<Desc/Clms Page number 1>
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
Der Katheter --11-- umfasst ein längliches, hohles Rohr --19--, das auf einer Seite in einem vergrösserten, kolben artigen Entleerungsende --20-- endet. An dem entgegengesetzten Ende ist eine Öffnung --22-- vorgesehen, die mit dem Inneren des hohlen Rohrs in Verbindung steht, wie es bei Urethralkathetern üblich ist. Auch der Katheter --11-- wird während der Herstellung steril gemacht.
Nach der Herstellung und vor der Benutzung wird der Katheter --11-- in einer sterilen Um- gebung gehalten. Zu diesem Zweck ist der Beutel --14-- mit einem Verschlussende --25-- versehen.
Wenn es gewünscht wird, kann ein Federelement innerhalb des Verschlussendes dieses von seiner normalerweise geschlossenen Position durch Drücken auf gegenüberliegende Kanten --26-- in eine geöffnete Position gebracht werden, so dass eine unregelmässige, im Querschnitt polygonale obere
Kammer --27-- zur Aufnahme der Eichel eines Penis entsteht. Diese obere Kammer --27-- ist zumindest teilweise durch zwei obere Winkelbegrenzungen --30 und 31-- definiert, die innerhalb des Beutels --14-- beispielsweise durch Hitzeverschweissen schmaler Streifen --32 und 33-- der einen
Folienschicht --15-- mit der gegenüberliegenden Folienschicht --16-- gebildet sind.
Bei Benutzung wird die Harnröhrenöffnung und der Kopf des Penis aspetisch gemacht. Das Verschlussende --25-- des Beutels wird dann geöffnet, so dass die obere Kammer --27-- gebildet und zugänglich wird. Ein geeignetes Gleitmittel wird der oberen Kammer --27-- zugeführt, und die Eichel des Penis wird dann in die Kammer --27-- eingeführt, bis sie an die Winkelbegrenzun- gen --30 und 31-- angrenzt, wobei zugleich die Harnröhre relativ zur Öffnung --37-- zwischen den Begrenzungen und dem Katheter ausgerichtet wird. Der Beutel --14-- und der Katheter --11-werden dann so gehandhabt, dass der Katheter --11-- sich aus dem oberen Ende des Beutels herauserstreckt, wie es in Fig. 2 dargestellt ist.
Diese Prozedur vermeidet, dass der Katheter --11-direkt berührt werden muss, da die obere Öffnung und die obere Kammer --27-- über den Kopf des Penis geschoben wird. Da das Innere der oberen Kammer --27-- aseptisch ist, ist somit die Sterilität während der Katheterisierung sichergestellt.
Wie ersichtlich, weisen die Winkelbegrenzungen --30 und 31-- aufeinander zu, enden jedoch in stumpfen Abschnitten --34 und 35--, die zwischen sich die Öffnung --37-- frei lassen, durch die sich das Katheterrohr --19-- hindurcherstreckt. Um die ungewollte Entfernung des Katheters zu verhindern, besitzt die Öffnung --37-- relativ zu dem vergrösserten Entleerungsende des Katheters eine geringere Grösse, wodurch das Entleerungsende --20-- nicht ungewollt durch die Öffnung --37-- gezogen werden kann. Dies ist in Fig. 3 dargestellt.
Wenn männliche Patienten die Vorrichtung benutzen, kann der Katheter --11-- mit dem Zeigefinger und Daumen einer Hand durch den Beutel --14-- hindurch ergriffen werden, während der Penis gegen die Winkelbegrenzungen --30 und 31-- im Inneren der oberen Kammer --27-- gehalten wird. Der Patient oder Benutzer schiebt dann das Katheterrohr --19-- in die Harnröhrenöffnung und in die Harnröhre selbst hinein durch aufeinanderfolgende Greif- und Loslassbewegungen, wodurch der Plastikbeutel --14-- nach jeder Bewegung wieder seine ursprüngliche Lage annehmen kann. Auf diese Weise wird der Katheter in die Harnröhre geführt, bis die Katheteröffnung --22-- in die Blase eintritt und der Urin in den Beutel zu fliessen beginnt. Der Urin kann auf diese Weise fliessen, bis ein wesentlicher Teil der Blase entleert ist.
Wenn die Katheterisierung beendet ist oder wenn das maximal aufnehmbare Volumen in den Beutel gelangt ist, entfernt der Patient den Katheter und den Beutel in einer Auswärtsbewegung.
Eine Urinprobe von geeignetem Volumen für eine Laboranalyse kann mehr oder weniger
EMI2.1
--4016-- miteinander entlang nach aussen divergierender Streifen --42 und 43-- gebildet. Dabei ist durch Schweissnähte --46 und 47-- eine relativ schmale Öffnung --45-- geschaffen, durch die eine vorbestimmte Menge von Flüssigkeit in ein Probenreservoir fliessen kann, das im dargestellten Beispiel eine untere oder erste Kammer --50-- umfasst. Wenn diese erste Kammer --50-- gefüllt ist, sammelt sich weitere Flüssigkeit in einer darüberliegenden zweiten Kammer --51--.
Das gesamte angesammelte Flüssigkeitsvolumen kann mit verlässlicher Genauigkeit bestimmt werden durch eine Volumenskala, die auf dem Beutel angebracht ist, wenn der Beutel in vertikaler Lage gehalten wird, wie es in den Fig. 1 bis 3 gezeigt ist.
<Desc/Clms Page number 3>
Innerhalb der ersten Kammer --50-- liegt ein Kanülenstopfen --53--, der so ausgebildet ist, dass er in die Öffnung --45-- der ersten Kammer hineinpasst und diese abdichtet, wie es in Fig. 4 gezeigt ist, wodurch eine Urinprobe in der unteren, ersten Kammer für eine Laboranalyse abge- dichtet wird. Der Kanülenstopfen --53-- besteht aus einem Kunststoff mit Lufteinschlüssen oder einem andern geeigneten inerten aber leichtgewichtigen Material, das den Stopfen dazu bringt, mit seiner Spitze nach oben in Richtung der Öffnung --45-- zu schwimmen. Dieser Stopfen --53-- besitzt einen Basisteil --55-- und eine trocaähnliche Kappe --56-- mit einem konischen Ende --57--.
Da der Stopfen --53--, der an der Spitze, d. h. der Kappe --56--, leichter ist als an dem Basis- teil --55--, schwimmt, bewegt er sich zuerst in Richtung auf die Öffnung --45--, wenn die erste Kammer --50-- gefüllt wird, wodurch Anstrengungen zum endgültigen Einsetzen des Stopfens --53-- verringert werden.
Nachdem der Stopfen -53-- in die Öffnung --45-- eingesetzt worden ist, können die obere oder zweite Kammer --51--, der Katheter --11-- und andere Teile der Vorrichtung ausrangiert werden. Der gesamte Kollektor --10-- zu einem Entleerungsgebiet gebracht, wo die Flüssigkeit aus der zweiten Kammer --51-- entleert wird. Der Patient oder die Hilfsperson entfernt dann den
Katheter --11-- und den oberen Teil des Beutels --14-- durch Reissen oder Schneiden entlang einer üblichen Trennlinie --60--, die auf dem Beutel angezeigt sein kann. Anderseits ist es auch möglich, dass mit Entfernung des Katheters der Patient den Urin entleert und den gesamten Beutel vom Verschlussende her durch mehrfaches Falten in Richtung auf den unteren Teil --61-- ab- dichtet.
Der untere Teil der die gefüllte und abgedichtete erste Kammer --50-- enthält, kann dann zusammen mit gewünschten Identifikationsdaten an ein Labor für Urinanalyse und Kultur- und Empfindlichkeitstests gegeben werden.
Im Labor wird dann die Kappe --56-- von dem Basisteil --55-- des Kanülenstopfens --53-- entfernt, wie es speziell in Fig. 5 dargestellt ist. Der Basisteil --55-- des Stopfens ist mit einer Bohrung -65-- versehen, die durch Entfernung der Kappe --56-- freigelegt wird. Somit kann Urin von der Probenkammer --50-- in geeigneter Weise direkt einer Analysen- oder Testeinrichtung zugeführt werden. Um eine gute Anpassung von Kappe --56-- und Basisteil -55-- sicherzustellen, kann der Basisteil --55-- mit einem vorstehenden, ringförmigen Nippel --66-- versehen sein und es kann sich ein Stopfen --67-- von der Kappe --56-- mit geeigneter aber geringer Tiefe in den Nippel --66- hineinerstrecken, wie es insbesondere in Fig. 6 dargestellt ist.
Nachdem die Flüssigkeitsprobe entleert worden ist und die Tests durchgeführt worden sind, kann der untere Teil --61-und irgendwelche nicht benutzte Flüssigkeit ebenfalls entfernt werden, wodurch die Notwendigkeit irgendwelcher kostspieliger Resterilisationsverfahren entfällt.
Bei der in Fig. 7 gezeigten Ausführungsform werden gleiche Bezugszeichen für die gleichen Teile der vorstehend beschriebenen Ausführungsform verwendet, wobei jedoch an die Bezugszeichen der Buchstabe b angefügt wird. Der Beutel --14b-- umfasst ein oberes Ende --25a-- mit einem Verschlussende --25b-- und Winkelbegrenzungen --30b und 31b-- von der gleichen grundsätzlichen Gestalt wie bei der ersten Ausführungsform. Jede der Winkelbegrenzungen --30b und 31b-- besitzt stumpfe Endabschnitte --34b und 35b--, die miteinander eine Öffnung --37b-- bilden.
Bei der Benutzung der zuerst beschriebenen Ausführungsform hat sich gezeigt, dass teilweise das kolbenartige Entleerungsende --20b-- des Katheters --11b-- die Öffnung --37b-- blockieren kann, so dass Luft während des Füllens aus dem Beutel nicht entweichen kann. Um dieses Phänomen zu vermeiden, sind zwei Schweisspunkte --70-- vorgesehen, die in axialer Richtung relativ zur Öffnung --37b-- von dieser getrennt liegen. Diese Schweisspunkte --70-- sorgen für einen Abstand des kolbenartigen Entleerungsendes-20b-des Katheters-llb-und gestatten somit immer, dass Luft aus dem Beutel nach draussen gelangen kann.
Der in Fig. 8 gezeigte Kollektor entspricht im wesentlichen den bisherigen Ausführungsbeispielen. Hier sind jedoch zusätzliche zwei Kanäle --80 und 82-- innerhalb der Winkelbegrenzungen --30c und 31c-- vorgesehen. Die unteren Kanten der durch die Kanäle gebildeten Segmente --84 und 86-- sind in axialer Richtung gegenüber den unteren Kanten der Winkelbegrenzungen --30c und 31c-- versetzt. Dieses beugt irgendwelchen Versuchen vor, einen-hier nicht gezeigtenKatheter in den Kanal --80 oder 82-- hineinzuzwingen, führt demgegenüber aber dazu, dass ein solcher Katheter in die zentral liegende Öffnung --37c-- gelangt und so in die Harnröhre eingeführt werden kann.
<Desc/Clms Page number 4>
In den Fig. 9 und 10 ist ein modifizierter Kanülenstopfen --53d-- zum Abdichten der unteren oder ersten Kammer --50d-- dargestellt. Der Beutel --14d-- besitzt eine vorbestimmte Breite, und
EMI4.1
Abdichtung der Öffnung --45d-- der unteren Kammer --50d-- benutzt wird.
Der Kanülenstopfen --53d-- besitzt einen Basisteil --55d--, eine durchgehende Bohrung --65d--, einen sich nach oben erstreckenden, ringförmigen Nippel --66d-- und eine Kappe --56d--. Ausser- dem besitzt der Kanülenstopfen --53d-- ein hohles unteres Ende, in dem ein Schlitz --92-- vor- gesehen ist, wodurch die Entleerung der Probe aus der unteren Kammer --50d-- erleichtert wird.
Das untere Ende --90-- besitzt einen Durchmesser, der grösser ist als der der Öffnung --45d--, wodurch eine genaue Einführung des Basisteils --55d-- in die Öffnung --45d-- derart sicherge- stellt wird, dass die Kappe --56-- frei liegt, um für die Entleerung der Probe entfernt zu werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Flüssigkeitskollektor mit Urethralkatheter zur Ableitung und Sammlung von Urin aus dem menschlichen Körper, wobei der Kollektor aus einem verschliessbaren, flexiblen Beutel besteht, in dem der Katheter vor seiner Benutzung aufgenommen ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Beutel (14) in bekannter Weise erste Unterteilungsbereiche (40,41) aufweist, die zumindest eine erste Kammer (50) zur Aufnahme eines bestimmten Flüssigkeitsvolumens bilden, wobei der Beutel weiters in bekannter Weise eine über die ersten Unterteilungsbereiche mit der ersten Kammer (50) in Verbindung stehende zweite Kammer (51) zur Aufnahme des Überschusses des dem Körper entnommenen Urins aufweist, und dass weiters im Inneren des Beutels (14) ein Stopfen (53) zum völligen Abdichten der ersten Kammer (50) gegenüber der zweiten Kammer (51)
nach Füllung der ersten Kammer vorgesehen ist.