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Die Erfindung bezieht sich auf eine Tür, insbesondere in rauchdichter Ausführung, mit einer Glasscheibe, mit einer aus rechteckigen Stahlprofilen gefertigten, tragenden Unterkonstruktion und damit verbundenen, im Anschlagbereich eine Hinterlegung bildenden Stahlprofilen und die Unterkonstruktion umfassenden Verkleidungsprofilen.
Es ist bekannt, die Verkleidungsprofile als Leichtmetallprofile auszubilden.
Es ist ferner eine Tür bekannt (AT-PS Nr. 304040), bei der der in einer Maueröffnung befestigte Blendrahmen aus einem Grundprofil und einem Zusatzprofil besteht, wobei das Zusatzprofil als Anschlagleiste für den Flügelrahmen dient. Zwischen dem Zusatzprofil des Blendrahmens und dem Flügelrahmen der Tür sind Dichtungsprofile angeordnet, die beim Schliessen der Tür ausschliesslich zusammengepresst werden, so dass nur die Materialelastizität dieser Dichtungsprofile ausgenutzt wird. Hiebei steigt die Federkennlinie sehr stark an, was sich auf die Schliessmechanismen und die Profilteile nachteilig auswirkt.
Die bekannte Tür stellt keine rauchdichte, gegen Feuer widerstandsfähige Konstruktion dar.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Tür, insbesondere in rauchdichter Ausführung, der eingangs genannten Art so zu gestalten, dass bei einer Rauch- und Wärmebelastung im Anschlagbereich eines Türflügels eine funktionssichere Abdichtung aufrechterhalten wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass im Anschlagbereich zwei Anschlagprofile sich wechselweise übergreifen, dass jedes Anschlagprofil in der Glasebene oder parallel dazu verlaufende Nuten zur Aufnahme eines Dichtungsprofils aufweist, und die Nuten einen Stützrand für das freie Ende der Dichtungslippe bilden und das Dichtungsprofil über eine abgewinkelte Leiste eines Verkleidungsprofils in der Nut verankert ist.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung überlappen sich zur Erhöhung der Dichtigkeit der Tür im Anschlagbereich die Stützränder zumindest teilweise.
Die Rauchdichtigkeit kann noch dadurch erhöht werden, dass die Stützränder mit dem Anschlagprofil einstückig sind.
Bei der erfindungsgemässen Dichtungsanordnung beruhen die Dichtungskräfte im wesentlichen auf der Formelastizität der Dichtung. Hiebei wird über den gesamten Belastungsbereich eine flache Federkennlinie erzielt, die eine fast gleichbleibende Dichtkraft über den gesamten Anpressweg gewährleistet.
Dadurch, dass die freien Enden der Dichtungsprofile bei einer Belastung der Dichtungsprofile an einem Stützrand anliegen, wird durch diesen Stützrand ein Widerlager geschaffen, durch das die Dichtungswirkung auch dann aufrechterhalten wird, wenn durch die Wärmebelastung der Dichtungsprofile ihre elastischen Eigenschaften beeinträchtigt werden.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im folgenden beschrieben. Es zeigen : Fig. 1 eine durch Metallrahmen eingefasste Festverglasung sowie eine über eine zweiflügelige Tür verschliessbare Türöffnung im Aufriss, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II in Fig. l, Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III in Fig. 1, Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV in Fig. 1, Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie V-V in Fig. 1 und Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie VI-VI in Fig. 1.
Die in den Zeichnungen dargestellten Rohrrahmenkonstruktionen für Türen und Festverglasungen weisen eine tragende Unterkonstruktion auf, die aus normalen Vierkantversteifungsrohren oder L-förmigen Rohren aus Stahl zusammengesetzt ist und an der Verkleidungsprofile, vorzugsweise aus Leichtmetall, befestigt sind.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 2 bis 4 ist die tragende Unterkonstruktion des Flügelrahmens aus im Querschnitt L-förmigen Rohren --1-- aufgebaut, die einen Anschlagrohrteil --2-- besitzen.
Auch der zugeordnete Blendrahmen weist eine Unterkonstruktion aus L-förmigen Stahlrohren --3-- mit einem Anschlagrohrteil --4-- auf. Die sich teilweise in der Verschlussstellung überlappenden Anschlagrohrteile --2 und 4-- besitzen in der Glasebene bei geschlossenem Flügel Nuten - zur Aufnahme des Dichtungsprofils --6--. Das freie Ende dieses Dichtungsprofils legt sich bei Belastung an einen Stützrand --8--, der mit dem Anschlagrohrteil --2, 4-- einstückig ist.
Die Stützränder-8-der im Anschlagbereich vorgesehenen Nuten --5-- überlappen sich teilweise, so dass bei einer Plastifizierung des Dichtungsprofils unter Wärmeeinfluss diese Stützränder --8-- sich
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aufeinanderlegen und gegebenenfalls durch das Dichtungsmaterial miteinander verklebt werden.
Die Dichtungsprofile --6-- werden durch abgewinkelte Leisten --9-- eines Verkleidungsprofils - festgelegt. Das Verkleidungsprofil --10-- weist einen Steg --11-- auf, der die Schatten- nut-12-- an einer Seite begrenzt und mit dem Rohr bzw. mit dem Rohr-l-verschraubt ist.
Während bei der Konstruktion nach den Fig. 2, 3 und 4 zum Aufbau der Unterkonstruktion des Flügelrahmens und der Unterkonstruktion des zugeordneten Blendrahmen L-förmige Stahlrohre benutzt werden, werden bei dem Ausführungsbeispiel nach der Fig. 6 normale Vierkantversteifungsrohre verwendet. Die Unterkonstruktion besteht in diesem Fall aus einem Vierkantversteifungsrohr-la bzw. 3a--, die mit aufgesetzten Anschlagrohren --2a bzw. 4a-- verbunden sind. Die Tiefe x der Anschlagrohre --2a, 4a-- bzw. der Anschlagrohrteile --2, 4-- stimmt in dem Ausführungsbeispiel mit der Tiefe y des Glasfalzes überein. Es ist jedoch auch möglich, dass die Tiefe y des Glasfalzes sich von der Tiefe x der Anschlagrohre bzw. Anschlagrohrteile unterscheidet und z. B. grösser ist als die Tiefe x.
Die Tiefe x der Anschlagrohre bzw. der Anschlagrohrteile entspricht etwa der Hälfte der Tiefe des Grundversteifungsrohres --la, 3a bzw. 1, 3--.
Das Verkleidungsprofil --10-- wurde schon beschrieben, das mit seinem Steg --11-- eine Schattennutbegrenzung bildet und über seine abgewinkelte Leiste --9-- das Dichtungsprofil --6-- in der Nut --5-- festlegt. Dieses Verkleidungsprofil ist über Schrauben --13-- an der Anschlagseite mit dem Vierkantversteifungsrohr --la bzw. 3a-- oder mit L-förmigem Rohr --1 oder 3-- verbunden.
Die Befestigung an der Glasfalzseite erfolgt über elastische Halter-14-, u. zw. wird der Wulstrand --15-- eines Verankerungsstegs --16-- in das Klemmaul des Halters --14-- eingefedert. Der Halter --14-- ist an dem Befestigungsschenkel --17-- des den Glasfalz bildenden Haltewinkels --18-festgelegt. Es besteht die Möglichkeit, den elatischen Halter --14-- mit dem Befestigungsschenkel --17-- zu vernieten oder den Halter gegenüber dem Befestigungsschenkel --17-- über eine Schraube festzulegen, die in das Vierkantversteifungsrohr oder in das L-förmige Rohr der Unterkonstruktion geschraubt wird.
Für die Verkleidung der Unterkonstruktion wird neben dem Profil --10-- ein Profil --19-benutzt, das an der Anschlagseite über nicht dargestellte Schrauben an der Unterkonstruktion befestigt wird, wobei die Schrauben im Bereich der Schattennut angeordnet werden.
An der Glasfalzseite erfolgt die Festlegung des Verkleidungsprofils --19-- durch elastische Halter-20-.
Es werden ferner Verkleidungsprofile --21-- verwendet, die an beiden Seiten eines Vierkantversteifungsrohres der Unterkonstruktion einen Glasfalz --22, 23-- abdecken und über Halterreihen - -24, 25-- festgelegt werden.
Bei der Rohrrahmenkonstruktion werden somit drei Grundtypen von Verkleidungsprofilen - -10, 19, 21-- verwendet.
Bei der erfindungsgemässen Konstruktion wird der Maueranschluss vorzugsweise so ausgebildet, dass für einen guten Wärmeabfluss sorgende Stahlteile untereinander verbunden sind.
Betrachtet man den Maueranschluss, z. B. in der Fig. 4, so erkennt man, dass das Stahlvierkantversteifungsrohr --26--, das parallel zur Mauer --27-- verläuft, mit Haltewinkeln --28-- versehen ist, die den freien Rand des Vierkantstahlrohres --29-- aufnehmen. Dieses Vierkantstahlrohr --29-ist mit einem Stahlrohr --30-- verschweisst, das eingebutzt ist.
Die Glashaltewinkel können nicht nur beim Maueranschluss zur Aufnahme eines Wandanschlussrohres verwendet werden, sie können auch bei Dehnungsfugen, in denen verschiedene Elemente zusammenstossen, dazu benutzt werden, um ein Element aufzunehmen.
Um ein Auswölben des Flügels bei hoher Wärmebelastung zu vermeiden, weisen die Flügelrahmenunterkonstruktionen Einschwenkbolzen --31-- auf, die bei geschlossenen Flügeln in Ausnehmungen der Blendrahmenunterkonstruktion eingreifen. Ferner ist das Schloss --32-- an einer andern Seite der Glasebene vorgesehen als der bandseitige Einschwenkbolzen --31--. Die Einschwenkbolzen --31-- sind somit im Bereich der Bänder --33- vorgesehen.
Aus den Ausführungsbeispielen ergibt sich, dass die Versteifungsrohre der Unterkonstruktion und die Verkleidungsprofile innen und aussen flächenbündig ausgebildet sind.