im allge- meinen auf etwa 50% des Abstandes zwischen den Rändern oder der Breite des Langsiebes be- schränkt.
Auch wenn keine Notwendigkeit besteht, die Saugkästen wegen der Gastrennung zu verlän- gern, so sind sie an dem Ende --316-- dennoch über die Haubenwand --303-- hinaus hinreichend verlängert, um für die Zu- und Abflussleitungen für Dämpfe, Gase und Flüssigkeiten genügend Ab- stand von den andern Teilen des Wäschers zu verschaffen, damit die Konstruktion und die Unter- haltung einfacher werden. Die hiezu nötige Verlängerung beträgt üblicherweise mindestens 60 bis
125 cm.
Wenn die verschiedenen Auslässe einen Abstand von dem Hauptkörper des Wäschers haben, können die Saugkästen mit gewöhnlichen Rohrleitungen und Leitungsarmaturen zur Bildung der Kopf- stücke oder Abzugsrohre zur Abfuhr der Gase und Dämpfe von der Oberseite der Saugkästen, sowie der Flüssigkeit vom unteren Bereich oder vom Boden verbunden sein, ohne dass andere Bauteile im Wege sind oder Spezialkopfstücke hergestellt werden müssen. Man könnte zwar mit solchen zusätzlich Zeit und Raum für die Trennung der gasförmigen Bestandteile von den flüssigen gewinnen, aber die Herstellung der Saugkörper mit solchen Kopfstücken würde meist teurer sein, als sie nur zu vergrössern, wie in den Zeichnungen gezeigt.
Einzelheiten zu den Saugkästen --24-- ergeben sich noch deutlicher aus Fig. 4 und 5, wo ein Kasten in Draufsicht und im Schnitt dargestellt ist. In der Draufsicht (Fig. 4) ist nahe dem Ende ein Gasauslass --402-- ersichtlich. Ansätze --403-- sind an der Decke vorgesehen, sie dienen zur Führung beim Aufbringen der Haube --26--, indem sie an der Seite der Haube angreifen, so dass diese sich um einen bestimmten Betrag setzen und an die Dichtung anlegen kann. Das hilft dazu, dass die zwischen den Saugkästen und der Haube eingelegte Dichtung an Ort und Stelle bleibt. Die der Breite des Siebbandes entsprechende Fläche der Oberseite des Saugkastens ist im wesentlichen offen, abgesehen von einem Gitter --404-- aus Metallstäben zur Abstützung für einen geschlitzten Deckel --405--, der im allgemeinen z.
B. aus Kunststoff oder Keramik mit niedrigem Reibungskoeffizienten gegenüber dem auf den Saugkästen gleitenden Siebband besteht. Die Seiten- stütze --302--, durch die sich der Saugkasten auf dem Längsträger --202-- positioniert, steht seitlich am Saugkasten vor und trägt dadurch zum Sichabstützen der Haube auf dem Wäscher bei. Selbstverständlich könnten die Saugkästen so ausgelegt sein, dass sie das Gewicht der Haube tragen könnten oder besondere Stützarme oder sonstige Stützen für die Haube. aufweisen könnten, solange eine Dichtung zwischen Haube und Saugkästen vorgesehen ist. Innen in den Saugkästen sind Vertikalflansche --406-- vorgesehen, die von den Seitenwänden nach innen vorstehen. Wie in Fig. 5 zu erkennen, weisen diese Flansche Aussparungen --407-- auf.
In diese können, wenn es erforderlich ist, weil besonders starke Schaumbildung auftritt, Abweiseplatten --408-- eingeschoben werden. Diese könnten in einigen der Saugkästen lediglich unterhalb der oben offenen Fläche dersel-
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ben oder am Austrittsende zwischen dem Gasauslass und dem Flüssigkeitsauslass derjenigen Saug- kästen eingebaut werden, bei denen die grösseren Dampf- und Gasmengen durchströmen.
Da die Trennung zwischen den Flüssigkeiten und den Gasen und Dämpfen in den Saugkästen vor sich geht, haben diese eine grössere Tiefe als die üblicherweise in den Fourdrinier-Papierma- schinen verwendeten Vakuumbehälter. Bei diesen werden Flüssiges, Dampf und Gas durch denVakuum- behälter und ein Rohr oder eine Leitung in evakuierte Trennbehälter gezogen, wo die Abtrennung der Flüssigkeit von den Dämpfen und Gasen geschieht. In dieser Hinsicht wirken die Vakuumbehäl- ter lediglich als das erweiterte Ende der Leitung, um eine grössere Fläche darzubieten.
Bei dem
Trennvorgang zwischen der Flüssigkeit und den Dämpfen und Gasen im Saugkasten wird die erstere so zurückgehalten, dass ihr Niveau gelenkt ist, um den Abstand zu verringern, mit dem sie in den Saugkasten hineingezogene Flüssigkeit fallen muss, bis sie auf die Flüssigkeit im Saugkasten auftritt, anderseits aber muss noch genügend Gas- und Dampfraum im Saugkasten vorgesehen sein, damit in diesem annehmbare Gasgeschwindigkeiten ermöglicht werden, welche beispielsweise etwa
6 m/s nicht übersteigen sollen, damit allzu grosse Turbulenz vermieden wird.
Während das in den
Saugkästen aufrechterhaltene Flüssigkeitsniveau in gewissem Grade vom Dampf- und Gasdruck im
Wäscher abhängt, wird das Niveau im allgemeinen so gesteuert, dass der Abstand, um den die Flüs- sigkeit fällt, nahe dem Einlauf des Wäschers der Grössenordnung nach zwischen 10 und 40 cm und beim Auslauf nicht über rund 60 cm beträgt. Die Gasgeschwindigkeit in den Saugkästen liegt im allgemeinen zwischen 1, 5 und 4, 5 m/s, kann aber unter vorgeschriebenen Bedingungen, wenn im wesentlichen nur Flüssigkeit durchgezogen wird, 0, 3 m/s und weniger betragen. Die Geschwindig- keiten der Flüssigkeit sind im allgemeinen unter etwa 1, 5 m/s und meistens kleiner als rund
0, 6 m/s.
Bei Betrieb des Wäschers mit reduzierter Kapazität können kleinere Flüssigkeitsgeschwin- digkeiten unterhalten werden, wenn mehr Gase und Dämpfe in die Saugkästen eingezogen werden und den Gasdruck erhöhen. Die verhältnismässig kleine Fallhöhe in den Saugkästen und die verhält- nismässig niedrigen Geschwindigkeiten, mit denen die Flüssigkeit und die Gase und Dämpfe durch die Zellstoffschicht gezogen werden und sich in den Saugkästen bewegen, setzen die Schaumbildung stark herab. Das Gesagte in Verbindung mit der in den Saugkästen vorgesehenen grossen Fläche für die Schaumauflösung oder die Trennung der Flüssigkeit von Gasen und Dämpfen setzt die
Schaumbildung dermassen herab, dass der Wäscher Sulfit-Zellstoff ohne Verwendung irgendwelcher schaumverhindernden Mittel oder Einrichtungen verarbeiten kann.
Ausserdem wird in den Saugkästen zur Lenkung des Flüssigkeitsniveaus im allgemeinen genügend Flüssigkeit zurückgehalten, um beim Betrieb die normale Durchflussschwankung handhaben zu können, ohne dass Zwischenbehälter nötig wären.
In Fig. 6 ist zu erkennen, wie zwei benachbarte Saugkästen --24-- oben miteinander verbunden sind und dort eine im wesentlichen flache luftdichte Oberfläche zumindest in dem von der Haube überdeckten Bereich gebildet ist. Ein geeignetes Verfahren zum Verbinden ist in Fig. 5 gezeigt und besteht darin, an der oberen Kante der Saugkästen je eine Ausnehmung --411-- vorzusehen, in die eine flache Schiene einschiebbar ist, die dann niveaugleich ist mit der Oberkante der Saugkästen und mit dem Metallgitter. Die flache Schiene kann an den beiden aneinanderstossenden Saugkästen etwa durch Schrauben oder auf andere Art lösbar befestigt sein. Längs derjenigen Bereiche des Saugkastens, die von dem geschlitzen Deckel --405-- abgedeckt sind, kann an Stelle der flachen Schiene ein Träger --412-- mit I-Querschnitt eingesetzt werden.
Dessen oberer Flansch --413-greift in eine Nut --414-- in dem Deckel ein.
Ein Querschnitt durch den Abdichtkasten --89-- ist aus Fig. 6 zu ersehen. Der Abdichtkasten weist einen Deckel --416-- auf Kunststoff oder anderem Werkstoff mit niedrigem Reibungskoeffizienten sowie eine Trennwand --417-- aus demselben Werkstoff auf, im Betrieb wird Zellstoffflüssigkeit in die Kammer --418-- geleitet. Dort steigt sie so hoch, dass sie über die Trennwand --417-- und den Deckel in die Vorkammer --419-- fliesst, von wo sie durch die Leitung --93-- (s.
Fig. l) abgezogen wird, um dem Umlauf wieder zugeführt zu werden. Beim Überstreichen der Kammer - -418-- wird das Siebband --21-- von Zellstoffflüssigkeit durchflutet. Dadurch wird daraus die Luft vertrieben, die unter die Haube --26-- eintreten würde, so dass die Anordnung als Luftabdichtung wirkt.
Ein Überlaufkasten --34, 36,37, 38 oder 39-- ist in Fig. 7 herausgezeichnet. In verschiedener Ausführung können Verteiler-oder Überlauf kästen verwendet werden, solange die erforderte
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grosse Menge Waschflüssigkeit mit nur begrenzter Störwirkung auf das Zellstoffband verteilt werden kann. In Fig. 7 ist der Querschnitt ersichtlich. Der Verteiler- oder Überlaufkasten ist ein oben offener Trog. Eine Leitung --440-- für die Waschflüssigkeit ist mittels eines Steges --441-- mit der Bodenplatte des Troges verbunden, so dass beide zusammen als hohe Seitenwand dienen. Die Überfall-Wand --442--, über welche die Waschflüssigkeit strömt, ist oben gerundet.
Die Überfall- - Wand-442-, der Steg-441-- und die Leitung --440-- für die Waschflüssigkeit sind an die Querwände --444-- angeschlossen, die den Trog, der in der Haube zwischen den Rändern posi- tioniert ist, auf gegebene Länge begrenzen. Eine durchlöcherte Platte --446-- ist an der Boden- wand des Troges zwischen der Überfall-Wand --442-- und dem Leitungsrohr --440-- befestigt, um die Strömung der Waschflüssigkeit zu stabilisieren. Letztere tritt durch eine Vielzahl von Austritts- öffnungen --451--, die in dem Rohr --440-- in seinem unteren Abschnitt vorgesehen sind, hin- durch in den Trog.
Sie füllt diesen und überströmt die gerundete Überfallkante-443-. Wie in
Fig. 3 zu erkennen, ist der Überlaufkasten in der Haube --26-- durch Flansche --309-- abgestützt.
Die Anzahl der Überlaufkästen kann variiert werden, je nach der Zahl der gewünschten Spülvor- gänge und Kontaktstellen. Bei grossen Spülwassermengen können geänderte Überlaufkästen mit zwei Überlaufkanten, je an einer Seite des Zuflussrohres, vorgesehen sein. Die Überlaufkästen können verschiebbar in der Haube angeordnet sein, und ein Kasten kann bei den Abteilungswänden vorgesehen sein. Die Überlauf Strömung aus dem Kasten bei der Trennwand kann die Funktion einer Abdichtung zwischen den Abteilungen ausüben, sofern diese unter im wesentlichen gleichem Druck arbeiten.
Man erkennt, dass zur Entfernung überflüssiger Pulpenflüssigkeit aus dem Stoff und zur Entwässerung desselben nach dem Fluten mit Waschflüssigkeit eine Mehrzahl einzelner Saugkästen für jeden Überlaufkasten vorgesehen ist. Bei dieser Art von Einteilung sind die einzelnen Saugkästen kleiner und leichter zu handhaben, besonders, wenn es sich um einen Wäscher für grosse Kapazitäten handelt. Man kann die Saugkästen in einer einheitlichen Grösse herstellen und sie dann einzeln oder in Gruppen zu zweit, zu dritt, zu viert usw. einem Überlaufkasten zuordnen, um die gewünschte Entwässerung zu erzielen. Das Verhältnis der in die verschiedenen Saugkästen angesaugten Dämpfe und Gase zur Flüssigkeit kann variieren. Im Idealfall sollte nur Waschflüssigkeit durch die Stoffschicht in die Saugkästen gezogen werden.
Im Sinne einer möglichst wirkungsvollen Arbeitsweise sollte die Geschwindigkeit des Siebes und die Druckdifferenz zwischen den Abteilungen und den Saugkästen in Abhängigkeit von der Menge an Waschflüssigkeit eingestellt werden, welche zum ausreichenden Waschen gebraucht wird, um eine Stoffschicht von solcher Dicke und Einheitlichkeit zu erhalten, dass die freie Waschflüssigkeit nach dem Fluten oben auf der Schicht
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gen des Wäschers. Das Ergebnis ist, dass die Saugkästen, die dem Fluten bzw. dem Überlaufkasten am nächsten liegen, hauptsächlich Waschflüssigkeit erhalten und die am entferntesten von ihm liegen, zu Zeiten mehr Gase und Dämpfe ansaugen werden.
Es ist nicht notwendig, die gleiche Druckdifferenz für jeden mit einer bestimmten Abteilung kommunizierenden Saugkasten aufrechtzuerhalten. In die Leitungen, die von den Saugkästen zu den Gasabsaug-Sammelleitungen führen, können (in den Zeichnungen nicht gezeigte) Steuerventile eingebaut werden, so dass der auf die einzelnen Saugkästen wirkende Druckunterschied je nach Wunsch variiert werden kann. Dadurch liesse sich in gewissem Ausmass auch die Einzugsmenge für jeden Saugkasten regeln. Zum Beispiel könnte es in der ersten Abteilung --27--, unter gewissen Bedingungen wünschenswert sein, einen höheren Druckunterschied zwischen der Haube und den letzten drei Saugkasten--51 bis 53-- die die Waschflüssigkeit erhalten, aufrechtzuerhalten als bei den andern Saugkästen derselben Abteilung, die überschüssige Pulpenflüssigkeit enthalten.
Das ist durchführbar, wenn in die Gasabsauger-Sammelleitung --57-- an passenden Stellen oder in die Einzelleitungen, welche von jedem Saugkasten zur Sammelleitung führen. Regelventile (die in den Zeichnungen nicht dargestellt sind) eingebaut sind.
Es ist selbstverständlich, dass an dem Wäscher verschiedene Änderungen möglich sind, ohne dass deswegen von der Erfindung abgegangen wird. Wenn z. B. einem Überlaufkasten mehr als ein Saugkasten zugeordnet wird, so müssen es leicht gerade drei gleichgrosse sein, wie in den Zeich-
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nungen gezeigt. Ein, zwei oder vier Saugkästen, von gleicher oder unterschiedlicher Grösse, können zu einer Gruppe zusammengefasst sein, je nach der Menge der angewendeten Waschflüssigkeit, der
Zuflussgeschwindigkeit derselben und zur Dicke der Stoffschicht auf dem Langsieb.
Es versteht sich, dass die Saugkästen nicht in Ein-Stück-Einheiten hergestellt werden müs- sen. Sie können auch in Anordnungen oder Einheiten von mehr als einem Kasten gefertigt oder durch Aufteilen eines grossen Behälters bzw. einer grossen Einheit gewonnen werden. Variiert wer- den können auch die bei den verschiedenen Überlaufkästen angewendeten Durchflutungsparameter sowie die Grösse und Anzahl der Saugkästen, die zur Abfuhr der aus den verschiedenen Überlauf- kästen abgegebenen Waschflüssigkeiten dienen. Es können z. B. für die letzte Auswaschstufe be- stimmte Mengen frischer Waschflüssigkeit verwendet werden und dann für andere Durchgangsstufen ein oder mehrere Abflussströme von andern Stoff- oder Papiererzeugungseinheiten.
Es können auch diese Abflussströme als zusätzliche Waschflüssigkeit für die andern Stufen durch Beimischung zur
Waschflüssigkeit aus der letzten Stufe verwendet werden. In den Zeichnungen weist der Wäscher fünf Waschstufen auf, jedoch kann diese Zahl je nach Wunsch schwanken zwischen einer Stufe mit einem oder mehreren Überlaufkästen oder mehreren bis zu sechs, acht oder noch mehr Stufen.
Ebenso ist es nicht notwendig, dass die Haube gerade in drei Abteilungen unterteilt ist. Eine mehrfach unterteilte Haube ist von besonderem Vorteil beim Sulfit-Verfahren, um beim Auswa- schen schrittweise die Schwefeldioxyd-und Wasserdampfkonzentration zu prüfen. Für Zellstoff aus dem Alkaliverfahren oder dem Sulfatverfahren kann eine nicht unterteilte Haube genügend sein, um die gewünschte Überwachung der Atmosphäre in der Haube zu erreichen. Unter bestimmten Voraussetzungen können auch für das Waschen des im Sulfitverfahren hergestellten Zellstoffs zwei Haubenabteilungen ausreichend sein, zu Zeiten aber mag es wünschenswert sein, vier oder noch mehr Abteilungen zu haben.
Der Hauptvorteil, den eine Mehrzahl von Abteilungen bietet, liegt darin, dass man in jeder Abteilung ein durchschnittliches Gleichgewicht zwischen Gasphase und Flüssigkeitsphase innerhalb vorbestimmter Grenzen festlegen kann. Dabei vermindern sich Wärmeverlust, Schaumbildung, Bildung von Niederschlägen und andere gewöhnlich auftretende Schwierigkeiten. In einem Wäscher mit nur einer Abteilung, der für Stoff aus dem Sulfitverfahren verwendet wird, kann z. B. in dem aus dem Wäscher kommenden Zellstoff Wärme zurückgeblieben sein und Schwefeldioxyd enthalten sein. Ferner ist es nicht notwendig, dass die Haube sämtliche Waschstationen überdeckt. Die letzte Station oder diejenige, wo der Sto, ff mit frischer Waschflüssigkeit in Berührung kommt, kann ausserhalb der Haube liegen.
Den nötigen Unterdruck in den betreffenden Saugkästen kann man mittels eines besonderen Gebläses erzielen. Eine solche Anordnung kann zweckmässigerweise dort verwendet werden, wo die letzterwähnten Waschstationen mit einer Faserrückgewinnung aus abströmenden Flüssigkeiten verbunden sind, z. B. aus Schaumwasser vom Siebraum, oder aus andern Abwässern der Papiererzeugung, welche geringe Mengen zerstreuter Fasern mitführen, die vor anderweitiger Verwendung entfernt werden müssen. Diese Abwässer können durch die Zellstoffschicht hindurchgeleitet werden, um die Fasern wiederzugewinnen und dabei den Zellstoff zu waschen. Hiebei kann man einen zusätzlichen Wasch-oder Spülvorgang vorsehen, muss es aber nicht.
Nach dem Ausscheiden der Fasern kann man einen Teil der nunmehr gefilterten Flüssigkeit, falls gewünscht, den davorliegenden Überlaufkästen unter der Haube zuführen, um dort die Flüssigkeit an sich entweder rein oder vermischt mit zusätzlicher Waschflüssigkeit zu verwerten.
Während das Siebband hier als Fourdrinier-Siebband oder Drahtsieb beschrieben ist, kann es natürlich auch aus anderem Werkstoff als Metall bestehen, gewöhnlich z. B. aus einem polymeren Stoff.
Es ist bereits oben erwähnt worden, dass der Wäscher unter erhöhtem oder unter vermindertem Druck, je nach Wunsch betrieben werden kann, wobei die Drücke in den einzelnen Abteilungen gleich oder verschieden sein können. Höheren Druck kann man in Abteilungen anwenden, die bei hohen Temperaturen arbeiten. Man kann auch den Druck in nur einer Abteilung steuern und in den andern sich anpassen lassen. Wenn man die Gase und Dämpfe in jede Abteilung rückführt, erhält man eine im wesentlichen gleichbleibende Atmosphäre in jeder Abteilung der Haube. Die Gase und Dämpfe in jeder Abteilung kommen relativ ins Gleichgewicht mit der Flüssigkeit innerhalb der Haube, oder sie nähern sich diesem Gleichgewicht.
Man nimmt an, dass dies das Entstehen von Niederschlägen und andere unerwünschte Nebenerscheinungen ganz oder fast ganz verhindert
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