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Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Befestigung eines aus einer Ecklagerhülse und einem Ecklagerzapfen bestehenden Ecklagers eines Drehkippfensters, wobei die Ecklagerhülse an der Flügelaufschlagumfangsfläche anliegend mindestens mittels eines Eindreh- oder Einschlagzapfens in einer von der Flügelaufschlagumfangsfläche ausgehenden Bohrung befestigt ist, während der Ecklagerzapfen an dem Rahmen um die Kippachse des Flügels kippbar gelagert ist, von der Kipplagerhülse aufgenommen ist und eine Drehverbindung bildet.
Eine solche Einrichtung ist bekannt. Es wurde nun gefunden, dass bei der bekannten Einrichtung die Verankerung der Ecklagerhülse in dem Flügel unter Umständen, insbesondere bei sehr schweren Flügeln, nicht ausreicht, um den Eindreh- oder Einschlagzapfen gegen Ausbrechen aus dem Flügelmaterial zu schützen.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, bei einer Einrichtung der eingangs bezeichneten Art dafür zu sorgen, dass die von der Ecklagerhülse auf den Flügel übertragenen. Kräfte in den Flügel besser verteilt eingeleitet werden, so dass ein Ausbrechen des Eindreh- oder Einschlagzapfens mit Sicherheit vermieden wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäss vorgeschlagen, dass eine an der Flügelaufschlagumfangsfläche anliegende, der Ecklagerhülse unterliegende Platte angeordnet ist, die mit einer Zapfendurchtrittsbohrung für den Durchtritt des Eindreh- oder Einschlagzapfens versehen ist und einen ersten von ihr annähernd rechtwinklig wegstehenden Schenkel sowie einen zweiten an diesen annähernd rechtwinklig anschliessenden Schenkel aufweist, so dass ein im Querschnitt Z-förmiger Teil ausgebildet ist, dessen zweiter Schenkel an der Flügelfalzumfangsfläche befestigt ist.
Aus der DE-OS 2340551 ist es bekannt, einen Einschlagzapfen zum Einschlagen in eine Bohrung eines Flügels oder Rahmens mit einem exzentrischen Teil auszuführen, der nach dem Einschlagen verdreht werden kann und sich formschlüssig in der Leibung der Bohrung verkeilt. Dadurch soll ein Lösen des Einschlagzapfens aus der Bohrung verhindert werden. Es wird aber dadurch nicht das Problem gelöst, die durch den Einschlagzapfen übertragenen Kräfte besser auf den Flügel oder Rahmen zu verteilen, so dass ein Ausbrechen des Einschlagzapfens nicht nur nicht vermieden wird, sondern wegen der Keilwirkung eher noch gefördert wird.
Der zweite Schenkel kann bei der erfindungsgemässen Einrichtung an der Flügelfalzumfangsfläche durch eine gegebenenfalls als Winkelschiene ausgebildete, eingreifend an dem Flügel be-
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erreicht. Dabei kann der zweite schienenseitige Schenkel des Z-förmigen Teils an der ihn tragenden Schiene zwischen zwei Funktionsstellungen um 1800 drehbar befestigt sein, wobei der Drehpunkt mit der Mittelebene der Schiene zusammenfällt und der Z-förmige Teil funktionssymmetrisch ist in bezug auf eine zu seiner Längserstreckung senkrechte durch den Drehpunkt gehende Mittelebene. Dadurch wird eine Rechts-Links-Verwendbarkeit der flügelseitigen Baugruppe der Einrichtung erzielt.
Der zweite Schenkel des Z-förmigen Teils kann dabei mindestens eine Befestigungsbohrung aufweisen, die in jeder der beiden Funktionsstellungen mit einer Befestigungsbohrung der Schiene fluchtet.
Der Ecklagerzapfen kann an einem Einschlag- oder Einbohrzapfen drehbar gelagert sein, wobei diesem zur besseren Kraftübertragung eine Sicherungsplatte zugeordnet sein kann, die eine Zapfendurchtrittsöffnung für den Einbohr- oder Einschlagzapfen aufweist und an der Rahmensichtfläche befestigt ist. Die Sicherungsplatte kann dabei in Fensterschliessstellung bündig mit dem ersten Schenkel des Z-förmigen Teils angeordnet sein, so dass für die Aufnahme der Sicherungsplatte des Ecklagerbolzens und für den ersten Schenkel des Z-förmigen Teils eine einzige Ausfräsung in der Rahmensichtfläche genügt und auf eine Ausfräsung in der Flügelaufschlaganlagefläche für diesen ersten Schenkel verzichtet werden kann.
Die Zeichnungen erläutern die Erfindung. Es zeigen : Fig. 1 eine Ansicht der erfindungsgemässen Einrichtung, teilweise geschnitten und unter Andeutung der zugehörigen Teile von Flügel und Rah-
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einandergezogen und Fig. 4 das Fräsbild am Rahmen.
Der Rahmen ist mit-10-, der Flügel mit -12-- bezeichnet. Am Rahmen sind gemäss Fig. 4 eine Ausfräsung -16-- und eine Bohrung --18-- vorgesehen. Die Ausfräsung --16-- nimmt eine
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Sicherungsplatte --20- auf, die durch Schrauben --22-- befestigt ist. Die Bohrung --18-- nimmt einen Einschlagzapfen --24-- mit Feingewinde auf, für den in der Sicherungsplatte --20-- eine Durchtrittsöffnung --26-- vorgesehen ist. Am Einschlagzapfen --24-- ist ein Ecklagerbolzen - -28-- um eine Kippachse --30-- kippbar gelagert.
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--32-- zusammenstossenden Flügelfalzumfangsflächen --34, 36-- liegtkelschiene --38-- mit zwei Schenkeln --38a, 38b-- an und ist durch Schrauben --40-- befestigt.
An der Winkelschiene ist ein Z-förmiger Teil --42-- vermittels eines Drehniets --44-- drehbar befestigt. Der Z-förmige Teil --42-- weist einen ersten Schenkel --42b--, einen zweiten Schenkel - -42a-- und eine Platte --42c-- auf. Die Platte --42c-- liegt an der Flügelaufschlagumfangsfläche - an. In der Platte --42c-- sind zwei Paare von Zapfendurchtrittsbohrungen --48 und 50-angeordnet. Die Öffnungspaare --48 und 50-- können Einschlagzapfen --52-- einer Ecklagerhülse - -54-- aufnehmen, die in den Flügelaufschlag --56-- eindringen. Die Ecklagerhülse --54-- bildet zusammen mit dem Ecklagerbolzen --28-- eine Drehverbindung.
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--58-- der Winkel schiene --38-- liegenDrehniet --44-- geht.
Die Sicherungsplatte -20-- und die Baugruppe --24, 28, 30-- sind funktions- symmetrisch in bezug auf eine Mittelebene 00. Die ganze Einrichtung kann deshalb für Rechtsund Linksanordnung verwendet werden : man braucht nur den Z-förmigen Teil --42-- gegenüber dem Schienen schenkel -38b- um 1800 zu verdrehen und die Einschlagzapfen --52-- in das jeweils andere Öffnungspaar -48 bzw. 50-- einzustecken.
Die Ausfräsung --15-- am Rahmen ist so gewählt, dass der Mittelschenkel --42b-- des Z-förmigen Teils --42-- in dieser Ausfräsung aus dem Flügelfalz herausgeführt werden kann.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Befestigung eines aus einer Ecklagerhülse und einem Ecklagerzapfen bestehenden Ecklagers eines Drehkippfensters, wobei die Ecklagerhülse an der Flügelaufschlagumfangsfläche anliegend mindestens mittels eines Eindreh- oder Einschlagzapfens in einer von der Flügelaufschlagumfangsfläche ausgehenden Bohrung befestigt ist, während der Ecklagerzapfen an dem Rahmen um die Kippachse des Flügels kippbar gelagert ist, von der Kipplagerhülse aufgenommen ist und eine Drehverbindung bildet, dadurch gekennzeichnet, dass eine an der Flügelaufschlagumfangsfläche (46) anliegende, der Ecklagerhülse unterliegende Platte (42c) angeordnet ist, die mit einer Zapfendurchtrittsbohrung (48) für den Durchtritt des Eindreh- oder Einschlagzapfens (52) versehen ist und einen ersten von ihr annähernd rechtwinklig wegstehenden Schenkel (42b)
sowie einen zweiten an diesen annähernd rechtwinklig anschliessenden Schenkel (42a) aufweist, so dass ein im Querschnitt Z-förmiger Teil (42) ausgebildet ist, dessen zweiter Schenkel (42a) an der Flü- gelfalzumfangsfläche (36) befestigt ist.
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