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Die Erfindung bezieht sich auf einen Kamin mit einem aus Mantelsteinen aufgebauten Mantel und einem vom Mantel mit radialem Abstand umschlossenen Innenrohr, das innerhalb der Mantel- steine durch Abstandhalter zentriert gehalten ist.
Um die Zentrierung des von einem Mantel umschlossenen, aus einzelnen Rohrabschnitten axial zusammengesetzten Innenrohres eines Kamins nicht mit Hilfe von an der Innenwandung der Mantel- steine vorgesehenen, radial einwärts vorstehenden Rippen vornehmen zu müssen, ist es bekannt (AT-PS Nr. 310915), zwischen den Mantelsteinen und dem Innenrohr in ihrer Grundform keilförmige
Abstandhalter anzuordnen, die in über den Umfang der Mantelsteine verteilte Ausnehmungen mit einem entsprechend der Keilform der Abstandhalter geneigten Ausnehmungsgrund eingesetzt sind.
Durch die Verstellbarkeit der keilförmigen Abstandhalter in Richtung der Kaminachse wird es mög- lich, Fertigungstoleranzen auszugleichen, was bei an den Mantelsteinen angeformten Rippen nicht der Fall ist.
Nachteilig bei diesen bekannten Abstandhaltern ist jedoch, dass die Mantelsteine mit entsprechenden Aufnahmeausnehmungen für die Abstandhalter versehen werden müssen und dass die keilförmigen Abstandhalter die Innenrohrabschnitte nach einer durch Wärmedehnungen bedingten, axialen Relativverschiebung des Innenrohres gegenüber dem Mantel auf Grund einer Selbsthemmung festhalten, so dass die Innenrohrabschnitte nach der Abkühlung des Kamins nicht in ihre Ausgangs- lage zurückkehren können und zwischen den Innenrohrabschnitten Spalte entstehen.
Zur konstruktiven Vereinfachung dieser bekannten Konstruktion wurde bereits vorgeschlagen (AT-PS Nr. 353446), die keilförmigen Abstandhalter durch Seilstücke zu ersetzen, die mit Abstand voneinander in Umfangsrichtung zwischen den Mantelsteinen und dem Innenrohr angeordnet werden.
Mit diesen Seilstücken entfällt zwar die Notwendigkeit, die Mantelsteine mit Aufnahmeausnehmungen für die Abstandhalter zu versehen, doch besteht die Gefahr, dass bei einer Relativverschiebung zwischen dem Mantel und dem vom Mantel umschlossenen Innenrohr die Seilstücke im Ringspalt zwi- schen Mantel und Innenrohr hinunterfallen, weil die Seilstücke in ihrer axialen Lage nicht fest- gelegt sind. Dazu kommt noch, dass auf Grund der geringen Elastizität von Seilen aus Mineralwollefasern od. dgl. kaum ein Toleranzausgleich stattfinden kann.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, diese Mängel zu vermeiden und die Abstandhalter für einen Kamin der eingangs geschilderten Art mit einfachen Mitteln so zu verbessern, dass trotz eines Fehlens einer gesonderten Mantelsteinhalterung für die Abstandhalter die axiale Lage der Abstandhalter festgelegt und ein die Zentrierung des Innenrohres sicherstellender Toleranzausgleich gewährleistet werden kann.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass die Abstandhalter je aus einem im wesentlichen V-förmigen Federbügel bestehen, dessen einer Schenkel an seinem freien Ende zu einem auf der Stirnseite eines Mantelsteines aufliegenden Haltesteg abgewinkelt und dessen anderer Schenkel im Bereich seines freien Endes gegen den den Haltesteg bildenden Schenkel zurückgebogen ist.
Durch die Gestaltung der Abstandhalter in Form von im wesentlichen V-förmigen Federbügeln, deren den Mantelsteinen zugekehrte Schenkel einen auf der Stirnseite des Mantelsteines aufliegenden, abgewinkelten Haltesteg bilden, wird zunächst eine gesonderte Halterung für die Abstandhalter unnötig, weil die Abstandhalter über ihre Haltestege zwischen den axial aufeinandergesetzten Mantelsteinen in axialer Richtung festgehalten werden und sich in radialer Richtung im Bereich der Abwinkelung zwischen dem Haltesteg und dem anschliessenden Schenkel am Mantelstein abstützen. Die Schenkel des V-förmigen Federbügels greifen dabei in den Ringspalt zwischen dem Innenrohr und den Mantelsteinen ein, um das Innenrohr gegenüber dem Mantel zentriert zu halten.
Die Federung der Schenkel des Federbügels gewährleistet dabei in einfacher Weise einen Toleranzausgleich, ohne die freie Verschiebbarkeit des Innenrohres gegenüber dem Mantel in axialer Richtung zu beeinträchtigen, weil auf Grund des zurückgebogenen freien Endes des am Innenrohr anliegenden Schenkels des Federbügels eine im wesentlichen punktförmige bzw. linienförmige Anlage des Federbügels am Innenrohr erzielt wird. Bei den Abstandhaltern in Form eines im wesentlichen V-förmigen Federbügels kann im Gegensatz zu keilförmigen Abstandhaltern keine selbsthemmende Wirkung auftreten. Ausserdem sind die Reibungskräfte zwischen den Federbügeln und dem Innenrohr keineswegs gross genug, um das Innenrohr über einen Reibschluss verschiebefest zu halten.
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen Fig. 1 einen erfindungsgemässen Kamin in einer Draufsicht vor dem Aufsetzen des obersten Mantelsteins,
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Fig. 2 eine der Fig. l entsprechende Darstellung einer Konstruktionsvariante des Kamins und Fig. 3 einen Axialschnitt durch den Kamin im Bereich eines Abstandhalters in einem grösseren Massstab.
Der dargestellte Kamin besteht im wesentlichen aus einem aus einzelnen Mantelsteinen--1- aufgebauten Mantel --2--, der ein Innenrohr --3-- mit radialem Abstand umschliesst, so dass zwi- schen dem Mantel --2-- und dem Innenrohr --3-- ein Ringspalt --4-- gebildet wird, u. zw. unab- hängig von der Querschnittsform des Innenrohres --3-- bzw. der das Innenrohr --3-- aufnehmen- den Öffnung der Mantelsteine wie dies die Konstruktionsvarianten nach den Fig. 1 und 2 zeigen. Das Innenrohr --3-- ist dabei ähnlich wie der Mantel --2-- des Kamins aus einzelnen
Rohrabschnitten zusammengebaut.
Um das Innenrohr --3-- innerhalb der Mantelsteine-l-zentriert halten zu können, sind über den Umfang des Ringspaltes --4-- verteilte Abstandhalter in Form von im wesentlichen V-för- migen Federbügeln --5-- zwischen dem Innenrohr --3-- und den Mantelsteinen --1-- vorgesehen.
Diese Federbügel bilden im Bereich des freien Endes des den Mantelsteinen --1-- zugekehrten Schenkels --6-- einen abgewinkelten Haltesteg --7--, der auf der Stirnseite --8-- eines Mantelsteines - aufliegt, so dass der Federbügel --5-- zwischen den aufeinandergesetzten Mantelsteinen - festgehalten wird. Der dem Innenrohr --3-- zugekehrte Schenkel --9-- des Federbügels - ist im Bereich seines freien Endes --10-- gegen den Schenkel --6-- hin zurückgebogen, so dass der Schenkel --9-- des Federbügels --5-- lediglich im Bereich der gegenüber dem Innenrohr --3-- konvex vorgewölbten Biegung an dem Innenrohr --3-- anliegt. Damit wird je nach der Querschnittsform des Innenrohres --3-- eine punkt- oder linienförmige Anlage erzielt, über die ein verschiebefestes Festhalten des Innenrohres in Achsrichtung ausgeschlossen ist.
Mit Hilfe der Federbügel--5--, die in einfacher Weise aus einem entsprechenden Blechstreifen hergestellt werden können, kann somit eine vorteilhafte Zentrierung des Innenrohres --3-- des Kamins sichergestellt werden, ohne die Relativverschiebung des Innenrohres --3-- gegenüber dem Mantel --2-zu beeinträchtigen.