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Feuerhemmende Türflügel müssen normgemäss bestimmten Mindestbedingungen in bezug auf die Wärmeübertragung von einer Türseite auf die andere entsprechen. Solche bekannte feuerhemmende Türflügel weisen üblicherweise zwei unter Zwischenschaltung von wärmedämmenden Zwischenlagen miteinander verbundene und Türfüllungen tragende Rahmen aus gegen Wärme widerstandsfähigem Material auf. Bei einem der bekannten Türflügel dieser Art, beispielsweise bei einem Türflügel gemäss der DE-PS Nr. 136795 oder Nr. 265858, sind zwei den Türflügel bildende Blechplatten unter Zwischenschaltung des wärmebeständigen Materials miteinander verbunden. Dies hat naturgemäss zur Voraussetzung, dass solche bekannte feuerhemmende Türflügel architektonischen Forderungen nicht angepasst werden müssen.
Ein wesentlicher Nachteil solcher Türflügel besteht aber darin,
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Türflügelseiten im Brandfalle tritt ein Verwerfen des Türflügels auf. Der auf der Brandseite be- findliche Rahmen dehnt sich samt Füllung stärker als der auf der kalten Seite befindliche Rahmen samt Füllung, so dass ein Verwerfungseffekt ähnlich wie bei einem Bimetall-Wärmefühler auftritt.
Die mit einem solchen Türflügel ausgestattete Türe klafft somit, was zur Folge hat, dass Rauch- gase und Flammen in unzulässiger Weise von der Brandseite in den zu schützenden Raum über- treten.
Die Erfindung bezieht sich nun auf einen feuerhemmenden Türflügel, welcher zwei unter
Zwischenschaltung von wärmedämmenden Zwischenlagen miteinander verbundene und Türfüllungen tragende Rahmen aus gegen Wärme widerstandsfähigem Material aufweist und zielt darauf ab, beliebige Ausbildungen des Türflügels unter Berücksichtigung architektonischer Forderungen zu ermöglichen und ein Verziehen des Türflügels bei nur einseitiger Hitzebeaufschlagung im Brand- fall zu vermeiden.
Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, dass einer der Rahmen in miteinander in Richtung der Rahmenholme beweglich verbundene Rahmenteile unterteilt ist und der andere Rahmen starr ausgebildet ist und dass jeder Rahmenteil der unterteilten Rahmen nur an einer einzigen Stelle mit dem starren Rahmen starr verbunden ist. Dadurch, dass die Türflügel von Rahmen gebildet sind, wird es ermöglicht, die innerhalb der Rahmen angeordneten Türfüllungen architektonischen Anforderungen anzupassen. Diese Füllungen können nun aus Blech oder vorteilhafterweise aus wärmebeständigem Glas gebildet sein, was von besonderem Vorteil ist.
Dadurch, dass der eine der beiden Rahmen starr ausgebildet ist, wird die Formbeständigkeit des Türflügels gewährleistet und dadurch, dass der andere Rahmen in gegeneinander beweglichen Rahmenteile unterteilt ist, welche Rahmenteile mit dem starren Rahmen höchstens an einer Stelle starr verbunden sind, kann dieser unterteilte Rahmen die Wärmedehnungen des starren Rahmens mitmachen. Es entstehen daher keine Wärmespannungen zwischen den beiden Rahmen, welche zu einem Verwerfen des Türflügels führen würden.
Dadurch, dass jeder Rahmenteil höchstens an einer Stelle mit dem starren Rahmen starr verbunden ist, können sich Wärmespannungen in den einzelnen Rahmenteilen nicht ausbilden. Es können somit die Vorteile, welche durch die Ausbildung eines solchen feuerhemmenden Türflügels mit Rahmen in bezug auf die architektonische Ausbildung und auf die Festigkeit erreicht werden, ausgenutzt werden, ohne dass die Nachteile in bezug auf ein Verwerfen des Türflügels in Kauf genommen werden müssen.
Gemäss der Erfindung sind zweckmässig die Rahmenteile des unterteilten Rahmens durch Gleitführungen miteinander verbunden. Es bleibt somit der unterteilte Rahmen eine Einheit, die als solche mit dem starren Rahmen verbunden ist. Gemäss einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung sind die Gleitführungen an mit den benachbarten Rahmenholmen zusammenwirkenden Zwischenstücken ausgebildet, welche mit dem starren Rahmen starr verbunden sind. Hiebei ist gemäss der Erfindung zweckmässig der unterteilte Rahmen nur im Bereich der Rahmenecken mit dem starren Rahmen starr verbunden. Es sind somit die Enden der Rahmenteile bzw. Rahmenholme unter Vermittlung der Gleitführungen mit dem starren Rahmen verbunden, so dass sich diese Rahmenteile frei dehnen oder relativ zum starren Rahmen frei zusammenziehen können, ohne einen Verwerfungseffekt auf den Türflügel auszuüben.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Rahmenholme des unterteilten Rahmens von Formrohren, insbesondere aus Stahl, gebildet, wobei die Gleitführungen von
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in die Formrohre eingreifenden Gleitstücken gebildet sind. Eine solche Ausbildung ergibt eine grosse Festigkeit des Türflügels und die Stärke der Formrohre kann entsprechend den Festigkeitsan- sprüchen gewählt werden, wozu noch der Vorteil eines gefälligen Aussehens kommt. Gemäss einer vorteilhaften Ausführungsform sind zwischen den Gleitflächen der Gleitführungen Plättchen aus bei im Brandfalle auftretenden Temperaturen schmelzendem Material, vorzugsweise Kunststoff, an- geordnet.
Dies hat den Vorteil, dass die Gleitstücke streng eingepasst werden können, wodurch wieder die Festigkeit des Türflügels erhöht wird, und dass trotzdem im Brennfall die Gefahr einer Verklemmung der Gleitführungen ausgeschaltet wird. Ein solches schmelzendes Material ergibt sogar einen ähnlichen Effekt wie eine Schmierung.
Die Zwischenlagen aus wärmedämmendem Material sind gemäss der Erfindung zweckmässig auf die Breite der Rahmenholme beschränkt. Dies ist dann erforderlich, wenn die Füllungen zwischen den Rahmenholmen aus wärmebeständigem Glas bestehen. Solche wärmebeständige Glasscheiben sind bekannt und ergeben eine gute Wärmedämmung, wenn der Zwischenraum zwischen den Glasscheiben lediglich mit Luft oder gegebenenfalls andern Gasen mit schlechter Wärmeleitfähigkeit gefüllt ist.
In allen Fällen, ob nun die Füllungen aus Glas oder aus Blech oder anderem Material bestehen, können sie mit den Rahmenholmen so weit verschiebbar verbunden sein, dass sie die freie Wärmedehnung der Rahmenholme nicht beeinträchtigen. Bei Füllungen aus Glas wird dies auch bei Verwendung eines gewöhnlichen Kittes ermöglicht.
In den Zeichnungen ist die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispieles schematisch erläutert. Fig. 1 und 2 zeigen einen bekannten Türflügel, bei welchem beide Rahmen starr ausgebildet sind, wobei Fig. l den Normalfall und Fig. 2 den Brandfall zeigt. Fig. 3, 4 und 5 zeigen einen erfindungsgemässen Türflügel. Fig. 5 zeigt eine Ansicht des Türflügels in Richtung des Pfeiles V der Fig. 3, Fig. 3 und 4 zeigen die Seitenansicht des Türflügels in Richtung des Pfeiles III, IV der Fig. 5, wobei Fig. 3 den Normalfall und Fig. 4 den Brandfall zeigt. Fig. 6 und 7 zeigen in grösserem Massstab ein Detail, wobei Fig. 6 eine Seitenansicht in der gleichen Darstellung wie Fig. 3 und Fig. 7 einen Schnitt nach Linie VII-VII der Fig. 6 zeigt.
Bei der Anordnung nach Fig. 1 und 2, welche einen nicht erfindungsgemässen Türflügel zeigen, stellt-l-den Türstock dar. Der Türflügel besteht aus zwei Türfüllungen --2 und 3-- und zwei, die Türfüllungen tragenden starren Rahmen --11 und 12--, die durch Nieten oder Schrauben --4-an mehreren Stellen unter Zwischenschaltung einer wärmedämmenden Zwischenlage --5-- starr miteinander verbunden sind. a ist die Brandseite und b ist die Kaltseite. Im Brandfall dehnt sich die Türfüllung --3-- stärker aus. Infolge der starren Verbindung durch die Bolzen oder Schrauben --4-- tritt ein Bimetall-Effekt ein und der Türflügel verwirft sich so, dass oben und unten Spalte --6-- auftreten, durch welche Rauchgase und Flammen durchtreten können.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 bis 7 ist die Türfüllung --2-- von einem starren Rahmen --7-- getragen, während der die Türfüllung --3-- tragende Rahmen --13-- in Rahmen-
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--8,3-- sind wieder unter Zwischenschaltung einer wärmedämmenden Zwischenlage --5-- miteinander verbunden. Jeder Rahmenteil --8, 9 und 10-- ist aber nur jeweils an einer Stelle durch Schrauben oder Nieten --4-- starr mit dem starren Rahmen --7-- der Türfüllung verbunden, so dass die Rahmenteile --8, 9 und 10-- des unterteilten Rahmens --13-- sich relativ zum starren Rahmen --7-frei dehnen können.
Wie Fig. 6 und 7 zeigen, bestehen die Rahmenholme aus Formrohren --14 und 15-- aus Stahl, wobei die Formrohre --14-- den starren Rahmen --7-- und die Formrohre --15-- die Rahmenteile --8, 9 und 10-- des unterteilten Rahmens --13-- bilden. Gleitstücke --16--, welche mit Bolzen --17-- starr verbunden sind, die in die Rahmenholme --7-- eingeschweisst sind, sind, in die freien Enden der Holme der Rahmenteile --8, 9 und 10-- eingeschoben. Jeder Rahmenteil --8, 9 und 10-- ist somit nur jeweils an einer Stelle durch die Bolzen --4-- mit dem starren Rahmen --7-- starr verbunden und kann am Gleitstück --16-- frei gleiten, so dass Wärmespannungen nicht auftreten können.
--18-- sind zwischen die Gleitflächen eingesetzte Plättchen aus Kunststoff, welche im Brandfalle schmelzen, so dass Verklemmungen vermieden werden.
In Fig. 4 ist wieder die Brandseite mit a die Kaltseite und b bezeichnet. Es dehnen sich daher die Rahmenteile --8, 9 und 10-- des unterteilten Rahmens --13-- und es ist daher auch der
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Abstand zwischen den Enden der Rahmenteile --8, 9, 10-- in übertriebenem Masse kleiner gezeichnet als in Fig. 3 dargestellt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Feuerhemmender Türflügel, welcher zwei unter Zwischenschaltung von wärmedämmenden Zwischenlagen miteinander verbundene und Türfüllungen tragende Rahmen aus gegen Wärme widerstandsfähigem Material aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass einer der Rahmen (13) in miteinander in Richtung der Rahmenholme beweglich verbundene Rahmenteile (8, 9,10) unterteilt ist und der andere Rahmen (7) starr ausgebildet ist und dass jeder Rahmenteil (8, 9,10) der unterteilten Rahmen (13) nur an einer einzigen Stelle (4) mit dem starren Rahmen (7) starr verbunden ist.