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Die Erfindung bezieht sich auf eine Heuwerbungsmaschine, die an der Dreipunkthebevor- richtung eines Schleppers befestigbar ist, mit mindestens einem, um eine aufwärts gerichtete
Achse drehbaren Rechrad, dessen Zinken bzw. Zinkengruppen in bezug auf die Rechradnabe jeweils um zwei Schwenkachsen schwenkbar und mittels Fliehkraft in eine Arbeitsstellung bringbar sind.
Bei bekannten Maschinen dieser Art (z. B. DE-OS 2251149) sind die Zinken gegen Federkraft um die Schwenkachsen verschwenkbar, wobei die Zinken bei stillstehendem Rechrad mittels Feder- kraft in einer Ruhestellung gehalten sind und bei rotierendem Rechrad durch die Fliehkraft in ihre Betriebsstellung nach aussen geschwenkt werden.
Wenn bei einer solchen Maschine die Zinken von Bodenunebenheiten aus ihrer Arbeitslage in Richtung ihrer Ruhelage gestossen werden, ist es für die Qualität der Heubearbeitung wesentlich, dass die Zinken rasch wieder in ihre Arbeitslage zurückkehren, da andernfalls grössere Heumengen unbearbeitet am Boden liegen bleiben. Die Zeit für die Rückkehr der Zinken in die Arbeitslage wird unter anderem von der Rückstellkraft beeinflusst, die sich als Differenz der Fliehkraft und der Federkraft ergibt.
Die Erfindung, deren Ziel in der Verbesserung der Bodenanpassung liegt, wobei insbesondere vermieden werden soll, dass Heu unbearbeitet zurückbleibt, sieht daher, ausgehend von einer
Maschine der eingangs genannten Art, vor, dass die Zinken um beide zugehörigen Schwenkachsen frei verschwenkbar sind und beide Schwenkachsen die Drehachse etwa senkrecht kreuzen.
Die erfindungsgemässe Maschine weist eine sehr gute Bodenanpassung auf, die einerseits im
Fortfall der die Rückkehrbewegung der Zinken hemmenden Federkraft und anderseits in der Er- höhung der Freiheitsgrade durch die Anordnung zweier Schwenkachsen begründet ist. Ein weiterer Vorteil ist darin zu erblicken, dass beim Hochheben der Maschine die Zinken automatisch in eine den Kreiseldurchmesser verringernde Transportlage gelangen, in der sie im wesentlichen gegen den Boden gerichtet sind.
Eine zweckmässige Weiterbildung des Erfindungsgegenstandes zeichnet sich dadurch aus, dass die Zinken an gegenüber der Rechradnabe frei verschwenkbaren Armen befestigt sind.
Hiebei ist es vorteilhaft, wenn die Arme zweiteilig ausgeführt und die Armteile gegeneinander frei verschwenkbar sind.
Wenn die freie Verschwenkbarkeit der Zinken bzw. Zinkengruppen um die Schwenkachsen in mindestens einer Richtung durch einen an dem Arm vorgesehenen Anschlag beschränkt ist, kann verhindert werden, dass die Zinken im Betrieb gegenüber den Armen zu hoch schwenken.
In manchen Fällen kann es aber auch empfehlenswert sein, wenn die Verschwenkbarkeit der Armteile in zwei Richtungen durch Anschläge beschränkt ist.
Die Erfindung samt ihren weiteren Vorteilen und Merkmalen ist im folgenden an Hand einer beispielsweisen Ausführungsform näher erläutert, die in den Zeichnungen veranschaulicht ist. In diesen zeigen Fig. 1 in Seitenansicht eine an einen Schlepper gekuppelte Heuwerbungsmaschine gemäss der Erfindung in Arbeitsstellung, Fig. 2 in vergrösserter Darstellung die gelenkige Verbindung zweier Armteile und Fig. 3 die Maschine nach Fig. 1 in einer Ruhestellung.
Wie Fig. 1 zeigt, weist die Heuwerbungsmaschine einen quer zur Fahrtrichtung A verlaufenden, rohrförmigen Gestellbalken -101-- auf, der nahe seiner Mitte über einen schräg aufwärts verlaufenden Tragbalken --102-- mit einem Bock --103-- verbunden ist. Dieser Bock kann in bekannter Weise an der Dreipunkt-Hebevorrichtung eines Schleppers --100-- befestigt werden. Zwischen Bock --103-- und Tragbalken --102-- ist noch eine Versteifungsstrebe --104-- vorgesehen.
An beiden Enden des Gestellbalkens --101-- sind Getriebegehäuse --106-- befestigt, wobei in der Figur nur das rechte Gehäuse dargestellt bzw. ersichtlich ist. Im Balken-101- und in den Getriebegehäusen --106-- ist ein Antrieb für zwei Rechräder --107-- vorgesehen, die unterhalb der Getriebegehäuse an beiden Enden des Gestellbalkens --101-- rotieren können. Das im rechten Gehäuse --106-- untergebrachte Getriebe steht über eine Hilfswelle --110-- mit der Zapfwelle des Schleppers --110-- in Antriebsverbindung.
Das Rechorgan weist eine Nabe --108-- auf, die an ihrer Unterseite einen Stützring --105-- trägt. An der Unterseite des Stützringes-105-sind gleichmässig verteilt je zwei Zungen-111- angebracht, zwischen denen mittels einer Schwenkachse --112-- ein Arm --113-- angelenkt ist.
Jeder Arm --113- besteht aus zwei über eine weitere Schwenkachse --141-- miteinander gelenkig
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verbundenen Armteilen --137, 138--. Wie den Zeichnungen entnehmbar, kreuzen beide Schwenk- achsen --112, 141-- die Rechraddrehachse --115-- etwa senkrecht. Die Zinken --114-- des Rech- rades --107-- sind an dem im Betrieb (Fig. l) weiter aussen liegenden Armteil --138-- angebracht, u. zw. an einem mittleren Abschnitt --140-- dieses Armteils. Der Armteil --138-- weist weiters einen gegenüber dem mittleren Abschnitt etwa rechtwinkelig abgebogenen oberen Abschnitt --139-- und einen etwa parallel zu diesem Abschnitt --139-- verlaufenden, jedoch entgegengesetzt abgebogenen, unteren Abschnitt --143-- auf. Dieser schleift während des Betriebes über den Boden, wie der Fig. 1 entnehmbar.
Wie am besten Fig. 2 zeigen, ist die als Stift ausgebildete Achse --41-- zwischen den beiden
Armteilen --137, 138-- zwischen zwei am Teil --138-- befestigten Zungen --142-- gelagert. Diese
Zungen --142-- erstrecken sich von ihrer Befestigungsstelle aus schräg nach unten und sind derart bemessen, dass der Armteil --138-- an dem Ende des Armteils --137-- anstösst, wenn er mit diesem fluchtet. Somit ist ein Anschlag --144-- gebildet, der verhindert, dass im Betrieb der die
Zinken --114-- tragende Armteil --138-- zu hoch schwenkt.
Wenn die Maschine mittels der Dreipunkthebevorrichtung angehoben wird, hängen beide Arm- teile --137, 138-- von der Schwenkachse --112-- aus schlaff nach unten, und die Maschine kann gewünschtenfalls in dieser Lage transportiert werden, wobei der Durchmesser des Rechrades --107-praktisch auf den Durchmesser des Stützringes --105-- reduziert ist. Wird andererseits die Maschine aus der beschriebenen Lage abgesenkt, so falten sich die Arme --113-- zu der in Fig. 3 gezeigten Stellung, in welcher die Maschine auf den Armteilen --138-- ruhen kann. Überdies ruht die Maschine auf einem Stützteller --136--, der unterhalb jedes Rechrades --107-- angeordnet ist und auch zur Abstützung im Betrieb dient, wie der Fig. 1 entnehmbar ist.
Nach Anheben der Maschine aus der in Fig. 3 dargestellten Lage kann ihr Antrieb eingeschaltet werden, wobei die Armteile --137, 138-- samt den Zinken --114-- unter Wirkung der Fliehkraft nach aussen schwenken. Da zwei wirksame Schwenkachsen vorgesehen sind und keine Rückstellkräfte, wie etwa Federkräfte, zusätzliche Momente um die Schwenkachsen erzeugen, ist die Anpassung der Zinken an den Boden sehr gut und die Zinken kehren nach Ausweichbewegungen rasch wieder in ihre Betriebslage zurück.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Heuwerbungsmaschine die an der Dreipunkthebevorrichtung eines Schleppers befestigbar ist, mit mindestens einem, um eine aufwärts gerichtete Achse drehbaren Rechrad, dessen Zinken bzw. Zinkengruppen in bezug auf die Rechradnabe jeweils um zwei Schwenkachsen schwenkbar und mittels Fliehkraft in eine Arbeitsstellung bringbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Zinken (114) um beide zugehörigen Schwenkachsen (112,141) frei verschwenkbar sind und beide Schwenkachsen (112,141) die Drehachse (115) etwa senkrecht kreuzen.