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Die Erfindung bezieht sich auf einen Scherentrennschalter mit zwei zwischen zwei Leiter- bahnen als elektrische Verbindungsleiter dienenden und je ein Hebelgelenk aufweisenden Hebel- gestängen, die miteinander durch ein Scherengelenk scherenartig gegeneinander bewegbar verbun- den sind, und mit einer in Einschaltstellung wirkenden Dämpfungsvorrichtung zum Dämpfen der in einem Kurzschlussfall auftretenden mechanischen Schwingungen.
Bei aus der DE-AS 2336543 bekannten Scherentrennschaltern dieser Art hat man durch eine
Dämpfungseinrichtung zwischen den beiden Hebelgestängen versucht, die mechanischen Schwingun- gen, die durch den Kurzschlussstrom entstehen, zu dämpfen. Solche Schwingungen können bekannt- lich zu ungenügendem Kontaktdruck oder sogar zum Abheben der Kontaktstücke führen, was zu
Schäden am Trennschalter führen kann. Will man den durch elastische Deformation der Schalter- teile hergestellten Kontaktdruck soweit steigern, dass er immer ausreichend ist, so wird der Schal- ter schwer, aufwendig und teuer. Auch der Scherentrennschalter gemäss DE-AS 2336543 weist diesen
Nachteil auf, da es schwierig ist, die Dämpfungsteile miteinander über grosse Distanzen in Ein- griff zu bringen, so dass aufwendige und gewichtige Zusatzkonstruktionen zur Führung erforder- lich sind.
Bei sehr grossen Strömen ist ausserdem von Nachteil, dass die Bewegung der Hebelge- stänge durch Anschlagflächen begrenzt wird, wodurch sich Deformationsarbeit im Gestänge speichern kann, die sich bei Kleinerwerden des Stromes freisetzt und trotz Dämpfung zum Abheben der Kontakte führen kann.
Durch die in der Folge aufgezeigte erfindungsgemässe Ausführung wird bezweckt, einen
Scherentrennschalter zu schaffen, der für die Führung relativ hoher Kurzschlussströme geeignet und dabei wirtschaftlich vorteilhaft ist.
Dies wird dadurch erreicht, dass wenigstens eine Dämpfungsvorrichtung im Bereich wenig- stens eines Hebelgelenkes zwischen den durch das Hebelgelenk verbundenen Hebeln des betreffenden Hebelgestänges angeordnet ist, welche Reibflächen aufweist, die in der Einschaltstellung aneinanderliegen, wogegen sie in der Ausschaltstellung und während wenigstens eines Teiles einer
Schaltbewegung voneinander getrennt sind.
Durch die Anordnung der Dämpfungsvorrichtung im Bereich eines Hebelgelenkes zwischen zwei dadurch verbundenen Hebeln eines Hebelgestänges sind überraschend kleine Abmessungen möglich, wodurch Gewicht, Platz und Kosten gespart werden können. Es sind auch keine aufwendigen Führungen erforderlich. Da die Dämpfungsvorrichtung in der Einschaltstellung wirkend angeordnet ist, kann sie auch wegen der kleinen Anmessungen so ausgeführt werden, dass sie nur in der letzten Phase der Einschaltbewegung zu wirken beginnt. Auf diese Weise spielt die beginnende Dämpfungswirkung hinsichtlich des Kraftbedarfs des Antriebs keine Rolle, weil man bekanntlich im Zuge des Einschaltvorgangs weniger Antriebskraft benötigt. Auch dies ist wirtschaftlich von Vorteil, da bewährte Antriebe praktisch unverändert weiterverwendet werden können.
Die Hebelgelenke können in an sich bekannter Weise stromführend ausgestattet werden, wobei oft keine oder unwesentliche Änderungen gegenüber ungedämpften Schaltern erforderlich sind.
Auch dies erlaubt die Verwendung bewährter Teile.
Reibflächen solcher Art sind vorzugsweise im Gelenk eingebaut und finden bequem unter den üblichen Abschirmkalotten Platz. Sie können alle vorstehend geschilderten Vorteile bei geringem Konstruktionsaufwand erbringen.
Bei einer weiteren Ausführungsform ist am einen Hebel eine Dämpfungsvorrichtung mit einem Betätigungsglied und am andern, über das Hebelgelenk mit diesem Hebel verbundenen Hebel ein Widerlager für dieses Betätigungsglied vorgesehen, an welchem das Betätigungsglied in der Einschaltstellung anliegt, von welchem es aber in der Ausschaltstellung und während wenigstens eines Teiles einer Schaltbewegung entfernt ist.
Dieses Widerlager wird vom Betätigungsglied vorzugsweise in der Einschaltstellung beaufschlagt, während es in der Ausschaltstellung und vorteilhaft während des grössten Teiles des Schaltvorganges unbeaufschlagt bleibt. Auch hiedurch lassen sich die vorstehend geschilderten Vorteile ausgezeichnet erreichen.
Im folgenden werden an Hand der Zeichnungen Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes näher erläutert. Es zeigen : Fig. 1 den Aufriss eines erfindungsgemässen Scherentrennschalters mit durch Abschirmkalotten abgedeckten Hebelgelenken, Fig. 2 eine vergrösserte Ansicht eines
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von der Abschirmkalotte befreiten Hebelgelenkes gemäss Fig. 1 in der Einschaltstellung, Fig. 3 das
Hebelgelenk gemäss Fig. 2 in der Ausschaltstellung, Fig. 4 eine Ansicht des Hebelgelenkes in Rich- tung des Pfeiles IV in der Fig. 2, Fig. 5 eine der Fig. 2 ähnliche Darstellung des mit einer andern
Dämpfungsvorrichtung versehenen Hebelgelenkes in der Einschaltstellung, Fig. 6 das Hebelgelenk ge- mäss Fig. 5 in der Ausschaltstellung und Fig. 7 eine Ansicht des Hebelgelenkes in Richtung des
Pfeiles VII in der Fig. 5.
Grundsätzlich kann der Scherentrennschalter --1-- gemäss Fig.1 mit sämtlichen Ausführungs- formen von Dämpfungsvorrichtungen ausgerüstet werden. Daher weisen die Trennschalterteile in allen Zeichnungen die gleiche Bezeichnung auf.
Auf einer den nicht sichtbaren Antrieb enthaltenden Basis-2- (Fig. l) ist eine Tragsäule - und eine Antriebssäule --4-- vorgesehen, welche die Basis --2-- mit einem Sockel-5- verbinden, in dem ein Getriebe enthalten ist, und die Hebelgestänge --5 und 6'-- durch die
Lager-7 bzw. 7'-schwenkbar gelagert sind. Die Hebelgestänge-6 und 6'--sind durch das
Scherengelenk --8-- miteinander verbunden und halten das Kontaktstück --9-- zwischen ihren
Enden in der Einschaltstellung fest. Jedes der Hebelgestänge --6 bzw. 6'-- weist zwei Hebel - 60 und 61 bzw. 60'und 61'-auf, die durch ein Hebelgelenk --62 bzw. 62'-- verbunden sind.
Die Hebelgelenke-62 bzw. 62'-sind in Fig. 1 unter Abschirmkalotten --63 bzw. 63'-- angeord- net. In den übrigen Zeichnungen sind die Hebelgelenke ohne diese Kalotten gezeichnet.
Da mit Ausnahme der Dämpfungsvorrichtung die Hebel --60 und 61-- sowie das Gelenk --62-- als solches in den Fig. 2 bis 7 ähnlich ausgebildet sind, tragen sie auch die gleichen Bezugs- zeichen. Der Hebel --60-- ist starr mit der Nabe --600-- verbunden, in der die Achse-600'- für den andern Hebel --61-- befestigt ist.
Die Ausführungsform nach den Fig. 2 bis 3 weist an der mit dem Hebel --60-- starr verbun- denen Nabe --600-- drehfest angebrachte Reibteile --601-- auf, die an den in Fig. 4 bezeich- neten Reibflächen --602-- des doppelten Hebels --61--, der in den Fig. 2 und 4 in Einschalt- stellung gezeichnet ist, reiben. Dagegen sind Reibteil --601-- und Reibfläche --602-- in der Ausschaltstellung gemäss Fig. 3 getrennt und bleiben dies auch auf dem grössten Teil --603-- des Schaltweges-604- (Fig. 3). Erst wenn der in Fig. 1 strichpunktiert in der Ausschaltstellung gezeichnete Schalter-l-nahezu in Einschaltstellung ist, beginnen der Reibteil --601-- und die Reibfläche --602-- aneinander zu reiben.
Dann aber ist der Kraftbedarf zum Einschalten schon so gering, dass der Antrieb mit Leichtigkeit auch noch diese Reibkraft überwinden kann, wobei auch die bewegten Massen mithelfen.
Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 5 bis 7 ist am Hebel --61-- als Dämpfungsvorrichtung beiderseits je ein Kolbenstossdämpfer --661-- mit Betätigungsstange --662-- vorgesehen, deren Ende ein als Doppelauflaufkurve ausgebildetes Widerlager --663-- beaufschlagt, wenn sich der Trennschalter in der Einschaltstellung (Fig. 5 und 7) befindet. Das Widerlager --663-- ist zur Herstellung der Passung mit dem Ende der Betätigungsstange --662-- ausgebildet, und man erkennt an Hand der beiden Doppel-Pfeile in Fig. 6, dass der Unterschied zwischen dem Schaltwinkel --664-- und dem Winkel zwischen Ausschaltstellung und der ersten Berührung der Betätigungsstange --662-- mit dem Widerlager --663-- nur klein ist.
Dies bedeutet, dass die Dämpfungsvorrichtung erst kurz vor Erreichen der Einschaltstellung aktiviert wird, während sie sonst wirkungslos und für den Antrieb praktisch unerheblich bleibt.
Ähnlich wie in den Fig. 5 bis 7 kann man auch magnetische und andere Dämpfungsvorrichtungen einsetzen.
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