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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Feststellen des Druckes zwischen einem Stützverband und einem von diesem Stützverband umgebenen Körperteil, mit einem an diesem Körperteil anlegbaren und am Stützverband abgestützten Druckfühler, der mit einer Druckanzeigevorrichtung gekuppelt ist.
Bei bestimmten Verletzungen, wie Knochenbrüchen, Sehnenzerrungen od. dgl. wird der betroffene Körperteil mit einem Stützverband umgeben, um eine Schienung und Ruhigstellung dieses Körperteiles bzw. eine Heilung des Knochenbruches in der richtigen Lage der Fragmente an der Bruch-
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rer Verband verwendet, der eine entsprechende Schienung des betreffenden Körperteiles bewirkt.
Nachteilig bei dieser Vorgangsweise ist nun, dass dieser Körperteil in der Regel in der ersten
Zeit nach dem Anlegen des Stützverbandes anschwillt, wobei die Schwellung einen solchen Wert annehmen kann, dass die betreffende Gliedmasse durch den unnachgiebigen Stützverband so stark abgeschnürt wird, dass eine irreversible Störung, im Extremfall sogar ein Absterben der betref- fenden Gliedmasse hervorgerufen wird.
Um diesem Nachteil zu begegnen, ist es bekannt, den Stützverband zunächst zu spalten und bei Auftreten der Schwellung an der Spaltstelle aufzubiegen, damit die mit der Schwellung ver- sehene Gliedmasse im Stützverband Platz finden kann, und erst nach Ablauf der Schwellzeit einen geschlossenen Gipsverband anzulegen. Durch einen solchen gespaltenen Gipsverband wird jedoch wieder der Nachteil erzielt, dass eine unzureichende Unterstützung des betreffenden Körperteiles, insbesondere dann, wenn die Schwellung nicht im erwarteten Masse auftritt oder frühzeitig abklingt, gegeben ist. Es können sich dann bei einem Knochenbruch die Fragmente nachträglich an der Bruchstelle verschieben und es ist die gewünschte Heilung des Knochenbruches nicht mehr gewährleistet.
Es ist weiters bekannt, zwischen dem Stützverband und dem von diesem umgebenen Körperteil Watte oder andere komprimierbare Materialien einzulegen, welche bei Auftreten der Schwellungen zusammengedrückt werden. Auch hier tritt der Nachteil auf, dass dann, wenn die Schwellung nicht im erwarteten Masse auftritt bzw. frühzeitig zurückgeht, der betreffende Körperteil unzureichend unterstützt ist, die Schwellung aber auch solche Werte annehmen kann, dass die komprimierbare Einlage nicht mehr in der Lage ist, die durch die Schwellung verursachte Vergrösserung des Körperteiles zu kompensieren.
In jedem Falle muss dann, wenn die Schwellung so gross wird, dass wesentliche Durchblutungsstörungen des betreffenden Körperteiles auftreten, der Arzt Abhilfe schaffen. Es ist nun schwierig, vom betreffenden Patienten zu erkennen, wann die Schwellungen ein solches Mass angenommen haben, dass eine gefährliche Situation besteht oder wann die Schwellungen noch tolerable Werte besitzen. Abgesehen davon, dass die durch die Schwellung hervorgerufenen Schmerzen von den einzelnen Patienten verschieden beurteilt werden und daher hier den Patienten keine genauen Richtlinien gegeben werden können, sind beispielsweise alte oder bewusstlose Personen nicht in der Lage, auf auftretende Schmerzen entsprechend zu reagieren.
Es ist auch bekannt, zwischen dem Stützverband und dem von diesem umgebenen Körperteil Kapseln einzubetten, die eine farbige Flüssigkeit einschliessen und die bei Auftreten eines bestimmten Druckes platzen, wodurch sich der Gipsverband verfärbt. Eine solche Verfärbung zeigt an, dass der Druck die Gefahrengrenze überschritten hat. Nachteilig ist bei dieser Methode, dass keine Beobachtung des Druckverlaufes vorgenommen werden kann, sondern nur einmal die Überschreitung eines bestimmten Druckwertes angezeigt wird, in welchem Fall der Arzt den Stützverband lockern muss. Häufig genügt es jedoch, den betreffenden Körperteil nach Überschreiten des gefährlichen Druckwertes hochzulagern, worauf der Druck wieder tolerierbare Werte annimmt.
Es wurde auch bereits vorgeschlagen, einen Druckfühler vorzusehen, der an dem vom Stützverband umgebenen Körperteil anliegt und am Stützverband abgestützt ist und der mit einer Druckanzeigevorrichtung gekuppelt ist. Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art besteht der Druckfühler aus einem Kondensator, dessen Dielektrikum von einem zusammendrückbaren Kunststoffschaum gebildet ist, so dass bei einer Änderung der Druckverhältnisse zwischen dem Stützverband und dem Körperteil die Kapazität dieses Kondensators verändert wird. Die Kondensatorplatten sind über eine elektrische Leitung mit einer Anlage, bestehend aus einem instabilen Multivibrator,
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einem Demodulator, einem Verstärker und einem Schreiber, der die Druckschwankungen aufzeich- net, verbunden. Eine solche bekannte Vorrichtung ist sehr aufwendig und voluminös.
Die mit dem
Kondensator über eine elektrische Leitung verbundene Druckanzeigevorrichtung muss gesondert auf- gestellt werden, es ist also erforderlich, dass der Patient, wenn er an diese bekannte Vorrichtung angeschlossen ist, auf einem bestimmten Platz verweilt, also beispielsweise im Bett liegt oder in einem Stuhl sitzt. Eine solche Vorrichtung ist weiters ausschliesslich in einem Krankenhaus anwendbar. Nun werden aber bei Knochenbrüchen, Sehnenzerrungen od. dgl. die Patienten zum überwiegenden Teil nach Anlegen des Stützverbandes nach Hause entlassen und gerade in der ersten Zeit nach der Entlassung erfolgt in der Regel ein Anschwellen des vom Stützverband um- gebenen Körperteiles und dadurch ein Druckanstieg, dessen Werte beobachtet werden müssen, um die eingangs beschriebenen Folgen dieses Druckanstieges zu verhindern.
Es ist schliesslich bekannt, den Druck zwischen einem Körperteil und dem diesen Körperteil umgebenden Stützverband dadurch zu messen, dass zwischen dem Stützverband und dem Körperteil ein Kissen mit elastischen Wänden angeordnet ist, in dem ein empfindlicher Druckfühler vorge- sehen ist, der über einen flexiblen Schlauch mit einer Druckanzeigevorrichtung verbunden ist.
Ein solches, ähnlich einem Blutdruckmessgerät aufgebautes Gerät kann nur vom Arzt eingesetzt werden. Nachteilig ist ferner, dass der Druckfühler nicht vorzeitig entfernt werden kann und bei andern Patienten zum Einsatz kommen kann, sondern erst mit dem Abnehmen des Stützverbandes.
Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, eine Vorrichtung zum Feststellen des Druckes zwischen einem Stützverband und einem von diesem Stützverband umgebenen Körperteil zu schaffen, welche einfach in ihrem Aufbau ist und ein geringes Volumen aufweist, so dass diese Vorrichtung, zweckmässig eingebettet in den Stützverband bzw. von diesem Stützverband getragen, einer Fort- bewegung des Patienten nicht hinderlich ist und auch nach Hause mitgenommen werden kann, so dass dort eine Drucküberwachung möglich ist.
Ferner soll es möglich sein, den wesentlichen
Teil der erfindungsgemässen Vorrichtung, nämlich Druckfühler und Druckanzeigevorrichtung, vor dem Abnehmen des Stützverbandes zu entfernen, um einen Einsatz bei andern Patienten zu ermög- lichen, da ja Schwellungen und der dadurch hervorgerufene Druckanstieg nur während der ersten
Zeit nach dem Anlegen des Stützverbandes auftreten. Die Erfindung besteht hiebei im wesentlichen darin, dass der Druckfühler und vorzugsweise auch die Druckanzeigevorrichtung in einem Gehäuse angeordnet sind, welches in einem im Stützverband unverrückbar verankerbaren Haltekörper ent- fernbar eingesetzt ist, und dass der am Körperteil unmittelbar oder mittelbar anlegbare Druckfühler so ausgebildet ist, dass der Druck mechanisch und/oder mittels eines Druckmittels auf die Druck- anzeigevorrichtung übertragbar ist.
Die Anordnung des Haltekörpers, in welchem das den Druckfühler und vorzugsweise auch die Druckanzeigevorrichtung aufnehmende Gehäuse entfernbar eingesetzt ist, ermöglicht es, beim Anlegen des Stützverbandes zunächst nur den Haltekörper im Stützverband zu verankern und erst nach dem Erhärten des beispielsweise als Gipsverband ausgebildeten Stützverbandes das Gehäuse mit dem Druckfühler und vorzugsweise auch der Druckanzeigevorrichtung in den Haltekörper einzusetzen und dort zu fixieren. Dadurch werden Beschädigungen, Verschmutzungen u. dgl. des Druckfühlers und der Druckanzeigevorrichtung beim Anlegen des Stützverbandes vermieden und es wird verhindert, dass bei einem Gipsverband durch Eindringen von flüssigem Gips die Vorrichtung nicht mehr die richtigen Werte anzeigt.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemässen Ausbildung ist darin gelegen, dass bei einer solchen Ausführungsform auf einfache Weise eine Justierung der Druckanzeigevorrichtung dadurch vorgenommen werden kann, dass die Lage des Druckfühlers im Haltekörper solange verändert wird, bis die Druckanzeigevorrichtung einen bestimmten Grundwert anzeigt. Schliesslich ist es bei dieser Ausführungsform möglich, das Gehäuse, welches den Druckfühler und vorzugsweise auch die Druckanzeigevorrichtung aufnimmt, nach dem Abklingen der Schwellung auf einfache Weise aus dem Haltekörper auszubauen, so dass diese Präzisionsteile der erfindungsgemässen Vorrichtung wieder bei einem andern Patienten zum Einsatz gebracht werden können, noch bevor der Stützverband abgenommen wird, wobei dann lediglich der Haltekörper im Stützverband verbleibt.
Dadurch, dass der am Körperteil anlegbare Druckfühler so ausgebildet ist, dass der Druck mechanisch und/oder mittels eines Druckmittels auf die Druckanzeigevorrichtung übertragbar ist,
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wird ermöglicht, auch diese Druckanzeigevorrichtung am Stützverband zu verankern, vorzugsweise im selben Gehäuse wie den Druckfühler unterzubringen, so dass der mit einer erfindungsgemässen
Vorrichtung ausgestattete Patient durch diese Vorrichtung in seiner Bewegung nicht behindert wird und jederzeit selbst eine Beobachtung des Druckes zwischen dem Stützverband und den von diesem umgebenen Körperteil vornehmen kann bzw. die Überwachung des Druckes durch eine andere, medizinisch nicht geschulte Person vorgenommen werden kann.
Der Einsatz der erfindungs- gemässen Vorrichtung ist also nicht auf Krankenhäuser beschränkt, sondern die erfindungsgemässe
Vorrichtung ist gerade für den Einsatz bei aus dem Krankenhaus entlassenen Personen ge- dacht.
Um eine sichere und unverrückbare Verankerung des Haltekörpers im Stützverband zu gewähr- leisten, was für die einwandfreie Funktionsweise der erfindungsgemässen Vorrichtung wesentlich ist, kann erfindungsgemäss dieser Haltekörper an seiner Aussenseite mit Vorsprüngen wie Rippen,
Flügeln od. dgl. versehen sein, welche nach dem Erhärten des Stützverbandes eine sichere Verbin- dung gewährleisten.
Gemäss einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist der Haltekörper von einer Hül- se gebildet, die zumindest teilweise mit einem Innengewinde versehen ist, und es ist das Gehäuse zylindrisch ausgebildet und weist ein dem Innengewinde der Hülse entsprechendes Aussengewinde auf. Eine solche Ausbildung ermöglicht eine einfache und sichere Verankerung des Gehäuses im Haltekörper, da das Gehäuse nur in den Haltekörper eingeschraubt werden braucht. Bei einer solchen Ausführungsform lässt sich aber auch die Justierung der erfindungsgemässen Vorrichtung leicht dadurch vornehmen, dass das Gehäuse so weit in die Hülse eingeschraubt wird, bis die Druckanzeigevorrichtung den vorbestimmten Normwert anzeigt. Durch Verwendung eines Feingewindes lässt sich die Justierung leichter durchführen.
Um sicherzustellen, dass der eingestellte Normwert nicht nachträglich durch Verdrehung des Gehäuses beispielsweise durch den Patienten verändert wird, ist erfindungsgemäss auf das Gehäuse eine Gegenmutter zur Fixierung seiner Lage in bezug auf die Hülse aufgeschraubt. Es kann aber auch im Gehäuse und/oder in der Hülse eine Fixierschraube vorgesehen sein, welche zur Fixierung der eingestellten Lage dient.
Befinden sich der Druckfühler und die Druckanzeigevorrichtung nicht im Haltekörper, so ist es von Vorteil, wenn zusätzlich ein in den Haltekörper einsetzbarer Füllkörper vorgesehen ist. Dieser Füllkörper verhindert ein Eindringen von Schmutz und Fremdkörpern in den Haltekörper, wodurch das Gewinde des Haltekörpers verunreinigt wird und die Verunreinigungen durch den Haltekörper zur Haut des Patienten gelangen und dort unter Umständen eine Infektion hervorrufen können. Besonders beim Anlegen des Stützverbandes ist es wesentlich, dass der hiebei in den Stützverband eingebettete Haltekörper abgeschlossen ist, da sonst der Gips oder das andere erhärtende Material in das Innere des Haltekörpers eindringt und dann mühsam entfernt werden müsste.
Aber auch nach dem Entfernen des Druckfühlers und der Druckanzeigevorrichtung nach dem Abklingen der Schwellung wird der Haltekörper zweckmässig mittels des Füllkörpers verschlossen.
Der Druckfühler kann erfindungsgemäss von einem im Gehäuse verschiebbar angeordneten Einsatzteil gebildet sein, der über ein Gestänge od. dgl. mit einem Zeiger verbunden ist, der zusammen mit einer Skala die Druckanzeigevorrichtung bildet. Der verschiebbar angeordnete Einsatzteil kann hiebei durch eine Feder od. dgl. oder durch ein Druckmittel hydraulisch in seine Ruhestellung gedrückt sein.
Liegt der Einsatzteil direkt am betreffenden Körperteil an, so werden nur die senkrecht auf diesen Einsatzteil einwirkenden Drücke exakt übertragen und ermittelt bzw. es könnnen schräg auf den Einsatzteil einwirkende Drücke zu dessen Verklemmen im Gehäuse führen, wodurch die Vorrichtung funktionsunfähig wird. Um dies zu vermeiden, ist gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung der verschiebbar angeordnete Einsatzteil mit einem mit einem unkomprimierbaren Medium gefüllten elastischen Körper verbunden, der am Körperteil anliegt. Dieser elastische Körper passt sich der Form des betreffenden Körperteiles an und gewährleistet eine exakte Übertragung der auftretenden Drücke unabhängig von ihrer Richtung.
Bei einer andern Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung ist im Gehäuse ein
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teilweise am Körperteil anliegender elastischer Körper angeordnet, der mit einem unkomprimier- baren Medium gefüllt ist und über eine Leitung mit der Druckanzeigevorrichtung verbunden ist.
Eine solche Ausführungsform ermöglicht ohne mechanisches Hebelsystem durch das unkomprimier- bare Medium eine Übertragung des auftretenden Druckes an die Druckanzeigevorrichtung. Diese
Druckanzeigevorrichtung kann beispielsweise aus einem mit der Leitung verbundenen Schauglas und einer neben dem Schauglas angeordneten Skala bestehen, in welchem Fall der im Schauglas auftretende Flüssigkeitsspiegel dem Wert des auftretenden Druckes entspricht, welcher auf der
Skala abgelesen werden kann. Es ist aber auch möglich, dass die Druckanzeigevorrichtung einen mit der Leitung verbundenen Zylinder aufweist, in dem ein mit einem Zeiger verbundener bewegli- cher Kolben angeordnet ist, welcher Zeiger mit einer Skala zusammenwirkt. In diesem Fall wird bei einer Druckänderung über das unkomprimierbare Medium der Kolben verschoben, welcher den
Zeiger betätigt.
Die Skala ist vorzugsweise in drei Bereiche unterteilt, u. zw. in einen Bereich, der den normalen auftretenden Drücken entspricht, in einen daran anschliessenden Übergangsbereich, in welchem die auftretenden Drücke noch tolerierbar sind und in einen an diesen Übergangsbereich anschliessenden Gefahrenbereich, wo entsprechende Massnahmen vom Arzt getroffen werden müssen.
Um die erfindungsgemässe Vorrichtung klein halten zu können und trotzdem eine einwandfreie Feststellung der auftretenden Drücke zu ermöglichen, ist gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung die Skala durch eine Vergrösserungslinse abgedeckt, so dass eine einwandfreie Feststellung der auftretenden Druckwerte möglich ist.
In den Zeichnungen ist die Erfindung an Hand von Ausführungsbeispielen schematisch dargestellt. Fig. 1 zeigt in einem Längsschnitt den in einem Stützverband verankerten Haltekörper einer erfindungsgemässen Vorrichtung. Fig. 2 stellt eine Ausführungsform einer in einem Stützverband verankerten erfindungsgemässen Vorrichtung dar. Fig. 3 zeigt eine Draufsicht auf Fig. 2, wobei jedoch der Stützverband weggelassen ist. Fig. 4 stellt im Längsschnitt eine weitere Ausführungsform einer in einem Stützverband verankerten erfindungsgemässen Vorrichtung dar und Fig. 5 zeigt eine Draufsicht auf Fig. 4. Fig. 6 zeigt im Längsschnitt eine Variante zur Ausführungsform nach Fig. 2.
In einem als Gipsverband ausgebildeten Stützverband --1-- ist ein Haltekörper --2-- ver- ankert, der von einer Hülse gebildet ist, die innen mit einem Gewinde --3-- versehen ist und die aussen Vorsprünge --4-- aufweist oder eine Rillung, Riffelung od.
dgl. besitzt, welche ein unerwünschtes Verschieben des Haltekörpers --2-- im erhärtenden Gipsverband-l-verhindern. Ausserdem sind am unteren Ende des Haltekörpers --2-- beispielsweise aus Kunststoff bestehende Flügel --5-- befestigt, die einerseits gleichfalls die Verankerung des Haltekörpers --2-- im Stützverband-l-verbessern, anderseits den Haltekörper --2-- während des Anbringens des Gipsverbandes-l-am Körperteil zusätzlich abstützen, so dass der Haltekörper --2-- seine gewünschte Lage einnimmt.
In das Gewinde --3-- des Haltekörpers --2-- wird entweder ein Gehäuse --10-- einge- schraubt, welches Druckfühler und Druckanzeigevorrichtung aufnimmt (s. Fig. 2 bis 6) oder ein Füllkörper, durch welchen der von der Hülse gebildete Haltekörper --2-- verschlossen wird.
Dieser nicht dargestellte Füllkörper in Form einer Schraube wird beim Anlegen des Gipsverbandes-l- verwendet und verhindert, dass das Gewinde --3-- durch Gipsreste oder andere Ablagerungen verschmutzt wird und dadurch das Einschrauben des Gehäuses --10-- behindert wird ; ein solcher Füllkörper wird aber auch dann verwendet, wenn nach dem Abklingen der Schwellung der Druckfühler und die Druckanzeigevorrichtung entfernt werden, also das Gehäuse --10-- aus dem Halte- körper --2-- herausgeschraubt wird.
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--2-- reichen,winde --3-- über die gesamte Länge geschützt ist und es nach dem Entfernen des Gehäuses --10-- nicht durch den nun entstandenen Hohlraum zur Bildung eines Ödems kommt.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 2 und 3 ist der Druckfühler von einem im Gehäuse --10-- verschiebbar angeordneten Einsatzteil --13-- gebildet, der durch einen Faden --14-- od. dgl. gegen Herausfallen gesichert ist und durch eine Feder --15-- in seine Ruhestellung gedrückt ist. Der Einsatzteil --13-- ist über ein Gestänge --16-- mit einem Zeiger --17-- verbunden, der
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durch einen Schlitz --18-- in der Gehäusestirnseite hindurchgeführt und an seinem aus dem Schlitz --18-- herausragenden Ende --19-- abgewinkelt ist.
Dieses abgewinkelte Ende --19-wirkt mit einer aussen auf der Gehäusestirnseite angebrachten Skala --20-- zusammen, die in drei Bereiche unterteilt ist, von welchen im Bereich --21-- der Normaldruck herrscht, der Bereich --22-- einen Druck begrenzt, welcher tolerierbare Werte besitzt und der Bereich-23den kritischen Bereich definiert, in welchem vom Arzt Vorkehrungen getroffen werden müssen.
Das Zeigerende --19-- und die Skala --20-- sind durch ein als Vergrösserungslinse ausgebildetes Glas --24-- abgedeckt, so dass trotz kleiner Abmessungen der Vorrichtung die wiedergegebenen Druckwerte deutlich erkennbar sind.
Nach dem Anlegen und Erhärten des Gipsverbandes --1-- wird, wie bereits erwähnt, der in den Haltekörper --2-- eingeschraubte Füllkörper entfernt und das Gehäuse --10-- eingesetzt.
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richtung einjustiert. Im Anschluss daran wird die Lage des Gehäuses --10-- bei der Ausführungs- form nach den Fig. 2 und 3 durch eine Gegenmutter --25-- fixiert, so dass das Gehäuse nicht mehr verdreht werden kann.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 4 und 5 besteht der Druckfühler aus einem im Gehäu- se --10-- vorgesehenen elastischen Körper --26--, der an der Gehäuseunterseite aus dem Gehäuse herausragt und am Körperteil anliegt und der mit einer unkomprimierbaren Flüssigkeit gefüllt ist. Der elastische Körper --26-- ist über eine Leitung --27-- mit einem Schauglas --28-- ver- bunden, in welchem das Ende der Flüssigkeitssäule sichtbar ist. Das Schauglas --28-- wirkt wieder mit einer Skala --20-- zusammen, die die drei erwähnten Bereiche --21 bis 23-- aufweist.
Durch den in Richtung der Pfeile auf den elastischen Körper --26-- einwirkenden Druck infolge einer Schwellung des Körperteiles ändert sich die Lage der Flüssigkeitssäule im Schauglas --28--, wobei die Höhe der Druckänderung auf der Skala --20-- sichtbar ist.
Auch bei der in den Fig. 4 und 5 dargestellten Vorrichtung erfolgt deren Justierung dadurch, dass das Gehäuse --10-- soweit in den Haltekörper --2-- eingeschraubt wird, dass das Ende der
Flüssigkeitssäule gerade im Bereich --21-- der Skala --20-- sichtbar wird. Die Fixierung dieser eingestellten Lage des Gehäuses erfolgt bei der Ausführungsform nach den Fig. 4 und 5 nicht durch eine Gegenmutter, sondern durch eine stirnseitig in das Gehäuse eingeschraubte und mit der Stirnseite des Haltekörpers --2-- zusammenwirkende Fixierschraube --29--.
An Stelle des Schauglases kann auch ein Zylinder mit einem Kolben vorgesehen sein, wobei der Kolben durch Einwirken des Druckes auf den elastischen Körper --26-- über die unkomprimierbare Flüssigkeit verschoben wird und mit einem Zeiger verbunden ist.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 2 und 3 kann es vorkommen, dass dann, wenn der Druck nicht in Verschieberichtung des Einsatzteiles --13-- auf diesen einwirkt, sich der Einsatzteil --13-- im Gehäuse verklemmt und infolgedessen unrichtige Druckwerte angezeigt werden. Um dies zu vermeiden, wird bei der Ausführungsform nach Fig. 6 der Einsatzteil --13-- über einen elastischen Körper --30-- druckbeaufschlagt, der wieder mit einem unkomprimierbaren Medium gefüllt ist. Diese Ausführungsform gewährleistet, dass aus verschiedenen Richtungen auf den elastischen Körper --30-- einwirkende Drücke in Verschieberichtung auf den Einsatzteil --13-- übertragen werden und daher ein Verklemmen dieses Einsatzteiles bzw. eine falsche Druckanzeige verhindert wird.
An Stelle der Feder --15-- kann auch der Einsatzteil durch ein Druckmittel hydraulisch in seine Ruhestellung gedrückt werden.
Weiters ist es möglich, zur Druckanzeige eine elektrische Druckmessdose zu verwenden, deren abgegebene Spannung sich in Abhängigkeit vom auftretenden Druck ändert, wobei diese Spannung auf einem elektrischen Anzeigegerät ersichtlich gemacht werden kann.