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Die Erfindung bezieht sich auf einen Plattenradiator, der mit mindestens einem an einer im wesentlichen flachen Radiatorplatte angebrachten Konvektorblech versehen ist, welches wellenar- tig geformt ist und in streifenförmig verlaufenden Verbindungsbereichen an der flachen Radiator- platte anliegt und mit dieser verbunden ist und zwischen diesen Verbindungsbereichen von der Radiatorplatte abstehende Bereiche aufweist, welche zusammen mit den von diesen Bereichen des Konvektorbleches überbrückten Zonen der Radiatorplatte Luftkanäle bilden, die beim installier- ten Radiator von unten nach oben verlaufen und unten und oben offen sind.
Es besteht bei Radiatoren ganz allgemein das Bestreben, eine möglichst grosse Wärmeabgabe zu erzielen. Es ist dabei das Ausmass der jeweils erreichten Wärmeabgabe in Beziehung zu den
Abmessungen des jeweils betrachteten Radiators sowie in Beziehung zu den für die Erstellung eines solchen Radiators erforderlichen Aufwand und in Beziehung zu andern Betriebseigenschaften des Radiators (wie z. B. die thermische Trägheit) zu beurteilen. Bei Plattenradiatoren sieht man zur Erhöhung der durch Konvektion erfolgenden Wärmeabgabe verbreitet die sogenannten
Konvektorbleche vor, wobei hiedurch die Wärmeabgabe eines Plattenradiators ohne ins Gewicht fallende Vergrösserung seiner Aussenabmessungen erhöht werden kann.
Es ist nun ein Ziel der Erfindung, einen Plattenradiator eingangs erwähnter Art zu schaffen. bei dem die Wärmeabgabe ohne Vergrösserung der Radiatorabmessungen noch weiter erhöht ist.
Der erfindungsgemässe Plattenradiator eingangs erwähnter Art ist dadurch gekennzeichnet, dass im Konvektorblech in den von der Radiatorplatte abstehenden Bereichen Öffnungen vorgesehen sind, die vom jeweiligen Luftkanal nach aussen führende Durchgänge bilden. Durch diese Ausbil- dung kann der vorstehend angeführten Zielsetzung sehr gut entsprochen werden, wobei darauf hingewiesen werden kann, dass die solcherart erzielbare Verbesserung der Wärmeabgabe ohne wesentliche Vergrösserung des Herstellungsaufwandes erhalten werden kann.
Die die Wärmeabgabe vergrössernde Wirkung der vorstehend angeführten erfindungsgemässen Ausbildung erscheint überra- schend, da ja durch das Vorsehen der Öffnungen im Konvektorblech die Fläche des Konvektor- bleches, welche zur Wärmeübertragung an die den Radiator umgebende Luft zur Verfügung steht, vermindert wird.
Es kann angenommen werden, dass die die Wärmeabgabe verbessernde Wirkung, die sich durch das Vorsehen von Öffnungen in den von der Radiatorplatte abstehenden Bereichen des
Konvektorbleches erzielen lässt, durch eine damit einhergehende Intensivierung der an den Flächen des Konvektorbleches verlaufenden Luftströmung hervorgerufen wird.
Es ist in der FR-PS Nr. 1. 581. 463 ein Heizkörper beschrieben, welcher eine im wesentlichen ebene Radiatorplatte aufweist, welche auch an ihrer Rückseite kanalartige Gebilde trägt, die mit Öffnungen versehen sind. Diese kanalartigen Gebilde, welche von unten nach oben verlaufen, sind an ihrem oberen und an ihrem unteren Ende geschlossen, so dass durch die Öffnungen, die in das Innere dieser Kanäle führen, nur eine verhältnismässig geringe Luftströmung entsteht.
Es ist weiter in der GB-PS Nr. l, 313, 438 ein Heizkörper mit einem wellen- oder rippenartig ausgebildeten Radiator beschrieben, der mit einer Verkleidung versehen ist, die ein Berühren des Radiatorkörpers verhindern soll und die jalousieartige Öffnungen aufweist. Diese Verkleidung soll sich nur auf eine wesentlich niedrigere Temperatur als der Radiatorkörper erwärmen, um auch bei hohen Radiatortemperaturen jedwede Verbrennungsgefahr beim Berühren des Heizkörpers auszuschalten. Es wird demgemäss durch Kleinhaltung der Verbindungsflächen der Verkleidung mit dem Radiator und durch die Ausbildung der Verkleidung dafür gesorgt, dass diese eine geringe Temperatur aufweist. Demgemäss erfolgt über die Verkleidung nur eine geringfügige Wärmeabgabe, und es verhält sich eine solche Verkleidung thermisch wesentlich anders als ein Konvektorblech.
Hinsichtlich der Plazierung der beim erfindungsgemässen Plattenradiator im Konvektorblech vorgesehenen Öffnungen ist es in den meisten Fällen günstig, wenn man vorsieht, dass diese Öffnungen in den von der Radiatorplatte wegführenden Flanken des Konvektorbleches angeordnet sind. Es ist diese Ausführungsform sowohl von baulichen Gesichtspunkten als auch vom Gesichtspunkt der angestrebten Verbesserung der Wärmeabgabe vorteilhaft. Hiebei ist es günstig, wenn man vorsieht, dass jeweils in den beiden einen Luftkanal begrenzenden Flanken des Konvektorbleches Öffnungen angeordnet sind.
Vom Gesichtspunkt guter mechanischer Stabilität wie auch vom
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Gesichtspunkt einer einfachen Anbringung der Öffnungen und aus strömungstechnischen Erwägungen ist es dabei auch günstig, wenn die in der einen Flanke angeordneten Öffnungen gegenüber den in der andern Flanke angeordneten Öffnungen der Höhe nach versetzt plaziert sind.
Hinsichtlich der Form der beim erfindungsgemäss ausgebildeten Plattenradiator im Konvektor- blech vorgesehenenen Öffnungen besteht eine verhältnismässig weitgehende Freizügigkeit ; so kann man kreisförmige, aber auch ovale oder schlitzförmige Öffnungen vorsehen. Öffnungen mit annähernd gleichen Höhen- und Breitenabmessungen sind leicht herstellbar und plazierbar und ergeben auch gute Durchströmungsverhältnisse.
Eine sehr wirksame Förderung der Durchströmung wird auch bei einer Ausführungsform des erfindungsgemässen Pattenradiators erzielt, welche dadurch gekennzeichnet ist, dass die Öffnungen durch Schlitze gebildet sind, welche jeweils von der einen in die andere der einen Luftkanal begrenzenden Flanken über den dazwischenliegenden, von der Radiatorplatte abgewendeten Scheitel des Konvektorbleches verlaufen. Hiebei ist es günstig, wenn die Schlitze im wesentlichen horizontal verlaufen.
Zur Begünstigung der den Wärmeübergang fördernden Luftströmung kann man weiters auch vorsehen, dass der untere und/oder der obere Rand der Öffnungen zur Schräglage ausgebogen ist. Ein solches Ausbiegen der Ränder der Öffnungen begünstigt eine Strömung durch die Öffnungen hindurch und fördert das Entstehen von Bewegungskomponenten, welche quer zur Längserstreckung der Kanäle verlaufen, wodurch insgesamt die Wärmeabgabe positiv beeinflusst wird.
Es wird dabei durch ein Ausbiegen des unteren Randes der Öffnungen zum Inneren des Kanals hin und durch ein Ausbiegen des oberen Randes der Öffnungen vom Kanal weg das Einströmen von Luft in den Kanal und durch ein Ausbiegen des unteren Randes der Öffnungen vom Kanal nach aussen und ein Ausbiegen des oberen Randes der Öffnungen zum Kanalinneren hin ein Ausströmen von Luft aus dem Kanal begünstigt ; man kann dabei auch nur an jeweils einem Rand der Öffnungen eine derartige Ausbiegung vorsehen. Welche Art der Ausbiegungen jeweils vorteilhaft angewendet werden kann, hängt von der Konfiguration des betreffenden Radiators und von der Lage der jeweiligen Öffnung ab.
Die Erfindung wird nun an Hand in den Zeichnungen schematisch dargestellter Beispiele weiter erläutert. In den Zeichnungen zeigt Fig. l einen Teil eines Plattenradiators in einer Ansicht von der Seite des Konvektorbleches her ; Fig. 2 einen Teil dieses Plattenradiators im Schnitt nach der Linie 11-11 in Fig. l ; Fig. 3 und 4 Varianten in der Fig. 2 entsprechenden Schnitten ; Fig. 5 eine weitere Ausführungsform eines Plattenradiators in einer der Fig. l entsprechenden Teilansicht ; Fig. 6 einen erfindungsgemässen Plattenradiator, bei dem die Ränder der im Konvektorblech vorgesehenen Öffnungen zur Schräglage ausgebogen sind, in einem in Längsrichtung der Kanäle geführten Schnitt ; und die Fig. 7 einen aus zwei Radiatorplatten mit Konvektorblechen zusammengefügten Plattenradiator in einem horizontal geführten Schnitt.
Der in den Fig. l und 2 dargestellte Plattenradiator ist mit einem an der flachen Radiatorplat- te --1-- angebrachten Konvektorblech --2-- versehen, welches wellenartig geformt ist und in streifenförmig verlaufenden Verbindungsbereichen --3-- an der Radiatorplatte --1-- anliegt
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Zwischen den Verbindungsbereichen --3-- weist das Konvektorblech --2-- von der Radiatorplat- te --1-- abstehende Bereiche --5-- auf, welche zusammen mit den von diesen Bereichen--5-- überbrückten Zonen--6--der Radiatorplatte--1--Luftkänäle--7--bilden, welche im installierten Zustand des Radiators von unten nach oben verlaufen.
In den von der Radiatorplatte --1-- abstehenden Bereichen --5-- des Konvektorbleches --2-sind Öffnungen --8-- vorgesehen. die vom jeweiligen Kanal --7-- nach aussen führende Durchgänge bilden. Es sind diese Öffnungen--a--beim vorliegenden Beispiel in den von der Radiatorplat- te --1-- weg führenden Flanken --9-- des Konvektorbleches --2-- angeordnet, wobei jeweils in den beiden einen Kanal begrenzenden Flanken --9-- des Konvektorbleches --2-- solche Öffnungen vorgesehen sind.
Es ist aber auch möglich, nur in jeweils einer der einem Luftkanal zugeordneten Flanken --9-- Öffnungen --8-- anzuordnen.
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vorgesehenen Öffnungen --8-- einander paarweise gegenüberliegend jeweils auf gleicher Höhe plazieren, oder aber wie dies in Fig. l rechts dargestellt ist, die in der einen Flanke --9a-- angeordneten Öffnungen --8a-- gegenüber den in der andern Flanke --9b-- angeordneten Öffnun- gen --8b-- der Höhe nach versetzt plazieren, welch letztere Ausführungsform in manchen Fällen sowohl von der Herstellung her gesehen als auch hinsichtlich der erzielbaren Strömungsverhältnisse
Vorteile bietet.
Die Höhenabmessungen --10-- und die Breitenabmessungen --11-- der Öffnungen --8-- kann man im Interesse einer möglichst einfachen Fertigung und auch im Interesse der Unterbrin- gung der Öffnungen im Konvektorblech vorteilhaft annähernd gleich wählen.
Hinsichtlich der Form des Konvektorbleches ist vor allem von Bedeutung, dass die von der flachen Radiatorplatte abstehenden Bereiche dieses Bleches zusammen mit der Radiatorplatte
Luftkanäle einschliessen, welche beim installierten Radiator von unten nach oben verlaufen und unten und oben offen sind. Die Wellung des Konvektorbleches kann dabei in sehr verschiedener
Weise ausgebildet sein ; so kommen z. B. neben der aus Fig. 2 ersichtlichen im Querschnitt trapez- artig geformten Wellung auch andere Wellungen, wie sie z. B in den Fig. 3 und 4 dargestellt sind, ohne weiteres in Frage.
Auch die Öffnungen --8-- können in sehr verschiedener Weise, z. B. in Form von kreisrun- den, ovalen, quadratischen, sechseckigen oder schlitzförmigen Löchern ausgebildet werden.
Bei der in Fig. 5 dargestellten Ausführungsform sind die im Konvektorblech --2-- vorgesehe- nen Öffnungen --8-- durch Schlitze gebildet, welche jeweils von der einen Flanke --9a-- in die andere Flanke --9b-- über den dazwischenliegenden Scheitel --12-- des Konvektorbleches --2-verlaufen ; die Flanken --9a und 9b--begrenzen jeweils einen Luftkanal--7--, und es liegt der Scheitel --12-- an der der flachen Radiatorplatte abgewendeten Seite der Flanken --9a, 9b--.
Man kann dabei einen im wesentlichen horizontalen Verlauf der Schlitze --8-- vorsehen, wie dies im oberen Teil der Fig. 5 dargestellt ist, oder aber einen der Höhe nach schrägen Verlauf dieser Schlitze, wie er im unteren Teil der Fig. 5 dargestellt ist.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 6 ist der untere und der obere Rand der im Konvektorblech vorgesehenen Öffnungen --8-- zur Schräglage hin ausgebogen ausgerichtet. Es ist dabei eine Reihe von Varianten hinsichtlich des Vorsehens solcher Randausbiegungen und hinsichtlich der Plazierung von solcherart ausgebildeten Öffnungen im Verlauf der Luftkanäle --7-- möglich.
Sieht man, wie dies in Fig. 6 links unten dargestellt ist, eine Ausbiegung des unteren Ran- des --14-- einer Öffnung --8-- zu einer zum Inneren des Luftkanals --7-- weisenden Schräglage vor, begünstigt dies, analog wie eine in Fig. 6 gleichfalls links unten dargestellte Ausbiegung des oberen Randes --15-- einer Öffnung --8-- zu einer nach aussen weisenden Schräglage. das Einströmen von Luft in den Kanal --7--, wie dies durch den Pfeil 16 versinnbildlicht ist.
Umgekehrt begünstigt ein Ausbiegen des unteren Randes --14-- einer Öffnung --8-- nach aussen und ein Ausbiegen des oberen Randes --15-- einer Öffnung --8-- zum Inneren des Kanals --7-- hin ein Ausströmen von Luft aus dem Kanal --7--, wie dies durch den Pfeil 17 versinnbildlicht ist. In geringerem Masse wird das Ausströmen von Luft aus dem Luftkanal --7-- und das Einströmen von Luft in diesen durch Öffnungen --8-- gefördert, bei denen jeweils nur der untere oder der obere Rand zur Schräglage ausgebogen ist.
Je nach dem jeweils gewünschten Effekt kann man dabei auch im Verlauf des Luftkanals --7-- die Richtungen der Ausbiegungen wechseln, wie dies in Fig. 6 links dargestellt ist, oder der Darstellung auf der rechten Seite der Fig. 6 entsprechend durchgehend nur Öffnungen vorsehen, welche entweder das Einströmen von Luft in den Luftkanal --7-- oder das Ausströmen von Luft aus diesem Kanal begünstigen.
Wie Fig. 7 zeigt, kann man auch mehrere mit Konvektorblechen versehene Radiatorplatten erfindungsgemässer Ausbildung zu einem Plattenradiator zusammenfügen. Auch in diesem Fall werden durch die in den Konvektorblechen --2-- vorgesehenen Öffnungen --8-- Durchgänge gebildet, welche von den Luftkanälen --7-- nach aussen führen, und es wird auch in diesem Fall eine Verbesserung der Wärmeabgabe des Konvektors erzielt.