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Die Erfindung betrifft eine Anlage zur Herstellung und Lagerung von Hackschnitzel aus Baumstämmen zur Zellstofferzeugung, bestehend aus einer Entrindungstrommel, einer Hackmaschine und einem Sichter sowie einem Hackschnitzelgebläse für den Weitertransport der Hackschnitzel.
Eine solche Holzbearbeitungsanlage dient dazu, die rohen Baumstämme zu entrinden und für die Zellstofferzeugung aufzubereiten.
Es sind Anlagen bekannt, die als Holzplätze eingerichtet sind und über die für die Aufbereitung des Holzes erforderlichen Maschinen verfügen. Dazu gehören die Entrindungstrommeln, Hackmaschinen und Sichter sowie die zur Beschickung der jeweiligen Maschinen zugehörigen Fördereinrichtungen und Hebezeuge. Der Arbeitsablauf erfolgt in der Weise, dass die von einer Lagerstätte aufgestapelten rohen, abgelängten Baumstämme durch Förder- und/oder Hebeeinrichtungen zu den Entrindungstrommeln gebracht werden. Die Entrindungstrommeln sind meist in eigenen Gebäuden untergebracht, um witterungsunabhängig den Arbeitsablauf durchführen zu können. Auch der Lärmschutz ist von Bedeutung. Nach erfolgter Entrindung werden die Baumstämme zu einem weiteren Lagerplatz gebracht und diese nach Bedarf zur Hackschnitzelmaschine befördert.
Das durch die Hackschnitzelmaschine zerkleinerte Gut wird über Förderbänder auf die Halde geworfen. Ober weitere Förderanlagen werden die Sichter beschickt und mittels Hackschnitzelgebläse der Weitertransport besorgt.
Nachteilig wirkt sich bei einem solcherart angeordneten Lagerplatz aus, dass riesige Flächen erforderlich sind und dass zusätzliche Transporteinrichtungen gebraucht werden, die ausserdem einen enormen Energieaufwand erfordern. Da die Entrindungstrommel und Hackschnitzelmaschine ausserdem durch die grosse Lärmentwicklung auch für die Umgebung sehr störend sind, werden zusätzliche Umbauten für die Lärmdämmung benötigt. Weiters wird die kinetische Energie der Holzteile in keiner Weise genutzt, da man sie lediglich auf die benachbarten Halden abwirft. Ausgehend von diesem Stand der Technik lag der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Holzbearbeitungsanlage zu schaffen, die mit wesentlich geringerem Platzbedarf auskommt und darüber hinaus auf teure Transporteinrichtungen verzichten kann.
Weiters soll Augenmerk auf die Lärmbekämpfung gerichtet sein und zur Energieersparnis die kinetische Energie der Holzteile nutzbringend Anwendung finden. Erfindungsgemäss wird das Ziel dadurch erreicht, dass stufenweise fallend von der Ebene der Entrindungstrommel aus im unmittelbaren Bereich der Entrindungstrommel die Hackmaschine, der Sichter und das Hackschnitzelgebläse angeordnet sind, wobei die Hackmaschine und die Entrindungstrommel gemeinsam in einem lärmgeschützten Raum untergebracht sind. Um auf die Transporteinrichtungen, wie Förderbänder verzichten zu können, wird nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung die Hackmaschine im Anschluss an die Entrindungstrommel über eine Fallrinne beschickt, wobei die in der Hackmaschine hergestellten Hackschnitzel über ein Steigrohr nach oben abführbar sind.
An Hand eines Ausführungsbeispieles sei die Erfindung näher erläutert. Die Zeichnung zeigt eine Schemaskizze einer solchen Anlage.
Wie aus der Zeichnung zu ersehen ist, besteht die Anlage aus einer Entrindungstrommel - -1--, einer Hackschnitzelmaschine --7-- und einem Sichter --14-- mit anschliessendem Hackschnitzel- gebläse --15--. Die Entrindungstrommel-l-ist in bekannter Weise auf Tragrollen --2-- gelagert, die ihrerseits in einem Gestell --3-- geführt sind. Weiters ist die Entrindungstrommel-l-in einem Maschinenraum --12-- aufgestellt. Die auf dem Boden, Ebene --17--, aufgestellte Entrindungstrommel-l-wird über eine Einlaufschurre --4-- mit rohen, abgelängten Baumstämmen beschickt.
Die Baumstämme werden mit Hilfe von Camion oder Eisenbahnwaggons herangeführt. Nach erfolgter Entrindung kommen die Baumstämme über eine Fallrinne --6-- in die Hackschnitzelmaschine --7--.
Die Hackschnitzelmaschine wird von einem Elektromotor --8-- angetrieben und zerkleinert die Baumstämme in die erforderliche Grösse. Angeordnet ist die Hackschnitzelmaschine --7-- mit ihrer Antriebseinheit auf Bodenebene --18-- um eine Stufe tiefer als die der Ebene --17-- der Entrindungs- trommel u. zw. so weit, dass man eine einfache Fallrinne --6-- für deren Beschickung verwenden kann.
Nachdem ohnedies für den Hackvorgang ein grosser Energieaufwand erforderlich ist, werden die Hackschnitzel nun nicht über ein Förderband weggebracht, sondern man nutzt die kinetische Energie während des Hackvorganges aus und wirft sie über ein Steigrohr --9-- und über ein Auslassstück --11-- aus dem Maschinenraum --12-- hinaus zur Hackschnitzelhalde --13--. Das Auslassstück --11-- ist um 3600 schwenkbar, u. zw. vorzugsweise an der Stelle, an der das Steigrohr - aus dem Maschinenraum-12-- herausführt. Dadurch ergibt sich, dass die Hackschnitzelhal-
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de --13-- unmittelbar über dem Maschinenraum --12-- zu liegen kommt und ein weiterer Lagerplatz nicht erforderlich ist.
Darüber hinaus ergibt sich noch der enorme Vorteil, dass der Maschinenraum --12-- zu einem guten Teil lärmgeschützt untergebracht ist, da die Hackschnitzel eine sehr gute Lärmdämmung abgeben.
Im Anschluss des Maschinenraumes --12-- ist noch um eine Stufe tiefer mit Bodenebene--19-- der Sichter --14-- angebracht, derart, dass seine obere Einfüllöffnung gerade mit der Ebene--17-- im Einklang steht. Mit Hilfe des Laders --21-- kann auf einfache Weise das Gut in den Sichter - geschüttet werden, der lediglich nach Bedarf beschickt werden muss. Desgleichen ist das Hackschnitzelgebläse --15-- wieder um eine Stufe niedriger auf Bodenebene --20-- angeordnet als die Bodenebene --19--, so dass das Gut nun ebenfalls durch eine Rinne in das Hackschnitzelgebläse - hinunterfällt. Ober Rohrleitung--16--wird nun das Gut für die Zellstoffaufbereitung weitertransportiert.
Durch diese besondere Ausbildung der Anlage wird erreicht, dass der Platzbedarf so gering ist, dass das teure Gelände für andere Industrieanlagen verwendet werden kann. Ausserdem können unter diesem Gesichtspunkt auch dort solche Anlagen errichtet werden, wo sie sonst aus Platzgründen unmöglich aufzustellen wären. Da jegliche Transporteinrichtungen wegfallen, ist für eine. ökonomische Arbeitsweise gesorgt. Ausserdem kommt noch der günstige Umstand hinzu, dass die Hackschnitzelhalde --13-- den Maschinenraum --12-- so bedeckt, dass ein guter Lärmschutz gegeben ist. Transport und Personal sind auf einfache Weise eingespart, und es braucht nur für die Beschickung des Sichters ein Lader --21-- eingesetzt werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Anlage zur Herstellung und Lagerung von Hackschnitzel aus Baumstämmen zur Zellstofferzeugung, bestehend aus einer Entrindungstrommel, einer Hackmaschine und einem Sichter sowie einem Hackschnitzelgebläse für den Weitertransport der Hackschnitzel, dadurch gekennzeichnet, dass stufenweise fallend von der Ebene (17) der Entrindungstrommel (1) aus im unmittelbaren Bereich der Entrindungstrommel (1) die Hackmaschine (7), der Sichter (14) und das Hackschnitzelgebläse (15) angeordnet sind, wobei die Hackmaschine (7) und die Entrindungstrommel (1) gemeinsam in einem lärmgeschützten Raum (Maschinenraum 12) untergebracht sind.
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