AT379248B - Verfahren zum vorbereiten und anbringen von aus mehreren einzelboegen zusammengesetzten grossflaechenplakaten und vorrichtung zum aufrollen und befeuchten der einzelboegen gemaess dem verfahren - Google Patents

Verfahren zum vorbereiten und anbringen von aus mehreren einzelboegen zusammengesetzten grossflaechenplakaten und vorrichtung zum aufrollen und befeuchten der einzelboegen gemaess dem verfahren

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AT379248B
AT379248B AT340583A AT340583A AT379248B AT 379248 B AT379248 B AT 379248B AT 340583 A AT340583 A AT 340583A AT 340583 A AT340583 A AT 340583A AT 379248 B AT379248 B AT 379248B
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Doblhofer Rudolf Ing
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B31MAKING ARTICLES OF PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER; WORKING PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER
    • B31CMAKING WOUND ARTICLES, e.g. WOUND TUBES, OF PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER
    • B31C1/00Making tubes or pipes by feeding at right angles to the winding mandrel centre line
    • GPHYSICS
    • G09EDUCATION; CRYPTOGRAPHY; DISPLAY; ADVERTISING; SEALS
    • G09FDISPLAYING; ADVERTISING; SIGNS; LABELS OR NAME-PLATES; SEALS
    • G09F15/00Boards, hoardings, pillars, or like structures for notices, placards, posters, or the like
    • G09F15/02Bills, posters, or the like therefor

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Description


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   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Vorbereiten und Anbringen von aus mehreren Einzelbögen zusammengesetzten Grossflächenplakaten, bei dem die Einzelbögen vor dem Plakatieren ange- feuchtet und gegebenenfalls zur Lagerung bzw. zum Transport in eine luftdichte Hülle verpackt werden. Ferner bezieht sich die Erfindung auf eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens. 



   Das dem eigentlichen Plakatieren vorangehende Befeuchten der Einzelbögen ist notwendig, weil sich sonst bei der Bekleisterung der noch trockenen Bögen eine Dehnung ergibt, die unweigerlich zur Faltenbildung beim Aufbringen der Einzelbögen und damit auch zu einer Verringerung der Plakathaltbarkeit führt. Bisher werden die trockenen Einzelbögen, die beispielsweise etwa das Normformat A 0 aufweisen, zunächst manuell oder mechanisch bis zum Format A2 bzw. A3, also vier-bis achtfach gefaltet, bevor sie durch einzelnes Eintauchen in klares, kaltes Wasser befeuchtet werden. Anschliessend erfolgt das Verpacken einer beliebigen Anzahl gefalteter und befeuchteter Einzelbögen in eine luftdichte Kunststoffhülle.

   Beim Plakatieren werden dann die Einzelbögen auf der eingekleisterten Plakatwand mit einem Eckbereich angesetzt, entfaltet und mit der Kleisterbürste ausgestrichen, wobei die insbesondere in den Falten eingeschlossenen Luftblasen mit der Bürste mühsam unter den Bögen herausgedrückt werden müssen. 



   Dieses bekannte Verfahren hat verschiedene schwerwiegende Nachteile. Durch das blosse Eintauchen der gefalteten Bögen in das Wasser kann keine gleichmässige Befeuchtung erreicht werden. 



  Eine ungleichmässige Befeuchtung hat aber eine ungleichmässige Papierdehnung und damit massliche Verformungen bzw. Verziehungen der Einzelbögen zur Folge. Dies führt weiters zu erhöhten Spannungen beim Austrocknen nach dem Plakatieren, wobei die Gefahr besteht, dass die Einzelbögen stellenweise reissen und sich fallweise vom Untergrund lösen. Beim Falten wird das Papier der Einzelbögen im Querschnitt geschwächt, was ebenfalls die Rissgefahr beim Andrücken der Bögen an die Plakatwand an den geschwächten Stellen mit sich bringt. Der Windangriff beim Entfalten der Einzelbögen während des Plakatierens führt zu weiterer Faltenbildung, also zu einem ungenauen Ansetzen 
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Frostwetter die mit klarem Wasser befeuchteten Bögen im Paket oder spätestens beim Ansetzen an die Plakatwand zusammen und lassen sich dann nicht mehr entfalten. 



   Demnach liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, alle diese Mängel zu beseitigen und ein Verfahren anzugeben, mit dessen Hilfe eine gleichmässige Befeuchtung und ein wesentlich vereinfachter Plakatierungsvorgang bei weitgehender Verhinderung der Faltenbildung oder des Einreissens der Einzelbögen gewährleistet werden, wobei auch das Anbringen der Einzelbögen bei stärkerem Wind oder Frost möglich sein soll. 



   Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass die Einzelbögen in einer dem jeweiligen Grossflächenplakat entsprechenden Reihenfolge auf einen zylindrischen Wickelkern aufgerollt und während des Aufrollen befeuchtet werden, worauf die Rollen für die Lagerung bzw. den Transport in eine luftdichte Hülle verpackt werden, und dass schliesslich die Einzelbögen durch unmittelbares Abrollen von der Rolle auf die eingekleisterte Plakatwand aufgebracht werden. 



   Durch das Aufrollen beim Befeuchten entstehen in den Einzelbögen keine Falten und keine örtlichen Papierschwächungen, die beim Plakatieren zu Rissen führen könnten. Es ergibt sich aber auch eine gut dosierbare und gleichmässige Papierbefeuchtung, so dass die Einzelbögen masshaltig bleiben und keine erhöhten Spannungen beim Austrocknen nach dem Plakatieren zu befürchten sind. Da die Einzelbögen unmittelbar von der Rolle auf die Plakatwand abgerollt werden, bleibt ein etwaiger Windangriff bedeutungslos, und es wird das Aufbringen auf die Wand vereinfacht, wobei kaum Luftblasen zu beseitigen sind und ein exaktes Ansetzen der Einzelbögen aneinander zufolge ihrer durch die besondere Art der Befeuchtung erreichten Masshaltigkeit wesentlich erleichtert ist.

   Der wiederverwendbare, vorzugsweise aus Hart-PVC bestehende Wickelkern ergibt die für die Handhabung der Rolle erforderliche Steifigkeit, wobei durch das Aufrollen der Einzelbögen in der dem Grossflächenplakat entsprechenden Reihenfolge der Plakatiervorgang zusätzlich vereinfacht wird. 



   In weiterer Ausbildung der Erfindung werden die Einzelbögen beim Aufrollen mit verdünntem Alkohol befeuchtet. Dadurch wird eine sehr rasche Durchfeuchtung des Papiers der Einzelbögen 

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 erzielt, was notwendig ist, wenn das Befeuchten während des Aufrollen auf den Wickelkern er- folgen soll. Anderseits aber hat der verdünnte Alkohol auch den Vorteil, dass ein Zusammenfrieren des feuchten Papiers auf der Rolle bei Temperaturen unter   0 C   verhindert wird, die Plakatierarbeit also auch ohne weiteres bei Frostwetter durchgeführt werden kann. 



   Es sind Wickelvorrichtungen für Papiermaschinen bekannt (AT-PS Nr. 355417), bei denen die aufzuwickelnde Papierbahn über einen ortsfest gelagerten Tragzylinder zu einem frei rollbaren
Tambour oder Wickelkern geführt wird, der mit der sich bildenden Papierrolle durch Anpressarme an den Tragzylinder andrückbar ist. Dabei ist ein endloses Siebband, das auch durch ein Filz- band ersetzt werden kann, vorgesehen, das unter der Papierbahn über den Tragzylinder läuft, die Papierbahn beim Aufrollen unterstützt und eine Spannrolle besitzt. Diese bekannte Wickelvor- richtung dient aber nicht zum gleichzeitigen Befeuchten der Papierbahn. 



   Bei der Vorrichtung zur Durchführung des geschilderten Verfahrens sind die Einzelbögen ebenfalls mittels eines wenigstens die volle Bogenbreite aufweisenden, umlaufenden, über eine
Spannrolle geführten Filzbandes auf einen Wickelkern aufrollbar. Erfindungsgemäss umschlingt das Filzband aber eine in eine die Befeuchtungsflüssigkeit aufnehmende Wanne eingreifende Tauch- walze und bildet in Umlaufrichtung hinter dieser eine Schlaufe um einen walzenparallelen Dorn od. dgl., auf den der rohrförmige Wickelkern aufsteckbar ist, wobei eine zugleich der Schlaufen- bildung dienende, feder- oder gewichtsbelastete, das Filzband an den Wickelkern bzw. an die sich aufrollenden Einzelbögen drückende Umlenkwalze sowie ein in die Schlaufe gerichteter Zuführ- tisch   od. dgl.   für die Einzelbögen vorgesehen sind.

   Auf diese Weise wird eine konstruktiv einfache
Vorrichtung erreicht, bei der das in die Wanne tauchende Filzband die auf dem Zuführtisch an- kommenden Einzelbögen erfasst, befeuchtet und gleichzeitig um den Wickelkern herumführt, so dass sie sich auf diesen aufrollen können. Es ist lediglich erforderlich, dem Wickelkern eine gewisse
Rauhheit zu verleihen, damit tatsächlich ein Auf- bzw. Einrollen erfolgt. Ausserdem ist die Verwendung von verdünntem Alkohol zur Befeuchtung für eine einwandfreie Aufrollung ohne Faltenbildung von ausschlaggebender Bedeutung.

   Durch die Umlenkwalze wird ein ausreichender Umschlingungswinkel des Filzbandes um die sich bildende Rolle   gewährleistet,   wobei die Umlenkwalze einerseits und die Spannwalze anderseits selbstverständlich quer zu ihrer Achse beweglich gelagert und entsprechend belastet sein müssen, um eine jeweilige Anpassung an den sich zunehmend ändernden Durchmesser der Rolle auf dem Wickelkern zu ermöglichen. 



   Erfindungsgemäss ist ferner über dem schlaufenseitigen Tischende ein den Tisch querender, auf- und abbewegbarer Niederhalter angeordnet, um von vornherein eine Faltenbildung in den ankommenden Einzelbögen bzw. eine Querzusammenziehung dieser Bögen zu verhindern. 



   Schliesslich ist der Flüssigkeitsspiegel in der Wanne, beispielsweise mittels eines der Höhe nach verstellbaren Überlaufrohres, veränderbar, so dass sich die Eintauchtiefe der Tauchwalze beliebig wählen und damit die Befeuchtung der Einzelbögen dosieren lässt. 



   Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen Vorrichtung im Schema. 



   Mit --1-- ist ein umlaufendes endloses Filzband bezeichnet, das über eine in eine Wanne --2-- eingreifende   Tauchwalze --3-- geführt   ist und in Umlaufrichtung hinter der Tauchwalze --3-- eine Schlaufe bildet. In der Schlaufe ist ein Dorn--4--od. dgl. zum Aufstecken eines rohrförmigen   Wickelkernes--5--gelagert,   wobei eine   Umlenkrolle--6--,   die auf Schwenkarmen --7-- gelagert und gewichts- oder federbelastet ist, zur Schlaufenbildung beiträgt und das Filzband --1-- gegen den Wickelkern --5-- bzw. die sich auf diesem ergebende Rolle drückt. Die Spannung des Filzbandes --1-- wird durch eine ebenfalls auf Schwenkarmen --8-- gelagerte, feder- oder gewichtsbelastete   Spannwalze --9-- unabhängig   vom jeweiligen Rollendurchmesser aufrechterhalten.

   In die Schlaufe führt ein   Zuführtisch--10--,   über dem ein auf- und abbewegbarer Niederhalter --11-- angeordnet ist. Der Flüssigkeitsstand in der   Wanne --2-- kann   durch ein der Höhe nach verstellbares   Überlaufrohr --12-- verändert   werden. 



   Die Einzelbögen werden auf dem   Zuführtisch --10-- in   den Zwickel zwischen dem Filzband --1-- und dem auf dem Dorn --4-- aufgesteckten Wickelkern --5-- eingeschoben, so dass sie vom Filzband nicht nur befeuchtet, sondern auch auf den Wickelkern --5-- aufgerollt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Vorbereiten und Anbringen von aus mehreren Einzelbögen zusammengesetzten Grossflächenplakaten, bei dem die Einzelbögen vor dem Plakatieren angefeuchtet und gegebenenfalls zur Lagerung bzw. zum Transport in eine luftdichte Hülle verpackt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Einzelbögen in einer dem jeweiligen Grossflächenplakat entsprechenden Reihenfolge auf einen zylindrischen Wickelkern aufgerollt und während des Aufrollen befeuchtet werden, worauf die Rollen für die Lagerung bzw. den Transport in eine luftdichte Hülle verpackt werden, und dass schliesslich die Einzelbögen durch unmittelbares Abrollen von der Rolle auf die eingekleisterte Plakatwand aufgebracht werden.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einzelbögen beim Aufrollen mit verdünntem Alkohol befeuchtet werden.
    3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, bei der die Einzelbögen mittels eines wenigstens die volle Bogenbreite aufweisenden, umlaufenden, über eine Spannrolle geführten Filzbandes auf einen Wickelkern aufrollbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Filzband (1) eine in eine die Befeuchtungsflüssigkeit aufnehmende Wanne (2) eingreifende Tauchwalze (3) umschlingt und in Umlaufrichtung hinter dieser eine Schlaufe um einen walzenparallelen Dorn (4) od. dgl. bildet, auf den der rohrförmige Wickelkern (5) aufsteckbar ist, wobei eine zugleich der Schlaufenbildung dienende, feder- oder gewichtsbelastete, das Filzband (1) an den Wickelkern (4) bzw.
    an die sich aufrollenden Einzelbögen drückende Umlenkwalze (6) sowie ein in die Schlaufe gerichteter Zuführtisch (10) od. dgl. für die Einzelbögen vorgesehen sind.
    4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass über dem schlaufenseitigen Tischende ein den Tisch (10) querender, auf- und abbewegbarer Niederhalter (11) angeordnet ist.
    5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Flüssigkeitsspiegel in der Wanne (2), beipielsweise mittels eines der Höhe nach verstellbaren Überlaufrohres (12), ver- änderbar ist.
AT340583A 1983-09-26 1983-09-26 Verfahren zum vorbereiten und anbringen von aus mehreren einzelboegen zusammengesetzten grossflaechenplakaten und vorrichtung zum aufrollen und befeuchten der einzelboegen gemaess dem verfahren AT379248B (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0646904A1 (de) * 1993-09-30 1995-04-05 ROMBERG HANDELSGESELLSCHAFT mbH Anzeigeflächenvorrichtung, Handhabungsvorrichtung für Plakat(teil)e und Abgabevorrichtung für Plakat(teil)e sowie ein daraus gebildetes Plakatwechselsystem
DE4338849A1 (de) * 1993-11-13 1995-05-18 Gerd Dipl Ing Zollner Plakattafel für die Großflächenwerbung u. dgl.

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DE2203973A1 (de) * 1972-01-28 1973-08-09 Erich Pagendarm Verfahren und vorrichtung zum befeuchten einer bahn
AT355417B (de) * 1977-04-26 1980-03-10 Escher Wyss Gmbh Wickelvorrichtung fuer papiermaschinen

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