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Die Erfindung betrifft einen Badewanneneinsatz aus einer flexiblen Kunststoffolie, deren Zuschnitt den Abmessungen der Innenfläche einer Badewanne entspricht und Randteile aufweist, welche über den Rand der Badewanne umschlagbar und dort befestigbar sind, wobei bei Füllung des Bades die Kunststoffolie an die Innenwand der Badewanne gedrückt ist.
Heil-, Kur- oder medizinische Bäder enthalten oft chemische Substanzen, die die Badewannenoberfläche angreifen ; so findet sich in den Gebrauchsanweisungen solcher Bäder der Hinweis, dass die Oberfläche der Badewannen, in denen die Bäder verwendet werden, säurebeständig usw. sein sollen. Zudem führen solche Bäder zu starker Verschmutzung der Badewannen, so dass anschliessend eine sehr mühsame und zeitraubende Reinigung notwendig ist. In Krankenhäusern, Hotels usw. erfordert dies einen entsprechenden Arbeitsaufwand. Bei privater Verwendung steht diese Notwendigkeit einer Reinigung oft im krassen Gegensatz zur medizinischen Anweisung, nach derartigen Bädern zu ruhen.
Ähnliche derartige Badewanneneinsätze sind bekannt. So offenbart die FR-PS Nr. 2. 078. 772 einen einstückigen derartigen Einsatz, der allerdings vollkommen formlos in eine Badewanne eingehängt ist. Die DE-OS 2052562 beschreibt an sich eine Badewannen-Säureschutzhaut, ohne konstruktive Details zu offenbaren. Auch die DE-OS 2020978 betrifft eine einstückige derartige Einlagefolie, die wohl an dem Randteil umgeschlagen ist, somit sind ebenfalls keine konstruktiven Details, insbesondere nicht hinsichtlich des Ablaufes ersichtlich. Ähnliches gilt auch für die CH-PS Nr. 308239 und US-PS Nr. 2, 143, 267. Alle diese bekannten Badewanneneinsätze können den heutigen hohen Anforderungen an solche Geräte nicht genügen.
Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, die Nachteile einer Verschmutzung und/oder Beeinträchtigung der Badewannenoberfläche im Bodenbereich durch in einer Badewannenfüllung enthaltene Substanzen zu vermeiden.
Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe durch einen Badewanneneinsatz der eingangs erwähnten Art dadurch gelöst, dass im Bodenbereich des Badewanneneinsatzes an einer dem Badewannenablauf entsprechenden Stelle in an sich bekannter Weise ein Loch vorgesehen ist, dessen Rand an der der Badewanne zugekehrten Seite mit einer selbstklebenden Schicht überzogen ist.
Ein solcher Einsatz ist einfach und billig. Er kann nach einmaliger Benutzung weggeworfen werden. Das Problem der Reinigung entfällt ; es entfällt auch irgendeine Beeinträchtigung der Badewannenoberfläche durch Säuren od. dgl. schädliche Substanzen, die in Bädern enthalten sind. Die Erfindung schafft den Einweg-Wegwerf-Badewanneneinsatz.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird in den Zeichnungen beschrieben. Es stellen dar : Fig. 1 eine Badewanne mit Badewanneneinsatz gemäss einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ; Fig. 2 eine Draufsicht auf den Badewanneneinsatz gemäss Fig. l ; Fig. 3 einen Querschnitt entlang der Linie III-III in Fig. 2 ; Fig. 4 einen Querschnitt entlang der Linie IV-IV in Fig. 2 ; Fig. 5 einen Querschnitt durch den Badewanneneinsatz an der Stelle des Einsetzens in den Badewannenablauf.
Fig. 1 zeigt einen in eine Badewanne --1-- eingelegten Badewanneneinsatz --2--. Er besteht aus mehreren Folienstücken, nämlich dem Bodenteil --3--, den Seitenteilen --4 bis 7-- und den überhängenden Randteilen --8 bis 10--. Die einzelnen Folienstück-3 bis 10-- sind in der aus Fig. 2 ersichtlichen Weise so miteinander verbunden, dass der Badewanneneinsatz die gesamten Innenwände der Badewanne abdeckt. Die Verbindung kann durch Verschweissen entsprechender Teile oder aber auch dadurch gebildet sein, dass einzelne Bereiche des Folienzuschnittes aus entsprechenden Zuschnitten einteilig ausgebildet sind, die entsprechend gefaltet und nur teilweise unter sich verschweisst oder verklebt sind. Auch Tiefziehen ist möglich.
Der Badewanneneinsatz wird, wie aus Fig. 1 ersichtlich, in die Badewanne eingesetzt. Die Randteile werden über den Rand bzw. über die Ränder der Badewanne übergeschlagen. Die Befestigung erfolgt dadurch, dass an geeigneten Stellen die Folie auf ihrer Unterseite mit Klebeverbindern --11 bis 14-- versehen ist. Diese Klebeverbinder werden dadurch gebildet, dass die Folien an diesen Stellen mit einer weiteren Schicht --15-- versehen, z. B. verschweisst oder verklebt sind, deren der Folie abgewandte Oberfläche selbstklebend sind. Sie sind im nicht benutzten Zustand mit einem Schutzstreifen --16-- aus Papier od. ähnl. abgedeckt. Wird er abgezogen, so haftet die Schicht --15-- nach kurzem Andrücken an der Badewannenoberfläche.
Ist dann die Folie mit einem Bad gefüllt, so ist keine Gefahr des Verrutschens mehr gegeben. Nach dem Leeren des Bades
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können die Klebeverbinder wieder abgezogen werden. Man kann auch Saugnäpfe oder Haken verwenden.
An der Stelle des Ablaufs ist der Klebeverbinder --13-- kreisförmig ausgeschnitten. Auch die Folie hat ein Loch, dessen innerer Rand --17-- nach innen über den inneren Rand des Klebeverbinders hervorragt. Dieser Rand wird beim Einsetzen des Stöpsels --20-- zwischen diesen und den Ablauf --19-- eingeklemmt.
Die Masse des Badewanneneinsatzes sind so bestimmt, dass er gegenüber dem Innenmass des Volumens der Badewanne, wie es bei den am häufigsten verwendeten standardisierten Badewannen gegeben ist, Übermass aufweist. Der Klebeverbinder --14-- kann ebenfalls mit einer Öffnung versehen sein, so dass er um die Überlauföffnung der Badewanne herum angeklebt wird. Es ist aber auch möglich, an dieser Stelle nur eine Öffnung vorzusehen, da ja das Bad meist nicht bis zur Überlauföffnung gefüllt wird.
In den meisten Badezimmern ist die Badewanne in einer Ecke oder an einer Wand vorgesehen, so dass ein Umschlagen der Randteile nicht an allen Rändern möglich ist. Es reicht aus, wenn die Befestigung der Randteile an ein oder zwei Stellen erfolgt, so dass der Badewanneneinsatz während der Füllung mit einem Bad in seiner Lage bleibt. Das Gewicht des Bades hält ihn dann in dieser Lage und sorgt bei Ablauf auch dafür, dass die Folie an den Ablauf --19-- der Badewanne gedrückt wird, so dass dann auch beim Auslaufen des Bades eine Abdichtung gegeben ist.
Als Material kommen im Handel erhältliche, übliche Polyäthylenfolien mit einer Dicke von 0, 03 mm Stärke in Betracht. Sie sind temperaturbeständig bis 100 C. Solche Polyäthylenfolien weisen auch eine genügend hohe Zugfestigkeit auf.
Es können sowohl farblose als auch eingefärbte Folien insbesondere Polyäthylenfolien verwendet werden. Wenn man weiss eingefärbte Badewanneneinsätze verwendet, die genau angepasst sind, so kann man sie auch über längere Dauer, also nicht nur einmal, benutzen. Eine derartige Verwendung der Erfindung kommt insbesondere bei alten und unansehnlich gewordenen Badewannen in Betracht und macht somit ein Abschleifen und Neubeschichten verbrauchter Beläge überflüssig.
Der Badewanneneinsatz kann auch bei normalen Bädern eingesetzt werden, wo dies aus hygienischen Gründen erwünscht ist.