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Die Erfindung betrifft eine strassenbauliche Einrichtung zur Beeinflussung des Verkehrs mit
Kraftfahrzeugen, bestehend aus einer an der Fahrbahn befestigten, vorzugsweise durch Kleben mit derselben verbundenen, lichtreflektierende Einrichtung aufweisenden Schwelle aus Gummi, Kunst- stoff od. dgl., wobei die Schwelle aus an ihren Stirnseiten aneinandergrenzenden, ein kontinuier- lich fortlaufendes Profil bildenden Einzelelemente besteht und eine im Querschnitt symmetrische, treppenförmige Ausgestaltung mit mindestens je zwei auf einer Seite auf- und auf der gegenüber- liegenden Seite absteigenden Stufen aufweist, nach AT-PS Nr. 378388.
Die strassenbauliche Einrichtung gemäss der Stammanmeldung hat eine Reihe von Vorteilen, beispielsweise ist durch die treppenförmige Ausbildung der Schwelle die Stossbelastung des darüber- fahrenden Fahrzeuges verringert, ohne dass deswegen der gewünschte Geschwindigkeitsdrosselungs- effekt beeinträchtigt wird. Dadurch, dass nun bei der treppenförmigen Ausbildung der Fahrzeugrei- fen zunächst nur mit den Treppenkanten in Berührung kommt, kann die Deformationsfähigkeit des
Gummis der Schwelle voll ausgenutzt werden, so dass der erste Aufprall relativ sanft erfolgt.
Dann verstärkt sich aber der Widerstand sehr schnell, so dass der Geschwindigkeitsdrosselungs- effekt voll zur Geltung kommt. Durch die ein kontinuierlich fortlaufendes Profil bildenden Einzel- elemente ist ein gleichmässiges Auffahren des Reifens auf die Schwelle gewährleistet.
Um die Erkennbarkeit der Schwelle zu erhöhen, ist diese mit lichtreflektierenden Einrichtun- gen versehen.
Die Aufgabe der Erfindung besteht nun darin, die strassenbauliche Einrichtung gemäss der
Stammanmeldung zu verbessern, insbesondere was das Aufbringen, die Haltbarkeit und die Haft- fähigkeit der lichtreflektierenden Einrichtungen betrifft.
Die Verbesserung besteht erfindungsgemäss darin, dass die senkrechten Treppenflächen, zumin- dest teilweise mit Reflexfolienstreifen versehen sind, welche mit den Einzelelementen der Schwelle mitvulkanisiert sind.
Durch die auf den senkrechten Treppenflächen vorgesehenen streifenförmigen Reflexfolien wer- den die Tagsichtbarkeit durch Kontrastwirkung und die Nachtsichtbarkeit der Schwelle durch
Reflexion wesentlich erhöht. Durch das Mitvulkanisieren der Reflexfolien wird eine optimale Haft- fähigkeit auf der Schwelle erreicht, so dass die Reflexfolien weder bei Witterungseinflüssen noch bei der ständigen Beanspruchung durch die Reifen der über die Schwelle fahrenden Fahrzeuge auch nicht nach langer Zeit beschädigt werden. Die einfachere Massnahme des Aufklebens von Reflexfolien ist mit dem Nachteil behaftet, dass die bekannten bei Gummiteilen verwendbaren Klebemittel einerseits insbesondere Feuchtigkeit gegenüber und anderseits der ständigen Beanspruchung durch
Fahrzeugreifen nicht lange standhalten, so dass sich die Reflexfolie bald wieder von der Schwelle ablöst.
Für das Integrieren bzw. Mitvulkanisieren der Reflexfolien wird ein Verfahren vorgeschlagen, welches erfindungsgemäss darin besteht, dass die kautschukbeschichteten Reflexfolienstreifen auf Rohgummi doubliert und in Hinterschneidungen der Vulkanisierform für das Einzelelement eingelegt werden. Dieses Verfahren beschränkt sich auf wenig Schritte, so dass die Herstellung eines Einzelelementes der Schwelle auf einfache Weise möglich ist. Durch das Einlegen der auf Rohgummi doublierten Reflexfolienstreifen in Formhinterschneidungen kann eine fluchtende Anordnung der Reflexfolien mit den verbleibenden Bereichen der senkrechten Treppenflächen erzielt werden.
Im folgenden wird die Erfindung an Hand der Zeichnungen beispielhaft näher erläutert. Es zeigen Fig. l eine Schwelle in Schrägansicht und Fig. 2 ein Detail einer Stufe im Querschnitt.
Die in Fig. 1 dargestellte Schwelle-l-besteht aus einer Aneinanderreihung von Einzelelementen --2, 3--. Jedes Einzelelement --2, 3-- ist im Querschnitt symmetrisch mit drei Stufen auf beiden Seiten ausgebildet, wobei durch die Stufen im wesentlichen senkrechte Treppenflächen - gebildet sind. Die unterste Stufe besitzt gemäss Fig. l im Anfahrtsbereich eine niedrige senkrechte Treppenfläche und eine Abschrägung --14--, deren Winkel a mit der Fahrbahn etwa 30 beträgt. Es kann jedoch auch nur eine Abschrägung vorgesehen werden.
Wie insbesondere aus Fig. 2 ersichtlich ist, werden die Treppenflächen --20-- von einem senkrecht verlaufenden, mit einem Reflexfolienstreifen --21-- versehenen Flächenabschnitt und einem zur Senkrechten leicht schräg verlaufenden Flächenabschnitt gebildet, wobei letzterer zu einem Anpassen der Schwelle an den Reifen beiträgt. Die Oberfläche des Reflexfolienstreifens --21-- fluch- tet mit dem Ansatz des schrägen Flächenabschnittes.
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Die Reflexfolienstreifen --21-- sind mit den Einzelelementen --2, 3-- der Schwelle --1-mitvulkanisiert, so dass eine optimale Haftfähigkeit derselben erreicht wird.
Zur Herstellung eines derartigen Einzelelementes --2, 3-- werden die kautschukbeschichteten Reflexfolienstreifen --21-- auf eine Rohgummiplatte doubliert, die anschliessend streifenförmig geschnitten wird. Diese Streifen werden in Hinterschneidungen der Vulkanisierform für ein Einzelelement eingelegt und mit dem Rohgummi des Einzelelementes vulkanisiert.
Selbstverständlich ist es auch möglich, die gesamte Treppenfläche --20-- senkrecht verlaufend anzuordnen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Strassenbauliche Einrichtung zur Beeinflussung des Verkehrs mit Kraftfahrzeugen, bestehend aus einer an der Fahrbahn befestigten, vorzugsweise durch Kleben mit derselben verbundenen, lichtreflektierenden Einrichtungen aufweisenden Schwelle aus Gummi, Kunststoff od. dgl., wobei die Schwelle aus an ihren Stirnseiten aneinandergrenzenden, ein kontinuierlich fortlaufendes Profil bildenden Einzelelementen besteht und eine im Querschnitt symmetrische, treppenförmige Ausgestaltung mit mindestens je zwei auf einer Seite auf- und auf der gegenüberliegenden Seite absteigenden Stufen aufweist, nach AT-PS Nr. 378388, dadurch gekennzeichnet, dass die senkrechten Treppenflächen (20) zumindest teilweise mit Reflexfolienstreifen (21) versehen sind, welche mit den Einzelelementen (2,3) der Schwelle (1) mitvulkanisiert sind.