AT366905B - Zangenartiges instrument zur konisation und probeexzision - Google Patents

Zangenartiges instrument zur konisation und probeexzision

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AT366905B
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    • A61B10/0291Instruments for taking cell samples or for biopsy for uterus
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Description


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   Der Gebärmutterhalskrebs ist die häufigste bösartige Erkrankung des weiblichen Genitaltraktes. 



  Unbemerkt von der Trägerin entwickelt er sich aus Vorstadien, die auch für den Arzt ohne Anwendung von Spezialmethoden (z.B. Zellabstrich nach Papanicolaou) nicht zu erkennen sind. Es kann angenommen werden, dass von etwa 25 Frauen im Laufe des Lebens eine an einem Gebärmutterhalskrebs erkrankt. In Österreich werden   wöchentlich   etwa 6   Todesfälle   und 27 Neuerkrankungen an   Gebärmutterhalskrebs   gemeldet. Auch bei dieser Krebsform besteht ausserordentliche Symptomarmut-der Prozentsatz an Frauen ohne Beschwerden liegt bei bereits vorhandenem   Gebärmutterhals-   krebs zwischen 32 und 60%.

   Die Verhütung des manifesten Karzinoms durch rechtzeitige Erkennung und Beseitigung seiner Vorstadien (Dysplasie, Carcinoma in situ) ist nur durch vorsorgliche Reihenuntersuchungen bei symptomlosen Frauen möglich. Die Vorsorgeuntersuchungen bei sich gesund fühlenden Frauen sind deshalb so erfolgversprechend, weil eine vergleichbar effiziente Untersuchung an keinem andern Organ des menschlichen Körpers so einfach möglich ist, wie die routinemässige Entnahme des Materials zur zytologischen Untersuchung nach der von Papanicolaou beschriebenen Methode. Die entscheidende Tatsache ist nämlich die, dass die Entwicklung des Gebärmutterhalskrebses über zytologisch gut erkennbare Vorstufen   verläuft.

   Allerdings soll   die zytologische Beurteilung der entnommenen Zellen nur eine Wahrscheinlichkeitsdiagnose der an dem   Gebärmutterhals   zugrundeliegenden Gewebsveränderungen ergeben. Die endgültige Sicherung obliegt der Histologie : ist das Ergebnis der zytologischen Untersuchung nicht negativ, muss die Verdachtsdiagnose rasch durch feingewebliche Untersuchung abgeklärt werden. Dazu ist es notwendig, den krankhaft ver- änderten Gewebsbezirk, der eben feingeweblich untersucht werden soll, aus dem Gebärmutterhals herauszuschneiden und lückenlos mikroskopisch zu untersuchen. Diese - in der Regel zur Abklärung notwendige - Operation nennt man Konisation ; seltener wird eine kleinere Probeexzision vorgenommen. 



   Unter einer Konisation versteht man das Herausschneiden eines   Gewebskegels   aus dem GebärmutterhaJs, dessen Basis durch die kolposkopisch sowie mittels der   Schillerschen   Jodprobe festge-   legte   Ausdehnung der Atypie bestimmt wird und dessen Spitze bis in die Nähe des inneren Muttermundes führen soll, so dass mindestens 2/3 des   Zervikal kanals   entfernt werden. Durch die konische Schnittführung werden sowohl Drüsen im Gebärmutterhalskanal als auch die an der   Oberfläche   des 
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 Die Konisation   stellt   heute die vorwiegend angewandte Methode zur feingeweblichen   Abklärung   eines zytologisch verdächtigen oder positiven Befundes am Gebärmutterhals dar.

   Mit der mikroskopischen Untersuchung eines in Serien oder engen Stufenschnitten aufgearbeiteten Konus ist ein Maximum an diagnostischer Sicherheit   möglich. Allerdings   ist eine optimale Befunderhebung vom Histopathologen nur unter Erfüllung folgender Voraussetzungen zu erwarten :

   a) die Schnittränder des herausgeschnittenen   Gewebekegels   sind allseitks weit im Gesunden getroffen (die Beurteilung der Schnittränder ist von vordergründiger Bedeutung - ohne 
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Konus ist die gesamte Untersuchung wertlos), b) die   epitheliale   Fläche des Gebärmutterhalses, die in den Gewebskegel einbezogen wird, darf mit keinem scharfen Instrument in Berührung kommen-eine Quetschung oder Ver- letzung der epithelialen Schichte des   Gebärmutterhalses,   der zwecks feingewebJicher Unter- suchung herausgeschnitten wird, muss   sorgfältig   vermieden werden.

   Das bedeutet, dass der   Gebärmutterhals   nur ausserhalb der Umschneidungsfläche angehakt wird und auch der 
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 gefasst.Technik : um die Schnittränder   möglichst   weit im Gesunden zu treffen und um die Konisation technisch leichter zu   bewerkstelligen,   fassen sie den zur feingeweblichen Untersuchung vorgesehenen Teil des   Gebärmutterhalses   mit einer Zange   (z. B.   nach   Allies,   mit einigen scharfen Zähnen an deren Ende). Damit nehmen sie in Kauf, dass eine exakte mikroskopische Untersuchung der durch Quetschung verletzten   Stelle - möglicher   Sitz des Krebses - unter Umständen nicht mehr gewährleistet ist. 



   Nach Meinung anderer Autoren lassen sich die Ergebnisse der Konisation verbessern, wenn man in den   Zervikalkanal   des Gebärmutterhalses den Hegarstift einführt. Aber auch dieses Vorgehen 

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    3, 628, 522stetigen   ist, da es einerseits möglich ist, glatte, scharfe Schnittränder zu setzen und dann anschliessend, durch entsprechende Traktion, den gefassten   Gewebskanal-ohne   das Epithel zu trauma-   tisieren-ausreichend   tief im   Gebärmutterhalskanal   herauszuschneiden.

   Mit dem erfindungsgemässen Instrument kann man durch mehrmaliges zirkuläres Fassen des Gebärmutterhalses einen individuell angepassten, einige wenige Millimeter tiefen Schnittrand markieren, wobei die Schnittränder messerscharf und der Epithelbelag ansonsten unverletzt bleiben. Durch Fassen und Anziehen des so markierten Gebärmutterhalses, oder aber auch ohne vorherige Markierung (beispielsweise bei grossem Gebärmutterhals und gutem Zugang), lässt sich der Gewebskegel mit Hilfe eines Skalpells ausreichend weit und tief herausschneiden. Die Wunde wird danach wie   üblich,   durch Nähte oder Elektrokoagu-   lation, versorgt.    



   Die Erfindung wird speziell im Zusammenhang mit der Diagnostik und Therapie des Gebärmutterhalskrebses in seinen   Vor-und Frühstadien,   die klinisch (durch Untersuchung mit unbewaffnetem Auge oder auch Erhebung des Tastbefundes) nicht erkennbar sind, beschrieben. Sie ist ebenfalls von Nutzen für Probeexzisionen aus dem Gebärmutterhals. Auch andere Organe oder Organteile oder Geschwülste können gefasst und unter Zuhilfenahme eines Skalpells oder einer Schere herausgeschnitten werden. Das betrifft nicht nur Organe des inneren   Genitale   (Myomenukleation, Eierstockresektion usw.), aber auch andere pathologisch veränderte Gewebe im Gebiet der gesamten Chirurgie, soweit keine Gefahr einer Blutung, Eröffnung eines Abszesses oder Verschleppung von Tumorzellen besteht.

   Auch ist es möglich, das neue Instrument zur Operation nach Shirodkar zu benutzen. 



   Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt. Fig. l zeigt die Zange im Massstab   l : l.   während Fig. 2 eine Vorderansicht (aus Richtung A), 2fach vergrössert, Fig. 3 eine Draufsicht (aus Richtung C), 2fach vergrössert, und Fig. 4 einen Schnitt entlang der Linie B-B in Fig. 3 ebenfalls 2fach vergrössert, zeigt, wobei Fig. 3 die halbmondförmige Ausnehmung der Schneide zeigt. 



   Gemäss der Zeichnungen trägt die Zange an den Schenkelenden jeweils eine Abwinkelung   - -2, 2'--,   die vorzugsweise rechtwinkelig und   verbreiterte   ist, wobei die   Abwinkelung --2, 2'--   eine halbmondförmige   Ausnehmung -6-- aufweist (Fig. 3),   die scharfkantig zugeschnitten ist   (Fig. 4).   



  Die "scherenartig" ausgebildete Zange weist in der Höhe ihrer Handgriffe --5-- an einem Schenkel -   l'-eine Rasterung-3-- auf,   wohingegen am andern Schenkel --1-- ein Fortsatz --4-- mit einer Raste vorgesehen ist, die in die Rasterung --3-- eingreift. 



   Das Instrument hat eine Länge von zirka 22 bis 30 cm, vorzugsweise etwa 24 bis 25 cm, kann aber für Spezialfälle kleiner oder grösser sein. Die Abwinkelungen-2, 2'-sind vorzugsweise rechtwinkelig, können aber auch einen spitzeren Winkel aufweisen. Die Breite a der Abwinkelungen   - -2, 2'-- bewegt   sich in einer Grössenordnung von 3 bis 25 mm, vorzugsweise 10 mm, die Länge c von etwa 2 bis 8 mm, vorzugsweise 3 bis 5 mm. Die halbmondförmige Ausnehmung in den Abwinkelungen ist vorzugsweise 2 mm tief, kann aber auch etwa 1 bis 4 mm betragen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Zangenartiges Instrument zur Konisation und Probeexzision mit zueinander gerichteten, vorzugsweise im rechten Winkel abgewinkelten Schenkelenden, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Abwinkelungen (2, 2') verbreitert ausgeführt sind und quer zur jeweiligen Schenkel-Längsachse halbmondförmig ausgenommen sind, wobei jede Ausnehmung (6) weiters scharfkantig ausgebildet ist und dass ferner, die andern Schenkel enden in bekannter Weise als Fingergriffe (5) ausgebildet sind, wobei am unteren Ende des einen Schenkels (1') ein Rastvorsprung (3) vorgesehen ist, mit welchem ein am andern Schenkel (1) vorgesehener Fortsatz (4) verbindbar ist.
AT0437480A 1980-08-29 1980-08-29 Zangenartiges instrument zur konisation und probeexzision AT366905B (de)

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ATA437480A ATA437480A (de) 1981-10-15
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