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Die Erfindung betrifft eine Kehlrinneneindeckung für mit Dacheindeckungsplatten gedeckte Dächer, bestehend aus an der Dachkonstruktion befestigbaren flachen Streifen aus Kunststoff, deren Längsränder eine das Eindringen von Wasser, Staub, Schnee od. dgl. verhindernde Sperre aufweisen, auf welche die an die Kehle angrenzenden, die Seitenbereiche der Streifen überdeckenden Dacheindeckungsplatten auflegbar sind. Derartige Streifen aus Kunststoff sind beispielsweise aus der DE-OS 2315610 bekannt. Der bekannte Streifen ist als ebener Streifen ausgebildet, der eine längs der Mittellinie in Längsrichtung verlaufende Sicke aufweist, welche zwei flächige Bereiche voneinander trennt. Die Sperre längs jedes Längsrandes ist durch eine doppelte Lage des Streifens gebildet, so dass ein Hohlfalz zur Aufnahme von Haftern oder Nägeln gebildet wird.
Weiters ist eine Reihe verschieden geformter Metallkehlen für die Dachdeckung bekannt (vgl.
"Deutsches Dachdecker-Handwerk", 1964, S. 205 bis 206). Beispielsweise wird dort ein Kehlblech mit einem längs der Mittellinie in Längsrichtung verlaufenden Steg beschrieben, welcher als Spritzschutz dient und verhindert, dass das von einer Dachfläche herabströmende Regenwasser unter die Haut der andern Dachfläche strömt.
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Längsrichtung verlaufende Rippen vorzusehen, welche zur Verbesserung der Strömungsverhältnisse beitragen, einer Verstopfung der Rinne durch Ansammlung von Blättern od. dgl. entgegenwirken und zur Versteifung und Verstärkung der Rinne beitragen.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht darin, für eine Kehlrinneneindeckung der eingangs genannten Art einen einfach verlegbaren Streifen zu schaffen, der an verschieden geformte Kehlrinnen anpassbar ist, nach der Verlegung eine stabile, trittfeste Kehlrinne ergibt und die aus Temperaturschwankungen und/oder dem Arbeiten der Dachkonstruktion herrührenden mechanischen Spannungen ohne sichtbare Verformung aufzunehmen vermag.
Diese Aufgabe wird mit einer Kehlrinneneindeckung der eingangs dargelegten Art dadurch gelöst, dass erfindungsgemäss auf der Oberseite jedes Streifens in dessen Mittelbereich, der sich beiderseits der Längsmittellinie erstreckt, eine Anzahl in Längsrichtung des Streifens parallel zueinander verlaufende Rippen ausgebildet sind.
Zur Verlegung. des erfindungsgemässen Streifens ist es lediglich erforderlich, den Streifen unter plastischer Verformung an die Kehlschalung anzupassen und in den Randbereichen mittels Nägeln od. dgl. zu befestigen. Damit wird ein einfach verlegbarer Steifen geschaffen, der an praktisch alle in der Praxis vorkommenden Kehlrinnen anpassbar ist. Auch der mit Rippen versehene Mittelbereich des Streifens ist noch in geringem Ausmass plastisch verformbar, weist jedoch dank der Rippen eine solche Festigkeit auf, dass eine stabile, trittfeste Unterlage erzielt wird.
In den rippenfreien Seitenbereichen zwischen den Randbereichen und dem Mittelbereich weist der Streifen lediglich eine solche Stärke auf, dass diese Seitenbereiche die aus Temperaturschwankungen und/oder dem Arbeiten der Dachkonstruktion herrührenden mechanischen Spannungen unter gegebenenfalls sichtbaren Verformungen aufzunehmen vermögen. Da die geschroteten Enden der Dacheindeckungsplatten diese Seitenbereiche überdecken, sind solche Verformungen am fertig eingedeckten Dach nicht sichtbar. Nach aussen sichtbar ist somit lediglich der dank seiner Festigkeit keinerlei Verformungen aufweisende, mit Rippen versehene Mittelbereich des Streifens. Im Endergebnis wird damit eine einfach verlegbare, stabile, an verschieden geformte Kehlrinnen anpassbare Kehlrinneneindeckung erhalten, die stets einen sauberen, ästhetisch ansprechenden Eindruck vermittelt.
In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung können einige der Rippen als schmale Rippen
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Längsmittellinie verlaufende Rippe und je eine der in den Randbereichen des Mittelbereiches angeordneten Rippen als breite Rippen ausgebildet sind. Auf Grund dieser Massnahmen wird die Fixierung der Längsmittellinie des Streifens bei der Verlegung erleichtert und die Steifigkeit des Querschnitts verbessert. Die in den Randbereichen vorgesehenen breiten Rippen begrenzen diejenigen Streifenabschnitte, in denen sich die vorstehend genannten Verformungen gezielt ausbreiten können.
Ferner können einige der an den Rändern des Mittelbereiches vorgesehenen Rippen niedriger als die übrigen Rippen ausgebildet sein. Dies führt zu einer Materialersparnis, da an den Rändern
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des Mittelbereiches die Steifigkeitsanforderungen geringer sind. Ausserdem ergibt sich ein günstiger optischer Effekt, durch den die Ränder nicht unschön breit erscheinen.
Schliesslich können am einen Ende jedes Streifens alle Rippen in einem Abstand vom freien Rand des Streifens enden. Auf diese Weise wird die Abdichtung an den Stellen einander überlappender Streifen verbessert.
Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezug auf eine bevorzugte Ausführungsform näher erläutert, die in den Zeichnungen schematisch dargestellt ist ; es zeigen Fig. l den unverformten Streifen im Querschnitt, Fig. 2 den Streifen nach Fig. l in schaubildlicher Darstellung, Fig. 3 und 4 den in verschiedener Weise verlegten Streifen an einem fertig eingedeckten Dach, Fig. 5 in schaubildlicher Darstellung die Eindeckung einer Kehlrinne mit einzelnen Streifen, Fig. 6 in schaubildlicher Darstellung die Ausbildung möglicher Verformungen der Kehlrinneneindeckung, und Fig. 7 und 8 eine Ansicht des fertig eingedeckten Daches mit der erfindungsgemässen Kehlrinneneindeckung.
Wie in Fig. l und 2 dargestellt, besteht die Kehlrinneneindeckung --10-- aus einem flachen Streifen --11-- mit ebener Unterseite, der auf seiner Oberseite Rippen --12, 13, 14-- und wulstartige Verdickungen --15-- aufweist. Die Rippen --12, 13, 14-- und Verdickungen --15-- sind einstückig an dem Streifen --11-- angeformt. Als Materialien für die Kehlrinneneindeckung --10-- kommen verrottungsfeste, wetterbeständige Kunststoffe in Betracht, die plastisch verformbar sind. Vor-
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vinylchlorid und wird durch Extrudieren hergestellt.
Die Breite e des Streifens --11-- beträgt vorzugsweise 40 bis 80 cm. Der Streifen
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breit erscheinen lassen. Vorzugsweise sind im Mittelbereich b zirka 16 bis 24 Rippen ausgebildet, zwischen denen jeweils ein gleicher Abstand vorgesehen ist. Insgesamt werden Anzahl und Abmessungen der Rippen --12, 13, 14-- dahingehend ausgewählt, dass einerseits die Kehlrinneneindeckung --10-- auch im Mittelbereich b verformbar ist und an die Form der jeweiligen Kehlrinne angepasst werden kann, anderseits eine stabile, trittfeste Kehlrinneneindeckung --10-- erhalten wird, die kleinere Lücken in der Kehlschalung ohne weiteres zu überspannen vermag.
An den mit Rippen versehenen Mittelbereich b schliesst sich beidseitig ein rippenfreier Seitenbereich c an. Wie aus den Fig. 3 und 4 ersichtlich, werden diese Seitenbereiche c am fertig eingedeckten Dach jeweils von den an die Kehle angrenzenden Dacheindeckungsplatten --20-- überdeckt. In den Seitenbereichen c weist die Kehlrinneneindeckung --10-- lediglich die Dicke des flachen Streifens --11-- auf, so dass diese Seitenbereiche c biegsamer und leichter verformbar sind als der Mittelbereich b. Insbesondere sollen die Seitenbereiche c die aus Temperaturschwankungen
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men, wobei sich durchaus sichtbare Verformungen --18-- (vgl. Fig. 6) ausbilden können.
An die Seitenbereiche c schliessen sich jeweils die Randbereiche d an. In diesen Randbereichen d ist eine Sperre ausgebildet, die am fertig eingedeckten Dach das Eindringen von Wasser, Staub, Schnee od. dgl. unter die Dachhaut verhindert. Beispielsweise kann zur Ausbildung dieser Sperre der flache Streifen --11-- nach innen umgeschlagen sein, so dass in den Randbereichen
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einlich, liegen die an die Kehle angrenzenden Dacheindeckungsplatten --20-- mit ihrer Unterseite unmittelbar auf dieser wulstartigen Verdickung --15-- auf. In der wulstartigen Verdickung - ist eine in Längsrichtung verlaufende Nagelrille --16-- ausgespart, durch die Nägel --21-- in die darunter liegende Kehlschalung --22-- oder eine daran angeordnete Auflageleiste --23-- eingeschlagen werden.
Die Höhe der wulstartigen Verdickung --15-- entspricht vorzugsweise der Höhe der Rippen --12 und 13--.
Mit den Fig. 3 und 4 ist jeweils in schematischer Darstellung eine erfindungsgemässe Kehlrinneneindeckung --10-- dargestellt. Der Streifen --11-- liegt jeweils auf der Kehlschalung --22--
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die Kehlschalung --22-- an den Dachsparren --25-- befestigt oder zwischen diese abgesenkt sein. Zur Befestigung des Streifens --10-- sind Nägel --21-- im Bereich der wulstartigen Verdickung - längs der Nagelrille --16-- in die Kehlschalung --22--, bzw. in die auf der Kehlschalung - aufliegende Auflageleiste --23-- eingeschlagen; die zusätzliche Anwendung der Auflageleiste --23-- (vgl. Fig. 4) empfiehlt sich bei Dächern mit geringer Dachneigung.
Die an die Kehle angrenzenden Dacheindeckungsplatten --20- liegen mit ihrer Unterseite auf der wulstartigen Verdickung --15-- auf, so dass ein dichter Abschluss gebildet ist, der das Eindringen von Wasser, Staub, Schnee od. dgl. unter die Dachhaut sicher verhindert. Anschliessend an die Verdickung - überdecken die Dacheindeckungsplatten --20-- die rippenfreien Seitenbereiche c des Streifens so dass dort gegebenenfalls ausgebildete Verformungen --18-- für den Betrachter nicht sichtbar sind.
In dem von den Dacheindeckungsplatten --20-- nicht überdeckten Bereich der Kehle ist lediglich der mit Rippen versehene Mittelbereich b des Streifens --11-- sichtbar, der sich eng an die Kehlschalung --22-- anschmiegt, keinerlei Verformungen aufweist und damit stets einen sauberen, ästhetisch ansprechenden Eindruck vermittelt.
In Fig. 5 ist schematisch die Verlegung einer aus einzelnen Streifen --11-- bestehenden Kehl- rinnen ein deckung --10-- dargestellt. Die Kehlschalung --22-- ist am Kehlbalken --24-- und den Sparren --25-- befestigt. Auf die Kehlschalung --22-- werden die einzelnen Streifen --11-- aufgelegt, angeformt und mittels Nägeln 21-- im Bereich der wulstartigen Verdickung -15-- längs der Nagelrille -16-- befestigt. Wie dargestellt, weist jeder Streifen --11-- am einen Ende einen über die gesamte Breite reichenden rippenfreien Bereich --17-- auf, in welchem eine dichte Überlap- pung mit der Unterseite des anschliessenden Streifens --11-- möglich ist, so dass eine dichte Kehlrinneneindeckung --10-- erzielt wird. In Fig.
B ist schematisch die Ausbildung von Verformungen der Kehlrinneneindeckung-10-dargestellt. Nachdem der Streifen --11-- an die Kehlrinne ange-
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--21--,Verdickung --15-- längs der Nagelrille --16-- durch den Streifen --11-- hindurch in die Kehl- schalung --22-- eingeschlagen werden. Bei einem Schrumpfen der Kehlschalung --22-- oder einer Wärmeausdehnung des Streifens --11-- können sich zwischen den Befestigungsstellen die dargestellten Verformungen --18-- ausbilden.
Diese Verformungen --18-- bilden sich in vorbestimmter Weise in den rippenfreien Seitenbereichen c aus, welche in beiden Richtungen relativ kleine Widerstandsmomente aufweisen. Die räumliche Ausdehnung der Verformungen --18-- wird auf jeden Fall durch die breiten Rippen --13-- im Randbereich des Mittelbereiches b begrenzt, da im Bereich dieser breiten Rippen - die Querschnittssteifigkeit des Streifens --11-- stark zunimmt. Da die Seitenbereiche c am fertig eingedeckten Dach von den Dacheindeckungsplatten --20-- überdeckt sind, bilden sich die Verformungen --18-- gezielt in einem Bereich aus, der für den Betrachter nicht sichtbar ist.
Damit vermittelt die erfindungsgemässe Kehlrinneneindeckung --10-- auch nach mehreren Jahren unter den üblichen Belastungen noch einen sauberen, ästetisch ansprechenden Eindruck.
Schliesslich ist in Fig. 7 und 8 jeweils ein fertig eingedecktes Dach mit der erfindungsgemässen Kehlrinneneindeckung --10-- dargestellt. Oblicherweise laufen die Dacheindeckungsplatten - schräg auf die Kehlrinne zu, so dass die Platten --20-- dort abgeschlagen werden müssen und ein Rand aus geschroteten Enden gebildet wird. Dieser Rand mit den geschroteten Enden überdeckt die rippenfreien Seitenbereiche c des Streifens Damit ist für den Betrachter lediglich der mit Rippen --12, 13-- versehene Mittelbereich b sichtbar, der dank seiner erhöhten Querschnittsfestigkeit frei von Verformungen ist. Der Mittelbereich b bildet eine stabile, trittfeste Unterlage, so dass das Dach im Bereich der Kehle auch dann ohne Gefahr begangen werden kann, wenn die Kehlschalung --22-- kleinere Lücken aufweist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Kehlrinneneindeckung für mit Dacheindeckungsplatten gedeckte Dächer, bestehend aus an der Dachkonstruktion befestigbaren flachen Streifen aus Kunststoff, deren Längsränder eine das
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