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Die Erfindung betrifft einen Kunststoff-Langlaufski mit einem Kern, einem auf der Unterseite des Kernä angeordneten Zuggurt und einem auf der Oberseite des Kerns angeordneten Druckgurt, wobei der Kern vom Zuggurt zum Druckgurt in seiner Breite abnimmt und im Bindungsbereich des Skis höher als in den Endbereichen ist.
Aus den AT-PS Nr. 296106 und Nr. 276178 sind Kunststoff-Ski bekannt, die einen Kern, einen auf der Unterseite des Kerns angeordneten Zuggurt und einen auf der Oberseite des Kerns angeordneten Druckgurt aufweisen. Aus der DE-OS 1958349 ist weiterhin ein alpiner Kunststoff-Ski dieser Art bekannt, bei dem die Seitenwände so zueinander geneigt sind, dass sich der Skiquerschnitt nach oben hin verjüngt, mit dem Zweck, die Sicherheit gegen seitliches Abrutschen noch zusätzlich zu erhöhen, so dass Steilhänge auch dann gefahrlos befahren werden können, wenn sie vereist sind. Langlaufskier, die in dieser Art hergestellt werden, müssen besonders im Mittelteil relativ dick sein, um dem Ski eine ausreichende Steifigkeit und Spannung zu verleihen, so dass der Ski unter Belastung möglichst gleichmässig und mit möglichst gleichem Druck auf der Schneeunterlage aufliegt.
Auf Grund des erheblichen Materials, das für eine ausreichende Steifigkeit und Spannung erforderlich ist, werden Langlaufskier dieser Art relativ schwer. Die hohen Seitenflächen des Skis stellen darüberhinaus einen hohen Widerstand insbesondere beim Kurvenlauf und bei nassem Schnee dar, so dass eine starke Bremswirkung durch die hohen Seitenflächen auftritt. Weiterhin befindet sich der Skischuh direkt auf der Oberfläche des Skis, so dass sich an ihm der Schnee staut und dadurch ein höherer Widerstand zu überwinden ist, was insbesondere bei Langlaufrennen über lange Strecken von Nachteil ist.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Kunststoff-Langlaufski zu schaffen, der ohne Beeinträchtigung der Steifigkeit und Spannung mit geringerem Materialbedarf auskommt und dadurch leichter ist, und der einen geringen Widerstand im Schnee sowohl hinsichtlich des Schneestaus vor dem Skischuh als auch hinsichtlich des Skiwiderstandes selbst bietet.
Diese Ausgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass der Kern einen mit dem Zuggurt verbundenen Sockelteil sowie einen nach oben anstehenden und sich verjüngenden Schaftteil aufweist.
Durch die erfindungsgemässe Ausbildung des Kerns ergibt sich-statisch gesehen-eine Kraftkomponente senkrecht zur Skigleitfläche, wodurch die Zug- und insbesondere die Druckkräfte optimaler vom Zug- und insbesondere vom Druckgurt aufgenommen werden können. Daher brauchen die Zug- und Druckgurte und/oder der Skikern weniger stark als bei herkömmlichen Skiern ausgebildet zu sein, wodurch neben dem Vorteil der Materialeinsparung insbesondere auch ein leichterer Ski ohne Beeinträchtigung der Steifigkeit bzw. der Spannung des Skis geschaffen werden kann, was bei Langlaufskiern und insbesondere bei Langlauf-Rennskiern von ausschlaggebender Bedeutung ist.
Durch den erhabenen Steg steht der Skiläufer auf dem Skischuh relativ hoch über der Lauffläche, so dass sich der auf den Ski fallende Schnee nicht vor dem Skischuh staut, sondern an den Skiseiten abgleiten bzw. unter dem Skischuh hindurchgleiten kann. Auf Grund der Tatsache, dass der die Gleitfläche bildende Skiteil, nämlich der Zuggurt, wesentlich dünner als bei herkömmlichen Skiern ausgebildet ist, wird auch der Widerstand und die Bremswirkung durch die Seitenflächen des Skis wesentlich verringert.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform ist auf dem Druckgurt eine hinsichtlich der Kernbreite breitere Skiauflagefläche für die Bindung vorgesehen. Dadurch erhält der Skischuh eine sichere Auflagefläche und die Skibindung kann in einfacher Weise montiert werden.
Das Profil des als Kern ausgebildeten Steges in der Skilängsachse ist vorteilhafterweise so gewählt, dass der Ski bei Belastung über die gesamte Skilänge hinweg mit gleichmässigem Auflagendruck auf der Skiunterlage aufliegt. Der Steg lässt sich auf einfache Weise und auch nachträglich noch so bearbeiten, dass die Steghöhe und damit der Auflagendruck an das jeweilige Gewicht des einzelnen Skiläufers, insbesondere des Rennläufers, leicht angepasst werden kann.
Der relativ schmale Steg, der dem Ski die Steifigkeit und Spannung verleiht, lässt sich mit sehr geringen Toleranzen hinsichtlich der Gesamtskispannung ohne Schwierigkeiten auch nach Fertigstellung noch verändern, indem das Profil des Steges durch Abschleifen oder Abhobeln verändert wird.
Die Enden des Steges gehen vorzugsweise kontinuierlich in den die Gleitfläche bildenden
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Skiteil über, so dass der Widerstand an den Enden des Skis gegenüber dem Schnee gering ist.
Der Steg kann gleichmässig dick sein, jedoch vorzugsweise auch ein Querprofil aufweisen, mit dem der Auflagedruck der Fläche quer zur Skilängsachse über die gesamte Skilänge hinweg bei Belastung gleichmässig ist. Dadurch wird verhindert, dass bei einer ungleichmässigen Belastung in der Skiquerachse der die Gleitfläche bildende Skiteil nach oben gedrückt wird.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnungen beispielsweise näher erläutert.
Es zeigen : Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Skis in Seitenansicht ; Fig. 2 einen Querschnitt entlang der in Fig. 1 eingezeichneten Schnittlinie A-A ; Fig. 3 einen Querschnitt entlang der in Fig. 1 eingezeichneten Schnittlinie B-B ; und Fig. 4 einen Querschnitt durch eine weitere Ausführungsform des Skis, bei der der die Gleitfläche bildende Teil auf der Gleitfläche konkav ausgebildet ist.
Wie den Fig. 1 bis 4 zu entnehmen ist, weist der erfindungsgemässe Ski einen relativ dünnen, die Gleitfläche bildenden Skiteil-l-als Zuggurt, einen als Steg ausgebildeten Kern-2auf der Oberseite des die Gleitfläche bildenden Skiteils --1--, sowie einen Druckgurt --4-- auf.
Da der die Gleitfläche bildende Teil-l-des Skis relativ dünn ist, weisen die Seitenflächen des erfindungsgemässen Skis eine relativ geringe Höhe auf, so dass ein geringer Widerstand des Skis gegenüber dem Schnee an den Seitenflächen auftritt.
Auf der Oberseite des die Gleitfläche bildenden Skiteils --1-- ist der Kern --2-- beispielsweise mit einer Klebeverbindung befestigt. Wenn der Kern bzw. Steg aus demselben Material wie der die Gleitfläche bildende Skiteil --1-- hergestellt ist, kann dieser auch einstückig in den Steg --2-- übergehen.
Der Kern --2-- weist einen breiten Sockelteil --2a-- und einen relativ schmalen, nach oben weisenden Schaftteil --2b-- auf. Der relativ breite Sockelteil --2a-- versteift den die Gleitfläche bildenden Skiteil --1--, so dass die bezüglich der Querrichtung aussenliegenden Bereiche des die Gleitfläche bildenden Skiteils --1-- sich bei einer ungleichmässigen Belastung nicht nach oben biegen, was zu einer konvexen Form der Gleitfläche führen würde. Es ist jedoch auch denkbar, dass ein Nachobenbiegen des die Gleitfläche bildenden Teils bei einer ungleichmässigen Querbelastung in bestimmten Fällen wünschenswert ist.
In einem solchen Fall wird der Sockelteil --2a-des Kerns --2-- weniger breit ausgebildet, oder es wird für den Sockelteil --2a-- bzw. für den gesamten Kern --2-- ein Material verwendet, das eine gewisse Elastizität besitzt. Der Sockelteil --2a-- dient auch dazu, eine grössere Verbindungsfläche zwischen dem die Gleitfläche bildenden Skiteil --1-- und dem Kern --2-- zu schaffen. Vorzugsweise ist das Profil des Sockelteiles --2a--, entsprechend dem verwendeten Material für den Kern --2-- bzw. für den Sockelteil --2a--, so ausgebildet, dass auch bei einer sehr ungleichmässigen Belastung des Skis in Querrichtung die Gleitfläche in Querrichtung des Skis immer eben bleibt.
Wenn für den die Gleitfläche bildenden Skiteil --1-- ein steifes Material verwendet wird, kann auf den Sockelteil --2a-- des Kerns --2--
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--2b-- des Kerns --2-- istSkiteil --1-- über.
Bezüglich der Längsrichtung des Skis weist, der Kern --2-'- bzw. der Schaftteil-2b-- des Kerns - ein Profil auf, wie es beispielsweise in Fig. 1 dargestellt ist. Der Kern --2-- bzw. sein Schaftteil --2b-- ist in der Mitte des Skis, wo der Skischuh aufliegt, am höchsten und die Höhe des Kerns --2-- nimmt dann zur Skispitze und dem Skiende hin allmählich ab. Das Profil des Kerns --2-- wird dabei so gewählt, dass der Ski bei einer Belastung über seine gesamte Länge hinweg mit gleichmässigem Druck auf dem Ski aufliegt. Die Höhe des Kerns --2-- bzw. das Längsprofil desselben hängt unter Berücksichtigung eines gleichmässigen Auflagedruckes des Skis über die gesamte Länge hinweg von der Skilänge, dem Gewicht des Skiläufers und dem verwendeten Material ab.
Da der Kern --2-- quer zur Skilängsrichtung relativ schmal ist, ist es in einfacher Weise möglich, die Höhe des Kerns --2-- über die gesamte Länge hinweg so auszubilden, dass die Forderung eines gleichmässigen Auflagedruckes über die gesamte Skilänge hinwegt leicht erfüllt werden kann. Es ist nämlich möglich, durch entsprechendes Abnehmen von Material, beispielsweise durch Abschleifen oder Abhobeln, den Ski an das individuelle Gewicht eines Skiläufers anzupassen.
Oder anders ausgedrückt, auf Grund des schmalen Kerns --2-- ist es bei der Fertigung oder
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Nachbehandlung möglich, die Spannung des Skis sehr genau einzustellen. Bei dem erfindungsgemässen Ski lässt sich die Spannung des Skis sogar auch nachträglich bzw. beim Nachlassen der Spannung des Skis beispielsweise dadurch korrigieren bzw. erhöhen, dass auf die Oberseite des Skiers Streifen oder Leisten aufgeklebt oder auflaminiert werden, deren Dicke bzw. deren Lage in Längsrichtung des Skis entsprechend gewählt wird.
Der Druckgurt --3-- (Fig. 2) ist in dem Bereich, auf dem der Schuh aufliegt, verbreitet, um einen stabilen Stand des Schuhs zu erreichen und die Skibindung anzubringen. Dieser die Schuhauflagefläche bildende Teil --3-- des erfindungsgemässen Skis kann auf seiner Unterseite stetig bzw. im Querschnitt gesehen in einer Krümmung in den Kern --2-- übergehen oder, wie dies Fig. 2 zeigt, in einen rechten Winkel auf dem Kern --2-- angebracht sein bzw. in den Kern - übergehen.
Normalerweise besteht der Ski aus einem das grösste Volumen des Skis bildenden Skikern, der etwa aus Holz, Aluminium, einem Kunststofflaminat oder einer Kombination aus Kunststoff und Holz besteht, sowie einem Zuggurt an der Unterseite und einem Druckgurt an der Oberseite des Skis, die den Skikern auf der Ober- und Unterseite umschliessen und zur Spannung des Skis beitragen. Die Seitenteile des Skikerns sind an den seitlichen Flächen mit Seitenwangen versehen.
Wie bereits beschrieben, bildet der Steg den Skikern --2-- und der die Gleitfläche bildende Skiteil --1-- den Zuggurt. Die dem Druckgurt entsprechende Schicht oder Auflage --4-- ist bei dem erfindungsgemässen Ski auf die Oberseite des Kerns --2-- aufgebracht. Dadurch wird das Verfahren zur Herstellung des erfindungsgemässen Skis einfach und kostengünstig.
Ausgehend von einem solchen Kunststoff-Ski mit einem Skikern, einem Zuggurt und einem Druckgurt ist bei einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der die Skilauffläche bildende Teil, nämlich der Zuggurt, aus einer Glasfaser verstärkten Schicht, aus Holz oder aus einer Kombination von Kunststoff und Holz, gegebenenfalls mit einer dünnen Gummischicht zur Schwinungsdämpfung hergestellt und beispielsweise 3 mm dick. Über dem Steg befindet sich der Druckgurt, der aus verstärktem Kunststofflaminat besteht und beispielsweise ebenfalls 3 mm dick ist. Aus Gründen der einfachen Herstellung oder auf Grund der für die Herstellung vorgesehenen Form erstreckt sich der den Druckgurt bildende Kunststoff über die Seitenwangen des Skikerns hinweg zum Zuggurt und überdeckt diesen auf der Oberseite.
Die Schichtdicke kann dabei an den Seitenwangen gering sein, da dort auf diese Schicht keine wesentlichen Kräfte einwirken. Dagegen muss die Kunststoffschicht auf der Oberseite des Skikerns, also da, wo die Kunststoffschicht den Druckgurt bildet, wesentlich dicker und gegebenenfalls mit Glasfasern oder Carbonfasern verstärkt sein.
Je nachdem, ob der Zuggurt noch weiter verstärkt werden muss, kann auch auf der Oberseite des Zuggurts diese den Skikern umgebende Kunststoffschicht dicker oder dünner ausgebildet sein.
Gemäss einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist der Skikern in einem durch die genannte Kunststoffschicht gebildeten Hohlraum eingeschäumt, so dass dadurch die Herstellungskosten wesentlich verringert werden. Auf Grund der stabilen und relativ dicken Kunststoffschicht auf der Oberseite des Skikerns, die als Druckgurt dient, ist in vielen Fällen eine Auflagefläche bzw. eine Schuhplatte nicht erforderlich, vielmehr kann die Bindung direkt durch Kleben oder eine sonstige Verbindung auf dem Druckgurt befestigt sein.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Kunststoff-Langlaufski mit einem Kern, einem auf der Unterseite des Kerns angeordneten Zuggurt und einem auf der Oberseite des Kerns angeordneten Druckgurt, wobei der Kern vom Zuggurt in seiner Breite abnimmt und im Bindungsbereich des Skis höher als in den Endbereichen ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern (2) einen mit dem Zuggurt (1) verbundenen Sockelteil (2a) sowie einen nach oben abstehenden und sich verjüngenden Schaftteil (2b) aufweist.