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Die Erfindung bezieht sich auf eine Obenentnahmefräse für Rundsilos, mit einem Gestell, auf dem eine bezüglich des Silos umlaufende bzw. rotierende Fräseinrichtung zur Abnahme des Silo- gutes gehalten ist, sowie mit einer Abstützeinrichtung zur Abstützung des Gestelles auf der Ober- fläche der Silage.
Bei bekannten Fräsen dieser Art ist als Fräseinrichtung eine Kettenfräse oder eine Schnecken- fräse vorgesehen. Die Fräseinrichtung, die mittels Rollen, Walzen od. dgl. auf der Silageoberfläche abgestützt ist, trägt das Silogut ab und fördert es zur Aufnahmeöffnung eines Gebläses. Über eine Rohrleitung wird sodann das abgenommene Silogut aus dem Silo gefördert. Da zumindest eine der Stützrollen angetrieben ist, rotiert während des Fräsvorganges die Fräse im Inneren des Silos etwa um dessen Achse, so dass eine schichtenweise Abnahme des Silogutes erfolgt.
Bei einer aus der DE-OS 2446351 bekannten Vorrichtung dieser Art soll ein ungleichmässiges
Abtragen des Silogutes dadurch verhindert werden, dass zusätzlich zu einer Fräskette eine mit hoher Drehzahl umlaufende Vorfräswalze vorgesehen ist. Gestützt wird diese Vorrichtung mit Hilfe eines von Stützrädern getragenen Gestelles. Die Fräseinrichtung kann gegenüber den Laufrädern in der Höhe verstellt werden, doch bleibt die einmal eingestellte Höne während des Betriebes er- halten. Eine selbsttätige Höhenanpassung während des Betriebes erfolgt nicht.
Eine aus der DE-AS 2132524 bekannte Vorrichtung soll ein gleichmässiges Abtragen des Silo- gutes dadurch gewährleisten, dass sich Druckwalzen parallel zur Fräseinrichtung über deren gesamte Länge erstrecken. Diese Druckwalzen können vertikal verschieblich gelagert und federbelastet sein, um den gewünschten Anpressdruck sicherzustellen. Ein Schrägstellen der bekannten Vorrichtung wird nicht verhindert.
Ausgehend von derartigen Fräsen ist es ein Ziel der Erfindung, eine Höhenein-und-ver- stellung für die Fräseinrichtung zu schaffen, die es ermöglicht, dass auf einfache Weise die Eingriffstiefe der Fräseinrichtung eingestellt und die Fräseinrichtung in der eingestellten Lage auch bei unebener Oberfläche im wesentlichen waagrecht gehalten werden kann.
Dieses Ziel lässt sich mit einer Fräse der eingangs genannten Art erreichen, bei welcher erfindungsgemäss am Gestell zumindest ein-in radialer Richtung des Silos geseHen-innerer sowie zumindest ein äusserer Winkelhebel gelagert sind, wobei jeweils am Ende eines Armes des äusseren und inneren Winkelhebels die Fräseinrichtung gelenkig aufgehängt ist, eine die beiden andern Arme der Winkelhebel verbindende Stange vorgesehen ist, die mit ihren Enden an den Armenden angelenkt ist, an dem Gestell eine mit der Aufhängung der Fräseinrichtung, vorzugsweise mit einem Arm eines Winkelhebels verbundene Höhenverstelleinrichtung vorgesehen ist, der innere Winkelhebel mit seinem Scheitel unmittelbar am Gestell gelagert ist und der äussere Winkelhebel mit seinem Scheitel gelenkig mit einem die Silowand abtastenden sowie am Gestell angelenkten Tasthebel verbunden ist.
Dank der erfindungsgemässen Massnahmen kann die Fräseinrichtung parallel zur Silageoberfläche eingestellt werden. Wenn das Gestell wegen Unebenheiten der Silage beispielsweise absackt, wird die Fräseinrichtung automatisch dementsprechend angehoben, so dass das Silogut auch weiterhin gleichmässig abgetragen wird.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Tasthebel als Winkelhebel ausgebildet ist, dessen einer Arm mit seinem Ende an dem Gestell angelenkt und dessen anderer Arm an seinem Ende mit einem Tastrad versehen ist, welches bei Rotation der Fräse an der Silowand abläuft und dass der an dem Gestell angelenkte Arm über eine Verbindungslasche, Stange od. dgl. mit dem Scheitel des äusseren Winkelhebels gelenkig verbunden ist. Diese Ausbildung ermöglicht ohne grossen Aufwand eine wirkungsvolle Steuerung der waagrechten Lage der Fräsenrichtung.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Höhenverstelleinrichtung, wie an sich bekannt, händisch sowie zusätzlich mittels eines Hydraulikzylinders betätigbar ist. Einerseits kann auf diese Weise die Höheneinstellung der Fräseinrichtung gegebenenfalls auch ferngesteuert von einer ausserhalb des Silos befindlichen Bedienungsperson vorgenommen werden und anderseits ist es möglich, mittels des Hydraulikzylinders die Fräse völlig von der Silageoberfläche abzuheben.
Hiebei ergibt sich in der Praxis eine günstige Ausführung, wenn die Höhenverstelleinrichtung einen Stellhebel aufweist, dessen eines Ende am Gestell angelenkt und dessen anderes Ende über den Hydraulikzylinder
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gelenkig mit dem Gestell verbunden ist und eine an sich bekannte handbetätigte Spindel vorge- sehen ist, die eine an dem Stellhebel gelagerte Mutter durchsetzt und drehbar, jedoch in Längs- richtung gesichert, an der Aufhängung der Fräseinrichtung angreift.
Die Erfindung samt ihren weiteren Merkmalen und Vorteilen ist im folgenden an Hand einer 'beispielsweisen Ausführung näher erläutert, die in der Zeichnung veranschaulicht ist. Diese zeigt in schematischer Seitenansicht eine erfindungsgemässe Fräse, deren für das Verständnis der Erfin- dung nicht erforderlichen Teile weggelassen sind.
Der Zeichnung ist ein Silo-l-zu entnehmen, der bis zu einer gewissen Höhe mit Silage - gefüllt ist. Auf der Oberfläche der Silage --2-- ist das Gestell --3-- einer Obenentnahmefräse !-4-mit Hilfe nicht dargestellter Walzen, Rollen od. dgl. abgestützt. Von diesen Walzen ist zu- mindest eine angetrieben und im Betrieb läuft die Fräse --4-- innerhalb des Silos --1-- im wesent- lichen um dessen Achse a um.
An dem Gestell --3-- ist in weiter unten noch näher beschriebener Weise eine Fräseinrichtung, im vorliegenden Fall eine Frässchnecke-5-aufgehängt. Diese Schnecke --5-- ist z. B. von einem
Hydraulikmotor --6-- angetrieben und in zwei Abschnitte mit gegensinnig gedrehten Schneckengängen unterteilt, so dass bei Rotation der Frässchnecke --5-- und während des Umlaufes der Fräse --4--
Silogut in Richtung der Pfeile b und c zur Schneckenmitte gefördert wird. Von hier wird das Silo- gut mittels eines Gebläses, dessen Ansaugrohr --7-- dargestellt ist, aus dem Silo-l-gefördert.
Zur Aufhängung der Frässchnecke --5-- sind je zwei innere bzw. äussere Winkelhebel --8 bzw. 9-- vorgesehen, die beiderseits der Schnecke --5-- angeordnet sind. Dargestellt sind jedoch nur ein innerer und ein äusserer Winkelhebel. Wenn hier von Winkelhebeln gesprochen wird, so versteht es sich, dass hiebei wesentlich die Anordnung von drei starr miteinander verbundenen
Gelenkpunkten und nicht die Winkelform ist. An jeweils einem Arm der Winkelhebel --8, 9--, in der Zeichnung am linken Arm, ist mittels Laschen --10, 11-- die Frässchnecke --5-- samt ihren
Lagern und ihrem Antrieb gelenkig aufgehängt. Die beiden andern Arme sind über eine Stange - miteinander verbunden, deren Enden jeweils an den Armen angelenkt sind.
Der innere Winkelhebel --8-- ist an einer Lasche --13-- des Gestelles --3-- gelagert. An jenem Arm des inneren Winkelhebels --8--, an dem die Frässchnecke--5--mittels der Lasche--11-- aufgehängt ist, greift drehbar, jedoch in Längsrichtung gerichtet ausserdem das Ende einer mit einem Handrad --14-- versehenen Spindel --15-- an. An der Oberseite des Gestelles --3-- ist eine
Lasche --16-- befestigt, an der ein Ende eines Stellhebels --17-- gelagert ist. Das andere Ende des Stellhebels --17-- ist gelenkig mit einem Hydraulikzylinder --18-- verbunden, der seinerseits an dem Gestell --3-- angelenkt ist. Zwischen den Enden des Stellhebels --17-- ist an diesem eine
Mutter --19-- drehbar gelagert, die von der Spindel --15-- durchsetzt ist.
Am äusseren Gestellende ist in einer Lasche --20-- das Ende eines im wesentlichen waagrecht verlaufenden Schenkels --21-- eines als Winkelhebel ausgebildeten Tasthebels --22-- gelagert. Der andere Schenkel --23-- des Tasthebels --2-- verläuft im wessentlichen lotrecht, d. h. parallel zur Silowand, und ist an seinem Ende mit einem Tastrad --24-- versehen, das im Betrieb an der
Silowandung abläuft. Der waagrechte Schenkel --21-- ist über eine Verbindungslasche --25-- mit dem Scheitel des äusseren Winkelhebels --9-- gelenkig verbunden. Für den waagrechten Schenkel - ist am Gestell --3-- ein Anschlag --26-- vorgesehen, der die Schwenkbewegung des Tast- hebels --22-- nach unten begrenzt.
Um die Lage des Tastrades --24-- bezüglich der Silowand ein- stellen zu können, ist der obere Schenkel des Winkelhebels --23-- als Rohr --27-- ausgebildet, in dem ein das Tastrad --24-- tragender Rundstab --28-- verschiebbar ist. Zum Feststellen des
Stabes --28-- in dem Rohr ist eine Knebelschraube --29-- vorgesehen.
Im folgenden soll die Wirkungsweise der erfindungsgemässen Fräse hinsichtlich der Höhenver- stellung der Frässchnecke --5-- näher beschrieben werden. Zu Beginn der Arbeit befindet sich der Hydraulikzylinder --18-- in seiner eingezogenen Lage. Wird der Antrieb der Fräse, der auch eine Hydraulikpumpe zur Versorgung des Hydraulikmotors --6-- sowie der Antriebsmotoren der nicht dargestellten Walzen beinhaltet, eingeschaltet, so wird der Hydraulikzylinder --18-- mit Druck beaufschlagt, so dass der Stellhebel --17-- und somit auch die Frässchnecke --5-- abgesenkt werden.
Die Verbindung der Laschen --10 und 11-- über die Stange --12-- bewirkt, dass beide Enden der Frässchnecke --5-- gleichzeitig abgesenkt bzw. angehoben werden. Durch Verdrehen der Spindel
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gewählt werden.
Es kann nun während des Betriebes geschehen, dass zufolge einer nicht waagrechten Oberfläche
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-2-- die Stütz- bzw.rad --24-- vorgesehen. Wenn das Gestell --3-- an seinem äusseren Ende nach unten absackt, drückt die Wand des Silos --1-- das Tastrad --24- nach innen, wodurch der Tasthebel --22-- hochgeschwenkt wird. Über die Verbindungslasche --25-- wird daher der gesamte Winkelhebel --9-- und
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--5-- angehoben,Gestell --3- in der Silomitte absinkt.
Wenn der Antrieb der Fräse -4- abgeschaltet wird, kehrt der Hydraulikzylinder --18-- wieder in seine Ausgangslage zurück, so dass die Frässchnecke --5-- von der Silage-2-- abge- hoben wird. Dies ist besonders im Winterbetrieb von Vorteil, da ein Festfrieren der Schnecke - in der Silage --2-- auf diese Weise verhindert wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Obenentnahmefräse für Rundsilos, mit einem Gestell, auf dem eine bezüglich des Silos umlaufende bzw. rotierende Fräseinrichtung zur Abnahme des Silogutes gehalten ist, sowie mit einer Abstützeinrichtung zur Abstützung des Gestelles auf der Oberfläche der Silage, dadurch gekennzeichnet, dass am Gestell (3) zumindest ein-in radialer Richtung des Silos (1) gesehen-innerer sowie zumindest ein äusserer Winkelhebel (8,9) gelagert sind, wobei jeweils am Ende eines Armes des äusseren und inneren Winkelhebels (8,9) die Fräseinrichtung (5) gelenkig aufgehängt ist, eine die beiden andern Arme der Winkelhebel (8,9) verbindende Stange (12) vorgesehen ist, die mit ihren Enden an den Armenden angelenkt ist, dass an dem Gestell (3) eine mit der Aufhängung der Fräseinrichtung (5),
vorzugsweise mit einem Arm eines Winkelhebels (8) verbundene Höhenverstelleinrichtung (14 bis 19) vorgesehen ist, dass der innere Winkelhebel (8) mit seinem Scheitel unmittelbar am Gestell (3) gelagert ist und dass der äussere Winkelhebel (9) mit seinem Scheitel gelenkig mit einem die Silowand abtastenden sowie am Gestell (3) angelenkten Tasthebel (22) verbunden ist.