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Einrichtung zur Anzeige von Landungsplätzen für bei Nacht auf festem Boden oder auf dem Wasser landende Flugzeuge.
Es sind Signalvorrichtungen, besonders für Autostrassen, bekannt, die aus schrägen, an festen
Trägern an den Seiten der Strasse in regelmässigen Abständen angebrachten Spiegeln bestehen, welche, wenn sie durch das Licht der Scheinwerfer von Kraftfahrzeugen getroffen werden, dem Wagenführer intermittierende Scheine von reflektiertem Licht zurückstrahlen, die ihn daran hindern, die Strasse zu verlassen. Nicht bekannt ist jedoch die Anwendung eines solchen Signalverfahrens auf Flugplätzen und Flughäfen sowie die Art und Weise der Ausbildung der genannten Signalspiegel mit einstellbarer
Neigung, die Möglichkeit, sie umzugestalten, sie zu befördern, sie teilweise oder gänzlich zu verbergen und sie so auszugestalten, dass sie den Anforderungen der Luftsehiffahrt entsprechen.
Die Erfindung betrifft somit eine Signaleinrichtung für nächtliches Landen auf Flugplätzen und Flughäfen mit reflektierenden Einrichtungen katoptrischer, dioptrischer oder gemischter Art als sekundären Lichtquellen, die bei Nacht nur von den die Landung oder das Wassern beabsichtigenden Flugzeugen aus durch Reflexion des Lichtes der an Bord des Flugzeuges vorhandenen Lichtquellen sichtbar werden und besteht darin, dass die sekundären Liehtquellen auf Rahmen angebracht sind, durch deren jeweilige Anordnung und Einstellung sowohl in waagerechter als auch in senkrechter Richtung dem landenden Flugzeug die erforderlichen Angaben betreffs Höhe über und Entfernung von der Landungsstelle sowie die beim Landen einzuschlagende Richtung und die einzuhaltende Landungsstelle gemacht werden.
Gemäss einem andern Kennzeichen besteht die Signaleinriehtung, wenn sie durch einen Rahmen mit mehreren Spiegeln gebildet ist, aus einer Anzahl von einander unabhängiger Teile, deren jeder einen oder mehrere waagerechte, mit sekundären Lichtquellen besetzte Streifen enthält, welche unabhängig voneinander je um ihre Längsachse drehbar sind. Die Rahmen sind dabei auf fahrbaren Gestellen angeordnet, zwecks Erleichterung der Herstellung von Leuchtzeichen in Form von Buchstaben T, U, L od. dgl.
Gemäss einem weiteren Kennzeichen sind bei der Signaleinrichtung einem Paar von diametral gegenüber aufgestellten Rahmen auf dem Boden oder auf dem Wasser in einer beide Rahmen verbindenden Geraden sekundäre Lichtquellen zu dem Zweck zugeordnet, dem Flieger die für das Landen oder Wassern bestimmte Zone anzuzeigen, wobei diese Lichtquellen geeignete Neigungen besitzen und die reflektierenden Flächen derselben dem Flugzeug zugekehrt sind.
Ausserdem sind die auf dem Wasser angeordneten sekundären Lichtquellen auf Schwimmern oder Haltern aus elastischem Stoff angebracht, die unter Wasser miteinander verbunden und so verankert sind, dass sie kein Hindernis für die wassernden Flugzeuge bilden.
Die Einrichtung kann schliesslich bewegliche Abdeckungen, Vorhänge od. dgl. aufweisen, mittels welcher ebenso wie durch Verstellung der Neigungswinkel die sekundären Lichtquellen dem Flugzeug intermittierend ganz oder teilweise sichtbar gemacht werden und die Signale können je nach den Anforderungen umgestaltbar sein.
Auf den Zeichnungen sind einige Ausführungsformen lichtreflektierender Rahmen und anderer reflektierender Organe sowie deren verschiedene Anordnungen auf dem Landungsplatz veranschaulicht.
Es stellen dar :
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Fig. 1 eine schaubildliche Ansicht des Landungsplatzes, an dessen Rand eine Anzahl rechteckiger lichtreflektierender Rahmen in den Hauptrichtungen des Kompasses angeordnet sind, von welchen einer die Form eines T besitzt. Die Fig. 2 und 3 in Vorderansicht einen rechteckigen lichtreflektierenden Rahmen in normaler Stellung und einen zweiten in Form eines T umgestalteten Rahmen.
Fig. 4 im Querschnitt einen Rahmen nach Fig. 2, Fig. 5 einen in T-Form umgestalteten Rahmen in Seitenansicht und in der Ansicht, die er dem Piloten des Flugzeugs unmittelbar vor der Landung in reflektiertem Licht bietet, Fig. 6 in Vorderansicht eine Mehrzahl von reflektierenden Rahmenteilen, von denen jeder auf einem besonderen Gestell auf dem Boden befestigt ist und welche gemeinsam einen rechteckigen, lichtreflektierenden Rahmen bilden, Fig. 7 in schaubildlicher Ansicht einen beweglichen, auf Rädern fahrbaren, liehtreflektierenden Rahmenteil, Fig. 8 die schematische Anordnung der auf Rädern fahrbaren Rahmenteile eines in Form eines T auf dem Boden umgestalteten Rahmens in Seitenansicht.
Die Fig. 9 und 10 in Seitenansicht einige Arten von Trägern der liehtreflektierenden Körper, die im Boden befestigt sind bzw. auf dem Wasser schwimmen und bei welchen sich die lichtreflektierenden Körper oberhalb des Bodens, auf oder über der Wasserfläche befinden, Fig. 11 schematisch in Vorder-
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Wasser, Fig. 12 schematisch im Grundriss ein durch diametral zueinander angeordnete Paare lichtreflektierender Rahmen umgrenztes Landungsfeld mit umgestaltbaren Signalen von welchen einer ein rechteckiger, normal aufgestellter Rahmen ist, ein anderer in ein C umgestaltet und ersterem gegen- über aufgestellt ist und die andern drei Paare Buchstaben und Pfeile darstellen und mit dem zuerst genannten Paar eine Signaleinheit bilden.
In Fig. 1 ist das Landungsfeld durch eine Mehrzahl von symmetrisch um seinen Mittelpunkt verteilten lichtreflektierenden Rahmen oder lichtreflektierenden Einheiten derart umgrenzt, dass je zwei Rahmen 1 einander gegenüberstehen. Die Verbindungslinien je zweier ein Paar bildenden, einander gegenüber angeordneten Rahmen liegen vorzugsweise in Richtung der Quadrantenlinien des Kompasses oder in der am Landungsfeld vorherrschenden Windrichtung. Einer der Rahmen l'ist zu einem T umgestaltet, um dem landungsbereiten Flugzeug die Landungsrichtung anzuzeigen, die durch die Linie gebildet wird, die den in ein T umgestalteten und den unveränderten, zu letzterem diametral angeordneten Rahmen verbindet.
Bei allen ausser den beiden die Einflugrichtung des Flugzeuges anzeigenden, diametral zueinander aufgestellten Rahmen ist die lichtreflektierende Seite nach aussen gerichtet, während das genannte Rahmenpaar seine reflektierende Seite dem ankommenden Flugzeug zuwendet. Es können aber auch bei allen Rahmen oder Rahmenkomplexen die lichtreflektierenden Körper auf mehreren Seiten angeordnet sein, so dass sie gleichzeitig aus jeder gewünschten Richtung gesehen werden können.
Die Fig. 2 und 3 zeigen in Vorderansicht einen lichtreflektierenden Rahmen in normaler Aufstellung bzw. nach Umgestaltung in ein T. Der Rahmen ist in einem Gestell angebracht, das auf in den Boden getriebenen Ständern ruht, und besteht aus einem mit lichtreflektierenden Körpern besetzten Mittelteil 2, der in waagerecht angeordneten Zapfen 5-5 ruht und gegen die Innenseite des Feldes heruntergeklappt werden kann. Auf beiden Seiten des drehbaren Teiles 2 sind besondere, abnehmbare, ebenfalls mit lichtreflektierenden Körpern besetzte Teile 4 angeordnet, die nach Herunterklappen des Mittelteils, wie in den Fig. 3 und 5 dargestellt, in einer Linie, die auf dem Boden senkrecht zum Mittelteil verläuft, aufgestellt werden.
Jeder dieser Teile 4 kann seinerseits wieder aus einerAnzahl von kleineren Teilen oder Segmenten 7 (Fig. 6,7, 8) bestehen, die drehbar gelagert und abnehmbar sind, so dass sie entlang der Mittellinie des T unter verschiedenen Winkeln geneigt auf dem Boden aufgestellt werden können, wie dies Fig. 5 zeigt. Dadurch wird es dem Piloten des ankommenden Flugzeugs möglich, einen Teil der im Einfallswinkel der reflektierten Lichtstrahlen liegenden, reflektierenden Flächen zu sehen.
Fig. 5 zeigt im Längsschnitt einen in T-Form umgestalteten Rahmen, wie er vom landenden Flugzeug aus gesehen wird.
Fig. 6 stellt in Vorderansicht eine andere Form eines transportablen, lichtreflektierenden Rahmens dar, der aus einer Anzahl rechteckiger, voneinander unabhängiger Teile 2 besteht, die entweder unabhängig voneinander im Boden befestigt sind oder auf Fahrgestellen ruhen, wie aus Fig. 7 ersichtlich ist. Die abgenommenen, rechteckigen Teile 2 können, wie beschrieben, auf dem Boden in Form eines T angeordnet sein oder in Form eines doppelten L oder in beliebiger anderer Weise aufgestellt sein.
Fig. 7 zeigt einen in Ständern 3 um Zapfen 5 drehbaren Rahmen 2. Die Ständer können mittels Rädern auf dem Boden ruhen, damit man den Rahmen leicht verschieben kann, oder in den Boden getrieben bzw. im Wasser angeordnet sein.
Die Fig. 8 zeigt schematisch und teilweise in Seitenansicht eine Mehrzahl beweglicher Rahmenteile 2, deren Reflexionsflächen dem ankommenden Flugzeug zugewandt sind. Die beweglichen Teile 7 jedes Rahmens sind durch Drehung um ihre waagerechte Achse in verschiedene Neigung zur Vertikalen gebracht, um ihre Sichtung durch das Flugzeug zu erleichtern, und können so eingestellt werden, dass sie nur aus geringer Höhe und unter kleinem Siehtwinkel sichtbar werden. Gleichzeitig können die mit den lichtreflektierenden Körpern oder Linsen besetzten Platten 7 nach beiden Seiten unter verschiedenen Winkeln zur Rahmenebene eingestellt werden, indem sie um Zapfen verdreht werden.
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Dadurch wird das Lichtsignal vom Flugzeug aus auch dann sichtbar, wenn sich dieses aus einer Richtung dem Landungsplatz nähert, die etwas gegen die zur Rahmenebene senkrechte Richtung abweicht.
In gleicher Weise können Reflexsignale von beliebiger Gestalt, z. B. in der Form von Pfeilen, Zahlen oder Buchstaben, unter Verwendung der Teilrahmen hergestellt werden.
Fig. 9 zeigt eine zur Anbringung eines einzelnen lichtreflektierenden Körpers in geringer Höhe über dem Boden geeignete Vorrichtung. Bei ihr sind Linsen 11 in einem zur Aufnahme von Stössen geeigneten Gummikörper 13 untergebracht, der auf einer ebenfalls aus Gummi oder anderem elastischem
Stoff bestehenden Stange 14 sitzt, die ihrerseits mit ihrem unteren Ende im Boden verankert ist.
Fig. 10 zeigt einen weiteren Träger für die lichtreflektierenden Körper 11, der im Wasser schwimmt und die letzteren in einer gewissen Höhe über der Wasseroberfläche hält. Auch bei diesem Träger sind die lichtreflektierenden KÖrper 11 in einem Gummikörper 19 untergebracht und an einem über das Wasser vorragenden Ständer 20 befestigt, dessen anderes Ende 20 a unter das Wasser reicht und mit einem Anker oder Schwimmer verbunden ist. An geeigneter Stelle des ins Wasser ragenden Ständerteils 20 a ist ein Schwimmer 21 angebracht, der dem Ständer die stabile Lage erteilt. Das untere Ende des Ständerteils 20 a kann ebenfalls verankert werden.
Die Fig. 11 zeigt schematisch in Seitenansicht ein Verankerungssystem für auf dem Wasser schwimmende oder wenig über dessen Oberfläche hinausragende Träger von lichtreflektierenden Organen. Bei dieser Ausführungsweise ist das untere Ständerende 22 je an einem Körper 23 befestigt und diese Körper sind miteinander durch Taue, Kabel od. dgl. verbunden, die an einer Boje 24 oder einem in den Boden gerammten Ständer 25 befestigt sind und unter Spannung gehalten werden. Dadurch ist es möglich, die lichtreflektierenden Kcrper in einer beliebigen Richtung u. zw. so zu orientieren, dass dabei nur die lichtreflektierenden Organe und ein Teil der diese Organe tragenden Ständer 20 über der Wasseroberfläche liegen.
Mittels der beschriebenen Verankerungssysteme kann eine Mehrzahl von lichtreflektierenden Organen in Gruppen angeordnet und können leuchtende Linien oder Pfade hergestellt werden, auf denen das Flugzeug im Wasser landen kann.
Die Fig. 12 zeigt schematisch im Grundriss ein Landungsfeld mit mehreren Paaren entsprechend dem Windrichtungsquadranten diametral einander gegenüber an dessen Pheripherie angebrachten Signalen, die dem Flugzeug die Orientierung ermöglichen. Die lichtreflektierenden Organe können, da sie umgestaltbar sind, verschiedene Formen und Bedeutungen annehmen. Ferner versteht es sich, dass die Ausbildung der Signale und die entsprechende Gliederung in beliebiger Weise geändert werden können.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Signaleinrichtung für nächtliches Landen auf Flugplätzen und Flughäfen mit reflektierenden Einrichtungen katoptrischer, dioptrischer oder gemischter Art als sekundären Lichtquellen, die bei Nacht nur von den die Landung oder das Wassern beabsichtigenden Flugzeugen aus durch Reflexion des Lichtes der an Bord des Flugzenges vorhandenen Liehtquellen sichtbar werden, dadurch gekennzeichnet, dass die sekundären Liehtquellen auf Rahmen angebracht sind, durch deren jeweilige Anordnung und Einstellung sowohl in waagerechter als auch in senkrechter Richtung dem landenden Flugzeug alle Angaben betreffs Höhe über und Entfernung von der Landungsstelle sowie die beim Landen einzuschlagende Richtung und die einzuhaltende Landungsstelle angegeben werden.