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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur allseitigen Präsentation eines Gegenstandes oder einer Person mittels je eines zu seinen bzw. ihren beiden Seiten und in Betrachtungsrichtung hinter ihm bzw. ihr angeordneten Spiegels, die eine Betrachtung mehrerer Seiten des Gegenstandes bzw. der Person ermöglichen, wobei einander die durch die zwei seitlichen Spiegel verlaufenden Ebenen entlang einer hinter dem Gegenstand oder der Person liegenden Geraden schneiden.
Das Bedürfnis zur allseitigen Präsentation eines Gegenstandes besteht bei der Darbietung z. B. in Auslagen oder auf Ausstellungen. Bei der Präsentation eines Künstlers, z. B. eines Tänzers oder Pantomimen, vor Publikum besteht auch das Bedürfnis, ihn von allen Seiten betrachten zu können.
Die Selbstbetrachtung einer Person von mehreren Seiten mittels vier schwenkbar angeordneter Spiegel ist mit einem Kombinationsspiegel nach der US-PS Nr. 518,382 möglich. Diese Vorrichtung ist jedoch nicht geeignet, einen Gegenstand und gegebenenfalls eine Person als solche andern Betrachtern darbieten zu können, was z. B. dann in Frage kommt, wenn es sich um einen Tänzer, einen Pantomimen handelt, dessen Darbietung vom Publikum von allen möglichen Seiten wahrgenommen werden soll, weil erst dadurch ein entsprechender Effekt erzielbar wäre.
Nach einem bekannten Vorschlag, wie er der US-PS Nr. 3, 936, 156 zu entnehmen ist, wird der ausgestellte Gegenstand auf einem Polster präsentiert und kann mittels dreier aufrecht stehender Spiegel von mehreren Seiten betrachtet werden. Hiezu dient auch eine Leuchte, so dass der Betrachter einen wirkungsvolleren Eindruck erhält. Eine Betrachtung von der Unterseite und auch von der Oberseite ist jedoch nicht möglich. Ein ähnlicher Vorschlag wurde in der FR-PS Nr. 2. 270. 763 gemacht, wobei auch daran gedacht wurde, halblichtdurchlässige Spiegel und farbige Leuchten zu verwenden.
Die Besonderheit der erfindungsgemässen Vorrichtung zur Erreichung der genannten Ziele besteht nun darin, dass unterhalb und oberhalb einer als Standfläche für den Gegenstand bzw. die Person dienenden, vorzugsweise waagrechten, durchsichtigen Scheibe, insbesondere einer Glasplatte, je ein Spiegel angeordnet ist, wobei einander die durch den oberhalb, den unterhalb und den hinter der Scheibe angeordneten Spiegel verlaufenden Ebenen entlang hinter dem Gegenstand bzw. der Person liegender Geraden schneiden, und dass von den Spiegeln mindestens einer, wie an sich bekannt, schwenkbar gelagert ist.
Eine weitere Möglichkeit zur werbewirksamen Darbietung eines Gegenstandes oder einer Person besteht darin, dass die durchsichtige Scheibe samt dem darauf angeordneten Gegenstand drehbar, gegebenenfalls angetrieben, ist.
Ferner können, wenn die Vorrichtung in einem Gehäuse angeordnet ist, in neben den Spiegeln ausgesparten Nischen des Gehäuses Leuchten mit Reflektoren angeordnet sein und schliesslich kann die Frontwand des Gehäuses der Vorrichtung einen Ausschnitt aufweisen, der lediglich die Aufsichten auf die Spiegel bzw. den Gegenstand oder die Person freigibt. Eine solche Frontwand kann auch aus einem bruchsicheren Glas bestehen, um eine unerwünschte Entnahme zu verhindern bzw. den Gegenstand vor Einwirkungen von aussen zu schützen.
Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Vorrichtung ist rein schematisch in den Zeichnungen dargestellt, in denen Fig. 1 die Vorrichtung ohne Gehäuse von vorne, Fig. 2 von der Seite zeigt. In Fig. 3 ist die Frontwand der Vorrichtung mit einem kreuzförmigen Ausschnitt dargestellt.
Die Vorrichtung nach der Erfindung weist eine Grundplatte --1-- auf, mit zwei Stützwänden - -2--, auf denen eine Tragplatte --12-- für eine Glasplatte --11-- angeordnet ist. Am hinteren Ende der Grundplatte --1-- ist eine Stütze --3- als Spiegelträger vorgesehen, die auf waagrechten Armen oberhalb der Glasplatte --11-- einen festen Spiegel --10-- und hinter der Glasplatte - einen um eine waagrechte Achse --9a-- schwenkbaren Spiegel --9-- trägt. Dieser schwenkbare Spiegel --9-- kann mit einem beliebigen Antrieb in eine gewünschte Winkellage gebracht werden.
Unterhalb der Glasplatte --11-- ist ein Spiegel --6-- unter 450 zur waagrecht angeordneten Glasplatte --11-- eingebaut. Seitlich der Glasplatte --11-- stehen senkrecht auf der Grundplatte - -1--, jedoch unter je 45 zu der gedachten Hauptebene E-E der Vorrichtung, je ein Spiegel --7 und 8--.
In den Nischen eines Gehäuses --13-- der Vorrichtung, beispielweise neben dem unteren Spie-
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gel --6-- bzw. dem oberen Spiegel --10--, können Reflektoren --4, 5-- vorgesehen sein, die mit farbigem Licht einen auf der Glasplatte --11-- positionierten Gegenstand beleuchten.
Die gesamte Vorrichtung ist mit einem Gehäuse --13-- verschlossen, dessen Vorderwand einen kreuzförmigen Ausschnitt --13a-- zeigt. Dieser Ausschnitt kann mit einer eine unerwünschte Entnahme hindernden Glasplatte abgedeckt sein bzw. kann die Vorderwand zur Gänze aus einer solchen Glasplatte bestehen, wobei eine Abdeckung für jene Bereiche vorgesehen ist, die von aussen nicht eingesehen werden sollen. Die Form bzw. das Format, der Glasplatte --11-- und auch der Spiegel --6 bis 10-- können entsprechend den Erfordernissen gewählt werden, beispielsweise könnte auch die gesamte Grundplatte --1-- aus einer durchsichtigen Glasplatte bestehen, oder die Grundplatte könnte um ihre vertikale Achse mittels eines Antriebes gedreht werden.
Es versteht sich, dass man mit Hilfe der Leuchten in den Nischen willkürliche Lichteffekte hervorrufen kann.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur allseitigen Präsentation eines Gegenstandes oder einer Person mittels je eines zu seinen bzw. ihren beiden Seiten und in Betrachtungsrichtung hinter ihm bzw. ihr angeordneten Spiegels, die eine Betrachtung mehrerer Seiten des Gegenstandes bzw. der Person ermögli- chen, wobei einander die durch die zwei seitlichen Spiegel verlaufenden Ebenen entlang einer hinter dem Gegenstand oder der Person liegenden Geraden schneiden, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb und oberhalb einer als Standfläche für den Gegenstand bzw.
die Person dienenden, vorzugsweise waagrechten, durchsichtigen Scheibe (11), insbesondere einer Glasplatte, je ein Spiegel (6, 10) angeordnet ist, wobei einander die durch den oberhalb, den unterhalb und den hinter der Scheibe angeordneten Spiegel verlaufenden Ebenen entlang hinter dem Gegenstand bzw. der Person liegender Geraden schneiden, und dass von den Spiegeln (6 bis 10) mindestens einer, wie an sich bekannt, schwenkbar gelagert ist.