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Die Erfindung betrifft eine Dachabdeckung mit dachziegelartig einander übergreifenden Reihen von Dachplatten aus Metall. Derartige Dachabdeckungen sind an sich bekannt, s. z. B. die AT-PS Nr. 180136 und Nr. 221772. Fernerhin ist es aus der US-PS Nr. 2, 520, 499 zu entnehmen, Dachplatten aus Metall an ihren unten und oben liegenden Kanten je einmal abzuwinkeln. Dadurch ist allerdings eine entsprechende feste Verbindung zwischen diesen Platten nicht gewährleistet. Alle bekannten Konstruktionen können den heutigen hohen Anforderungen hinsichtlich Sturmsicherheit, Trittfestigkeit, Widerstandsfähigkeit gegen Witterungseinflüsse, insbesondere Hagelschlag, Leichtigkeit, Einfachheit beim Verlegen und Aussehen, nicht genügen.
Die Erfindung kommt allen diesen Anforderungen dadurch nach, dass die beim Verlegen untere Randpartie der Metalldachplatten einmal quer zur Fallinie abgewinkelt und die obere Randpartie der Metalldachplatte zweimal ebenfalls quer zur Fallinie, u. zw. etwa rechtwinklig nach oben und anschliessend etwa rechtwinklig nach aussen abgewinkelt ausgebildet und die Metalldachplatten gegebenenfalls beschichtet sind, wobei die Metalldachplatten im Bereich ihrer unteren und oberen Randpartien kraftschlüssig miteinander verbunden sind. Nach einem weiteren Kennzeichen der Erfindung erfolgt die Verbindung von in der Fallinie benachbarten Metalldachplatten durch eine Lasche in der Randpartie einer Metalldachplatte, die durch einen Schlitz in der Randpartie der benachbarten Platte geführt ist.
Ferner weisen die nach der Verlegung aneinanderliegenden Abschnitte der Randpartien der Metalldachplatten ineinandergreifende Wulste und Rinnen auf. Gemäss der Erfindung sind zum Verbinden der Metalldachplatten Schrauben vorgesehen, die die benachbarten Randpartien durchsetzen und in einer Dachlatte eingeschraubt sind.
In den Zeichnungen ist der Gegenstand der Erfindung in einigen Ausführungsformen beispielsweise dargestellt. Fig. 1 gibt schaubildlich eine Gesamtübersicht. In den Fig. 2, 3 und 4 sind in einem vergrösserten Massstab im Schnitt verschiedene Verbindungsstellen der Platten, wie sie in Fig. 1 mit --11-- bezeichnet sind, veranschaulicht. Die wieder schaubildlich gehaltenen Fig. 5 und 6 geben Ansichten auf die verschiedenen Kanten der Metallplatten wieder.
Wie man aus Fig. 1 ersieht, ist die Dachabdeckung wie üblich auf Dachlatten --12-- verlegt.
Eine Verbindungsstelle zwischen den Metallplatten ist in Fig. 2 dargestellt. Die einmal abgewinkelte untere Randpartie --2-- der Metallplatte --1-- weist einen Schlitz --4-- auf. Die obere Randpartie --3-- der Nachbarplatte trägt etwa an Stelle des jetzt dort eingezeichneten Schlitzes --5-- eine Befestigungslasche --13--, die zur Verbindung der benachbarten Metallplatten --1-- durch den Schlitz --4-- geschoben wird.
In andern Ausführungsformen sind zur Befestigung Konusse oder Stanzlöcher vorgesehen. Gegebenenfalls ist eine Verbindung mittels einer Halteklammer, die durch Schlitze--4 und 5-- geschoben wird, ebenfalls möglich.
Bei der Ausführung nach Fig. 3 sind die beiden Metallplatten --1-- durch Rinnen --6-- und Wulste --7-- miteinander verbunden. Diese Verbindungsart weist keinerlei Durchbrechungen oder Löcher auf, so dass dadurch eine besonders wasserdichte derartige Verbindung gegeben ist. Bei der Konstruktion nach Fig. 4 sind die beiden Kanten --2 und 3-- der Platten --1-- in einfacher Weise durch eine Schraube oder Nagel --8-- miteinander zusammengehalten. --12-- bezeichnet wieder die Dachlatten.
Aus Fig. 5 ist eine schaubildliche Ansicht der in der Fallinie des Daches unten liegenden Kante --2-- zu ersehen. Die Metallplatte-l-hat das Aussehen eines üblichen Keramikziegels.
Im Zuge der Formung dieser Metallplatte werden rippenartige Hohlwülste --9-- gebildet, die im Zusammenwirken mit den Abkantungen --10-- eine entsprechende Steifigkeit der Metallplatte gewährleisten. Am andern Ende dieser Platte befindet sich die Kante --3--, wie ebenfalls in schaubildli-
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der Steifigkeit der gesamten Dachabdeckung an den Verbindungsstellen. Im übrigen entsprechen die Fig. 5 und 6 der Konstruktion nach Fig. 3, wo die Verbindung durch die Rinnen --6-- und Wul- ste--7--gegeben ist.
Die Metallplatten dieser Dachabdeckung können vorzugsweise z. B. materialmässig und dimensionsmässig wie folgt ausgebildet sein : Es findet ein Stahlblech Verwendung mit einer Dicke von 0, 65 mm und einem Gewicht von 5, 7 kg/m2. Eine derartige Metallplatte besitzt eine Länge von 1, 61 m und eine Breite in der Fallinie des Daches von 0, 372 m. Eine Platte umfasst sechs Ziegel.
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Die Erfindung ist aber auf diese beispielsweisen Angaben nicht beschränkt.
Auf Grund der Eigenstabilität der Metallplatten, die ein selbsttragendes Profil darstellen, aus Stahl oder andern Metallen, kann dieser Ziegel einfach auf Dachlatten verlegt und befestigt werden. Die Befestigung erfolgt rückwärts mittels Nägel oder Schrauben auf die Dachlatte. Die Vorderkante wird durch Überlappung einer Nase und einer Haltenut oder Rille sturmsicher durch Einhaken verankert. Die Aussenseite wird mittels wetterfestem Lack überzogen. Danach wird Quarzsand aufgebracht und nochmals mit Lack beschichtet. Das äusserliche Aussehen ist mit einem keramischen Ziegel vergleichbar. Die Schlag- und Bruchfestigkeit ist allen bekannten Dacharten überlegen (Trittfestigkeit, Hagelschlag). Das Gewicht ist ein Vielfaches geringer gegenüber einem keramischen Ziegel oder einer Eterniteindeckung. Dies bedeutet, dass man wesentlich leichtere Dachkonstruktionen verwenden kann.
Durch die Mehrfachheit (z. B. sechs Ziegel auf einer Platte) erfolgt das Verlegen wesentlich rascher.
Kurz ausgedrückt ist der Arbeitsablauf beim Herstellen der Dachabdeckung wie folgt :
1. Zuschneiden der Bleche,
2. Stanzen der Löcher und Schlitze,
3. Kanten der Oberkante und Unterkante,
4. Pressen der Blechplatten in Ziegelformen,
5. Reinigen der Bleche,
6. Lackieren,
7. Besanden,
8. Lackieren und
9. Aushärten.
Durch die Lackierung kann jeder Farbwunsch erfüllt werden. Das Profil des Ziegels kann selbstverständlich vielfältig ausgelegt sein.
Die Erfindung ist auf die dargestellten Ausführungsbeispiele nicht beschränkt. Statt Stahl kann, wie schon angedeutet, auch ein anderes Material, wie Kupfer, Aluminium od. dgl., Verwendung finden. Für besondere Zwecke kann eine Beschichtung der Metallplatten auch unterbleiben.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Dachabdeckung mit dachziegelartig einander übergreifenden Reihen von Dachplatten aus Metall, dadurch gekennzeichnet, dass die beim Verlegen untere Randpartie (2) der Metalldachplatten
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