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Die Erfindung betrifft eine Aufstellvorrichtung für einen flächigen Grundkörper, insbesondere einen Bilderrahmen, an dessen Rückwand ein Ausstellfuss schwenkbar gelagert ist, dessen Schwenk- bereich durch einen Feststeller begrenzt ist, der einenends mit der Rückwand und andernends mit dem Ausstellfuss verbunden ist.
Bei den bekannten Aufstellvorrichtungen für Bilderrahmen od. dgl. weist der Feststeller eine bestimmte Länge auf und ist an bestimmten, vorgegebenen Stellen einerseits mit der Rückwand und anderseits mit dem Ausstellfuss verbunden. Aus diesem Grunde ist ein bestimmter Winkel zwischen der Rückwand und dem Ausstellfuss vorgegeben, welcher nicht verändert werden kann. Es ist daher bei den bekannten Aufstellvorrichtungen nicht möglich, die Schräglage, welche der Bilderrahmen od. dgl. zur Aufstellfläche einnimmt, zu verändern. Eine solche Veränderung der Schräglage des Bilderrahmens od. dgl. wird jedoch häufig gewünscht, um eine richtige Betrachtung des Bildes in Abhängigkeit von der Anordnung des Bilderrahmens od. dgl. zu ermöglichen.
Hiefür sollte der Neigungswinkel des Bilderrahmens in Abhängigkeit von der Höhenlage der Stellfläche veränderbar sein.
Ein weiterer Nachteil der bekannten Aufstellvorrichtungen besteht darin, dass für verschieden grosse Rückwände auch verschiedene Aufstellvorrichtungen erforderlich sind. Zwar ist es möglich, die Befestigungsstelle des Ausstellfusses an der Rückwand zu variieren, um die Länge dieses Ausstellfusses der Höhe der Rückwand anzupassen, eine gleichfalls erforderliche Anpassung des Winkels, den der Ausstellfuss mit der Rückwand einschliesst, ist jedoch bei den bekannten Aufstellvorrichtungen zumindest ohne zusätzliche Bearbeitung von Teilen der Aufstellvorrichtung nicht möglich.
Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, eine Aufstellvorrichtung für einen flächigen Grundkörper, insbesondere einen Bilderrahmen, zu schaffen, welche einfach herstellbar ist und dennoch die Einstellung verschiedener Winkellagen ermöglicht. Die Erfindung geht hiebei aus von einer Aufstellvorrichtung der eingangs beschriebenen Art und besteht im wesentlichen darin, dass der Feststeller mit einem Gleitstück versehen ist, das in einer in Längsrichtung des Ausstellfusses angeordneten Führung verschiebbar und in verschiedenen Lagen fixierbar ist.
Die erfindungsgemässe Ausbildung ermöglicht es auf einfache Weise durch Verschieben des mit dem Feststeller verbundenen Gleitstückes, die Befestigungsstelle des Feststellers am Ausstellfuss zu verändern und dadurch bei gleichbleibender Länge des Feststellers den Winkel, den der Ausstellfuss mit der Rückwand einschliesst, zu variieren und den jeweiligen Erfordernissen anzupassen.
Zweckmässig ist die Führung als Schwalbenschwanzführung ausgebildet und das Gleitstück weist eine im Querschnitt der Führung angepasste Gestalt auf. Eine solche Führung ist leicht herstellbar und ermöglicht eine Verschiebung des Gleitstückes, ohne dass dieses jedoch aus der Schwalbenschwanzführung herausgezogen werden kann.
Um das Gleitstück ohne Schwierigkeiten in diese Schwalbenschwanzführung einführen zu können, ist gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung vorzugsweise zumindest ein Ende der Führung von parallelen Seitenwänden begrenzt, deren Abstand etwa der grössten Breite des Gleitstückes entspricht. Bei einer solchen Ausführung kann das Gleitstück etwa senkrecht zur Verschieberichtung in den von parallelen Seitenwänden begrenzten Teil der Führung eingesetzt werden und gelangt lediglich durch Verschiebung in der Führung in den als Schwalbenschwanzführung ausgebildeten Bereich, wo ein unerwünschtes Austreten des Gleitstückes aus der Führung verhindert wird.
Gleichfalls um das Einführen des Gleitstückes in die Führung zu erleichtern und um ein von parallelen Seitenwänden begrenztes Ende der Führung, falls ein solches vorhanden ist, kürzer gestalten zu können, kann erfindungsgemäss die Führung an wenigstens einem Ende offen sein.
Wie bereits erwähnt, muss das Gleitstück in den verschiedenen Lagen fixiert werden können, damit der Feststeller die gewünschte Lage beibehält. Im einfachsten Fall kann die Fixierung durch Reibungsschluss erfolgen. Es kann jedoch, beispielsweise durch Herstellungstoleranzen bedingt, in einem solchen Fall entweder eine zu strenge Passung des Gleitstückes in der Führung vorhanden sein, so dass ein Verschieben des Gleitstückes nur mit grosser Kraftanstrengung möglich ist, oder ein solches Spiel zwischen Gleitstück und Führung, dass die erforderliche Fixierung nicht mehr gegeben ist. Ein solches Spiel kann auch dann auftreten, wenn das Gleitstück häufig verschoben wird.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind daher wenigstens eine Seitenwand, vorzugsweise beide Seitenwände der Führung sowie die entlang dieser Seitenwände ver-
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schiebbaren Flächen des Gleitstückes mit Ausnehmungen und in diese Ausnehmungen federnd eingreifenden Vorsprüngen versehen, so dass immer dann, wenn ein Vorsprung in eine Ausnehmung eingreift, eine sichere Fixierung des Gleitstückes und damit des Feststellers gegeben ist. Das Gleitstück kann sowohl die Ausnehmungen als auch die Vorsprünge aufweisen, die Seitenwände der Führung besitzen dann jeweils das andere Element. Dadurch, dass die Vorsprünge federnd, in die Ausnehmungen eingreifen, wird ohne weitere Massnahmen eine Verschiebung des Gleitstückes in der Führung möglich, wobei der federnd ausgebildete Teil entsprechend verformt wird.
Diese federnde Ausbildung kann beispielsweise gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung dadurch erzielt werden, dass das freie Ende des Gleitstückes geschlitzt ausgebildet ist, wobei zwei das federnde Eingreifen der Vorsprünge in die Ausnehmungen bewirkende federnde Zungen bestehen.
Um einerseits bei federnder Ausbildung ein leichtes Verschieben, anderseits eine sichere Fixierung des Gleitstückes in der Führung zu gewährleisten, weisen zweckmässig die Ausnehmungen und die Vorsprünge eine kreissegmentförmige Form auf.
Eine besonders einfache Ausführungsform ergibt sich dann, wenn der Feststeller über einen mit der Rückwand verbundenen Befestigungsteil mit dem Ausstellfuss verbunden ist, wobei zwischen dem Feststeller und dem Befestigungsteil sowie zwischen dem Ausstellfuss und dem Befestigungsteil Sollbiegestellen vorgesehen sind. Es können dann der Ausstellfuss mit der Führung, der Befestigungsteil und der Feststeller mit dem Gleitstück in einem Arbeitsvorgang hergestellt werden und es erfolgt durch die Verbindung des Befestigungsteiles mit der Rückwand auch gleichzeitig eine Verbindung sowohl des Ausstellfusses als auch des Feststellers, wobei sich diese Verbindungsstellen automatisch in ihrer richtigen Lage befinden.
Um sicherzustellen, dass in der Transportlage, in welcher sich das Gleitstück ausserhalb der Führung befindet, sowohl der Feststeller als auch der Ausstellfuss in einer Lage parallel zur Rückwand und eng an dieser anliegend befinden, so dass das Transportvolumen klein gehalten werden kann, ist gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung zwischen dem Befestigungsteil und dem Ausstellfuss eine Arretiervorrichtung vorgesehen, die vorzugsweise von in Öffnungen des Befestigungsteiles elastisch eingreifenden Zapfen gebildet ist. Diese Zapfen bewirken bei einem Eingreifen in die zugehörigen Öffnungen eine Fixierung des Ausstellfusses am Befestigungsteil, wobei hiedurch auch der sich zwischen Ausstellfuss und Rückwand befindliche, gleichfalls mit dem Befestigungsteil verbundene Aussteller in die gewünschte Lage einnimmt.
Weiters ist es von Vorteil, wenn erfindungsgemäss im Befestigungsteil mehrere Öffnungen zum wahlweisen Einsetzen von Befestigungsnieten od. dgl. vorgesehen sind, so dass die Verbindungsstelle zwischen dem Befestigungsteil und der Rückwand durch Wahl einer bestimmten Öffnung innerhalb gewisser Grenzen variiert werden kann. Dies ist dann von Vorteil, wenn eine erfindungsgemässe Aufstellvorrichtung bestimmter vorgegebener Grösse für verschiedengrosse Bilderrahmen verwendet werden soll, vor allem aber auch dann, wenn die Aufstellvorrichtung um die Niete od. dgl.. mit welcher der Befestigungsteil an der Rückwand verbunden ist, verdreht werden soll, um den Bilderrahmen sowohl im Hochformat als auch im Querformat verwenden zu können.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn die erfindungsgemässe Aufstellvorrichtung aus gespritztem Kunststoff besteht, da in diesem Fall sämtliche Teile dieser Aufstellvorrichtung auf einfache und dennoch funktionssichere Weise in einem einzigen Arbeitsvorgang hergestellt werden können.
In den Zeichnungen ist die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispieles schematisch veranschaulicht. Fig. 1 zeigt die erfindungsgemässe Aufstellvorrichtung in einem Schnitt senkrecht zur
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Die Rückwand-l-eines nicht näher dargestellten Bilderrahmens od. dgl. ist über eine Auf- stellvorrichtung --2-- abgestützt. Diese zweckmässig aus gespritztem Kunststoff bestehende Aufstellvorrichtung --2-- weist einen Ausstellfuss --3-- auf, der über eine Sollbiegestelle --4-- verringerten Querschnitts mit einem Befestigungsteil --5-- schwenkbar verbunden ist, der wieder über eine Sollbiegestelle --6-- verringerten Querschnitts mit einem Feststeller --7-- in schwenkbarer Verbindung steht, der seinerseits wieder mit dem Ausstellfuss --3-- verbunden ist. Der Feststeller --7-bestimmt die Lage des Ausstellfusses --3-- und damit den Winkel, den dieser Ausstellfuss --3-- mit der Rückwand-l-einschliesst.
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Der Befestigungsteil -5-- weist drei Öffnungen --8-- für die Verbindung mit der Rückwand - auf. In eine dieser Öffnungen --8-- ist eine Niete --9-- eingesetzt, die mit der Bilderrahmenrückwand vernietet ist. Um diese Niete --9-- kann die Aufstellvorrichtung --2-- verschwenkt werden, so dass bei einem rechteckigen oder ovalen Bilderrahmen od. dgl. dieser sowohl auf der Breitseite als auch auf der Schmalseite aufgestellt werden kann. Durch Wahl einer, entsprechenden Öffnung-8-, in welche die Niete --9-- eingesetzt wird, kann eine Anpassung an verschiedene Bilderrahmengrössen vorgenommen werden.
Damit der Kopf der Niete --9-- bei zusammengeklappter Aufstellvorrichtung, bei welcher sowohl der Feststeller --7-- als auch der Ausstellfuss --3-- parallel zur Rückwand --1-- an dieser anliegen, nicht störend vorragt, ist dieser Kopf in einer Einsenkung --10-- im Befestigungsteil --5-- untergebracht.
Wie aus den Fig. 2 bis 5 hervorgeht, weist der Ausstellfuss --3-- einen U-förmigen Querschnitt auf, wobei, wie die Fig. 2,4 und 5 zeigen, im Längsmittelbereich zwischen den beiden Schenkeln des U eine Führung --11-- vorgesehen ist, in der ein mit dem Feststeller --7-- über eine Sollbie- gestelle --12-- verbundenes Gleitstück --13-- verschiebbar angeordnet ist. Die Führung --11-- ist über den Grossteil ihrer Länge, wie aus Fig. 5 deutlich wird, als Schwalbenschwanzführung ausgebildet und das Gleitstück --13-- weist einen entsprechenden Querschnitt auf.
Dadurch wird sichergestellt, dass ein Verschieben des Gleitstückes --13-- in Längsrichtung der Führung möglich ist,
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dort senkrecht zum Grund der Führung und zueinander parallel, wobei der Abstand dieser parallelen Seitenwände --15-- etwa der grössten Breite des Gleitstückes --13-- entspricht, so dass dort das Gleitstück aus der Führung entfernt werden kann.
Diese Anordnung ermöglicht ein einfaches Einführen des Gleitstückes in die Führung --11--, jedoch auch ein Herausnehmen des Gleitstückes --13-- aus der Führung, so dass Feststeller --7-- und Gleitstück --13-- in die in Fig. 1 strichliert dargestellte Lage gebracht werden können, in der dann auch der Ausstellfuss - an die Rückwand-l-angeklappt werden kann. Die Anordnung ist hiebei so getroffen, dass Feststeller --7-- mit Gleitstück --13-- im Inneren des U-förmigen Ausstellfusses --3-- aufgenommen sind, so dass in dieser Transportstellung der Platzbedarf gering ist.
Um eine Fixierung des Aus- stellfusses --3-- in dieser Transportstellung zu gewährleisten, ragen im oberen Bereich des Aus- stellfusses --3-- zwei Zapfen --16-- (s. Fig. 2 und 3) heraus, die bei an die Rückwand-l-an- geklapptem Ausstellfuss in entsprechende Öffnungen des Befestigungsteiles --5-- federnd eingreifen und dadurch den Ausstellfuss --3-- in seiner Lage halten.
Zur Fixierung des Gleitstückes --13-- in den verschiedenen Stellungen weisen die Seitenwände der Führung --11-- kreissegmentförmige Ausnehmungen --17-- auf, in welche entsprechend ausgebildete Vorsprünge --18-- am Gleitstück --13-- federnd eingreifen. Damit die Vorsprünge - bei einem Verschieben des Gleitstückes --13-- zurückfedern können, ist am freien Ende des Gleitstückes --13-- ein Schlitz --19-- vorgesehen, so dass federnde, mit den Vorsprüngen-18-ver- sehene Zungen --20-- gebildet werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Aufstellvorrichtung für einen flächigen Grundkörper, insbesondere einen Bilderrahmen, an dessen Rückwand ein Ausstellfuss schwenkbar gelagert ist, dessen Schwenkbereich durch einen Feststeller begrenzt ist, der einenends mit der Rückwand und andernends mit dem Ausstellfuss verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Feststeller (7) mit einem Gleitstück (13) versehen ist, das in einer in Längsrichtung des Ausstellfusses (3) angeordneten Führung (11) verschiebbar und in verschiedenen Lagen fixierbar ist.